DE20516C - Rotirende transparente Sternkarte - Google Patents

Rotirende transparente Sternkarte

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DE20516C
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ring
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M. SCHNEIDER, Mathematiker am Herzoglichen Landesseminar in Cöthen
Publication of DE20516C publication Critical patent/DE20516C/de
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    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B27/00Planetaria; Globes
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
MARTIN SCHNEIDER in CÖTHEN. Rotirende transparente Sternkarte.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Januar 1882 ab.
ι. Der auf dem oberen metallenen Ring aufliegende Zeitring erhält von innen nach aufsen die folgende Kreise:
a) die Ziffern von 1 bis 24, entsprechend den 24 Stunden Sternzeit des Tages, um danach die Rectascension eines Gestirnes, seine Stundenwinkel, wie auch die Sternzeit des Ortes nach der Gleichung: »Stundenwinkel + Rectascension = Sternzeit des Ortes« in Stunden und Minuten ausdrücken zu können;
b) zweimal die Ziffern'von I bis XII, ententsprechend den 24 Stunden mittlerer Sonnenzelt ;
c) die Zeitgleichung;
d) die Tage des Jahres;
e) die Monate des Jahres;
f) die Thierzeichen und 40 verschiedene Orte der Erde an der Stelle, welche 12 h Mitternacht Berliner Zeit entspricht.
2. Der die Sternkarte tragende Ring r erhält an seiner äufseren Peripherie über den Radzähnen eine Nuth und an seiner inneren Peripherie eine unten scharfe Metallschiene, welche unten ebenso viel wie die Zähne über den Ring r hervorragt.
3. Die Rollen bei a, Fig. 1 und 3, sind 180 ° um sich selbst gedreht und erhalten in ihrer Peripherie eine Nuth, in welche dann die unter 2. genannte Metallschiene des Ringes r eingreift.
4. Die Rollen bei e, Fig. 3, fallen weg; statt derselben treten neben die Rollen bei b, Fig. 1 und 3, andere, horizontal rotirende, welche über den Rollen bei b in die Nuth des Ringes r eingreifen, um zu verhindern, dafs bei der Rotation der Ring r aus dem Triebrad an der Welle k springt.
Die für diejenigen bei e substituirten Rollen haben auch den Zweck, den Ring r beim Aufrichten des Apparates in seiner Lage festzuhalten. Im Uebrigen haben die Abänderungen unter 3. und 4. den Zweck, die Reibung bei der Rotation auf ein Minimum zu reduciren und den oberen Metallkranz, welcher den Zeitring und die Platte mit dem elliptischen Ausschnitt O NWS trägt, Fig. 2, der Karte auf dem Ringe r möglichst nahe zu bringen.
Die Abänderungen unter 2. bezwecken eine möglichst leichte und mit den Rollen bei b genaue Rotation um den Pol P, Fig. 3, wie auch zu verhindern, dafs der Ring r sich verzieht, wenn er statt aus Metall aus fournirtem Holz hergestellt ist. Durch die an der Peripherie bewerkstelligte Rotation soll ferner erreicht werden, dafs der Hintergrund der Karte frei bleibt, damit ihre Transparenz nicht gestört wird.
Um eine möglichst getreue Wiedergabe der Lichteffecte des Sternhimmels und einen der Wirklichkeit entsprechenden Lichteindruck auf das Auge zu erzielen, ist folgendes Verfahren für die Transparenz angewendet worden:
Nachdem die Karte auf dunkle Leinwand oder starkes Cartonpapier gezogen ist und die Sterne mit Sterneisen ausgeschlagen sind, bekommen die Sterne erster Gröfse eine einfache, ölgetränkte Unterlage weifsen Seidenpapiers, die Sterne zweiter Gröfse eine ebenfalls ölgetränkte Unterlage ganz mattgelben Seidenpapiers, die Sterne dritter Gröfse eine dreifache Unterlage ungetränkten, weifsen Seidenpapiers, die Sterne
vierter Gröfse eine Unterlage weifsen Postpapiers, ebenso die fünfter Gröfse, aber das Postpapier mit einer Schicht weifsen Seidenpapiers verstärkt. Um den Hintergrund der Karte zu verhüllen, wird darüber dünne Gaze mit Seidenpapier gespannt.

Claims (3)

Patent-AnSprüche:
1. Die Anordnung einer rotirenden Sternkarte in Combination mit einer mit elliptischem Ausschnitt NOS W versehenen festliegenden Horizontalplatte und einem in Monate, Tage, Stunden und Minuten getheilten Zeitring, im wesentlichen wie mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung beschrieben und zu dem Zweck, durch Drehung der Sternkarte die einem bestimmten Ort der Erde entsprechenden Constellationen des Sternhimmels nach Monaten, Tagen, Stunden und Minuten festzustellen.
2. Der Mechanismus zur Bewegung der Sternkarte in der horizontalen Ebene, bestehend in der Anordnung eines Zahnkranzes r an der Sternkarte, ,in Combination mit einem in die Zähne desselben eingreifenden Triebrades, welches am Ende der Stange k aufgesetzt ist und durch Kurbel u gedreht wird. Die Führung der Sternkarte in planem als auch centrischem Sinne durch vertical und horizontal gestellte Führungsrollen bei α und b, von denen die bei α in ihrer Nuth eine an der inneren Peripherie des Zahnkranzes angebrachte Metallschiene führen, während die bei b theils auf der äufseren Peripherie des Zahnkranzes r selbst, theils in einer Nuth dieser Peripherie laufen, und welche Führungsrollen sämmtlich sich auf Rollenstiften drehen, die an der Grundplatte g befestigt sind.
3. Auf transparenter Sternkarte die Herstellung ungleich stark transparenter, Sterne vorstellender Punkte durch Ueberklebung der vorher sternförmig ausgeschlagenen Punkte mit i. einfacher Lage weifsen, geölten Seidenpapiers; 2. einfacher Lage mattgelben, geölten Seidenpapiers; 3. dreifacher Lage ungeölten, weifsen Seidenpapiers; 4. einfacher Lage weifsen Postpapiers in Verbindung mit einfacher Lage weifsen Seidenpapiers, um so durch verschiedene Trans- : parenz die Lichteffecte der Sterne erster, zweiter, dritter, vierter und fünfter Gröfse zu markiren.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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