DE2145751C - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen am Schuhwerk anzuschnallenden orthopädischen Rollschuh, der bei paraplegischen
und in JUlen Fällen, in denen eine Funktionsstörung
von "/erschiedenen Graden den normalen Gang behindert, zur Anwendung kommen soll.
Zur Fortbewegung von Personen, die von notorisehen Funktionsstörungen befallen sind, sind Stützgeräte
verschiedenster Ausführung bekannt. So ist aus der deutschen Patentschrift 720 898 ein krückenartiges
Slüizgerät zur Fortbewegung von Gehbehinderten, insbesondere Beinamputierten, bekannt, das
aus einem Fahrgestell mit in der Hohe verstellbarer Stütze und Laufrädern besteht.
Bei der Vorrichtung der USA.-Patentschrift 297 173 handelt es sich ebenfalls um eine fahrbare
Krücke für Gehbehinderte in etwas anderer Ausführung mit Handstütze und Laufrädern.
Die USA.-Patentschrift 2621707 beschreibt ein Stützgerät mit zwei seitlichen festen Trägereinheiten,
an denen Laufräder angeordnet sind. Der Gehbehin derte befindet sich bei der Fortbewegung zwischen
den seitlichen Trägern.
Das deutsche Gebrauchsmuster 1719 899 hat ebenfalls eine Gehhilfe bzw, Stützgerät zum Gegenstand,
das an Stelle von Rädern ein skibrettartiges Kufenpaar hat, auf dem eine sich in vertikaler Richtung er-
streckende Stützanordnung montiert ist, welche aus einem Rahmen besteht, der die Form eines invertierten U aufweist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Gerät zu schaffen, das direkt am Schuhwerk eines Gehbehinderten
angebracht werden kann, so daß Stützgeräte der im vorhergehenden beschriebenei Art überflüssig sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Rollschuh
aus einer Halterplatte für die Schuhsohle besteht, die an ihrem Oberteil mit Stützschwellen und
Riemenpaaren versehen ist und an ihrem Unterteil vorn und hinten je ein Haltepaar hat, die Achsen unterstützen,
an deren Enden Rollen mit Gummibändern haften, wobei an der Halteplatte Ansätze befestigt
sind, mit denen Klinken gelenkig verbunden sind, die in die .Verzahnung von Klinkenrädern, die
fest an den Achsen der Rollen angebaut sind, einrastern, wobei ferner in die Verzahnung eines weiteren
Klinkenrades, das auf der Achse der Hinterräder befestigt ist, das »S«-förmige Ende einer Stange einrastert.
die durch eine Achse mit exzentrischem Querschnitt gedrückt wird und die ihrerseits an einem
Kniehebel befestigt ist.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vor gesehen, daß die parallel untereinander und senkrecht
zur Gangrichtung angeordneten Rollenachscn unter einem Winkel zur Längsachse der Halterplatte
eingestellt sind, wobei das vordere Rollenpaar nach außen und das hintere nach innen abweicht.
Der orthopädische Rollschuh gemäß der Erfin dung ist im Vergleich zu den bekannten Stützgeräte 1.
insofern besonders vorteilhaft, als er es dem Gehbe hinderten ermöglicht, ohne Benutzung einer beson
deren Stützvorrichtung durch abwechselndes reuendes Vorrücken der unteren Gliedmaßen mittels der
am Schuhwerk angeschnallten Rollschuhe frei fortzu bewegen.
Es können sich so die unteren Glieder abwechselnd auf dem orthopädischen Rollschuh bewegen.,
der mit Achsenverrückung zur Vorwärtsgangrichtung und mit Blockierungs- und Sicherungsvorrichtungen
für die Lage jedes unteren Gliedes während des Ganges versehen ist. Die Blockierung wird beim Rollschuh
durch Zurückhalten der Achse jedes Rollen paares in einer Richtung mittels zweier Klinken erreicht,
die an Ansätzen der Halteplatte-Fußsohle gelenkig angebaut sind und die zwischen den Zähnen
von Klinkenrädern, die auf den Rollenachsen befestigt sind, eindringen. Die Blockierung in Gegenrichtung
erfolgt ebenfalls mittels eines Klinkenrades, das auf der Achse der Hinterräder befestigt ist. In die
Verzahnung dieses Rades dringt, auf Steuerung, das »S«-förmige gebogene Ende einer Stange ein, die
über einer Achse von exzentrischem Querschnitt, die ihrerseits auf einer durch Wechseln der Schritte vom
Knöchel aus betätigten Kniehebel befestigt ist, gednickt wird.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand eines Beispiels in Verbindung mit den Zeichnungen näher
erläutert:
F i g. 1 ist eine Ansicht des Rollschuhes in waagerechter
Ebene,
F i g. 2 eine Ansicht des Rollschuhes von unten.
Am Oberteil der Halterplatte 1 sind Stützschwellen 2 und Riemenpaare 3,4,5 angeordnet, zwischen
denen das Schuhwerk festgebunden werden kann. Am Unterteil der Halterplatte sind sowohl hinten als
auch vorn je ein Paar Halter 6 und 7 angebracht, die die Achsen 8 und 9 unter einem bestimmten Winkel
zur Längsachse der Halterplatte neigen, so daß sie parallel laufen und senkrecht zur Gangrichtung ste-
hen, an deren Ende die Rollen mittels Gummiban- 7"T n*nutzunß des
dage 10 festgehalten werden.
Das vordere Rollenpaar weist eine Abweichung nach außen, das hintere eine Abweichung nach innen
auf. Auf der Halterplatte 1 sind die Ansätze 11 und 5 mit Hilfe der KrucKcu «■
12 befestigt, mit denen die zwei Klinken 13 und 14 ten die Klinken 13 und "";-.„·. d L,
gelenkig verbunden sind. Diese dringen in die Ver- ™™^-w 1«; „nd 16. Unter der Wirkunö des u
zahnung der Klinkenräder IS und 16 ein, die fest an den Achsen der Rollen 10 sitzen. In die Verzahnung
des Klinkenrades 17, das auf der Achse 8 der Rollen 10 befestigt ist, dringt das »S«-förmig gebogene Ende«
der Stange 18 ein, die von einer Achse 19 mit exzentrischem Querschnitt gedrückt wird. Die letztere
ist mit eiaem Kniehebel 20 verbunden, der seinerseits durch Schrittwechsel vom Knöchel aus betätigt
wird. Um die Verschiebungsanstrengung zu erkichtem
und zu steuern, ist jeder Rollschuh an seiner Hinterseite mit einer metallischen Stange 21 versehen,
die an einer öse 22 gelenkig verbunden ist.
In einigen Fällen kann der R' 'llschuh mittels eines ao
Mikromotors, der auf der Achse des Rollschuhes angebracht ist. oder auch mittels eines flexiblen Armie- von einer anderen rcisyxi v—~~-
rungskabels angetrieben werden. einen Mikromotor angetrieben werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Am Schuhwerk anzuschnallender orthopädischer Rollschuh, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rollschuh aus einer Halterplatte (1) besteht, die an ihrem Oberteil mit Stützschwellen
(2) und mit Riemenpaaren (3,4,5) versehen
ist und an ihrem Unterteil vorn und hinten je ein Haltepaar (6,7) hat, die Achsen (8,9) unterstützen,
an deren Ende Rollen (10) mit Gummibändern angeordnet sind, wobei an der Halteplatte
Ansätze (11, 12) befestigt sind, mit denen Klinken (13, 14) gelenkig verbunden sind, die in
Klinkenräder (15, 16) einrastern, wobei ferner ein weitet es Klinkenrad (17) auf der Achse der
Hinterräder befestigt ist, in welches das »S«-förmige
rride (α) einer Stange (18) eindringt, die um
eine Achse mit exzentrischem Querschnitt gedrückt wird (19) und die ihrerseits an einem ao
Kniehebel (20) befestigt ist.
2. Orthopädischer Rollschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er mit Rollenachsen
(8,9), die parallel untereinander und senkrecht
zur Gangrichtung sowie unter einem bestimmten Winkel zur Längsachse der Halterplatte (1) geneigt
eingestellt sind, ausgerüstet ist, wobei das vordere Rollenpaar nach außen und das hintere
nach innen abweicht.
3. Orthopädischer Füllschuh nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Rollen vorgesehen
sind, die sich au. verschiedene Weise abwinkein können und auf der Halterplatte (1) hinten
eine metallische Stange (21), die durch eine öse (22) gelenkig verbunden ist, aufweist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2145751A DE2145751B1 (de) | 1971-09-13 | 1971-09-13 | Am Schuhwerk anzuschnallender orthopädischer Rollschuh |
| US00203528A US3790187A (en) | 1971-09-13 | 1971-12-01 | Walking system for paraplegics |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2145751C true DE2145751C (de) | 1973-08-02 |
Family
ID=
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