DE2010331B2 - Schaltungsanordnung zum selbsttaetigen aufregeln der kanaele der informationsfuehrenden signalquellen einer mehrzahl von signalquellen die sporadisch wechselnd die gesamte momentane information auf sich vereinigen - Google Patents
Schaltungsanordnung zum selbsttaetigen aufregeln der kanaele der informationsfuehrenden signalquellen einer mehrzahl von signalquellen die sporadisch wechselnd die gesamte momentane information auf sich vereinigenInfo
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Description
010
stehen. Die Erfindung beruht auf der Überlegung, daß selbst unter ungünstigen Bedingungen die Pegelunterschiede
von Nutz- und Störmodulation sich wie 2: 1 verhalten, diese Pegeldifferenz daher ein zuverlässiges
Kriterium darstellt, das zur selbsttätigen Umschaltung der einzelnen Signalquellen herangezogen werden
kann.
Die genannte Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Die Arbeit des Toningenieurs
wird durch die Erfindung sehr erleichtert, da dank der Schaltautornatik nur der informationsführende
Kanal durchgeschaltet ist, die anderen Kanäle aber gesperrt oder bedämpft bleiben, solange diese
keine Nutzinformation führen.
Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung und weitere Einzelheiten derselben werden im folgenden an Hand der Zeichnungen näher
erläutert.
F i g. 1 zeigt das Blockschaltbild einer Schaltungsanordnung,
die das selbsttätige Aufregeln der Kanäle der informationsführenden Signalquellen dreier Signalquellen
ermöglicht,
F i g. 2 das Schaltschema einer der bistabilen Kippstufen,
die in der Schaltungsanordnung nach F i g. 1 Anwendung finden.
In der F i g. 1 sind mit Af1, M2, M3 drei Signalquellen
bezeichnet, deren Ausgänge mit den Vorverstärkern V1, V2 bzw. V3 verbunden sind, in denen das
Signal verstärkt und auf Pegelgleichheit mit den anderen Kanälen gebracht wird. Ein Teil des Signalstroms
wird abgegriffen und einer aus Gleichrichter und Differenzierglied bestehenden Pegelbewertungsstufe
P1, P2 bzw. P3 zugeführt, deren einer Ausgang
steile negative und deren anderer Ausgang steile positive Impulse liefert. Der Schwellwert dieser Pegelbewerterstufe
ist einstellbar, z. B. durch Veränderung der Vorspannung der Gleichrichter. Mit diesen Impulsen
wird eine bistabile Kippstufe K1, K2 bzw. K3
angesteuert. Eine solche Kippstufe ist beispielsweise in F i g. 2 dargestellt und arbeitet im Prinzip wie folgt:
Die dem Eingang E1 zugeleiteten negativen Impulse
öffnen den Transistor 7V1 und schließen den Transistor
Tr2, dessen Schaltzustand ebenso wie der des
Transistors Tr1 durch eine Signallampe L1 bzw. L2
optisch kenntlich gemacht wird. Der Kollektor des Transistors Tr2 wird infolgedessen negativ, so daß an
dem Ausgang A1 eine Spannung ansteht, die einer der
Regelstufen S1, S2, S3 der F i g. 1 zugeführt, das Aufregeln
eines der zu den Signalquellen Af1, M2 bzw. ΜΛ
gehörenden Kanals besorgt.
Wenn z. B. der Kanal der Signalquelle M1 durchgeschaltet
ist, dann müssen die der Quellen M2 und Ai3
gesperrt sein, wenn sie keine Information führen. Gleichzeitig mit der Regelspannung wird deshalb über
die an den Kollektor des Transistors Tr2 angeschlossene
Kondensator-Diodenkombination C1, D1 ein negativer
Impuls gewonnen, der über den Ausgang .-J2 den
Löschimpulseingängen der Kippstufen der anderen Kanäle zugeführt wird und diese Kanäle sperrt, soweit
sie keine Information führen und nicht bereits gesperrt sind. Die entsprechend gepolte Diode D1 verhindert
hierbei, daß beim Umkippen der Stufe ein positiver Impuls abgegeben wird, der zum Aufregeln aller Kanäle
führen würde.
Andererseits muß aber verhindc/t werden, daß der
abgehende Impuls einer umkippendeii Stufe an deren eigenem Löschimpulseingang wirksam wird. Diesem
Zweck dient die an den Löschimpulseingang E3 angeschlossene
Diode D2, die durch den im Moment des Umkippens am Kollektor des Transistors Tr1 entstehenden
positiven Impuls geöffnet wird und den Löschimpuls kurzschließt. Ein Trennwiderstand A1
sorgt dafür, daß alle anderen Stuter gelöscht werden.
Wie gesagt, werden außer negativen Impulsen der Kippstufe aber auch positive Impulse zugeführt, und
zwar über den Eingang E2. Mit diesen Impulsen, die
über eine Diode D3 an die Diode D1 gelangen, soll verhindert
werden, daß ein Kanal, der aufgeregelt ist und informationsführend ist, durch Wirksamwerden einer
anderen Kippstufe gesperrt wird; sie erzeugen so lange eine positive Vorspannung zum Öffnen der
Diode D2, wie die Bewertungsstufe eine Isutzinformation
meldet.
Trotz eintreffender Löschimpulse kann ein informationsführender
Kanal gegenüber einem gleichwertigen anderen Kanal aber auch bevorzugt werden. Dies wird mit Hilfe eines den Eingang E3 gegen Pluspotential überbrückenden Schalters Sch erreicht. Eine
Taste T mit den Kontakten I1, I2 und t3 ermöglicht es
weiterhin, einen Löschimpuls von Hand zu setzen, falls etwa sämtliche Kanäle gleichzeitig informationsführend
sein sollten, weil dann alle Kippstufen durchgeschaltet wären und keine Stufe mehr die Möglichkeit
hätte, einen Löschimpuls auszugeben. Selbst dieser Vorgang läßt sich durch Einfügen eines Oscillators, der Löschimpulse in gewissen Zeitintervallen
»auf Verdacht« ausgibt, automatisieren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Auf- zwecks Egalisierung der an die Pegelbewertungsregeln
der Kanäle der informationsführenden 5 stufen (P1, P2, P3) abgegebenen Signale regelbar ist.
Signalquellen einer Mehrzahl von Signalquellen, 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 7
die sporadisch wechselnd die gesamte momentane oder 8 für zwei Signalquellen, die abwechuelnd inInformation
auf sich vereinigen, dadurch se- formationsführend sind, dadurch gekennzeichnet,
kennzeichnet, daß ein Teil der Signal- daß den Pegelbewertungsstufen (P1, P2) der beiden
ströme der in je Einern Vorverstärker (Vx, F2, K3) " Kanäle eine gemeinsame Kippstufe zugeordnet ist,
verstärkten Sienale der einzelnen Signalquellen die unter Verzicht a if die Zuführung von Lösch-(Af1,
A/,, AZ3) jeweils einer aus Gleichrichter und impulsen die wechselweise Umschaltung besorgt.
Differenzierglied bestehenden Pegelbewertungsstufe (P1, P2, P3) zugeführt wird, die bei Über-
ichreiten eines Schwellwertes des verstärkten 15
Signals steile, erste Impulse an eine dem jeweiligen
Signals steile, erste Impulse an eine dem jeweiligen
Kanal zugeordnete bistabile Kippstufe (z. B. Kx) Bei der Aufnahme ungeprobt ablaufender Vorgänge,
abgibt, die dann zum einen das Aufregeln des in- insbesondere der eines Interviews oder eines Streitformationsführenden
Kanals besorgt und zum gespräches, mit mehreren Mikrofonen ergeben sich für anderen mit einem den Kippstufen (z. B. A'.,, K3) 2° den Toningenieur im Regieraum insofern gewisse
der anderen Kanäle zugeführten Löschimpuls Schwierigkeiten, als er, der keinen optimalen visuellen
solche Kanäle, die zwar aufgeregelt sind, aber keine Kontakt zu den Beteiligten hat, häufig nur mutmaßen
Information führen, in den Sperrzustand bringt, kann, welche Person als nächste zu Worte kommen
diesen Löschimpuls für sich selbst (z. B. /U1) aber oder in das Gespräch eingreifen wird. Dies gilt vor
durch Kurzschließen unwirksam macht, und daß 25 allem dann, wenn mehr als zwei Personen an dem Geiernerhin
von der Pegelbewertungsstufe (z. B. P1) sprach beteiligt sind. Die mögliche Folge ist, daß der
weitere Impuls«- mit gegenüber den ersten Impulsen Toningenieur, der während der Aufnahme ja auch
umgekehrter Polarität abgegeben werden, die ein noch andere wichtige Arbeiten zu erledigen hat und
Sperren des dieser Bewertung-otufe zugeordneten deshalb dem Gespräch nicht immer konzentriert
informationsführenden Kanals durch die anderen 3° folgen kann, das dem betreffenden Gesprächsteil-Kippstufen
(K2, K3) verhindern (r i g. 1). nehmer zugeordnete Mikrofon zu spät oder sogar ein
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, da- falsches Mikrofon auf regelt, wodurch der Zusammendurch
gekennzeichnet, daß der Schwellwert der hang des Gespräches mehr oder weniger stark gestört
Pegelbewertungsstufen variabel gehalten ist. wird.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2 35 Schwierigkeiten dieser Art bestehen nicht nur bei
mit Transistor-Kippstufen, dadurch gekennzeich- reinen Hörfunksendungen, sondern in besonderem
net, daß das Kurzschließen des Löschimpulses für die Maße auch bei Fernsehsendungen,
jeweils umkippende Stufe selbst (z. B. K1) mit Hilfi Man könnte diese Schwierigkeiten dadurch um-
einer Diode (D2) bewirkt wird, der ein am Kollektor gehen, daß während der Aufnahme sämtliche Mikro-
eines der Transistoren (Tr1) der Kippstufe (K1) im 40 föne eingeschaltet bleiben. Damit würde sich jedoch
Moment des Umkippens entstehender Impuls im der Störpegel der Aufnahme nicht unbeträchtlich er-
Sinne des Öffnern der Diode zugeführt wird, und daß höhen.
fernerhin dieser Diode durch die von der Pegelbewer- Es wäre fernerhin möglich, ein oder mehrere Mikro-
tungsstufe (/. B. P1) abgeleiteten positiven Impulse föne »auf Verdacht« aufzuregein. Wenn die Geräusch-
so lange eine positive Vorspannung im Sinne des 45 kulisse an den einzelnen Mikrofonen unterschiedlich
Öffnens der Diode zugeführt wird, wie diese Stufe ist, führt dies aber beim Umbienden zu Schwankungen
Impulse liefert, um ein vorzeitiges Sperren des in- des Hintergrundgeräusches oder Geräuscheinbrüchen.
formationsführenden Kanals durch Löschimpulse Es ist außerdem für den Toningenieur, insbesondere
anderer Kippstufen zu verhindern (F i g. 2). bei der Verwendung von Drehreglern an Stelle von
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorher- 5o Flachbahnreglern, kaum möglich, mehr als zwei Regler
gehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig in schnellem Wechsel zu bedienen.
in jeder Kippstufe ein den Löschimpulseingang (E3) Es ist auch schon bekannt (»Funkschau« 1958,
überbrückender Schalter (Sch) vorgesehen ist, der H. 13, S. 634), einen einzelnen Mikrofonkanal dann,
im durchgeschaltetcn Zustand das Sperren des wenn er eine Information führt, selbsttätig dadurch
Kanals trotz eintreffender Löschimpulse verhindert. 55 aufzuregein, daß ein Teil des Signalstroms des in
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorher- einem Vorverstärker verstärkten Mikrofonsignals einer
gehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine einen Gleichrichter enthaltenden Pegelbewertungs-Taste
(7*), mit der von Hand ein Löschimptils gc- stufe zugeführt wird, die nach überschreiten eines
setzt werden kann. Schwellwertes des Signalpegels den Mikrofonkanal
6. Schaltungsanordnung nach einem der An- 60 durchschaltet.
Sprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Os- Demgegenüber hat sich die Erfindung die Aufgabe
zillator, der in gewissen Zeitintervallen Lösch- gestellt, eine Schaltungsanordnung zu entwickeln, die
impulse ausgibt. es gestattet, bei mehreren Signalquellen, die sporadisch
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorher- wechselnd die gesamte momentane Information auf
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, 65 sich vereinigen, selbsttätig die Kanäle derjenigen Sidaß
der Schaltzustand der einzelnen Kanäle durch gnalquellen aufzuregein, die informationsführend sind,
von den Kippstufen gesteuerte Signallampen op- Unter »Signalquellen« sind natürlich nicht nur Mikrotisch
kenntlich gemacht ist. föne, sondern auch Tonbandgeräte u. dgl. zu ver-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702010331 DE2010331C3 (de) | 1970-03-05 | 1970-03-05 | Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Aufregeln der Kanäle der informationsführenden Signalquellen einer Mehrzahl von Signalquellen, die sporadisch wechselnd die gesamte momentane Information auf sich vereinigen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702010331 DE2010331C3 (de) | 1970-03-05 | 1970-03-05 | Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Aufregeln der Kanäle der informationsführenden Signalquellen einer Mehrzahl von Signalquellen, die sporadisch wechselnd die gesamte momentane Information auf sich vereinigen |
Publications (3)
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|---|---|
| DE2010331A1 DE2010331A1 (de) | 1971-09-23 |
| DE2010331B2 true DE2010331B2 (de) | 1972-02-17 |
| DE2010331C3 DE2010331C3 (de) | 1974-06-27 |
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ID=5764134
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|---|---|---|---|
| DE19702010331 Expired DE2010331C3 (de) | 1970-03-05 | 1970-03-05 | Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Aufregeln der Kanäle der informationsführenden Signalquellen einer Mehrzahl von Signalquellen, die sporadisch wechselnd die gesamte momentane Information auf sich vereinigen |
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-
1970
- 1970-03-05 DE DE19702010331 patent/DE2010331C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2010331C3 (de) | 1974-06-27 |
| DE2010331A1 (de) | 1971-09-23 |
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