DE2004508C - Fordervorrichtung zum Fordern eines Schuttgut Wasser Gemisches unter Druck - Google Patents
Fordervorrichtung zum Fordern eines Schuttgut Wasser Gemisches unter DruckInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fördenorrichtung zum
Fördern eines Schüttgut-Wasser-Gemisches unter Druck, bestehend aus einem Förderrohr mit anschließendem
Hinlaßrohr, das in einen Prallbehälter mündet, wobei der Prallbehälter eine von der Behälterinnenwand
gebildete Ptallfläche zum Abbremsen des Schüttgutes und eine Auslaßöflnung für das abgebremste
Gut aufweist.
Bei einer bekannten Fördervorrichtung ist der Prallbehälter durch flexible Schlauchglieder mit einer
von Rohren gebildeten, das Schüttgut, z. B. Sand oder Kies, vom Grund eines Sees, Flusses od. dgl. an die
Wasseroberfläche transportierenden Fördereinrichtung verbunden. Die flexiblen, zwischen dem Prailbehälter
und der an sich starren Fördereinrichtung angeordneten Schlauchglieder dienen dazu, die Rohre
der Fördereinrichtung um eine oestimmte Höhe im Wasser anheben zu können, um etwaigen Hindernissen
ausweichen zu können oder um einen am unteren Ende der Fördereinrichtung angeordneten Saugkopf
aus der durch die Förderung des Schüttgutes am Flußboden entstandenen Grube herausziehen, so daß dann
die rohrförmige Fördereinrichtung gefahrlos verschwenkt werden kann. Ferner ist es bekannt, ein
durch eine Winde mit Seilzug verschwenkbares Förderrohr mittels eines Drehgelenkes, z.B. an eine
Pumpe, anzuschließen.
Von Nachteil bei den bekannten Ausführungsformen ist es, daß die die Anhebung der Fördereinrichtung
bewirkenden, flexiblen Schlauchglieder sehr starken Verschleißerscheinungen ausgesetzt sind und deswegen
verhältnismäßig oft ausgetauscht werden müssen.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, die «enann-
ten Mangel zu beseitigen und eine Verbindung zwischen dem Prallbehälter und der Fördereinrichtung
vorzuschlagen, auf Grund derer ein Anheben und/ oder Senken der mit dem Prallbehälter verbundenen
Fördereinrichtung ohne die Verwendung flexibler
t5 Scnlauchglieder möglich ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Einiaßrohr in einem am Prallbehälter vorgesehenen
Schlitz vertikal auf und ab bewegbar und die Prallnäche, sei es als Teil der Behälterinnenwand
jo selbst oder sei es als zusätzliche besondere Wand, so
angeordnet ist, daß das abgebremste Gut vom Schlitz ferngehalten ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß bei tangentialer Einmün-
dung des Einlaßrohres in den zylindrisch ausgebildeten Prallbehälter dit besondere Wand in das Behälterinnere ragt und den Schlitz seitlich begrenzt. Schließlich
ist vorgesehen, daß das. Cinlaßrohr in an sich bekannter
Weise drehbar im Schlitz gelagert ist.
Von Vorteil bei dieser Ausführungsform ist es.
wenn am Einlaßrohr eine Kugeldrehvcrbindung angeordnet ist, die mittels Rollen auf Schienen am
Schlitz verschieblich ist.
Schließlich ist es noch von Vorteil, wenn zum An heben und Absenken des mit dem Einlaßrohr verbundenen
Förderrohres eine Winde auf dem Prallbehälter angeordnet ist.
In der Zeichnung ist ein AusliÜ.runsisbeispiel der
Ausbildung gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. I die Fördervorrichtung in e'er Gesamiansicht,
Fig. 2 eine vergrößerte Teilansicht der Fördervorrichtung
nach Fig. 1 und
Fig.? eire Schnittansicht entlang der Linie 3-3 in
Fig. 2.
In F i g. 1 ist in einer Gesamtansicht die mit dem Bezugszeichen 10 versehene Fördervorrichtung zum
Fördern von unter Wasser lagerndem Schüttgut dargestellt. Die auf der Oberfläche eines Sees, Flusses
ou. dgl. schwimmende Vorrichtung 10 weist zahlreiche
Luftkanimern oder Pontons 12 auf, die nach Art des Baukastenprinzips mit ihren Stirnseiten aneinandergefügt
sind. Auf diese Weise entsteht durch die Verbindung der einzelnen Pontons 12 ein Schwimmkörper
14, der zur Erhöhung ^er Tragkraft weiterer,
rechtwinklig zu den Pontons 12 angeordnete (gestrichelt dargestellte) Pontons 16 aufweist, welche z. B.
eine zweite, nicht dargestellte Pontonreihe mit der ersten von den Pontons 12 gebildeten Reihe verbinden.
Der Schwimmkörper 14 trägt an seiner Oberseite einen Prallbehälter 18, in den das durch eine Fördereinrichtung
20 geförderte Schüttgut mit hoher Geschwindigkeit gelangt.
Die Fördereinrichtung besteht, wie aus F i g. 1 ersichtlich, aus einer im Bereich des Prallbehälters 18
angeordneten Motorpumpe 22, welche über einen Saugkorb 24 Wasser in eine Druckleitung 26 fördert,
von wo es zu einem am unteren Ende der Förderein-
-richtung 20 angeordneten, jedoch nicht dargestellten
Forderkopf geleitet wird. Durch diesen Förderkopf wird das zu fördernde Schüttgut, z. B. durch Unterdruck,
aufgenommen und zusammen mit Wasser über eine mit dem Prallbehälter 18 verbundene Förderleitun»
28 nach oben transportiert.
Am unteren Ende der Fördereinrichtung 20, und zwar vorzugsweise im Bereich des (nicht dargestellten)
Förderkopfes ist ein Seil 30 befestigt, dessen anderes Ende auf einer motorisch betriebenen Seilwinde
32 aufgewickelt ist. Diese Seilwinde wird von einem auf dem Schwimmkörper 14 angeordneten Bock 34
getragen.
Auf der der Seilwinde 32 abgewandten Seite des Prallbehälters 18 ist ein Förderband 36 vorgesehen,
durch welches das aus dem Prallbehälter 18 austretende Schüttgut aufgenommen wird. Auf diesem Förderband
erfolgt eine Entwässerung des Schütt»utes. Das durch das Förderband 36 entwässerte Schüttgut.
z. B k'-s °der Sand, wird auf ein weiteres Förderband
-1H gegeben, durch welches es .ins l'fer transportiert
wii J. um dort entweder sofort auf 1 kw\ \ ei laden
1^r 7UX späteren Abholung gelagert /u werden.
W:. .!us Fig. 2 ersichtlich, wird der Prallbehälter
18 \i»i einem Bock 40 getragen. Der Bock 40 stützt »5
eine ocn Prallbehälter 18 aufnehmende Bodenplatte
42 a'" Vn dem unterhalb der Platte 42 gelegenen Abschtr.t!
Jer Förderleitung 28 ist eine Konsole 44 befestig;,
welche mit ihrem freien Hnde die Motorpumpe 22uii!.:mmt.
Der obere Endabschnitt der vertikalen Förderleitung -3 ist rechtwinklig in Richtung/um Prallbehälter
18 .i'i-.'mgen. Dieses abgewinkelte finde der Föiderleituii::
28 ist als ein Einlaßrohr 46 ausgebildet, das in einen am Prallbehälter 18 vorgesehenen, vertikalen
Schlii/ 48 hineinragt. Die Schiit/breite und der AuLW^durchmesser des Finlaßroiires 46 sind so bemessen,
daß ein ausreichender Spielraum zwischen diesen beiden Teilen vorhanden ist. Neben der in
Fig. J dargestellten linken Wand des Einlaßrohres 46
ist ι ine als Prallfläche wirkende Wand 50 im zylindrischen
Prallbehälter 18 angeordnet. Die Wand 50 ram dabei um ein geringes Maß weiter in das Innere
des Prallbehälters 18 hinein als das Einlaßrohr 46. Das obere Finde des Prallbehälters 18 ist von einer
Deckplatte 52 verschlossen, auf der eine durch einen Motor 54 angetriebene Seilwinde 56 befestigt ist. Auf
die Trommel der Seilwinde 56 sind zwei Seile 58 aufgewickelt. An den unteren freien Enden der Seile
ist mittels Ösen 60 eine Kreisringplatte 62 befestigt, durch deren Mittelöffnung 64 das Einlaßrohr 46 hindurchragt.
Am äußeren Umfang der Ringplatte 62 (in F i e. 2 links und rechts) sind je ein Paar Führungsrollen
66 angeordnet, welche in vorzugsweise U-förmigen Schienen 68 geführt sind. Die Schienen 68 sind
mit ihren Enden an der Deckplatte 52 und der Bodenplatte 42 befestigt.
Wie aus F i g. 3 ersichtlich, bildet die Kreisringplatte 62 mit einem das Einlaßrohr 46 haltenden Profilflansch
70 mittels dazwischen angeordneter Kugeln 72 eine Kugeldrehverbindung 74. Diese Kugeldrehverbindung
gewährleistet, daß das Einlaßrohr 46 mittels des fest angeordneten Profilflansches 70 um die
Ringplatte 62 verschwenkt werden kann.
Der Schlitz 48 ist in seinem unteren, der Platte 42 zugeordneten Bereich durch eine Wand 76 geschlossen.
Dadurch kann das Tiit Wasser vermischte, von
der Förderleitung 28 in den Prallbehälter 18 geförderte Schüttgut nicht aus dem Schlitz 48 herauslaufen,
sondern das »Gemisch« strömt über eine seitliche am Prallbehälter angeordnete Auslaßöffnung 78 und über
eine Rinne 80 zum Förderband 36.
Ist die Vorrichtung im Betrieb, dann gelangt das geförderte Schüttgut aus dem Einlaßrohr 46 in den
Prallbehälter 18. Die Fördergeschwindigkeit des Schüttgutes ist verhältnismäßig hoch, so daß das in
den Prallbehälter 18 einströmende Schüttgut gegen die Innenwand des Behälters 18 stößt und entsprechend
der zylindrischen Form des Behälters 18 umgelenkt wird. Um ein Zurückströmen des Schüttgutes in
das Einlaßrohr 46 zu verhindern, bildet die Wand 50 als Prallfläche eine wirksame Endbarriere, gegen die
das umgelenkte Schüttgut prallt, um anschließend nach unten auf den Boden des Prallbehältcrs 18 zu
fallen. Von dort gelangt das mit Wasser vermischte Schüttgut, wie bereits erwähnt, über die Auslaßöffnung
78 und die Rinne 80 zum Förderband 36.
Durch den im Verlauf der Förderung des Schüttgutes sich immer tiefer in den Flußgi ;id einarbeitenden
Förderkopf entsteht allmählich eine Grube, aus welcher dann der Förderkopf, wenn die Ergiebigkeit der
Förderstelle nachgelassen hat, herausgezogen werden muß.
Das Anheben des Förderrohres 28 erfolgt mittels der Seilwinde 56. Durch das Hochziehen der Seile 58
wird die mit diesen verbundene Kreisringplatte 62 mittels der Rollen 66 nach oben bewegt, wobei gleichzeitig
auch der das Einlaßrohr 46 tragende Profilflansch 70 mit der Kugeldrehverbindung 74 nach
oben bewegt wird. Eine durch dieses Anheben leicht hervorgerufene Querbewegung der Kreisrii.gplatte 62
wird durch die von den Schienen 68 geführten Führungsrollen 66 verhindert. Das Anheben des Förderrohres
28 mittels der Seilwinde 56 ist dann beendet, wenn der am unteren Ende der Fördereinrichtung 20
angeordnete Förderkopf aus der Grube herausgezogen ist.
Wenn nun die Vorrichtung 10 an eine andere Förderstelle gebracht wird, ist es notwendig, um eine Beschädigung
der weit in die Tiefe des Flusses oder Sees hinunterragenden Fördereinrichtung 20 zu verhindern,
diese nach oben in Richtung zu.n Schwimmkörper 14 hin zu verschwenken. Diese Verschwenkbewegung
der Fördereinrichtung 20 erfolgt über die Seilwinde 32, durch welche das Seil 30 aufgewickelt wird.
Die Schwenkbewegung der Fördereinrichtung 20 bewirkt eine Verdrehung des Einlaßrohres 46 um seine
Längsachse. Die Drehbewegung wird auf den Profilflansch 70 übertragen, welcher auf Grund der Ki'geldrehu
erbindung 74 nun auf der Kreisringplatte 62 abrollt, die ihrerseits dagegen in ihrer Position verharrt.
Gleichfalls mit dieser, durch die Seilwinde 32 hervorgerufenen Schwenkbewegung der Fördereinrichtung
20 wird die mittels der Konsole 44 an der Förderleitung 28 befestigte Motorpumpe 22 ebenfalls verschwenkt.
Auf Grund der Kugeldrehverbindung 74 ist es möglich,
das mit Spieltin den Schlitz 48 hineinragende Einlaßrohr
46 zu verschwenken, wobei weiterhin neben dieser Schwenkbewegung auch, gegebenenfalls gleichzeitig
eine Auf- und Abbewegung des Einlaßrohres und damit der Fördereinrichtung 20 entlang des
Schlitzes 48 möglich ist.
In der Zeichnung ist das Einlaßrohr 46 tangential in den Prallbehälter 18 eingeführt. Die Einführung des
Rohres 46 kann auch etwa zentral erfolgen, wobei sich
die Achsen des Rohres 46 und des Behälters 18 etwa rechtwinklig schneiden. Da in diesem Falle das mit
Wasser vermischte Schüttgut etwa senkrecht auf die gegenüberliegende Wand des Praitbehälters auftrifft
und dann nach unten absinkt, kann eventuell die Wand 50 entfallen. Die Funktion der Wand SO wird
hier von der dem Einlaßrohr 46 gegenüberliegenden Behälterwand übernommen.
Der Prallbehälter 18 kann auch einen eckigen, vorzugsweise rechteckigen Querschnitt haben. Immer
wenn dem Einlaßrohr 46 eine Behälterwand in entsprechendem Abstand senkrecht gegenüberliegt und
S als Prallfläche wirkt, kann keine kreisförmige Bewegung des Schüttgutes im Behälter 18 entstehen. Di: als
besondere Prallfläche wirkende Wand SO kann also damn entfallen.
Claims (5)
1. Fördervorrichtung zum Fördern eines
Schüttgut-Wasser-Gemisches unter Druck, bestehend aus einem Förderrohr mit anschließendem
Einlaßrohr, das in einen Prallbehälter mündet, wobei der Prallbehälter eine von der Behälterinnenwand
gebildete Prallflächc zum Abbremsen des Schüttgutes und eine Auslaßöffnung für das
abgebremste Gut autweist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Einlaßroht (46) in einem am Prallbehälter (18) vorgesehenen Schlitz
(48) vertikal auf und ab bewegbar und die Prallfläche, sei es als Teil der Behälterinnenwand selbst
oder sei es als zusätzliche besondere Wand (50), so angeordnet ist, daß das abgebremste Gut vom
Schlitz (48) ferngehalten ist.
2. Förderv j-richtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß bei tangentialer Einmündung des Einlaßrohres (46) in den zylindrischen
ausgebildeten Prallbehälter (18) die besondere Wand (50) in das Behälterinnere ragt und
den Schlitz (48) seitlich begrenzt.
3. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 oder2,
dadurch gekennzeichne» daß das Einlaßrohr (46) in an sich bekannter Weise drehbar im Schlitz (48)
gelagert ist.
4. Fördervorrichtung nach Anspruch 1,2
oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Einlaßrohr (46) eine Kugek'rehver'indung (74) angeordnet
ist. die mittels Pollen (66) auf Schienen (68) am Schlitz (48) verschieblich st.
5. Fordervorrichtung nach einem der Ansprüche I bis4, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Anheben und Absenken des mit dem Einlaßrohr (46) verbundenen Förderrohres (28) eine Winde
(56) auf dem Prallbehälter (18) angeordnet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702004508 DE2004508C (de) | 1970-01-31 | Fordervorrichtung zum Fordern eines Schuttgut Wasser Gemisches unter Druck | |
| FR7101461A FR2117004A5 (de) | 1970-01-31 | 1971-01-18 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702004508 DE2004508C (de) | 1970-01-31 | Fordervorrichtung zum Fordern eines Schuttgut Wasser Gemisches unter Druck |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2004508A1 DE2004508A1 (de) | 1971-08-05 |
| DE2004508C true DE2004508C (de) | 1973-05-24 |
Family
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