DE200522C - - Google Patents

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DE200522C
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H21/00Switches operated by an operating part in the form of a pivotable member acted upon directly by a solid body, e.g. by a hand
    • H01H21/02Details
    • H01H21/18Movable parts; Contacts mounted thereon
    • H01H21/36Driving mechanisms
    • H01H21/52Driving mechanisms with means for introducing a predetermined time delay

Landscapes

  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

ι e
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Sprechumschalter für Fernsprechämter, welcher mittels eines Handgriffes (Hebels usw.) in verschiedene Stellungen gebracht wird und mit einer Zeitkontaktvorrichtung zusammenwirkt, die selbsttätig einen Rufstrom von bestimmter Dauer zum gewünschten Teilnehmer sendet.
Bei den bekannten Einrichtungen dieser
ίο Art wird die Zeitkontaktvorrichtung durch eine besondere Handhabung des Sprechumschalters in Tätigkeit gesetzt und muß daher der Vermittlungsbeamte, wie bei dem gewöhnlichen Sprechumschalter mit Rufkontakt, selbst den Anruf Vorgang veranlassen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Sprechumschalter, welcher eine Anrufhandhabung seitens des Vermittlungsbeamten nicht erfordert, somit unabhängig vom Willen des letzteren in Wirkung tritt. Hierdurch ist eine wesentliche Erleichterung des Vermittlungsdienstes geschaffen, da der Beamte nicht mehr nötig hat, seine Aufmerksamkeit, nachdem die eigentliche Verbindungs-
arbeit durch das Äusprüfen und Anschließen der Teilnehmerleitung erledigt ist, noch auf das Anrufen dieses Teilnehmers zu richten. Die Sicherheit des Verkehrs ist ebenfalls erhöht, da ein versehentliches Unterbleiben des Anrufs nicht stattfinden kann.
Gemäß der Erfindung ist die Wirkung der Zeitkontaktvorrichtung von zwei stets notwendigen Handhabungen des Sprechumschalters derart abhängig, daß der Zeitkontakt durch . die Abfragestellung des Schalters in Wirkungsbereitschaft gesetzt und durch Verbringen des Schalters in die Durchsprechstellung ausgelöst wird. Die Handhabungen des Beamten am Sprechumschalter beschränken sich demzufolge darauf, denselben zum Abfragen des rufenden Teilnehmers in die entsprechende Stellung und nach dem Prüfen und Anschließen der gewünschten Teilnehmerleitung in die Durchsprechstellung zu bringen. Durch die selbsttätige Beeinflussung der Zeitkontaktvorrichtung während dieser Handhabungen tritt alsdann diese Vorrichtung ohne weiteres Zutun des Beamten in Tätigkeit, indem sie z. B. eine ständig laufende W7echselstrommaschine vorübergehend mit der Leitung des anzurufenden Teilnehmers- verbindet und hiernach die gleichzeitig vorübergehend unterbrochene Durchsprechverbindung wiederherstellt.
In Fig. ι der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht, bei welcher die Zeitkontaktvorrichtung unmittelbar mit dem Sprechumschalter kombiniert ist, während Fig. 2 eine Ausführung zeigt, bei welcher dieselbe auf elektromagnetischem Wege vom Sprechumschalter aus in Tätigkeit gesetzt wird und an beliebiger, vom Sprechumschalter entfernter Stelle angeordnet werden kann.
Fig. ι zeigt den Sprechumschalter in einer Seitenansicht und den Griff α desselben in der Abfragestellung, während die Ruhe- und Durchsprechstellung desselben durch die strichpunktierte Linie m angedeutet ist.
Der Griff α ist um den Punkt η drehbar und trägt eine Rolle b mit Isolierüberzug, welche einerseits in der Ruhelage m des
Griffes sechs Kontaktfedern c — welche sich in der Figur paarweise decken — so beeinflußt, daß durch die Federn c die Verbindung zwischen den zum anrufenden Teilnehmer führenden Adern i, 2 der Stöpselschnur und deren Fortsetzung 3, 4 hergestellt wird, während die zum Sprechapparat t des Beamten führenden Leitungen 7,8 von den Adern 1,2 getrennt sind.
Beim Umlegen des Griffes α in die gezeichnete Stellung wird zufolge Freigabe der Federn c durch die Rolle b die Verbindung zwischen 1, 2 und 3, 4 gelöst und der Sprechapparat t des Beamten mit den Adern 1, 2 und dem anrufenden Teilnehmer verbunden, so daß letzterer abgefragt werden kann.
In dieser Stellung des Griffes α ist durch die Rolle b zugleich ein bei 0 drehbar gelagerter Hebel d, welcher eine aus Isoliermasse bestehende Rolle g trägt, aus der punktiert angedeuteten Ruhelage ρ in die gezeichnete Lage gedrückt. Beim Übergang in diese Lage schleift die angelenkte Rolle g an den Federn f vorbei, ohne dieselben zu bewegen. Der Hebel d liegt gegen eine Stange r an, welche mittels eines Kolbens q in einem Zylinder 11 geführt ist und in letzteren gegen den Druck einer Feder e eingeschoben wird.
Wird nach dem Abfragen des anrufenden Teilnehmers und dem Prüfen und Anschließen des gewünschten Teilnehmers an die Adern 5,6 der Stöpselschnur der Griff α des Sprechumschalters in die Durchsprechstellung m zurückgebracht, so gibt die Rolle b den Hebel d frei, dieser bewegt sich unter dem Druck der Feder e nach aufwärts und bewegt mittels der jetzt nicht ausweichenden Rolle g die Federn f derart, daß die Verbindung der Adern 5, 6 mit deren Fortsetzung 3, 4 bzw. dem anrufenden Teilnehmer aufgehoben und eine Verbindung zwischen 5, 6 und den Zuleitungen 9, 10 einer Wechselstromquelle w hergestellt wird, so lange wie die Rolle g an den Federn f entlangschleift. Befindet sich der Hebel d wieder in der Ruhelage p, so kehren auch die Federn f in die gezeichnete Stellung zurück, in welcher die Anrufstromquelle n> wieder abgeschaltet und die Durch-Sprechverbindung 1,2-3,4-5,6 zwischen den Teilnehmern hergestellt ist.
Um die Dauer des Anrufs zu verlängern, kann der Zylinder u als eine Luftbremse nach bekannter Art ausgebildet oder irgendeine andere Bewegungsverzögerungsvorrichtung mit dem Hebel d verbunden werden, durch welche die Rückbewegung desselben in die Ruhelage ρ verzögert wird.
Die Feder e kann auch durch ein Gewicht ν (wie angedeutet) oder durch eine Druckluftspannvorrichtung ersetzt werden.
In Fig. 2 wird der Hebel d — anstatt unmittelbar durch den Griff des Sprechumschalters — durch einen Elektromagneten i bewegt, welcher in der Abfragestellung des Sprech-Umschalters über einen Kontakt desselben erregt und bei Rückkehr des Sprechumschalters in die Durchsprechstellung zufolge öffnung dieses Kontaktes wieder stromlos wird. Diese Einrichtung ist wegen ihrer Einfachheit nicht dargestellt und der genannte Kontakt durch die Leitungen 11, 12 mit dem Elektromagneten verbunden zu denken. Der Hebel d ist um den Punkt 0 drehbar und trägt wie in Fig. 1 eine beweglich angelenkte Druckrolle g, welche, wie bei Fig. 1 beschrieben, auf die Federn f einwirkt. Bei e greift eine Federkraft, bei h eine Verzögerungsvorrichtung in entgegengesetzter Richtung wie e am Hebel d an mit der bei Fig. ι beschriebenen Wirkung. Die Figur stellt die Abfragestellung der Vorrichtung dar.
Bei dieser Ausführung kann der Sprechumschalter am Platze des Vermittlungsbeamten in einem einfachen Schalter bestehen, welcher lediglich den erwähnten Kontakt zur Erregung des Elektromagneten i besitzt. Zu diesem Zwecke werden die Abfragekontaktfedern c gleichfalls nicht im Sprechumschalter, sondern am Schaltmechanismus d, g der Fig. 2 so angeordnet, daß beim Anziehen des Ankers des Elektromagneten (Abfragestellung) die Federn c in gleicher Weise, wie bei Fig. 1 beschrieben, durch den Elektromagnetanker bewegt werden, also die Verbindung 1, 2 mit 3, 4 getrennt und die Verbindung i, 2 mit 7, 8 hergestellt wird. Beispielsweise kann zu diesem Zweck der Anker des Elektromagneten i, wie in Fig. 2 angedeutet, mit einer Druckrolle χ versehen werden, welche die Abffagekontaktfedern c1 in gleicher Weise wie die Rolle b der Fig. 1 die Federn c beeinflußt.
Beim Einbau des Schaltmechanismus d, g in den Sprechumschalter nach Fig. 1 kann zweckmäßig der Schaltergriff α mit dem Hebel d (fest oder beweglich) gekuppelt werden, so daß er die jeweilige Stellung des letzteren anzeigt und erst in der Ruhelage ρ desselben seine Ruhelage m erreicht. Mittels dieser Einrichtung kann das richtige Arbeiten des Mechanismus d, g auf einfache Weise überwacht werden.

Claims (5)

  1. Patent-An Sprüche:
    I. Sprechumschalter für Fernsprechämter, dessen Handgriff mit einer Zeitkontaktvorrichtung zum selbsttätigen Anruf des gewünschten Teilnehmers zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß
    die Wirkung· der Zeitkontaktvorrichtung von zwei Handhabungen des Schalterhandgriffes in der Weise abhängig ist, daß der Zeitkontakt durch die Abfragestellung des Schalters in Wirkungsbereitschaft gesetzt und durch Verbringen des Schalters in die Durchsprechstellung ausgelöst wird, zum Zwecke, eine besondere Rujhandhabung des Sprechumschalters zu ersparen.
  2. 2. Ausführungsform des Sprechumschalters nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine mit dem Sprechumschaltergriff (a) verbundene Exzenterrolle (b), welche beim Umlegen des Griffes die Abfragekontaktfedern (c) beeinflußt, zugleich ein schwingbarer Hebel (d) entgegen der Wirkung einer Federkraft (e) bewegt wird, wobei eine an demselben angelenkte Rolle (g) so zu Anrufkontaktfedern (f) gestellt wird, daß nach Rückstellung des Schaltergriffes (a) in die Ruhelage zufolge Rückbewegung des Hebels (d) unter dem Einfluß . der Feder (e) eine-vorübergehende Berührung der Anrufkontaktfedern (f) bewirkt wird, deren Zeitdauer durch eine Verzögerungsvorrichtung (Luftbremse u. dgl.) geregelt werden kann.
  3. 3. Ausführungsform des Sprechumschalters nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mit den Anrufkontaktfedern ff), einer Federkraft (e)
    o. dgl. und gegebenenfalls einer Verzögerungsvorrichtung (h) zusammenwirkende Hebel (d) durch einen Elektromagneten (i) bewegt wird, welcher über einen Kontakt des in die Abfragestellung verbrachten Sprechumschalters Strom erhält.
  4. 4. Ausführungsform des Sprechumschalters nach Anspruch 1 und 3, dadurch ' gekennzeichnet, daß der die Zeitkontaktvorrichtung (d, g) in Bereitschaft setzende Elektromagnet (i) mittels seines Ankers zugleich die Kontaktgabe zum Zwecke des Abfragens bewirkt.
  5. 5. Sprechumschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltergriff (a) mit der Zeitkontaktvorrichtung (d, g) fest oder beweglich gekuppelt ist, zum Zwecke, die Bewegung der Vorrichtung zu kontrollieren.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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