DE2032003C2 - Maschine zur Herstellung von Speiseeis - Google Patents
Maschine zur Herstellung von SpeiseeisInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von Speiseeis aus einer Flüssigkeitsmischung und einem 4S
Druckgas, bestehend aus einer Gefrierbüchse, einem Vorratsbehälter für die Flüssigkeitsmischung, einem den
Vorratsbehälter mit der Gefrierbüchse verbindenden Absaugrohr, das beim Gebrauch der Maschine mit seinem In den Vorratsbehälter eingesetzten Ende In die x
Flüssigkeitsmischung eintaucht, einer Druckgasquelle, einem den Vorratsbehälter mit der Druckgasquelle verbindenden Gasrohr sowie einem Emulsionsbildner.
Um sorbetartiges Speiseeis, das auch Sofl-Eis genannt
wird, herzustellen, sind bereits Maschinen bekannt, die
eine Flüssigkeitsmischung, die aus Fettstoffen, Essenzen und Wasser besteht und als »Mix« bezeichnet wird,
durch Hinzufügen von Luft zu einer Emulsion zu verarbeiten.
Die Beschickung des kombinierten Mischvertellers ω
und der Gefrlerbüchse erfolgt durch eine Pumpe, die die
Aufgabe hat, die Emulsion zu bilden, sie anschließend zum Mischverteller zu befördern und die Emulsion unter
Druck zu halten. Im allgemeinen saugt die Pumpe die
Flüssigkeitsmischung aus einem offenen Behälter.
Um die Mischung aus Luft und Mix herzustellen, hat die Pumpe eine größere Förderleistung als es für die
Zuleitung des Mix erforderlich Ist; dadurch wird von
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außen Luft angesaugt, die sich mit dem MIx vermischt
und dann von diesem durch gründliches Vermengen und Kühlen In der Gefrierbüchse gebunden wird. Das Hinzufügen von Luft soll dem vermengten und gekühlten Mix
ein cremartiges, leicht schaumiges Aussehen verleihen und außerdem das Volumen vergrößern. Das Verhältnis
des Volumens des ursprünglichen Mix und des produzierten E's bezeichnet man als »overrun«.
Eine solche Vorrichtung hat eine ganze Itsihe von
Nachteilen, die Flüssigkeitsmischung kann leicht durch in der Luft schwebende Bakterien verunreinigt werden;
dies ist vom hygienischen Standpunkt ein großer Fehler. Ferner entsteht im Vorratsbehälter eine Schaumschicht,
deren Entfernung unweigerlich den Verlust von Rohmaterial mit sich bringt. Die Reinigung der Pumpe und des
Flüssigkeitsbehälters ist umständlich und erfordert eine häufige Demontage; die mechanischen Teile der Vorrichtung sind kompliziert und verlangen eine aufwendige
Präzisionsarbelt.
Außerdem ist der »overrun« recht klein, da er von der Förderleistung der Pumpe abhängt, die notwendigerweise
begrenzt ist; er ist ferner nicht gleichmäßig, da er von der Viskosität des Mix abhängt, die schwankt. Es ist daher
schwierig, dem Eis das gewünschte schaumige Aussehen zu geben und eine gleichmäßige Qualität zu erhalten. Der
größte Nachteil ist jedoch, daß die dynamisch hinzugefügte Luft mit dem Mix keine echte und beständige
Emulsion bildet und dadurch die Bildung eines gleichmäßig und genügend cremigen Eis nicht möglich ist.
Aus der US-PS 31 98 496 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Speiseeis bekannt, bei der in den Vorratsbehälter kein Gas eingeleitet wird, sondern bei dem der
sogenannte MIx in der Form, in der er in den Vorratsbehälter eingegeben wurde, zu einer Mischeinrichtung
gefördert wird, tn dieser Mischeinrichtung, die außerhalb
dis Vorratsbehälters Hegt, wird die Emulsion gebildet,
wobei über einen Stutzen angesaugte Außenluft in diese Mischeinrichtung gelangt, so daß der Mix mit Außenluft
vermischt wird. Ein Nachteil der bekannten Vorrichtung
besteht darin, daß die Emulsionsbildung ungenügend Ist,
da die angesaugte Außenluft sich in der Mischeinrichtung mit einem bereits gekühlten, erstarrenden Mix vermengen muß. Dadurch ist das Verhältnis zwischen dem
Volumen der fertigen Emulsion und dem Volumen des als Ausgangsprodukt dienenden Mix, der im übrigen
durch die Außenluft verunreinigt wird, nur klein.
Bei der aus der FR-PS 14 53 685 bekannten Vorrichtung wird die Emulsion im Inneren eines zwangsläufig In
den Mix eintauchenden Absaugrohres gebildet. Dabei steht der Vorratsbehälter mit der Druckgasquelle nicht
über ein Gasrohr In Verbindung, sondern mOndet direkt
in den Vorratsbehälter. Bei der bekannten Vorrichtung besteht die Gefahr, daß der Mix durch die Außenluft
verunreinigt und darüber hinaus nur ungenügend mit dem zugeführten Gas vermengt wird.
Die Verwendung eines sogenannten Wegwerfbehälters als Vorratsbehälter ist dabei ebensowenig möglich wie bei
dem Gegenstand der DE-AS 12 76 060.
Die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, besteht einerseits darin, eine Maschine zur Herstellung von
Speiseeis so auszubilden, daß hermetisch verschlossene, auswechselbare Vorratsbehälter, Insbesondere Wegwerfbehälter, benutzt werden können und daß eine Verunreinigung des Mixes durch die Außenluft mit Sicherheit
vermieden wird.
Ausgehend von einer Maschine der eingangs beschriebenen Art besteht die Erfindung darin, daß der Vorratsbehälter auswechselbar im Inneren eines Druckkessels
angeordnet ist und der Zwischenraum zwischen dem
Vorratsbehälter und dem Druckkessel ober das Gasrohr
mit der Druckquelle in Verbindung steht.
Weitere iweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteranspröchen.
Auf den Fig. 1 und 2 sind zwei Ausfohrungsbeispiele
der Erfindung, teils perspektivisch, teils im Querschnitt dargestellt.
Bei beiden Ausführungsformen ist der Vorratsbehälter 1 in einen Druckkessel 41 eingesetzt, wobei der richtige
Sitz durch einen am Boden befindlichen Stauring 42 und Haltenocken 43 an den Seiten des Kessels sichergestellt
wird. Der Zwischenraum zwischen dem Vorratsbehälter 1 und dem Druckkessel 41 ist mit 45 bezeichnet.
Der Vorratsbehälter steht mit der Gefrierbuchse 11 über ein Ableitungsrohr 9, das mit einer Ventilverbindung
12 mit der Gefrierbüchse verbunden ist und ein Absaugrohr 8 in Verbindung, an das das Rohr 9 mit einer
Ventilverbindung 10 angeschlossen ist. Das Absaugrohr 8, das im Inneren eines Drucktauchers 4 verläuft, wird
bei Gebrauch der Maschine in den Vorratsbehälter eingesetzt und taucht in die Fiüssigkeitsmischung 17 ein. Der
Drucktaucher 4 enthält ferner ein Gasrohr 5, dessen oberes Ende über ein Ventil 7 und eine Leitung 6 mit einer
Druckgasflasche 18 in Verbindung steht, während das untere Ende zum Inneren des Vorratsbehälters 1 hin
offen ist. Mit 44 ist eine Bohrung bezeichnet, über die das Gasrohr mit dem Zwischenraum 45 zwischen dem
Vorratsbehälter 1 und dem Druckkessel 41 in Verbindung steht. In dem Drucktaucher 4 ist ferner ein Überleitungsrohr
13 vorgesehen, das als Emulsionsbildner dient. Dieses Rohr verbindet bei der Ausführungsform gemäß
Fi g. 1 den oberen Teil des Zwischenraumes 45 mit dem
unteren Ende des Absaugrohres 8. Die obere Öffnung wird durch eine Paßbohrung 46 gebildet. Der Drucktaucher
4 bildet mit dem abnehmbaren Deckel 47 des Druckkessels eine hermetisch abgeschlossene Einheit.
Mit 3 ist ein Stopfen bezeichnet, in dessen mittlere Öffnung der Drucktaucher 4 unter Zwischenfügen einer
Dichtung 16 eingesetzt ist.
Bei der auf Fi g. 2 dargestellten Ausführungsform ist der Vorratsbehälter 1 ebenfalls in einem Druckkessel 41
angeordnet, der mit üblichen Mitteln hermetisch verschlossen wird. Der Deckel 47 des Druckkessels ist mit
einer mittleren Öffnung versehen, über die der Drucktaucher 4 eingesetzt wird. An der mittleren Öffnung des
Deckels 47 befindet sich ein Dichtungsring 48, der den Zwischenraum zwischen der oberen Wandung des Vorratsbehälter?
1 und dem Deckel 47 völlig ausfüllt. Auf diese Welse wird der Zwischenraum 45 zwischen dem
ί Behälter 1 und dem Druckkessel 41 vollständig von der
umgebenden Luft Isoliert.
Bei dieser Ausführungsform ist der Drucktaucher 4 an seinem unteren Ende mit einer Schneide versehen, damit
er nach dem Einführen in die mittlere Öffnung des Dek-
iu kels 47 die obere Wandung des Vorratsbehälters 1 durchschneiden
kann, um ihn In den Vorratsbehälter einzusetzen. Der Drucktaucher 4 kann in den Deckel 47 eingeschraubt
werden und bildet mit diesem ebenfalls eine Einheit.
Ein weiterer Unterschied zu der auf Fig. 1 dargestellten Ausführungsform besteht darin, daß die Paßbohrung
46 nicht mit dem Zwischenraum 45, sondern mit dem oberhalb der Flüssigkeit 17 befindlichen Raum 15 in Verbindung
steht. Dadurch kann jede Gefahr einer Verunreinigung durch im Zwischenraum 45 des Druckkessels
41 eingeschlossene Luft ausgeschlossen werden. Die
Bohrung 44 in dem Gasrohr 5 steht tter einen Durchlaß
Im Deckel 47 mit dem Zwischenrohr 45 in Verbindung.
Bei beiden Ausführungsformen können die Wandstär-
2ä ken des Vorratsbehälters gering sein, da sie keinem höheren
Innendruck standzuhalten haben und der Behälter dadurch, daß er in den Druckkessel eingesetzt ist, außen
von dem gleichen Druck umgeben ist wie er auch im Inneren herrscht. Es können daher Wegwerfbehälter
benutzt werden. Der Hohlraum 15 üb?r der Flüssigkeit ist auf das Minimum begrenzt, das für das Einsetzen des
Drucktauchers 4 erforderlich ist. Die auf Fig. 1 dargestellte
Ausführungsform hat den Vorteil, daß die Bohrung 46 mit dem Zwischenraum 45 in Verbindung steht,
so daß ein ungewolltes Einfließen ier Flüssigkeit 17 vermieden wird. In allen Fällen ist ein hermetischer
Abschluß von der Außenluft sichergestellt, so daß Verunreinigungen mit Sicherheit ausgeschaltet werden. Mit
der Maschine gemäß der Erfindung erh.ilt man eine beständige Emulsion des Mix auf molekularer Basis, und
das Verhältnis für den »overrun« ist sehr hoch. Als Gas verwendet man vorzugsweise Stickstoff oder Kohlendioxyd.
Da sowohl Stickstoff als auch Kohlendioxyd bakterienhemmende Gase sind, Ist das entstandene Eis
keimfrei, denn der Kreislauf in der Maschine bietet keinerlei Übertragungsstellen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Maschine zur Herstellung von Speiseeis aus einer Flüssigkeitsmischung und einem Druckgas, bestehend
aus einer Gefrlerbüchse, einem Vorratsbehälter für die
Flüssigkeitsmischung, einem den Vorratsbehälter mit der Gefrlerbüchse verbindenden Absaugrohr, das
beim Gebrauch der Maschine mit seinem in den Vorratsbehälter eingesetzten Ende In die Flüssigkeltsmi-
schung eintaucht, einer Druckgasquelle, einem den Vorratsbehälter mit der Dnickgasquelle verbindenden
Gasrohr sowie einem Emulsionsbildner, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (1) auswechselbar im Inneren eines Druckkessels (41) ange- is
ordnet ist und der Zwischenraum (45) zwischen dem Vorratsbehälter und dem Druckkessel über das Gasrohr (5) mit der Druckquelle in Verbindung steht
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, <Jä3 das Gasrohr (5) mit der Druckquelle
über eine Öffnung (44) in Verbindung steht-
3. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (1)
ein handelsüblicher Wegwerfbehälter Ist, in den ein den Emulslonsbildner (13), das Absaugrohr (8) und
das Gasrohr (5) enthaltender Drucktaucher (4) durch gleichzeitiges Einschneiden einer Entleerungsöffnung
eingesetzt wird, der am unteren Ende mit einer Schneidkante versehen ist.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (47) des Druckkessels eine
mittlere öffnung zum Einsetzen des Drucktauchers (4) aufweist.
5. Maschine nach den Ansprüchen 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß sie.» zwischen dem Vorratsbehälter (1) und dem Deckel (47) ein hermetisch
abschließender Dichtungsring (48) befindet, der an der Mündung der mittleren Öffnung befestigt ist.
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