DE2076C - Neuerungen an Nähmaschinen für überwendliche Naht - Google Patents

Neuerungen an Nähmaschinen für überwendliche Naht

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DE2076C
DE2076C DENDAT2076D DE2076DA DE2076C DE 2076 C DE2076 C DE 2076C DE NDAT2076 D DENDAT2076 D DE NDAT2076D DE 2076D A DE2076D A DE 2076DA DE 2076 C DE2076 C DE 2076C
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    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B55/00Needle holders; Needle bars
    • D05B55/08Driving arrangements for curved needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

1878.
EDINGTON DETRICK & WILLIAM WEBSTER in SAN FRANCISCO (V. S. A.). Neuerungen an Nähmaschinen für überwendliche Naht.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Februar 1878 ab.
Die vorliegenden Neuerungen beziehen sich auf solche Nähmaschinen, mit welchen schwere Arbeit, wie z. B. Säcke, Segel, Teppiche und · Zelte zu nähen sind, und in denen die überwendliche Naht, wie solche durch Handarbeit hergestellt wird, durch eine gebogene Nadel, die in einer kreisförmigen Nuth läuft, genäht wird.
Die Stoffzuführung bei dieser Maschine ist die nämliche, wie bei allen bekannten Nähmaschinen, eine gezackte Klaue, die durch einen Mechanismus gehoben und gesenkt, vorwärts geschoben und zurückgezogen wird. Durch Veränderung dieser letztgenannten beiden Bewegungen kann die Stichlänge regulirt werden.
Die neuen Einrichtungen an solchen schweren Nähmaschinen sind auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι eine Seitenansicht;
Fig. 2 eine Endansicht;
Fig. 3 ein Grundplan, theilweise im Schnitt;
Fig. 4 und 5 Seitenansicht und Grundplan der Nadel in gröfserem Maafsstabe;
Fig. 6, 7 und 8 Detailansichten der Nadeltrieb - Mechanismen;
Fig. 9 Endansicht der Fadentrommel, der ringförmigen Scheibe mit Nadelnuth, Nadel in Stichstellung und der Bürste.
Auf der hohlen Welle h sitzt die Riemscheibe G, welche mit der Scheibe B1 dem Nadeltrieb -Mechanismus Dd und dem Ringe E so verbunden ist, dafs sich diese sämmtlichen Theile auf Welle h hin- und herschieben lassen, zu dem Zweck, um die Nadel in ihrer Nuth während des Nähens langsam und nach Maafsgabe der Abwicklung des spiralförmig auf der Fadentrommel F aufgewickelten Fadens über diese Fadentrommel F vorrücken zu lassen. Dieses Vorrücken hat den Zweck, eine unnöthige Spannung des Fadens beim Nähen zu vermeiden, die entstehen würde, wenn die spiralförmige Aufwicklung des Fadens um die Fadentrommel der feststehenden Nadel auf der Fadentrommel entlang behufs Vernähung sich seitlich schieben müfsten. Die selbstthätige, seitliche Bewegung dieser Theile wird durch die Stange / mit ihrer Schiebeplatte, die gegen die Scheibe B anliegt, bewirkt; die im Lager m ruhende Stange ist zwischen Lager m und Schiebeplatte mit Gewinde versehen, welches sich in einer offenen aber feststehenden Mutter ο drehen kann.
Die Zugstange ρ des auf Welle h sitzenden Excenters bewegt den Sperrkegel, der das auf Stange I sitzende Sperrrad dreht. Ist durch diesen Mechanismus das Vorrücken der Theile BD E über F vollendet (wenn der um F gewickelt gewesene Faden vernäht ist), so wird mittelst Knopf o1 die Mutter 0 von dem Gewinde der Stange in Richtung des Pfeiles abgeschoben, zu welchem Zweck die Mutter in einer Führung montirt ist und wird mittelst des Handhebels x, der durch Stange y mit B verbunden ist, das Zurückziehen der Theile BDE bewirkt, gleichzeitig auch die Zurückschiebung von / durch das Lager m und durch die Nabe des Sperrrades η hindurch.
Der Nadeltrieb-Mechanismus besteht aus zwei gebogenen Winkeln d, von denen einer im Aufrifs in Fig. 3 zu sehen ist. Diese Winkel tragen am Ende ihres horizontalen Schenkels je einen Vorsprung, der in einen der Einschnitte α α1 der Nadel (s. Fig. 4) eingreift.
Mit der Riemscheibe G rotirt die Scheibe D, auf welcher sich die Winkel d in Führungen auf- und abbewegen können; die Winkel d haben an ihrer Rückseite Zapfen d\ welche durch die Scheiben D gehen und in eine Nuth ragen, welche auf der Fläche von C hergestellt ist. Diese concentrische Nuth hat an einer Stelle eine Einbiegung, welche bezüglich ihrer Stellung so bemessen ist, dafs sie die Winkel in dem Moment, in welchem der Einschnitt in der Nadel durch den Stoff gehen will, von der Nadel abzieht; selbstverständlich erfolgt diese Bewegung der Winkel nicht gleichzeitig, sondern nacheinander, so dafs immer ein Winkel mit seinem Vorsprung die Nadel treibt, während der andere beim Passiren der Nadel durch den Stoff zurückgezogen wird.
Nach , erfolgtem Durchgang des Nadeleinschnitts durch den Stoff geht der Winkel wieder vor und treibt mittelst seines Vorsprungs die Nadel in ihrer Nuth weiter. Aus der Zeichnung ergiebt sich, dafs der Nadeltrieb - Mechanismus D d sich mit Riemscheibe G gleichmäfsig dreht, mithin auch die Nadel in der Nuth der ringförmigen Scheibe E. Würde nun die Fadentrommel F, welche gleiche Umdrehungsrichtung mit der Nadel hat, sich in gleich-

Claims (4)

  1. mäfsiger Geschwindigkeit mit letzterer umdrehen, so würde der Faden in seiner Spiralen Aufwicklung auf der Fadentrommel F auch um so viel vorwärts gleiten müssen, als zur Herstellung eines Stiches an Fadenlänge gebraucht wird.
    Es ist deshalb eine Differentialbewegung zwischen Fadentrommel F und Nadeltrieb D hergestellt, so zwar, dafs die Trommel F eine etwas gröfsere Geschwindigkeit hat, als der Nadelkreislauf beträgt. Diese Differentialbewegung ist durch die Zahngetriebe i, 2, 3, 4 hergestellt, von denen 1 auf der hohlen Welle h, 2 und 3 gemeinschaftlich drehbar auf dem Zapfen J und 4 auf der Welle K, die sich innerhalb der hohlen Welle h dreht, stecken. Welle K trägt an ihrem anderen Ende die Fadentrommel F. Aus dieser Differentialbewegung zwischen der Nadel und Fadentrommel F entsteht die Abgabe der Fadenlänge hinter der Trommel für jeden Stich.
    Die Fadentrommel ist, λνίε aus der Zeichnung zu ersehen, an dem den Theilen BDE entgegengesetzten Rande mit halbkreisförmigen Gummischeiben versehen, die bis an die Scheibe^ reichen; diese Einrichtung, in Verbindung mit der innerhalb der Fadentrommel F angebrachten Bürste, deren Spitzen ebenfalls gegen die Scheibe^ anliegen, dient dazu, eine Umwicklung des Fadens um die Trommel F über den, durch die Gummischeiben nachgiebig gemachten, Rand abgleiten lassen zu können, welche Fadenschlinge sich dann, durch die Bürste gespannt erhalten, in Combination mit dem mittelst der Nadel durch den Stoff hindurchgefühlten Fadenende zu einer Schlinge im Stich vereinigt.
    Die Stofftransportirung erfolgt durch die Klauen, welche durch die Hebel t t' Vor- und Rückwärtsbewegung und durch Hebel t~ die Auf- und Abbewegung erhält. Die genannten Hebel werden durch den Krummzapfen u getrieben, der mit dem konischen Getriebe ν auf einer Welle -sitzt, die durch das konische Getriebe w auf Welle h Bewegung erhält.
    Als Vortheile der hier vorstehend beschriebenen Nähmaschinen heben Erfinder hervor:
    i. Die Möglichkeit in einer Nähmaschine, die mit abgeschnittener Fadenlänge schwere Arbeit näht, gerade und gebogene Säume mittelst überwendlicher Naht in beliebiger Länge herzustellen, weil nach Aufnähen des einen Fadens an dem Ende desselben mit einem zweiten Faden begonnen werden kann; dasselbe kann natürlich geschehen, wenn der Faden beim Nähen reifst. Dies können diejenigen Nähmaschinen nicht, welche dieselbe schwere Arbeit mittelst spiralförmiger Nadel verrichten. Diese Maschinen können nur Säume bis zu der Länge des einen Fadens nähen und mufs, wenn der Faden reifst, die spiralförmige Nadel vorerst mit ihren Gängen aus dem Stoff herausgenommen werden.
  2. 2. Die Möglichkeit, mittelst einer Nähmaschine zur Herstellung überwendlicher Naht bei schwerer Arbeit, vermöge der Construction und Form der Nadel am Ende einer Naht den Stoff rechtwinklig oder beliebig drehen und die Naht dann weiter führen zu können, ohne die Nadel auszufädeln; dies können die bisher zu solcher Arbeit angewendeten Maschinen mit spiralförmiger Nadel nicht, weil immer sämmtliche Spiralgänge dieser Nadel im Stoff stecken und dadurch ein Führen des Stoffes aus der geraden Linie heraus verhindert wird.
    Paτent-AnSprüche:
    1. Die Einrichtungen, wie sie vorstehend beschrieben und auf beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, um an Nähmaschinen für schwere Arbeit, wobei eine überwendliche Naht mittelst einer curvenförmigen Nadel, welche in einer Nuth rotirt, hergestellt wird, den Nadeltrieb-Mechanismus und die Nadelscheibe mit Nuth und Nadel über die Fadentrommel während des Nähens zu schieben, damit die Nadel den spiralförmigen Abwicklungen des Fadens von der Fadentrommel folgt.
    2. Die Einrichtungen, wie sie vorstehend beschrieben und auf beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, um in Nähmaschinen für schwere Arbeit, wobei die überwendliche Naht durch eine curvenförmige Nadel hergestellt wird, welche in einer Nuth rotirt, zwischen dem Kreislauf der Nadel und der Umdrehung der Fadentrommel eine DifferentialbeAvegung herzustellen, behufs Abgabe derjenigen Fadenlänge von der Trommel, welche für jeden Stich erforderlich ist.
  3. 3. An einer Nähmaschine, deren Arbeitsweise und Einrichtung unter Patent-Anspruch 1 und 2 näher beschrieben sind, der Nadeltrieb-Mechanismus, wie solcher vorstehend beschrieben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
  4. 4. An einer Nähmaschine, deren Arbeitsweise und Einrichtungen unter Patent-Anspruch 1 und 2 näher beschrieben sind, die Construction des Fadentrommelrandes mittelst elastischer Ausschnitte aus Gummi oder Leder, in Verbindung mit der in der Fadentrommel angebrachten Bürste und der Frictionsscheibe.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT2076D Neuerungen an Nähmaschinen für überwendliche Naht Active DE2076C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1087772B (de) * 1957-01-10 1960-08-25 Engelhard Ind Inc Ofen zur kontinuierlichen Herstellung von Quarzgutkoerpern

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