DE201283C - - Google Patents
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- H01K3/02—Manufacture of incandescent bodies
Landscapes
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- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 201283 KLASSE 21/. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES. in BERLIN.
Verfahren zur Herstellung von Gliihkörpern aus Wolframmetall.
Gemäß vorliegender Erfindung werden Glühkörper aus Wolframmetall dadurch hergestellt,
daß als Ausgangsmaterial das WoIframat eines Metalles verwendet wird, das
leichter flüchtig ist wie Wolfram. Dieses Wolframat wird einem Reduktionsprozeß unterworfen, beispielsweise in der Art, daß
das Wolframat im Wasserstoffstrom erhitzt wird. Es entsteht dann zunächst eine Legierung
oder ein überaus inniges Gemisch von Wolframmetall mit dem anderen Metall. Das leichter flüchtige Metall wird vor der Verwendung
dieses Materials zu Glühkörperzwecken durch Hindurchleiten eines elektrischen Stromes
durch den Metallkörper im Vakuum vertrieben.
Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß das Wolfram und das andere Metall durch
einen einheitlichen einfachen Reduktionsprozeß gewonnen werden und sofort in innigster
Mischung" bzw. Legierung erhalten werden. Dieses Verfahren bietet nach verschiedenen
Richtungen hin Vorzüge.1 Vor allem ist es bei geeigneter Wahl des leichter flüchtigen
Metalles möglich, eine leichter schmelzbare Legierung zu erhalten, die sich infolgedessen
leichter behandeln läßt; ferner kann das legierende Metall so gewählt werden, daß die entstehende
Legierung wesentlich duktiler ist als das in der üblichen Weise gewonnene Wolframmetall.
Wenn die Duktilität der Mischung bzw. Legierung des Wolframs nicht sehr hoch ist,
so wird man vorteilhaft in der Weise verfahren, daß das unreduzierte Metallwolframat
mit oder ohne Zusatz eines geeigneten plastisch machenden Mittels in die Form des
Glühfadens gebracht wird und hierauf in einer Wasserstoffatmosphäre bis zur Reduktion
erhitzt wird. Durch Hindurchleiten eines elektrischen Stromes kann dann die Vertreibung
des leichter flüchtigen Metalles aus dem Glühfaden bewirkt werden.
Wenn dagegen das Metalhvolframat nach der Reduktion eine gut ziehbare Legierung
liefert, so kann manohne weiteres diese Legierung durch einen Ziehprozeß in die Form des
fertigen Glühfadens bringen und diesen dann durch nachfolgende Erhitzung von dem leichter
flüchtigen Metall befreien.
Man kann beispielsweise von Eisenwolframat ausgehen. Man erhält dann aber im allgemeinen
sehr spröde Legierungen. Erheblich größere Duktilität besitzen die Legierungen, die man erhält, wenn man von Kupferwolframat,
Silberwolframat oder Aluminiumwolframat ausgeht.
Besonders geeignet für das vorliegende Verfahren ist das Silberwolframat, da dieses
schon bei äußerst niedriger Temperatur, im Wasserstoffstrom reduziert wird und elektrisch
zu leiten beginnt.
Selbstverständlich können außer dem leichter flüchtigen Metall, das vor der Verwendung'
als Glühkörper aus dem Faden entfernt wird, auch andere Metalle dem Glühfaden einver-
leibt werden, die dauernd in dem Faden verbleiben. Solche Metalle können z. B. Thorium
oder Tantal sein, welche in Metallpulverform oder in Form reduzierbarer Verbindungen zugesetzt
werden.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern
aus Wolframmetall, dadurch gekennzeichnet, daß das ' Wolframat eines
. leichter als Wolfram flüchtigen Metalles einemReduktionsprozeß unterworfen, hierauf
durch Hindurchleiten eines elektrischen Stromes in einem Vakuum bis zur Vertreibung des leichter flüchtigen Metalles
erhitzt und dann als Glühkörper verwendet wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Metallwolframat in die Form des Glühfadens gebracht, hierauf mit Wasserstoff
reduziert und durch Hindurchleiten eines elektrischen Stromes bis zur Vertreibung
des leichter flüchtigen Metalles ■erhitzt wird. ' .
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch ij'dadurch gekennzeichnet, \:
daß ein Metallwolframat verwendet wird, welches nach der Reduktion eine ziehbare
Legierung liefert, die durch Ziehen in die Form des fertigen Glühfadens gebracht
und durch nachfolgende Erhitzung von dem leichter flüchtigen Metall getrennt werden kann.
4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Silberwolframat als Ausgangsmaterial verwendet wird.
S- Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Wolframat zum Zweck der Herstellung von Legierungen dauernd in dem Faden verbleibende Metalle (Thorium oder
Tantal in Metallpulverform oder in Form reduzierbarer Verbindungen)
werden.
werden.
zugesetzt
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT38405D AT38405B (de) | 1906-05-19 | 1908-01-24 | Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Wolframmetall. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201283C true DE201283C (de) |
Family
ID=463848
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1906201283D Expired - Lifetime DE201283C (de) | 1906-05-19 | 1906-05-19 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201283C (de) |
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1906
- 1906-05-19 DE DE1906201283D patent/DE201283C/de not_active Expired - Lifetime
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