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Die Erfindung betrifft ein Display zur Präsentation von insbesondere flachem Präsentationsmaterial, wie Drucksachen, Postkarten etc., mit einem Standfuß und einer hierauf aufgenommenen Ständeranordnung, die mit übereinander angeordneten Aufnahmefächern zur Aufnahme von Präsentationsmaterial versehen ist.
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Bei Präsentationsvorrichtungen vorliegender Art kommt es sowohl auf ein gutes Aussehen als auch eine gute Funktionalität und hohe Störungsfreiheit an. Dies ist bei den bekannten Anordnungen nicht im erwünschten Maß vorhanden.
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Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Display eingangs erwähnter Art mit einfachen und kostengünstigen Mitteln so zu verbessern, dass trotz einer guten Optik eine hohe Stabilität und Benutzerfreundlichkeit erreicht werden.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Ständeranordnung wenigstens einen drehbar angeordneten Ständer mit einer oberen, die jeweils zugeordneten Aufnahmefächer tragenden, leiterförmig aufgebauten Stehle und einem unteren, der Stehle koaxial gegenüber liegenden Lagerzapfen aufweist, der durch zwei mit Abstand übereinander angeordnete Drehlager im Standfuß gelagert ist, der als kastenförmiger Sockel ausgebildet ist.
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Der leiterförmige Aufbau der Stehle ergibt in vorteilhafter Weise eine hohe Stabilität und Biegesteifigkeit. Dieser Vorteil wird durch die zweifache Lagerung des Lagerzapfens noch verstärkt. Der kastenförmige Sockel ermöglicht dabei in vorteilhafter Weise die Verwendung eines vergleichsweise langen Lagerzapfens mit großer Lagerdistanz und damit eine leichtgängige, kippsichere Lagerung. Zudem ermöglicht der kastenförmige Sockel nicht nur einen guten Stand, sondern auch eine blickfangmäßige Gestaltung.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben.
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So kann der kastenförmige Sockel zweckmäßig eine obere Deckwand und eine mit Abstand unter dieser angeordnete zweite Wand aufweisen, wobei jeder dieser Wände ein Drehlager zugeordnet ist und die Drehlager vorzugsweise im Bereich der voneinander abgewandten Seiten der Wände vorgesehen sind. Dies ermöglicht einen einfachen und stabilen Einbau der Drehlager in den kastenförmigen Sockel. Hierzu kann die dem Lagerzapfen zugeordnete Bohrung der genannten Wände einfach als Stufenbohrung ausgebildet sein, so dass sich jeweils eine einseitig offene Nut zur Aufnahme des jeweils zugeordneten Drehlagers ergibt. Eine weitere zweckmäßige Maßnahme kann darin bestehen, dass der kastenförmige Sockel unten offen und die zweite Wand als Zwischenwand ausgebildet sind. Dies ergibt eine hohe Montagefreundlichkeit.
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In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann der Lagerzapfen mit einem das untere Drehlager nach unten überragenden Endstummel versehen sein, auf dem ein dem benachbarten Drehlager zugeordneter Stützring aufgenommen ist. In Verbindung mit einer zwischen den beiden Lagern vorgesehenen Distanzbüchse lässt sich hierdurch in vorteilhafter Weise eine Verspannung der Lager gegenüber dem Sockel und damit eine spielfreie Lageranordnung erreichen.
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Vorteilhaft kann der Lagerzapfen mit seinem oberen Ende an einem den Sockel übergreifenden Drehteller angebracht sein, auf welchem die leiterförmige Stehle aufgesetzt ist. Der Drehteller ermöglicht eine zuverlässige Verbindung zwischen dem unteren Lagerzapfen und der oberen Stehle. Zudem bewirkt der Drehteller eine Abdeckung der darunter sich befindenden Lageranordnung und stellt zudem ein günstiges Gestaltungselement dar.
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In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen weist die leiterförmige Stehle seitliche Holme und diese verbindende Sprossen auf, wobei die Holme vorteilhaft jeweils zwei deckend hintereinander angeordnete Stäbe aufweisen können, die durch die mit ihren Enden zwischen sie eingreifenden, vorzugsweise durch Stababschnitte gebildeten Sprossen distanziert sind. Diese Maßnahmen ergeben eine hohe Stabilität und Biegesteifheit. Die die Holme bildenden Stäbe können dabei mit ihren unteren Enden einfach in zugeordnete Aufnahmebohrungen des Drehtellers eingreifen, was einen zuverlässigen Anschluss ermöglicht.
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Der Ständeraufbau kann eine oder mehrere, parallele Stehlen aufweisen, wobei bei einer Anordnung mit mehreren Stehlen diese vorteilhaft unterschiedlich sein können, beispielsweise unterschiedlich hoch sein und/oder in der Höhe gegeneinander versetzte Aufnahmefächer aufweisen können, wodurch sich in vorteilhafter Weise eine aufgelockerte Optik ergibt.
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Eine weitere vorteilhafte Maßnahme kann darin bestehen, dass der Ständeranordnung eine auf dem Sockel vorgesehene Beleuchtungseinrichtung zugeordnet ist, die bei einer Anordnung mit mehreren, auf einem Kreis angeordneten Stehlen zweckmäßig im Zentrum des Kreises platziert sein kann.
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Eine kreisförmige Anordnung mehrerer Stehlen kann vorteilhaft zu einer kompakten, platzsparenden Anordnung führen. Sofern eine vergleichsweise geringe Tiefe erwünscht ist, kann auch eine reihenförmige Anordnung mehrerer Stehlen vorgesehen sein.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben und aus der nachstehenden Beispielsbeschreibung anhand der Zeichnung näher entnehmbar.
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In der nachstehend beschriebenen Zeichnung zeigen:
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1 eine Ansicht eines neuerungsgemäßen Displays mit einer Stehle,
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2 eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß 1,
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3 einen Vertikalschnitt durch die Lageranordnung der Anordnung gemäß 1,
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4 eine Ansicht einer Ausführung mit mehreren in Form einer Reihe angeordneten Stehlen und
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5 eine Ansicht einer Ausführung mit mehreren, auf einem Kreis angeordneten Stehlen.
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Hauptanwendungsgebiet der vorliegenden Neuerung sind Displays zur Präsentation von blatt- bzw. bogenförmigen Flachprodukten, insbesondere Drucksachen, wie Prospekte, Flyer, Postkarten etc., die in Form kleinerer Päckchen in entsprechende Aufnahmefächer des Displays eingelegt werden.
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Das der 1 zugrunde liegende Display besteht aus einem unteren Standfuß, hier in Form eines kastenförmigen Sockels 1, und einer hierauf aufgenommenen Ständeranordnung mit wenigstens einem aufrecht stehenden Ständer, der um eine stehende Achse drehbar ist. Dieser Ständer enthält eine obere, die jeweils zugeordneten Aufnahmefächer 2 tragende Stehle 3 und einen von dieser nach unten sich weg erstreckenden, in den Sockel 1 eingreifenden Lagerzapfen 4. Dieser ist koaxial zur Stehle 3 angeordnet, wie durch die Achse a angedeutet ist. Der Lagerzapfen 4 trägt einen an seinem oberen Ende angebrachten, die Oberseite des Sockels 1 mit geringem Spiel übergreifenden Drehteller 5, auf den die Stehle 3 aufgesetzt ist.
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Die Stehle 3 ist als Leiter mit seitlichen Holmen 6 und diese verbindenden Sprossen 7 ausgebildet. Zur Bildung der Holme 6 sind, wie am besten aus 2 erkennbar ist, jeweils zwei mit Abstand deckend hintereinander angeordnete Stäbe 6a, b, vorgesehen, zwischen die die Enden der Sprossen 7 eingreifen, die damit die Distanz der Stäbe 6a, b, vorgeben. Diese Maßnahmen ergeben praktisch ein der Stehle 3 zugrunde liegendes Raumfachwerk, das eine hohe Stabilität und Steifigkeit gewährleistet. Die Stäbe 6a, b, können mit ihren unteren Enden in zugeordnete Bohrungen des Drehtellers eingeschweißt sein, der seinerseits auf den Lagerzapfen 4 aufgeschweißt sein kann.
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Die oben erwähnten Aufnahmefächer 2 werden durch an den Holmen 6 der Stehle 3 fest angebrachte Bügel gebildet. Im dargestellten Beispiel ist die Stehle 3 beidseitig mit Aufnahmefächern 2 versehen. Diese können auf gleicher Höhe oder in der Höhe versetzt gegeneinander angeordnet sein. Zur Bildung der Aufnahmefächer 2 sind an den Stäben 6a, b, der Holme 6 angebrachte Bügel vorgesehen. Diese sind zweckmäßig so gebogen, dass sich, wie aus 2 erkennbar ist, eine obere, C-förmige Begrenzung ergibt, die mit ihrem langen Steg 2a dem Holm 6 zugewandt ist und deren seitliche Schenkel 2b mit stegparallelen, aufeinander zu strebenden Abwinklungen 2c versehen sind, an deren Enden am besten aus 1 entnehmbare, nach unten laufende Verlängerungen 2d anschließen, deren untere Enden in dem Holm 6 zustrebende Stege 2e übergehen, die an ihren Enden ebenfalls aus 1 erkennbare, aufeinander zu strebende Abwinklungen 2f aufweisen können. Diese Bügel sind zweckmäßig mit dem oberen, rückwärtigen Steg 2a und den unteren, rückwärtigen Endabwinklungen 2f holmseitig festgelegt. Die genannten Bügel bilden jeweils eine Tasche mit einer oberen, durch die Elemente 2a, b, c, begrenzten Einstecköffnung, einer vorderen, durch die Elemente 2d begrenzten Entnahmeöffnung und untere, durch die Stege 2e gebildete Auflagen für die eingelegten Produkte.
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Der in den kastenförmigen Sockel 1 eingreifende Lagerzapfen 4 ist dort, wie 3 am besten zeigt, durch zwei in der Höhe voneinander distanzierte Drehlager 8 drehbar gelagert. Die Drehlager 8 sind zweckmäßig so ausgebildet, dass sie auch Axialkräfte aufnehmen können. Hierzu können die Drehlager 8 einfach als Rillenkugellager ausgebildet sein. Der kastenförmige Sockel 1 enthält, wie 3 weiter zeigt, den beiden Drehlagern 8 zugeordnete, mit Abstand übereinander angeordnete Wände, die jeweils eine dem Lagerzapfen 4 zugeordnete Bohrung 9 aufweisen, die zweckmäßig als Stufenbohrung ausgebildet sein kann, so dass sich eine geeignete Nut zur Aufnahme des zugeordneten Drehlagers 8 ergibt. Bei den beiden, den Drehlagern 8 zugeordneten Wänden, kann es sich um die obere Deckwand 10 und eine mit Abstand unterhalb dieser angeordnete Zwischenwand 11 des kastenförmigen Sockels 1 handeln, der zweckmäßig nach unten offen sein kann, so dass die Zwischenwand 11 von unten zugänglich ist.
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Die stufenförmigen Bohrungserweiterungen zum Einbau der Drehlager 8 befinden sich, wie 3 weiter zeigt, im Bereich der voneinander abgewandten Seiten der Deckwand 10 und Zwischenwand 11. Zwischen den beiden Drehlagern 8 ist eine vom Lagerzapfen 4 durchgriffene Distanzbüchse 12 vorgesehen, die eine gegenseitige Abstützung ermöglicht. Der Lagerzapfen 4 ragt über das untere Drehlager nach unten hinaus. Der so gebildete Endstummel 13 trägt einen hierauf aufgenommenen Stützring 14, der hier über eine zwischengeschaltete Beilagscheibe am unteren Drehlager 8 anliegt, das sich über die Distanzbüchse 12 am oberen Drehlager 8 abstützt, an dem andererseits hier ebenfalls unter Zwischenschaltung einer Beilagscheibe 15 der Drehteller 5 anliegt. Zur Bewerkstelligung einer Verspannung der Lageranordnung gegenüber dem diese aufnehmenden Sockel ist der Stützring 14 gegenüber dem Endstummel 13 verschiebbar, z. B. infolge eines gegenseitigen Gewindeeingriffs. Die so bewirkte Verspannung ergibt eine zuverlässige, spielfreie Lagerung. Der Drehteller 5 ist gegenüber der Oberseite des Sockels 1 berührungsfrei angeordnet, was durch den Spalt 19 in 3 angedeutet ist.
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Bei der Ausführung gemäß 1 besteht die auf dem Sockel 1 aufgenommene Ständeranordnung aus einer zweckmäßig zentral auf dem Ständer 1 angeordneten Stehle 3. Es sind natürlich auch Ausführungen mit mehreren Stehlen 3 denkbar. Diese können, wie beispielsweise 4 zeigt, in Form einer Reihe hintereinander oder nebeneinander angeordnet sein. Bei der Ausführung gemäß 4 sind fünf in Reihe nebeneinander angeordnete Stehlen 3 vorgesehen. Der Sockel 1 ist dementsprechend als diese Stehlenreihe aufnehmender, länglicher Quader ausgebildet.
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Bei dem der 5 zugrunde liegenden Beispiel sind ebenfalls mehrere, hier ebenfalls fünf Stehlen 3 vorgesehen, die auf einem Kreis angeordnet sind. Der Sockel 1 kann dabei eine kubische Form mit quadratischer Oberseite aufweisen. Die Höhe des dem Sockel 1 zugrunde liegenden Würfels kann dabei gegenüber der Seitenlänge des Quadrats reduziert sein. Im dargestellten Beispiel beträgt die Höhe die Hälfte der Seitenlänge des Quadrats.
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Der seitliche Abstand der nebeneinander sich befindenden Stehlen wird so in jedem Fall bemessen, dass die hieran befestigten Aufnahmefächer 2 beim Drehen der Stehlen 3 mit genügend Zwischenraum aneinander vorbei bewegt werden können. Der Achsabstand der nebeneinander sich befindenden Stehlen 3 soll daher gegenüber der größten Breite der Aufnahmefächer 2 im Bereich ihrer oberen C-förmigen Begrenzung etwas Übermaß besitzen. Dieses kann zweckmäßig 1/3 der größten Aufnahmefachbreite betragen. Der Durchmesser der unteren Drehteller entspricht zumindest dem Abstand der seitlichen Leiterholme 6. Zweckmäßig beträgt dieser Durchmesser etwa das Doppelte des Holmabstands. Die Holme 6 können sich dementsprechend ausreichend weit innerhalb des äußeren Umfangs des Drehtellers 5 befinden. Andererseits ist der Durchmesser des Drehtellers 5 kleiner als die größte Breite der Aufnahmefächer 2 im Bereich ihrer oberen C-förmigen Begrenzung.
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Der mehrere Stehlen 3 aufweisenden Ständeranordnung kann eine Beleuchtungseinrichtung 16 zugeordnet sein. Diese ist bei der Anordnung gemäß 5 im Zentrum der quadratischen Oberseite des Sockels 1 und dementsprechend im Zentrum des Kreises, auf dem die Stehlen 3 angeordnet sind, positioniert. Eine ähnliche Beleuchtungseinrichtung könnte auch bei der Anordnung gemäß 1 oder 4 vorgesehen sein.
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Bei einer Anordnung mit mehreren Stehlen 3 können diese gleich oder unterschiedlich ausgebildet sein. Bei den den 4 und 5 zugrunde liegenden Beispielen sind die Stehlen 3 unterschiedlich hoch. Zudem sind die Aufnahmefächer 2 der nebeneinander sich befindenden Stehlen in der Höhe gegeneinander versetzt. Auch die oberen Enden der Stehlen 3 können besonders gestaltet, beispielsweise mit aufgesetzten Emblemen etc. versehen sein. Besonders zweckmäßig kann es sein, die oberen Enden wenigstens einer Stehle, beispielsweise der höchsten Stehle 3, vorzugsweise die oberen Enden aller Stehlen 3 mit einem in 5 angedeuteten Schildhalter 17 zu versehen, an dem ein Hinweisschild vorzugsweise auswechselbar anbringbar ist.
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Die Leiterholme 6 und die Sprossen 7 bestehen zweckmäßig, wie aus 2 ersichtlich ist, aus Rundstababschnitten mit vorzugsweise gleichem Durchmesser. Es wäre natürlich auch denkbar, den Sprossen 7 ein anderes Material, beispielsweise etwas schwächeres Material, als den Stäben 6a, b, der Holme 6 zugrunde zu legen. Auch die die Aufnahmefächer 2 bildenden Bügel bestehen zweckmäßig aus Rundmaterial, wobei hier ein etwas kleinerer Durchmesser als bei den Stäben der Leiteranordnung vorliegen kann.
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Der Sockel 1 kann zumindest oberflächenseitig, vorzugsweise ganz aus Holz oder holzartigem Werkstoff bestehen. In den dargestellten Beispielen ist der Sockel 1 oberflächenseitig mit einem Holzfurnier versehen. An der Unterseite des dem Sockel 1 zugrunde liegenden Kastens können in 1 dargestellte Fußelemente 18, beispielsweise in Form von Rollen oder Knöpfen vorgesehen sein, die im Bereich der Ecken des Sockels 1 angeordnet sind.