DE2140707B2 - Schaltungsanordnung fuer programmgesteuerte fernmelde-, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer programmgesteuerte fernmelde-, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen

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DE2140707B2 DE19712140707 DE2140707A DE2140707B2 DE 2140707 B2 DE2140707 B2 DE 2140707B2 DE 19712140707 DE19712140707 DE 19712140707 DE 2140707 A DE2140707 A DE 2140707A DE 2140707 B2 DE2140707 B2 DE 2140707B2
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Haruo; Yamamoto Koichi; Muroga Ko; Tokio; Shirasu Hirotoshi Yokohama; Araki Noburu Tokio; Nakajo Toshihiko Kawasaki; Akimaru (Japan) früherDPK21a3 38
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsan-Ordnung für programmgesteuerte Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit mehreren Langzeitspeichern, an diese Langzeitspeicher angeschlossenen Eingangs- und Ausgangseinheiten, mehreren teils für aktiven Betrieb, teils für Erstbetrieb vorgesehenen Kurzzeitspeichern, und synchron arbeitenden Zentralsteuereinheiten für den aktiven und den Ersatzbetrieb, wobei jede dieser Zentralsteuereinheiten unabhängig voneinander die Eingangs- und Ausgangseinheiten zu steuern in der Lage ist.
Derartige Anlagen wurden in letzter Zeit sowohl was die Menge der von ihnen zu verarbeitenden Daten als auch die Qualität ihrer Arbeitsweise anbetrifft, erheblich weiterentwickelt. Benötigt wird dennoch ein hybrides Kommunikationssystem, das Sendung und Empfang von Telefonverbindungen und anderen Daten gestattet. Hier erscheint ein durch Speicherprogramm gesteuertes System besonders geeignet. Ein solches System umfaßt eine periphere Ausrüstung, die abhängig von der Anzahl der Teilnehmer oder der (Fern-)Verbindungsleitungen einer Anzahl Gesprächswege bilden kann, Speichereinrichtungen zum Speichern von Serviceprogrammen, Speichereinrichtungen zum Speichern von Daten proportional der Anzahl der Teilnehmer und Steuereinrichtungen mit einer Rufverarbeitungskapazität, die dem Gesamtverkehr proportional ist.
Wenn die Anzahl der Teilnehmer abnimmt odei wenn im Verhältnis zur Anzahl der Teilnehmer mehl Dienstleistungen angefordert werden, so werden im allgemeinen die Kosten der Speichereinrichtungen für das Programm, das der Anzahl der Teilnehmer oder dem Gesamtverkehr nicht proportional ist, beträchtlich. Außerdem nimmt die Zuverlässigkeit derartiger Systeme mit ihrer Kompliziertheit und Überentwicklung zu.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist die Schaffung einer durch Speicherprogramm steuerbaren Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, das diese Nachteile vermeidet und einen billigen und zuverlässigen Betrieb von Fernmeldeanlagen bei kleinen Abmessungen gestattet.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß nur eine geringe Anzahl bis auf wenige Ausnahmen aktiv arbeitender schneller Kurzzeitspeicher, die mit einem doppelt geführten, gemeinsamen, jedoch unabhängig arbeitenden Ersatzkurzzeitspeicher verbunden sind, und eine entsprechend größere Anzahl von doppelt geführten, langsamen Langzeitspeichern sowie doppelt gef ührteii Zentralsteuereinheiten vorgesehen ist, wobei der Inhalt der Langzeilspeicher durch einen Kurzzeitspeicher auf diesen und umgekehrt der Inhalt eines Kurzzeitspeichers auf den Langzeitspeicher mit Hilfe eines Umwandlungsrcgisters für die verwendeten Logikadressen der Eingangs- und Ausgangsadressen übertragen werden kann und bei Ausfall eines Teils oder mehrerer verschiedener Teile (Kurzzeitspeicher, Ersatzkurzzeitspeicher, Langzeitspeicher oder Zentralsteuereinheit) dessen oder deren Aufgabe durch ein anderes Teil ausgeführt wird.
Die Erfindung strebt die Schaffung einer wirtschaftlichen Anordnung hoher Zuverlässigkeit an, die selbst dann arbeitsfähig bleibt, wenn ein wesentlicher Fehler in einem ihrer Bauteile auftritt. Es sollen relativ billige und langsame Speiehereinrichtungen verwendbar sein, wie etwa Magnettrommeln, Magnetplatten oder Verzögerungsleitungen, um die gleiche Funktion wie mit schnellen Speichereinrichtungen erzielen zu können. Die Zugriffszeit für diese wirtschaftlichen, langsamen Speichereinrichtungen wird verringert, so daß das System einen größeren Verkehr bewältigen kann. Durch Verbindung doppelter, langsamer Speichereinrichtungen und doppelter zentraler Steuereinrichtungen wird die Zuverlässigkeit der Steuerung beibehalten.
Eine weitere Steigerung der Wirtschaftlichkeit wird erreicht durch die Verringerung der Zahl schneller, temporärer Speicher, indem eine gemeinsame Bereitschaftseinrichtung vorgesehen wird, die es dem System erlaubt, im Ersatzbelrieb zu arbeiten, indem dei Inhalt des langsamen Speicheis auf den schnellen temporären Speicher übertragen wird.
Durch einen Detektor zum Erfassen anrufendei Teilnehmer wird die Zeitspanne, die die zenlrak Steuereinrichtung für die interne Verarbeitung verwenden kann, gesteigert.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung werder ferner weniger häufige Programme und Daten in der wirtschaftlicheren, langsamen Speichereinrichtungei untergebracht und in die schnellen, temporären Spei chcreinrichtungcn übertragen und von diesen aus ver wendet. Dabei sind wenig aufwendige Geräte, wit etwa Magnettrommel od. dgl., doppelt vorhandei und als langsamer Speicher verwendet, während di> schnellen, temporären Speiehereinrichtungen eini gemeinsame Bereitschaftseinriclitung besitzen. Da durch können die zentralen Steuereinheiten eines de doppelten Untersysteme bei Fehlern absehalten, wäh rend die Leistungsfähigkeit der Gesamtanlage unver ändert aufrechterhalten wird.
Es ist eine möglichst kleine Zugriffszeit der langsamen Speichereinrichtungen erzielbar, so daß die zuerst greifbare doppelte Information der langsamen Speichereinrichtungen auslösbar ist.
Die Enteoe fenn häe Eäbe tsze se ohne Mod f fet on des Seäm nehäooäammes verändern, indem die schnellen, temporären Speichereinrichtungen zur Unterbringung eines Programmes zum Schalten der Serviceprogramme, die normalerweise in den langsamen
2.2 Datenanpassung (Fig. 5),
2.3 CC-Anpassungssteuerung (Fig. 5),
2.4 Unterbrechung (Fig. 5),
2.5 Wirkung im Notfall (Fig. 5),
2.(S 7~M-Zugriffssteuerung (Fig. 6),
2.7 periphere Steuerung (Fig. 6),
2.8 ΓΜ-Schaltsteuerung (Fig. 7),
2.9 Steuerung der Magnettrommcl-Kanaleinrich-
vi>_tK.wB.a. ^,— „ tung (Fig. 8),
Speichereinrichtungen gespeichert werden, in die l0 2.10 Magnettrommelsteuerung (Fig. 8),
crhnpllpn temnorären SDeichereinrichtungen ver- 2.11 Arbeitsweise des temporären Speichers (Fig. n),
3. Sprechwegesteuerung und Rufdetcktor.
3.1 Sprechwegesteuerung (Fig. 10),
schnellen, temporären Speichereinrichtungen wendet werden.
Zur ausführlicheren Erläuterung der Erfindung wird das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel beschrieben. Darin zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Systems,
Fig. 2.1 ein Schaltschema zur Redundanzeinrichtung des zentralen Prozeßrechners des Systems im normalen Betrieb,
Fig. 2.2 ein Schaltschema des Prozeßrechners nach Fig. 1, wenn entweder in der zentralen Steuereinheit CC oder der Magnettrommeleinheit MDU der Anlage ein Fehler vorliegt,
Fig. 2.3 ein Schaltschema des Prozeßrechners nach Fig. 2.1, wenn eine der temporären Speichereinrichtungen fehlerhaft ist,
Fig. 3 ein Schaltschema zur Redundanzeinrichtung der peripheren Ausrüstung des Systems,
3.2 Rufdetektor (Fig. 9),
»5 4. Überblick einer Sprechverbindung (Fig. 11),
5. Arbeitsweise der Programmsteuerung,
5.1 Erklärung der Programme,
5.2 Unterbringung von Programm und Daten im
Speicher TM,
ac 5.3 Betriebsarten der Programmverarbeitung
(Fig. 5, 12, 13, 14, 15 und 16),
6. Magnettrommeleinheit (Fig. 17, 18 und 19),
7. Ergänzende Bemerkungen.
1. Allgemeiner Überblick
Fig. 8 zeigt ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung. Die Symbole in oder an den Blöcken stellen die jeweilige Ein-
^11, ο --- ν richtung oder Einheit dar und die Linien zwischen den
Fie 4 ein Blockschaltbild der zentralen Steuerein- 3o Blöcken kennzeichnen die Weiterleitung der Daten heit CC des Systems, «der Steuersignale.
Fie 5 ein Blockschaltbild der Arithmetikeinheit InFig. 1 bezeichnet SUBl ... SUBS die einzelnen
ARlTH der Einheit nach Fig. 4, Teilnehmer und TRKl ... TKRM, TRKl ... TRKN
Fig. 6 ein Blockschaltbild der Zugriffssteuerung die Verbindungsleitungen. Die Teilnehmer SUBl ... einer temporären Speichereinheit TM des Systems. 35 SUBS sind zu einer Schalteinheit LLS in einem Fig. 7 ein schematisches Schaltschema des tempo- Schaltgestell (SWF) und die Verbindungsleitungcn raren Speichers TM, TRKl usw. sind zu einer Schalteinheit TLS in einem
Fig 8 ein Blockschaltbild zur Anordnung der Ma- Schaltgestell (5U7F) über die Verbindungsleitungsenettrommeln im System, schaltungen TRKCKT in einem Verbindungslei-
Fig 9 ein Schaltschema des Rufdetektors CD des 40 tungsgestell (TRKF) verbunden. Die Schalteinheiten Systems, LLS und TLS sind Schaltnetzwerke, bestehend aus
-'- · - · J— ^ --1 vier Stufen von 8x8 mechanisch einrastenden
Kreuzschienenschaltern. Das Schaugestell (SWF) umfaßt ferner eine Rufdetektoreinheit CD mit Verbindungen zu jeder Teilnehmerleitung in der Verbindungsleitungsschalteinheit LLS. Die Detektoreinheit CD dient zum Erfassen der einzelnen anrufenden Teilnehmer 5l7ßl ... SUBS und bildet daraus einen
. Kode. Der Schaltzustand der Verbindungsleitungs-
Fig. 14 ein Schaltschema des Prozeßrechners im 5o schaltungen TRKCKTv/ira von einer Abfrageeinheit Ersatzbetrieb, SCN erfaßt.
Fig. 15 den Impulsverlauf des Programmprozeßrechners im Ersatzbetrieb,
Fig. 16 eine Darstellung einer Magnettrommel mit der Unterbringung der Programme,
Fig. 17 eine Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform der Magnettrommel,
Fig. 18 den Impulsverlauf bei Betrieb der Magnettrommeleinheiten und
Fig. 19 ein Blockschaltbild mit einem Teil des Systems einschließlich der Magnettrommeleinheiten.
In der weiteren Beschreibung wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der elektronischen Fernmeldeanlage unter den folgenden Überschriften erläutert: 1. Allgemeiner Überblick über das System (Fi g. 1,
piVIIIJ,
Fig. 10 ein Blockschaltbild der Gesprächswegesteuerung SPC des Systems,
Fig. 11 ein Schaltschema zur Darstellung der Steuerung eines Rufes von einem Teilnehmer,
Fig. 12 ein Schaltschema des Programmprozeßrechners des Systems im normalen Betrieb,
Fig. 13 den Impulsverlauf des Programmprozeßrechners im normalen Betrieb,
2 und 3),
2. die zentrale Steuereinheit CC (Fig. 4), 2.1 Ausführung einer Instruktion (Fig. 5),
Der Block SPCF in der Mitte der Zeichnung, gestrichelt gekennzeichnet, ist ein peripheres Steuergestell.
Eine zentrale Steuereinheit CC und eine Verteilungseinheit SRD sind doppelt vorhanden, was durch ein Suffix 0 bzw. 1 angedeutet ist. Werden diese doppelten Einheiten ohne Suffix genannt, so sind jeweils beide gemeint. Dies gilt auch für die weiteren folgenden Einheiten.
Die programmgesteuerte Ausgangs- oder Eingangsinstruktion, Adresseninformation od. dgl. ge langt zur Verteilungseinheit SRD im peripheren Steu ergestell (SPCF).
Die Verteilungseinheit SRD verteilt die Instruk tionssignale und Adresseninformation auf die Ein richtungen des Systems und erhält von diesen Ant wortsignale. Die Linien zwischen den Blöcken de
peripheren Steuergestells (SPCF) geben die Übertragungswege dieser Information an. Der Haupteingang zum Gestell [SPCF) kommt von der Abfrageeinheit SCN, die ein binär kodiertes Ausgangssignal erzeugt, je nachdem, ob der Strom auf der Eingangsleitung und einer gekennzeichneten Adresse entsprechend einen Schwellwert überschreitet oder nicht. In diesem Ausführungsbeispiel liefert die Abfrageeinheit SCN von jedem der 16 Abfragepunkte in Übereinstimmung mit 0 bis 256 binären Adressen Ausgänge.
Die Abfragetreibereinheit SCNDV, gemäß Suffix 0 und 1 doppelt vorhanden, steuert einen Sensor in der Abfrageeinheit 5CN. Die Wiederherstellung der Impuls- oder Wellenform erfolgt durch einen Richtungsverstärker in der Abfrageeinheit SCN, wor- '5 auf das Signal zur Verteilereinheit SRD gelangt. Jede der doppelten Einheiten SCND V ist mit der Abfrageeinheit SCN über ein Relais RYA verbunden. Die übrigen Einheiten des Gestells (SPCF) sind ebenfalls doppelt vorhanden, aber nicht geschaltet, und die Ausgänge der zwei doppelten Untersysteme gelangen zur entsprechenden zentralen Steuereinheit CC0 oder CCV Das Gestell (SPCF) besitzt eine Erhaltungsabfrageeinheit MSCN, gemäß Suffix 0 und 1 doppelt vorhanden. Die Einheit MSCN fragt in Erwiderung »5 auf binär kodierte Adresseninformation mit vier Bits jeden der 16 Abfragepunkte ab. Das Gestell (SPCF) weist ebenfalls e:ne Schaltsteuereinheit SC auf, eine Relaissteuereinheit KC und eine Signalvcrteilungseinheit SD. Die Schaltsteuereinheit SC und die Relaissteuereinheit RC sind ebenfalls doppelt vorhanden. Die Schaltsteuereinheit SC speist bestimmte horizontale und vertikale Spulen oder Wicklungen der Kreuzschienenschalter zur Auswahl eines Schalters entsprechend der gegebenen Adresseninformation. Der ausgewählte Schalter wird nach Wunsch geöffnet oder geschlossen. Normalerweise steuert die Schaltsteuereinheit SC0 die Schalteinheit LLS und die Schaltsteuereinheit 5C1 steuert die Schalteinheit TLS. Die Einheit 5C0 kann jedoch die Schalteinheit TLS und die Einheit 5C1 kann die Schalteinheit LLS steuern, wenn ein Relais RYB oder RYC betätigt wird. Diese Funktion wird im folgenden als Schaltfunktion RYB/C bezeichnet.
Die Einheit 5T-5C ist eine Reserveausrüstung für Betrieb mit großer Kapazität. Die Einheit ST-SC bewirkt die Steuerung der Schalteinheit LLS oder der Schaheinheit TLS über ein Relais RYD oder RYE (im folgenden als Bereitschaftsfunktion n+ 1) bezeichnet).
Die Verbindungsleitungsschaltungen TRKCKT besitzen mehrere Betriebsarten, wie etwa Schleife, offen an Leitungen od. dgl. Die Betriebsart wird im einzelnen bestimmt durch den Schaltzustand einer Gruppe magnetischer Relais. Die Relaissteuereinheit RC steuert diese Relais und liefert Impulse zur Betätigung oder Freigabe eines Relais. Jede der Relaissteuereinheiten RC0, RC1 wird von einem Relais RYC gewählt.
Die Verbindungsleitungsschaltungen TRKCKT enthalten Serviceeinrichtungen, wie etwa einen Tastwahlempfänger, einen Mehrfrequenzsender, einen Wählimpulsgeber usw. Das Muster der Mehrfrequenzimpulse vom Geber oder das Fortdauern und die Unterbrechung des Wählimpulses vom Geber wird von einer Signalverteilungseinheit SD gesteuert. Die Signalverteilungseinheit SD besteht aus einer Gruppe Flipflopschaltungen, die von einer binären Adresse gesetzt oder zurückgestellt werden. Das Ausgangssignal jeder Flipflopschaltung steuert das Relais des Service rnaßnahmensenders.
Die Einheit SD ist nicht doppelt vorhanden, jedoch so ausgeführt, daß sie einen Zugriff von jeder der doppelten zentralen Steuereinheiten CC0, CCx besitzt. Wenn die Stromquelle für die Einheit SD abgeschaltet ist, bleibt der andere Teil der Einheit SD betriebsfähig.
Eine Schreibmaschinensteuereinheit TPC, ebenfalls doppelt, ist durch Tastenfeldinstruktion, durch Ablesen eines Bandes od. dgl. betätigbar. In Fig. 1 ist eine Schreibmaschine TYP mit jeder Einheit TPC0, TPCx verbunden, wobei jede Schreibmaschine TYP in einer getrennten Erhaltungszentrale ist.
Der Block CPF unten in Fig. 1, gestrichelt angedeutet, ist ein zentrales Prozeßrechnergestell und dient zum Speichern der Programmsteuerdaten. In dieser Ausführungsform hat das Gestell (CPF) einen schnellen, temporären Speicher, kollektiv als TM bezeichnet. Der Speicher TM der Ausführungsforrn zeigt vier aktive Einrichtungen TM0 bis TM1 und eine Bereitschaftseinrichtung ST-TM. Diese sämtlichen Einrichtungen sind gleich konstruiert, im wesentlichen ein Kernspeicher zum Ein- und Auslesen von 4096 binären Wörtern, jedes aus 17 Bits bestehend, d. h. aus 16 Bits plus einem Paritätsbit. Jede Einrichtung TM0 bis TM3 ist einer festen Adresse höherer Ordnung zugeordnet und der gesamte Speicher besitzt fortlaufende Adressen von 0 bis (4906 x 5 — 1). Eine variable Adresse höherer Ordnung ist der Einrichtung ST-TM gegeben, so daß sie die Stelle jeder der vier anderen aktiven Einrichtungen 7"M0 bis TM7, einnehmen kann. Der Speicher TM enthält Daten, die durch die zentralen Steuereinheiten CC0. CCx auslesbar, ausführbar oder modifizierbar sind. Diese Einheiten CC0, CCx arbeiten synchron und führen eine Instruktion nach Prüfung der Koinzidenz der Arbeit mit der internen Anpaßschaltung aus. Arbeitet eine der Einheiten CC0, CCx fehlerhaft, kann man eine Einheit abschalten, so daß lediglich die andere Einheit arbeitet. Die Einheiten CC0, CCx lassen sich auch manuell durch eine Testeinheit CN5 steuern, die ebenfalls doppelt vorhanden ist.
Eine doppelt vorhandene Magnettrommeleinheit MD U steht über die Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH0, MDCHx mit einer Einheit CC0, CC1 in Verbindung. Die Magnettrommeleinheiten MDU0. MDUx zeichnen gleiche Daten auf, jedoch sind die Magnettrommelkanaleinrichtungen MDCH0, MDCH1 nicht synchronisiert, so daß eine der doppelten Einheiten MDU0, MDUx durch die Daten zum Auslesen gekennzeichnet ist und der Inhalt der Einheiten MDU0, MDU1 gleich ist.
Ein Block MISCF im oberen rechten Teil von Fig. 1 besteht aus verschiedenen Test- und Zusatzschaltungen. Der Block (MISCF) ist für die Erfindung nicht wesentlich und wird nicht im einzelnen beschrieben.
Das erwähnte Verdoppeln der verschiedenen Einheiten ermöglicht, wie jetzt beschrieben wird, eine vorteilhafte Redundanzeinrichtung.
Nach einer Grundregel des Systems werden weniger oft benötigte Daten in die Trommeleinheit MD U eingespeichert. Wenn diese Daten benötigt werden, werden sie in einen bestimmten Bereich des temporären Speichers TM geleitet, im folgenden als überdekkungsbereich bezeichnet, und anschließend verarbei-
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vet. Im Speicher TM werden oft verwendete Daten und ein Programm zum Steuern des Datentransfers aus der Einheit MDU permanent gespeichert. Beim erfindungsgemäßen System bildet somit den gesamten Speicher eine hierarchische Konstruktion aus einem relativ kostpieligen, schnellen Speicher TM und einem wirtschaftlicheren, langsameren Speicher MDU. Das Speichersystem schneidet im Vergleich mit einem konventionellen Speicher mit lediglich schnellen Speichern hoher Kapazität bezüglich Arbeitsweise und Kosten sehr günstig ab.
Eine weitere Ausbildung des erfindungsgemäßen Systems ist die Ersatz-Arbeitsweise, die durch doppelte Ausführung der Magnettrommeleinheiten MDU und der Schaffung einer Bereitschaftseinrichtung ST-TM des Speichers TM erreicht wird.
Fig. 2.1 zeigt in einem Schaltbild den Redundanzzustand des Systems im normalen Betrieb. In Fig. 2.1 ist die zentrale Steuereinheit CC0 aktiv und die zentrale Steuereinheit CCx passiv. In diesem Fall wird in der temporären Bereitschaftsspeichereinrichtung ST-TM ein Eingangs-Ausgangs-Verarbeitungsprogramm permanent gespeichert. In den aktiven, temporären Speichereinrichtungen 7M0 bis TM3 sind die häufiger benötigten Daten untergebracht. Die Einrichtungen TM0 bis TM1 besitzen zwei Überdekkungsbereiche, von denen im Normalzusand ein Überdeckungsbereich zur Weiterleitung des internen Verarbeitungsprogrammes aus der Magnettrommeleinheit MDU0 oder MDU1 zur Durchführung dient und der andere Überdeckungsbereich nicht verwendet wird. Das interne Verarbeitungsprogramm wird aus einer der Einheiten MDU0, MDbx ausgelesen und die Daten werden in beide Einheiten MDUn, MDU1 eingegeben. Sollte in einer der Magnettrommelcinheiten MDU, der Magnettrommelkanalcinrichtung MDCH, der zentralen Steuereinheit CC oder in einer ihrer Kombinationen ein Fehler auftreten, so schaltet das System auf die in Fig. 2.2 gezeigte Betriebsart. In diesem Zustand stimmt die Arbeitsweise mit der Ausnahme, daß Daten lediglich in eine der Einheilen MDU, die zum Auslesen des internen Aibeitsprogrammes verwendet wird, eingegeben werden, mit dem normalen Betrieb überein.
Nun sei angenommen, daß einer der aktiven, temporären Speicher TM0 bis TM3 einen Fehler aufweist. In diesem Fall arbeitet das System in einem Zustand nach Fig. 2.3 und die gemeinsame, temporäre Bereitschafts-oder Reservespeichereinrichtung ST-TM tritt an die Stelle der fehlerhaften Speichereinrichtung, z. B. TM0. In diesem Fall ist das Ein- und Ausgangsverarbeitungsprogramm, das in die Einrichtung ST- TM eingespeichert ist, nicht langer erzielbar. Das Ein- und AusgangsveirarbeitungsprogTamm wird in den zweiten Uberdeckungsbereich der Einrichtung TM1 bis TM3 gegeben, die bisher nicht verwendet wurde und daraus verarbeitet. Das Ein- und Ausgangsverarbeitungsprogramm ist so gewählt, daß ein anderes Programm in jeweils 10 Millisekunden abgeschaltet werden kann, was. einen Zyklus von beispielsweise 200 Millisekunden ergibt. In diesem Fall ist die Steuereinheit CC0 aktiv und die Magnettrommeleinheit MDU1 gibt ihr internes Verarbeitungsprogramm zum ersten Uberdeckungsbereich in einer der temporären Speichereinrichtungen ebenso, wie der Zustand nach Fig. 2.1 zeigt. Wie oben erwähnt, übermittelt die Einheit MDU1 das Ein- und Ausgangsverarbcstungsprogramm zum zweiten Überdeckungsbereich in einer der Speichereinrichtungen TM. Um dies klar anzudeuten und um zu zeigen, daß die Einheit CCx selbst nicht die Adresse einer Speichereinrichtung TM kennzeichnet, ist in Fig. 2.3 eine Kettenstrichlinie verwendet. In diesem Zustand nach Fig. 2.3 ist die Verarbeitungskapazität des Systems im Vergleich zum Stand nach Fig. 2.1 geringfügig kleiner. In der vorhergehenden Beschreibung wurde angenommen, daß die temporäre Bereitschaftseinrichtung ST-TM wahrend des normalen Betriebes aktiv ist. Es ist jedoch auch möglich, das System so zu modifizieren, daß die Einrichtung ST-TM eine vollständige Reserve- oder Bereitschaftsmaßnahme darstellt und normalerweise nicht verwendet wird. In diesem Fall kann die Einrich-
1S tung ST-TM einfach eine andere, temporäre Speichereinrichtung TM ersetzen, die fehlerhaft ist.
Aus dem Vorhergehenden folgt somit, daß das erfindungsgemäße System auch dann arbeitet, wenn in einer der Einheiten CC, MDCH, MDU oder TM ein Fehler auftritt. Erreicht wird dies durch Kombination eines doppelten Hilfsspeichers großer Kapazität und eines temporären Speichers für Ersatzbetrieb.
Fig. 3 zeigt die Redundanzmaßnahme für die peripheren Einrichtungen des Systems, wobei die dicken Linien den Fluß der aktiven Steuersignale und die dünnen Linien die Hilfswege angeben. Wie deutlich zu erkennen, sind für jede periphere Einrichtung mindestens zwei Wege vorgesehen und die Signalempfänger- und Verteilcreinheit SRD kann als ein Teil der zentralen Steuereinheit CC der gezeigten Konfiguration betrachtet werden.
2. Die zentrale Steuereinheit CC
Eine Ausführungsform der zentralen Steucrcinhcii CC ist in Fig. 4 dargestellt, wobei gestrichelte Linien zur Verbindung der Bauteile Steuerwege und ausgezogene Linien Wege für den Datenfluß kennzeichnen. Erwähnt sei, daß zwei Einheiten CC0 und CCx vorgesehensind. Jede Einheit besteht aus einer Arithmetiksteuerung ACTL, einer Arithmetikeinrichtung ARlTH. einer Systemsteuerung SCTL. einer pcripheren Steuerung PCTL, einem Taktgeher CLK. ei ner Notfalleinrichtung EMA und einem manuellen Testfeld CNS. Die Wahrscheinlichkeit, daß Fehler in der Notfalleinrichtung EMA selbst auftreten, ist gering, so daß diese Einrichtung für die beiden Einheiten CC0, CCx gemeinsam vorhanden ist. Die Arbeitsweise jeder Einrichtung in den Einheiten CC0, CCx. wird jetzt beschrieben.
Die Arithmetiksteuerung ACTL erzeugt ein Zeitsignal entsprechend der gegebenen Instruktion zusammen mit dem Resultat einer Logikoperation und steuert die Arithmetikeinrichtung ARITH so, daß darin die erforderlichen arithmetischen Operationen
ausgeführt werden. Die Systemsteuerung SCTL steuert verschiedene Operationen in der Einheit CC0, CCx und steuert die Arithmetiksteuerung ACTL. Die periphere Steuerung PCTL steuert die peripheren Einrichtungen, wie etwa die temporären Speichereinrich-
tungen TM, die Magnettrommelkanaleinrichtungen MDCH. die Sprechwegeausrüstung SP usw. Der Taktgeber CLK erzeugt Taktimpulse zum Triggern verschiedener Arten von Flipflopschaltungen der zentralen Steuereinheit CC. Die Notfalleinrichtung EMA arbeitet nur während eines Notfalles, wie noch erläutert wird. Das manuelle Testfeld zeigt das von der zentralen Steuereinheit CC und dem temporären Speicher TM gegebene Informationssignal an und er-
möglicht das manuelle Verändern des Betriebszustandes der Steuereinheit CC.
2.1 Ausführung einer Instruktion
Die Ausführung einer Instruktion der zentralen Steuereinheit CC wird unter Bezugnahme auf Fig. 5 beschrieben.
Ein Block FFG in der Mitte von Fig. 5 stellt eine Gruppe steuernder Flipflops dar, die zum Lesen und Schreiben (also nicht nur zum Lesen) geeignet sind. Der Inhalt eines Registers LR zur Speicherung der Adresse einer Instruktion in der obigen Gruppe FFG wird auf die Operandenschiene PBB ausgelesen und durch einen Addierer ADD wird + 1 hinzugefügt. Das resultierende Signal geht über ein Zwischenregister RBR und eine Resultatschiene RBS in ein Speicheradressenregister MAR. Die Ausleseinstruklion für den temporären Speicher TM geht dann vom Rcgister MAR, gesteuert von der pcripheren Steuerung PCTL, über ein Speicheradressenzwischenregister ADR und Speicheradressenleitungen MAL.
Das Antwortsignal des temporären Speichers TM. eingeleitet durch obige Ausleseinstruktion, wird von einem Speicherzwischenregister MBR über Speicherantwortleitungen MWL aufgenommen und die Paritat des Signals wird von einer Paritätsschaltung PTY geprüft. Das Signal gelangt dann in ein Instruktionsregister IR und wird als Instruktionssignal behandelt. Wird von der Paritätsschaltung PTY ein Paritätsfehler festgestellt, so wird das Bit »1« in ein Unterbrechungsqucllenregistcr ISF in der Gruppe FFG gesetzt.
Der Inhalt des Instruktionsregisters IR wird von einem Dekodicrer DEC dekodiert und die Art der Instruktion ermittelt. Wenn eine Modifikation der Adresse erforderlich ist, wird der Addierer ADD durch die Steuerung ACTL so gesteuert, daß der Addierer ADD eine Adressenmodifikation vornimmt. Die modifizierte Adresse geht dann zum Speicheradressenregister MAR. Falls der Dekodiercr DEC einen anomalen Instruktionskode erfaßt, wird das Bit »1« in das Unterbrechungsquellenregister ISF gesetzi.
Im Fall einer Instruktion zum Auslesen von Daten aus dem temporären Speicher TM wird diese Instruktion, gesteuert von der peripheren Steuerung PCTL wie oben beschrieben zum Speicher TM gegeben und die Daten werden über die Spcicherantwortleitungen MWL heraus in das Speicherzwischenregister MBR gelesen.
Beim Vorliegen einer Instruktion zur Eingabe von Daten in den temporären Speicher TM wird der Inhalt der bezeichneten Register R0, R1, R2, R3 gemäß der Instruktion über den Addierer ADD und das Zwischenregister RBR in das Speicherzwischenregister MBR gesetzt. Dem Signal wird durch die Paritätsschaltung PTY ein Paritätsbit hinzugefügt und die Schreibinstruktion geht gesteuert von der peripheren Steuerung PCTL über Speicherdatenleitungen MDL zum temporären Speicher TM.
Im Falle einer Arithmetikinstruktion geht der Inhalt einesder Register A0, A1, A2- ^3, gekennzeichnet durch die Instruktion und/oder die Datenauslese im oben beschriebenen Ausleseverfahren zum Addierer ADD oder einer Schiebeschaltung SFT, über die Operandenschienen PBA und PBB. Das Signal wird durch geeignete Logikoperation verarbeitet, d. h. addiert oder subtrahiert, oder das Signal wird von der Schaltung SFT weitergeschoben. Das Resultat wird in ein durch die Instruktion definiertes oder vorher festgelegtes Register gesetzt. Das Resultat der Logikoperation wird von einem Rcsultatdetektor DET daraufhin überprüft, ob es positiv, negativ, gleich Null, usw. ist. Die daraus abgeleitete Information dient zum Setzen eines Zustandskodeflipflop (nicht gezeigt), das ein Teil eines Registers PSF zur Anzeige des Betriebszustandes der Gruppe FFG darstellt.
Im Fall einer für die Magnettrommeikanaleinrichlung MDCH vorgesehenen Steuerinstruktion wird vom Instruktionsregister IR über Kanaloperandenleitungen CHOL zur Einrichtung MDCH gegeben. Sind Daten zwischen den Magnettrommeleinheiten MDV zu übertragen, so wird die Adresse des Speichers TM über Kanaladressenleitungen CHAL zu einem Speicheradressenzwischenregister ABR gesandt. Die einzugebenden Daten für die Einheiten MDU werden von einem Speicherzwischenregister MBR über Kanaldatenlcitungen CHDL abgeleitet und die aus den Einheiten MDU gelesenen Daten über Kanalantwortleitungen CHWL zum Register MBR gesandt. Im Fall einer die Sprechwegesteuerung SPC betreffenden Instruktion werden Instruktionssignalc vom Instruktionsregister IR und ebenso vom Register Ru über Adressenleitungen SPAL zur Steuerung SPC geleitet und die Antwort der Steuerung 5PC gelangt über Sprechwegeantwortleitungen SPWL zu einem Zwischenregister BR.
2.2 Datenanpassung
Im normalen Betrieb führen die beiden zentralen Steuereinheilen CCQ, CCx, gesteuert durch ein Taktsignal, eine Instruktion synchron aus. und zu jedem Zeitpunkt enthält jede der Einheiten CC0, CC1. Daten, die an jede Instruktion angepaßt sein müssen. Die beiden Einheiten CCn, CCx tauschen ihre Daten über die Operandenschienen PBA, PBB immer dann aus wenn eine Instruktion ausgeführt wird, und die Dater gelangen über Steuerleitungen MCTLL zum Addierer ADD. Die Daten werden kreuzweise auf Koinzidenz und Richtung geprüft. Wenn die Daten der Einheiten CC0, CCx aneinander angepaßt sind, führer die Einheiten CC0, CC^ die Instruktionsvcrarbei-
tungsfolge durch. Ist keine Übereinstimmung vorhanden, so wird ein entsprechendes Bit in das Unterbrechungsqucllenregister ISF gesetzt.
2.3 CC-Anpassungssteucrung
Jede der Steuereinheiten CC0, CC1 steuert die andere Steuereinheit CC0, CC1 zur Einhaltung dei Funktionsweise des Systems. Diese Steuerungsart wird als » CC-Anpassungssteuerung« bezeichnet und vor der Steuerung SCTL eingeleitet. Der Austausch dei
Steuersignale erfolgt über Steuerleitungen NCTLL
2.4 Unterbrechung
Unterbrechungsmaßnahmen sind vorgesehen zum Unterbrechen der aktiven Instruktionsverarbeitungs folge und zur Einleitung eines neuen Prozesses. Der vorherige Prozeß wird anschließend fortgesetzt. Diese Maßnahme wird als »Unterbrechung« bezeichnet und die Bedingungen zum Unterbrechen werden im Unterbrechungsquellenregister /SF gespeichert.
Für solche Fälle, in denen eine Einleitung des Unterbrechungsvorganges nicht erwünscht ist, ist eine Unterbrechungsmaskenfunktion vorgesehen. Die Bedingungen zum Einleiten dieser Maskenfunktion sind
in einem Maskenregister IMF gespeichert.
Wenn Unterbrechungsbedingungen existieren, d. h. wenn die Bedingungen mit einer Quelle im Register ISF übereinstimmen und nicht mit einer der Quellen, die im Maskenregister IMF gesetzt sind, so wird der Inhalt der Register LA, des Registers PSF und des Registers ISF in einen bestimmten Bereich des temporären Speichers TM (nicht gezeigt) gesteuert von der Systemsteuerung SCTL übertragen, und das Register PSF und das Register LR werden zur Steuerungsübertragung zum Unterbrechungsprogramm in einem neuen Muster gesetzt.
Die Rückkehr zum unterbrochenen Programm erfolgt durch Rückstellen der Register LR, PSF und ISFmit den durch die vorhergehende Instruktion ent- *5 nommenen Daten.
2.5 Notbetrieb
Die Notfalleinrichtung EMA dient zur Wiederherstellung der Arbeitsweise des Systems, wenn ein Fehler durch Programmänderung nicht auffindbar ist.
Folgende Erscheinungen werden als Systemfehler betrachtet und von einem Notfallquellendetektor EMD erfaßt, der die Notfalleinrichtung EMA startet.
a) Überlauf eines Zeitgliedes zur Fehlererfassung a5 in der Steuereinheit CC.
b) Energieausfall in der Steuereinheit CC oder Unterbrechung der Taktimpulse.
c) Fehlende Übereinstimmung der Betriebsartbits der Steuereinheiten CC.
d) Überlauf eines Notfallzeitgliedes (in der Einrichtung EMA) zum Zählen der Zeit, die nach Freigabe der Einrichtung EMA verstrichen ist.
Nach Einsetzen des Notbetriebes werden die verschiedenen Steuerschaltungen in der Steuereinheit CC gesteuert von der Systemsteuerung SCTL, der peripheren Steuerung PCTL usw. zurückgestellt. Die Veränderung des Betriebszustandes der Steuereinheit CC wird durch das Teil der Flipflopgruppe FFG angezeigt. Danach wird durch die vorgegebene Logik die Veränderung der Speicherkonfiguration, der Beginn der Programmbeschickung für den temporäreren Speicher TM aus der Magnettrommeleinheit MDU u. dgl. ausgeführt. Die Notfalleinrichtung EMA stellt nun nacheinander mehrere wirksame Kombinationen von Einheiten im Untersystem her. Die Situation wird als »Notstand« bezeichnet. Ein gemischtes Register MISK speichert jede Kombination, d. h. jeden Notfallzyklus, der Notfalleinrichtung EMA. Die Notfalleinrichtung EMA bewirkt die Modifikation der anfänglichen Programmeingabe aus der Magnettrommeleinheit MDU und setzt danach das Bit »1« in das Unterbrechungsquellenregister ISF, so daß das Programm weiter fortschreitet. Der Anfang jedes Notfallzyklus wird von einem (nicht gezeigten) Zähler in der Einrichtung EMA erfaßt. Wird während einer vorgegebenen Periode eine vorgegebene Anzahl von Zyklen überschritten, so wird dies im gemischten Register MISK durch ein Bit »1« angezeigt und ein Alarmsignal zur peripheren (nicht gezeigten) Überwachungsausrüstung gegeben.
2.6 Zugriffsteuerung zum temporären Speicher TM
Die Zugriffsteuerung zum Speicher TM erfolgt gemäß Fig, 6 durch eine Speicherverkehrsregelung TRC in der peripheren Steuerung PCTL und durch die Systemsteuerung SCTL. Der Zugriff zum temporären Speicher TM von der zentralen Steuereinheit CC aus erfolgt nur im aktiven Betrieb. Der Zugriff zu einem bestimmten Speicher TM wird entschieden von den drei Bits höherer Ordnung der Speicheradresse im Zwischenregister ABR und durch den Inhalt eines Ersatzspeichernamenregisters SNR, das Teil eines Anzeigeregisters SYF für den Systemzustand ist, gesteuert von der Speicherverkehrssteuerung TRC. Ein Designator Y zur Anzeige, ob die Steuereinheit im aktiven oder passiven Betrieb ist, ist im Sysiemzustandsanzeigeregister SYF vorgesehen. Der Designator Y wird von der Systemsteuerung SCTL gesteuert. Der Zugriff erfolgt ausschließlich aus einer zentralen Steuereinheit CC, die im aktiven Betrieb ist. Beispielsweise kann der Zugriff aus der aktiven Einheit CC0 in den temporären Speicher TM über die Speicheradressenleitungen MAL erfolgen. Das Ersatzspeichernamenregister SNR kann ebenfalls Teil des temporären Speichers TM sein. Ebenso ist eine Unterbringung des Ersatzspeichernamenregisters in der zentralen Steuereinheit CC und im temporären Speicher TM möglich. Eines der Register SNR ist in diesem Fall in Betrieb.
Im Speicher TM zu speichernde Daten gehen über die Speicherdatenleitungen MDL0. Antworten aus dem Speicher TM, in dem der Zugriff erfolgte, werden über Speicherantwortleitungen MWL0 und MWLx zu den beiden Steuereinheiten CQ, CC1 und zum Speicherzwischenregister MBR zurückgegeben. Die Speicherverkehrssteuerung TRC dient zum Vereinigen der Zugriffanfragen aus der Steuereinheit CC und aus der peripheren Ausrüstung, etwa der Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH od. dgl., da ein Zugriffwunsch aus dieser peripheren Ausrüstung ebenfalls durch die periphere Steuerung PCTL gesteuert wird.
2.7 Periphere Steuerung
Gemäß Fig. 6 wird die Steuerinstruktion aus der zentralen Steuereinheit CC zur peripheren Ausrüstung lediglich von der aktiven Einheit, durch den Designator Y bezeichnet, über Sprechwegeadressenleitungen SPAL (Fig. 6) zur Sprechwegesteuerung SPC gegeben.
2.8 Schaltsteuerung des temporären Speichers TM
Es wird hierzu auf Fig. 7 verwiesen.
Eine gegenüber den zentralen Steuereinheiten CC de.i Speichereinrichtungen TM0Ws TM3 und ST-TM zugeordnete Anzahl wird auf zwei Wege definiert. Die erste Definition ist eine feste Zahl, die jeder Einheit durch ihre physikalische Verbindung in der Hardware gegeben ist. Die zweite Definition ist eine Logikeinrichtungszahl, durch die die Einrichtungen logisch identifizierbar sind. Gemäß dem Programm wird der temporäre Speicher TM durch die Einheit CC mit der zugeordneten festen Einrichtungsnummer aktiviert. Die Einheit CC hat unter Verwendung der Logikeinrichtungszahl Zugriff zum Speicher TM. Normalerweise ist das Ersatzspeichernamenregister SNR auf »111« gesetzt. In diesem Fall sind sämtliche festen Einrichtungszahlen mit Logikeinrichtungszahlen koinzident. Mit anderen Worten heißt dies, daß normalerweise die zentrale Steuereinheit CC Zugriff zum temporären Speicher TM hat, der die vom Programm bezeichnete feste Einrichtungszahl besitzt.
Der Inhalt des Ersatzspeichernamenregisters SNR kann durch das Programm gesetzt sein. Wenn der Inhalt des Registers SNR von »111« abweicht, z. B. »001« ist. so wird die Logikeinrichtungszahl des tem-
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porären Speichers TM mit seiner festen Einrichtungszahl »111« in das Register SNR gesetzt und die Logikeinrichtungszahl des temporären Speichers TM mit der festen Einrichtungszahl »001« wird auf »111« gesetzt. Wenn der Zugriff zum Speicher TM1 durch ein Programm bezeichnet ist, hat die Einheit CC Zugriff zur Bereitschaftseinrichtung ST-TM. Wie oben erwähnt, ist ein Zugriff möglich zwischen der Einrichtung ST-TM und einer der temporären Speichereinrichtungen des Speichers TM. Dies ist ein besonders vorteilhaftes Merkmal des Systems.
2.9 Steuerung der Magnettrommelkanaleinrichtung Es wird hierzu auf F i g. 8 verwiesen, in der ausgezogene Linien die Datenwege und gestrichelte Linien die Steuerwege bezeichnen. Die Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH wird von der peripheren Steuerung PCTL gesteuert. Eine zentrale Steuereinheit CC0, CC1 steuert lediglich eine Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH, d. h. die Einheit CC0 steuert die Einrichtung MDCH0 und die Einheit CC1 steuert die Einrichtung MDCH1. Sollen Daten aus der Magnettrommeleinheit MDUx gelesen werden, so gibt sowohl die Einheit CC0 als auch CC1 Instruktion zur Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH0. Durch das Logikprodukt eines einen Kanal bezeichnenden Signals im Instruktionsregister IR und dem Signal in einem Designator X, der das Flipflop der Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH bezeichnet, wird über den Steuerdraht CHCTLA ein Signal lediglich zur Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH0 gegeben und die Instruktion aus der Einheit CC0 gelangt über die Steuerdrähte CHCTLW lediglich zur Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH0.
Die ausgelesenen Daten werden gesteuert von der peripheren Steuerung PCTL über das Speicherzwischenregister MBR zum temporären Speicher TM gegeben. Wenn der Einheit CC0 ein Zugriffswunsch zum Speicher TM aus der Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH0 zugeführt wird, so wird die andere Einheit CC1 gegen einen Zugriff in den Speicher TM so lange gesperrt, bis die Einheit CC0 ihre Funktion beendet hat. Antwortsignale und Information aus der Einrichtung MDCH0 werden zu den beiden Einheiten CC0, CCx über die Steuerleitung CHCTLW und Querleitungen zwischen den beiden Einheiten CC0, CCx zu diesen beiden Einheiten zurückgeleitet. Die beiden Einheiten CC0, CCx können dadurch die Einrichtungen MDCH0 synchron weiter steuern.
2.10 Magnettiommelsteuerung
Gemäß Fig. 6 besteht jedes Magnettrommelsystem 0 und 1 aus der Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH, die den Informationstransfer zum temporären Speicher TM bewirkt, einer peripheren Magnettrommeleinrichtung MDUE, die die Auswahl der Spuren auf der Trommel MDU bewirkt, die Lieferung des Steuerstromes zum Einlesen, die Erfassung des zeitgebenden Spursignals, die Erfassung des Auslessignals usw., gesteuert von der Einrichtung MDCH, und einen Magnettrommelmechanismus MDUU mit Informationsspuren und einer Spurauswählmatrix für diese sowie einen Motor mit seiner Steuerschaltung.
Ein Taktsignal wird von einem Muster auf einer Taktspur CLKT des Magncttrommelmechanismus MDUU erzeugt und von einer Takterfassungsschaltung TDET erfaßt. Die Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH bewirkt das Auslesen der Daten bzw. das Eingeben von Daten in den Magnettrommelmechanismus MDUU. Das Taktsignal wird zur zentralen Steuereinheit CC in vorgegebenen Perioden von z. B. 10 Millisekunden über die Steuerleitung CHCTLW geliefert und dient zum Setzen eines Bits »1« im Unterbrechungsquellenregister ISF. Durch dieses Bit »1« im Register ISF erfolgt in der Einheit CC Unterbrechung.
Die normale Arbeitsweise der Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH beim Ein- und Auslesen mit der Magnettrommeleinheit MDU verläuft wie folgt. Gelangt eine Startinstruktion aus einer der zentralen Steuereinheiten CC0, CCx zur entsprechenden Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH, so kann, wenn
»5 die Einrichtung MDCH betriebsbereit ist, die Instruktion interpretiert werden. Fordert die Instruktion das Ein- oder Auslesen von Daten, so wird der EinAusgang-Steuerbefehl (Adresse der zu transferierenden Datenlage, Adresse der ursprünglichen Datenlage, Anzahl der Wörter im Transfer usw.) zuvor im temporären Speicher TM präpariert, aus dem Speicher TM auf ein (nicht gezeigtes) Steuerregister in der Kanaleinrichtung MDCH transferiert. Die Einrichtung MDCH liefert ebenfalls ein Signal in Antwort auf die Startinstruktion der Einheit CC0, CCx mittels eines nicht dargestellten Zustandskodierers CDC, der den Betriebszustand der Einrichtung MDCH repräsentiert. Das Antwortsignal geht über die Steuerleitungen CHCTLW zur zentralen Steuereinheit CC zurück. Nach diesem einleitenden Vorgang verläuft die Arbeitsweise der Einrichtung MDCH unabhängig von der zentralen Steuereinheit CC.
Die Einrichtung MDCH stellt die Lage der objektiven Daten bei einem Ein-Ausgang-Steuerbefehl zum Auslesen aus dem temporären Speicher TM sicher. Die Einrichtung MDCH bestätigt das Zusammentreffen der Datenlage und übermittelt darauf eine Anfrage auf Zugriff in den Speicher TM zur peripheren Steuerung PCTL der Steuereinheit CC0, CCx über die Steuerleitungen CHCTLW. Der Datentransfer erfolgt dann gesteuert durch die Speicherverkehrssteuerung TRC in der Steuerung PCTL über das Speicherzwischenregister MBR. Diese Operation wird bei jedem Wort wiederholt. Die Einrichtung MDCH dient ebenfalls zum Transfer des Inhalts des Registers LCR, der die Rotationslage der Trommeleinheit MDU der Steuereinheit CC anzeigt. Nach vollständigem Transfer wird ein Kanalzustandswort, das den Betriebszustand des Magnettrommelsystems nach Transferabschluß anzeigt, in einen vorgegebenen Bereich des temporären Speichers TM gespeichert. Ein Bit »1« wird in das Unterbrechungsquellenregister ISF über die Steuerleitungen CHCTLW gesetzt zum Notieren der Operationsbeendigung zur Steuereinheit CC.
2.11 Temporärer Speicher
Die weitere Erläuterung der Arbeitsweise des temporären Speichers erfolgt an Hand von Fig. 6. Der temporäre Speicher TM ist über einzelne Leitungen an die entsprechenden zentralen Steuereinheiten CQ und CC1 angeschlossen. Die Arbeitsweise des Speichers TM beginnt, wenn eine Signalkennzeichnende Information gesteuert von der peripheren Steuerung l'CTL von einer der Einheilen CCU, CC) geliefert wird. Ein Adressenkennzeichnungssignal wird von der zentralen Steuereinheit CC geliefert, die das Informa-
tionskennzeichnungssignal zum Speicher TM gibt, über eine der Speicheradressenleitungen MAL0 oder MyIL1. Das Antwortsignal auf dem Speicher TM geht über die Speicherantwortleitungen MWL0 und MWL1 zum entsprechenden Speicherzwischenregister MBR0, MBR1 zurück.
Bei Bezeichnung einer Ausleseoperation wird die Ausleseinformation in den temporären Speicher TM gegeben. Bei Kennzeichnung einer Einleseoperation wird die Information von der zentralen Steuereinheit CC0, CC1, die das Informationsbezeichnungssignal geliefert hat, gegeben und in den temporären Speicher TM eingespeichert.
3. Sprechwegesteuerung und Rufdetektor Die Sprechwegeausrüstung besitzt in dieser Ausführungsform der Erfindung die Form einer relativ kleinen Einheit mechanisch verriegelnder Kreuzschienenschalter mit an sich bekannten Netzwerkkonfigurationen für die Sprechwege. Ebenso kann jede Ausführungsform eines Schaltnetzwerkes zur Abstandsaufteilung für die Sprechwegesteuerung bei der Erfindung eingesetzt werden.
3.1 Ausrüstung zur Sprechwegesteuerung
Die Sprechwegesteuerausrüstung (SPC) umfaßt gemäß Fig. 10 die Schaltsteuerung SC und die Schreibmaschinensteuereinheit TPC usw. im peripheren Steuergestell SPCF. Die bereits erwähnte Schaltfunktion RYB/C oder die Bereitschaftsmaßnahme η + 1 kann zum Verbessern der Zuverlässigkeit der Ausrüstung mit geringen Kosten verwendet werden.
Die Dekodieradresseninformation zum Steuern der Sprechwegeausrüstung ist von der zentralen Steuereinheit CC isoliert, so daß letztere einfacher wird.
In Fig. 10 bezeichnet 5DD eine Signaldekodier- und Verteileinrichtung und TIM eine Steuertaktimpulsverteileinrichtung. Die Kombination der beiden Einrichtungen SDD und TlM wird als Signalempfänger und -verteiler SRD bezeichnet. In Fig. 10 ist MSCN ebenfalls der Erhaltungs- oder Wartungsabfrager, SC die Schaltsteuerung, RC die Relaissteuerung, SCNDV der Abfragetreiber und TPC die Schreibmaschinensteuerung.
Der Signalempfänger und -verteiler SRD erhält die Information zum Steuern der Sprechwegeausrüstungen aus der zentralen Steuereinheit CC und verteilt die Information auf die entsprechenden Einrichtungen. Insbesondere wirken die Signaldekodier- und Verteileinrichtung SDD und die Steuertaktimpulsverteileinrichtung TlM, die von der Einrichtung SDD gestartet wird und Taktimpulse erzeugt, so zusammen, daß die Information zwischen Signalempfänger und -verteiler SRD und zentraler Steuereinheit CC ausgetauscht wird. Die Information kann direkt unter Wegfall eines Zwischenregisters ausgetauscht werden. Die Erzeugung der Taktimpulse kann durch einen gemeinsamen Generator erfolgen.
Die Schaltsteuerung SC besteht aus einem Schaltsteuerregister SCR und einem Schaltsteuertreibcr SCDV. Das Schaltsteuerregister SCR setzt die Signalinformation für die bezeichneten Magnete der jeweiligen mechanischen Kreuzschienenschalter, bestimmt durch ein Signal aus der Einrichtung SDD und dem aus der Einrichtung TlM abgeleiteten Taktimpuls. Die Schaltsteuereinrichtung SCD K steuert die Arbeitsweise und die Freigabe einer oder mehrerer Schalter unter Verwendung des obenerwähnten Setz signals zur Definition eines angeforderten Sprech weges. Die Schaltsteuerung SC ist gemäß ihrer Arbeitsweise weiter unterteilt, wobei die SteuerungSC-Z. die Schalteinheit LLS, die Steuerung SC-T die Schalteinheit TLS und die Steuerung SC-ST eine Ersatzeinrichtung ist, die den Platz der Schaltsieuerung SC-L oder 5C-Teinnimmt, wenn diese Einrichtungen ausfallen sollten. Bei sehr kleinem Verkehrsanfall
ίο kann man auf die Ersatzeinrichtung SC-ST verzichten und eine Schaltfunktion RYB/Czwischen den Schaltsteuerungen SC-L und SC-T anordnen.
Die Relaissteuerung RC besteht aus einem Relaissteuerregister RCR und einem Relaistreiber RCDV
Das Relaissteuerregister RCR setzt die Information für die bezeichneten Relais im Verbindungsleitungssystem gemäß einem Signal, das von der Signaldekodier- und Verteileinrichtung 5DD und aus den Taktimpulsen der Einrichtung TlM zur Bestimmung der
Operationsfolge der Relais abgeleitet wurde. Der Relaistreiber RCD V steuert die Arbeitsweise und Freigabe der bezeichneten Relais durch obiges Setzsignal. Die doppelte Konstruktion der Einrichtungen RCR und RCDV ergibt eine Ersatzanordnung RCx unc)
eine aktive Anordnung RC0.
Der Abfragetreiber 5CND V bewirkt ein Treibersignal zur Wahl einer Reihe in der Dekodiermatrix des Abfragers SCN, gesteuert von einem Signal, das von der Signaldekodier- und Verteileinrichtung SDD ab-
geleitet ist und ebenfalls doppelt vorhanden ist.
Der Wartungsabfrager MSCN überwacht den Betriebszustand jeder Einrichtung in der Sprechwegesteuerausrüstung (SPC). Ein Signalverteiler SD dient zur Verteilung des Signals für Hochgeschwindigkeits-
arbeitsweise auf die erforderlichen Teile in der Sprechwegesteuerausrüstung (SPC). Dadurch werden Vorgänge, wie die Freigabe der Relais zum Uberschalten von einer aktiven Einrichtung auf die zugeordnete Ersatzeinrichtung eingeleitet und die Bezeichnung der Betriebsart für die Schaltsteuerung SC oder die Relaissteuerung RC. Die Schreibmaschinensteuerung TPC dient zur manuellen Kommunikation mit dem System zu Wartungszvvecken.
Die Ausrüstung (5PC) rrbeitet wie folgt. Ein Sprechwegesteuersignal wird von der zentralen Steuereinheit CC zur Signaldekodier- und Verteileinrichtung SDD gegeben. Die Einrichtung SDD überprüft das empfangene Signal auf Fehler. Wenn das Signal in Ordnung ist, wird es für die Einrichtungsbezeichnungen dekodiert. Die Signaldekodier- und Verteileinrichtung SDD wählt nun die bezeichneten Schaltsteuerungen 5C, die Relaissteuerung RC, den Signalverteiler 5D, den Abtasttreiber SCND V usw. unter Verwendung der dekodierten Information aus.
Gleichzeitig übermittelt die Einrichtung SDD die bezeichnete, von der zentralen Steuereinheit CC empfangene Information auf die ausgewählten Einrichtungen. Beispielsweise wird die Treiberinformation für die Schaltsteuerung 5C-L von der zentralen Steuereinheit CC aus erhalten. Die Signaldekodier- und Verteileinrichtung 5DD dekodiert die Anzahl oder Lage des Elements der Schaltsteuerung 5C-L und die Treiberinformation wird in das Schaltsteuerregister SCR der Steuerung SC-L gesetzt. Gleichzeitig steuert die Einrichtung SDD die Taktimpulsverteileinrichtung TlM so auf, daß eine Taktsteuerung der Schaltsteuerung SC-L durch die Taktimpulse bewirkt werden kann. Die Relaissteuerung RC wird auf die
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gleiche Weise betätigt, so daß, gesteuert von der Relaissteuerung RC, der bezeichnete Magnet des bezeichneten Schalters oder Relais betätigbar ist.
3.2 Rufdetektor
Der Rufdetektor CD nach Fig. 9 identifiziert anrufende Teilnehmer und erzeugt einen Kode, der im Abfrager 5CN untergebracht wird. Eine Steuerleitung der Relaissteuerung RC ist mit dem Rufdetektor CD verbunden, so daß der Detektor CD über diese Steuerleitung rückstellbar ist.
Der Rufdetektor CD umfaßt eine Diodenmatrix DM, Relaisschaltungen DX. D Y zur Erfassung, Prioritätsfolgedesignatoren PX, PY, eine Überwachungsschaltung CK und einen Kodekonverter CNV. L ist 1S ein Leitungsrelais, und CO sind Relaisabschaltkontakte.
In diesem System sind die Überwachungspunkte einer Vielzahl von Teilnehmern in mehrere Blöcke unterteilt. Für jeden Block ist ein Element des Rufdetektors CD vorgesehen. Die einzelnen Punkte eines Blocks sind in einer Matrix entsprechend der Diodenmatrix DM angeordnet. Die Diodenmatrix DM ist eine Matrix mit 16 Reihen und 16 Spalten, wobei ihre Kreuzungspunkte aus einer Reihenschaltung einer Diode und eines Kontaktes 1 des Teilnehmerleitungsrelais L bestehen. Der Kodekonverter CNVdient zur Umwandlung der die ausgewählten Relais X und Y betreffenden Information in eine binär kodierte Information.
Wenn ein im Rufdetektor CD untergebrachter Teilnehmer den Hörer oder Handapparat abhebt oder auf andere Weise den Zustand »Hörer abgenommen« bewirkt, sprechen die Relais X und Y in den Erfassungsrelaisschaltungen DA", DY und die Relais XK, YK in der Überwachungsschaltung CK an, und ein Serviceanforderungssignal SR wird über eine Leitung SR und über Kontakte xk und yk zum Abfrager 5CN gesandt. Das Serviceanforderungssignal unterrichtet den Abfrager 5CN davon, daß mindestens ein Teilnehmer, der zum jeweiligen Block gehört, anruft. Die Ruf bedingungen einer Reihe von Teilnehmern eines Blockes werden auf diese Weise über die einzige Leitung SR zum Abfrager SCN gesandt. Gleichzeitig wird die dem Teilnehmer zugeordnete Nummer durch Betätigung von Relaiskontakten in e'en Erfassungsrelaisschaltungen DA", D Y in die Diodenmatrix DM gegeben. Diese Information wird nach Kodewandlung im Kode konverter CNV zum Abfrager 5CN übertragen. Der Abfrager 5CNerfaßt das Informationssignal, worauf die zentrale Steuereinheit CC (Fig. 1) mit der zur Nummer des Teilnehmers gehörenden Information beliefert wird. Die zentrale Steuereinheit CC bewirkt dann eine Verbindung zwischen dem anrufenden Teilnehmer und einem entsprechenden Registerverbindungssatz ORT.
Dieser Vorgang soll jetzt detaillierter beschrieben werden. Wenn sämtliche dem Rufdetektor {CD) zugeordneten Teilnehmer nicht anrufen, d. h. Zustand »Hörer aufgelegt«, sind sämtliche Kontakte 1 in der Diodenmatrix DM offen, so daß keines der Relais A oder Y in den Erfassungsrelaisschaltungen DX, DY anspricht und somit keine Information zum Abfraget 5CN gelangt. Wenn nun ein Teilnehmer, beispielsweise der dem Kontakt I000 zugeordnete Teilnehmer, seinen Handapparat abhebt, spricht das Relais X1x in der Erfassungsrelaisschaltung über einen über diesen Kontakt I000 verlaufenden Stromkreis an. Die Wirkungsweise des Reiais X00 bewirkt das Ansprechen eines Relais XK in der Überwachungsschaltung, das bestätigt, daß lediglich ein Relais in der Schaltung DA" arbeitet. Das Relais XK hält das Relais X00 und speist das Relais Y00 in der Erfassungsrelaisschaltung DY über eine im einzelnen nicht gezeigte Schaltung. Durch das Relais Y00 wird ein Relais YK in der Überwachungsschaltung CK betätigt, nachdem wieder feststeht, daß nur ein Relais in der Schaltung DY anspricht. Das Relais YK hält das Relais Y00 und gibt über die Leitung SR ein Serviceanforderungssignal zum Abfrager 5CN. Gleichzeitig wird eine die Nummer des Teilnehmers betreffende Information in der Diodenmatrix DM vom Kodekonverter CNV als bi-
1S när kodiertes Signal zum Abfrager SCN gesandt. Wenn ein weiterer Teilnehmer den Hörer abhebt, werden die für die entsprechenden Relais X und Y stromliefernden Schaltungen in den Erfassungsrelaisschaltungen DA" und DY durch die Kontakte X00 und yuo der entsprechenden Reiais X00 und Y00 abgeschaltet, so daß diese Relais X, Y nicht gleichzeitig arbeiten können und zum Abfrager 5CN gesandte, den Teilnehmer betreffende Information nicht beeinträchtigt wird. Die zentrale Steuereinheit CC bearbeitet die gewünschte Anrufverbindung nach Abfrage des Serviceanfurderungssignals SR und der Ausgangsinformation aus dem Kodekonverter CNV, beide im Abfrager SCN untergebracht. Nach Bestätigung der Vollständigkeit der Rufverbindung wird ein Wiederherstellungssignal von der Relaissteuerung RC zum Rufdetektor CD gesandt. Der Rufdetektor CD spricht auf das Wiederherstellungssignal durch Betätigung eines Relais DIS an. Das Relais D/5 schaltet die Betätigungsschaltung der Relais .V00 und Y00 in den Erfassungsrelaisschaltungen DX und DY ab und die Relaissteuerung RC bestätigt die Wiederherstellung bzw. Rückstellung der beiden Relais A*oc, Y00 und stellt dann auch das Relais DIS zurück, wodurch der Rufdetektor CD wieder im Ausgangszustand ist.
Nach Wiederherstellung bzw. Rückstellung in den Ausgangszustand beginnt der Detektor CD wieder mit der Ruferfassung bzw. bleibt in diesem Zustand so lange, bis der nächste Anruf erfolgt.
4. Überblick über eine Sprechverbindung
Die Steuerung des Systems fur Sprechverbindungen ist durch eine im Speicher gespeicherte Programmfolge definiert. Das System kann im Gegensatz zu konventionellen elektromechanischen Schaltsystemen nicht von der Hardware allein betätigt werden. Das System führt Vermittlungjfunktionen unter Verwendung von Servicefunktionen definierender Software durch. Die diesbezügliche Arbeitsweise des Systems wird an Hand von Fig. 11 erläutert.
Fig. 11 zeigt einen Anrufüberwachungszustand 1, in dem der Abfrager 5CN die Rufbedingung eines Teilnehmers ermittel1, indem er die Leitung SR abfragt, die das Serviceanforderungssignal vom Rufdetektor CD zum Abfrager 5CN leitet. Es sei daran erinnert, daß der Rufdetektor CD die Matrix DM mit 16 Reihen und 16 Spalten, also für 256 Teilnehmcrleitungen in einem Block verwendet. Wenn ein Teilnehmer im Block eine Rufverbindung anfordert, gibt der Rufdetektor CD ein Scrviccanforderungssignal über die Leitung SR zum Abfrager SCN. Die ztMitralc Steuereinheit CC erfaßt diese Anforderung in Abhängigkeit vom Ergebnis der Abfrage der Leitung SR. Wird auf der Leitung SR kein Serviceanfor-
derungssignal erfaßt, so reaktiviert die zentrale Steuereinheit CC die Suche nach einer Serviceanforderung während den nächsten 200 Millisekunden. Wird eine Serviceanforderung erfaßt, identifiziert die zentrale Steuereinheit CC die Nummer des Teilnehmers auf der Schalteinheit LLS, abhängig von der Information des Abfragers SCTV, und läßt dann die Klasse des anrufenden Teilnehmers aus der Magnettrommeleinheit MDU auslesen. Die Klasse des rufenden Teilnehmers wird als Information gespeichert, die angibt, ob dieser Teilnehmer einen Hauptanschluß oder einen Gemeinschaftsanschluß besitzt oder aber von einer öffentlichen Telefonzelle aus anruft. Weitere Information, zum Beispiel die Art des Telefonapparats betreffend, ob dieser ein Wählscheiben- oder Tastwahlapparat ist, oder ob der Teilnehmer am Anruf gehindert ist, kann gespeichert werden.
Abhängig von der Klasse des Teilnehmers wählt die zentrale Steuereinheit CC dann einen freien entsprechenden Verbindungssatz ORT aus mehreren Wählimpulse aufnehmenden Verbindungssätzen aus und stellt die Verbindung der rufenden Partei her, wie der Zustand 2 in F ig. 11 zeigt. Beim normalen Kreuzschienen-Telefonvermittlungssystem erfolgt die Sprechwegverbindung zwischen einem anrufenden Teilnehmer und dem entsprechenden Registerverbindungssatz ORT unter Verwendung einer weiteren, dritten Leitung, als » C-Leitung« bezeichnet. Infolge der hohen Schaltgeschwindigkeit der zentralen Steuereinheit CC ist die normale Verbindung ungeeignet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die verfügbare Verbindungssätze, Ketten oder Glieder betreffende Information in einen Datenbereich des temporären Speichers TM als »Karte« gespeichert.
Die zentrale Steuereinheit CC bezieht sich zum erforderlichen Zeitpunkt auf diese Information und bewirkt die optimale Wege- oder Verbindungssatzsuche. Nach vollständiger Verbindungsleitungssatzsuche gibt die zentrale Steuereinheit CC den Verbindungsbefehl zur Schaltsteuerung SC und zur Relaissteuerung RC und die Verbindung zwischen dem anrufenden Teilnehmer und dem entsprechenden Registerverbindungssatz ORT wird hergestellt. Von diesem Registerverbindungssatz ORT gelangt nun ein Wählton zum anrufenden Teilnehmer.
Die zentrale Steuereinheit CC überwacht den Betriebszustand dieses Registerverbindungssatzes ORT alle 10 Millisekunden über den Abfrager SCN und erfaßt die vom Teilnehmer gewählte Zahl oder Nummer. Diese Information wird in einem Zwischenspeicher TCB gespeichert, der im Speicher TM vorhanden ist und in Fig. 11 nicht gezeigt. Nach Beendigung der Zählung und Speicherung sämtlicher Ziffern der gewählten Nummer liest die zentrale Steuereinheit CC die auf der Magnettrommeleinheit MDU gespeicherten Daten heraus und dekodiert die den angerufenen Teilnehmer betreffende Information. Diese Information kann beispielsweise angeben, ob es sich um einen amtsinternen Teilnehmer handelt oder ob der Apparat des angerufenen Teilnehmers bereits besetzt ist. Die Steuereinheit CC bildet nun Verbindungen gemäß Zustand 3 in Fig. 11 und wählt einen freien Rufzeichenverbindungssatz RBT, der den Rufzeichenton zum anrufenden Teilnehmer übermittelt, einen freien Klingelverbindungsleitungssatz RGT, der ein Klingelzeichen dem angerufenen Teilnehmer übermittelt, und einen freien amtsinternen Verbindungssatz 1OT fur die Λ ntwort ι s angerufenen Teilnehmers. Die Steuereinheit CC bewirkt außerdem eine Zwischenleitungssuche zwischen dem anrufendenTeilnehmer(Styß/l),des Verbindungssatzes 1OT und dem Verbindungssatz RBT und zwischen dem angerufenen Teilnehmer {SUBB) und dem Verbindungssatz RGT, basierend auf der erwähnten Karteninformation im temporären Speicher TM. das den Betriebszustand der Verbindungssätze repräsentiert. Zur schnellen Sprechverbindung bei Antwort des angerufenen Teilnehmers (SUBB) wird eine freie Zwischenleitung zwischen dem angerufenen Teilnehmer und dem Verbindungssatz IOT für die nachfolgende Sprechverbindung ausgewählt und reserviert. Zum Übergang von Zustand 2 in Zustand 3 in Fig. 11 muß
'5 die zentrale Steuereinheit CC Verbindungsbefehle zur Schaltersteuerung SC und der Relaissteuerung RC geben. Diese Vorgänge sind analog der Verbindung der anrufenden Partei, wie in Zustand 2 beschrieben.
so Während der Verbindung der angerufenen Partei wird der Betriebszustand der Verbindungssätze RGT und 1OT in bestimmten Zeitintervallen durch den Abfrager STN überwacht, der die Antwort der angerufenen Partei oder die Unterbrechung des Rufs durch
die anrufende Partei erfaßt. Antwortet die angerufene Partei, so wird die reservierte Sprechverbindung zwischen dem angerufenen Teilnehmer (SUBB) und dem Verbindungssatz IOT jetzt hergestellt und der Sprechweg zwischen den Verbindungssätzen IO T und RBT wird unterbrochen, wie in Zustand 4 in Fig. 11 gezeigt. Während der Sprechverbindung gibt die zentrale Steuereinheit CC alle 100 Millisekunden Abfragebefehl zum Abfrager SCN und überwacht die Verbindung des Verbindungssatzes IOT. Die zentrale Steuereinheit CC speichert das Ergebnis jeder Abfrage im temporären Speicher TM und vergleicht das Resultat mit der vorhergehenden Abfrage. Wird dabei eine Veränderung des Zustandes erfaßt, so nimmt die Einheit CC an, daß der Anruf zu Ende ist und es wird der folgende Unterbrechungsvorgang bewirkt:
a) Die beiden Teilnehmer legen den Hörer kurz nacheinander au\ In diesem Fall werden sämtliche Verbindungen sofort zurückgestellt.
b) Legt eine Partei den Hörer nicht sofort auf. so läuft der Überwachungsvorgang weiter und nach
einer bestimmten, vorgegebenen Zeit erfolgt. wenn der Hörer immer noch nicht aufgelegt ist, eine Zwangsunterbrechung.
5. Arbeitsweise der Programmsteuerung
Hierzu wird daran erinnert, daß der Speicher des Systems durch den temporären Speicher TM und die Magnettrommeleinheit MDU gebildet wird. Der temporäre Speicher TM speichert oft gebrauchtes
Programm und Daten oder den Realzeit erfordernden Vorgang. Das andere Programm und Daten werden in der Magnettrommeleinheit MDU untergebracht und bei Bedarf in den Überdeckungsbereich des Speichers TM übertragen. Die Anordnung bildet dadurch
einen Speicher von hierarchischer Konfiguration.
Die Magnettrommeleinheit MDU ist doppelt vorhanden und der temporäre Speicher TM nur einfach. Es ist jedoch eine Anordnung zur Verwendung einer der Einheiten MDU als Ersatz für den Speicher TM
vorgesehen, falls dieses fehlerhaft ist. Der temporäre Speicher TM selbst ist so konstruiert, daß eine Bereitschaf tsiimichtung ST-TM an die Stelle einer der anderen Eini ich Hingen TM,,. TMx. TM2, TMx treten
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Die Unterbringungszuordnung für Programm und Daten im Speicher TM und der Einheit MDU erfolgt zur Auswertung der Redundanzmerkmale auf folgende Weise. Die temporären Speichereinrichtungen TM0 bis TM3 bringen die Programm- und Dateninformation unter, die mit Rücksicht auf ihre Verwendung und Erfordernisse des Realzeitvorganges immer im Speicher TM vorhanden sein müssen. In der Bereitschaftsspeichereinrichtung ST-TM werden die Programme, die aus der Einheit MD(J transferiert werden können, wenn eine Einrichtung des Speichers TM außer Betrieb ist, untergebracht. In jeder der doppelten Magnettrommeleinheiten MDU sind sämtliche Systemprogrammdaten, zusammengesetzt aus allen festen und variablen Daten geringerer Zugriffsfrequenz untergebracht. Für die Speichereinrichtungen TM0 bis TM3 sind Überdeckungsbereiche zur Aufnahme von Programm- und Dateninformation vorgesehen, die in der Magnettrommeleinheit MDU untergebracht ist.
5.1 Erklärung der Programme
Das Systemprogramm umfaßt das Ausführungssteuerprograrnm, das Rufverarbeitungsprogramm und das Fehlerbeseitigungsprogramm.
Das Durchführungssteuerprogramm ist eine Gruppe von Hauptprogrammen zum Steuern der Durchführung verschiedener anderer Programme, z. B. des Rufverarbeitungsprogrammes und des Fehlerbeseiligungsprogrammes, des Unterbrechungssteuerprograrnmes, des Durchführungspegelsteuerprogrammes, des Planungssteuerprogrammes und des Magnettrommelsteuerprogrammes. Die Steuerung des Durchführungssteuerprogrammes erfolgt durch Setzen oder Rückstellen des Maskenregisters IMF, bestehend aus Flipflopschaltungen zur Verhinderung von Unterbrechungen in der Einheit CC.
Im Rufverarbeitungsprogramm ist eine Gruppe von Programmen zum Steuern der Verbindung eines Rufes von Anfang bis Ende. Das Rufverarbeitungsprogramm selbst besteht aus drei Programmen, d. h. Eingangsprogranm, internes Programm und Ausgangsprogramm. Das Eingangsprogramm ist eine Gruppe von Programmen zum Erfassen des Überwachungssignals, des Auswählsignals usw. für Teilnehmer und Verbindungsleitungen usw. und zur Abgabe einer Anforderung eines vorgegebenen Verfahrens an das innere Verarbeitungsprogramm. Das innere Programm ist eine Gruppe von Programmen zur Wahl
\ der entsprechenden Teilnehmerleitungen, Verbindungsleitungen oder Sprechwege in Abhängigkeit von der Anforderung aus dem Eingangsverarbeitungsprogramm und zur Lieferung eines Befehls für das Ausgangsverarbeitungsprogramm. Das Ausgangspro-
, gramm bildet davon einen Sprechweg oder eine Unterbrechung oder gibt ein Uberwachungssignal-Wählsignal usw. entsprechend dem instruierten Befehl aus dem inneren Verarbeitungsprogramm.
Das Eingangs- oder Ausgangsprogramm erfordert eine periodische Durchführung in Realzeitfunktion des Uberwachungssignals oder des Wählsignals oder der Bedienungskonfiguration der Schaltsteuerung SC und der Relaissteuerung RC. Entsprechend erhalten diese Programme einen Ausführungspegel höherer Klasse durch Unterbrechung weniger zwingender Realzeitvorgänge. Beispielsweise kann das interne Prosramm in Intervallen von 10 Millisekunden unterbrochen werden, durch Rotation der Magnettrommeleinheit MDU. Eingangsprogramm und Ausgangsprogramm werden deshalb als Taktpegelprogramm bezeichnet, während das innere Programm, das vom Taktpegelprogramm unterbrochen werden kann, als Basispegelprogramm bezeichnet wird.
Das Fchlcrbeseitigungsprogramm ist eine Gruppe von Programmen, im allgemeinen beim Auftreten eines von der Schaltung erfaßten Fehlers eingeleitet.
Das Fehlerbeseitigungsprogramm steuert das Identifizieren der fehlerhaften Einrichtung, die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit des Systems und den erneuten Beginn des Rufverarbeitungsprogrammes. Es gibt verschiedene Arten von Fehlerbeseitigungspro-
>5 grammen für jede Unterbrechungsursache. Dieses Programm erhält einen Durchführungspegel höherer Ordnung als die Taktpegelprogramme.
5.2 Unterbringung von Programmen und Daten
im Speicher TM
Bei der dargestellten Ausführungsform des Systems, in der nur eine kleine Anzahl von Teilnehmern unterzubringen ist, kann der temporäre Speicher TM aus einer einzigen Speichereinrichtung TM0 und einer Bereitschaftseinrichtung ST-TM bestehen. Bei zunehmender Teilnehmeranzahl werden die Einrichtungen TMx, TM2, TMt1 nacheinander hinzugefügt. Die Zuordnung von Programm und Daten zum Speicher TM ist so ausgeführt, daß zwei Einrichtungen (TMn, TMx) verwendet sind. Das Durchführungssteuerprogramm, das Fehlerbeseitigungsprogramm und die zugehörigen Programme sind der Einrichtung TMU zugeordnet. Der Bereitschaftseinrichtung ST- TM sind Programme zugeordnet mit strengen Anforderungen an Realzeit und periodische Durchführung, Die Magnettrommeleinheit MDU ist ein langsamer, periodischer Speicher, in dem Programme gespeichcrl werden, die beim Versagen der Speichereinrichtung TM0, d. h. also beim Ersatzbetrieb, bequem aus dei Einheit MDU in die Einrichtung ST-TM transferierbar sind. Programme, die ohne Verringerung der Verarbeitungskapazität durchführbar sind, können bequem der Einrichtung ST-TM zugeordnet werden. In der Einrichtung TM0 ist ein Überdeckungsbereich zum Transfer das Basispegelprogrammes in dei Einheit MDU und ein Uberdeckungsbereich zur Aufnahme eines Taktpegelprogrammes in der Einher MDU für den Fall vorgesehen, daß eine Einrichtung des Speichers TM fehlerhaft arbeitet. Beim Hinzufügen der Einrichtungen 7"M1, TM1, TM3 können dit in der Einrichtung 7"M0 untergebrachten Daten vermehrt werden, da die Anzahl der Teilnehmer ansteigt und die in der Einheit MDU untergebrachten Datei können entsprechend verringert werden.
5.3 Programm verarbeitung
Wie bereits erwähnt, ändert sich beim vorliegendei System das Verarbeitungsprogramm, wenn im tempo raren Speicher 7"Af eine fehlerhafte Einrichtung vor handen ist. Arbeitet der Speicher TM normal, so is die Art der Programmverarbeitung ebenfalls normal Tritt im Speicher TM ein Fehler auf, so erfolgt dii Verarbeitung im Ersatzbetrieb. Diese Betriebsartei werden im folgenden näher beschrieben.
6S a) Normaler Betrieb
Die Programmverarbeitung bei normalem Betriel ist in Fig. 12 schematisch dargestellt. Die Symbol· INT. CLC, BLC, MDCS bezeichnen die Ausfüh
«,ι,»; INT cm Untcrbrerungssteuerprogramrne wobe, M unMJmcrbrc
ihiih Dünne Linien zwischen
und gibt Befehle an die Schaltstcucrung SC, die Re- At Iaiss« «C und dic Signalverteilung SD1 und da:
des Programms ULf in aer mn neu ml,u
SÄ^
zw.schen dem Speicheν TM ^
Tlfh""mDV diEn ese bzw Angabe H^
tiebi^tstverbinl; mit Fig. 5 erwähnt, wird bei Unterbrechung ein entsprechendes Bit in das UnterbVechungsquelknregister /SF gesetzt. Wird das entsprechende Bit nicht in das Maskentester IMF gesetzt, das die Unterbrechung verhindert, wird das Proeramm INT nach Fig. 12, gesteuert von der Sy-SsfeTrung SCTL, eingeleitet. Das Untcrbre-SiprSgiimm liest das UnterbrechungsquCenreßist-F /SF und entscheidet den Durchführungspegel. zu dem die Unterbrechungsquelle gehört. Wenn die Unterbrechung während der Durchführung des Basispegelprogrammes ßLP erfolgt, wird das Taktpegelsteuerprogramm CLC, gesteuert vom Unterbrechungsprogramm INT, gestartet, und das Programm CLC erneuert den Taktfpcicher im temporären TAf. Dieser Taktspeichcr wird ausschließlich von der Gruppe der Taktpegelprogramme CLP in der Einrichtung ST-TM benutzt. Eine Gruppe auszuführender Programme wird nacheinander durch den Takt-Speicher gestartet Nach Abschluß sämtlicher Pro- «ramme wird die Steuerung zum Unterbrechungsproiramm INT zurückgeführt. Das Programm INT führt zur Wiedererlangung der unterbrochenen Information und für die Steuerung zu dem unterbrochenen ProgrammZurück. Während der Arbeitsweise des Programmes INT wird das Taktpegelprogramm CLP zur Abfrage des Verbindungssatzes TRK, des Rufdetektors CD und verschiedener anderer Einrichtungen mittels des Abfragers SCN instruiert, zur Prüfung der ExSenz eines RÜies, der interne Verarbeitung erfordert Bei Erfassung eines interne Verarbeitung erfordernden Rufes wird einer der Speieher der Einrichtune WB ausgewählt und die die Information betreffende Anforderung in den Speicher der Einrich-,,"/VH geschrieben. Dieser Speicher wird dann in SnIr langet Re JeRegistriert, die auf interne Verarbehungwartet Ein Speicher in der Ausgangszwi-SSrtächtniseinrichtung OUB, im Basispegelpro-■~ämm~ R/ P nräoariert und in der langen Reihe auf A« J^SrbSuniwartend, wäd ausgewählt S^fS^^urXi Magnettrommeleinheit MD(7 durch das Magnettrommc.steuerprogramm MDCS an. Das Programm
iSSBS2SKSSSfSÄ'SSK
cn ist. Das Basispege.steuerprogramm BLC starte, dann das BasispcgelprogramrnBLP, das >" J" ^cJ deckungsbereich des Speichers TM übe ragen würfe. Das.Programm BPL analysiert ehe Übuja chungs- und Kennzcichnungss.gnalc usw basierend auf der Information in der oben erwähnten E ngangs zwischenspeichcrcinrichtung WB und wählt den Vebindungssatz, Schalter u. dgl. aus. Wenn cmc Sfcuc; rung des per.pheren Systems erforderlich .st. ^hH das Programm BLP'einen trcien Speicher mac, ^uS-gangszwischenspe.cheremrichlung OUB und se« 4c einen Steuerbefehl m diesen Speicher, der _ η u,Kr langen Reihe registriert die Ausgangsverarbeitung er wartet.
Wenn es in diesem Stadium erforderlich ist. DaU." in die Einheit MDL/einzugeben oder herauszuholen.
wird das MagneUrommelsteuerprogramm MDLS&- startet. Das Programm MDCS führt einen sequential lcn Steuervorgang in der beschriebenen Art zum Transfer von Daten zwischen der Einheit MUU au. und fuhrt die Steuerung nach Beendigung des l ran.
so fers zum Basispegelprogramm BLP zurück.
Die internen Verarbeitungsprogramme, die: ae Speicher der Eingangszwischenspeichereinnchtung /NB betreffen, sind in der Einheit MDU als mehrere sich überdeckende Bereiche υη|ε^εΟΓ^^εη
Bedarf an Speicherkapazität mit der erforderlichen Verarbeitung variiert und Überdeckungsbereiche aus Wirtschafthchkeitsgründen so klein als möglich sein sollten Wenn deshalb die unter Steuerung des Basi pegelsteuerprogramms BLC übertragenen Dateri αϊ
*o Kapazität eines einzigen Überdeckungsbere.che übersteigen, gibt das Programm eine Anfrage, darm das Programm MDCS Daten in einen anderen Uberdeckungsbereich leitet. Das Programm MDCS heteri einen Befehl, basierend auf der Adresse des nächsten S5 Überdeckungsbereiches der Einheit MDU undwejte rer vom Basispegelprogramm BLP gegebener Infor mation und steuert den Transfer zum neuen Uberden kungsbereich auf die oben beschriebene Weise. Nach
21
Ab
40
Abschluß des Transfers startet das Programm MDCS das Basispegelprogramm BLP.
Das Auslesen von Programm und Daten aus der Magnettrommeleinheit MDU wird von einer der doppelten Einheiten MDUn oder MDU1 bewirkt. Insbesondere wenn in keiner der doppelten Magneitrommeleinheiten MDU, in den Magnetlrommelkanaleinrichtungcn MDCH oder in den zentralen Steuereinheiten CC0, CCx kein Fehler vorliegt, erfolgt das Herauslesen aus einer der Einheiten MDUn, MDU1 1P gemäß dem Programm. Bei Auftreten eines Fehlers erfolgt das Herauslesen aus der normalen Magnettrommeleinheit MDU. Das Eingeben von Daten in die Magnettrommeleinheit MDU erfolgt für beide Einheiten MDU0 und MDUx, so daß in jeder Einheit die gleiche Information aufgezeichnet ist und diese Information bei Ausfall bzw. Fehlerhaftigkeit eines der Aufzeichnungssysteme nicht verloren ist.
Jede Trommeieinheit MDUn, MDUx und ihre zugeordnete Kanaleinrichtung MDCHn, MDCHx ist mit 2" der ihr zugeordneten zentralen Steuereinheit CCn. CC1 verbunden, so daß lediglich die zugeordnete zentrale Steuereinheit CC Zugriff zur Einheit MDUn. MDUx haben kann. Während der Steuerung der Magnettrommeleinheit MDU wird eine der Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH zugeordnete Zahl vom Programm, z. B. durch einen Befehl, bezeichnet. Nach Ausführung dieses Befehls sind die Zahl der Einrichtung und der Inhalt des Disignators A'(Fig. S) in der periphcren Steuerung PCTL angepaßt. Die 3" Einrichtung MDCH wird dann von der zugeordneten Steuereinheit CC0, CCx gestartet und die Information zwischen dem Speicher TM und der Trommel MDU übertragen. In diesem Fall wird ein den Abschluß des Transfers aus der Einrichtung MDCH anzeigendes Signal zu jeder der Steuereinheiten CCn, CC1 übertragen, so daß die Arbeitsweise dieser Einheiten synchronisierbar ist.
Nach Abschluß eines internen Programmes betreffend einen bestimmten Speicher der Eir.gangszwi- 4'"> schenspeichereinrichtung INB wird die Steuerung auf das Programm RLC zurückgeführt. Das Basispegelsteuerprogramm BLC nimmt nun den nächsten folgenden Speicher der Einrichtung INB aus der auf Verarbeitung wartenden langen Reihe und bewirkt die gleiche Verarbeitung, wie oben erwähnt. Ist kein weiterer Speicher der Einrichtung INB mehr in der langen Reihe, so erwartet das Basispegclsteuerprogramm BLC die Registrierung der Einrichtung INB aus dem Taktpegelprogramm CLP.
Wie oben erwähnt, kann bei größerer Teilnehmer- \ zahl die Kapazität des TM zur Aufnahme eines Teiles des internen Programmes, das ursprünglich in der \ Trommeleinheit MDU untergebracht war, vergrößert § werden. In diesem Fall kann auch die Umwandlungstabelle, die die Adresse des Überdeckungsprogram- ) mes in der Trommel MDi/anzeigt und in einer beson- - deren Einrichtung des Speichers TM untergebracht , ist, anzeigen, daß das Programm sich nun im Speicher TM befindet und damit auch die Startadresse eines solchen Programmes. Das Basispegelsteuerprogramm BLC stellt fest, daß das Programm unter Bezug auf : die Umwandlungstabelle im Speicher TM unterge- :; bracht ist, so daß das fragliche Programm direkt gestartet werden kann. b) Ersatzbetrieb
Der Ersatzbetrieb erfolgt durch Transfer des Taktpegelprogrammes CLP aus der Einheit MD U in einen Überdeckungsbereich des Speichers TM, wenn eine Einrichtung des Speichers TM fehlerhaft ist. Wie oben kurz erwähnt, erfolgt diese Arbeitsweise durch Unterbringung des Taktpegelprogrammes CLP, das vorher in der Bereitschaftseinrichtung ST-TM im normalen Betrieb untergebracht war, in der Einheit MDU. Dabei kann das Taktpegelprogramm CLP periodisch ausgeführt werden, da die Einheit MDU eine periodische Betriebscharakteristik besitzt.
Die minimale Durchführungsperiode T des Taktpegelprogrammes CLP steht im folgenden Verhältnis zur Rotationsperiode τ der Einheit MDU.
T= ητ,
wobei /1 eine ganze Zahl oder ihr Kehrwert ist.
Im Ausführungsbeispiel ist T gleich 10 Millisekunden, r gleich 20 Millisekunden und deshalb η gleich ' 2.
Γ as Taktpegelprogramm CLP besieht aus einer Ai. M einzelner Programme. Die Durchführungsperiouv jedes der Programme soll einem ganzen Vielfachen von T entsprechen Wenn man annimmt, daß das kleinste gemeinsame Vielfache jeder Durchführungsperiode mTist (im Ausführungsbeispiel m = 10 und mn = 5) können fünf Spuren per Einheit MDL zum Unterbringen des gesamten Taktpegelprogrammes CLP verwendet weiden. In diesem Fall sind in /1 Spuren (n— ' ·,) die Programme für eine Taktperiode untergebracht. Die Anordnung in den /1 Spuren erfolgt so, daß jedes Programm in jeder Taktperiode verteilt ist. so daß gilt:
r.v+ h-ST.
wobei is die maximale Transferzeit der in der Taktperiode zu übertragenden Programme ist und it· die maximale Durchführungszeit nach dem Transfer (if =4 Millisekunden).
Fig. 16 zeigt die Unterbi ingung der einzelnen Programme des Taktpegelprogrammes CLP in einer der Magnettrommeleinheiten MDUn. MDUx. Gemäß Fig. 16 sind einzelne Programmgruppen CLPGl. CLPG2... CLPGlO, von denen jede während jeder Taktperiode ausgeführt werden muß. in einer peripheren Zone untergebracht mit einer Rotationszeit ts mit einer Leerlaufzeit te von der Taktunterbrechung P zum Start jedes Programmes. Die Durchführung des Programmes CLPGi beispielsweise, aus der Einheit MDU in den Überdeckungsbereich des temporären Speichers TM übertragen, wird in einer maximalen Zeit te nach Auftreten einer Takmnterbrechung Pc bewirkt. Unmittelbar nach Abschluß der Durchführung des Programmes CLP für eine Taktperiode erfolgt ein Transfer des nächsten Programmes CLPGi+ 1, das in der folgenden Taktperiode zur Einheit MDU ausgeführt werden muß, so daß beim Auftreten der nächsten Taktunterbrechung das Programm CLPGi + 1 bereits übertragen und in der Einheit MDU untergebracht ist.
Fig. 14 zeigt den Ersatzbetrieb, wobei CLC-II das Taktpegelsteuerprogramm und MDCS-II das Magnettrommelsteuerprogramm im Ersatzbetrieb ist. Diese Programme haben eine leicht unterschiedliche Funktion auf die entsprechenden Programme im normalen Betrieb.
Der Hauptunterschied in der Programmverarbeitung im normalen Betrieb und im Ersatzbetrieb ist begrenzt auf die Programme von Taktpegelsteuerprogramm CLC und Magnettrommelsteuerprogramm
MDCH. Im Ersatzbetrieb ist jedoch ein Teil der Magnettrommeleinheit MDU ausschließlich durch das Programm CLP benutzt, und das Schreiben von Daten in die Magnettrommel MDU aus dem Basispegelprogramm BLP ist lediglich auf den Teil der Einheit, reserviert für das Programm BLP, begrenzt.
Einzelheiten der Programme CLC-Il und MDCS-H werden im folgenden erläutert. Da die anderen Programme wie im Normalbetrieb arbeiten, werden sie nicht näher erläutert.
Fig. 15 zeigt die Betriebsfolge im Ersatzbetrieb mit der Zeit als Abszisse. Die dicke gestrichelte Linie auf der Achse BLP für das Basispegelprogramm stellt einen Teil der Durchführung des Magnettrommelsteuerprogrammes MDCS-U dar. Dieser Teil weicht vom Normalbetrieb ab. Jedoch sind andere Teile der Arbeitsweise genauso wie im Normalbetrieb gemäß Fig. 13 und 14. Im Ausführungsbeispiel dient eine der Magnettrommeieinheiten MDU als Bereitschaft für den Speicher TM. Die Einheiten MDU sind zur Zuordnung der Programme CLP und BLP in Gruppen unterteilt.
Das Taktpegelsteuerprogramm CLC-II wird bei jeder Taktunterbrechung durch das Unterbrechungsprogramm INTgestartet und führt die einzelnen Programme des Programmes CLP durch, das in die Uberdeckungsbereiche der Einheit MDU übertragen ist, mit Hilfe von Befehlen, die unmittelbar nach Abschluß des vorhergehenden Programmes des Taktpegelprogrammes CLP in der vorhergehenden Taktperiode abgeleitet wurden. Nach Abschluß der Durchführung eines der Programme CLP befiehlt das Steuerprogramm CLC-II den Transfer der Programmgruppe (CLPG) in der nachfolgenden Taktperiode, ausgeführt durch das Magnettrommelprogramm MDCS-II. Das Progiamm MDCS für Normalbetrieb dient zur Überwachung der vollständigen Unterbrechung und maskiert den Transfer von Daten nach Abgabe des Transferbefehls zur Magnettrommelkanaleinheit MDCH. Das Programm MDCS-Il bildet im Gegensatz dazu keine Maske nach dem Senden des Transferbefehls zur Einrichtung MDCH, für das Programm CLP verwendet, sondern kehrt über das Steuerprogramm CLC-II sofort zum Unterbrechungsprogramm INT und zum unterbrochenen Programm zurück. Infolgedessen ist selbst während der Übertragungszeit des Taktpegelprogrammes CLP die Durchführung des Basispegeiprogrammes BLP möglich. Die Verarbeitungsbeschikkung der Einheit CC weicht deshalb nicht wesentlich von demjenigen im Normalbetrieb ab, selbst im Zeitpunkt des Ersatzes der Einheit MDU durch die Einrichtung ST-TM, wenn ein Fehler im Speicher TM auftritt.
c) Arbeitsweise zur Fehlerbeseitigung
Im vorliegenden System sind Maßnahmen zur Fehlererfassung vorgesehen, wenn auch nicht im Detail dargestellt, z. B. die erwähnte Schaltung zum Anpassen der Daten zwischen den Einheiten CC, die Paritätsprüfschaltung des Speichers TM und eine Erfassungsschaltung für unzulässigen Kode. Bei Feststellung eines Fehlers wird ein entsprechendes Bit in das Unterbrechungsquellenregister ISF gesetzt, und die Fehlerunterbrechung erhält im Programm einen höheren Durchführungspegel als die Taktunterbrechung. Die Fehlerunterbrechung unterbricht die Durchführung des Rufprogrammes und des Stcuerprogrammes und startet ein Γ !i'erbeseitigungsprogramm, abhängig von der Quelle der Fehlerunterbrechung, über das Unterbrechungsprogramm INT. Das Fehlerbeseitigungsprogramm bewirkt die Identifizierung der fehlerhaften Einrichtung, die Beseitigung
dieser Einrichtung aus dem System und die erneute Rufverarbeitung.
Bei Ermittlung der fehlerhaften Einrichtung in der Einheit MDU, der Einrichtung MDCH oder der Einheit CC, erhält die Systemsteuerung SCTL in der
ίο Einheit CC Befehl zum Stoppen des synchronen Betriebs der Einheiten CC0, CC1, und die passive Anordnung wird von der aktiven Anordnung getrennt, so daß das System nun nur noch mit der aktiven Anordnung arbeitet. Befindet sich die fehlerhafte Ein-
»5 richtung in der aktiven Anordnung, so erfolgt ein Austausch von aktiver und passiver Anordnung durch einen Befehl, und die Verbindung wird danach beendet. Arbeitet das System lediglich mit der aktiven Anordnung, so führt das Fehlerbeseitigungsprogramm
die Steuerung zum Programm INT zurück, das die unterbrochene Information in der Einheit CC beseitigt und die Rufverarbeitung neu beginnt.
Bei Feststellung der fehlerhaften Einrichtung im Speicher TM wird die Notfalleinrichtung EMA aktiviert, da nunmehr auf den erwähnten Ersatzbetrieb zurückgegriffen werden muß und die Durchführung des Fehlerbeseitigungsprogrammes unmöglich sein kann. Die Notfalleinrichtung EMA wird nicht nur bei einem Fehler im Speicher TM gestartet, sondern auch bei einem Überlauf des Programms, des Fehlererkennungszeitgiiedes in der Einheit CC oder bei einer Unterbrechung der Spannungsversorgung.
Die Einrichtung EMA knüpft verschiedene Kombinationen von Speicher TM und Steueranordnung (CC, MDCH und MDU). um eine brauchbare Kombination zu finden. Die Einrichtung EMA übermittelt zunächst das Notfallprogramm der Magnettrommeleinheit MDU zum Speicher TM und startet dieses Programm. Das Programm versucht eine arbeitsfähige
Kombination von Einrichtungen zu schaffen. Wenn ein Teil des Speichers TM oder der Einheiten CC, MDU oder der Einri;htungen MDCH normal arbeitet, werden sie zusammengeschaltet, um eine Notfananordnung zu bilden, die im normalen Betrieb oder im Ersatzbetrieb arbeitet.
Bei Bildung einer Anordnung zur Arbeit im normalen Betrieb oder im Ersatzbetrieb wählt die Notfalleinrichtung EMA nacheinander Notzustände gemäß dem Notprogramm. Jeder dieser Zustände besteht aus einer speziellen Kombination der Einrichtungen TM0ST-TM, CC0, MDCH0, MDU0/CC0, MDCHx, MDU v
Wird erreicht, daß das System durch obige Notfallverarbeitung im normalen Betrieb arbeitet, so wird die Arbeitsweise der Steuereinheiten CC wieder synchronisiert. Befindet sich eine fehlerhafte Einrichtung in einem Satz der Einrichtungen CC, MDCH und MDU, so wird der Satz der normalen Einrichtungen zur aktiven Anordnung gemacht, die andere Anordnung abgeschaltet, und das Normalbetriebsprogramm wird aus der Einheit MDU zum Speicher TM übertragen.
Wird nur eine Arbeitsweise des Systems im Ersatzbetrieb erreicht, d. h., wenn eine der Einrichtungen des temporalen Speichers TM fehlerhaft ist, so wird das Ersatzprogramm zum Speicher TM übertragen. Die zugeordnete Logikzahl der fehlerhaften Einrichtung wird in das Frsützspdcherregi .ter SNR (Fig. 7)
c r< c
gesetzt.
Nachdem jedes Programm in den Speicher TM gesetzt ist, wird die Rufverarbeitung unter Verwendung der Daten betreffend die Rufverarbeitung, die in der Einheit MDUgespeichert sind, wijder aufgenommen, da die Daten, betreffend die Rufverarbeitung, die in dem Speicher TM gespeichert sind, durch die Ausführung des Notfallprogrammes vernichtet sein können. Die einen Ruf betreffenden Daten werden in die Einheit MDU in dem Zeitpunkt geschrieben, in dem die angerufene Partei antwortet oder die Konversation beginnt. Infolgedessen wird bei Wiederaufnahme der Rufverarbeitung ein Ruf, der beim Auftreten des Fehlers bereits im Konversationsstadium war, wiederhergestellt, und ein Ruf. der dieses Stadium noch nicht *5 erreicht hatte, führt zur Abgabe des Besetztzeichens an die anrufende Partei.
Die Fehlerbeseitigung der peripheren Steuerausrüstung kann während des Taktunterbrechungspegels oder des Basispegels ohne Unterbrechung der Ruf- verarbeitung erfolgen.
Die periphere Steuerausrüstung, d. h. die Einrichtung SRD, SC0, SC1, RC1, SCN-DV, ist so angeordnet, daß Fehler durch das Notfallprogramm erfaßbar sind. Ist das Register 3RD fehlerhaft, so wird die an das normale Register SRD angeschlossene Einheit CC aktive Anordnung und, falls erforderlich, werden die vorher aktiven und passiven Anordnungen umgeschaltet. Ist keine Ersatzeinrichtung ST-SC in den Schaltsteuerungen SC0 oder SC, vorgesehen, so wird die Arbeitsweise der Schaltsteuerung SC so geändert, daß die Schalteinheiten LLS und TLS von einer der Steuerungen SC0, SC1 steuerbar sind. Ist eine Bereitschaftseinrichtung ST-SC vorhanden, so wird die fehlerhafte Schaltsteuerung SC durch die Schaltrelais RYD und RYE abgeschaltet. Bei Ermittlung eines Fehlers in der Relaissteuerung RC0 oder dem Abfragetreiber SCNDV0 wird die Wiederherstellung des Systems durch derartiges Schalten der Relais RYA und RYF erreicht, daß die Steuerung AC1 oder der Treiber SCNDV1 im System verwendet wird oder umgekehrt.
6. Magnettrommeleinheiten
Die Zugriffszeit (beispielsweise 10 Millisekunden) zum Transfer von Programm und Daten aus einer einzigen Magnettrommeleinheit MDU kann einen beträchtlichen Teil der Betriebszeit des Systems ausmachen. Da hierdurch die Rufverarbeitungsfähigkeit des Systems verringert wird, ist dies in vielen Fällen un- so tragbar. Es ist deshalb diejenige Trommeleinheit MDU zu wählen, die die kürzeste Zugriffszeit ermöglicht, was im folgenden beschrieben wird.
Fig. 18 zeigt den Datenausgang aus den doppelten Magnettrommeleinheiten MDU0, MDU1. Jede der Trommeln MDU0, MDU1 besitzt η Spuren mit 8 Wörtern pro Spur und rotiert in der Periode TD. Zugehörige Adressen in beiden Einheiten MDU0, MDU1 dienen der Unterbringung identischer Daten. In Fig. 18 stellt die eine Abszisse Γ die Zeit dar und die andere Abszisse WADR die Datenadresse jeder Einheit. Die Daten einer Spur sind als D, F, G, ... H, I, E bezeichnet. Jede Adresse zirkuliert durch aufeinanderfolgende Stufen 0 bis 7. Die Adresse T0-Tn-1 repräsentiert Information auf η Spuren der entsprechenden Magnettrommeleinheiten MDUÜ, MDUx.
Angenommen sei, daß ein Zugriff zu den Daten D mit der Spuradresse 4 und der Adresse 4 in der Spur zur Zeit to erfolgen soll. Wie in der Figur gezeigt, erfolgt die Ableitung der Daten aus der Einheit MDU0 schneller da die Zugriffszeit erheblich kurzer ist. Die mittlere Zugrifiszeit läßt sich, wie unten kurz angedeutet, berechnen. Falls beide Magnettrommeleinheiten MDU0, MDU1 beliebig variierende Phasenlage aufweisen, beträgt die mittlere Zugriffszeit V3 TD. Bei Abweichung der Datenphasen der Einheiten MDU0, MDU1 um V2 TD beträgt die mittlere Zugriffszeit V4 TD. In jedem Fall ist eine erhebliche Einsparung an Zugriffszeit gegenüber dem Zustand möglich, in dem der Zugriff zu einer einzigen Einheit mit einer mittferen Zugriffszeit von V2 TD erfolgt.
Gemäß Fig. 8 ermöglicht die Lage der Ableseköpfe der Magnettrommeleinheiten MDU0, MDU1 die Ermittlung folgender Zuordnung:
Die Zugriffszeit unter Verwendung der Einheiten MDU0
= Kopflage der Einheit MDU0 auf der Spur im Moment
— Position des obersten Wortes des Inhaltes der Daten, die aus der Spur zu lesen sind u. dgl.
Die Zugriffszeit unter Verwendung der Einheit MDU1
= Kopflage der Einheit MDU1 auf der Spur im Moment
— Position des obersten Wortes des Inhalts der von der Spur zu lesenden Daten.
Aus diesen Daten läßt sich entscheiden, welche Einheit den schnelleren Zugriff ermöglicht; der Index des Kopfes auf der vorliegenden Spur kann abgelesen werden, und danach geht die Verarbeitung nach Programm weiter.
Fig. 17 ist eine schematische Darstellung der bevorzugten Magnettrommelanordnung, wobei die Blöcke MDU0 und MDU1 gestrichelt die vorher erwähnten Magnettrommeleinheiten bezeichnen. Da beide Einheiten MDU0 und MDU1 gleich ausgeführt sind, wird lediglich die Einheit MDU0 detailliert dargestellt und beschrieben.
Die Magnettrommelkanaleinrichtungen MDCH und die Magnettrommeleinheiten MDU sind im allgemeinen gemäß Fig. 19 so verbunden, daß die Einrichtungen MDCH einen Ablesebefehl zum Transfer von Daten aus der Einheit MDU bewirken können, die die kürzeste Zugriffszeit ermöglicht und das Einschreiben einer Instruktion in eine bezeichnete Einheit MDtZ0, MDU1.
Die Einheit MDU0 besitzt eine Magnettrommel Λ/D mit Spuren T0 bis T1023, wobei 2048 Wörter aus je 16 Bits pro Spur gespeichert sind. Die Spur Tn erzeugt einen kennzeichnenden Impuls pro Rotation der Trommel MD. Eine Spur Tc bewirkt Taktimpulse zur Angabe der Speicherposition der Informationsbits. H0 bis H1023, Hm, Hc sind Magnetköpfe entsprechend den Spuren T0 bis 7"1O23, Tn,, Tc. Die Köpfe H0 bis W1023 sind mit einer Matrix MAT zur Auswahl eines Kopfes aus der Gruppe von Köpfen verbunden. Ein Lesesignal für den gewählten Kopf wird in einer Demodulatoreinrichtung A an die Matrix MA T angeschlossen, demoduliert, und das abgelesene Resultat in Form einer Reihe digitaler Impulse erscheint auf der Leitung 101.
Die von den Köpfen H1. und Hm abgelesenen Signale werden ebenfalls über weitere zugehörige Demodiilatoreinrichtungcn A in eine Reihe digitaler Signale umgewandelt. Der Ausgang des Kopfes Hc dient zum Antrieb einer binaren Zählschaltung CTR
609 532-334
für 15 Bits. Der Ausgang des Kopfes H1n dient zum Rückstellen der Zählerschaltung CTR, so daß diese Schaltung einmal bei jeder Umdrehung der Trommel MD nach »Null« zurückkehrt. Wie erwähnt, werden 2048 Wörter pro Spur und 16 Bits pro Wort verwen- a det. Bei Bezug auf die oberen 11 Bits des Zählers CTR ist es deshalb möglich, Information über die Wortposition in einer Spur zu erhalten und durch die unteren 4 Bits eine Information betreffend die Bitposition in dem abgelesenen Wort.
Der Block HADR ist ein Spuradressenregister für 10 Bits. Das Register HADR erhält von der Leitung ADR Signale und speichert anschließend die oberen 10 Bits in dem Wort mit 21 Bits zur Bezeichnung der Information, einschließlich den Befehlen für die Matrix MAT zur Wahl des benötigten Kopfes. Der Block TADR ist ein Adressenregister in der Spur von 11 Bits zur Speicherung der unteren 11 Bits des oben erwähnten Wortes mit 21 Bits. Der Block COIN ist eine Koinzidenzerfassungsschaltung, die den Inhalt des Adressenregisters TADR und die oberen 11 Bits der Schaltung CTR vergleicht. Bei Ermittlung von Koinzidenz durch die Schaltung COIN erzeugt sie ein Ausgangssignal auf einer Leitung 102 zum Identifizieren des Wortes, für das die abgelesene Instruktion bestimmt ist.
Die Ausgangsleitung 102 und eine entsprechende Ausgangsleitung 103 der Einheit MDUx sind mit den Eingängen einer Flipflopschaltung F verbunden, die wie folgt arbeitet:
1. Im Fall eines Impulses auf der Leitung 102 gleichzeitig mit oder vor dem Impuls auf der Leitung 103 erzeugt die Schaltung Fein Signal »1« auf einer Ansgangsleitung 104.
2. Im Fall eines Impulses auf der Leitung 103 vor demjenigen auf Leitung 102 erzeugt die Schaltung Fein Signal >1« auf einer Ausgangsleitung 105.
3. Durch einen Impuls auf einer Leitung R lassen sich beide Leitungen 104 und 105 auf »0« setzen.
UND-Gatter 106 und 107 lassen sich durch Signale der Leitungen 104, 105 triggern und erlauben den Durchgang eines Ablesesignals von der Magnettrommeleinheit MDiZ0 oder MDU1. Ein ODER-Gatter 108 leitet den Ausgang von beiden Einheiten MDU0, MDUx zu einer gemeinsamen Ausgangsleitung DATA.
Die Arbeitsweise der Magnettrommeleinheiten MDU0, MDU1 wird jetzt beschrieben. Es sei angenommen, daß eine Ableseinstruktion gegeben ist für ein Wort mit einer Spuradresse Null und einer Adresse D in der Spur. In diesem Fall wird dem Spuradressenregister HADR die Datenadresse Null über die Adressenleitung ADR gegeben, so daß die Matrix MAT den Magnetkopf H0 wählt und die Datenadresse D in das Adressenregister TADR gesetzt wird. Wenn Daten DaufeinerSpur 70gemäßFig. 18 existieren, können die Daten in der Einheit MDU0 früher herausgelesen werden als diejenigen in der Einheit MDU1, so daß die Ausgangsleitung 102 früher einen Ausgangsimpuls erzeugt als die Ausgangsleitung 103. Dementsprechend erzeugt die Flipflopschaltung F ein Signal »0« ,auf der Leitung 104 und die Daten an der Adresse D werden durch das UND-Gatter 106 und das ODER-Gatter 108 zur Ausgangsleitung DATA geleitet. Nach dem Lesen des benötigten Wortes wird die Flipflopschaltung F durch einen Impuls auf der Leitung R in ihren Ruhezustand zurückgestellt. Der Ablesevorgang ist beendet.
Durch Verwendung dieses Prinzips, daß die schnellste Zugriffszeit vorherrscht, ist der Systemwirkungsgrad maximal. Ohne die in Fig. 17 gezeigte Auswahlanordnung beträgt die mittlere Zugriffszeit Millisekunden. Mit der Auswahlanoidnung nach Fig. 17 erreicht man eine mittlere Zugriffszeit von 6,7 Millisekunden.
7. Ergänzende Bemerkungen
Im Vorhergehenden wurde die Erfindung für ein Telefonvermittlungssystem beschrieben. Die Erfindung ermöglicht eine Reihe weiterer Anwendungen, etwa zur Datenkommunikation, zur Fernsehkommunikation und in Fernsehtelefonvermittlungssystemen. Der Sprecliweg kann von zwei auf vier Drähte oder auf eine gemischte Sprechweganordnung mit zwei und vier Leitungen modifiziert werden.
Die Hauptvorteile des Systems lassen sich wie folgt zusammenfassen:
A. Normalbetrieb
A.l Programm oder Daten werden aus der Magnettrommeleinheit MDUzum temporären Speicher TM transferiert und daraus durchgeführt. Die Anzahl der Einrichtungen im temporären Speicher TM kann deshalb mit entsprechender Wirtschaftlichkeit verringert werden.
A.2 Die Kopplungselektronik zwischen der peripheren Ausrüstung und dem zentralen Steuersystem führt binär kodierte Adressen und interne Adressen der Ausrüstung, da die Verteilung von Befehlen und Antworten aus der peripheren Ausrüstung zentralisiert ist. Dadurch kann die Konstruktion relativ einfach gehalten werden.
A.3 Durch Verwendung des Prinzips der Auswahl der Magnettrommel mit der schnellsten Zugriffszeit läßt sich die Leistungsfähigkeit der Datenverarbeitung erheblich steigern.
A.4 Durch Synchronisation und Anpassung der Arbeitsweise der doppelten zentralen Steuereinheiten wird eine größere Zuverlässigkeit erreicht.
B. Auftreten von Fehlern
B.l Tritt in einer der Magnettrommeleinheiten MDU oder der Magnettrommelkanaleinrichtung MDCH in einer der doppelten Anordnungen ein Fehler auf, dann erfolgt das Eingeben und Herauslesen aus der anderen Anordnung.
B.2 Zeigen eine der doppelten zentralen Steuereinheiten CC oder die Signalempfangs- und Verteilungseinheiten SRD einen Fehler, so werden diese doppelten Anordnungen getrennt, und die gewünschte Verarbeitung kann durch die normale Anordnung erfolgen.
B.3 Tritt im temporären Speicher TM ein Fehler auf und wird die Bereitschaftseinrichtung ST-TM nicht normal verwendet, so kann diese Einrichtung an die Stelle der fehlerhaften Einrichtung treten. Wenn jedoch die Ersatzbereitschaftseinrichtung ST-TM normal verwendet wird, dann ist der Ersatzbetrieb anwendbar, in dem die Magnettrommeleinheit MDU an die Stelle der fehlerhaften Einrichtung im Speicher TM tritt. Das Speichersystem ist also auch bei Vorliegen eines Fehlers arbeitsfähig.
C. Rufdetektor
Durch Verwendung des Rufdetektors CD im vorliegenden System kann die erforderliche Kapazi-
tät für das Realzeiteingangsverarbeitungsproerarotn verringert werden und damit auch die Anzahl der temporären Speichereinrichtungen (TM1) bis TM3). Ebenso kann die Menge der aus der Magneitrommeleinheit MDU zu transferierenden Eingangsprogramminformation verringert werden. Infolgedessen ist die Rufverarbeitungskapazität im Ersatzbetrieb minimierbar.
Durch Verwendung der Sprechwegsteuerausrü-
stung SPC kann die· Belastung der zentralen Steuereinheit CC verringert werden. Der Transfer von Programm und Daten aus der Magnetirommeleinheit MDU zum Speicher TM kann dadurch bequemer erfolgen, was die Maximierung der Ruf Verarbeitungskapazität des Systems ermöglicht. Die zentrale Steuereinheit und die Schaltausrüstung lassen sich leicht trennen, was eine einfachere Systemkonstruktion ergibt.
Hierzu 13 Blatt Zeichnungen

Claims (16)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung für programmgesteuerte Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit mehreren Langzeitspeichern, an diese Langzeitspeicher angeschlossenen Eingangs- und Ausgangseinheiten, mehreren teils für aktiven Betrieb, teils für Ersatzbetrieb vorgesehenen Kurzzeitspeichern, und synchron arbeitenden Zentralsteuereinheiten für den aktiven und den Ersatzbetrieb, wobei jede dieser Zentralsteuereinheiten unabhängig voneinander die Eingangs- und Ausgangseinheiten zu steuern in der Lage ist, dadurch gekennzeichnet, daß nur 1S eine geringe Anzahl bis auf wenige Ausnahmen iktiv arbeitender schneller Kurzzeitspeicher ( TM), die mit einem doppelt geführten, gemeinsamen, jedoch unabhängig arbeitenden Ersatzkurzzeitspeicher (ST-TM) verbunden sind, und ao eine entsprechend größere Anzahl von doppelt geführten, langsamen Langzeitspeichern (MDU) sowie doppelt geführten Zentralsteuereinheiten (CC) vorgesehen ist, wobei der Inhalt der Langzeitspeicher (MDU) durch einen Kurzzeitspeicher »5 (TM) auf diesen und umgekehrt der Inhalt eines Kurzzeitspeichers auf den Langzeitspeicher (MDU) mit Hilfe eines Umwandlungsregisters (SNR) für die verwendeten Logikadressen der Eingangs- und Ausgangsadressen (MDCH0, MDCH1) übertragen werden kann und bei Ausfall eines Teils oder mehrerer verschiedener Teile (Kurzzeitspeicher TM, Ersatzkurzzeitspeicher ST-TM, Langzeitspeicher MDU oder Zentralsteuereinheit CC) dessen oder deren Aufgabe durch ein anderes Teil ausgeführt wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger Ersatzkurzzeitspeicher (ST-TM) vorgesehen ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umwandlungsregister (SNR) in den zentralen Steuereinheiten (CC) vorgesehen ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umwandlungsregister (SNR) in einer aus den Kurzzeitspeichern (TM) zusammengesetzten Einrichtung vorgesehen ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umwandlungsregister (SNR) in den zentralen Steuereinheiten (CC) und in einer aus den Kurzzeitspeichern (TM) bestehenden Einheit vorgesehen ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Einrichtungen, die gewährleisten, daß die Daten aus demjenigen langsamen Speicher (MDU) gelesen werden, der die schnellste Zugriffszeit bietet.
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
a) durch mehrere langsame Langzeitspeichcr (MDU)
b) durch eine periphere Ausrüstung mit Eingangs-Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen, die mit den Speichern verbunden sind,
c) durch mehrere schnelle Kurzzeitspeicher (TM)
d) durch doppelt geführte, zentrale Steuereinheiten (CC) zum synchronen Betrieb mit den schnellen Speichern (TM) und zum Steuern der Eingangs-Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen.
e) durch Umwandlungsregister (SNR), welche die Kurzzeitspeicher (TM) und die Steuereinheiten (CC) verbinden und zum Umwandeln von Logikadressen für die zentralen Steuereinheiten und Adressen zwischen der Ausrüstung und innerhalb jeder Ausrüstung dienen,
f) durch Einrichtungen zur derartigen Steuerung der Einheiten, daß eine Einheit im aktiven Betrieb und eine andere im passiven Betrieb arbeitet, wobei die eine Steuereinheit zur Versorgung der schnellen Speicher mit Adressensignalen und zum Schreiben von Daten in diese dient, und beide zentrale Steuereinheiten Antwortsignale von den schnellen, temporären Speichern aufnehmen, und
g) durch Einrichtungen zum Zurückführen des Resultats einer Programmausführung durch die Eingangs-Ausgangs-Verarbeitungseinrichtungen zu den zentralen Steuereinheiten (CC).
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Informationsübertragung von den langsamen Speichern (MDU) zu den schnellen Kurzzeitspeichern (TM).
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch Einrichtungen, die sicherstellen, daß aus den langsamen Speichern (MDU) die zuerst zu greifende, bestimmte Information herausgelesen wird.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen an die Teilnehmerleitungen angeschlossenen Rufdetektor zum Erfassen des von einem anrufenden Teilnehmer ausgehenden Rufs und zur Lieferung kodierter Information zu den Steuereinheiten (CC), eine zugeordnete Zahl oder Nummer des jeweiligen Teilnehmers darstellend.
1 !.Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die langsamen Speicher (MDU) die gleiche Information speichern und daß Einrichtungen zum Auslesen von Information aus den langsamen Speichern (MDU) zur gewünschten Informationsübertragung aus den langsamen Speichern (MDU) in die schnellen Speicher (TM) und zum Zugriff der am schnellsten greifbaren Information aus den langsamen Speichern (MDU) vorgesehen sind.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum kontinuierlichen Vergleich von Daten in den Steuereinheiten (CC) zur Ermittlung nichtäquivalenter Daten vorgesehen sind.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch Signale aufnehmende und verteilende Einrichtungen zwischen den zentralen Steuereinheiten (CC) und den verarbeitenden Einrichtungen und durch Einrichtungen zum Liefern von Taktimpulsen, wobei die Verteilungseinrichtung binär kodierte Information aus der zentralen Steuereinheit (CC), die aus Ausrüstungs adressen zusammengesetzt ist, und Arbeitsbefehle
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zur Abgabe intraperipherer Ausrüstungsadressen oder Befehle gemäß der bezeichneten intraperipheren Ausrüstungsadresse in Form von Taktimpulsen enthält und die Verteilungseinrichtung ebenfalls Antwortsignale von der peripheren Ausrüstung aufnimmt und zur Lieferung der Antwortsignale zu den zentralen Steuereinheiten (CC) dient.
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine in den langsamen Speiehern (MDU) gespeicherte Programmadressen-Umwandlungstabelle.
15. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß aus den langsamen Speichern ( MD U) und den schnellen Speichern (TM) Einrichtungen gebildet werden und daß Maßnahmen vorgesehen sind zur Datenübertragung zwischen langsamen und schnellen Speichern (MDU, TM).
16. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Synchronisation und Anpassung der Arbeitsweise der doppelten Komponenten der Steuereinrichtungen (CC), so daß ein Speicherprogramm zur Isolation einer fehlerhaf- »5 ten Komponente entsteht, während das System durch Verwendung der arbeitsfähigen Komponenten der doppelt vorhandenen Einrichtungen in Betrieb gehalten wird.
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