DE2003147B2 - Herstellung von schwefelmodifizierten Polychloroprenen mit verbesserter Lagerstabilität - Google Patents

Herstellung von schwefelmodifizierten Polychloroprenen mit verbesserter Lagerstabilität

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DE2003147B2 DE2003147A DE2003147A DE2003147B2 DE 2003147 B2 DE2003147 B2 DE 2003147B2 DE 2003147 A DE2003147 A DE 2003147A DE 2003147 A DE2003147 A DE 2003147A DE 2003147 B2 DE2003147 B2 DE 2003147B2
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Description

R2-N-R3
durchführt, in der Ri und R2 mit einer Hydroxylgruppe substituierte Alkylreste mit 2-5 Kohlenstoffatomen sind und R3 wie Ri bzw. R2 definiert ist und zusätzlich für einen Methylrest steht
Es ist bekannt, Chloropren in Anwesenheit von Emulgatoren und Aktivatoren in wäßriger Emulsion in Gegenwart von Schwefel zu polymerisieren (vgl. US 22 64 173). Die dabei erhaltenen Polymerisate sind in Benzol unlöslich, insbesondere, wenn die Polymerisation bis zu einem Monomerenumsatz von über 85% fortgesetzt wird.
Um benzollösliche Polymerisate mit einer gewünschten Viskosität zu erhalten, wird das bei der Polymerisation erhaltene Polymerisat einem Abbauprozeß (Peptisierung) unterworfen, wobei es zu einer Spaltung von Schwefelbrücken kommt. Als Peptisierungsagens verwendet man beispielsweise Tetraäthylthiuraiiidisulfid. Die Peptisierung erfolgt im Chloroprenpolymerisatlatex und anschließend wird das peptisierte Polymerisat durch Koagulation des Latex in fester Form erhalten (vgl. US 22 34 215).
Die so erhaltenen Polymerisate und die daraus hergestellten Vulkanisate zeigen einige charakteristische Eigenschaften, wie gute Ozon-, Wetterfestigkeit in Kombination mit Flammwidrigkeit. Sie stimmen darin mit den Chloroprenpolymerisaten überein, bei denen das gewünschte Molekulargewicht nicht durch nachträglichen Abbau eingestellt wird, sondern während der Polymerisation mit Molekulargewichtsreglern.
Alle schwefelmodifizierten Polychloroprene haben nur geringe Lagerstabilität (Veränderung der Polymei viskosität mit der Lagerzeit).
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Lagerstabilität von schwefelmodifizierten Polychloroprenen zu verbessern.
Die Erfindung beruht auf folgender Beobachtung:
Copolymerisiert man Chloropren und Schwefel in Gegenwart von bei 200C leicht wasserlöslichen Aminen der Formel
R2-N-R, <■·
in der Ri und R? mit einer Hydroxylgruppe substituierte AlkylresM mit 2-5 Kohlenstoffatomen sind und R3 wie Ri bzw. R2 definiert ist, zusätzlich aber Methyl bedeutet, so erhält man lagerstabile schwefelmodifizierte Polychloroprene.
Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Herstellung schwefelmodifizierter Chloroprenpolymerisate durch Emulsionspolymerisation von Chloropren, gegebenenfalls zusammen mit bis zu 20 Gew.-%, bezogen auf Gesamtmonomere, einer äthylsnisch ungesättigten copolymerisierbaren Verbindung in Gegenwart von 0,l-2Gew.-%, bezogen auf Gesamtmonomere, Schwefel, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Copolymerisation in Anwesenheit von 0,5—5 Gew.-%, bezogen auf Monomere, eines bei 200C leicht wasserlöslichen Amins der Formel I durchführt
Der bei der Copolymerisation erhaltene Copolymer-Latex kann mit 0,5— 5Gew.-% Peptisierungsmittel, bezogen auf Polymerisat, in der Latexphase peptisiert werden. Das Polymerisat kann dann durch Koagulation, Abtrennen des Polymerisats und Trocknen isoliert werden.
Die nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellten Polymerisate besitzen verbesserte Lagerstabilitäten gegenüber solchen Polymerisaten, die ohne Aminzusatz bei der Polymerisation hergestellt werden.
Die Emulsionspolymerisation zur Herstellung schwefelmodifizierter Polychloroprene ist an sich bekannt. Es können hierbei alle üblichen Emulgatoren verwendet werden, z. B. wasserlösliche Salze, insbesondere Alkali-
3« salze von langkettigen Fettsäuren, Harzsäuren, disproportionierten Abietinsäuren, Arylsulfonsäuren und ihre Formaldehydkondensationsprodukte, Alkyl- und Aralkylsulfonate bzw. -sulfate sowie oxäthylierte Alkohole bzw. Phenole.
r, Als Aktivatoren für die Polymerisation verwendet man die üblichen, freie Radikale bildenden Katalysatoren, z. B. Wasserstoffperoxid, Cumolhydroperoxid, wasserlösliche Salze der Peroxidischwefelsäure, 2,2'-Azobisisobutyronitril, Salze der Formamidinsulfonsäure und Kombinationen aus Kaliumpersulfat und /9-Anthrachinonsulfonsäure.
Man geht im allgemeinen so vor, daß man die wäßrige Lösung des Katalysators zu einer wäßrigen Emulsion, die Monomere und den Emulgator enthält, zugibt. Im allgemeinen führt man die Polymerisation im pH-Bereich 7 — 13 bei Temperaturen zwischen 0 — 6O0C durch und stellt die Emulsion so ein, daß ihr gesamter Monomergehalt bei 30-60 Gew.-°/o des Gewichtes der gesamten Emulsion liegt.
W Zur Einstellung eines bestimmten Molekulargewichtes läßt sich die Polymerisation in Gegenwart von Reglersubstanzen, wie Dialkylxanthogendisulfiden oder Mercaptanen, durchführen.
Als äthylenisch ungesättigte Comonomere, die sich
ν-, mit Chloropren copolymerisieren lassen, seien genannt: Acrylnitril, Methacrylnitril, Äthylacrylat, 2,3-Dichlorbutadien und ot-Chloracrylnitril.
Nach dem Erreichen eines bestimmten Monomerenumsatzes läßt sich die Polymerisation durch Abstopper,
w) Stabilisatoren oder durch Entfernung des nicht umgesetzten Monomeren durch Wasserdampfdestillation abbrechen (siehe US 24 67 769). Als Abstopper kann man Phenothiazin, p-tert.-Butylbrenzkatechin, Natriumdialkyldithiocarbamat, als Stabilisatoren sterisch gehin-
hr> derte Phenole oder aromatische Amine verwenden.
Vor der Aufarbeitung des schwefelmodifizierten Polychloroprenlatex wird dieser mit Essigsäure auf pH 11 eingestellt und mit einem Peptisierungsmittel
versetzt Als Peptisierungsmittel verwendet man im allgemeinen Tetraalkylthiuramdisulfide. Diese werden in Form einer wäßrigen Emulsion in den Latex eingerührt Anschließend wird im Latex eine gewisse Zeit peptisiert und anschließend aus dem Latex durch Koagulation, z. B. Gefrierkoagulation, das Polymere gefällt, isoliert und getrocknet
Für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete Amine sind Tri(isopropanol)-amin, Triäthanolamin und N-Methyl-di(isopropanol)-amin.
Dabei ist es wichtig, daß die Amine während der Polymerisation zugegen sind. Werden sie erst nach der Polymerisation, also während der Peptisierung oder kurz vor der Aufarbeitung durch Koagulation, zugegeben, so wird die Lagerstabilität des erhaltenen Chloroprenpolymeren nicht verbessert Amine mit geringer Wasserlöslichkeit wie N-Methylstearylariin oder wasserlösliche Amine mit anderer Struktur als der von Formel I wie Methylpiperazin verbessern die Polymerstabilität nicht
Vergleichsversuche A-F
A Zur Herstellung der schwefelmodifizierten Polychloroprene wird eine Emulsion nach folgendem Ansatz hergestellt:
Chloropren
p-tert-Butylbrenzkatechin
Schwefel
Entsalztes Wasser
Natriumsalz einer disproportionierten Abietinsäure
Natriumsalz eines Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure u. Formaldehyd
Ätznatron
Tetranatriumpyrophosphat
Der Schwefel wird im Chloropren gelöst und in die wäßrige Phase eingerührt. Danach wird die Temperatur auf 43° C erhöht und mit einer Aktivatorlösung aus folgenden Bestandteilen aktiviert:
Reglers während der Polymerisation direkt eingestellt wird, arbeitet man wie folgt:
Gewichtsteile
Chloropren 100 n-Dodecylmerkaptan 0,25
Entsalztes Wasser 120 Natriumsalz einer disproportionierten Abietinsäure 4,5 Natriumsalz eines Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure u. Formaldehyd 0,7 Ätznatron 0,5 Tetranatriumpyrophosphat 0,5
Aus den Komponenten wird eine Emulsion hergestellt und durch Zugabe von 2,5%iger Formamidinsulfonsäurfi bei 43° C polymerisiert. Bei einem Monomerenumsatz von 65 — 70% wird eine Wasserdampfbehandlung zur Entfernung der restlichen Monomeren durchgeführt Der pH-Wert des Latex wird auf pH<8, durch Zugabe von Essigsäure, eingestellt und das Polymere durch Gefrierkoagulation und Trockenschranktrocknung aufgearbeitet
C Die Emulsion enthält folgende Bestandteile:
Gewichtsteile 30 Chloropren Gewichtsteile
100 p-tert-Butylbrenzkatechin 100
0,0! Schwefel 0,01
0,6 N-Methylstearylamin 0,6
120 Entsalztes Wasser 0,5
3Γ> Natriumsalz einer dispropor 120
4,5 tionierten Abietinsäure
Natriumsalz eines Kondensations 4,5
produktes aus Naphthalinsulfon-
0,7 säure u. Formaldehyd
0,4 Ätznatron 0,7
0,5 Tetranatriumpyrophosphat 0,5
0,5
Die Polymerisation wird bei 43° C mittels einer Lösung aus folgenden Bestandteilen durchgeführt:
Kaliumpersulfat
jS-Anthrachinonsulfonsäure
Entsalztes Wasser
Gewichtsteile 4r>
0,04
0,004
1,3 Kaliumpersulfat
jJ-Anthrachinonsulfonsäure
Entsalztes Wasser
Gewichtsteile
0,04
0,004
1,3
Bei einem Monomerenumsatz von 65 —70 Gewichtsprozent wird der Latex mit einer Abstopperlösung aus folgenden Komponenten versetzt:
Gewichtsteile
Toluol 2
Phenothiazin 0,05
Anschließend wird der Latex von nicht umgesetzten Monomeren durch Wasserdampfbehandlung befreit und mit 20% Essigsäure auf einen pH-Wert= 11 eingestellt. Danach werden 2,5 Gewichtsteile Tetraäthylthiuramdisulfid zugegeben und der Latex bei 45°C gerührt, bis eine gewünschte Viskosität eingestellt ist. Anschließend wird der Latex durch Gefrierkoagulation und Trocknung aufgearbeitet.
B Zur Herstellung eines Polymerisates, bei dem das gewünschte Molekulargewicht durch Zugabe eines Bei einem Monomerenumsatz von 65 — 70% wird mit einer Lösung aus Phenothiazin in Chloropren abgestoppt, das restliche Monomere durch Wasserdampfbehandlung aus dem Latex entfernt und der pH-Wert des Latex mit Essigsäure auf pH 11 eingestellt. Danach gibt man 2,5 Gewichtsteile Tetraäthylthiuramdisulfid hinzu und rührt solange bei 45°C, bis eine gewünschte Viskosität eingestellt ist. Anschließend wird wie üblich durch Gefrierkoagulation und Trocknung aufgearbeitet. D Die Emulsion enthält folgende Bestandteile:
Gewichtsteile
97 3
0,01 0,6 0,5 120
Chloropren
2,3-Dichlorbutadien-(l ,3)
p-tert.-Butylbrenzkatechin
Schwefel
N-Methylpiperazin
Entsalztes Wasser
Natriumsalz einer disproportionierten Abietinsäure
4,5
Natriumsalz des Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure u. Formaldehyd 0,7
Ätznatron 0,5
Natriumpyrophosphat 03
Polymerisation erfolgt wie in Beispiel C. Bei einem Monomerenumsatz vcn ungefähr 90% wird mit einer Lösung aus Phenothiazin in Toluol abgestoppt und das restliche Monomere durch Wasserdampfbehandlung aus dem Latex entfernt Danach gibt man auf 100 Gewichtsteile Polymeres im Latex 2,5 Gewichtsteile Tetraäthylthiuramdisulfid hinzu und rührt solange bei 600C, bis die gewünschte Viskosität eingestellt ist Anschließend wird das Polymere in üblicher Art und Weise aufgearbeitet Bei der pH-Wert-Reduzierung auf pH 7 durch Zugabe von Essigsäure treten starke Ausscheidungen auf.
Die Emulsion enthält folgende Bestandteile:
Gewichtsteile
Chloropren 100
p-tert.-Butylbrenzkatechin 0,01
Schwefel 0,6
Entsalztes Wasser 120
Natriumsalz einer dispropor
tionierten Abietinsäure 4,5
Natriumsalz des Kondensations
produktes aus Naphthalinsulfon-
säure u. Formaldehyd 0,7
Ätznatron 0,5
Natriumpyrophosphat 0,5
Gewichtsteile
Chloropren 100
p-tert.-Butylbrenzkatechin 0,01
Schwefel 0,6
Entsalztes Wasser 120
Natriumsalz einer dispropor
tionierten Abietinsäure 4,5
Natriumsalz eines Kondensations
produktes aus Naphthalinsulfon-
säure u. Formaldehyd 0,7
Ätznatron 0,5
Tetranatriumpyrophosphat 0,5
Die Polymerisation wird bei 43° C mittels einer Lösung aus folgenden Bestandteilen durchgeführt:
Kaliumpersulfat
jS-Anthrachinonsulfonsäure
Entsalztes Wasser
Gewichtsteile
0,04 0,004
1,4
mit einer Lösung aus Phenothiazin in Toluol abgestoppt, das restliche Monomere durch Wasserdampfbehandlung aus dem Latex entfernt und der pH-Wert des Latex mit Essigsäure auf pH 11 eingestellt Danach gibt man 2,5 Gewichtsteile Tetraäthylthiuramdisulfid hinzu und rührt solange bei 45°C, bis eine gewünschte Viskosität eingestellt ist Anschließend gibt man auf 100 Gewichtsteile Polymeres im Latex 0,75 Gewichtsteile Tri(isopropanol)amin hinzu. Man rührt den Latex noch 24 Stunden und arbeitet das Polymere in üblicher Weise auf.
Beispiel 1
Die zu polymerisierende Emulsion enthält folgende Bestandteile:
Gewichtsteile
Chloropren 100 p-tert-Butylbrenzkatecftin O,0J Schwefel 0,6 Tri(isopropanol)amin 0,5 Entsalztes Wasser 120 Natriumsalz einer disproportionierten Abietinsäure 4,5 Natriumsalz des Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure u. Formaldehyd 0,7 Ätznatron 0,5 Natriumpyrophosphat 0,5
Polymerisation erfolgt wie in Beispiel C. Bei einem Monomerenumsatz von 65 — 70% wird mit einer Lösung aus Phenothiazin in Toluol abgestoppt, das restliche Monomere durch Wasserdampfbehandlung aus dem Latex entfernt und der pH-Wert des Latex auf pH 11 eingestellt. Danach gibt man auf 100 Gewichtsteile Polymeres im Latex 2,5 Gewichtsteile Tetraäthylthiuramdisulfid und 0,75 Gewichtsteile Tri(isopropanol)amin hinzu und rührt solange bei 60° C, bis eine gewünschte Viskosität eingestellt ist. Danach wird das Polymere in üblicher Art und Weise aufgearbeitet. Die Emulsion enthält folgende Bestandteile:
Zur Polymerisation wurde eine Katalysatorlösung aus
Gewichtsteile
0,04
0,004
1,3
Kaliumpersulfat
ß-Anthrachinonsulfonsäure
entsalztes Wasser
Bei einem Monomerenumsatz von 65-70% wird verwendet.
Bei einem Monomerenumsatz von 65-70% wird mit einer Lösung aus Phenothiazin in Toluol abgestoppt und das restliche Monomere durch Wasserdampfbehand- !ung aus dem Latex entfernt. Danach gibt man auf Gewichtsteile Polymeres im Latex 2,5 Gewichtsteile Tetraäthylthiuramdisulfid hinzu und rührt solange bei 60° C, bis die gewünschte Viskosität eingestellt ist. Anschließend wird das Polymere in üblicher Art und Weise aufgearbeitet.
Beispiel 2 Die Emulsion enthält folgende Bestandteile:
Gewichtsteile
Chloropren 97 2,3-Dichlorbutadien-(l,3) 3 p-tert.-Butylbrenzkatechin 0,01 Schwefel 0,6 Tri(isopropanol)amin 0,5 Entsalztes Wasser 120 Natriumsalz einer disproportionierten Abietinsäure 4,5 Natriurnsalz des Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure u. Formaldehyd 0,7 Ätznatron · 0,5 Natriumpyrophosphat 0,5
Katalvsator wie in BeisDiel 1.
Bei einem Monomerenumsatz von 65 — 70% wird mit einer I ,ösung aus Phenothiazin in Toluol abgestoppt und das restliche Monomere durch Wasserdampfbehandlung aus dem Latex entfernt Danach gibt man auf 100 Gewichtsteile Polymeres im Latex 2,5 Gewichtsteile Tetraäthylthiuramdisulfid hinzu und rührt solange bei 60° C, bis die gewünschte Viskosität eingestellt ist. Anschließend wird das Polymere in üblicher Art und Weise aufgearbeitet.
Beispiel 3 Die Emulsion enthält folgende Bestandteile:
Gewichtsteile
Cloropren 100
p-tert.-Butylbrenzkatechin 0,01
Tri(äthanol)amin 0,4
Schwefel 0,6
Entsalztes Wasser 120
Natriumsalz einer dispropor
tionierten Abietinsäure 4,5
Natriumsalz des Kondensations
produktes aus Naphthalinsulfon-
säure u. Formaldehyd 0,7
Ätznatron 0,5
Natriumpyrophosphat 0,5
Katalysator wie in Beispiel 1.
Bei einem Monomerenumsatz von 85 — 90% wird mit einer Lösung aus Phenothiazin in Toluol abgestoppt und das restliche Monomere durch Wasserdampfdestillation aus dem Latex entfernt. Danach gibt man auf 100 Gewichtsteile Polymeres im Latex 2,5 Gewichtsteile Tetraäthylthiuramdisulfid hinzu und rührt solange bei 60° C, bis die gewünschte Viskosität eingestellt ist. Anschließend wird das Polymere in üblicher Art und Weise aufgearbeitet.
Beispiel 4 Die Emulsion enthält folgende Bestandteile:
Gewichtsteile
Chloropren 100 p-tert.-Butylbrenzkatechin 0,01
Schwefel 0,6
N-Methyl-di(isopropanol)amin 0,5
Entsalztes Wasser 120 Natriumsalz einer disproportionierten Abietinsäure 4,5 Natriumsalz des Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure u. Formaldehyd 0,7 Ätznatron 0,5 Natriumpyrophosphat 0,5
Katalysator wie in Beispiel 1.
Bei einem Monomerenumsatz von 65—70% wird mit einer Lösung aus Phenothiazin in Toluol abgestoppt und das restliche Monomere durch Wasserdampfbehand lung aus dem Latex entfernt. Danach gibt man auf 101 Gewichtsteile Polymeres im Latex 2,5 Gewichtsteili Tetraäthylthiuramdisulfid hinzu und rührt solange be 60°C, bis die gewünschte Viskosität eingestellt isi Anschließend wird das Polymere in üblicher Art um Weise aufgearbeitet.
Beispiel 5
Die Emulsion enthält folgende Bestandteile:
Gewichtsteile
Chloropren 100
p-tert.-Sutylbrenzkatechin 0,01
Schwefel 0,6
Tri(n-propanol)amin 0,5
Entsalztes Wasser 120
Natriumsalz einer disproportionierten Abietinsäure 4,5
Natriumsalz des Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure u. Formaldehyd 0,7
Ätznatron 0,5
Natriumpyrophosphat 0,5
Katalysator wie im Beispiel 1.
Bei einem Monomerenumsatz von 65 — 70% wird mit
einer Lösung aus Phenothiazin in Toluol abgestoppt und das restliche Monomere durch Wasserdampfbehand-
j(i lung aus dem Latex entfernt Danach gibt man auf 100 Gewichtsteile Polymeres im Latex 2,5 Gewichtsteile Tetraäthylthiuramdisulfid hinzu und rührt solange bei 6O0C, bis die gewünschte Viskosität eingestellt ist.
Anschließend wird das Polymere in üblicher Art und
ü Weise aufgearbeitet
Die nach den Vergleichsversuchen A-F und den Beispielen 1 — 5 hergestellten Polymerisate werden auf ihre Eigenschaften wie folgt geprüft:
Vom Rohpolymerisat wird die Mooney-Viskosität (s.
ASTM D 927 49 T) gemessen. Zur Ermittlung der mechanischen Eigenschaften werden die Polymeren mit folgenden Komponenten auf der Walze in üblicher Weise gemischt:
Gewichtsteile
100
29
0,5
2
4
5
Polychloropren
halbaktiver Ofenruß
Stearinsäure
PhenyI-/?-naphthylamin
Magnesiumoxid
Zinkoxid
Im Fall des Beispiels 2 werden noch 0,5 Gewichtsteile Äthylenthioharnstoff als Vulkanisationsbeschleuniger eingesetzt
Die Vulkanisation erfolgt 30 Minuten lang bei 1500C Die auf diese Weise erhaltenen Vulkanisate ergeben folgendes Eigenschaftsbild:
Tabelle I Festigkeit*)
(kg/cm2)
Brech
dehnung*)
Mooneystabilität (Lagerung bei 60 C)
0 Tage nach 1 Tag
51 +6
40 +1
nach 2 Tagen nach 3 Tagen
Beispiel 152
217
820
825
45
39
56
40
+ 11
+ 1
59
41
+ 14
A
B
Festigkeit*)
(kg/cnr)
9 20 03 147 34 -9 nach 2 10 nach .1 Tagen
Forlsetzung 147 70 + 5 29 26 - 17
Beispiel 137 Brech
dehnung*)
(%)
Mooneystabilität (Lagerung bei 60 (
0 Tage nach 1 Tag
48 + 4 73 Tagen 73 + 8
ο- 150 710 43 50 + 5 52 - 14 56 + 12
ο 151 740 65 42 ±0 54 + 8 57 + 12
Ii 151 810 44 43 -2 41 + 8 40 - 2
F 138 815 45 42 -1 43 + 9 42
1 140 890 42 61 ±0 41 - 1 40 - 3
2 133 770 45 43 -1 59 - 2 58 - 3
3 148 760 43 43 - 2 42 - 2
4 760 61 - 2
5 870 44 - I
·) Gemessen nach DIN 53504.
Die Tabelle I zeigt, daß sich die Mooney-Viskosität von Vulkanisaten aus erfindungsgemäß hergestellten Chlcroprenpolymerisaten bei der Lagerung nicht oder nur unwesentlich ändert, während Vulkanisate aus den zum Vergleich hergestellten Chloroprenpolymerisaten A und C-F ihre Viskosität im Lauf des Versuchs stark ändern. Die erfindungsgemäß hergestellten Produkte haben somit erheblich verbesserte Lagerstabilität. Sie verhalten sich gleich einem Chloroprenpolymerisat (B), dessen Mooney-Viskosität bzw. Molekulargewicht durch Zusatz eines Reglers bei der Polymerisation gewonnen wurde.
2r> Im Vergleich zu Chloroprenpolymerisaten mit direkter Molekulargewichtsregelung (B) zeigen die erfindungsgemäßen schwefelmodifizierlen Polychloroprene bessere Festigkeiten. Ein zusätzlicher Vulkanisationsbeschleuniger wird nicht benötigt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung schwefelmodifizierter Chloroprenpolymerisa s durch Emulsionspolymerisation von Chloropren, gegebenenfalls zusammen mit bis zu 20 Gew.-%, bezogen auf Gesamtmonomere einer äthylenisch ungesättigten copolymerisierbaren Verbindung, in Gegenwart von 0,1 —2 Gew.-%, bezogen auf Gesamtmonomere, Schwefel, dadurch gekennzeichnet, daß man die Copolymerisation in Anwesenheit von 0,5—5Gew.-%, bezogen auf Monomere, eines bei 20° C leicht wasserlöslichen Amins der Formel
DE2003147A 1970-01-24 1970-01-24 Herstellung von schwefelmodifizierten Polychloroprene« mit verbesserter Lagerstabilität Expired DE2003147C3 (de)

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