DE2124111C3 - Reifenaufbautrommel - Google Patents
ReifenaufbautrommelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Reifenaufbautrommel mit je einem an ihren Stirnseiten angeordneten Kranz von
Schwenklagern, an denen mittels eines Antriebs radial schwenkbare gekröpfte Schwenkhebel gelagert sind,
deren je zwei gegenüberliegende an ihren freien Enden jeweils mit einem Ende eines den Zwischenraum zwi- so
sehen ihnen überbrückenden Metallelementes schwenkbar verbunden sind, wobei die Metallelemente
gemeinsam von einer elastischen, mit ihren Rändern an den Schwenkhebeln befestigten Membran umhüllt sind.
Bei der Herstellung von Reifen ist es notwendig, den SS
Reifenrohling auf einen Formkörper aufzuziehen und den Reifen nach der Formgebung von dem Formkörper wieder abzunehmen.
Aus der DT-OS 19 16 773 ist eine Reifenaufbautrommel der oben beschriebenen Art bekannt, bei der die
um eine axiale Tragwelle kranzförmig angeordneten Schwenkhebel an biegsame Metallelemente angelenkt
sind, die an Sektoren befestigt sind. Unabhängig und/oder gemeinsam mit der Radialbewegung der Sektoren können bei dieser bekannten Reifenaufbautrom-
mel die Metallelemente so gebogen werden, daß sie sich der gewünschten Form des Reifens anpassen oder
daß sie ein Aufziehen des Reifenrohlings bj;w. ein Frei
geben des geformten Reifens ermöglichen.
Die Nachteile dieser bekannten Reifenaufbautrommel sind insbesondere darin zu sehen, daß zur Bearbeitung von Reifen mit verschiedener Breite und/oder
verschiedenem Durchmesser die Sektoren und die Metellelemente jeweils ausgetauscht werden müssen. Weiterhin ist es nachteilig, daß für die Radialbewej-ung der
Sektoren und für die Biegebewegung der Metallelemente verschiedene Antriebssysteme vorgesehen sein
müssen. Dabei ist es notwendig, für die Biegebewegung an jedem Metallelement zwei nach beiden Richtungen
wirksame Kolbenzylinderantriebe vorzusehen, was sowohl in der Konstruktion als auch bei der Steuerung
kompliziert und damit störanfällig ist
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Reifenaufbautrommel der bekannten Art 2u schaffen, bei der diese Nachteile vermieden sind und die für verschiedene Reifengrößen ohne Umrüstung brauchbar ist
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Metallelemente starre, gerade Schienen
sind und deren Verbindung mit den Schwenkhebeln je aus einer achsparallelen Gleitführung besteht
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Reifenaufbautrommel sind insbesondere darin zu sehen, daß die die
Schwenkhebel überbrückenden Metallelemente nicht durch ein Gelenk mit den Schwenkhebeln verbunden
sind, sondern daß die Metallelemente aus starren Schienen bestehen, die durch axiale Längsführungen mit den
Schwenkhebeln verbunden sind. Dadurch ist es möglich, die erfindungsgemäße Reifenaufbautrommel ohne
komplizierte Steuerungen in einfacher Weise auf verschiedene Reifengrößen einzustellen.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Reifenaufbautrommel besteht der Antrieb zum Schwenken der Schwenkhebel aus je einem
axial relativ zum zugeordneten Kranz von Schwenklagern verschiebbaren Auflaufkonus. Durch diese Ausbildung ist es möglich, die Radialbewegung der Metallelemente in einfacher Weise und synchron durchzuführen.
Zwar sind aus der DT-AS 11 88 275 bei einer Reifenaufbautrommel Auflaufflächen bekannt, durch die benachbarte Schwenkhebel radial bewegbar sind. Jedoch
weisen diese bekannten Auflaufflächen eine unterschiedliche Schräge auf, so daß die den Schwenklagern
abgewendeten geraden Enden benachbarter Schwenkhebel bei deren gleichzeitiger Schwenkbewegung
Schwenk- und Radialbewegungen von unterschiedlichem Ausmaß ausführen. Folglich nehmen die
Schwenkhebel bei dieser Schwenkbewegung nur an einer Stelle eine zur Trommelachse konzentrische Stellung ein, so daß eine derartige bekannte Reifenaufbautrommel jeweils auf einen einzigen Reifendurchmesser
beschränkt ist
Zur Erleichterung der Schwenkbewegung sind in vorteilhafter Weise die Schwenkhebel mit an ihrer
Kröpfung gelagerten Rollen an dem Auflaufkonus geführt
Die Axialbewegung der Auflaufkonusse wird in vorteilhafter Weise dadurch erzeugt, daß der Auflaufkonus
zum radialen Auswärtsschwenken der Schwenkhebel durch einen Druckmittelantrieb entgegen der Wirkung
einer Rückholfeder antreibbar ist Durch die Verwendung der Rückholfeder genügt ein einseitig betätigbarer Druckmittelantrieb.
Vorteilhafterweise weisen die Schwenkhebel einen axial nach innen umgekröpften, in ihrer radial äußeren
Endstellung axial verlaufenden Schenkel auf, und der gegenseitige axiale Abstand der Kränze mit ihren
Schwenklagern, ihren Schwenkhebeln und ihrem zugeordneten
Auflaufkonus ist verstellbar. Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Breite der zu konfektionierenden
Reifen einzustellen.
Die erfindungsgemäße Reifenaufbautrommel wird im folgenden an Hand eines Beispiels mit Bezug auf die
Zeichnung näher erläutert Es zeigen
F i g. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer Reifenaufbautrommel
in Spannstellung (linke Hälfte der Figur) bzw. in entspannter oder Ruhestellung (rechte
Hälfte der Figur) und die
Fig.2 und 3 Schnittdarstellungen der linken bzw.
rechten Hälfte der F i g. 1 in größerer Darstellung.
Die Reifenaufbautrommel ist auf einer axialen, hohlen Tragwelle 1 montiert, die an ihrem einen Ende mit '5
einem Ring 2 ausgestattet ist, in dem der (nicht dargestellte) Zapfen der Reifenkonfektionierungsmaschine
zentriert ist Am gegenüberliegenden Ende gestattet eine umlaufende Zentrierung 3 die Aufnahme des
Widerlagers der Maschine.
Um die axiale Tragwelle 1 herum sind in der Nähe ihrer beiden Enden regelmäßige, strahlenkranzähr.liche
Anordnungen montiert. Jede dieser Anordnungen weist eine Hülse 4 auf, die drehfest mit der Tragwelle 1 durch
einen Keil 5 verbunden ist Diese Hülse 4 weist an ih- 2S
rem ersten, nach außen gewendeten Ende einen Kranz mit Schwenklagern 4a auf, der durchgehende Gewindelöcher
aufweist, in die Gewindeabschnitte von Schrauben 6 eingreifen, die die Hülse 4 mit der axialen Tragwelle
1, in deren Längsrichtung einstellbar, halten. In den Schwenklagern 4a ist jeweils das eine Ende eines
zweifach abgekröpften Schwenkhebels 7 angelenkt, der an seiner, dem Schwenklager 4a zunächstliegenden Abkröpfung
eine Rolle 8 trägt. Die Hülse 4 trägt an ihrem anderen, dem Kranz von Schwenklagern 4a gegenüberliegenden
Ende einen radialen Fortsatz 46. Ein entlang der Hülse 4 verschiebbar montierter ringförmiger Auflaufkonus
9, der als Widerlager für die Rollen 8 dient, weist innen einen ringförmigen Hohlraum auf, in dem
durch die Hülse 4 und durch deren Fortsatz 4b eine Kammer von veränderlichem Volumen gebildet ist, die
über eine Leitung 10 mit einer Druckmittelzuleitung 11 verbunden ist. Die beiden Auflaufkonusse 9, die beiderseits
der Mittelebene x-x der Reifenaufbautrommd angeordnet sind, sind miteinander in solcher Weise verbunden,
daß sie im Verlauf ihrer Bewegungen entlang der axialen Tragwelle 1 jederzeit symmetrisch zu dieser
Mittelebene x-x liegen. Diese Verbindung kann aus zwei mit je einem der beiden Auflaufkonusse 9 fest verbundenen
Zahnstangen bestehen, die mit einem Ritzel kämmen, dessen Achse mit der axialen Trag welle 1 fest
verbunden ist und beispielsweise an einem in der Mittelebene x-x an der Tragwelle 1 befestigten Steg 12
montiert ist Jeder der beiden symmetrischen Auflaufkonusse 9 ist elastisch mit dem Steg 12 durch Federn 13
verbunden, die bestrebt sind, den betreffenden Auflaufkonus 9 der Mittelebene x-x anzunähern, und ist zwischen
zwei Grenzstellungen verschiebbar. In der ersten dieser Stellungen befindet er sich näher an der Mittelebene
x-x und stößt an dem radialen Fortsatz 4b der betreffenden Hülse 4 an. In der anderen Stellung befindet
er sich von der Mittelebene x-x weiter entfernt und wird in diese Stellung durch Beaufschlagung der von
ihm gemeinsam mit der Hülse 4 begrenzten Kammer mit Druckmittel bewegt, wobei er in dieser zweiten
Stellung durch den Anschlag an einem Puffer 14 gehalten wird, der an der Hülse 4 starr befestigt ist
An den Schwenkhebeln 7 ist eine elastische Membran 15 befestigt, die sämtliche geradlinigen, von den
Schwenklagern 4a aus gesehen dritten Abschnitte der Schwenkhebel 7 vollständig einhüllt Im größeren Teil
ihrer Breite ist diese elastische Membran 15 beiderseits der Mittelebene x-x an der der axialen Tragweile 1 zugewendeten
Seite ihres zylindrischen Mantels mit zur Tragwelle 1 parallel ausgerichteten Lamellen 16 versteift
Unter jeder dieser Lamellen 16 sind mittels Schrauben 17 Schienen 18 befestigt wobei jede Schiene
18 in eine Nut 7a eingreift, die in der radial äußeren Fläche des geradlinigen dritten Abschnittes jedes
Schwenkhebels 7 gebildet ist.
Wenn die Auflaufkonusse 9 sich in ihrer ersten Grenzstellung befinden, die der in F i g. 1 rechts und in
Fig.3 dargestellten Ruhestellung der Trommel entspricht
ist jede der Schienen 18 mit ihrem äußeren Ende in der Nut 7a des zugeordneten Schwenkhebe/s 7
abgestützt, während das der Mitteiebene x-x zugewendete Ende dieser Schiene 18 auf einer zylindrischen
Auflagefläche 12a am Rand des Steges 12 abgestützt ist In dieser Stellung der Auflaufkonusse 9 nimmt der
Mantelteil der elastischen Membran 15 eine zylindrische Außenfläche ein, die zur Tragwelle 1 koaxial ist
und in der sie durch die zwei Reihen von Schienen 18 starr getragen ist.
Wenn durch Beaufschlagung der von den Auflaufkonussen 9 innen begrenzten Kammern mit Druckmittel
die Auflaufkonusse 9 in ihre zweite Grenzstellung verschoben werden (Fig. 1, linke Hälfte, und Fig.2)
nimmt der Durchmesser der Trommel gegenüber der zurückgezogenen Stellung (F i g. 1, rechte Hälfte, und
F i g. 3) zu, wobei die Trommelfläche unverändert siarr, zylindrisch und zur Tragwelle 1 koaxial bleibt. Wenn
die AuRaufkonusse 9 an den Puffern 14 anschlagen, nimmt die Trommel ihren maximalen Durchmesser an,
und die Schienen 18 sind dann zur Gänze in den Nuten 7a der geradlinigen dritten Abschnitte der Schwenkhebel 7 aufgenommen. Die Trommel ist nun zur Aufnahme
der Teile des herzustellenden Reifens bereit.
Wenn der Reifen konfektioniert ist, genügt es, die Beaufschlagung der Betätigungskammern der Auflaufkonusse
9 zu beenden, so daß die Federn 13 die Trommel in ihre Ruhestellung oder entspannte Stellung
(F i g. 1 rechts und F i g. 3) zurückholen, in der der konfektionierte Reifen leicht abgenommen werden kann.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Einstellung der Schrauben 6 kann die Reifenaufbautrommel zum
Konfektionieren von Reifen eines Durchmessers dienen, der größer ist als der der Trommel im vollständig
entspannten Zustand (s. Zeichnung) und bis zu einem Maximalwert betragen kann (ebenfalls in der Zeichnung
dargestellt). Wenn mit den gleichen Durchmessern die Breite der zu konfektionierenden Reifen geändert
werden soll, kann zu diesem Zweck die Einstellung der Schrauben 6 verändert werden.
Das Konfektionieren des Reifens kann natürlich auch von einem vorkonfektionierten Rohling ausgehend erfolgen.
In diesem Fall wird der auf einer anderen Maschine vorkonfektionierte Rohling auf die Trommel
aufgezogen, während sich diese in ihrer entspannten Stellung befindet. Anschließend wird die Trommel gespannt
so daß der vorkonfektionierte Rohling gleichmäßig bis auf denjenigen Durchmesser aufgeweitet
wird, bei dem das Fertigkonfektionieren erfolgen soll.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Reifenaufbautrommel mit je einem an ihren Stirnseiten angeordneten Kranz von Schwenklagern, an denen mittels eines Antriebs radial
schwenkbare gekröpfte Schwenkhebel gelagert lind, deren je zwei gegenüberliegende an ihren
freien Enden jeweils mit einem Ende eines den Zwischenraum zwischen ihnen überbrückenden Metall-
e.ementes schwenkbar verbunden sind, wobei die Metallelemente gemeinsam von einer elastischer,
mit ihren Rände-n an den Schwenkhebeln befestigten Membran umhüllt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallelemente starre, gerade
Schienen (18) sind und deren Verbindung mit den Schwenkhebeln (7) je aus einer achsparallelen
Gleitführung besteht
2. Reifenaufbautrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb zum
Schwenken der Schwenkhebel (7) aus je einem axial relativ zum zugeordneten Kranz von Schwenklagern (4a) verschiebbaren Auflaufkonus (9) besteht
3. Reifenaufbautrommel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkhebel (7)
mit an ihrer Kröpfung gelagerten Rollen (8) an dem Auflaufkonus (9) geführt sind.
4. Reifenaufbautrommel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflaufkonus (9)
zum radialen Auswärtsschwenken der Schwenkhebei (7) durch einen Druckmittelantrieb entgegen der
Wirkung einer Rückholfeder (13) antreibbar ist
5. Reifenaufbautrommel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schwenkhebel (7) einen axial nach innen umgekröpften, in ihrer radial äußeren Endstellung axial
verlaufenden Schenkel (7a) aufweisen und der gegenseitige axiale Abstand der Kränze mit ihren
Schwenklagern (4a), ihren Schwenkhebeln (7) und ihrem zugeordneten Auflaufkonus (9) versteilbar ist
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7102503A FR2123642A5 (de) | 1971-01-26 | 1971-01-26 | |
| FR7102503 | 1971-01-26 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2124111A1 DE2124111A1 (de) | 1972-08-10 |
| DE2124111B2 DE2124111B2 (de) | 1975-07-24 |
| DE2124111C3 true DE2124111C3 (de) | 1976-03-11 |
Family
ID=
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