DE21363C - Selbstthätiges Brütnest mit Wärmeregulator - Google Patents

Selbstthätiges Brütnest mit Wärmeregulator

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DE21363C
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Germany
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fat
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nest
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DENDAT21363D
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H. VON WEDELL und A. STORBECK in Berlin SO., Mariannenstr. 41 pt. resp. Reichenbergerstr. 112 pt
Publication of DE21363C publication Critical patent/DE21363C/de
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K41/00Incubators for poultry
    • A01K41/02Heating arrangements
    • A01K41/026Heating with water

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die überaus grofsen Eiermassen, welche Deutschland vom Auslande jährlich beziehen mufs, um seinen Bedarf zu decken, geben Zeugnifs von dem schlechten Zustand unserer Geflügelzucht; zwar sind, besonders in den letzten Jahren, hauptsächlich intelligente Ländwirthe bemüht gewesen, durch Einführung und Beschaffung besserer Hühnerrassen und Geräthe dieselbe zu heben, aber immerhin bleibt noch viel zu thun übrig. Unter den Geräthen stellen sich die oft sehr complicirten und meist am allerwenigsten praktischen Brutapparate, besonders für den kleinen Landwirth, viel zu theuer; dagegen ist das hier zu beschreibende selbstthätige Brutnest mit Wärmeapparat und Regulator der Natur möglichst angepafst und infolge seiner grofsen Einfachheit für wenige Mark herzustellen. Die Unterhaltungskosten während der Brütung stellen sich, da die Erwärmung ohne Flamme geschieht, viel niedriger als die einer Bruthenne, wohl aber ist das erzielte Resultat einer guten Bruthenne gleich.
Das . selbsttätige Eierbrutnest besteht aus zwei Haupttheilen A und B.
A ist die gröfsere, untere Hälfte des eigentlichen Nestes (Eierbehälter). Die äufsere Umfassungswand q ist von Holz oder ähnlichem Material, der obere Rand kreisrund; unten im Boden, zwischen den Füfsen ql, ist die Umfassungswand q weit offen, um den Eiern, wie dies die Natur erfordert, permanent und reichlich Aufsenluft zu geben; die untere Lage η des Nestes besteht aus Heu, feinem Stroh oder Aehnlichem, die obere Lage/, auf welcher die Eier liegen, aus Federn.
B ist die obere Hälfte des Wärmeapparates mit Regulator. Die äufsere, obere und seitliche Umfassungswand c desselben ist von Holz oder ähnlichem Material; der untere Theil (Boden) dieser Umfassungswand c ist offen, aber der oberen kreisrunden Form (Randform) der Umfassungswand q des Nestes A genau angepafst, jedoch behufs Herausnehmens mit letzterer nicht verbunden, d ist die innere Tuchoder Filzbekleidung der Umfassungswand c, e die ringsumschliefsende Thon-, Porcellan- oder Metallwand, welche, einem alten bewiesenen Satz der Physik entsprechend: »Verschwinden von Wärme findet überall da statt, wo feste Körper flüssig werden, ein Freiwerden von Wärme dagegen überall, wo flüssige Körper erstarren«, mit Salzen/", welche schon bei 6o° C. schmelzen und mit einem kleinen, abgepafsten Theile Fett (Palmitin) oder Aehnlichem gefüllt ist.
Die Umfassungswand e, welche Salz (unterschwefligsaures Natron oder essigsaures Natron), Fetttheile (Palmitin) enthält, läfst sich aus der äufseren, hölzernen Umfassungswand c, ebenso Umfassungswand d nach unten herausnehmen; dieselbe wird behufs Schmelzung der darin enthaltenen Salze / und Fette g bis zu 20 Minuten in kochendes Wasser gehalten; das Fett schmilzt zuerst und lagert sich oben über dem Salz, wird aber bald fest und hält somit die Wärme, welche das Salz bei seiner Krystallisation wieder von sich giebt, nicht nur länger, sondern verhindert auch, da zuletzt kein Sauerstoff oder atmosphärische Luft zu dem Salz mehr gelangen kann, nach 5 bis 6 Stunden die weitere Krystallisation, welche um diese Zeit etwa bis zur Hälfte vorgeschritten ist, ganz.
Die in der Glas- oder Blechhülse h, welche in der thönernen Umfassungswand e festsitzt, englaufende Gummikugel i, ist an einem ziemlich starken, am oberen Rand der Röhre h befestigten Gummifaden k aufgehängt und wird, je mehr die von der Umfassungswand e umschlossene atmosphärische Luft vom Salz aufgesaugt ist, mit einer gröfseren Heftigkeit nach unten gezogen oder von der Aufsenluft niedergedrückt, so dafs endlich nach Stärke des abgepafsten Gummifadens zu der bezeichneten Zeit die unten an der Gummikugel i befestigte Nadel / die Fettlagerung g durchsticht; zu dieser Zeit wird auch die Gummikugel i den unteren Endpunkt der Röhre h erreicht haben und hierdurch die kleine Oefmung m in der Röhre h freimachen, so dafs atmosphärische Luft von aufsen in die thönerne Umfassungswand e eindringen kann, welche sofort mit Heftigkeit von dem noch nicht krystallisirten Salz durch die von der Nadel / in der Fettmasse gemachte Oefmung eingesaugt wird, und ein zweiter, dem ersten gleicher Wärmevorrath wird von dem nun vollständig krystallisirten Salz abgegeben, während die Gummikugel i nun selbsttätig nach dem oberen Theil der Röhre aufsteigt und somit ein Entweichen von Wärme durch die Oeffnung m und Röhre h nach aufsen verhindert.
Die richtige Wärme im Brutraum (Raum, in welchem die Eier liegen), welche 40 ° C. nicht überschreiten darf, wird also dadurch hergestellt, dafs diesem Raum und der Gröfse des Nestes entsprechend sowohl die Gröfse der Bodenfläche der thönernen Umfassungswand e, als auch das Quantum der Mischung von Salz und Fett eingerichtet ist. Es bleibt deswegen bei nöthiger Wärmeentwickelung mit Hülfe des selbstthätigen Regulators die Wärme im Brutraum 12 Stunden constant, die Forterwärmung wird durch den beschriebenen Reservebehälter in Gang gehalten.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. An selbstthätig wirkenden Brutnestern für Gefiügeleier ein Wärmeapparat im Deckel c des Nestes, bestehend aus dem Behälter e, welcher theilweise mit geschmolzenem Salz/, überdeckt mit einer Fettschicht g, gefüllt ist, wobei die durch die Krystallisation der Salze freiwerdende Wärme von dem Fett zusammengehalten und die völlige Krystallisation der Salze durch Abschlufs der Luft verhindert wird.
2. In Combination mit dem unter 1. bezeichneten Wärmeapparat ein Wärmeregulator, bestehend aus der in einem Luftzuführungsrohr h mit Oeffnung m an einem Gummifaden k aufgehängten Gummikugel i, welche durch den äufseren Luftdruck in dem Rohr h herabgedrückt wird und mit ihrer Nadel / die Fettschicht g durchsticht, so . dafs die durch h und m einströmende Luft Zutritt zu den Salzen / findet und deren weitere Krystallisation und die damit verbundene erneute Wärmeentwickelung ermöglicht.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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