DE20258C - Apparat zum Aufsuchen entfernt liegender Punkte, Ortschaften etc. mittelst des Fernrohrs - Google Patents

Apparat zum Aufsuchen entfernt liegender Punkte, Ortschaften etc. mittelst des Fernrohrs

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DE20258C
DE20258C DENDAT20258D DE20258DA DE20258C DE 20258 C DE20258 C DE 20258C DE NDAT20258 D DENDAT20258 D DE NDAT20258D DE 20258D A DE20258D A DE 20258DA DE 20258 C DE20258 C DE 20258C
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telescope
cylinder
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movable
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J. H. WENZEL in Strafsburg i. E
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    • G01C21/04Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00 by terrestrial means
    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
Vermittelst des nachstehend beschriebenen Apparates lassen sich entfernte Punkte, welche vorher" am Apparat entsprechend markirt worden sind, schnell und sicher wieder aufsuchen.
Die Transportabilität gestattet die Verwendung des Apparates nicht blos für bestimmte Aussichtspunkte, sondern besonders auch für Reisen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist derselbe dargestellt. '
Fig. ι und 2 zeigen den Apparat in zwei verschiedenen Ausführungen durch Ansichten von vorn.
Fig. 3 ist eine Ansicht der Fig. 2 von oben; Fig. 4 ein Durchschnitt durch Fig. 2.
Fig. 5 zeigt in einem Längsdurchschnitt durch den Apparat die Anordnung eines hohlen und durchbrochenen Gestelles B.
Fig. 6 zeigt in einem Querdurchschnitt durch die Fig. 5 den Grundrifs dieses Gestelles oder Fufses.
Fig. 7 und 8 zeigen den Apparat in vereinfachter Weise ohne Gradbogen, dagegen mit einem an das Fernrohr angeschraubten Hebel w zum Einstellen in die Löcher χ des Cylindermantels.
In der Hauptsache besteht der Apparat aus einem cylinderförmigen Gestell mit einem in beweglicher Führung befestigten Fernrohr.
Ein hohler Cylinder A auf dem Fufs B bildet ein festes Ganzes mit der Platte C. Die Platte C ist mit Stellschrauben versehen, mittelst welcher der Cylinder auf einer horizontalen Unterlage genau vertical gestellt werden kann. Die untere Hälfte des Cylinders A, Fig. 1 und 4, ist zur Aufnahme eines breiten Ringes D eingerichtet. Der Breite von D entsprechend, ist der Cylinder so viel abgedreht, dafs der Ring um den Cylinder bewegt werden kann, ohne sich zu verschieben.
Der am Ring D befestigte Knopf E, Fig. 2, 3 und 4, erleichtert das Drehen; diesem Knopf gegenüber befindet sich an demselben breiten Ring ein horizontal vorstehender Zapfen F, Fig. 3 und 4. Dicht am Cylinder tragt derselbe einen fest mit ihm verbundenen Gradbogen G, Fig. i, 3 und 4, während das vorstehende Ende in einen Ring H endigt, Fig. 3 und 4, in welchen das Fernrohr J eingeschoben wird.
Infolge der Drehbarkeit des Zapfens F läfst sich das Fernrohr um denselben in einer verticalen Ebene bewegen. Dieselbe Bewegung macht gleichzeitig der Gradbogen G, Fig. 1, 3 und 4. Dem Fernrohr kann man nun infolge der Bewegung um F, sowie auch um die Cylinderachse jede beliebige Stellung geben.
Der Gradbogen oder Nonius berührt mit seiner Peripherie die obere Kante des breiten Ringes D, Fig. 1. Der letztere dagegen ist mit einem sichtbaren Einschnitt oder einer Marke versehen, welche genau vertical über der Drehachse des Fernrohres angebracht ist und mit der Theilung auf dem Nonius correspondirt.
Bei der horizontalen Stellung des Fernrohres zeigt die Marke auf o°. Jede andere Lage wird in gleicher Weise durch die veränderte Stelle des Nonius ablesbar.
Die obere, mit Papier überzogene Hälfte des Cylinders A, Fig. ι, dient zur Markirang und Aufzeichnung aller der ferneren Punkte oder Ortschaften, welche mittelst des Instrumentes schnell und sicher aufgesucht werden sollen. Eine andere, der beschriebenen Einrichtung ähnliche Ausführung zeigen die Fig. 2, 3 und 4, nur mit dem Unterschied, dafs hier das Fernrohr / auf der Deckplatte des Cylinders A angebracht ist und in diesem Fall ein Zeiges K mit der Drehachse des Fernrohres sich am feststehenden Nonius bewegt, während der Nullpunkt des Nonius an der drehbaren Deckplatte Z1Ur Markirung benutzt wird.
Das Fernrohr kann auch hier in beliebige Stellung gebracht werden, theils durch Bewegung in verticaler Richtung innerhalb des in der Gabel L, Fig. 1, drehbaren Ringes, theils auch durch Bewegung in horizontaler Richtung um die verticale Achse des Cylinders A. Zur Erreichung der letzteren Bewegung ist die Deckplatte, in deren Mitte die Gabel oder der Fernrohrhalter L befestigt ist, entsprechend drehbar. Der Gradbogen ist fest an der Deckplatte in der Art, dafs sein Nullpunkt die Peripherie derselben streift, Fig. 2, 3 und 4.
In der einen wie in der anderen Art wird immer für jede Stellung des Fernrohres die Marke und der Zeiger eine ganz bestimmte Lage haben. Die Lage der Marke wird durch einen verticalen Strich auf der Oberfläche des oberen Cylindertheiles A, welcher mit Papier überzogen ist, dauernd fixirt, der Punkt oder Ort, nach dem das Fernrohr gerichtet ist, beigefügt und ebenso auch die Neigung des Fernrohres, welche die Lage des Nonius zeigt, bemerkt.
In dieser Weise kann man von dem gewählten Stand des Instrumentes aus ringsum liegende Ortschaften auf der Cylinderoberfläche aufzeichnen. Ein jeder solcher Ort oder Punkt ist sehr schnell und sicher wiederzufinden durch Einstellen der Marke (Drehung der verticalen Achse des Fernrohres) auf den betreffenden verticalen Strich am Cylinder und durch Neigung des Fernrohres auf den früher angemerkten Grad oder Theilstrich des Nonius.
Eine andere Modification des Instrumentes zeigt Fig. 7 und 8. Das Fernrohr läfst sich hier, wie in den oben angeführten Fällen, in jede beliebige Richtung einstellen.
Der.Gradbogen fehlt jedoch, dagegen ist, so wie in Fig. 7, am Fernrohr ein Hebel w angeschraubt, dessen herabhängendes, in verticaler Ebene bewegliches Ende mit einer Spitze y versehen ist. Diese Spitze y läfst sich mit jeder Stelle am äufseren Umfang des Cylinders in Berührung bringen, sobald das Fernrohr entsprechend bewegt wird. Die vom Standpunkt des Instrumentes aus entfernt liegenden Orte sind mittelst dieser Hebelspitze nach vorher erfolgtem Einvisiren am Cylindermantel markirt und .dann durch eingebohrte Löcher χ χ dauernd bezeichnet worden.
Das einfache Hinlenken der Spitze y nach einem solchen Loch χ und das Einsetzen in dasselbe genügt, um den gesuchten Ort mit dem Fernrohr sofort wiederzufinden.
Der durch die Fig. 5 und 6 dargestellte Fufs des Apparates zeigt an seiner oberen und an seiner unteren Seite je eine Aushöhlung.
In der oberen ΒΛ bewegt sich über einer Körnerspitze in der Achse des Apparates ein aufgehängtes Loth, dasselbe dient zur Einstellung des Apparates in die genaue verticale Stellung. Statt des Lothes kann auch eine Libelle angebracht sein. Loth oder Libelle können dann durch die mit Glas oder Glimmer bedeckten Durchbrechungen beobachtet werden.
Die untere Höhlung B" dient zur Aufnahme einer Magnetnadel, welche ebenfalls genau in der Achse des Apparates angebracht ist und durch die im unteren Theile des Gestelles befindlichen Durchbrechungen von aufsen dem Auge sichtbar wird.
Von besonderem Nutzen würde sich das Instrument erweisen, zur schnellen Bestimmung von Ortschaften bei Feuersbriinsten sowohl bei Tag als bei Nacht.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Der Apparat, Fig. 1, bestehend aus einem mit Papier überzogenen Cylinder A aus dazu geeignetem Material, aus dem um diesen Cylinder A drehbaren Ring D mit ■ daran befestigtem beweglichen Fernrohr und Gradbogen G derart, dafs das Fernrohr ebensowohl um die verticale Cylinderachse in horizontaler als auch um den horizontalen, an D befestigten Bolzen / in verticaler Richtung bewegt werden kann, zum Zweck, beliebige im Umkreis des Instrumentes befindliche Punkte von seinem Standort aus in der beschriebenen Weise markiren und aufsuchen zu können.
2. Die Anordnung des Apparates nach Fig. 2, 3 und 4, bestehend aus dem Cylinder A, einer darauf drehbar angebrachten Deckplatte mit daran befestigtem Nonius und dem Fernrohrhalter Z, dem Fernrohr J und dem mit der Drehachse des Fernrohres beweglichen Zeiger K, derart, dafs sich das Fernrohr beliebig in horizontaler und in verticaler Richtung bewegen läfst, zum Zweck wie beschrieben.
3. Den Fufs des Gestelles derartig mit Höhlungen B1 und B2 sowie mit Durchbrechungen zu versehen, dafs die obere Höhlung Bx einem in der Achse des Apparates aufgehängten Loth oder auch einer Libelle, die untere B2 dagegen einer Magnetnadel Raum zur Aufnahme bietet, und wobei Loth oder
Libelle, sowie auch die Magnetnadel von aufsen durch die Durchbrechungen hindurch sichtbar sind.
Die Anordnung des Apparates nach Fig. 7 und 8, bestehend aus dem Cylinder A und dem auf' der Deckplatte in einer Gabel vertical und horizontal beweglich angebrachten Fernröhr in Verbindung mit dem an das letztere festgeschraubten, aber in verticaler Ebene beweglichen und herabhängenden Hebel w in der Art, dafs sich die Spitze y dieses Hebels in jedes beliebige, in den Cylindermantel eingebohrte Loch χ einsetzen läfst, zum Zweck, in vereinfachter Weise markirte Orte wieder einstellen und auffinden zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT20258D Apparat zum Aufsuchen entfernt liegender Punkte, Ortschaften etc. mittelst des Fernrohrs Active DE20258C (de)

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