DE2145486B2 - Verfahren zum Herstellen und Ausbauen einer Verankerung in lockerem oder festem Boden und Zugglied zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Herstellen und Ausbauen einer Verankerung in lockerem oder festem Boden und Zugglied zum Durchführen des VerfahrensInfo
- Publication number
- DE2145486B2 DE2145486B2 DE19712145486 DE2145486A DE2145486B2 DE 2145486 B2 DE2145486 B2 DE 2145486B2 DE 19712145486 DE19712145486 DE 19712145486 DE 2145486 A DE2145486 A DE 2145486A DE 2145486 B2 DE2145486 B2 DE 2145486B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- tension member
- borehole
- anchor
- anchoring part
- ground
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000007710 freezing Methods 0.000 title claims abstract description 26
- 230000008014 freezing Effects 0.000 title claims abstract description 26
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims abstract description 5
- 239000002689 soil Substances 0.000 claims abstract description 9
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims abstract description 3
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 claims description 32
- 239000000523 sample Substances 0.000 claims description 17
- 239000002826 coolant Substances 0.000 claims description 13
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 12
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 9
- 238000009413 insulation Methods 0.000 claims description 5
- 239000011435 rock Substances 0.000 claims description 5
- 239000003673 groundwater Substances 0.000 claims description 4
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 claims description 3
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 claims description 3
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 2
- 238000011010 flushing procedure Methods 0.000 abstract description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 abstract description 2
- 238000010257 thawing Methods 0.000 abstract description 2
- 230000037431 insertion Effects 0.000 abstract 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 abstract 1
- 239000003507 refrigerant Substances 0.000 abstract 1
- 239000004576 sand Substances 0.000 abstract 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 3
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 3
- 238000005057 refrigeration Methods 0.000 description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000002347 injection Methods 0.000 description 2
- 239000007924 injection Substances 0.000 description 2
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 2
- 239000012790 adhesive layer Substances 0.000 description 1
- 239000012267 brine Substances 0.000 description 1
- 239000004568 cement Substances 0.000 description 1
- 239000011083 cement mortar Substances 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 239000007799 cork Substances 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 1
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 description 1
- 239000008267 milk Substances 0.000 description 1
- 210000004080 milk Anatomy 0.000 description 1
- 235000013336 milk Nutrition 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002984 plastic foam Substances 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- HPALAKNZSZLMCH-UHFFFAOYSA-M sodium;chloride;hydrate Chemical compound O.[Na+].[Cl-] HPALAKNZSZLMCH-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 1
- 238000013517 stratification Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D20/00—Setting anchoring-bolts
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D5/00—Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
- E02D5/74—Means for anchoring structural elements or bulkheads
- E02D5/76—Anchorings for bulkheads or sections thereof in as much as specially adapted therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Paleontology (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- Piles And Underground Anchors (AREA)
- Investigation Of Foundation Soil And Reinforcement Of Foundation Soil By Compacting Or Drainage (AREA)
Description
40
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen und Ausbauen einer Verankerung in lockerem oder festem Boden, bei dem in einem Bohrloch ein Zugglied,
das aus einem Verankerungsteil und einem freien Zugteil besteht, eingesetzt und im Bereich des Verankerungsteils im Bohrloch befestigt wird und ein Zugglied
zum Durchführen des Verfahrens.
Durch die deutsche Auslegeschrift 12 71 640 ist es
bekannt, durch Injektion von Zementmörtel oder Zementmilch den Verankerungsteil mit dem Boden fest zu
verbinden. Diese Art der Verbindung zumindest des Verankerungsteiles mit dem Boden hat den Nachteil,
daß dieser Verankerungsteil später praktisch nicht mehr ausgebaut werden kann, so daß er nach Lösen der
Kupplung zwischen dem Verankerungsteil und dem Zugteil im Boden verbleibt Da die Verankerung von
Baugruben meist mit einer Beeinflussung des Nachbargrundstückes und damit auch mit der Behinderung von
später auszuführenden Bauwerken verbunden ist, muß häufig die Forderung gestellt werden, den provisorischen Erdanker wieder auszubauen.
Weiterhin ist durch die deutsche Offenlegungsschrift 16 984 ein rohrförmiges Zugglied bekannt, durch das
eine erhärtende Injektionsmasse in den Boden injiziert wird. Eine mit diesem Zugglied versehene Verankerung
hat ebenfalls den erwähnten Nachteil.
486
gründe, ein Verfahren der eingangs genannten Art so
zu verbessern, daß es ermöglicht, das im Boden festzuhaltende Zugglied später auf einfache Weise wieder zu
lösen, und durch das außerdem eine Verankerung in nahezu allen Bodenarten möglich ist Das zur Lösung
dieser Aufgabe vorgeschlagene Verfahren ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung durch Umhüllen des Verankerungsteils mittels
feuchtem Material erfolgt das durch eine in das Bohrloch eingebrachte Gefriervorrichtung zum Gefrieren
gebracht wird.
Befindet sich der Grundwasserspiegel unterhalb des
Fußteils des Zuggliedes, so kann das Umhüllen des Verankerungsteiles durch feuchtes Material dadurch erreicht werden, daß in den Boden Wasser injiziert wird.
Zur Durchführung des Verfahrens kann eine an sich bekannte Gefriersonde als Gefriervorrichtung verwendet werden, bei der das Kühlmittel von einer Gefrieranlage über eine Verteilleitung und ein Fallrohr durch
ein im Bereich der Haftstrecke angeordnetes Rohr und von dort über eine Steigleitung und eine Sammelleitung
umläuft Die Steigleitung und die Sammelleitung werden dabei bis zum Bereich der Haftstrerke wärmeisoliert.
Zum Durchführen des Verfahrens wird weiterhin ein rohrförmig ausgebildetes und fußseitig durch eine
Rammspitze abgeschlossenes Zugglied vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist daß der Verankerungsteil vom Zugteil durch einen im Innern des Zuggliedes
dicht eingesetzten Deckel getrennt wird, durch den das Steigrohr und das Fallrohr für das Kühlmedium geführt
werden, die im Verankerungsteil enden und im Zugteil durch eine Isolation geschützt sind.
Das beschriebene Verfahren hat den Vorteil, daß das
Zugglied sowie das Bohrrohr und die Gefriervorrichtung nach Vollendung der Bauarbeiten durch Auftauen
des Frostkörpers wiedergewonnen werden können. Weiterhin ist die Verankerung gemäß der Erfindung
bei ruhendem Grundwasser im Gegensatz zum Injektionsanker in allen Bodenarten anwendbar, also insbesondere auch in Tonen. Nur bei starkströmendem
Grundwasser wird die Bildung des Frostkörpers erschwert. Ein weiterer Vorteil dieser Verankerung ergibt sich durch die Regulierte rkeit der Größe des
Frostkörpers und damit seiner Tragfähigkeit und die genaue Kenntnis der Form und Größe des Frostkörpers, wenn die Art des Bodens und seine Schichtung
bekannt sind.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnung und an Ausführungsbeispielen erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung,
F i g. 2 einen Schnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1,
Fig.3 einen Schnitt entlang der Linie B-B der
Fig. 1.
F i g. 4 eine schematische Darstellung des Kreislaufsystems des Kältemediums,
F i g. 5 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Durchführen des
Verfahrens, bei der Gefriersonde und Zugglied eine Einheit bilden, und
F i g. 6 einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung, bei der das Zugglied zugleich das Bohrrohr bildet.
Im Beispiel nach F i g. 1 erfolgt das Einbringen des
Zugglieds 1, das aus dem Verankerungsteil 2 und der freien Stahllänge 3 besteht, sowie einer Gefriersonde 4
in den Boden 5, in dem die Verankerung erfolgen soll
2i 45
indem auf übliche Weise durch Rotations- oder Schlagbohren,
Rammen oder Einspülen ein Bohrrohr 6 in dem Boden 5 vorangetrieben wird. Für die Beurteilung bzw.
Berechnung der zu erwartenden Festigkeit der Verankerung können beim Herstellen der Ankerbohrung Bo-
denproben entnommen werden, aus denen die Bodenart,
der Wassergehalt des Bodens 5 und seine Wärmeleitfähigkeit bestimmbar sind. Nach dem Vortrieb des
Bohrrohres 6 in dem Boden 5 bis auf die erforderliche Länge werden in das Bohrrohr 6 das Zugglied 1 und die
Gefriersonde 4 eingeführt.
Die Gefriersonde 4 besteht aus einem an seinem ankerfuß- und ankerkopfseitigen Ende 7, 14 geschlossenen
Rohr 8. Für die Zu- und Abfuhr des Kühlmediums ist ein Steigrohr 9 und ein Fallrohr 10 in dieses Rohr 8
eingeführt. Das Steigrohr 9 ist in das Rohr 8 nur bis zu dem Bereich It eingeführt, an dem die Gefrierzone beginnen
soll. Außerhalb dieses Bereichs 11 sind das Steigrohr 9 und das Fallrohr 10 der Gefriersonde 4
durch Isolierkörper 12 und 13, wie in F i g. 3 gezeigt, wärmeisolierend umschlossen. Diese Isolierkörper 12,
13 bestehen beispielsweise aus Zellplast-Formstücken, die beim Einführen der Gefriersonde 4 in den oberen
Teil 15 des Bohrrohrs 6 eingeschoben werden.
Nachdem das Zugglied 1 und die Gefriersonde 4 vollständig in das Bohrrohr 6 eingeschoben wurden,
wird der Zwischenraum 16 zwischen der Gefriersonde 4 und dem Bohrrohr 6 mit wassergesättigtem Sand 17
gefüllt. Befindet sich der Fußteil des Zugglieds 1 oberhalb des Grundwasserspiegels, so ist es weiterhin erforderlich,
in den Boden 5 Wasser zu injizieren. Anschließend wird das Bohrrohr 6 um die Länge der Haftstrekke
18 des Zuggliedes 1 zurückgezogen, so daß es sich in der in F i g. 1 dargestellten Position befindet. Nun wird
die Gefriersonde 4 an die Verteilleitung 19 und Sammelleitung 20 der in F i g. 4 schematisch dargestellten
Gefrieranlage angeschlossen. Im Anwendungsbeispiel nach F i g. 1 sind die Verteilleitung 19 und die Sammelleitung
20 an einer Spundwand 21 entlanggeführt und über je einen Gummischlauch 22 mit einem Ventil 23
mit dem Steigrohr 9 bzw. Fallrohr 10 verbunden. Wie in F i g. 4 angedeutet, befinden sich mehrere Zugglieder
1 nebeneinander, so daß die Spundwand 21 in Längsrichtung mehrfach verankert ist. Die Abstützung der
Spundwand 21 am Zugglied 1 bzw. dessen freie Stahl· länge 3 erfolgt über eine Konsole 24, ein Verlängerungsteil
25 sowie eine Ankerplatte 26 durch die Spannmutter 27.
Der Aufbau des Fros körpers 28 um den Verankerungsteil 2, durch den die Verankerung im Untergrund
erfolgt, kann durch Kontrolle der Temperaturen im Boden mit Hilfe von Sonden bekannter Bauart überwacht
werden. Die zu erwartende Gefrierzeit zur vollständigen Ausbildung des Frostkörpers 28 beträgt einige
Tage und ist von den jeweiligen Bedingungen abhängig. Nach vollständiger Ausbildung des Frostkörpers 28
kann die Verspannung der Spundwand 21 durch Anziehen der Spannmutter 27 erfolgen. Später ist die Spannmutter
27 noch nachzuspannen, da der Frostkörper 28 bei Belastung die Eigenschaft des Kriechens unter
gleichzeitiger Festigkeitsabnahme hat. Das Kriechen klingt jedoch bereits nach den ersten Tagen ab. Das
Kriechverhalten von gefrorenem Boden 5 ist aus der Fachliteratur bekannt.
Bei einer Verankerung in felsigem Untergrund, im Gegensatz zu der bereits beschriebenen Verankerung
in Lockergestein, wird das Bohrrohr 6 nur bis zur Felsoberfläche vorangetrieben und anschließend mit einer
Felsbohrkrone bis zur vollen Ankerlänge weitergebohrt. Die übrigen Arbeitsgänge sind die gleichen wie
beim Einbringen einer Verankerung in Lockergestein, jedoch entfällt verständlicherweise das Zurückziehen
de» Bohrrohres 6.
Die in F i g. 1 dargestellte Anordnung, bei der die Gefriersonde 4 parallel neben dem Zugglied 1 verläuft,
kann auch durch andere Anordnungen ersetzt werden, indem, wie in den Beispielen nach F i g. 5 und 6 gezeigt,
beispielsweise das Zugglied 1 und die Gefriersonde 4 eine Einheit bilden, so daß das Kühlmedium direkt
durch das Zugglied 1 strömt Die Anordnung nach F i g. 1 hat jedoch den Vorteil, daß die Gefriersonde 4
keine unmittelbaren Belastungen durch die Ankerkraft erfährt
Im Beispiel nach F i g. 5 wird das rohrförmige Zugglied
ankerfußseitig durch einen Verankerungsteil 33 gebildet, der den unteren Teil des Fallrohres 10 und ein
kurzes Endteil des Steigrohres 9 umschließt Dieser Verankerungsteil 33 ist, wie das Rohr 8 nach Fig. 1,
oben und unten geschlossen, und das Steigrohr 9 und Fallrohr 10 sind durch einen den oberen Abschluß dieses
Verankerungsteiles 33 bildenden eingeschweißten Deckel 34 geführt.
Der Verankerungsteil 33 geht nach oben unmittelbar in den Zugteil 36 über, dessen Ende mit einem Gewinde
für den Eingriff der Spannmutter 37 versehen ist. Das Steigrohr 9 und das Fallrohr 10 für das Kühlmedium
sind seitlich durch die Wand des Zugteils 36 geführt und eine Isolation 38 aus beispielsweise Kunststoffschaum
oder Korkschrot ist bis über die Austrittsstelle des Steigrohres 9 und Fallrohres 10 in dem Zugteil 36
eingefüllt. Diese komplette Einheit bestehend aus Verankerungsteil 33 und Zugteil 36, Fallrohr 10, Steigrohr
9 und Isolation 38, wird im Werk vorfabriziert so daß das Zugglied in einem Arbeitsgang in das Bohrrohr 6
eingeführt werden kann. Gegenüber dem Beispiel nach F i g. 1 hat das Beispiel nach F i g. 5 die Vorteile, daß
die gesamte Verankerungsvorrichtung vorfabriziert werden kann und sich somit eine rasche Montage auf
der Baustelle ermöglicht, und daß weiterhin sich die Isolierung vor Wasserzutritt »eschützt im Ankerkörper
befindet
Im Beispiel nach F i g. 6 bilden ebenfalls der Ankerkörper
und die Gefriersonde eine Einheit, jedoch übernimmt der Verankerungsteil 33 mit dem sich anschließenden
Zugteil 36 außerdem auch noch die Aufgabe des Bohrrohres 6, so daß ein solches überflüssig wird.
Hierfür ist das untere Ende des Verankerungsteiles 33 mit einer Rammspitze 39 versehen und über dem oberen
Ende des mit dem Gewinde versehenen Zugteiles 36 ist beim Einrammen der Ankereinheit in den Boden
eine Rammhaube 40 aufzusetzen. Das Rammen kann unter gleichzeitigem Einspülen erfolgen, wofür an dem
aus Verankerungsteil 33 und Zugteil 36 bestehenden Zugglied seitlich ein Spülrohr 41 angeschweißt sein
kann.
Für die Bereitstellung des Kühlmediums können verschiedene bekannte Kälteanlagen verwendet werden,
'η F i g. 4 ist eine nach dem indirekten Gefrierverfahren arbeitende Anlage schematisch dargestellt. Hierbei
wird mit Hilfe einer Pumpe 29 ein Kühlmedium, wie z. B. Salzlauge oder eine Glykol-Wassermischung,
durch einen Wärmeaustauscher 30 und die Gefriersonde 4 gepumpt. In diesem Wärmeaustauscher 30 wird
dem Kühlmedium die aus dem Boden 5 aufgenommene Wärme entzogen. Der Wärmeaustausch erfolgt gegenüber
einem Kühlmedium, wie z. B. Freon, das in dem
aus Kompressor 31, Kondensator 32 und Wärmeaustauscher 30 bestehenden System zirkuliert. Die durch
das Freon aufgenommene Wärme wird im Kondensator 32 mittels Wasser- oder Luftkühlung abgeleitet.
Nach Beendigung des Einfrierens kann die Leistung der Kälteanlage auf etwa '/3 reduziert werden, da dann nur
noch die Wärmeverluste durch Wärmeabgabe an den umgebenden Boden 5 auszugleichen sind. Es empfiehlt
sich dabei eine Aufteilung der Kälteanlage in zwei oder drei Aggregate, wobei die Zusatzaggregate zugleich
eine Reserve bei einem eventuellen Ausfall darstellen. 1st auf Grund von beispielsweise Grundwasserströmung
eine besonders rasche Kühlung erforderlich, so empfiehlt es sich, ein offenes Kühlsystem zu verwenden
mit beispielsweise flüssigem Stickstoff als Kühlmedium.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
- Patentansprüche:21 3U Verfahren zum Herstellen und Ausbauen einer Verankerung in lockerem oder festem Boden, bei dem in einem Bohrloch ein Zugglied, das aus einem Verankerungsteil und einem freien Zugteil besteht, «ingesetzt und im Bereich des Verankerungsteils im Bohrloch befestigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung durch Umhüllen des Verankerungsteils mittels feuchtem Material erfolgt, das durch eine in das Bohrloch eingebrachte Gefriervorrichtung zum Gefrieren gebracht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Lage des Grundwasserspie- is fels unterhalb des Fußteils des Zuggliedes Wasser ih den Boden injiziert wird.
- 3. Verwendung einer an sich bekannten Gefriersonde als Gefriervorrichtung, bei der das Kühlmittel von einer Gefrieranlage über eine Verteilleitung ao und ein Fallrohr durch ein im Bereich der Haftstrek ke angeordnetes Rohr und von dort über eine Steigleitung und eine Sammelleitung umläuft, wobei die Steigleitung und die Sammelleitung bis zum Bereich der Haftstrecke wärmeisoliert sind, zum Durchführen des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2.
- 4. Zugglied zum Durchführen des Verfahrens nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, das rohrförmig ausgebildet und fußseitig durch eine Rammspitze abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet daß der Verankerungsteil (33) vom Zugteil (36) durch einen im Innern des Zuggliedes (1) dicht eingesetzten Deckel (34) getrennt wird, durch den das Steigrohr (9) und das Fallrohr (10) für das Kühlmedium geführt werden, die im Verankerungsteil (33) enden und im Zugteil (36) durch Hne Isolation (12, 13, 38) geschützt sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH817071 | 1971-06-04 | ||
| CH817071A CH520865A (de) | 1971-06-04 | 1971-06-04 | Verfahren zur Herstellung einer Verankerung in lockerem oder festem Untergrund |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2145486A1 DE2145486A1 (de) | 1972-12-28 |
| DE2145486B2 true DE2145486B2 (de) | 1975-06-19 |
| DE2145486C3 DE2145486C3 (de) | 1976-01-29 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH520865A (de) | 1972-03-31 |
| AT315084B (de) | 1974-05-10 |
| DE2145486A1 (de) | 1972-12-28 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19948003A1 (de) | Stahlbetonfertigteilplatte | |
| EP0014426A1 (de) | Gebirgsanker | |
| DE2306428B2 (de) | Gleisoberbau und verfahren zu dessen herstellung | |
| DE69733593T2 (de) | Verfahren zum Wiederisolieren in situ eines verlegten Dampfrohres | |
| DE3140672A1 (de) | Verfahren zur erstellung eines tunnels | |
| DE102010014612A1 (de) | Zweiphasen-Patronen-Mutterspannhülsen-Spiralmischanker | |
| EP2060860B1 (de) | Geothermiesonde und Verfahren zu deren Installation | |
| DE1018820B (de) | Verfahren zur Sicherung von Schaechten durch Ankerausbau | |
| DE3012613C2 (de) | Ankerausbau für Strecken des untertägigen Bergbaus, Tunnel o.dgl. | |
| DE2145486C3 (de) | Verfahren zum Herstellen und Ausbauen einer Verankerung in lockerem oder festem Boden und Zugglied zum Durchführen des Verfahrens | |
| DE2145486B2 (de) | Verfahren zum Herstellen und Ausbauen einer Verankerung in lockerem oder festem Boden und Zugglied zum Durchführen des Verfahrens | |
| WO2007070905A2 (de) | Wärmetauscher | |
| AT402534B (de) | Verfahren zum vortrieb eines tunnels oder dergleichen und ausbaubewehrung zur durchführung des verfahrens | |
| DE693918C (de) | Verfahren zur Befestigung eines Ankers im Erdreich zwecks Aufnahme von Zugkraeften | |
| DD291365A5 (de) | Anordnung von vorgefertigten ankerteilen an erdankern fuer bindige und mittelbindige boeden | |
| CH656429A5 (en) | Arched installation element of steel and its use | |
| DE2900272A1 (de) | Felsanker | |
| DE2102391A1 (de) | Gebirgsankerung | |
| AT312663B (de) | Einrichtung zum Ausbau von Tunneln und Stollen | |
| EP0170199A2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Schachtes | |
| DE3727752A1 (de) | Verfahren zum herstellen einer stuetzwand | |
| AT265981B (de) | Druckstollenpanzerung und Verfahren zur Herstellung einer solchen | |
| DE2914746C2 (de) | ||
| DE19609914C2 (de) | Injektionsanker | |
| DE1634554A1 (de) | Injektionszuganker |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |