DE2118931A1 - - Google Patents
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Description
| PATENTANWÄLTE | 2118931 |
| Dipi.-chem. Dr. D. Thomsen Dipi.-mg. H.Tiedtke Dipi.-chem. G. Bühling Dipi.-mg. R. Kinne |
MÜNCHEN 15 KAISER-LUDWIG-PLATZ β TEL. 0811/530211 530212 CABLES: THOPATENT TELEX: FOLGT |
| Dipi.-mg. W. Weinkauff | FRANKFURT (MAIN) SO FUCHSHOHL 71 TEL. 0811/514βββ |
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8000 Manchen 15 19. April 1971
Imperial Chemical Industries Limited London (Großbritannien)
Verbundmaterial, welches ein organisches Polymeres und ein anorganisches Oxydglas enthält, sowie Verfahren zu dessen
Herstellung
Die Erfindung bezieht sich auf Verbundmaterialien auf Basis von organischen Polymeren und anorganischen Gläsern sowie
auf Verfahren zu deren Herstellung.
Die Vorteile des Verstärkens eines organischen Thermoplasten
mit einem organischen Füllstoff wie Glas sind bekannt. Die Steifheit des Verbundstoffes ist größer als diejenige des
ungefüllten Materials. Die Einführung des anorganischen Füllstoffes in Form von Fasern verbessert bestimmte andere mechanische
Eigenschaften und höhere Anteile an Fasern können diese Eigenschaften weiter verbessern. Jedoch dehnen sich die gewöhnlich
verwendeten verstärkenden Materialien, beispielsweise Silikatgläser bei den zum Verarbeiten thermoplastischer Materialien
11O 9 aU k I 16 6 0
verwendeten Temperatüren nicht mehr aus als etwa 1 bis 2%.
Wenn es auch zutrifft, daß kurze Glasfaserlängen in thermoplastische Materialien und den anschließend beisoielsweise
durch Spritzgießen hergestellten Verbundstoff einverleibt werden können, so ist doch der verwendbare Faseranteil auf
etwa 20 Vol.% begrenzt und zwar wegen der hohen Viskosität des Gemisches bei der Verarbeitungstemperatur. Größere Anteile
an Fasern oder größere Faserlängen können in organische Polymere nur einverleibt werden, indem man relativ fließfähige
Harzvorstufen anwendet und daher v/erden wärmehärtende Harze im allgemeineren als Matrixmaterial verwendet. Das Ausmaß an
Deformierung, welchem dieser Verbundstoff anschließend ausgesetzt werden kann, ist sehr begrenzt, weil ein schwerwiegendes
Deformieren des Materials entweder einen Bruch der Ver-Stärkung oder ein Unterbrechen der Bindung zwischen Matrix
und Verstärkung verursacht. Daher muß ein Verbundstoff dieses Typs in mehr oder weniger der endgültigen Gestalt hergestellt
werden, welche beim fertigen Gegenstand erforderlich ist.
Die Erfindung gestattet unter einem Gesichtspunkt die Herstellung eines Verbundstoffes, welcher in einem thermoplastischen
Material eine Glasverstärkung enthält, wobei nach der Einverleibung des verstärkenden Materials der Verbundstoff
thermisch deformiert werden kann und wobei ein weiter Anteilbereich an verstärkendem Material und Matrixmaterial verwendet
werden kann. 1 09844/ 1 660
Nach einem anderen Gesichtspunkt schafft die Erfindung
ein Verfahren zum Erzeugen einer Glasfaserverstärkung innerhalb einer thermoplastischen Matrix ohne die Notwendigkeit
des Verspinnens der Glasfaser vor deren Einverleibung in das Matrixmaterial.
Die Erfindung schafft ein Verbundmaterial, welches ein organisches Polymeres und ein Glas mit einer umwandlungstemperatur
im Bereich von.100 bis 400 C, vorzugsweise von
120 bis 3OO°C, enthält.
Unter "Urawandlungstemperatur" eines Glases ist hier
die Temperatur zu verstehen, bei welcher eine Steigerung der spezifischen Wärme und des thermischen Ausdehnungskoeffizienten
erfolgt, welche mit einer plötzlichen Verminderung der Viskosität einhergeht. Die Umwandlungstemperatur kann nach
herkömmlichen Methoden der thermischen Analyse bestimmt werden, beispielsweise nach der thermischen Differenzanalyse
oder Differenz-Abtastkalorimetrie. Siehe beispielsweise
Morey, G.W. "The properties of glass", Reinhold, N.Y. 1954, 2. Ausgabe, Seiten 164-165.
Vorzugsweise besitzt das Glas einen elastischen Modul bei 2O°C von mindestens 0,141*10 kg/cm2.
Vorzugsweise, ist das organische Polymere ein Thermoplast,
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Auch sind vorzugsweise sowohl der Thermoplast als auch das Glas so ausgewählt» daß der Verbundstoff ohne Bruch des Glases
bei einer Temperatur in der Gestalt verändert werden kann, bei welcher das organische Polymere deformierbar ist. Ausgewählte
Kombinationen aus Glas und Polymeren*, welche sich in dieser Weise verhalten, seien als "thermisch codeformierbar"
bezeichnet. „ Diese Temperatur liegt gewöhnlich zwischen 120 C und der Grenztemperatur für die thermische Stabilität des
Thermoplasten. Genau ist-die exakte Temperatur bzw. der exakte Temperaturbereich von der Natur des Thermoplasten und des
Glases abhängig sowie von dem Verfahren, welchem die Substanzen unterliegen. Der Deformierungsprozeß mag erfordern, daß
die Viskosität der Substanzen über einen Bereich von Temperaturen hinweg vergleichbar sind, innerhalb welchem der Prozeß
sich abspielt. Die Viskosität sowohl des Glases als auch des Thermoplasten ist von der Temperatur sehr abhängig. Darüber
hinaus ist die Viskosität thermoplastischer organischer Substanzen sehr abhängig von der beim Verfahren angewandten Schergeschwindigkeit
, während die Viskosität der Gläser viel weniger scherabhängig ist. Wenn auch anzunehmen ist, daß die allgemeine
Kenntnis des Pölymexfachmanns und des Glasfachmanns es
ohne weiteres gestattet, geeignete Kombinationen an Thermoplast und Glas sowie passende Verfahrensbedingungen gemäß dem
anzuwendenden Verfahren und gemäß der Art bzw. Gestalt des geforderten
Produktes auszuwählen, so sind doch die folgenden Richtlinien und die Beispiele am Ende dieser Beschreibung gegeben,
um zum Verständnis der Erfindung beizutragen.
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Die herkömmlichen Deformierungsverfahren, beispielsweise
Extrudieren, Spritzgießen, Kalandern oder Verspinnen der Fasern, erfordern sämtlich, daß das Material auf eine
Temperatur erhitzt wird, bei welcher die Viskosität hinreichend niedrig ist, damit ein Deformieren bzw. Fließen mit
einer praktisch brauchbaren Geschwindigkeit und ohne den Verbrauch übermäßiger Kraft in der verformenden Maschine
stattfindet bzw. die Anwendung genügend hoher Beanspruchungen, um einen mechanischen Abbau des Polymeren zu verursachen/.
Während ein Verfahren wie das Spritzgießen eine hinreichend niedrige Viskosität erfordert, um ein rasches Füllen
der Form zu gestatten, arbeiten andere Verfahren, nämlich Extrudieren und Kalandern mit Materialien,bei höheren
Viskositäten, um beim geformten Material (beispielsweise Rohr, Stab oder Blatt) übermäßiges und unnötiges Fließen zu vermeiden,
wenn das Material von der Verformungsmaschine wegbefördert und gekühlt wird.
Bei einem amorphen Polymeren wird das Verformen oberhalb der Glas/Kautschuk-Ubergangstemperatur (Tg) jedoch unterhalb
der Temperatur durchgeführt, bei welcher eine Zersetzung (in Erscheinung tretend durch Verfärbung, durch Abgabe flüchtiger
Substanz oder durch mangelhafte physikalische Eigenschaften im gebildeten Produkt) unannehmbar wird. Die optimale
Temperatur wird, wie oben ausgeführt, bestimmt durch die Art des Verformungsprozesses und auch durch den molekularen
10984Λ/1660
Aufbau, das mittlere Molekulargewicht und die Molekulargewi chtsverteilung des Polymeren. Es ist auch allgemeine Praxis,
untergeordnete Mengen anderer Substanzen hinzuzusetzen, um das Fließverhalten während des Verärbeitens zu verbessern. So stehen
viele handelsübliche Polymere in einem Bereich von Qualitäten
zur Verfügung, wobei jede Qualität dazu ausgebildet ist, sowohl bestimmten Verarbeitungserfordernissen zu entsprechen
als auch die erforderlichen physikalischen Eigenschaften für spezielle Endzwecke zu schaffen.
Im Falle von kristallinen oder teilkristallinen Polymeren
werden die gleichen allgemeinen Bedingungen angewandt, doch liegt die Verarbeitungstemperatur für die meisten Arbeitsgänge
zwischen dem Schmelzpunkt (Tm) - d.h. Temperatur, bei welcher eine lange Rangordnung im Polymeren nicht
mehr nachweisbar ist - und den wie oben definierten Zersetzungstemperaturen.
In der Praxis findet man, daß mit dem Ansteigen der Temperatur über Tm, die Viskosität rasch abfällt
und sich in vielen Fällen dem Wert nähert, welcher von einem amorphen Polymeren der gleichen chemischen Struktur bei
dem gleichen Temperaturintervall von seinem Tg erwartet werden kann.
Für das Verarbeiten thermoplastischer Substanzen wird oft eine Richtlinie für die optimalen Verformungsbedingungen
durch Laboratoriumstests geschaffen, bei denen die Viskositäts/
109844/1660
Temperatur-Eigenschaften bei Schergeschwindigkeiten bestimmt
werden, welche mit denjenigen vergleichbar sind, die in der
Verformungsmaschine angewandt yerden. Für diesen Zweck verwendet
man verschiedene bekannte Piastimeter und Rheometer, welche, obgleich sie wertvolle .Vergleichsdaten bieten, nicht
die Notwendigkeit für Arbeiten des Fachmanns zum Einstellen von Verfbrrtungsmaschinen des halbindustriellen oder des Produktionsmaßstabes
umgehen. Bei der beschriebenen Arbeit sind beide Annäherungen angewandt v/orden. Man sieht, daß es nicht
möglich ist, ganz allgemein die Erfordernisse zu spezifizieren, welche Glas und Polymeres für alle Zwecke erfüllen müssen. Jedoch
sind in den nachstehenden" Tabellen I und II für einige Übliche Thermoplasten typische Daten angegeben, welche die
Auswahl passender Gläser für das Bilden der Verbundstoffe erlauben.
Amorphe Thermoplasten ungef.Zer- Verarbeitungs- Viskosität bei 100 see
| Tg | setzungs- | I.M Ext |
temperatur | Temp,°C | 10 poise | |
| Polymeres | 0C | temp. ° C |
I.M Ext |
ο c+ | 200 18O |
0,8 1,15 |
| Polystyrol (G.P.) |
100 | 320 | EXt | . 18O-28O . 150-2OO |
240 2OO |
0,62 4,5 |
| Polymethyl- methacrylat |
105 | 3OO | Ext | . 21O-24O . 160-180 |
320 | 1,8 |
| Polysulfon | 179 | 400 | . 29O-32O | 160 180 |
7,5 5,2 |
|
| Polyvinyl chlorid |
87 | 200 (Stabili sator) |
. 160-180 | |||
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211S931
| Tabelle II | - l.M. 260-280 Ext. 160-ISO |
Viskosität | b. | lOOsec | ,26 | |
| l.M. 200-300 EXt. 200-250 |
Temp.°C | 1O4POiSe | >93 ,44 |
|||
| teilkri stalline Thermoplasten | l.M. 270-300 EXt. r~> 275 |
260 160 |
0 | ,21 | ||
| Polymeres | Ungef.Zerset- Verarbeitungs- ^n zungstemp. temperaturbe- o reich C C ^C |
27O-295 (f asjerspinnend) |
2OO 260 |
0 0 |
,34 | |
| Polyäthy len gerin ger 'Dich te Typ- HFl 2) |
110-115 30p, -. | l.M. 275-320 | 27O | 0 | ,0 | |
| Polypro pylen (MP13J |
165-175 300 | 27O | 0 | |||
| Poly(4- Methyl- buten-1) |
240 300 | 3OO | 1 | |||
| Polyäthy len tereph- thalat |
255 3O0++ | |||||
| Polycar- bonat |
220-230 32O | |||||
l.M. - Spritzgießen * Ext. * Extrusion
sehr abhängig vom Feuchtigkeitsgehalt
sehr abhängig vom Feuchtigkeitsgehalt
Bemerkung» Die Zahlen in der Spalte Tg beziehen sich auf Mes»
sungen an Polymeren, welche wenig oder keinen Zusatz enthalten. Handelsübliche' Polymere können infolge der Anwesenheit
von Zusätzen niedrigere Tg-Werte aufweisen.
Um mit dem Thermoplasten codeformierbar zu sein, muß
das Glas einen Kennwert Tg + C (wobei Tg * die ünwandlungstemperatur
für Glas, wie oben definiert, und C ein Temperaturintervall ist, welcher von der Glasart und den angewandten
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Verfahrensbedingungen abhängig ist) besitzen, welcher im Verarbeitungstemperaturbereich
der ausgewählten Thermoplasten liegt.
Eine Richtlinie für den Wert von G ist die Differenz
zwischen Tg und dem Erweichungspunkt des Glases nach Littleton, welcher die-Temperatur ist, bei der das Glas eine Viskosität
von 10 ' poise, gemessen nach der Testmethode ASTM (338-57 1965) besitzt.
Die Zersetzungstemperaturen für die bekannten organischen
Thermoplasten liegen so, daß Gläser, in denen der Hauptnetzwerkbildner
Siliciumdioxyd ist, ungeeignet sind. Bevorzugte
Gläser sind diejenigen, bei denen der Netzwerkbildner Phosphoroxyd und/oder Boroxyd ist, für welche C typisch 5O
bis 60°C beträgt.
Die Gläser
Bevorzugte Gläser zum erfindungsgemäßen Gebrauch sind diejenigen, welche Phosphor- und/oder Boroxyde als Netzwerkbildner,
mit oder ohne untergeordnete Mengen anderer netzwerkbildender Oxyde wie Vanadinpentoxyd, Wismutoxyd und Siliciumdioxyd,
enthalten. Das Netzwerk wird modifiziert durch die Einführung von Kationen wie denjenigen der Alkalimetalle, der Erdalkalimetalle,
des Silbers, Cadmiums, Zinks und Bleis.
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Bestimmte Elemente wie Aluminium und Bor wie Siliciumdioxyd, welche in bestimmten Zusammensetzungen."'-' '
bereichen feuerfeste Phosphate bilden können/ sollten in einem
hauptsächlichen Phosphatglas nicht bis zu einem Ausmaß von größer als 5 Mol% anwesend sein wegen der hohen Übergangstemperatur
des sich ergebenden Glasesi Aus dem gleichen Grunde
sollte der Siliciumdioxydgehalt des Glases 0,5 Mol% nicht
überschreiten. ' ·
Sehr bevorzugte Gläser sind diejenigen auf Basis von
Bleioxyd-Phosphoroxyd- und Zinkoxyd-Phosphoroxyd-Systemen und
deren Gemischen.
Beispiele bleihaltiger Gläser sind diejenigen mit einer
Zusammensetzung innerhalb der folgenden Bereiche:
(a) mindestens 95 Mol% PbO und Pj0S' wobei der pb0-Gehalt
20 bis 80 Mo1% beträgt;
ibl mindestens 95 Mol% PbO und R3O, wobei R eines
oder mehrere Alkalimetalle ist, PbO im Bereich von 5 bis 60
Mol% anwesend ist und R3O im Bereich von 5 bis 35 Mol% anwesend ist und der Rest der Zusammensetzung P3Oc bis zu einem
Ausmaß von bis zu 85 Mol% ist; oder
(c) mindestens 95 Mol% PbO (5 bis 30 Mol%) R3O (5 bis
30 Mol%) und B3O3 (5 bis 20Mol%), wobei der Rest P3O5 ist.
In jedem Falle bestehen die restlichen O bis 5% der Glaszusammensetzung
aus verschiedenen Zusätzen, beispielsweise aus
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Oxydetfi'Säiäeirer Metalle, z.B. des Typs R1O1 wobei R1 ein Erdalkalimetall
ist. ZnO kann einen Teil oder das gesamte PbO
ersetzen.
ersetzen.
Besondere Gläser mit Zusammensetzungen innerhalb der oben beschriebenen Bereiche besitzen Umwandlungstemperaturen
im Bereich von 160 bis 25O°C, Youg's moduli im Bereich von
0,141 bis O,703 * 10 kg/cm2 und werden durch Wasser bei 1OO°C nur leicht beeinflußt. Insbesondere verbessern Erdalkalikatlonen wie Magnesium, Calcium und Barium, die Wasserbeständigkeit von Bleiphosphatgläserri und das Barium steigert den Erweichungspunkt mindestens dieser Metalle. Die Anwesenheit
von mehr als einem Alkalimetall, beispielsweise einem Gemisch von Lithium und Kalium, führt zu besserer Wasserbeständigkeit für einen besonderen Erweichungspunkt als ein Glas, welches
nur ein Alkalimetall wie Natrium enthält.
0,141 bis O,703 * 10 kg/cm2 und werden durch Wasser bei 1OO°C nur leicht beeinflußt. Insbesondere verbessern Erdalkalikatlonen wie Magnesium, Calcium und Barium, die Wasserbeständigkeit von Bleiphosphatgläserri und das Barium steigert den Erweichungspunkt mindestens dieser Metalle. Die Anwesenheit
von mehr als einem Alkalimetall, beispielsweise einem Gemisch von Lithium und Kalium, führt zu besserer Wasserbeständigkeit für einen besonderen Erweichungspunkt als ein Glas, welches
nur ein Alkalimetall wie Natrium enthält.
Die Gläser können nach herkömmlichen Glasherstellungsmethoden bereitet werden, indem man beispielsweise Phosphoroxyd.
Phosphorsäure oder Ammonium- oder Alkaliphosphate mit den angemessenen Metalloxyden oder -carbonaten zusammen erhitzt.
Äquivalente Borverbindungen können die Phosphate ersetzen
oder zusätzlich zu den Phosphaten verwendet werden. Ammoniumphosphat oder -dihydrogenphosphat sind zweckmäßige Phosphoroxydquellen. Da Phosphatgläser sauer sind, muß man bei der
oder zusätzlich zu den Phosphaten verwendet werden. Ammoniumphosphat oder -dihydrogenphosphat sind zweckmäßige Phosphoroxydquellen. Da Phosphatgläser sauer sind, muß man bei der
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Auswahl eines Materials, welhes die Schmelze während der
Glasbereitung enthält, sorgfältig sein. Alumlniumoxyd wird
von Phosphatglas angegriffen. Ein bevorzugtes Material ist tongebundener Graphit*
Nach dem Zusammenschmelzen der Komponenten ist es er-,
wünscht,das Glas zu raffinieren, indem man es für eine Zeitdauer von 1 bis 24 Stunden auf 3OO bis 8000C erhitzt. Die
Raffinierungszeit hat eine Auswirkung auf die Umwandlungstemperatur
und daher auf den Erweichungspunkt einiger Gläser, insbesondere derjenigen auf'Bleiphosphatbasis.
Typischerv/eiss zeigt ein Bleiphosphatglas (70,6 Mol%
P2O5, 20,6 Mol% PbO, 2,5 Mol% K2O, 5,0 Mol% Li3O, 2,5 Mol%
BaO) eine Umwandlungstemperatur, welche von 142°C (nach einer
Stunde bei 7000C) bis auf 170°C (nach 16 Stunden) ansteigt.
Es wird angenommen, daß dies auf eine Herabsetzung des Hydroxylgehaltes
durch Wasserverlust mit zunehmender Raffinierungszeit zurückzuführen ist. Man nimmt an, daß der HydroxyI-gehalt
(ausgedrückt in Gew.-% Wasser) von 4% bei einer Umwandlungstemperatur
von 142°C bis auf weniger als 1% bei einer Umwandlungstemperatur von 170°c abfällt. Dieser Wasserverlust
führt zu einer Modifizierung anderer Eigenschaften, wie dies in der folgenden Tabelle gezeigt ist:
109844/1660
| 2, | 5 χ ΙΟ4 | 50 χ ΙΟ4 |
| 5, | O | 1*7 |
| Or | 155 | 0,169 |
| 16O | 215 |
Raffinierungszeit des obigen Glases bei 1 Std. 16.Std.
7OO°C
Viskosität bei 29O°C poise
Auflösungsgeschwindigkeit
in Wasser bei 1OO°C
% je Minute
in Wasser bei 1OO°C
% je Minute
Young-Modul (xlO6 kg/cm2) -
Härte (Vickerspyramide) Nr.
(ASTM-E92/67)
(ASTM-E92/67)
Die Verbundstoffe
und
Methoden zu ihrer Herstellung
' Das Glas kann nach mannigfachen Methoden in den Verbundstoff
einverleibt werden. Einige dieser Methoden kombinieren die Einführung des Glases in das Polymere mit der Gestaltgebung
eines Gegenstandes aus dem Verbundstoff. Das Verhältan
Polymerem zum Glas kann, auf Volumenbasis, 0,1 bis 99,9 bis zu 99r9 bis 0,1 betragen. Entweder Glas, Polymeres oder beide
können daher eine kontinuierliche Phase bilden.
Eine große Vielzahl an Polymeren kann man in den erfindungsgemäßen
Verbundstoffen verwenden. Nicht alle Polymeren sind mit allen Gläsern codeformierbar. Beispielsweise besitzt
Polyäthylen eine zu niedrige Schmelzviskosität, um bei bestimmten verbundstoffbildenden Verfahren mit Gläsern verwendet zu
werden, welche eine Umwandlungstemperatur im oberen Teil des
Bereiches besitzen. Jedoch selbst Polyäthylen kann Verbundstoffe bilden, wenn man einige der beschriebenen Gläser mit
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geringerem Erweichungspunkt verwendet, und wenn man herkömmliche
verbundstoff bildende Methoden anwendet, bei denen vorgeformte Glasfaser in das Polymere einverleibt wird, kann man
irgendeines der Gläser anwenden. Bevorzugte Polymere zum erfindungsgemäßen Gebrauch sind hochdichtes Polyäthylen, Polypropylen,
Poly-4-methylpenten-l, Polyäthylen-terephthalat,
Polysulfone, Polycarbonate, Polytetrafluorethylen, Polyvinylchlorid
und Polystyrol. M . ., ■
Jedoch können in Berührung mit vielen Gläsern, welche
zur erfindungsgemäßen Verwendung geeignet sind, bestimmte
säureempfindliche Polymere zersetzt werden. Der Zersetzungsgrad ist abhängig von der Auswahl des Polymeren, der Glaszusammensetzung, der Verarbeitungstemperatur sowie von der An- "
Wesenheit von Kettenverlängerungsmitteln im Polymeren. Ob der Grad der Zersetzung annehmbar oder nicht annehmbar ist,
wird am besteh durch Versuch im kleinen Maßstab' bestimmt. Polyamide
werden im allgemeinen ehr schwerwiegend zersetzt und mögen für viele erfindungsgemäße Anwendungen nicht geeignet
sein. Polyester werden etwas beeinträchtigt, jedoch weniger s chwerwiegend.
Wenn auch die Erfindung sich grundsätzlich auf Verbundstoffe
thermoplastischer Harze bezieht, so können doch bestimmte wärmehärtende Harze verwendet werden, wenn sie in der
Form wärmeerweichender Vorstufen zugänglich sind. Solche Substanzen können in die Verbundstoffe einverleibt werden und
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die Stufen der Wiederverformung und der endgültigen Wärmehärtung
können in einem einzigen Arbeitsgang vollzogen werden,
.■■'■,->:■■
Bei einer ersten Methode des Blldens eines erfindungsgemäßen
Verbundstoffes, wird ein ausgewähltes Glas zu
Fasern versponnen oder nach bekannten Methoden zu Flocken
verforrat und dann in eine polymere Matrix eingeführt. (Glasflocken
sind Partikel mit zwei Dimensionen, welche beträchtlich, beispielsweise lOmal, größer sind als die dritte Dimension)
. " Bei wärmehärtenden Harzen ist es üblich^ die Faser in
Form von Matten oder Stapelfasern aufzulegen und diese mit Polyraervorstufen zu imprägnieren, woraufhin das Härten zur
endgültigen Form folgt. Während des Härtens kann man aus dem niedrigen Erweichungspunkt des Glases Vorteil ziehen, indem
man eine weitere Verformungsstufe durchführt, bevor das Polymere zu starr ist, um ein Verformen zu erlauben, wobei
diese weitere Verformungsstufe oberhalb der Umwandlungstemperatur
des Glases vorgenommen wird. Bei thermoplastischen Polymeren ist es gebräuchlicher, die Fasern auf einer Mühle
unter Verwendung von mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten rotierenden Walzen, oder in einem Extruder, in das Polymere
einzumischen. Das Verbundstoffprodukt kann geschnitzelt und in nachfolgenden Verformungsarbeiten in herkömmlicher Weise
verwendet werden. Vorausgesetzt, daß das Glas und das Polymere
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so ausgewählt sind, daß diese thermisch codeformierbar sind,
kann man Operationen wie Spritzgießen oder Extrudieren mit
geringerer Beschädigung der Faser durchführen, als wenn man herkömmliche, nicht deformierbare Glasfaser verwendet.
Bei einer zweiten Methode des Bildens eines Verbundstoffes,
wird die Anfangsstufe des Verspinnens des Glases zur Faser vermieden. Ein Gemisch aus Glas und thermoplastischem
Polymerem (einschließlich Vorstufen eines wärmehärtenden Harzes,
welches erhitzt und noch oberhalb der Temperatur deformiert werden kann, bei welcher, das Glas deformierbar ist )
wird in eine Ver f ormungs vorri chtung, beispielsweise in einen Extruder, eine Mühle oder eine kombinierte Extruder- und
Spritzgießmaschine eingeführt, in welcher das Kombinieren bzw« Vermischen der Komponenten erfolgt. Das Gemisch kann in Form
gesonderter Perlen, Schnitzel oder anderer Partikel aus Glas und Polymerem (oder dessen Vorstufe) vorliegen oder das Gemisch
kann in einer früheren Vermischungsstufe, beispielsweise
unter Verwendung einer Mühle oder eines Extruders, vorgebildet worden sein. Beim Verformen des Verbundstoffes zu Gegenständen,
werden beide Komponenten des Verbundstoffes gleichzeitig
zum Gegenstand verformt. Geeignete Auswahl der polymeren Substanz, des Glases und der Verformungsmethode, verursacht
während der Verarbeitung eine Faserbildung im Glas, wenn man die Komponenten des Verbundstoffes veranlaßt, unter Verfor-
109844/1860
mungsbedingungen zu fließen. Das Arbeiten gemäß diesem Gesichtspunkt
der Erfindung gestattet daher das Einführen von Glasfaserverstärkung in die Gegenstände durch eine billigere
Technik, als sie normalerweise bei der Herstellung von glasfaserverstärkten Kunststoffgegenständen angewandt wird. Bei
der Herstellung von Glasfasern innerhalb des Verbundstoffes ist es erwünscht, Verarbeitungstemperatur, thermoplastisches
Polymeres und Glas so auszuwählen, daß unter den Verarbeitungsbedingungen die Viskosität des Glases das 0,1-bis 1000-fache
der Viskosität des Polymeren beträgt. Diese Viskositäten werden bei Verarbeitungstemperatur, jedoch getrennt von dem
Verformungsprozeß, bei einer Schergeschwindigkeit von 10 see gemessen. Typischerweise beträgt die Glaskonzentration im Polymeren
5 bis 66 Vol.%. Zwecks weiterer Veranschaulichung sind in der nachstehenden Tabelle III einige typische Polymere
und geeignete Temperaturen zum Verarbeiten mit bestimmten Gläsern, welche im einzelnen in den Beispielen beschrieben sind,
angegeben.
1098U/1660
ORIGINAL
Glas Nr. Gläser mit ei- Temperatur, °C ,Beispiele von^ ;
(siehe Bei- ner Umwändlungs- bei welcher ' Thermoplasten,
spiele für . temperatur (0C) die Viskosität mit denen ein Zu-
Zusammen- im Bereich 5 nftiee iai. sammenverarbeiten
Setzungen^ , noise lst: möglich jstv
| 4 | 14O | f | - ■ ■-- ■ | 260 | f | hochdichtes, Poly |
| ! ■ | 200 . | I | 330 | äthylen, Polypropy- | ||
| 170 | 200 | 312.,. | 370 | v len, Polystyrol, | ||
| 185 | 307 | Polymethylmethacry | ||||
| J | - -. . .- , lat ., -, | |||||
| 3 | Polypropylen, , | |||||
| PoIy-4-methyl·- " | ||||||
| > | \ | pen ten-11 ... | ||||
| -·..-·-- ■-■■.■■ | ■'■-' Polyä hylen- | |||||
| terephthalat, | ||||||
| Pblycarbonät | ||||||
| 1 | Polysulfon, | |||||
| Polytetrafluor- | ||||||
| athvlen |
Bei einer dritten Methode des Bildens des Verbünde-Stoffes
kann man Partikel oder Fasern des ausgewählten Glases
mit einer Lösung eines Polymeren in einem, flüchtigen Lösungsmittel imprägnieren* Nach dem Imprägnieren entfernt man-das
Lösungsmittel und der sich,ergebende Verbundstoff kann ver-.
festigt v/erden, indem man Wärme und/oder Druck anwendet. Nach dem.Kühlen kann.man den Verbundstoff., erneut verformen,, indem
man auf eine geeignete Temperatur erhitzt. >----■·. -:
Bei einer vierten Methode des Bildens eines Verbundstoffes wird eine glasfaseryerstärkte-.Polymerfasei* erzeugt,
indem man einen,Verbundstoff, welcher eineafaserbildende Polymermatrix
enthält,. .und Glas des oben allgemfein'beschriebenen:
Typs mit einer Viskosität der SpinntempeEcitsar des 1--bis
.■=■>,-....,,..■ 1098447 1660
'"' '-"·: ■'■■■■- -*'k-;m ' ORIQINAL INSPECTED
- Ϊ9 -
lOOfachen derjenigen des Polymeren, verspinnt. Der Verbundstoff, aus welchem die Faser gesponnen wird, ist zweckmäsigerweise
ein vorherbereiteter Verbundstoff des Polymeren mit Glasgehalt, welcher durch Vermählen oder geneinsames Extrudieren
der beiden Komponenten bereitet wird. Das bevorzugte Polymere ist Polyäthylenterephthalat und mit diesem Polymeren
wird ein Glas verwendet, welches eine Übergangstemperatur von 130 bis 190°C und eine Viskosität im Bereich von 3000
bis 50 0OO poise bei der Spinntemperatur besitzt, welch letztere gewöhnlich etwa 285 bis 295°C beträgt.
Für Polypropylen ist ein Glas mit einer Ubergangstera-
peratur im Bereich von 100 bis 190 C bevorzugt mit einer Vis-
4 5
kosität im Bereich von 10 bis 10 poise und einer Spinntemperatur
von 31O bis 315°C. Die so erzeugten Fasern können zur Steigerung der Zugfestigkeit gezogen werden, wobei man
bei einer Temperatur zieht, bei welcher sowohl das Glas als auch das Polymere ohne Bruch deformierbar sind.
Bei einer fünften Methode des Bildens von Verbundstoffen
werden aus der Schmelze Glasfaserstäbe oder -stränge geformt und anschließend mit Polymerem überzogen. Zwei oder
mehrere Stäbe bzw. Stränge überzogener Faser können zur Bildung von Stäben, Rohren oder Stangen kombiniert werden. Es
ist nicht wesentlich, daß besonders dünne Glasfasern verwendet werden, weil der Verbundstoff anschließend in der Wärme
erweicht, verfestigt und als Ganzes gezogen werden kann, wobei
■1098U/1660
sowohl Glas als auch Matrix zusammen in einer Richtung
streckt werden. Es ist so möglich, sehr dicke Verbundstoff■*_
abschnitte zu bereiten, indem man Stäbe bzw» Stangen an poly-»
merem Matrixmaterial und Glas ausrichtet und das Ganze in
wärmeerweichtem Zustand durch eine Zi eh form oder zwischen Walzen hindurchzieht, um den Durchmesser um einen großen
Faktor, beispielsweise bis zu XOOO, zu vermindern, so daß das.
Glas im fertigen Verbundstoff einen üblichen Glasfaserdurchmesser von beispielsweise 0,1 bis 100 Mikron aufweist. *n
ähnlicher Weise können .Stäbe bzw. Stränge des Polymeren mit Glas überzogen und in gleicher Weise kombiniert werden.
Bei .einer sechsten Methode des Bildens der Verbundstoffe
wird das Glas zu einem Blatt oder zu Flocken verformt und unter Bildung einer linearen Struktur auf ein Polymerblatt
bzw. auf Polymerflocken aufgebracht. Es können so Viel"
fachschichten aufgebaut . und das Ganze durch Hitze und wahl·* weise durch Druck verfestigt werden. Der sich ergebende Verbundstoff,
kann, beispielsweise durch Walzen, gepreßt werden, um die Dicke herabzusetzen^und Vielfachschichten des so ge*
bildeten Schichtstoffes können, beispielsweise durch Falten und erneutes Walzen, smr Erzeugung sogar dünnerer Schicht*-
stoffe kombiniert werden» Bin so bereitetes Blattmaterial kann im Vakuum gebildet werden und zwar vorzugsweise in zwei
Stufen,
Sine siebente Methode eignet sich zur Herstellung
.109844/1680
2118331
von Verbundstoffen, welche Polytetraflüoräthylen und andere
Polymere enthalten, die in dispergierter Form, beispielsweise als Emulsion verfügbar sind. Gepulvertes Glas vermischt man
mit gepulvertem Polyraerem oder einer flüssigen Suspension des Polymeren, welche dann koaguliert und verfestigt wird. Das
Produkt ist ein Pulver, welches zum Verformen und Sintern geeignet
ist.
Anwendungsgebiete
Die erfindungsgemäßen Verbundstoffe sind für eine
große Vielzahl von Anwendungsgebieten geeignet. Das Glas kann dazu dienen, das Polymere zu verstärken oder das PoIymere
kann dazu dienen, die Sprödigkeit des Glases herabzusetzen. Es sind hohe Gehalte an Glas möglich, während die
Verarbeitbarkeit erhalten bleibt. Verbundstoffe aus Polytetraflüoräthylen
mit Glas können als Lagerraaterialien verwendet werden. Kleine Partikel können in Fasern, Film oder
Blatt einverleibt v/erden, um die Verschleiß- und Abriebe!-"
genschaften zu modifizieren.
Glasfasern aus den oben beschriebenen Gläsern ergeben feste, steife Materialien, welche thermisch deformierbar
sind« Bei hohen Glasgehalten kann die Entflammbarkeit herabgesetzt
sein.
Schichtfilme oder -folien, welche Glas bzw. Glasfa-1 098AA/166 0
sern enthalten, können als Einwickel- bzw. Verpackungsmaterial
verwendet werden. Man kann Bänder zum Verbinden herstellen.
Fasergefüllte Fasern, in denen entweder die Matrix oder der Füllstoff Glas ist, besitzen sowohl ein ansprechendes
Aussehen als auch gesteigerte Festigkeit bzw. herabgesetzte Sprödigkeit. Das Glas bzw. die Faser kann in bekannter
Weise pigmentiert bzw. angefärbt sein.
Steife, hohle Gegenstände können durch Formblasen geeigneter Verbundstoffe hergestellt werden.
Die Erfindung sei anhand der folgenden Ausführungsbeispiele erläutert.
BeispieIe A. Herstellung der Gläser
Nach den folgenden Arbeitsgängen zur Anwendung bei der Bereitung von Verbundstoffen, wird eine Reihe von Gläsern
hergestellt.
1098U/1G60
inspecisö
Glas 1
Man stellt ein Glas mit niedrigem Erweichungspunkt
her, indem man 4 Stunden bei 40O0C in einem tongebundenen
Graphittiegel ein inniges Gemisch, der folgenden Bestandteile erhitzt:
207,09 Gew.-teile Ammonium-dihydrogenphosphat
1OO,44 " " Bleiglätte 17,80 " " Kaliumcarbonat
2.4 " " Natriumcarbonat 0,75 " " Magnesiumoxyd
1.05 " " Calciumoxyd
Es ergibt sich eine klare, viskose Schmelze. Diese Schmelze wird dann eine Stunde bei 700OC weiter erhitzt und in eine
Form gegossen, wobei sich ein Glas mit der folgenden Nominalzusammensetzung
ergibt:
| P2O5 | PbO | K2O | MgO | CaO | Na2O | |
| Mol% | 58,6 | 29,28 | 8,3 | 1,22 | 1,22 | 1,46 |
| Gew.-% | 52,5 | 41,2 | 4,99 | O,31 | 0,43 | 0,57 |
Dieses Glas besitzt die folgenden Eigenschaften:
Urawandlungstemperatur: 2O2°C Erweichungspunkt: 25O°C
Young-Modul: 0,316·10€ kg/cm2
3 '
Dichte: 3,27 g/cm sch wi:
10984^71660
0,2% je Minute
Schmelzviskosität: 106 poise bei 310°C,
Glas 2
Ein Glas mit niedrigem Erweichungspunkt wird bereitet, indem man 4 Stunden bei 400 C ein inniges Gemisch volgender
Bestandteile erhitzt:
207,09 Gew.-teile Ammonium-dihydrogenphosphat
| 83,7 | Il | Il | Bleiglätte |
| 20,7 | Il | Il | Kaliumcarbonat |
| 2,88 | Il | Il | BaO |
| 0,75 | Il | Il | MgO - |
| 2,43 | Il | Il | CdO |
| 3,42 | Il | Il | V2O5 |
Es ergibt sich eine klare> viskose Schmelze. Diesel Schmelze
wird dann 1 Stunde bei 700°C weiter erhitzt und in eine Form gegossen, wobei sich ein Glas mit der folgenden Nominalzusammensetzung
ergibt:
P3O5 PbO K3O BaO MgO CdO V3O5
Mol% 60 25 10 1,25 1,25 1,25 1,25 Gew.-% 54,4 35,6 6,01 1,23 0,32 1,03 1,45
Dieses Glas besitzt die folgenden Eigenschaften: Umwandlungstemperatur: 2O5°C
Erweichungspunkt: 255 C
Erweichungspunkt: 255 C
Young-MQdul: 0,352·106 kg/cm2
1 0 9 8 U / 1 G 6 0
Dichte: 3,4 g/cm Auflösungsgeschwindigkeit in Wasser bei 100°C:
£ 0,02% je Minute Schmelzviskosität: 106 poise bei 310°C.
Glas 3
Es wird ein Glas mit niedrigem Erweichungspunkt bereitet, indem man 4 Stunden bei 4000C ein inniges Gemisch
folgender Bestandteile .erhitzt:
207,09 Gew.-teile Ammonium-dihydrogenphosphat 92,1 " " Bleiglätte
20,7 " " Kaliumcarbonat 5,79 " " Bariumoxyd
Es ergibt sich eine klare, viskose Schmelze. Diese Schmelze wird dann 1 Stunde weiter bei 7000C erhitzt und in eine Form
gegossen, wobei sich ein Glas mit der folgenden Nominalzusammensetzung ergibt:
P O5 PbO K2O BaO
Mol% 60 27,5 10 2,5 Gew.-% 53,3 38,33 5,88 2,39
Dieses Glas besitzt die folgenden Eigenschaften: Urawandlungstempöratur: 184 C
Erweichungspunkt: 235°C Young-Modul: 0,239'106kg/cm2
Dichte: 3,4 g/cm2
109844/1CGO
Auflösungsgeschwindigkeit in Wasser bei 1OO°C
0,9% je Minute Schmelzviskosität: 10 poise bei 25 5°C
Glas 4
Es wird ein Glas mit niedrigem Erweichungspunkt bereitet, indem man 6 3/4 Stunden bei 525°C ein inniges Gemisch
folgender Bestandteile erhitzt:
2415 Gew.-teile Ammonium-dihydrogenphosphat 67O " " Bleiglätte
51,9 " " Kaliumcarbonat 55,5 " " Lithiumcarbonat
57s6 " " Bariumoxyd
Es ergibt sich eine klare, viskose Schmelze, welche dann 1/2 Stunde bis 16 Stunden bei 700°C weiter erhitzt wird. Die sich
ergebenden Gläser besitzen sämtlich die folgende Nominalzusammensetzung:
P3O5 PbO K3O Li3O BaO
Mol% 68,3 19,5 4,9 4,9 2,4
Gew.-% 64,5 29,0 3,05 0,97 2,48
Die Umwandlungstemperaturen dieser Gläser sind die folgenden, welche mit der Verminderung des HydroxyIgehaltes gemäß der
Raffinierungszeit ansteigen:
1098U/16
Glas Nr. 4A 4B 4C 4D 4E 4F
Raffinierungs-
zeit, Std. 0,5 1,0 2 4 8 16 Umwandlungs-
temp., C 137 141 146 153 166 171
Nach einer Raffinierungszeit yon 1 Stunde besitzt das Glas die
folgenden Eigenschaften:
Schmelzviskosität: 105 poise bei 26O°C
Dichte: 3 g/cm
Auflösungsgeschwindigkeit in Wasser bei 100°C: 5% je Minute.
Gläser 5 bis 11
Gemäß den obigen Arbeitsgängen wird eine weitere Reihe an Gläsern aus geeigneten Ausgangsmaterialien bereitet. Die
Zusammensetzung jedes Glases und die Umwandlungstemperatur Tg ist in der nachstehenden Tabelle zusammengestellt:
Glas Zusammensetzung (Mol%) Tg
P2°5 pb0 K2° Na2° B2°3 ZnO Li2° DaO Ca0 M<*° Cd0 °C
66,1 19 4,8 4,8 2,4 2,4 122
80 15 5 169
65,8 20 8,5 1,5 1,2 3,0 173
· 60 5 10 25 205
6O 35 5 216
60 10 10 20 301
50 50
1098 /U/1660
Beispiel 1
Polysulfon (Union Carbide) und Glas 2
(a) 1 kg von geschmolzenem Glas 2 wurde aus dem Bearbeitungsofen (Temperatur etwa 7oo C) entfernt und zu einer dünnen
Tafel gegossen, indem es auf ein röstfreies Stahlblech gegossen
und auf Raumtemperatur abkühlen gelassen wurde. Die Tafel wurde zu geeignet dimensionierten Bruchstücken zerbrochen und
in einen Backenbrecher eingeführt. Das zerkleinerte Produkt wurde in sieben Fraktionen getrennt, indem es durch einen Satz
von sechs Sieben (Testsiebe nach BS 4lo von 1962) , bestehend aus BS-Siebmaschenweiten von 8, Io, 12, 14, 22, hindurchgegeben
wurde. Die gröbsten Teilchen, d.h. diejenigen, die durch das Sieb mit der Maschenweite Nr. 8 zurückgehalten v/urden, wurden
wieder gemahlen und wieder gesiebt, und die feinsten Teilchen, welche durch ein Sieb mit der Maschenweite 22 hindurchgehen,
wurden zu dem Ofen zum nochmaligen Schmelzen zurückgeführt. In den folgenden Beispielen wird die Größenverteilung der Glasteilchen
für jede Fraktion durch zwei Zahlen charakterisiert, wobei die erste die Maschengröße angibt, durch welche die Teilchen hindurchgehen
und die zweite die Zahl der Dimensionierung des Siebes, auf welchem sie zurückgehalten wurden. Die vier Fraktionen und
der entsprechende Teilchengrößenbereich sind nachstehend tabellarisch zusammengestellt.
1098U/1660
Teilchengrößenbereich, Durchmesser mm (in.)
| Il | Io - | Io | Maximum | (ο,ο7β7) | Minimum | (o,o661) | |
| Fraktion | Il | 12 - | 12 | 1,997 | (o,o661) | 1,677 | (o,o551) |
| Maschenweite 8 - | Il | 14 - | 14 | 1,677 | (o,o55l) | 1,398 | (o,o472) |
| Il | Il | 16 - | 16 | 1,398 | (o,o472) | 1,197 | (o,0394) |
| Il | 22 | 1,197 | (o,o394) | I,oo2 | (o,o28o) | ||
| N | 1 ,οό2 | o,711 | |||||
| Il |
Ein Gemisch, bestehend aus 3oo g der 8 bis Io Maschenweiten-Fraktion
von Glas Nr. 2 und 7oo g von "Bakelit"-PoIysulfonkörnchen
(Quiität PI7oo-Union Carbide Corpn. N.Y.) wurde
hergestellt, indem das Glas zu den Polymerkörnchen allmählich in einer sich langsam drehenden Horizontaltrommel gegeben wurde.
Das Gemisch wurde zu einem Extruder des üblicherweise für die Extrusion von organischen, thermoplastischen Materialien verwendeten
Typs geleitet (Typ W.X., hergestellt von Iddon Bros.
Leyland, Lancs.) mit einem elektrisch beheizten Zylinder von
einem Durchmesser von 3,18 cm (1,25 inch), der mit einer Schnecke ausgerüstet ist, deren Verhältnis von Länge : Durchmesser 2o :
beträgt und entsprechend dem Typ und der Raumgestaltung, wie er für die Extrusion von Polyamid (Nylon) empfohlen wird. Der Zylinder
der Vorrichtung war ebenfalls mit Temperaturaufzeichnungund-Regulierungseinrichtungen
im gleichen Abstand voneinander ausgerüstet, und diese waren so eingerichtet, daß sie das folgende
Temperaturprofil entlang dem Zylinder gaben: 32o C an der Düse - 3oo°C - 265°C - 25o°C - 175°C am Einlaß. Unter Anwendung
1098 U/1660
einer Schneckengeschwindigkeit von etwa 2o Upm wurden die vermischten
Körnchen durch eine zylindrische Düse mit einem Durchmesser von 3,18 mm (o,l25 inch) extrudiert, um einen kontinuierlichen
Stab von Verbundmaterial mit einem Durchmesser von etwa 3,68 mm (o,l45 inch) zu ergeben.
Ein extrudierter Stab mit einer Länge von 5,o8 cm (2 inch) wurde vorsichtig mit Chloroform (einem Lösungsmittel
für das organische Polymere) extrahiert, wobei der Rückstand aus Glas in Form eines Bündels von feinen Fasern bestand, die
mit ihren Achsen in gleicher Richtung an der langen Achse der ursprünglichen Verbundprobe lagen, d.h. in Extrusionsrichtung.
Eine mikroskopische'Untersuchung(mit einem Abtast-Elektronenmikroskop)
ergab, daß die Fasern von regelmäßigem ellipsoiden Querschnitt waren und im allgemeinen einen Durchmesser von 3
bis 6 u und ein durchschnittliches Verhältnis von Länge/Durchmesser
von » loo : 1 besaßen. Der Zugmodul des Stabes betrug
-2 5 2
634 GNm (9,2 χ Io lb/in ) im Vergleich zu einem Viert von
—2 *i 2
276 GNm (4,ο χ lo3 lb/in ) eines ähnlichen Stabes aus unmodifiziertem Polysulfon, der auf gleiche Weise getestet wurde.
276 GNm (4,ο χ lo3 lb/in ) eines ähnlichen Stabes aus unmodifiziertem Polysulfon, der auf gleiche Weise getestet wurde.
(b) Die Arbeitsweise wurde unter Verwendung eines Gemisches aus Polysulfon und Glas 2, enthaltend 25,ο Gew.-% (lo,7 Vol./%)
Glaskörner eines Maschenweite von Io bis 12 mit etwa dem gleichen Temperaturprofil in dem Extruderzylinder, wiederholt. Ein hoher
Anteil des Glases lag in faseriger Form vor und der Stab hatte
~2 5 2
einen Zugmodul von 5,5 GNm (8,1 χ Io lb/in ).
1098 4 4/1660
(c) In einem weiteren Präparatwurde ein Gemisch aus
48 Gew.-% von Glaskörnern (Maschenweite 14 bis 16) mit Polysulfon unter im wesentlichen den gleichen Bedingungen wie vorstehend beschrieben extrudiert. Der extrudierte Stab hatte
einen Zugmodul von Io GNm (1,5 χ Io lb/in ).
48 Gew.-% von Glaskörnern (Maschenweite 14 bis 16) mit Polysulfon unter im wesentlichen den gleichen Bedingungen wie vorstehend beschrieben extrudiert. Der extrudierte Stab hatte
einen Zugmodul von Io GNm (1,5 χ Io lb/in ).
(d) Ferner wurden Glasfasern erhalten, wenn ein Gemisch von 3o% (Gew./Gew.) aus kombinierten Siebfraktionen von Maschenweite 14 bis 16 und 16 bis 22 aus Glas 2 und Polysulfon wie
vorstehend beschrieben extrudiert wurde.
vorstehend beschrieben extrudiert wurde.
In den in diesem Beispiel beschriebenen Verbundpräparaten
war das Temperaturprofil in dem Extruderzylinder weitgehend
gemeinsam etwa das vorstehend angegebene. In Reproduktionstesten wurde jedoch gefunden, daß eine gewisse Variation dieser Bedindungen
möglich war. Beispielsweise kann die Düsentemperatur von 3oo°C bis 32o°C und die Eingangstemperatur von 175°C bis 22o°C
variiert werden. Im allgemeinen werden Gemische, die höhere Anteile an Glas enthalten, vorteilhaft bei den höheren Temperaturen in diesen Beispielen extrudiert.
variiert werden. Im allgemeinen werden Gemische, die höhere Anteile an Glas enthalten, vorteilhaft bei den höheren Temperaturen in diesen Beispielen extrudiert.
Beispiel 2
Polysulfon (Union Carbide) und Glas 1
(a) Ein Gemisch, bestehend aus 3o Gew.-% aus Körnchen
von Glas 1 (Maschenweite 14 bis 16) wurde unter den Bedingungen
von Glas 1 (Maschenweite 14 bis 16) wurde unter den Bedingungen
1 O 9 8 ·': / / 1 G. S O
von Beispiel 1 hergestellt und extrufiert, wobei das folgende Temperaturprofil in dem Extruderzylinder angewendet wurde:
315°C (Düse) - 29o - 27o - 26o - 24o°C.
Der extrudierte Stab besaß eine faserige Verbundstruktur, ähnlich derjenigen des vorstehenden Beispiels.
(b) In einem weiteren Experiment unter den gleichen Be-"
dingungen, jedoch unter Verwendung eines feingemahlenen Glaspulvers mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 25ο πιμ
enthielt der Verbundstab wenig Fasern, und es wurde unter dem Mikroskop beobachtet, daß die Masse des Glases in Form von
Kügelchen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 1,25 ΐημ
vorlag.
Beispiel 3
Polypropylen und Glas 3
Polypropylen und Glas 3
(a) Ein Gemisch, bestehend aus 3o% (Gew./Gew.) aus Körnchen von Glas 3 (Maschengröße 5 bis 12) und einem technischen
Polypropylen ("Propathene" GWM22 - ICI Limited) wurde unter im
wesentlichen den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 hergestellt und extrudiert, jedoch unter Anwendung einer Schnecke
des Typs, der zur Extrusion von Polyäthylen empfohlen wird, und es wurde folgendes Temperaturprofil in dem Extruderzylinder angewendet
:
1098 4A/1G60
24o°C (Düse) - 24ο - 2oo - 18ο - l8o°C (Einlaß).
Bei der Extraktion des extrudierten Stabes mit einer Länge von 2,54 cm (1 inch) mit heißem Xylol blieb ein Rückstand
von Glasfasern, die größtenteils ein sehr hohes Verhältnis von Länge/Durchmesser, d.h. ^^ loo : 1) hatten und in Extrusionsrichtung
ausgerichtet waren.
(b) Die vorstehende Arbeitsweise wurde unter Anwendung von Körnchen aus Glas 3 mit einer Maschengröße 7 bis 12 bei
drei verschiedenen Volumenfraktionen von Glas wiederholt. In allen Fällen lag die Masse des Glases in dem extrudierten Stab
in faseriger Form vor. Die Zusammensetzungen und die Zugmoduli der Produkte aus diesen Extraktionen sind nachstehend zusammen
mit dem Zugmodul des extrudierten Polypropylens allein zu Vergleichszwecken tabellarisch zusammengestellt.
Glasgehalt Zugmodul
2 5 Gew.-% Vol.-% kg/cm x Io GNm"2
(lb/cm2 lo5)
| ·· | 6 | ο,91 | (2,o) | 1 | '4 | |
| 24 | 7, | 1 | 2,99 | (6,6) | 4 | ,5 |
| 45 | 17, | 5 | 4,49 | (9,9) | 6 | ,8 |
| 75 | 43, | 6,35 | (14,ο) | 9 | ,7 | |
(c) In einer weiteren Serie von vier Präparatgemischen aus Glas 3 und "Propathene" wurden Körner, enthaltend 9o bis
109844/1660
99 Gew.-% (7o bis 97,5 Vol.-%) Glas von Maschengröße unter Anwendung
des folgenden Temperaturprofils in dem Extruderzylinder
extrudiert:
26o°C (Düse) - 26o - 22o - 2oo - 18o°C (Einlaß).
26o°C (Düse) - 26o - 22o - 2oo - 18o°C (Einlaß).
Obwohl die erforderlichen Schnecken- bzw. Schraubenkopfdrucke höher waren als diejenigen,die in den vorstehenden Beispielen
angewendet wurden, wurden glatte, kohärente, jedoch brüchige Stäbe kontinuierlich extrudiert. Eine Untersuchung
einer gebrochenen Oberfläche des Stabes in einem Abtast-Elektronenmikroskop
ergab, daß das Polypropylen in Form von Fasern in einer Grundmasse aus Glas vorlag. Die Fasern waren unter der
Druckkraft verdünnt bzw. geschwächt, jedoch nicht von der Grundmasse abgelöst. Die Stäbe von jedem Experiment wurden granuliert
und zum Spritzgießen in dem nachstehenden Beispiel Io verwendet.
Beispiel 4
Polypropylen und Glas 4
(a) Ein Gemisch, enthaltend 33 Gew.-% Körner von Glas
4B mit einer Maschengröße von 14 bis 52 und "Propathene" GWM22, wurde unter Anwendung der gleichen Vorrichtung wie in Beispiel
3 extrudiert, jedoch mit einer Schnecke des für die Extrusion von Polyamid (Nylon) verwendeten Typs. Es wurde folgendes Temperaturprofil
angewendet:
235°C (Düse) - 225 - 21o - 2oo - 185°C (am Einlaß).
235°C (Düse) - 225 - 21o - 2oo - 185°C (am Einlaß).
109844/1660
Die Untersuchung des extrudierten Stabes zeigte, daß der größere Anteil des vorhandenen Glases in faseriger Form
vorlag. Ein Wiederholungsversuch unter Verwendung von Glas 3 der gleichen Teilchengröße und gleichen Volumenfraktion erforderte
folgendes Temperaturprofil für eine zufriedenstellende Extrusion:
27o°C (Düse) - 26o - 245 - 235 - 22o°C (Einlaß).
27o°C (Düse) - 26o - 245 - 235 - 22o°C (Einlaß).
Es wurden jedoch nur kleine Fasern in diesem Verbund zusammen mit einem großen Anteil an nicht-faserigen Teilchen
erzeugt.
(b) 9,o7 kg (2o lbs.) von Körnern aus Glas 4B mit Maschengrößen
von 14 bis 52 wurden mit 18,1 kg (4o lbs.) "Propathene"
GSE Io8 (ICI Limited) vermischt und in einen Extruder (ein Peco
Modell 25) eingeführt, der mit einer Schnecke des für die Extrusion von Polypropylen empfohlenen Typs mit einem Verhältnis
von Länge/Durchmesser von 2o : 1 ausgestattet war. Das Verbundmaterial wurde durch eine Reifenhauser Flachdüse von "Fischschwanz"-Konfiguration
unter Anwendung des nachstehend angegebenen Temperaturprofils enthlang dem Zylinder und bei einer
Schraubengeschwindigkeit von 4o U.p.m. extrudiert.
| Zone | Temp. C |
| 1 Einlaß | 195 |
| 2 | 21o |
| 3 | 22o |
| 4 | 2lo |
10984A/1660
| 5 | 195 |
| 6 Düsenmitte | 22o |
| : Düsenenden 8 } |
19o 19o |
Das Extrudat strömte von der Düse zu einer Dreischalen-Poliereinheit
zur Erzielung einer kontinuierlichen Bahn mit einer Stärke von 3,18 mm (o,125 inch) und einer Breite
von 5,33 mra (21 inch). Die Untersuchung von Abschnitten der Bahn zeigte eine laminierte Struktur und daß das Glas als
dünne Flocken von unbestimmter Fläche vorlag, die mit ihren langen Achsen in Extrusions- und Walzebenen der Bahn lagen.
(c) Pulver aus Polypropylenpolymerem mit einer grundmolaren
Viskosität von 3,2 dl/g wurde bei 14o°C unter einem
2
Druck von 5,62 kg/cm (8o psi) unter Bildung eines festen Stabes mit einem Durchmesser von 2,54 cm (1") und einer Länge von etwa 7,62 cm (3") komprimiert. Dieser Stab wurde ausgebohrt zur Bildung eines zylindrischen Behälters mit einer Stärke der Wandung und der Bodenfläche von 6,35o mm (1/4"), und der Behälter wurde mit getrocknetem, feinpulverisierten Glas 4B bepackt. Eine Stabspinneinrichtung wurde mit einer Einzellochspinndüse mit einem Lochdurchmesser von o,5o8 mm (o,o2o inch) und einer Brückenplatte versehen, welche einen konischen Einlaß zu dem Loch bildete. Die "Verbund"-kerze wurde in die Höhlung der Einrichtung eingeführt und mit Hilfe eines Druckkolbens bei einer Geschwindigkeit von 1 g/min, und einer Temperatur von 275°C extrudiert, wobei der extrudierte Faden bei
Druck von 5,62 kg/cm (8o psi) unter Bildung eines festen Stabes mit einem Durchmesser von 2,54 cm (1") und einer Länge von etwa 7,62 cm (3") komprimiert. Dieser Stab wurde ausgebohrt zur Bildung eines zylindrischen Behälters mit einer Stärke der Wandung und der Bodenfläche von 6,35o mm (1/4"), und der Behälter wurde mit getrocknetem, feinpulverisierten Glas 4B bepackt. Eine Stabspinneinrichtung wurde mit einer Einzellochspinndüse mit einem Lochdurchmesser von o,5o8 mm (o,o2o inch) und einer Brückenplatte versehen, welche einen konischen Einlaß zu dem Loch bildete. Die "Verbund"-kerze wurde in die Höhlung der Einrichtung eingeführt und mit Hilfe eines Druckkolbens bei einer Geschwindigkeit von 1 g/min, und einer Temperatur von 275°C extrudiert, wobei der extrudierte Faden bei
109844/ 1660
einer Geschwindigkeit von 76,2 m/min. (25o ft/min) aufgewunden
wurde. Dieser Faden konnte bis zu einem Streckverhältnis von 2,ο über einen heißen Zapfen bei llo°C und eine Platte bei
l7o°C gestreckt werden. Ein Querschnitt des gesponnenen Fadens zeigte, daß das Glas als kontinuierlicher Kern von abgerundetem,
dreieckigen Querschnitt vorlag, der vollständig durch Polymeres umgeben war.
Beispiel 5
Polyäthylenterephthalat und Glas 3
(a) Ein Gemisch, bestehend aus 5o Gew.-% Körnern von Glas 3 mit einer Maschengröße von 12 bis 14 und Polyäthylenterephthalat
mit einer reduzierten spezifischen Viskosität von ο,94 (gemessen in einer Lösung in o-Chlorphenol bei 25 C) wurde
wie in Beispiel 1 (a) unter Anwendung folgenden Temperaturprofils extrudiert:
275°C (Düse) - 24o - 22o - 22o- 215°C (Einlaß).
275°C (Düse) - 24o - 22o - 22o- 215°C (Einlaß).
Das Polyäthylenterephthalat wurde mit heißem o-Chlorphenol
extrahiert. Eine mikroskopische Prüfung des Rückstandes zeigte, daß das Glas in faseriger Form vorlag.
Die Arbeitsweise wurde unter Verwendung von 4o und 45 Gew. % Glas mit dem gleichen Resultat wiederholt. Der Anstieg des Zugmoduls
(o,l% Spannung) der extrudierten Stäbe,verglichen mit
Polyäthylenterephthalat allein,ergibt sich aus folgender Tabelle:
1098A A/1660
Glasgehalt Zugmodul
Gew.-% Vol.-% lOp kg/cm2 o ™ "2
(lo5 Ib./cm2) GNm
| — | — | 1 | ,86 | (4, | 1) | 2 | ,8 |
| 45 | 25 | 5 | ,75 | (12 | ,8) | 8 | ,8 |
| 4o | 22 | 5 | ,42 | (11 | ,7) | 8 | ,1 |
Eelspiel 6
Poly(4-methylpenten-l) und Glas 3
(a) Ein Gemisch, bestehend aus 3o Gew.-% Körnern von
Glas 3 der Maschengröße 14 bis 3o und Körnern von technischem Poly(4-methylpenten-l) ("TPX", Qualität RT14, ICI Limited)
wurde in der in Beispiel 1 (a) verwendeten Vorrichtung extrudiert, jedoch unter Anwendung einer Schnecke des für die Extrusion von
Polyäthylen empfohlenen Typs und unter Anwendung folgenden Temperaturprofils in dem Extruder:
29o°C (Düse) - 27o - 25o - 24o - 23o°C (am Einlaß).
29o°C (Düse) - 27o - 25o - 24o - 23o°C (am Einlaß).
Der opake (undurchsichtige) extrudierte Stab bestand aus einem Verbund von Glasfasern in einer Grundmasse aus partiell
kristallinem Polymeren.
1 09844/1660
Beispiel 7
Polymethylmethacrylat und Glas 7
Ein Glas mit der Zusammensetzung (Mol-%) von Glas 7
wurde gemahlen und zu Teilchen mit einem Durchmesser zwischen 25o und 6oo Mikron gesiebt. Es wurde mit PolymethylmethaCrylatharz
in Form von 1,5 mm-Körnern in Anteilen von 25 Gew.-Teilen
Glas zu 5o Teilen Harz gemischt, und das Gemisch wurde aus einem Davenport Capillarviskometer mit einem 1 cm-Zylinder
und einer 3 mm-Kapillare bei Temperaturen von 2oo°C bis 24o C
extrudiert. Das Polymere wurde aus dem extrudierten Stab mit Chloroform extrahiert, und das Rückstandsglas wurde untersucht.
Bei Extrusionstemperaturen unter 2o5 C war das Glas noch
in Form von Körnern bei niedrigen Scherraten. Bei 2o5°C war das Glas in Form von kurzen Stäben bei einer Scherrate von 28 sek.
und wurden Fasern bei einer Scherrate von 62o sek. erzeugt.
Bei Temperaturen von 22o° und 24o°C war das Glas in Form von Fasern bei allen Scherraten, wobei die Fasern Durchmesser
von 2 bis Io Mikron hatten und bis zu 2 cm lang waren.
Polystyrol und Glas
7
Glas 7 wurde gemahlen und zu Teilchen mit einem Durch-1098AAZ1GGO
- 4ο -
messer zwischen 25o und 6oo Mikron gesiebt. Es wurde dann mit Polystyrolharz B lool MK in Form von loo Mikron-Kügelchen gemischt,
um ein Gemisch herzustellen, das 15 Gew.-Teile Glas zu 5o Gew.-Teile Polymeres enthielt. Das Gemisch wurde aus
einem Davenport Kapillarviskometer mit einem 1 cm-Zylinder und einer 3 mm Kapillare unter Anwendung von Scherraten von o,4
bis I8oo sek. bei einer Temperatur von 24o°C extrudiert .
Das Polymere wurde aus dem extrudierten Stab mit Chloroform extrahiert, und es wurde gefunden, daß das Rückstandsglas
in Form von Fasern mit einem Durchmesser von Io bis 5o Mikron und Längen bis zu 2 cm vorlag.
C. Herstellung der Verbünde durch Spritzgießen
Beispiel 9
Polysulfon und Glas 1
Der in Beispiel 2 (a) erzeugte extrudierte Stab wurde granuliert und zu Barren von etwa 5o mm χ 9 mm X 3 mm unter Anwendung
einer automatischen Formvorrichtung Austin-Allen, Typ 25oP bei einer Zylindertemperatur von 31o°C und einer Formtemperatur
von 25°C geformt. Einer der Barren wurde mit Chloroform behandelt, um die organische Grundmasse zu entfernen. Der
Rückstand aus Glas bestand aus einer Masse feiner unregelmäßig dispergierter Fasern. Der Biegemodul der Verbundbarren betrug
109844/1GU0
3,18 χ Ιο5 kg/2,54 cm2 (7,ο χ Ιο5 lb/in2) im Vergleich zu
ο,225 χ Ιο5 kg/2,54 cm2 (3,2 χ Ιο5 lb/in2) für einen Polysulfonbarren,
der unter den gleichen Bedingungen hergestellt wurde.
Beispiel Io
Polypropylen und Glas 3
Gemäß Beispiel 3 (c) hergestellte extrudierte Stäbe wurden granuliert und in einer automatischen Austin-Allen-Vorrichtung
spritzgeformt zur Erzeugung von Barren von etwa 5o mm χ 9 mm χ 3 mm. Die Zusammensetzung des Einsatzmaterials,
die Formbedingungen und der Zugmodul der geformten Barren sind in der nachstehenden Tabelle zusammengestellt.
| Glasgehalt | - | ol.-% | Zylinder- Temp C |
Form- Temp C |
Zugmodul kg/cm |
| Gew.-% V | 7o | (lb/cm) | |||
| 9o | 84 | 26o | I4o | o,56 χ loj? (8,ο χ lo5) |
|
| 95 | 92 | 3oo | I4o | o,o98 χ Io (1,4 χ Io6) |
|
| 97,5 | 3oo | I4o | o,112 χ lo6 (1,6 χ Io6) |
||
| Beispiel | 11 | ||||
| Poly(4-methylpenten-l) und | Glas 3 |
1098A A/1660
Der in Beispiel 6 (a) hergestellte extrudierte Stab wurde granuliert und wie in Beispiel Io unter Anwendung einer
Sylindertemperatur von 2800C und einer Form bei Raumtemperatur
spritzgeformt.
Beispiel 12
Polycarbonat und Glas 3
(a)Die automatische Austin-Allen-Formvorrichtung wurde
modifiziert, indem das Düsenventil (ein bearbeiteter Metalleinsatz am Ende der Düse mit ausgebohrten 4 : 2,25 mm-Löchern,
durch welches Material in die Form fließt) entfernt wurde, so daß eine einzelne zylindrische öffnung mit einem Durchmesser
von 7,8 mm verblieb. Ein Gemisch, bestehend aus 33 Gew.-% Körnern von Glas 3 mit einer Maschengröße von 14 bis 3o und technischem
Polycarbonat ("Makroion" 3oooL, Bayer) wurde in Kornform in die modifizierte Vorrichtung eingeführt, die mit einer
Form für rechteckige Barren von 5o mm χ 9 mm χ 3 ππ versehen
war, wobei der Einlaß zur Form an einem Ende des Rechtecks lag. Die geformten Barren enthielten Glasfasern ähnlich denjenigen,
die in den vorstehend beschriebenen Extrusionsversuchen erhalten wurden und besaßen Verhältnisse von Länge/Durchmesser von mindestens
5o : 1 und lagen parallel zu der langen Achse des Barrens.
(b) Die vorstehende Arbeitsweise wurde mit einem Gemisch, enthaltend 5o Gew.-S Glas, wiederholt. Die Baren, welche wiederum
orientierte Glasfasern enthielten, hatten Biegemoduli (be-
109844/1660
stimmt nach ASTM D79o) im Bereich von o,598 bis ο,63 χ Ιο5 kg/
2,54 cm2 (8,5 bis 9 χ lo5 lb/in2).
(c) In einem weiteren Formtest enthielt das Gemisch 64 Gew.-% Glas, wobei die Formung unter den gleichen Bedingungen
erzielt wurde und der durchschnittliche Biegemodul mit o,o7 χ lo6 kg/2,54 cm2 (1,ο7 χ lo6 lb/in2) ermittelt wurde.
Beispiel 13
Polyvinylchlorid und Glas 4P
Eine Bahn von Glas 4B mit einer Stärke von o,5 mm wurde hergestellt, indem geschmolzenes Glas (Temperatur 38o bis 4oo C)
in die Quetschstelle einer Zweiwalzenmühle mit Walzen, die bei der gleichen Geschwindigkeit und einer Oberflächentemperatur
von 16o°C rotieren, gegossen wurde. Es wurde ein Stück der Bahn (15,24 χ lo,16 cm bzw. 6" χ 3") von der Bahnlänge mit einem
heißen Draht abgeschnitten, zwischen zwei 1 mm dicken Bahnen eines klaren, harten Polyvinylchlorids ("Darvic" ICI Limited)
eingeschichtet und der Aufbau dann zwischen zwei Platten unter einem Druck von 2,11 kg/cm2 (3o Ib/cm ) und bei einer Temperatur
von 175 bis l8o°C zusammengepreßt. Nach Entfernung von der Presse wurde der Aufbau schnell über I8o° gebogen und für einige
Sekunden wieder zur Presse zurückgebracht, um ihn zu verdichten.
109844/1660
Nach Kühlung wurde das Verbundmaterial mit einer Bandsäge unterteilt
und unter einem Mikroskop untersucht. Es wurde gefunden, daß das Glas kein Anzeichen von Bruch zeigte.
Beispiel 14
Polymethylmethacrylat und Glas 4B
Der vorstehende Versuch wurde mit einer transparenten Acrylbahn ("Perspex" ICI Limited) unter Anwendung einer Plattentemperatur
von 21o°C mit im wesentlichenden gleichen Resultaten wiederholt.
Ein Gemisch von 9o Gew.-% Polypropylen—Polymerem mit
einer grundmolaren Viskosität von 3,2 dl/g und lo% Glas 3 wurde bei 315°C durch ein Einzelspinndüsenloch mit einem Durchmesser
von o,5o8 mm (0,020") extrudiert, und es wurde ein Faden bei einer Geschwindigkeit von 60,96 m/min. (2oo ft/min.) aufgewunden.
Das Glas, welches eine Anfangsteilchengröße >3oo πιμ hatte,
war in der Faser sowohl als Fibrilen als auch als Kügelchen vorhanden, wobei die Durchmesser im wesentlichen unter 5 μ
lagen. "
109844/1660
10 g des Glases 3 werden gemahlen, damit sie durch ein lOOmaschiges Sieb hindurchgehen, und mit 90 g gepulvertem
Polyäthylenterephthalat einer grundmolaren Viskosität von 0,88 dl/g vermischt. Das Gemisch wird 12 Stunden bei
140 C im Vakuum getrocknet und dann durch eine Spinndüse, welche 3 Löcher von 0,381 mm Durchmesser enthält, bei einer
Temperatur von 295 C und einer Durchgangsgeschwindigkeit
von 2 g je Minute extrudiert. Vor der Spinndüse befindet sich eine lOOmaschige Filtriergaze. Die Fäden werden zu
305 m je Minute aufgewunden, wobei man eine erhitzte (32O°C Temperatur) Ummantelung rings um die Garnlinie verwendet.
Die mikroskopische Prüfung der Fäden zeigt, daß das Glas im wesentlichen als Fibrillen des Durchmessers von 1 bis 2 u
und L/d >200 vorliegt.
100 g Polyäthylenterephthalat der grundmolaren Viskosität von 0,88 dl/g und 10 g des Glases 4B, werden vermischt
und bei 120°C 12 Stunden unter Vakuum getrocknet, wobei man das Glas zuvor in Masse getrocknet und gemahlen hat, so daft
es durch* ^OOmaschiges Sieb hindurchgeht. Daa Gemisch extrudiert
man durch eine Spinndüse mit. einzigen Loch eines Durch messers von 0,508 nun bei 293°C und einem Durchsatz von 1,5 g
j· Minute und man windet bei 457 m je Minute auf. Die Fäden
109844/1660
zeigen eine Fibrilienstruktur wie in Beispiel 2.
Ein Polysulfonpolymeres, welches 3Q Gew.-% des Glases
1 enthält, wird wie in Beispiel 2 (i) bereitet. Dieses Material,
welches Glasfibrillen von 1 bis 2 ρ Durchmesser und 1/d 100 enthält, trocknet man 8 Stunden bei 14O°C und extrudiert
durch ein einzelnes Loch von O,381 mm Durchmesser bei
380 C. Es wird ein Faden bei 30,5 in je Minute aufgewunden, welcher zeigt, daß er FibriIlen eines Durchmessers enthält,
welcherdem des Zufuhrmaterials ähnlich ist, jedoch mit verminderter
Länge (L/d <30).
Ein Polyesterpolymeres mit einem Gehalt an 30 Gew.-%
des Glases 3 wird, wie in Beispiel 5 (i) bereitet, wobei das Glas im wesentlichen in der Form von Fibrillen des Durchmessers
2 bis 5 μ und L/d > 1000 vorliegt. Das getrocknete Polymere
extrudiert man durch ein einzelnes Loch von O,381 mm
Durchmesser bei 287OC und windet bei 30,5 ia je Hinute auf.
Der Faden enthält Glasfibrillen von 1 bis 5 ρ Durchmesser und L/d <100.
1098U/1660
F. Verschiedene Verbundstoffe
Glas 4B erhitzt man in einem Platintiegel auf 300°C und zieht einen Faden von 8 Mikron Durchmesser kontinuierlich
von einem 1 mm-Loch im Boden des Tiegels mit einer Geschwindigkeit
von 13,4 ia je see. ab. Eine Menge des so erhaltenen
Fadens wird auf eine mittlere Länge von 6,35 mm zerhackt und mit Polyäthylengranulen einer Schmelzviskosität von 5000 poise
bei 170 C vermischt. Das sich ergebende Gemisch enthält 50 Gew.-% Glas. Dieses wird zwischen Druckrollen, welche auf
120°C erhitzt sind, gepreßt und ergibt ein Blatt, welches wahllos dispergierte Glasfasern enthält. Dieses Material ist
opak und bemerkenswert starrer als ein ähnliches Blatt, welches aus den Polyäthylengranulen allein bereitet wurde.
Die Arbeitsweise des Beispiels 20 wird wiederholt unter Verwendung von Polypropylen und Glas 4B. Beim Erhitzen
auf 1800C kann das Verbundbl·
kung scharf gefaltet werden.
kung scharf gefaltet werden.
auf 180 C kann das Verbundblatt ohne Bruch der Glasverstär-
Belspiel 22
Ein Gemisch gleicher Teile von Glas 9 und Polycarbo-109844/16
60
natharz, beide in Form kleiner Granulen, wird in einer Form unter einem Druck yon 5 t je 6f5 cm bei 300 C erhitzt. Der
sich ergebende Formling wird zerteilt und die mikroskopische Prüfung zeigt, daß sowohl das Glas als auch das Polycarbonatharz
so geflossen sind, daß sie einen innig gemischten Verbundstoff
bilden, welcher die Form vollständig fülit und frei von Lücken ist. Dieses Pressen kann anschließend zum
Wiederverformen zu einer neuen Form erfolgen, indem man in einem Ofen auf 27O°C erhitzt und über einen Former biegt.
Ein Gemsich von etwa gleichen Teilen des Glases 11 und einem Polycarbonatharz wird auf 300°C erhitzt. Durch
Einsetzen eines erhitzten Stabes in die Schmelze, bis er die untere Glasschicht berührt, und durch Ziehen nach auswärts,
wird eine Verbundfaser abgezogen, welche aus mit Polycarbonat überzogenem Glas besteht. Bei 270 C kann diese Faser über
eine Kante scharf gebogen werden, ohne daß der Glaskern bricht,
20 Gewichtsteile des Glases 5 werden grob gepulvert und mit 80 Gewichtsteilen Polyäthylen ("Rigidex 2000") des
Schmelzflußindexes 0,2 vermischt. Das Gemisch extrudiert man bei einer Formtemperatur von 190°C zu einem Verbundstab
109844/1660
von 3,175 mm Durchmesser. Die mikroskopische Prüfung von
Abschnitten zeigt, daß das Glas in der Form von Fasern vorliegt, welche parallel zur Achse des Stabes liegen«
15 Gewichtsteile grob gepulverten Glases 6 vermischt man mit 75 Gewichtsteilen Polypropylen CPropathene GSE 1O8")
und man führt das Gemisch in einen PecQ-Extruder Modell 25 ein, welcher zur Blattherstellung mit einer Fischschwanzform ausgerüstet
ist. Die Formtemperatur beträgt 22O°C und dae Extrudat
ist ein Blatt von 3,175 mm Dicke und 53,3 cm Breite.
Die mikroskopische Prüfung von Abschnitten des Blattes zeigt, daß das Glas teils in der Form von Fasern und teils
in der Form von Flocken vorliegt, wobei Fasern und Flocken hauptsächlich in der Blattebene liegen.
Eine Menge Fasern des Glases 4, welche wie in Beispiel
20 bereitet wurden, wird bis auf eine mittlere Länge von 6,35 nun zerhackt und auf einem durchlöcherten Metall-
boden zu einer lockerer Matte geformt. Die Matte wird dann mit
einer lOligen Lösung von Polysulfön in Methylenchlorid
109844/1660
-5O-
(Union Carbide) gründlich imprägniert und man läßt s,ie trocknen.
Die imprägnierte Matte verfestigt man durch IQminütlges
Formpressen bei 28O°C und 7rO3 kg/cm . Nach dem Abkühlen behandelt
man einen Teil des Blattes.mit aufeinanderfolgenden Portionen heißen Chloroforms, um das organische Polymere zu
entfernen. Die mikroskopische Prüfung des faserigen Glasrückstandes
zeigt, daß viele Fasern an Zwischenabschnitten zusammengeschmolzen sind und die Fasern ohne Bruch nicht getrennt
werden können.
Polysulfon (Union Carbide) und Glas 8
Ein Gemisch, welches aus 35 Gew.-% Partikeln des Glases 8 (durch ein 14maschlges Sieb hindurchgehend) und PoIysulfongranulen
(Union Carbide) besteht, wird in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise extrudiert, wobei man das folgende
Temperaturprofil im Extruderrohr befolgts 295°C (Form) - 280 - 27O - 255 -r 24O (Eintritt).
Die mikroskopische Prüfung des Extrudatcs zeigt die Anwesenheit von Glas in faseriger Form.
to
Bildung von geschichtetem Blatt aus Polypropylen und Glas 4B im Vakuum
Sin Blatt aus Glas 4 B (Tg /Vl40 C) von 80 cm und
109844/1660
O,5 ran, welches, wie in Beispiel 13 beschrieben, bereitet
wurde, wird zwischen zwei Polypropylenblätter von 1,5 mm Dicke zwischengeschichtet. Die Anordnung erhitzt man auf
180 C und verfestigt dann unter einem Druck von etwa 7,03 kg/cm. Den Schichtstoff bringt man zu. einer Vakuumformvorrichtung bestehend
aus einem Rahmen, mit dessen Hilfe die Enden des Blattes
gegriffen werden, einem Infraroterhitzer oberhalb des Rahmens
und einer männlichen Form unterhalb des Rahmens, wobei die Vorrichtung so konstruiert ist, daß ein Vakuum an der
Unterseite des Blattes angelegt werden kann, wodurch das Blatt über die Form gezogen wird, wenn das Blatt durch Hitze hinreichend
erweicht ist. Das Blatt erhitzt man auf eine Temperatur von 190 bis 2OO°C und legt das Vakuum an. Das Schichtblatt
wird über die Form gezogen und nach lansamem Abkühlen wird das geformte, geschichtete Blatt entfernt.
Ein Gemisch, welches aus 33,3 Gew.-% gepulverten Glases,
10 (durch ein 52ntaschiges Sieb hindurchgehend) und "Fluon"
G163 Pulver (ICI Limited) besteht, wird innig gemischt. Eine
Menge dieses Gemisches überträgt man zu einer positiven Preßform und einer Scheibe von 4O mm Durchmesser und 5 mm Dicke,
welche dadurch gebildet wird, daß man 15 Minuten bei einer Temperatur von 38O°C einen Druck von 14 t je 6,5 cm2 anwendet.
109844/1660
Nach dem Abkühlen wird die Beständigkeit der Scheibe gegen Kompression gemessen, indem man sie zwischen zwei parallele ,
Platten bringt und für 30 Minuten eine Belastung quer darüber von 173 kg/cm aufbringt. Man findet, daß die Dicke der
Scheibe um 3,1% vermindert ist, im Vergleich zu 7,0% für eine unmodifizierte "Fluon"-Scheibe, welche in gleicher Weise
bereitet und getestet wurde. Der Versuch wird unter Verwendung des Glases 1 v/iederholt. Beim Kompress ions test wird
diese Verbundscheibe in der Dicke um 2,5% vermindert. Bei einem weiteren Versuch mit einem Gemisch aus "Fluon"/Glas 1/
wobei das Verformen bei 25O°C ausgeführt v/urde (d.h. unterhalb der "Gelierungstemperatur" des organischen Polymeren, jedoch
oberhalb des Tg des Glases) , b.ildet sich eine ein Ganzes ausmachende
Scheibe, welche eine Dickenverminderung von 6,0% beim Kompressionstest ergibt. Eine Kontrollprobe, welche nur
"Fluon" enthält und ebenfalls bei 25O°C verformt wurde, bricht,
wie erwartet, wenn die Kompressionsbelastung aufgebracht wird.
1098 A/./1660
Claims (7)
1. Verbundmaterial, enthaltend ein organisches Polymeres
und ein anorganisches Oxydglas, dadurch gekennzeichnet, daß das Glas eine Übergangstemperatur im.Bereich von 100 bis
400°C, vorzugsweise 120 bis 35O°C besitzt.
2. Verbundmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verbund ohne Bruch des Glases bei einer Temperatur, bei der das organische Polymere deformierbar ist,
wiedergeformt werden kann.
3. Verbundmaterial nach Anspruch 1 in Form einer
anorganischen Grundmasse aus Glas, die ein organisches Polymeres in einer separaten Phase enthält, dadurch gekennzeichnet«
daß das Glas so ausgewählt ist, daß es ohne Bruch bei einer Temperatur, bei der das organische Polymere deformierbar
ist, wiedergeformt werden kann.
4. Verfahren zur Herstellung eines Verbundmaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
Stäbe oder Litzen aus dem Glas mit Polymerem oder Stäbe oder
Litzen aus Polymerein mit dem Glas beschichtet werden, zwei oder mehrere beschichtete Stäbe oder Litzen kombiniert, hitzeerweicht und verfestigen gelassen werden.
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5. Verwendung des Verbundmaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zur Herstellung von geformten Gegenständen
durch Vermischen von Glas und Polymerem und Verformung bei einer Temperatur, bei der sowohl Polymeres als auch Glas ohne
Bruch deformierbar sind mittels eines Verfahrens, bei dem
die Komponenten des Verbundes zum Fluß gebracht werden, das Glas das Polymere und die Verarbeitungstemperatur so ausgewählt
v/erden, daß die Viskosität des Glases (bei der Verarbeitungstemperatur, jedoch separat bei einer Scherrate von
10 see" gemessen) das 0,1- bis lOOOfache der Viskosität des
Polymeren beträgt,(ebenfalls bei der Verarbeitungstemperatur,
jedoch separat bei einer Scherrate von IO see" gemessen).
6. Verwendung des Verbundmaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zur HersteAung von glasfaserverstärkten Polymerfasern
durch Schmelzspinnen des Verbundes, wobei die Viskosität des Glases (bei der Verarbeitungstemperatur, jedoch
separat bei einer Scherrate von IO see" gemessen) das 1- bis
lOOfache der Viskosität des Polymeren bei der Spinntemperatur
beträgt.
7. Verwendung des Verbundmaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zur Herstellung von Schichtstoffen durch
Aufbringen des Glases in Bahn- oder Flockenform auf Polymerbahnen oder -flocken und Verfestigenlassen des resultieren"
den schichtenförmigen Verbundes.
1098A4/1660
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| DE2118931B2 DE2118931B2 (de) | 1974-01-31 |
| DE2118931C3 DE2118931C3 (de) | 1974-09-05 |
Family
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2118931A Expired DE2118931C3 (de) | 1970-04-17 | 1971-04-19 | Verbundmaterial, welches ein organisches Polymeres und ein anorganisches Oxydglas enthält, sowie dessen Verwendung |
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