DE2010331C3 - Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Aufregeln der Kanäle der informationsführenden Signalquellen einer Mehrzahl von Signalquellen, die sporadisch wechselnd die gesamte momentane Information auf sich vereinigen - Google Patents
Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Aufregeln der Kanäle der informationsführenden Signalquellen einer Mehrzahl von Signalquellen, die sporadisch wechselnd die gesamte momentane Information auf sich vereinigenInfo
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Description
Bei der Aufnahme ungeprobt: ablaufender Vorgange,
insbesondere der eines Interviews oder eines Streitgespräches, mit mehreren Mikrofonen ergeben sich fur
den Toningenieur im Regieraum insofern gewisse Schwierigkeiten, als er, der keinen optimalen visueller
Kontakt zu den Beteiligten hat, häufig nur mutmaßen kann, welche Person als nächste zu Worte kommen
oder in das Gespräch eingreifen wiiü. Dies gilt vor allem dann, wenn mehr als zwei Personen an dem Gesprach
beteiligt sind. Die mögliche Folge ist, daß der Toningenieur, der während der Aufnahme ja auch
noch andere wichtige Arbeiten zu erledigen hat und deshalb dem Gespräch nicht immer konzentriert
folgen kann, das dem betreffenden Gesprächsteilnehmer zugeordnete Mikrofon zu spät oder sogar ein
falsches Mikrofon aufregelt, wodurch der Zusammenhang des Gespräches mehr oder weniger stark gestört
wird.
Schwierigkeiten dieser Art bestehen nicht nur bei reinen Hörfunksendungen, sondern in besonderem
Maße auch bei Fernsehsendungen.
Man könnte diese Schwierigkeiten dadurch umgehen, daß während der Aufnahme sämtliche Mikroföne
eingeschaltet bleiben. Damit würde sich jedoch der Störpegel der Aufnahme nicht unbeträchtlich erhöhen.
Es wäre fernerhin möglich, ein oder mehrere Mikroföne
»auf Verdacht« aufzuregein. Wenn die Geräuschkulisse an den einzelnen Mikrofonen unterschiedlich
ist, führt dies aber beim Umbienden zu Schwankungen des Hintergrundgeräusches oder Geräuscheinbrüchen.
Es ist außerdem für den Toningenieur, insbesondere bei der Verwendung von Drehreglern an Stelle von
Flachbahnreglern, kaum möglich, mehr als zwei Regler gleichzeitig in schnellem Wechsel zu bedienen.
Es ist auch schon bekannt (»Funkschau« 1958, H. 13, S. 634), einen einzelnen Mikrofonkanal dann,
wenn er eine Information führt, selbsttätig dadurch aufzuregein, daß ein Teil des Signalstroms des in
einem Vorverstärker verstärkten Mikrofonsignals einer einen Gleichrichter enthaltenden Pegelbewertungsstufe
zugeführt wird, die nach Überschreiten eines Schwellwertes des Signülpegels den Mikrofonkanal
durchschaltet.
Demgegenüber hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, eine Schaltungsanordnung zu entwickeln, die
es gestattet, bei mehreren Signalquellen, die sporadisch wechselnd die gesamte momentane Information auf
sich vereinigen, selbsttätig die Kanäle derjenigen Signalquellen aufzuregein, die informationsführend sind.
Unter »Signalquellen« sind natürlich nicht nur Mikroföne, sondern auch Tonbandgeräte u. dgl. zu ver-
3 4
stehen. Die Erfindung beruht auf der Überlegung, daß ^^^Jl^^^" " 'V '
selbst unter ungünstigen Bedingungen die Pegelunter- gehörenden ^Γ.\ ,B der signalquclle Af1 durch-
si:hiede von Nutz- und Störmodulation sich wie 2:1 Wenn z. B. oer dje der Que,]en Mj und M3
verhalten, djese Pegeldifferenz daher ein zuverlässiges gescha.tet ist, ad« kejne Informat.;On führen.
Kriterium darstellt, das zur selbsttätigen Umschaltung 5 gesperrt sein, w spannüng wird deshalb über
der einzelnen Signalquellen herangezogen werden 9leichfll'EXktor des Transistors ^angeschlossene
, die an den Noucm« "*-·» CD ein negativer
aDie genannte Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 Kond 1 ensatOr"P!°iende 3rmüb?r 'den ''Ausgang A2 den
angegebene Erfindung gelöst. Die Arbeit des Ton- !mpu'S m^,keinBängen der Kippstuien der anderen
ingenieurs wird durch die Erfindung sehr erleichtert, to Loschimpulseingang ^ ^^ sperrti soweit
da dank der Schaltautomatik nur der informations- Kanäle z«8g"™\. führen und nicht bereits gesperrt
führende Kanal durchgeschaltet ist, die anderen Kanäle sie keine Infor™"° d olte DiOdCi)1 verhindert
aber gesperrt oder bedämpft bleiben, solange diese *nd· P* "^umkippen der Stufe ein positiver
keine Nutzinformation führen. hierbei, daß^beim υ PP ^ Aufregein a„e, Ka-
Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der 15 ImPu/f ^8S
Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen. nale fuhren w . verhindert werden, daß der
Die Erfindung und weitere Einzelheiten derselben L An,der^ ,".,, einer umkippenden Stufe an deren
werden im folgenden an Hand der Zeichnungen näher abgehende Ings, wjrksam wjrd Djesem
erläutert. τ'8"! Hi^nt die an den Löschimpulseingang E3 ange-
F i g. 1 zeigt das Blockschaltbild einer Schaltung- *o Zweck dient die an ^^ ^ .m Moment des
anordnung, die das selbsttätige Aufregeln der Kanäle schloss«-"e υ>™ K*'lleklor des Transistors Tr1 entder
informationsführenden Signalquellen dreier Signal- Umkippe™ * , , geöffnet wird und den
quellen ermöglicht, . f ?«ji«° g°CzschUeßt. Ein Trennwiderstand A1
F i g. 2 das Schaltschema einer der bistabilen Kipp- Losc,h'mP"daß alle anderen Stufen gelöscht werden,
stufen, dk- in der Schaltungsanordnung nach F 1 g. 1 a5 sorgt daiur, °d außer negativen Impulsen der
Anwendung finden. Wie g"af*' „..__ D0SitlVe Impulse zugeführt, und
In der F i g. 1 sind mit M1, M2, M3 drei Signal- Kippstufe aber auch^«ve P.^^ Impu,sen die
quellen bezeichnet, deren Ausgänge mit den Vorver- zwar "herden tingaing ^ gdangen, soll verstärkern
K1, Vt bzw. V3 verbunden sind, in denen das über eine Diode D an dw J «^ lt isi und
Signal verstärkt und auf Pegelgleichheit mit den an- 30 hindert werden SaB e η κ ^ wirksamwerden einer
deren Kanälen gebracht wird. Ein Teil des Signal- >nformauonsfuhrend ist du TCn ^ ^^ ^
Stroms wird abgegriffen und einer aus Gleichrichter anderen Kippstufe gesperri , ^^ ^
und DifterenziergHed bestehenden Pegetbewertungs- lange eine posUve Vo^spannu g ^ Nulzinfor.
stufe P1 P1 bzw. P3 zugeführt, deren einer Ausgang Diode D2, wie die ßeweu g
steile negative und deren anderer Ausgang steile posi- 35 mat.on meldet. Löschimpulse kann ein in-
tive Impulse liefert. Der Schwellwert dieser Pegel- Trotz ^™^™\^ gegenüber einem gleich-
bewerterstufe ist einstellbar, z. B. durch Veränderung formationsfuhrende^ KanJ1 geg t werden
der Vorspannung der Gleichrichter. Mit diesen Im- ^^ »"^.,^^^„'Kngang E, gegen Pluspulsen
wird eine bistabile Kippstufe K1, K2 bzw. K3 D.es wlf Q m b^en2en Schalte., Sch erreicht. Eine
angesteuert. Eine solche Kippstufe ist beispielsweise in 4o P»'f I31^f0X , h üui *, ermöglicht es
F ig. 2 dargestellt und arbeitet im Prinzip wie folgt: Taste Γ mit den Kontakten j , ,^ ^^ ^ ^^
Die dem Eingang E1 zugeleiteten negativen Impulse wejterhin einen; Losen ρ iU informalions-
OfTnen den Transistor Trx und schließen den Tran- alls ^a .amt ehe Kana ^ ^
sistorrr,, dessen Schaltzustand ebenso wie der des führendhi*polite ^ ^^ mehr dje M , h.
Transistors TV durch eine Signallampe £, bzw L, 45 &«chajtet waren u auszugeben Selbst
sistorrr,, dessen Schaltzustand ebenso wie der des führendhi*p ^ ^^ mehr dje M , h.
Transistors TV1 durch eine Signallampe £, bzw L, 45 &«chajtet waren u auszugeben. Selbst
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Aufregeln der Kanäle der informationsführenden
Signalquellen einer Mehrzahl von Signalquellen, die sporadisch wechselnd die gesamte momentane
Information auf sich vereinigen, d a d u r c h g ekennzeichnet,
daß ein Teil der Signalströme der in je einem Vorverstärker (K1, V* K3) »
verstärkten Signale der einzelnen Signalquellen (M1, Mx, M3) jeweils einer aus Gleichrichter und
Differenzierglied bestehenden Pegelbewertungsstufe (P1, P2, P3) zugeführt wird, die bei Überschreiten
eines Schwellwertes des verstärkten 1S Signals steile, erste Impulse an eine dem jeweiligen
Kanal zugeordnete bistabile Kippstufe (z. B. K1)
abgibt, die dann zum einen das Aufregeln des informationsführenden
Kanals besorgt und zum anderen mit einem den Kippstufen (z. B. K1, K3) ao
der anderen Kanäle zugeführten Löschimpuls solche Kanäle, die zwar aufgeregelt sind, aber keine
Information führen, in den Sperrzustand bringt, diesen Löschimpuls für sich selbst (z. B. K1) aber
durch Kurzschließen unwirksam macht, und daß *5 fernerhin von der Pegelbewertungsstufe (z. B. P1)
weitere Impulse mit gegenüber den ersten Impulsen umgekehrter Polarität abgegeben werden, die ein
Sperren des dieser Bewertungsstufe zugeordneten informationsführenden Kanals durch die anderen 3<
> Kippstufen (K2, K3) verhindern (F i g. 1).
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellwert der
Pegelbewertungsstufen variabel gehalten ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2 mit Transistor-Kippstufen, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kurzschließen des Löschimpulses für die jeweils umkippende Stufe selbst (z.B. K1) mit Hilfe
einer Diode (D2) bewirkt wird, der ein am Kollektor eines der Transistoren (Tr1) der Kippstufe (K1) im
Moment des Umkippens entstehender Impuls im Sinne des öffnens der Diode zugeführt wird, und daß
fernerhin dieser Diodedurch die von der Pegelbewertungsstufe (z. B. P1) abgeleiteten positiven Impulse
so lange eine positive Vorspannung im Sinne des öffnens der Diode zugeführt wird, wie diese Stufe
Impulse liefert, um ein vorzeitiges Sperren des informationsführenden Kanals durch Löschimpulse
anderer Kippstufen zu verhindern (F i g. 2).
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
in jeder Kippstufe ein den Löschimpulseingang(£3)
überbrückender Schalter (Sch) vorgesehen ist, der im durchgeschalteten Zustand das Sperren des
Kanals trotz eintreffender Löschimpulse verhindert.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine
Taste (T), mit der von Hand ein Löschimpuls gesetzt werden kann.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Os.-zillator,
der in gewissen Zeitintervallen Löschimpulse ausgibt.
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaltzustand der einzelnen Kanäle durch von den Kippstufen gesteuerte S^nallampen optisch
kenntlich gemacht ist.
8 Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch _ gekennzeichnet
daß die Verstärkung der Vorverstärker (K1, K2, K3)
zwecks Egalisierung der an α%^^""η^-
stufen (P1, Px, P3) abgegebenen Signale, egelbar_.st
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 2, 7
oder 8 für zwei S.gnalqueUen, die abwechse Ind informationsführend
sind, dadurch gekennzeicnnet,
daß den Pegelbewertungsstufen(P1, Px) der beiden
Kanäle eine gemeinsame Kippstufe zugeordnet ,si,
die unter Verzicht auf die Ζ"™™η§ von Loschimpulsen
die wechselwe.se Umschaltung besorg!.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702010331 DE2010331C3 (de) | 1970-03-05 | 1970-03-05 | Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Aufregeln der Kanäle der informationsführenden Signalquellen einer Mehrzahl von Signalquellen, die sporadisch wechselnd die gesamte momentane Information auf sich vereinigen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702010331 DE2010331C3 (de) | 1970-03-05 | 1970-03-05 | Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Aufregeln der Kanäle der informationsführenden Signalquellen einer Mehrzahl von Signalquellen, die sporadisch wechselnd die gesamte momentane Information auf sich vereinigen |
Publications (3)
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|---|---|
| DE2010331A1 DE2010331A1 (de) | 1971-09-23 |
| DE2010331B2 DE2010331B2 (de) | 1972-02-17 |
| DE2010331C3 true DE2010331C3 (de) | 1974-06-27 |
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ID=5764134
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|---|---|
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-
1970
- 1970-03-05 DE DE19702010331 patent/DE2010331C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2010331A1 (de) | 1971-09-23 |
| DE2010331B2 (de) | 1972-02-17 |
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