DE214705C - - Google Patents

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DE214705C
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aluminum
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B33/00Compositions containing particulate metal, alloy, boron, silicon, selenium or tellurium with at least one oxygen supplying material which is either a metal oxide or a salt, organic or inorganic, capable of yielding a metal oxide

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Entzünden von Minen u. dgl. auf elektrischem Wege.
Das Wesentliche der Erfindung besteht darin, daß die Entzündung unter Vermittlung eines zwischen den Leitungsdrähten angeordneten, Aluminium enthaltenden Zwischenzündpulvers erfolgt, wobei das Aluminium in zerkleinerter Form (z. B. als Aluminiumstaub, Aluminiumwolle usw.) zur Verwendung kommt. Der Aluminiumfüllstoff kann erforderlichenfalls auch mit Sauerstoff- und kohlenstoffhaltigen Körpern gemischt sein, welche infolge Erhöhung der Reaktionstemperatur dazu beitragen, den Zündsatz oder direkt den Sprengstoff zur Entzündung zu bringen.
Es ist zwar bekannt, Minen usw. auf elektrischem Wege in der Weise zu entzünden, daß der Knallsatz oder der Sprengstoff durch Vermittlung eines durch den elektrischen Strom zum Verbrennen oder Explodieren gebrachten
■ Zwischenzündpulvers zur Entzündung gebr-acht wird; es ist aber neu, zu dem betreffenden· Zwecke Aluminiumpulver zu verwenden.
Auch ist es allgemein bekannt, die Zündung unter Vermittlung eines sogenannten Glühdrähtchens erfolgen zu lassen. Die Verwendung von gepulvertem Aluminium nach vorliegender Erfindung ist jedoch viel vorteilhafter, weil Metallpulver bekanntlich schlechte Leiter sind, so daß das einen großen elektrischen Widerstand bietende Aluminiumpulver augenblicklich zur Erwärmung kommt und dabei die Entstehung zahlloser kleiner Lichtbogen zwischen den einzelnen Teilchen- bedingt, wodurch die Zündung· viel besser übertragen wird, als dieses beispielsweise bei Verwendung eines Glühdrähtchens der Fall ist.
Die Verwendung von Aluminium als Zwischenzündpulver hat ferner den Vorzug, daß nach erfolgter Zündung der Mine usw. die unter Einwirkung der durch den elektrischen Strom entwickelten Hitze gebildete Schlacke noch immer leitend ist, weil sie nach den Angaben des Erfinders immer noch etwas Aluminium enthält; auch das eventuell gebildete Metalloxyd leitet genügend den elektrischen Strom. Dies ist besonders bei hintereinandergeschalteten Minen usw. von Wichtigkeit, denn falls die Zündung einer oder auch mehrerer Minen versagt haben sollte, so kann immer noch ein später von dem Induktionsapparat erzeugter Strom durch die in Reihe geschalteten Zünder hindurchgehen und· die Zündung dieser Minen bewirken.
Da ferner eine sehr geringe Menge Alu- · miniumpulver genügt, um einen guten Kontakt zwischen den beiden Elektroden bzw. Drahtenden herbeizuführen, so besitzt das neue Verfahren außerdem noch den. Vorteil der größeren Billigkeit gegenüber der Verwendung der bekannten, hinsichtlich ihrer Zusammensetzung oft komplizierten Zwischen-
zündpulver oder der aus dem sehr teuren Platin herzustellenden Glühdrähtcheh.
Falls dem Aluminiumpulver ein Sauerstoffträger, wie z. B. Kali-, Natronsalpeter o. dgl.,
S oder auch ein Kohlenstoffträger, wie beispielsweise pulverisierte Kohle usw., zugesetzt wer-
■. den soll, so kann dieses in einem Mengenverhältnisse bis zu 50 Prozent geschehen.

Claims (1)

  1. Patent- Anspruch : Verfahren zum Entzünden von Minen auf elektrischem Wege, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündung unter Vermittlung eines aus Aluminium und eventuell sauerstoff- und kohlenstoffhaltigen Substanzen, bestehenden Zwischenpulvers erfolgt.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973070C (de) * 1952-10-06 1959-11-26 Jean Rochat Verfahren zur Herstellung eines Funkenerzeugers
DE1084183B (de) * 1956-06-16 1960-06-23 Nobel Francaise Soc Elektrischer Zuender
DE1180657B (de) * 1961-07-13 1964-10-29 Oregon Ets Patentverwertung Nebelkerze

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973070C (de) * 1952-10-06 1959-11-26 Jean Rochat Verfahren zur Herstellung eines Funkenerzeugers
DE1084183B (de) * 1956-06-16 1960-06-23 Nobel Francaise Soc Elektrischer Zuender
DE1180657B (de) * 1961-07-13 1964-10-29 Oregon Ets Patentverwertung Nebelkerze

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