DE206997C - - Google Patents

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DE206997C
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wood
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K5/00Treating of wood not provided for in groups B27K1/00, B27K3/00
    • B27K5/02Staining or dyeing wood; Bleaching wood
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/34Organic impregnating agents

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
'- M 206997 -. KLASSE 38 K GRUPPE Ö.
Während die Japaner in der Aufbereitung der zu Möbeln usw. zu verarbeitenden Hölzer mit uns unbekannten Verfahren Erstaunliches leisten, ist bei uns diese Technik noch so gut wie gar nicht entwickelt. Das. Beizen und Polieren der fertig bearbeiteten Hölzer befriedigt technisch und ästhetisch ebensowenig wie die neuerdings mehrfach angewendete Durchtränkung mit Farbstoffen. Jene Behandlung ergreift (von ästhetischen Bedenken abgesehen) nur die Oberfläche und bringt bei stellenweiser Abnutzung ein häßliches Aussehen hervor; die zur Durchtränkung verwendeten Farben sind in den wenigsten Fällen lichtecht und färben auch selten das in seinem Gefüge bekanntlich ungleichmäßige Holz gleichmäßig durch. Man hat wohl auch schon zur Durchtränkung mit Alkalien und Salzen gegriffen (wenn auch, meist aus rein praktisehen Gründen), aber hinsichtlich der Färbung und der sonstigen Eigenschaften des so behandelten Holzes wurde das japanische Vorbild auch nicht entfernt erreicht.
Der Erfinder ging davon aus, daß man ebensowenig, wie man (mit gewissen Ausnahmen für ganz bestimmte Zwecke) rohe tierische Haut verwendet, dieselbe vielmehr durch Gerben zu Leder macht, rohes Holz verwenden dürfe, daß auch dieses vielmehr sozusagen einer »Gerbung« bedarf. Unter diesem Gesichtspunkt suchte der Erfinder in Nacheiferung des japanischen Vorbildes nach einem Verfahren, welches nicht nur die meist unbefriedigende Farbe des rohen Holzes in eine angenehme und vornehme Farbe umwandelt, sondem auch die Gleichmäßigkeit und Dauerhaftigkeit der erzielten Färbung verbürgt und auch sonst die Eigenschaften des rohen Holzes verbessert. In dieser Beziehung wird mit dem nachfolgend zu beschreibenden Verfahren tatsächlich erreicht, daß das Holz durch Auslaugung oder Umsetzung der von Natur darin enthaltenen organischen Stoffe härter und gegen äußere Einflüsse beständiger wird. Gerade in dieser Beziehung drängt sich der Vergleich zwischen Leder und roher Haut und die Analogie mit dem Gerbprozeß auf, wenn auch im vorliegenden Falle von einem Gerben im strengen Sinne nicht gesprochen werden kann.
Das Verfahren knüpft insoweit, als die Holzer der Einwirkung nasser humusreicher Erde ausgesetzt werden, an die bekannten natürlichen Wirkungen an, welche bei Jahrhunderte oder gar Jahrtausende langem Liegen von Baumstämmen im Moor auftreten und wohl sicher den Humussäuren (neben dem in der Natur überall vorkommenden Eisen) zuzuschreiben sind. Eine einfache Nachahmung des von der Natur eingeschlagenen Verfahrens ist aber natürlich schon wegen der überaus langen Dauei ausgeschlossen.
Nach vorliegendem Verfahren werden die Hölzer in 'nasse humusreiche Erde eingebettet, welcher ein Alkali zugesetzt wurde. Dies geschieht im Freien in einer Erdgrube oder auch in entsprechend großen Behältern, welche den Ansatz von Erde und Alkali samt den Hölzern aufnehmen. Erdansatz und Bretter wer-
den schichtenweise eingetragen. Als Alkali wird Kalkmilch oder eine ammoniakhaltige Lauge (Jauche aus Pferdeställen) verwendet. Das Alkali wird in reichlicher Menge zugesetzt, jedenfalls in solcher Menge, daß der Ansatz alkalisch reagiert. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Art des Holzes, nach der Dicke der eingelegten Holzstücke und danach, ob völlige oder nur teilweise Durchdringung der Hölzer verlangt wird. Eine völlige Durchdringung ist natürlich vorzuziehen, damit das Holz bei der Verarbeitung überall den gleichen Farbenton zeige. Dieses Ziel wird bei dem für das vorliegende Verfahren besonders geeigneten Redwood, sofern es. sich um Bretter von etwa 3 bis 4 cm Dicke handelt, bei etwa 2 bis 3 Monate langem Lagern in der Erdgrube erreicht.
Die in dieser Weise zu erzielende Färbung ist natürlich bei verschiedenen Holzarten verschieden. Sie spielt zwischen grau, graubraun und graublau bis dunkelgrau, dunkelbraum dunkelblau grau und schwarz. Im allgemeinen läßt sich sagen, daß die meist etwas rohen und aufdringlichen Farben des Naturholzes ins Weiche, Matte, Ruhige umgewandelt werden.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Verfahren zum Aufbereiten von Werkhölzern für die Tischlerei und verwandte Gewerbe, dadurch gekennzeichnet, daß die rohen Hölzer für längere Zeit —■ bis zu der gewünschten vollständigen oder teilweisen Durchdringung — in nasse humusreiche Erde, welcher alkalihaltige Laugen zugesetzt wurden, eingebettet werden.
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