DE211370C - - Google Patents

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DE211370C
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housing
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DENDAT211370D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D25/00Devices for gluing shoe parts
    • A43D25/18Devices for applying adhesives to shoe parts
    • A43D25/181Devices for applying adhesives to shoe parts by rollers

Landscapes

  • Coating Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Juni 1907 ab.
Die Erfindung betrifft Maschinen zum Auftragen von Klebstoff und besonders bei der Herstellung von Schuhwerk Anwendung findende Maschinen.
Die Erfindung bezweckt, Maschinen dieser Gattung so auszubilden, daß der Zufluß des Klebstoffes selbsttätig in verläßlicher Weise geregelt wird, und daß der Zufluß des Klebstoffes vollständig gehemmt wird, sobald dem
ίο Auftragwerkzeug die erforderliche Klebstoff menge zugeführt wurde.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht nun darin, daß zwischen der Auslauf-, öffnung des Klebstoffbehälters und dem Auftragwerkzeug eine Kammer eingeschaltet ist, aus welcher der Klebstoff von dem Auftragwerkzeug unmittelbar entnommen wird und welche, wenn sie voll ist, einen weiteren Zufluß von Klebstoff aus dem Behälter hemmt.
In der vorliegenden Ausführungsform wird das Auftragwerkzeug durch einen sich rasch drehenden Körper gebildet, welchem das Werkstück mit Pausen dargeboten wird, derart, daß die Auftragvorrichtung bei der Behandlung eines einzelnen Werkstückes aus der Kammer rasch aufgefüllt wird, während die Kammer durch den auch während der Arbeitspausen wirksamen Zufluß langsam nachgefüllt wird.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der Maschine.
Fig. 2 ist ein Grundriß, teilweise im Schnitt, einer Kupplungsvorrichtung für eine Bürsten^ welle.
Fig. 3 ist ein Grundriß, teilweise im Schnitt, einer Abstell- und Reguliervorrichtung.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht in größerem Maßstabe einer Auftragbürste und deren benachbarten Teile.
Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 6, einen' Schuh in Bearbeitung zeigend.
Fig. 6 ist eine Vorderansicht, teilweise im Schnitt, der in Fig. 4 gezeigten Teile.
10 (Fig. 1) ist der Klebstoffbehälter und 12 (Fig. ι und 5) ein zur Überführung des Klebstoffes nach dem Auftragwerkzeug bestimmter Kanal. Das Auftragwerkzeug ist als Rotationsbürste 14 mit mehreren Borstenreihen 15 ausgeführt. Die Bürste ist an einem Ende der Welle 16 unterhalb der Auslauföffnung des Klebstoffkanals 12 angeordnet. Der Antrieb der Welle 16 erfolgt mittels der mit einer Riemenscheibe 33 versehenen Hauptwelle 18 und einer Kupplungsmuffe 20 (Fig. 1 und 2), welche auf der Welle 16 achsial verschiebbar, in der Drehrichtung dagegen unbeweglich angeordnet ist. Die Muffe 20 besitzt eine Schulter 22, welche mittels einer Feder 25 mit einem Stift 24 der Hauptwelle 18 in Eingriff gehalten wild. Um die Drehungen der Welle 16 unterbrechen zu können, ist im Maschinengestell ein Stift 26 drehbar gelagert und mit einem exzentrischen Zapfen 28 versehen, welcher in eine Nut der Muffe 20 eingreift. Ein Flansch 30 des Stiftes 26 ist mit Aussparun-
gen versehen. In je eine dieser Aussparungen tritt unter dem Druck einer Feder ein Sperrstift 32 (Fig. 2), welcher den Stift 26 in der eingestellten Lage sichert. Der Stift 26 ist mit einem Handgriff versehen, wodurch die Muffe 20 rasch und bequem ein- und ausgerückt werden kann.
Um den Zufluß des Klebstoffes regulieren bzw. unterbrechen zu können, ist zwischen einem seitwärts verlaufenden Teil des Zufuhrkanals und der Bürstenkammer (Fig. 3 und 6) eine Regulier- und Abstellvorrichtung angeordnet. Dieselbe besitzt einen Kolben 36, welcher in der Wandung des Kanals 12 geführt und mit einem um einen Zapfen 40 drehbaren Hebel 38 verbunden ist. Die Bewegung des Hebels zwecks Verschiebung des Kolbens 36 kann durch eine Kopfschraube 42 geregelt werden; zweckmäßig findet diese Einstellung entsprechend dem erforderlichen Klebstoffzufluß statt. In der dem inneren Ende des Kolbens 36 gegenüberliegenden Wand des Kanals 12 ist eine Sitzfläche 45 für den Kolben vorgesehen, zum Zweck, die Zufuhr des Klebstoffes vollständig abstellen zu können.
Die Borstenschichten 15 der Bürste 14 sind mittels Draht am Umfang der Nabe 48 befestigt. Innerhalb der Nabe 48 ist eine Nabenhülse 50 (Fig. 5) angeordnet, durch welche das verjüngte Ende der Welle 16 geführt ist. Zwischen einer Scheibe 52 und einer Gegenscheibe 54 ist die Bürste 15 angeordnet, welche dadurch vor Seitwärtsbewegungen geschützt ist. Die Scheibe 52 ist mit einer Randlippe 53 versehen, welche die Nabe 48 der Bürste überlappt. Die Außenfläche der Scheibe 52 ist bei 55 abgeschrägt. Die Gegenscheibe 54 ist ebenfalls mit einer die Bürstennabe überragenden Lippe und einer ähnlichen Abschrägung wie die Scheibe 52 versehen. Beide Scheiben haben ringförmige Nuten 56, welche als Lager für die Nabenhülse 50 dienen. Der Abstand zwischen den beiden Scheiben ist etwas größer als die' Breite der Nabe 48, wodurch die Nabenhülse 50 fest in ihrer Lage gehalten werden kann, ohne die Nabe an ihrer Ausdehnung zu hindern. Um die Nabe zur Mitdrehung mit der Scheibe 52 zu veranlassen, greift ein radial in der Scheibe 52 vorgesehener Stift 58 in eine in der Nabe 48 angebrachte Nut 49 ein (Fig. 5). Das äußere Ende der Scheibe 52 ist zu einer Muffe ausgebildet, welche das verjüngte Ende der Bürstenwelle 16 aufnimmt und als Widerlager für die Schulter 161 dient.
Eine Spannschraube 60 ist durch die Scheibe 54 geführt, in die Welle 16 geschraubt und sichert die Lage der Bürste und der Nabenhülse, indem sie die Scheibe 54 an die Naben-
■ hülse 50, letztere gegen die Scheibe 52 und diese gegen die Schulter 161 der Welle 16 klemmt.
Die Bürste ist in einem Verschlußgehäuse angeordnet, welches mit dem Kanal 12 derart verbunden ist, daß, trotzdem der Kanal 12 nicht verschlossen ist, der Zufluß des Klebstoffes genau geregelt werden kann, so daß nur die erforderliche Quantität Klebstoff auf die Bürste übertragen wird. Um dies zu erreichen, ist das die Bürste umgebende Verschlußgehäuse aus den Teilen 67, 68 und 69 zusammengesetzt. Zwischen dem halbkreisförmigen Teil 67 und den Enden der Borstenschichten besteht anfänglich kein, bei abgenutzter Bürste dagegen nur ein unbedeutender Zwischenraum. Die inneren Flächen der Seitenteile 68 und 69 bilden zusammen mit den abgeschrägten Außenflächen der Scheiben 52 bzw. 54 (Fig- 5) einen dichten Abschluß, so daß der Klebstoff von den Berührungsflächen ferngehalten wird. Die Teile 67 und 68 bilden ein einziges Stück. Der ein besonderes Stück bildende Seitenteil 69 ist durch Schlitze des Teiles 67 durchziehende Kopf schrauben 72 einstellbar am Teil 67 befestigt. Durch diese Bauart wird der obere Teil der Bürste völlig eingeschlossen, sind Einstellungen entsprechend der jeweiligen Breite der Bürste gestattet und ist außerdem den Borsten im Innern des Gehäuses eine glatte Anschlagfläche geboten. In ringförmige Zwischenräume zwischen den Außenflächen der Scheiben 52 und 54 und den Gehäuseteilen 68 und 69 sind Filzringe 1Ji (Fig. 5) eingelegt. Um die Drehungen der Bürste zum Reinigen der Scheiben 52 und 54 von Klebstoff ausnützen zu können, sind die unteren Enden 73 der Seitenteile 68 und 69 (Fig. 1) schräg zu den frei liegenden Teilen der Scheiben gerichtet. Diese auswärts gerichteten Enden wirken demnach als Abstreifer, welche den Klebstoff von den Außenkanten der Scheiben abstreifen und denselben nach innen zur Auftragbürste zurückführen.
Der Zufuhrkanal 75 ist zugleich als Rückstaukanal ausgebildet. Zu diesem Zweck ist die Richtung des Zuflusses des Klebstoffes zur Bürste senkrecht zu der Drehachse der Bürste. Der überschüssige Klebstoff wird hierbei durch die raschenDrehungen der Bürste selbsttätig in den senkrecht über der Bürstenachse befindlichen Zufuhrkanal 75 (Fig. 6) zurückgedrängt, so daß die Bürste nicht mehr als die erforderliche Quantität Klebstoff aufnimmt. Das Gehäuse 67,68 und 69 ist durch eine Klemmschraube 78 (Fig. 4 und 6) am Mascbinengestell festgeschraubt. Im Innern der Deckplatte 67, angrenzend an den Zufuhrkanal 75 (Fig·. 6), ist ein Raum 80 vorgesehen, welcher dazu dient, eine gewisse Quantität Klebstoff beständig mit der rotierenden Bürste in Kontakt zu halten. Hierdurch wird bezweckt, die Bürste während ihrer Einwirkung auf das
Werkstück stets mit dem erforderlichen Klebstoff zu versehen. Während der für die Auswechslung des Werkstückes erforderlichen Zeit kann sich der Raum 80 wieder mit Klebstoff füllen, wodurch eine zuverlässige Bezugsquelle geschaffen wird, welche die alleinige Wirkung des Zufuhrkanals 75 bei weitem übertrifft.
Um zu verhüten, daß auf die Bürste zu viel Klebstoff übertragen wird, wenn infolge Abnutzung derselben der Raum zwischen Bürste und Deckplatte größer geworden ist, sind zu beiden Seiten der Bürste einstellbare Abstreifer 82 und 86 (Fig. 4 und 6) angeordnet. Der Abstreifer 82 ist in einem Schlitz der Deckplatte 67 angeordnet, und das nach aufwärts gebogene Ende des Abstreifers ist durch eine Schraube 84 an der Deckplatte 67 einstellbar befestigt. Der Abstreifer 86 ist in ähnlicher Weise durch eine Schraube 88 einstellbar an der Platte 67 angeordnet. Beide Abstreifer sind zum Bürstenumfang geneigt. Der Klebstoff kann daher nur durch das Mittel der Bürste aus dem Gehäuse gelangen; ist mehr Klebstoff innerhalb des Schutzgehäuses, als die Bürste imstande ist aufzunehmen, so wird der Klebstoff von den Abstreifern zurückgehalten und, wie oben erwähnt, in den Zufuhrkanal zurückgedrängt. Der Abstreifer 82 wirkt gleichzeitig als Wischer, um den Klebstoff gleichmäßig am Umfang der Bürste zu verteilen. Die Schlitze der Deckplatte 6"J zur Aufnahme der Abstreifer sind genügend groß, um entsprechend verschieden breiten Bürsten verschieden breite Abstreifer einführen zu können.
Die dargestellte Maschine besitzt eine Werkstückführung und eine Vorrichtung zum Aufrichten der Rißlippe. An dem Gehäuseteil 69 ist mittels eines Klemmbolzens 102 ein Träger 100 einstellbar, befestigt. Der Bolzen 102 (Fig. 5) durchzieht einen Schlitz des Trägers 100 und ermöglicht eine senkrechte Einstellung desselben. Die Werkstückführung 105 ist drehbar am unteren Ende des Trägers 100 angeordnet und am freien Ende so gestaltet, daß sie sich an die äußere Fläche der Rißlippe zu legen und die Führung des Werkstückes zu bewirken vermag. Hierbei erhält die aufgerichtete Lippe eine Stütze, und es vermag die Maschine die Rißfläche und die Rißlippe der
. ganzen Breite nach mit Klebstoff zu bedecken, ohne daß Gefahr vorliegt, andere Sohlenteile zu beschmieren. Um sich den verschiedenen Lagen des Werkstückes anpassen zu können, ist die Führung 105 nachgiebig auf ihrem Träger angeordnet, und um das Einsetzen des Werkstückes zu erleichtern, wird die Führung für- gewöhnlich nach außen unterhalb ihrer wirksamen Lage gehalten. Die Führung 105 ist durch einen Zapfen 106 drehbar mit dem Träger 100 verbunden, und eine Feder 109 sucht die Führung nachgiebig in äußerster Lage zu halten, so daß das Einsetzen des Werkstückes mit Leichtigkeit vorgenommen werden kann (Fig. 4). Der Zapfen 106 ist durch einen nach unten und innen geneigten Schlitz des Trägers 100 geführt und mit einer Schulter 110 versehen, nächst welcher eine Schraubenmutter io8 vorgesehen ist. Hierdurch kann die Führung in eingestellter Lage am Träger festgeklemmt werden, ohne jedoch die Bewegungen um ihren Drehzapfen zu beeinflussen.
Da die Werkstückführung von dem ein- und auswärts verstellbaren Seitenteil 69 getragen wird, so erfolgt mit dem Einstellen des Seitenteiles 69 gleichzeitig jene der Werkstückführung. Gegenüber der Werkstückführung ist eine Kantenführung 112 angeordnet (Fig. ι und 4).
Der Klebstoffbehälter 10 ist mit einem abnehmbaren Sieb 120 versehen, um Verstopfungen des Zufuhrrohres vorzubeugen. Das Sieb lagert auf Quer stangen 122 und ist mit aufwärts gerichteten Armen 124 versehen, um ein rasches Entfernen des Siebes aus dem Behälter zu ermöglichen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Maschine zum Auftragen von Klebstoff mittels eines drehbaren Auftragwerkzeuges, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Auslauföffnung (75) des Klebstoffbehälters und dem Auftragwerkzeug (14) eine Kammer (80) eingeschaltet ist, aus welcher der Klebstoff von dem Auftragwerkzeugunmittelbar entnommen wird, und welche, wenn sie voll ist, einen weiteren Zufluß von Klebstoff aus dem Behälter hemmt.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftragwerkzeug durch einen sich rasch drehenden Körper (14) gebildet wird, welchem das Werkstück mit Pausen dargeboten wird, derart, daß das Auftragwerkzeug bei der Behandlung" eines einzelnen Werkstückes aus der Kammer rasch aufgefüllt wird, während die Kammer durch den auch während der 110. Arbeitspausen wirksamen Zufluß langsam nachgefüllt wird..
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Seitenplatte (69) des einen Teil des Auftragwerkzeuges (14) einschließenden Gehäuses (67, 68, 69) einstellbar (70, 72) ist, derart, daß verschieden breite Auftragwerkzeuge (14) eingespannt werden können, während durch einstellbare (84,88) Abstreichplatten (82,86) der freie Raum zwischen dem Gehäuse (67, 68,69) und dem Auftragwerkzeug (14J
entsprechend der Abnutzung des letzteren verengt werden kann.
4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Enden der Seitenplatten (68,69) des das Auftragwerkzeug umschließenden Gehäuses (67, 68,69) nach außen erweitert sind und abgeschrägte Flächen (73) besitzen, derart, daß dar überschüssige Klebstoff, der auf den das Auftragwerkstück (14) mit seiner Drehachse (16) verbindenden Flanschen (52, 54) sich sammelt, während der Drehung des Auftragwerkzeuges dem letzteren wieder zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1041918B (de) * 1954-05-03 1958-10-30 Falz Und Heftmaschinenwerk Lei Leimeinrichtung fuer halb- und ganzautomatische Buchheftmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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