DE2103289C3 - Mehrkörper-Fallfilmverdampfer - Google Patents
Mehrkörper-FallfilmverdampferInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Mehrkörper-Fallfilmverdampfer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Mehrkörper-Fallfilmverdampfer sind durch die Verwendung mehrerer Verdampferkammern gekennzeichnet,
die derart hintereinandergeschaltet sind, daß die zu destillierende Flüssigkeit in Aufeinanderfolge in den
einzelnen Verdampferkammern behandelt wird. In den einzelnen Fallfilm-Verdampferkammern fließt die zu
destillierende Flüssigkeit durch Gefällewirkung in einem dünnen Film längs einer Wärmeübertragungswand
nach unten. Der entgegengesetzten Seite der Wärmeübertragungswand wird heißer Dampf zugeführt,
so daß eine Kondensation des Dampfes auf der einen Seite und eine Verdampfung der Flüssigkeit auf
der anderen Seite stattfindet. Der heiße Dampf, der auf der einen Fläche der Wand kondensiert, überträgt dabei
Wärme auf den dünnen Flüssigkeitsfilm auf der entgegengesetzten Wandseite. Der dabei entstehende
Dampf bildet den Heizdampf für die nachfolgende Verdampferkammer, der auf die angereicherte Flüssigkeit
(Konzentrat) der vorhergehenden Verdampferkammer zur weiteren Behandlung zugeführt wird.
Bei bekannten Mehrkörper-Fallfilmverdampfern werden gesonderte Verdampferkammern benutzt, die
durch eine äußere Verrohrung in komplizierter Anordnung miteinander verbunden sind. Die Isolierungs-,
Halterungs- und Verrohriingserfordemisse haben
solche Systeme in der Herstellung und im Betrieb unwirtschaftlich gemacht.
Ein aus der GB-PS 11 78 03! bekannter Mehrkörper-Fallfilmverdampfer
weist ein an beiden Enden abgeschlossenes, horizontal angeordnetes, längliches Verdampfergehäuse
auf, dessen einzelne Verdampferkammern je ein Bündel von vertikalen Rohren enthalten.
Die einzelnen Verdampferkammern sind dabei mit Abstand voneinander im Gehäuse angeordnet Die
id zwischen den Verdampferkammern verbleibenden Räume dienen als Strömungskanäle, in denen der aus
den Rohrbündeln nach unten austretende Dampf wieder zum oberen Bereich der Rohrbündel der nächsten
Verdampferkammer strömen kann. Hierdurch ergibt
li sich ein vergleichsweise hoher Raumbedarf in Längsrichtung
der Gesamtanlage. Der die Rohre eines Bündels von außen beaufschlagende Heizdampf strömt
parallel zu den Rohren im Gleichstrom mit dem Fallfilm im Innern der Rohre. Zur Verdampfung de-. Konzen-
>o trats wird der Dampf immer nur in der gleichen
Richtung seines Strömungsweges, nämlich in der Richtung nach unten, herangezogen. Bei der Rückführung
des Dampfes von unten nach oben wird der Dampf nicht wirksam ausgenützt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mehrkörper-Fallfilmverdampfer zu schaffen, der eine
wirksame Raumausnutzung hat und mit hohem Wirkungsgrad arbeitet
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem
jo Mehrkörper-Fallfilmverdampfer gelöst, wie er durch
den Anspruch 1 gekennzeichnet ist
Die Erfindung ermöglicht eine wirksame Ausnutzung des Raumes innerhalb des eine gekrümmte Mantelfläche
aufweisenden, nämlich ellipsoidförmigen oder kreiszylindrischen Gehäuses, indem die Heizdämpfe in
einer Richtung quer oder senkrecht zur Achse des Mehrkörpergehäuses geleitet werden. Dies ergibt eine
geringe Gehäusegesamtlänge sowie geringe Leitungswege für die Dämpfe. Die Rohrbündel innerhalb der
jo Verdampferkammern sind so angeordnet, daß sich der
Strömungsquerschnitt für die Dämpfe kontinuierlich längs der Strömungsrichtung der Dämpfe verringert
Wenn die Dämpfe an den Rohren der Rohrbündel kondensieren, nimmt die Dampfmasse infolge der
Kondensation der Dämpfe kontinuierlich ab und der abnehmende Strömungsquerschnitt gleicht die Verringerung
der Dampfmasse aus, so daß die Strömungsgeschwindigkeit der Dämpfe in allen Teilen der Rohrbündel
hoch ist. Die Strömungsgeschwindigkeit über das
-tr Rohrbündel wird im wesentlichen konstant gehalten,
auch wenn die Gesamtströmung infolge der Kondensation abnimmt Die hohe Strömungsgeschwindigkeit im
Rohrbündel gewährleistet eine Strömungsverwirbelung an der Wärmeübergangsfläche der Rohrbündel, so daß
in der Dampfs trömung vorhandene nicht kondensierbare Stoffe entfernt werden können. Die Strömungsquerschnittverringerung
der Dämpfe wird vorzugsweise durch die Venvendung von im Querschnitt trapezförmigen
Rohrbündeln erreicht. Die trapezähnliche Form ist bevorzugt, weil sie ermöglicht, die Verdampferkammern
raumgünstig und materialsparend, jeweils getrennt durch eine einzige Zwischenwand, hintereinander
zu schalten.
Die Strömung der Dämpfe zwischen aufeinanderfolgenden Verdampferkammern ist vorteilhaft entgegengesetzt gerichtet, wodurch die Beseitigung von Tröpfchen, z. B. Salzwassertröpfchen, aus den Dämpfen unterstützt wird. Die gekrümmte Mantelfläche des
Die Strömung der Dämpfe zwischen aufeinanderfolgenden Verdampferkammern ist vorteilhaft entgegengesetzt gerichtet, wodurch die Beseitigung von Tröpfchen, z. B. Salzwassertröpfchen, aus den Dämpfen unterstützt wird. Die gekrümmte Mantelfläche des
Gehäuses, welche zum Richten der Strömung beiträgt, setzt den Strömungswiderstand für die Dämpfe auf ein
Mindestmaß herab.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es >
zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht, teilweise weggeschnitten, eines Mehrkörper-Fallfilmverdampfers gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
Fig.2 einen Querschnitt des in Fig. 1 dargestellten m
Verdampfers längs der Linie 2-2 in F i g. 1; und
Fig.3 einen Querschnitt desselben Verdampfers längs der Linie 3-3 in F i g. 1.
Der dargestellte Mehrkörper-Fallfilmverdampfer besitzt ein Gehäuse IC mit einer im wesentlichen ιί
zylindrisch gekrümmten Mantelfläche Ii und einem länglichen rechteckigen Aufsau 12. Das Gehäuse 10 ist
durch Zwischenwände 42 in eine Anzahl hintereinander geschalteter Verdampferkammern 13,14,15,16,17,18,
19,20 unterteilt Jede Verdampferkammer ist mit einem zn
Bündel Verdampferrohre, die für die Verdampferkammern J3 bis 17 mit 21,22,23,24 bzw. 25 bezeichnet sind,
versehen. Jedes Rohrbündel ist im Querschnitt vorzugsweise trapezförmig, kann jedoch auch eine andere Form
haben. Die Rohre sind in einer vertikalen Stellung senkrecht zur Achse des zylindrischen Gehäuses 10
angeordnet
Wasserdampf wird in den Verdampfer durch eine Leitung 26 über einen Vorraum 27 in die erste
Verdampferkämmer 13 eingeleitet Der Wasserdampf
nimmt seinen Weg über die Oberkante einer Wand 28 an der längeren Basis des trapezförmigen Rohrbündels
21 durch dieses Rohrbündel hindurch, um die Rohre in dem Bündel aufzuheizen und dabei an der Außenfläche
der Rohre zu kondensieren. Zu verdampfende Flüssig- 3> keit, z. B. Salzwasser, wird in einen Bereich 39 oberhalb
des Rohrbündels 21 durch eine Leitung 30 eingeleitet und auf die Rohre des Bündels verteilt, wonach sie in
dünnen Filmen die Innenwandfläche der Rohre hinabfließt Dabei wird sie durch den Wasserdampf
aufgeheizt, der an der Außenseite der Rohre des Bündels 21 kondensiert, so daß ein Teil der Flüssigkeit in
den Rohren verdampft wird. Heißer Restdampf und nicht kondensierbare Stoffe, die an der Außenfläche der
Rohre nicht kondensiert werden, treten durch Öffnungen einer Wand 31 an der kürzeren Basis des
trapezförmigen Rohrbündels 21 hindurch und werden durch eine Leitung 32 abgeleitet. Wie insbesondere in
Fig.2 und 3 dargestellt, können Sammelleitungen 33
vorgesehen sein, um den Restdampf zu sammeln. An der Außenfläche der Rohre des Bündels 21 gebildetes
Kondensat wird gesammelt und durch eine Leitung 34 abgeleitet..
Wenn der dünne Flüssigkeitsfilm die Innenwandfläche der Rohre hinabfließt, wird er durch den
kondensierenden Wasserdampf soweit aufgeheizt, daß ein Teil der Flüssigkeit verdampft. Die entstehenden
Brüden strömen durch das untere Ende der Rohre, die in öffnungen in einer Gehäusezwischenwand 35 abgedichtet
sind, in den Vorraum 36 der nächsten Verdampferkammer 14 (Vorraum 40 in F i g. 2, Vorraum 41 in
Fig.3). Ferner wird das Konzentrat am Boden der
Kammer gesammelt und durch eine Leitung 37 abgeleitet. Die in den Vorraum 36 der nächsten
Kammer geleiteten Brüden werden über das obere Ende der Wand 28 dieser nächsten Kammer 14 durch
das Rohrbündel 22 geleitet. Das Heizmedium zum Kondensieren an den Außenflächen der Rohre einer
nachfolgenden Verdampferkammer sind also die in der vorangehenden Kammer entwickelten Brüden. Das
durch die Leitung 37 jeder Kammer abfließende Konzentrat kann durch eine Pumpe 38 in die
Einlaßleitung 30 einer nachfolgenden Kammer zur weiteren Verdampfung zurückgepumpt werden.
Die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Mehrkörper-Fallfilmverdampfers
wird nachfolgend am Beispiel der Salzwasser-Destillation in Verbindung mit Fig. 2
und 3 beschrieben.
Die Sole aus der Verdampferkammer 16 wird durch die Leitung 37' über die Pumpe 38 zu der der
Verdampferkammer 17 zugeordneten EinlaOleitung 30 gepumpt. Die Sole fließt durch die Rohre des Bündels 25
und wird durch den aus der Verdampferkammer 16 über den Vorraum 39 durch das Rohrbündel 25 geleiteten
Wasserdampf aufgeheizt Ein Teil der erhitzten Sole verdampft, wobei die Dämpfe in den Bereich des
Vorraums 40 der nachfolgenden Verdampferkammer 18 gelangen, während konzentrierte Sole im unteren Teil
der Verdampferkammer 17 gesammelt wird (Fig.2). Die im unteren Teil der Kammer »7 gesammelte Sole
wird über eine Leitung 37 (F i g. 2 und 3) abgeleitet und über eine Pumpe 38a zur Einlaßleitung 30a der
Verdampferkammer 18 gepumpt Die in den Vorraum 40 gelangenden Dämpfe gehen durch einen Abscheider
50 zwecks Abscheidung mitgerissener Salzwassertröpfchen. Die Dämpfe wenden über die Wand 28a durch das
Rohrbündel 25a geleitet, um die innen durch die Rohre fließende Sole zu erhitzen. Nicht kondensierter
Wasserdampf tritt durch die Leitung 32 aus dem Rohrbündel 25 der Verdampferkämmer 17 aus (F i g. 2),
wobei er nicht kondensierbares Gas mit sich führt. Der Wasserdampf kann beispielsweise dazu verwendet
werden, das zugeführte Salzwasser vorzuwärmen. Kondensierter Wasserdampf wird über die Leitung 34
abgeleitet und kann ebenfalls zur Vorwärmung verwendet werden. Wenn der Wasserdampf durch das
Rohrbündel 25a in der Verdampferkammer 18 tritt (Fig. 3), kondensiert er, wie vorangehend beschrieben,
wobei das Wasser über die Leitung 34 abgeleitet und n.:cht kondensierter Wasserdampf über die Leitung 32a
abgeführt wird.
Es ist vorzusehen, daß der Druck im Einiaßbereich 29,
29a einer nachfolgenden Verdampferkammer niedriger als der Druck im unteren Bereich der vorhergehenden
Kammer ist, so daß die Sole bei ihrem Eintritt in jeden Bereich 29,29a eine Entspannungsverdampfung erfährt
und die Restlauge auf die dem Druck im Bereich 29,29a zugeordnete Sättigungstemperatur gekühlt wird. Wenn
gewünscht, kann eine Drosselstelle (nicht gezeigt) am Einlaß jedes Rohres im Bündel 25, 25a angeordnet
werden, so daß eine Druckminderung, Entspannungsverdampfung und Abkühlung stattfindet, wenn die Sole
in das Rohr eintritt. Die gekühlte Sole fließt in einem dünnen Film die Innenwandfläche der Rohre hinab,
wobei durch die Entspannungsverdampfung eine Temperaturdifferenz zwischen der gekühlten Sole
innerhalb der Rohre des Bündels und den Dämpfen, die an der Außenflä.he der Rohre kondensieren, sichergestellt
ist Die Wärmeübergangswirkung wird daher selbsttätig aufrechterhalten. Eine (nicht gezeigte)
Wärmeableiteinrichtiing am Auslaß d'jr letzten Verdampferkammer
trägt zu einer kontinuierlichen Wegführung nicht kondensierbarer Stoffe bei und erzeugt
ferner ein Tempera.ur- und Druckprofil zur Aufrechterhaltung
der Arbeitsweise aller Verdampferkammern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnuneen
Claims (3)
1. Mehrkörper-Fallfilmverdampfer zum Destillieren einer Flüssigkeit mit einem eine gekrümmte
Mantelfläche aufweisenden Gehäuse, das durch Zwischenwände in eine Anzahl von aufeinanderfolgenden,
dampf- und flüssigkeitsseitig hintereinandergeschalteten
Verdampferkammern unterteilt ist, in denen sich je ein zur Längsachse des Gehäuses
senkrecht angeordnetes Rohrbündel befindet, dessen Rohre innenseitig mit der zu destillierenden
Flüssigkeit beaufschlagbar und außenseitig mit Heizdampf oder Brüden beheizbar ist mit Einlassen
in jeder Verdampferkammer für die zu destillierende Flüssigkeit und den Heizdampf bzw. die Brüden und
mit Auslassen in jeder Verdampferkammer für das Konzentrat die Brüden und das Heizdampf- bzw.
Brüdenkondensat, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände (42) die Rohrbündel
(21 bis 25a) in jeder Verdampferkammer (13 bis 20) auf einer! ·η Strömungsrichtung des Heizdampfes
bzw. der Brüden kontinuierlich abnehmenden Bereich begrenzen und daß der Brüdenauslaß auf
der Verdampferseite und der Brüdeneinlaß auf der Heizmittelseite der Rohrbündel bei den aufeinanderfolgenden
Verdampferkammern (17,18) so angeordnet sind, daß die Strömungsrichtung der Brüden in
den aufeinanderfolgenden Verdampferkammern (17,18) entgegengesetzt gerichtet ist
2. Mehrkörper-Fallfilmverdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände
(42) die Rohrbündel (21 bis 25a) in jeder VerdampferKammer (13 bis 20) auf einen trapezförmigen
Querschnitt begrenze!..
3. Mehrkörper-Fallillnverdampfer nach Anspruch
1 oder 2, dadurch gek. anzeichnet, daß das Verdampfergehäuse (10) zylindrisch ist
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