DE202008009893U1 - Bettanordnung für ein Reisemobil, einen Wohnwagen o.dgl. - Google Patents

Bettanordnung für ein Reisemobil, einen Wohnwagen o.dgl. Download PDF

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Abstract

Bettanordnung (2) für ein Reisemobil (1), einen Wohnwagen oder dgl., mit einem Bettkasten (21) und einer Polsterunterlage (22), wie z. B. einer Matratze, welche eine Liegefläche bereitstellt, dadurch gekennzeichnet, dass die Bettenanordnung (2) ferner ein gepolstertes Betterweiterungselement (24) aufweist, welches zwischen einer Ruheposition und einer Nutzposition bewegbar ist, wobei es in der Nutzposition einen zusätzlichen Liegeflächenabschnitt bereitstellt, welcher im Wesentlichen mit der Liegefläche der Polsterunterlage (22) fluchtet und unmittelbar an diese angrenzt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Bettanordnung für ein Reisemobil, einen Wohnwagen oder dgl., mit einem Bettkasten und einer Polsterunterlage, wie z. B. einer Matratze, welche eine Liegefläche bereitstellt.
  • Freizeitfahrzeuge wie Reisemobile etc. erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie die Möglichkeit eröffnen, zwanglos und ohne Ortsbindung Urlaub machen zu können. Zu diesem Zweck sind derartige Freizeitfahrzeuge mit allen erforderlichen Einrichtungselementen versehen, welche einen autarken Daueraufenthalt von Personen ermöglichen. Andererseits ist es jedoch gewünscht, dass die Außenabmessungen derartiger Fahrzeuge nicht zu groß werden, um deren Handhabung sowie auch beispielsweise deren Anfälligkeit für Seitenwind, den Kraftstoffverbrauch etc. in günstigem Rahmen zu halten.
  • Aus diesem Grunde ist die Anordnung der einzelnen Einrichtungselemente in derartigen Reisemobilen etc. sehr ausgeklügelt und im Hinblick auf eine möglichst günstige Ausnutzung des verfügbaren Raumes optimiert. In der Praxis kommt es daher unter anderem auch häufig vor, dass Betten am Fußende schräg oder in anderer Weise beschnitten werden, um den benachbarten Gangbereich nicht zu schmal werden zu lassen. Durch eine derartige Abschrägung oder dergleichen wird dann ein bequemerer Zugang beispielsweise zu einem Sanitärbereich ermöglicht.
  • Dies hat jedoch den Nachteil, dass die nutzbare Liegefläche im Bereich der Fußauflage eingeschränkt ist, was speziell für große Personen unangenehm oder nicht akzeptabel ist.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Bettanordnung derart weiterzubilden, dass der Schlafkomfort verbessert wird.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Bettanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Diese zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie ferner ein gepolstertes Betterweiterungselement aufweist, welches zwischen einer Ruheposition und einer Nutzposition bewegbar ist, wobei es in der Nutzposition einen zusätzlichen Liegeflächenabschnitt bereitstellt, welcher im Wesentlichen mit der Liegefläche der Polsterunterlage fluchtet und unmittelbar an diese angrenzt.
  • Damit lässt sich erfindungsgemäß somit erstmals die wirksame Gesamt-Liegefläche einer derartigen Bettanordnung je nach Nutzsituation dieses Bereichs des Reisemobils, Wohnwagens oder dergleichen variieren. Sofern das Bett nicht genutzt oder eine entsprechend erweiterte Liegefläche nicht benötigt wird, kann das Betterweiterungselement in seiner Ruheposition verbleiben und schränkt den benachbarten Gangbereich somit nicht ein.
  • Erscheint die Liegefläche dagegen als nicht hinreichend, so kann nun erfindungsgemäß mittels dem Betterweiterungselement eine Vergrößerung der wirksamen Liegefläche erzielt werden. Somit verbessert sich der Schlafkomfort gerade auch für größere Personen wesentlich. Hierdurch reduziert sich zwar die Durchgangsbreite in einem benachbarten Gangabschnitt während der Schlafenszeit; dies ist jedoch üblicherweise von geringerer Bedeutung, da in diesem Zeitraum generell weniger Bedarf für die Nutzung des Ganges gegeben ist.
  • Die Erfindung schafft somit eine verbesserte Bettanordnung mit einer erweiterten Liegefläche, wodurch der Nutzungskomfort gesteigert werden kann.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Bettanordnung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 2 bis 5.
  • So kann das Betterweiterungselement klappbar am Bettkasten gelagert sein, so dass die Bewegung desselben von der Ruheposition in die Nutzposition und zurück in einfacher und unkomplizierter Weise sowie mit geringem Aufwand erfolgen kann. Ein entsprechender Umbau lässt sich dann in wenigen Sekunden ausführen, weshalb sich der Nutzungskomfort des Reisemobils etc. weiter erhöht. Zudem kann somit auf einen zuverlässigen und langlebigen Mechanismus für die Betätigung des Betterweiterungselements zurückgegriffen werden.
  • Wenn das Betterweiterungselement in der Ruheposition innerhalb des Bettkastens gelagert ist, tritt es äußerlich nicht in Erscheinung und wirkt daher weder störend noch behindernd beispielsweise auf den Durchgang im benachbarten Gangbereich.
  • Hierbei ist es von weiterem Vorteil, wenn die Polsterunterlage zur Freigabe des Betterweiterungselements wenigstens in einem Teilbereich aufklappbar ist. Auf diese Weise ist ein einfacher und müheloser Zugriff auf das Betterweiterungselement in seiner Ruheposition möglich, was den Bedienungskomfort weiter verbessert.
  • Darüber hinaus kann das Betterweiterungselement in der Nutzposition zumindest seitlich an die Polsterunterlage angrenzen, um so die nutzbare Liegefläche zu verbreitern. Da es sich in der Praxis gezeigt hat, dass insbesondere die Breite der nutzbaren Liegefläche eine erhebliche Bedeutung für das Komfortempfinden derartiger Bettanordnungen hat, ist es daher besonders vorteilhaft, gerade diese Dimension zu erweitern.
  • Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der Figuren der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine im Schnitt gehaltene Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Reisemobil;
  • 2 eine perspektivische Detailansicht der Bettanordnung in einer ersten Grundstellung ohne Betterweiterungselement;
  • 3 eine Darstellung ähnlich 2, wobei jedoch der Teilbereich des Lattenrostes und der Polsterunterlage aufgeklappt ist;
  • 4 eine Ansicht ähnlich 2 und 3, wobei jedoch das Betterweiterungselement in seiner Nutzposition ausgeklappt ist; und
  • 5 eine perspektivische Ansicht eines Scharniers des Betterweiterungselements.
  • Gemäß der Darstellung in 1 weist ein Reisemobil 1 eine Mehrzahl von Einrichtungselementen auf. So enthält es unter anderem eine Bettanordnung 2, einen Sanitärbereich 3, einen Küchenbereich 4 und ein Führerhaus 5, wobei all diese Bereiche über einen Gang 6 unmittelbar zugänglich sind.
  • Die Bettanordnung 2 weist gemäß der Darstellung in den 2 bis 4 einen Bettkasten 21 sowie eine Polsterunterlage 22 nach Art einer Matratze und einen Lattenrost 23 auf. Wie insbesondere auch aus 1 ersichtlich ist, ist die Bettanordnung 2 dabei auf einer Seite am Fußende, d. h. dem im gezeigten Beispiel der Mitte des Fahrzeugs zugewandten Ende, derart abgeschrägt, dass die hier gegebene Durchgangsbreite im Gang 6 ein hinreichendes Maß annimmt. Hierzu sind sowohl der Bettkasten 21 als auch die Polsterunterlage 22 und der zugeordnete Abschnitt des Lattenrostes 23 entsprechend passend zueinander ausgestaltet. Dies führt jedoch dazu, dass der Fußbereich der Bettanordnung 2 somit deutlich schmäler als der Kopfbereich ist.
  • Um dieser Nutzungsbeeinträchtigung entgegenzuwirken, weist die Bettanordnung 2 ferner ein Betterweiterungselement 24 auf. Dieses ist im gezeigten Beispiel keilförmig und als Polsterelement nach Art eines Teilstücks einer Matratze ausgestaltet und lässt sich passend zur Verbreiterung der Liegefläche anordnen.
  • Dieses Betterweiterungselement 24 ist hierzu im Bettkasten 21 angeordnet und ausklappbar mittels zwei Scharnieren 25 gehalten. Dies ist in 3 erkennbar, in welcher das Betterweiterungselement 24 in seiner Ruheposition innerhalb des Bettkastens 21 vorliegt. In 3 ist ein Teilbereich der Polsterunterlage 22 wie auch des Lattenrostes 23 aufgeklappt. Hierdurch wird das Betterweiterungselement 24 von außen zugänglich und kann ausgeklappt werden, wie schließlich in 4 ersichtlich ist. In dieser ausgeklappten Nutzposition bewirkt das Betterweiterungselement 24 eine Verbreiterung der nutzbaren Liegefläche der Bettanordnung 2, da es der Liegefläche der Polsterunterlage 22 ein weiteres Stück Liegefläche hinzufügt. Das Betterweiterungselement 24 ist hierbei so angeordnet, dass es in seiner Nutzposition gemäß 4 unmittelbar angrenzend an die Polsterunterlage 22 und fluchtend zu deren Liegefläche vorlegt.
  • In 5 ist eine perspektivische Darstellung eines hierzu geeigneten Scharniers gezeigt. Durch dessen abgekröpfte Formgebung ist es problemlos möglich, das Betterweiterungselement 24 einerseits in der Ruheposition nicht störend innerhalb des Bettkastens 21 zu verstauen und andererseits passend in seine Nutzposition auszuklappen. Nach dem Zurückklappen des Teilbereichs des Lattenrosts 23 und der Polsterunterlage 22 ist somit eine vergrößerte Liegefläche der Bettanordnung 2 des Reisemobils 1 gegeben, wie aus den 1 und 4 unmittelbar erkennbar ist.
  • Die Erfindung lässt neben der gezeigten Ausführungsform weitere Gestaltungsansätze zu.
  • So ist es nicht erforderlich, dass das Betterweiterungselement 24 klappbar am Bettkasten gelagert sein muss; statt dessen kann es beispielsweise auch geführt ausziehbar, oder als separates Teil an den Bettkasten 21 anbringbar, insbesondere ansteckbar, sein.
  • Daher ist es auch nicht erforderlich, dass das Betterweiterungselement 24 in der Ruheposition innerhalb des Bettkastens 21 vorliegt. Statt dessen kann dieses auch in einem anderen Stauraum im Reisemobil 1 untergebracht sein und dann beispielsweise an den Bettkasten 21 angehängt werden.
  • Dementsprechend ist es auch nicht erforderlich, dass die Polsterunterlage und ein eventueller Lattenrost in Teilbereichen aufklappbar sind, um ein Betterweiterungselement freizugeben.
  • Bei einer anderen Aufteilung der Einrichtungselemente im Grundriss eines Reisemobils ist es durchaus auch möglich, dass die Länge einer Bettanordnung gekürzt ist und das Betterweiterungselement dann zur Verlängerung der Polsterunterlage dient. Gleichermaßen ist es auch nicht erforderlich, dass diese Liegenflächenerweiterung im Fußbereich der Bettanordnung stattfindet; statt dessen kann eine entsprechende Erweiterung auch im Kopfbereich der Bettanordnung erfolgen.
  • Das Betterweiterungselement kann dementsprechend auch eine andere Form als die erläuterte keilförmige Gestalt aufweisen. So ist es z. B. auch möglich, dieses rechteckig, trapezförmig etc. auszubilden.
  • Zudem können auch mehrere derartiger Betterweiterungselemente eingesetzt werden, um die Bettanordnung insgesamt zu vergrößern und somit den Schlafkomfort zu verbessern.
  • Die Bettanordnung 2 lässt sich ferner auch in anderen Freizeitfahrzeugen wie z. B. Yachten etc. vorteilhaft einsetzen. Darüber hinaus ist der Einsatz auch nicht auf den Freizeitbereich beschränkt, sondern kann im Prinzip alle Lebensbereiche betreffen, in welchen eine derartige Bettanordnung angewendet wird.

Claims (5)

  1. Bettanordnung (2) für ein Reisemobil (1), einen Wohnwagen oder dgl., mit einem Bettkasten (21) und einer Polsterunterlage (22), wie z. B. einer Matratze, welche eine Liegefläche bereitstellt, dadurch gekennzeichnet, dass die Bettenanordnung (2) ferner ein gepolstertes Betterweiterungselement (24) aufweist, welches zwischen einer Ruheposition und einer Nutzposition bewegbar ist, wobei es in der Nutzposition einen zusätzlichen Liegeflächenabschnitt bereitstellt, welcher im Wesentlichen mit der Liegefläche der Polsterunterlage (22) fluchtet und unmittelbar an diese angrenzt.
  2. Bettanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betterweiterungselement (24) klappbar am Bettkasten (21) gelagert ist.
  3. Bettanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Betterweiterungselement (24) in der Ruheposition innerhalb des Bettkastens (21) gelagert ist.
  4. Bettanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterunterlage (22) zur Freigabe des Betterweiterungselements (24) wenigstens in einem Teilbereich aufklappbar ist.
  5. Bettanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Betterweiterungselement (24) in der Nutzposition zumindest seitlich an die Polsterunterlage (22) angrenzt, um so die nutzbare Liegefläche zu verbreitern.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT201900006384A1 (it) * 2019-04-26 2020-10-26 Lci Italy Srl Telaio di letto per veicoli ricreativi di tipo espandibile
GB2598199A (en) * 2020-07-20 2022-02-23 Rose Turner Linda A bed

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