DE2004338C3 - Verfahren zum Verbinden von Glasteilen durch Durchführung eines elektrischen Stromes - Google Patents
Verfahren zum Verbinden von Glasteilen durch Durchführung eines elektrischen StromesInfo
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Description
Es isi bekannt. z.B. aus der DT-PS 11 20 080. als Stromzuführungspunkte die Flammen von Gasbrennern
anzuwenden. Es hat sich jedoch ergeben, daß dabei einige Nachteile auftreten können. Der Bogen kann
/.. B. unruhig sein, wodurch ein breiterer Glasstreifen erhitzt wird als notwendig ist. Außerdem kann der Bogen
während einer gewissen Zeit an einem bestimmten Punkt der Glasoberfläche stehenbleiben obgleich die
Glasoberfläche in bezug auf den Stromzuführungspunkt bewegt wird. Infolgedessen tritt örtlich Überhitzung
und Zersetzung des Glases auf.
Um dies zu vermeiden, ist in der DT-PS 11 90 148
bereits vorgeschlagen worden, die für die Führung des elektrischen Stroms dienende Gasflamme mit einem
Strom nicht ionisierten Gases, z. B. kalter Luft, zu umgeben. Diese Ausführungsform ist jedoch kompliziert.
Es hat sich gezeigt, daß die erwähnten Nachteile vollständig behoben werden können, wenn nach der im
Anspruch 1 angegebenen Erfindung als Zuführungspunkt für den elektrischen Strom ein Edelgasstrom verwendet
wird. Vorzusweise wird Argon als leitendes Gas für den elektrischen Strom verwendet.
Die Erfindung wird an Hand einer Ausführungsl'orm und der Zeichnung näher erläutert, in der
F i g. 1 schematisch einen Querschnitt und
F i g. 2 schematisch einen Längsschnitt durch eine Anordnung zum Verbinden von Glasteilen des Kolbens
einer Elektronenstrahlröhre zeigen.
In der Zeichnung bezeichnet 1 den Glaskonus einer Elektronenstrahlröhre, an dem ein flaches Glasfenster
2 festgeschmolzen werden soll. Der Konus 1 ist in einem Halter 10 und die Glasplatte 2 in einem Halter
ti festgeklemmt, welche Halter in Drehung versetzt werden können.
Nachdem die zusammenzuschmelzenden Ränder der Kolbenteile 1 und 2 mittels Gasbrenner 3 und 4 auf
etwa 600°C erhitzt sind, wird ein Edelgas, in diesem
Fall Argon, den Kupferröhren 5 mittels der aus Isoliermaterial bestehenden Schläuche 6 zugeführt, worauf
eine Wechselspannung mittels der aus Isoliermaterial bestehenden Schläuche 6 zugeführt, worauf eine Wechselspannung mittels der Leitungen 9 an den Röhren 5
angelegt wird. Die Röhren 5 sind mittels der Klemmverbindung 8 vorher derart eingestellt worden, daß ihre
Mündungen sich in einem Abstand von etwa 0.5 bis 2 cm von den festzuschmel/.enden Glasrändern der
Kolbenteile 1 und 2 befinden. Der Argonstrom ist im kalten Zustand hinreichend leitend, um den elektrischen
Strom den vorerhitzten Glasrändern zuzuführen. Dieser elektrische Strom erhitzt das Arfeongas schnell.
so daß ein Bogen 12 entsteh:, ähnlich wie bei einer gleichen Stromzufuhr über eine Gasflamme in den bekannten
Verfahren. In der dargestellten Ausführungsform hat der Kolben 1 eine Wandstärke von 2 mm. das Fenster
2 eine Stärke von 4 mm. Die Wechselspannung beträgt bei einer Bogenlänge von 0,5 cm auf jeder Seite
des Fensters 2 anfangs etwa 7000 V und nach Erhitzung des Argonstroms und des Glases sinkt sie auf etwa
1500 V herab. Diese Werte entsprechen annähernd denen
bei der Verwendung einer Gasflamme für die Stromluhrung. Der Argonstrom hat in diesem Fall
einen Querschnitt von 1 mm und es werden etwa 2 Liter Argon pro Minute pro Stromführungspunkt verbraucht.
Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren, bei denen sich der über eine Gasflamme geführte Bogen unruhig
hin- und herbewegt, steht der Bogen bei Verwendung
eines Argonstroms praktisch vollkommen still und sucht nicht, sich an bestimmten Punkten de ι
Schweiße anzuhalten, so daß das Auftreten von Lmbrennpunkten in der Schweiße vermieden wird.
Die Stromstärke der Bögen und Glasrander ist anfangs
8 A. aber wird später auf etwa 14 A erhöht, bei
welchem Wert das Glas dünnflüssig wird. Nach dem Zusammenfließen der Ränder der Kolbenteile 1 und 2
wird der elektrische Strom sowie auch die Zufuhr des Argonstroms unterbrochen, um zu vermeiden, daß ein
kalter Argonstrom die heiße Schweiße trifft, worauf die Schweiße in üblicher Weise mittels der Brenner nacherhitzi
und dann langsam abgekühlt wird. Der Halter 11. in dem die Fensterplatte 2 z. B. durch Vakuum gehalten
wird, kann in üblicher Weise auf- und abwärts bewegt werden, so daß während der Vorerhitzung die
Glastv.ndcr der Teile 1 und 2 in einem gewissen Abstand voneinander gehalten werden können und eine
gleichmäßigere Erhitzung der Außen- und Innenseite erzielt wird. Zum Zusammenschmelzen werden die
Ränder darauf miteinander in Berührung gebracht.
Die Erfindung eignet sich sowohl zum Zusammenschmelzen dicker Glaswandteile, wie des Fensters und
des Konus von Fernsehbildröhren, als auch zum Verbinden dünnwandiger Teile, wie des Halses und des
Konus einer solchen Bildröhre. Die Bogenlänge und die Stromstärke werden dabei selbstverständlich an die
Glasdicke und nötigenfalls auch der Durchmesser und die Strömungsgeschwindigkeit des Argonstromes angepaßt.
Obgleich nur eine Ausführungsform für Argon beschrieben ist, können die anderen Edelgase wie Neon.
Helium, Krypton und Xenon auch verwendet werden. Es zeigt sich jedoch, daß Argon die günstigsten Resultate
liefert.
Statt zweier Stromzuführungspunkte lassen sich in üblicher Weise auch drei oder mehr Zuführungspunkte
anwenden, wobei Drei- oder Mehrphasen-Wechselstrom verwendet wird. Gegebenenfalls lassen sich die
Glasteile zusammenschmelzen, während sie in bezug auf die Stromzuführungspunkte stillstehen.
Ferner lassen sich die Zündspannung und die Bogenspannung
dadurch erniedrigen, daß in der Gaszul'uhrleitung oder nahe vor der Gasausströmöffnung eine
Hilfsentladung erzeugt wird, wodurch eine Vorionisierung
des Gasstromes erzielt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zum Verbinden von Giasteilen durch
Zusammenschmelzung ihrer Ränder, wobei die aufeinandergebrachten, vorerhitzten Ränder um
Außenumfang durch die Durchführung eines elektrischen Stromes zusammengeschmolzen werden.
der über einen Gasstrom zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß Edelgas verwendet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, daduich gekennzeichnet,
daß das Edelgas Argon ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß der Gasstrom durch eine Hilfsentladung
vorionisiert wird.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL6902027A NL6902027A (de) | 1969-02-08 | 1969-02-08 | |
| NL6902027 | 1969-02-08 | ||
| US832570A | 1970-02-03 | 1970-02-03 | |
| US00188614A US3816087A (en) | 1969-02-08 | 1971-10-12 | Method of interconnecting glass parts by passing through electric current |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2004338A1 DE2004338A1 (de) | 1970-09-03 |
| DE2004338B2 DE2004338B2 (de) | 1976-04-22 |
| DE2004338C3 true DE2004338C3 (de) | 1976-12-02 |
Family
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