DE201283C - - Google Patents

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DE201283C
DE201283C DE1906201283D DE201283DA DE201283C DE 201283 C DE201283 C DE 201283C DE 1906201283 D DE1906201283 D DE 1906201283D DE 201283D A DE201283D A DE 201283DA DE 201283 C DE201283 C DE 201283C
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tungsten
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filament
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DE1906201283D
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 201283 KLASSE 21/. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES. in BERLIN.
Verfahren zur Herstellung von Gliihkörpern aus Wolframmetall.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Mai 1906 ab.
Gemäß vorliegender Erfindung werden Glühkörper aus Wolframmetall dadurch hergestellt, daß als Ausgangsmaterial das WoIframat eines Metalles verwendet wird, das leichter flüchtig ist wie Wolfram. Dieses Wolframat wird einem Reduktionsprozeß unterworfen, beispielsweise in der Art, daß das Wolframat im Wasserstoffstrom erhitzt wird. Es entsteht dann zunächst eine Legierung oder ein überaus inniges Gemisch von Wolframmetall mit dem anderen Metall. Das leichter flüchtige Metall wird vor der Verwendung dieses Materials zu Glühkörperzwecken durch Hindurchleiten eines elektrischen Stromes durch den Metallkörper im Vakuum vertrieben.
Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß das Wolfram und das andere Metall durch einen einheitlichen einfachen Reduktionsprozeß gewonnen werden und sofort in innigster Mischung" bzw. Legierung erhalten werden. Dieses Verfahren bietet nach verschiedenen Richtungen hin Vorzüge.1 Vor allem ist es bei geeigneter Wahl des leichter flüchtigen Metalles möglich, eine leichter schmelzbare Legierung zu erhalten, die sich infolgedessen leichter behandeln läßt; ferner kann das legierende Metall so gewählt werden, daß die entstehende Legierung wesentlich duktiler ist als das in der üblichen Weise gewonnene Wolframmetall.
Wenn die Duktilität der Mischung bzw. Legierung des Wolframs nicht sehr hoch ist, so wird man vorteilhaft in der Weise verfahren, daß das unreduzierte Metallwolframat mit oder ohne Zusatz eines geeigneten plastisch machenden Mittels in die Form des Glühfadens gebracht wird und hierauf in einer Wasserstoffatmosphäre bis zur Reduktion erhitzt wird. Durch Hindurchleiten eines elektrischen Stromes kann dann die Vertreibung des leichter flüchtigen Metalles aus dem Glühfaden bewirkt werden.
Wenn dagegen das Metalhvolframat nach der Reduktion eine gut ziehbare Legierung liefert, so kann manohne weiteres diese Legierung durch einen Ziehprozeß in die Form des fertigen Glühfadens bringen und diesen dann durch nachfolgende Erhitzung von dem leichter flüchtigen Metall befreien.
Man kann beispielsweise von Eisenwolframat ausgehen. Man erhält dann aber im allgemeinen sehr spröde Legierungen. Erheblich größere Duktilität besitzen die Legierungen, die man erhält, wenn man von Kupferwolframat, Silberwolframat oder Aluminiumwolframat ausgeht.
Besonders geeignet für das vorliegende Verfahren ist das Silberwolframat, da dieses schon bei äußerst niedriger Temperatur, im Wasserstoffstrom reduziert wird und elektrisch zu leiten beginnt.
Selbstverständlich können außer dem leichter flüchtigen Metall, das vor der Verwendung' als Glühkörper aus dem Faden entfernt wird, auch andere Metalle dem Glühfaden einver-
leibt werden, die dauernd in dem Faden verbleiben. Solche Metalle können z. B. Thorium oder Tantal sein, welche in Metallpulverform oder in Form reduzierbarer Verbindungen zugesetzt werden.

Claims (4)

Pate nt-An Sprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Wolframmetall, dadurch gekennzeichnet, daß das ' Wolframat eines . leichter als Wolfram flüchtigen Metalles einemReduktionsprozeß unterworfen, hierauf durch Hindurchleiten eines elektrischen Stromes in einem Vakuum bis zur Vertreibung des leichter flüchtigen Metalles erhitzt und dann als Glühkörper verwendet wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallwolframat in die Form des Glühfadens gebracht, hierauf mit Wasserstoff reduziert und durch Hindurchleiten eines elektrischen Stromes bis zur Vertreibung des leichter flüchtigen Metalles ■erhitzt wird. ' .
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch ij'dadurch gekennzeichnet, \: daß ein Metallwolframat verwendet wird, welches nach der Reduktion eine ziehbare Legierung liefert, die durch Ziehen in die Form des fertigen Glühfadens gebracht und durch nachfolgende Erhitzung von dem leichter flüchtigen Metall getrennt werden kann.
4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Silberwolframat als Ausgangsmaterial verwendet wird.
S- Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Wolframat zum Zweck der Herstellung von Legierungen dauernd in dem Faden verbleibende Metalle (Thorium oder Tantal in Metallpulverform oder in Form reduzierbarer Verbindungen)
werden.
zugesetzt
DE1906201283D 1906-05-19 1906-05-19 Expired - Lifetime DE201283C (de)

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AT38405D AT38405B (de) 1906-05-19 1908-01-24 Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern aus Wolframmetall.

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