DE2005696C - Verwendung einer Eisenlegierung fur die Herstellung von Hüllen fur Schnellneutronen reaktoren - Google Patents
Verwendung einer Eisenlegierung fur die Herstellung von Hüllen fur Schnellneutronen reaktorenInfo
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- DE2005696C DE2005696C DE19702005696 DE2005696A DE2005696C DE 2005696 C DE2005696 C DE 2005696C DE 19702005696 DE19702005696 DE 19702005696 DE 2005696 A DE2005696 A DE 2005696A DE 2005696 C DE2005696 C DE 2005696C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer Eisenlegierung für die Herstellung von Hüllen für
Schnellneutronenreaktoren.
Nach der schweizerischen Patentschrift 220 545 ist eine Eisenlegierung mit 5% bis 40°/,, Chrom und mit
bis zu 3% Titan für die Herstellung von Gegenständen bekannt, die eine konstante und stabile Permeabilität
aufweisen sollen. Einer derartigen Legierung können auch noch wenigstens eines der Elemente Aluminium,
Silizium, Mangan, Molybdän, Wolfram, insgesamt bis zu 8% und daneben bis zu 3% Vanadium hinzulegiert
sein. Zur Erzeugung eines Spannungszustandes wird diese Legierung zum Beispiel mit einer Walzendtemperatur
von 9000C warmgewalzt. Hierbei oder auch beim Kaltwalzen kann ein Verformungsgrad von
5 bis 99°/o bestehen, wobei gleichfalls Zwis^henglühungen
bei Temperaturen von 700 bis 1200C erfolgen. Das Ziel ist dabei eine Legierung mit hohem
spezifischem elektrischem Widerstand und dadurch bedingten niedrigen Wirbelstromverlusten, die sich
hierdurch zum Gebrauch bei hochfrequenten Wechselströmen besonders gut eignet.
In auf die Am sndung bei thermonuklearen Reaktoren
begrenztem Ausmaß haben bereits bestimmte, nichtrostende, austenitische Stähle als Werkstoffe für
die Herstellung von Schutzhüllen der nuklearen Treibstoffe Verwendung gefunden. Von diesen Stählen ist
bekannt, daß sie infolge ihres Kristallisationssytems,
daß heißt infolge ihres kubisch-flächenzentrierten Gitters, erhöhte Festigkeitseigenschaften besitzen. Jedoch
weifen üiec« austenitischen Stähle eine gewisse
Sprödbruchempfindlichkeit auf. so daß man sie finer Bestrahlung durch einen Neutronenfluß erhöhter
Dichte, wie er bei Schnellneutronenreaktoren im Gegensatz zu thermonuklearen Reaktoren vorliegt, nicht
aussetzen ka.in.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Werkstoff für die Herstellung von Schutzhüllen
nuklearer Treibstoffe in Schnellneutronenreaktoren in Vorschlag zu bringen, bei dem die erwähnte Sprödbruchempfindlichkeit
in einem weitreichenden Maße ausgeschaltet ist. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß
eine Eisenlegierung, bestehend aus
13 bis 25% Chrom,
2 bis 7% Titan,
nicht mehr als ·
2 bis 7% Titan,
nicht mehr als ·
0,005% Kohlenstoff,
sowie wahlweise einzeln oder zu mehreren
0 bis 8% Aluminium,
2 bis 7% Vanadium,
2 bis 7% Silizium,
0 bis 3% Molybdän,
0 bis 8% Aluminium,
2 bis 7% Vanadium,
2 bis 7% Silizium,
0 bis 3% Molybdän,
ίο 0 bis 0,5% je Element einer oder mehrerer der
seltenen Erden,
Rest Eisen und erschmelzungsbedingte Verunreinigungen,
für die Herstellung von Hüllen für Schnell-
«5 neutronenreaktoren verwendet.
Bei einer derartigen Legierung tragen die chemische Zusammensetzung, das kubisch-fiächenzenlrierte Gitter
und die hervorragenden Festigkeitseigenschaften bei hohen Temperaturen dazu bei, daß sie sich in beson-
ao derem Maße für den eingangs genannten 'Verwendungszweck
eignet, infolge ihrer chemischen Zusammensetzung besteht bei derartigen Legierungen ein geringer
Wirkquerschnitt zur Absorption von Schi.ellneutronen in Verbindung mit guter Verträglichkeit
mit dem im Karbidzustand vorgesehenen Treibstoff und mit der wärmeabführenden Flüssigkeit. Die
Festigkeitseigen.ichaften bei hohen Temperaturen liegen
zwischen denjenigen austenitischer und ferritischer Stähle.
Die Herstellung der Legierung kann auf herkömmliche Art in einem normalen Tiegel aus Sintermagnesit
erfolgen, wobei sie möglichst unter Vakuum bzw. in einer Schutzgasatmosphäre abgekühlt wird. Eine
weitergehende Verbesserung erzielt man nach dem Gießen und Abkühlen durch eine Erhitzung auf eine
hinreichende, in der Regel über 1000°C liegende Temperatur, bei welcher alle eventuell vorliegenden Festausscheidungen
aufgelöst werden. Im Anschluß an die Erhitzung wird bei einer der Erhitzungstemperatur
möglichst naheliegenden Temperatur eine Verformung durch mechanische Reduzierung im Bereich
vom 20 bis 60% durchgeführt, die zu einer neuen Verteilung der Härteausscheidung führt.
Als Beispiel wurde eine ferritische Legierung mit der Zusammensetzung 13% Cr; 5% Ti; 2% V; 0,2% Al; 0,1% Ce; Rest Fe, hergestellt, vergossen, abgekühlt und bei einer Temperatur von 700C drei Tage lang gealtert. Sie ergab die folgenden Festigkeitseigenschaften, die bei einer Temperatur von 700° C und einer Zuggeschwindigkeit von 0,5% pro Minute gemessen wurden:
Als Beispiel wurde eine ferritische Legierung mit der Zusammensetzung 13% Cr; 5% Ti; 2% V; 0,2% Al; 0,1% Ce; Rest Fe, hergestellt, vergossen, abgekühlt und bei einer Temperatur von 700C drei Tage lang gealtert. Sie ergab die folgenden Festigkeitseigenschaften, die bei einer Temperatur von 700° C und einer Zuggeschwindigkeit von 0,5% pro Minute gemessen wurden:
Bruchlast 18,2 kg/mm2
Streckgrenze 16,2 kg/mm2
Dehnung 27%
Nach einer thermomechanischen Behandlung mit
einer erten mechanischen Reduzierung von 40% nach Erhitzung auf 1100° C und dann einer zweiten
Reduzierung vun 30% nach Erhitzung auf 900°C
ergab die gleiche Zusammensetzung bei 700° C die folgenden Eigenschaften:
Streckgrenze 11 kg/mm2
Bruchlast 14 kg/mm2
Dehnung 120%
Claims (1)
- Patentanspruch:Verwendung einer Eisenlegierung, bestehend aus 13 bis 25% Chrom,2 bis 7% Titan,
nicht mehr als0,005% Kohlenstoff,
sowie wahlweise einzeln oder zu mehreren0 bis 8% Aluminium,2 bis 7% Vanadium,2 bis 7% Silizium,0 bis 3% Molybdän,0 bis 0,5% je Element einer oder mehrerer der seltenen Erden,Rest Eisen und erschmelzungsbedingie Verunreinigungen, für die Herstellung von Hüllen für Schnellneutronenreaktoren.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU58006 | 1969-02-14 | ||
| LU58006 | 1969-02-14 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2005696A1 DE2005696A1 (de) | 1971-01-21 |
| DE2005696B2 DE2005696B2 (de) | 1972-01-20 |
| DE2005696C true DE2005696C (de) | 1973-07-19 |
Family
ID=
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