DE2004170C3 - Automatische Spulmaschine - Google Patents
Automatische SpulmaschineInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine automatische Spulmaschine, bei der der vom Vorratskops abzuspulende
Faden durch eine Abzugsvorrichtung über einen Fadenführer, an dem der Faden seine Richtung ändert,
und zwischen einem Knoter und diesem zugeordneten Zubringerhebeln zur Spulstelle verläuft.
Bei bekannten Spulmaschinen, ζ. B. den in der DT-PS 9 13 147 beschriebenen, wickelt sich ein abgerissenes
Fadenende bis auf eine Kreuzspule, d. 1. auf einen erzeugten Garnkörper, auf. Erst dann wird mit Hilfe einer
pneumatischen Vorrichtung das auf der Kreuzspule befindliche Fadenende abgesaugt, wobei durch einen
Luftstrom ein Teil des Fadens abgewickelt und in einen Knoter eingeführt wird, welcher beide Fadenenden zusammenbindet,
wonach es erst wieder möglich ist, mit dem Spulen fortzufahren. Nachteilig ist hieran, daß es
notwendig ist, den Spulvorgang zu unterbrechen, was die Arbeitsproduktivität bedeutend herabsetzt.
Es ist auch bereits eine Vorrichtung bekannt, welche das Anknüpfen eines Fadens ohne Unterbrechung des
Spulvorganges durchführt. Dabei erfolgt das Anknüpfen des sich auf die Kreuzspule aufwickelnden Fadenendes
mit dem vorbereiteten Fadenende eines neuen Kopses derart rasch, daß es nicht notwendig ist, den
Spulvorgang zu unterbrechen und das Fadenende nach dem Fadenbruch aufzufangen. Diese Vorrichtung ist jedoch
sehr anspruchsvoll. Insbesondere ist eine verhältnismäßig große Geschwindigkeit eines auf die Fadenunterbrechung
reagierenden Fühlers sowie auch des Knoters notwendig, welcher den mit Spulgeschwindigkeit
sich bewegenden Faden zusammenbinden muß. fts Die Kompliziertheit und die Notwendigkeil einer hohen
Genauigkeit bei der Herstellung der Vorrichtung verringert erheblich deren ökonomischen Nutzeffekt
170
und deren Anwendung in der Industrie.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln eine Möglichkeit zu schaffen, das eine Fadenende
sofort nach dem Abriß zu klemmen und es somit sofort nach dem Abriß dem Knoter vorzulegen.
Die Erfindung besteht darin, daß seitlich des Fadenverlaufs zwischen dem Fadenführer und dem Knoter
ein Fadengreifer vorgesehen ist und daß seitlich des Fadenverlaufs auf der dem Knoter zugewandten Seite
zwischen der Abzugsvorrichtung und dem Fadenführer eine an sich bekannte Leitvorrichtung vorgesehen ist.
Mit diesem Fadengreifer wird das Ende des abgerissenen Fadens ergriffen, sobald es die Abzugsvorrichtung
verläßt. Und zwar ist der Fadengreifer so vorgesehen, daß das Fadenende im freien Flug durch seine
eigene Trägheit in den Fadengreifer hineinfliegt, der dann nur zuzuschnappen braucht, um den Faden zu ergreifen
und so festzuhalten, daß er in einwandfreier Lage vor dem Knoter liegt, der dann sofort seine Arbeit
durchführen kann. Das geht so schnell vor sich, daß bei Vorhandensein eines Vorralsgefäßes zwischen dem
Knoter und der Spulstelle der Spulvorga.ig nicht unterbrochen zu werden braucht.
Baulich läßt sich der Fadengreifer am einfachsten so herstellen, daß der Fadengreifer relativ zueinander verschiebbare
Backen aufweist.
Sehr vorteilhaft ist es auch, wenn die Bewegung der einen Backe gegenüber der anderen Seite des Fadengreifers
von einem Nocken abgeleitet is:, welcher auf einer nockenscheibentragenden Welle angeordnet ist,
welche der Steuerung der übrigen Teile der Spulmaschine dient.
Es dient auch der einfachen Herstellung dieser Spulmaschine, wenn der Winkel zwischen den Klemmkanten
der Backen größer als 0" und kleiner als 45° ist.
Das Wesen der Erfindung sowie weitere Vorteile und Merkmale sind nachstehend an Hand eines in der
Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schaubildliche Ansicht auf die Vorrichtung
in ihrer Grundstellung während des Spulvorgangs,
F i g. 2 dieselbe schaubildliche Ansicht wie in F i g. t, jedoch im Augenblick des Fade^neinfanges im Fadengreifer,
F i g. 3 dieselbe schaubildliche Ansicht wie in F i g. t und 2, jedoch im Augenblick nach Anknüpfung des Fadens
bei geöffnetem Fadengreifer und Fadenführer mit einer Andeutung des sich bewegenden Fadenendes in
mehreren Phasen,
F i g 4 die wesentlichen Elemente für das Einfangen des Fadens in Detailansicht von der Seite,
F i g. 5 eine Stirnansicht auf die Anordnung des Fadengreifers und dessen Betätigurg.
Ein Faden 1 wird durch eine aus zwei Zubringerwalzen
2, 3 bestehende Abzugsvorrichtung auf bekannte Weise von einem nicht dargestellten Kops über eine
Fadenbremse bzw. eine andere, nicht dargestellte Einrichtung in Richtung »S« abgezogen und über einen
Fadenführer 4 in einen Vorratsbehälter 16 geleitet. Vom Vorratsbehälter verläuft der Fadenweg weiter zur
nicht dargestellten Spulstelle. In jedem Fall muß dieser
Fadenführer 4 in Bewegungsrichtung des Fadens 1 hinter den sich in Pfeilrichtung »/?« drehenden Zubringerwalzen
2, 3 angeordnet sein, welche auch durch eine andere Zubringereinrichtung, z. B. eine pneumatische,
ersetzt sein können. Dem Fadenführer 4 ist eine Fang-
einrichtung in Form eines Fadengreifers 5 zugeordnet. Dessen Lage ist derart bestimmt, daß bei jedweder Unterbrechung
des Fadens 1 dessen Ende selb-.themmend zwischen Klemmkanten 6.7(Fi g. 5) zweier Backen 8,
9 des Fadengreifers 5 erfaßt wird. Dabei schließen die Klemmkanten 6, 7 einen Winkel von mehr als 0° und
weniger als 45° ein. Für gängige Fäden wurde ein günstigster Winkelbereich von 5 bis 10° festgestellt. An der
Eintrittsstelle des Fadengreifers 5 ist der Winkel am größten, worauf er sich allmählich bis zur Serührungsstelle
beider Klemmkanten 6, 7 verkleinert.
Wie die F i g. 4 zeigt, ist zwischen dem Fadenführer 4
und den Zubringerwalzen 2, 3 eine Leitvorrichtung ! 1
in Form eines Bleches angeordnet, welches bei Fadenbruch das flatternde strichliert dargestellte Fadenende
in seiner Bewegung um den Fadenführer 4 in Pfeilrichtung »Γ« gleichrichtet. Das Leitblech 11 verhindert,
daß das sich bewegende Fadenende nach dessen Durchlauf zwischen den Zubringerwalzen 2, 3 unter
dem Fadenführer 4 hindurch in Richtung zu dem Knoter
abgelenkt wird. Hierdurch würde das flatternde Fadenende den Fadenführer 4 umschlingen, und zufolge
des entstehenden Zuges würde es nicht /u einem Wegschleudern des Fadenendes in Pfeilrichtung »Γ« kommen.
Der Faden 1 würde unter dem Fadengreifer 5 unlerdurchlaufen.
Aus diesem Grunde ist das Leitblech 11 als ebenes Blech ausgebildet, welches im wesentlichen
parallel zu dem sich in Richtung zum Knoter 10 bewegenden Faden 1 im Bereich zwischen den Zubringerwal/.en
2, 3 und Fadenführer 4 angeordnet ist.
Vom Fadenführer 4 wird der Faden 1 weiter unter dem Fadengreifer 5 durch eine Bindeeinrichtung geleitet,
welche aus dem Knoter 10 und von oben her nach unten schwenkenden Zubringerhebeln 12 besieht. Diese
ZubringerhebH 12 werden durch eine Achse 15 von einem Steuernocken 13 einer Nockenwelle 14 betätigt,
wobei die Zubringerhebel 12 auf der Achse 15 schwenkbar gelagert sind. Die Zubringerhebel 12 drükken
bei Fadenbruch die Fadenenden von oben her in den Knoter 10. Denn vom Fadenführer 4 läuft der Faden
1 im Normalzustand oberhalb der Bindeeinrichtung in den Vorratsbehälter 16 (Fig. 1). Die Weiterleitung
des Fadens 1 aus dem Vorratsbehälter 16 auf eine nicht dargestellte Kreuzspule erfolgt auf bekannte Art und
Weise.
Ein nicht dargestellter Fadenwächter gibt bei Fadenbruch auf bekannte Weise einen Impuls zur Verdrehung
der Nockenwelle 14, wodurch die Tätigkeit des Fadengreifers 5 ausgelöst wird, welcher das gerissene
Fadenende \b ergreift und festhält, so daß es oberhalb des Knoters 10 verbleibt. Gleichzeitig wird durch diesen
Impuls zur Verdrehung der Nockenwelle 14 auch die Tätigkeit eines Einführungshebels 17 ausgelöst, welcher
das andere gerissene Fadenende oder das von einem neuen Kops aufgesuchte Fadenende la ergreift
und mittels einer Schwenkbewegung über den Knoter 10 so herüberführt, daß dieses Fadenende la zwischen
dem Knoter 10 und den in Pfeilrichtung »i7« verschwenkbaren
Einführungshebeln 12 zu liegen kommt und daß dieses Fadenende la in den Bereich der Absaugdüsen
33, 34 kommt. Dieser Einführungshebel 17 wird von einer Vorrichtung betätigt, die nicht dargestellt
ist und die auch nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.
In F i g. 2 ist die Lage der Fadenenden am besten zu
sehen: Aus dem Vorratsgefäß 16 ragt ein Fadenende heraus und verläuft zwischen dem Knoter 10 und den
/nhrineerhebeln 12 über den Fadengreifer 5 hinaus, in
welchem dieses Fadenende \b des gerissenen Fadens geklemmt ist. Das Ende Ii) des gerissenen Fadens verläuft
somit zwischen den Zubringerhebeln 12 und dem Knoter 10 von dem vor dem Knoter 10 liegenden Fa-
S dengreifer 5 bis in den Vorratsbehälter 16 hinein. Das
andere, anzuknotende Fadenende la ist von dem Einführungshebel 17 in der Darstellung der F i g. 2 bereits
in den Zwischenraum zwischen den Knoter 10 und die Zubringerhebel 12 gelegt worden, und dieser neu herbeigeführte
Faden 1 mit seinem Fadenende la liegt bereits zwischen den Zubringerwalzen 2, 3 und über dem
Fadenführer 4. Das anzuknotende Ende la des Fadens 1 verläuft somit von dem Fadenführer 4 zwischen dem
Knoter 10 und den Zubringerhebeln 12 hindurch zu den· hinter dem Knoter 10 stehenden Einführungshebel
17. Somit liegen beide Fadenenden la, \b zwischen Zubringerhebeln
12 und Knoter 10, so daß der Knotvorgang einwandfrei durchgeführt v/erden kann.
Die Nockenwelle 14 betätigt außer den Zubringerrtebein
12 der Bindeeinrichtung auch den aus zwei Backen 8, 9 (F i g. 5) bestehenden Fadengreifer 5 und Knoter
10. Ein Steuernocken 18 (Fig. 5) betätigt durch einen
Doppelarmhebel 19 eine Leitstange 20, welche in einer Führung eines Halters 21 axial verschiebbar gelagert
2> ist. Mit Hilfe von Nieten 22 oder anderen Verbindungsmitteln ist auf der verschiebbaren Leitstange 20 die bewegliche
Backe 9 des Fadengreifers 5 befestigt. Die Schwenkbewegung des Doppelarmhebels 19 auf der
Achse 15 wird durch eine Vergabelung 23 auf einen Zapfen 24 der Leitstange 20 übertragen. Die ortsfeste
Backe 8 des Fadengreifers 5 ist mittels einer Nase 23 mit dem am Maschinenrahmen 26 angeordneten Halter
21 fest verbunden. Die Rückbewegung des verschiebbaren Backens 9 des Fadengreifers 5 und die Klemrnkraft
zwischen beiden Backen 8, 9 wird durch eine Rückführfeder 27 hervorgerufen. Das öffnen beider
Backen 8.9 des Fadengreifers 5 kann auch auf verschiedene Art durchgeführt werden: So muß z. B. der bewegliche
Backen 9 nicht beweglich sein, sondern er kann um einen Drehpunkt schwenkbar gelagert sein.
Desgleichen kann auch das Öffnen des Fadengreifers 5 auf verschiedene Weise, z. B. pneumatisch oder elektromagnetisch,
erfolgen.
Die Fangeinrichtung kann außer der beschriebenen Vorrichtung z. B. als Greifer mit klebriger Oberfläche
oder als Greifer mit Borsten ausgebildet sein, in denen sich der Faden auffängt. Die Bewegung des Knoters 10
wird zum Zwecke des Zusammenbindens zweier Fadenenden von einem Steuernocken 29 durch eine um
die Achse 15 schwenkbaren Hebel 30 mit einer Gelenkverbindung 31 abgeleitet, während die Rückbewegung
des Steuernockens 29 wiederum durch Einwirkung einer Rückführfeder 32 oder eines anderen elastischen
Mittels erfolgt.
Beiderseits des Knoters 10 sind die Absaugdüser. 33,
34 angeordnet, welche nach dem Zusammenbinden zum Absaugen der im Knoter 10 abgeschnittenen Fadenenden
dienen. Der Luftstrom bewegt sich in den Düsen 33, 34 in Richtung »V«. Die pneumatische Lei-
(>o tung und das übrige Zubehör der Absaugvorrichtung
sind in der Zeichnung nicht dargestellt und auf bekannte Weise ausgeführt.
Die Reinigung des Fadengreifers 5 von Fadenenden kann auch auf andere An, z. B. mit Hilfe einer Bürste,
'1S erfolgen.
Bei Fadenbruch ist es bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht notwendig, die Maschine
stillzusetzen. Bevor das Zusammenbinden er-
folgt, entnimmt die Spulvorrichtung den RkIcn 1 aus
dem Vorratsbehälter 16.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann auf automatischen
Spulmaschinen, Spulmaschinen und auf allen Unihaspelmaschinen, /.. B. Schermaschinen, und auch s
auf anderen Textilmaschinen verwendet werden, auf denen sich der Faden mit hoher Geschwindigkeit bewegt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:201. Automatische Spulmaschine, bei der der vom Vorratskops abzuspulende Faden durch eine Abzugsvorrichtung über einen Fadenführer, an dem der Faden seine Richtung ändert, und zwischen einem Knoter und diesem zugeordneten Zubringerhebeln zur Spulstelle verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich des Fadenverlaufs zwischen dem Fadenführer (4) und dem Knoter (10) ein Fadengreifer (5) vorgesehen ist und daß seitlich des Fadenverlaufs auf der dem Knoter (10) zugewandten Seite zwischen der Abzugsvorrichtung (2.3) und dem Fadenführer (4) eine an sich bekannte Leitvorrichtung (11) vorgesehen ist.2. Automatische Spulmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadengreifer (5) relativ zueinander verschiebbare Backen (8, 9) aufweist.3. Automatische Spulmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der einen Backe (9) gegenüber der anderen Backe (8) des Fadengreifers (5) von einem Nocken (18) abgeleitet ist, welcher auf einer nockenscheibentragenden Welle (14) angeordnet ist.4. Aulomatische Spulmaschine nach den Ansprüchen I bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel /wischen den Klemmkanten (6, 7) der Backen (8.9) großer als 0° und kleiner als 45° ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS82169 | 1969-02-07 | ||
| CS82169 | 1969-02-07 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2004170A1 DE2004170A1 (de) | 1970-09-03 |
| DE2004170B2 DE2004170B2 (de) | 1976-03-25 |
| DE2004170C3 true DE2004170C3 (de) | 1976-11-11 |
Family
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