DE2000911B2 - Pneumatisches Steuersystem zum selbsttätigen Abreinigen von Filtersystemen - Google Patents
Pneumatisches Steuersystem zum selbsttätigen Abreinigen von FiltersystemenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein pneumatisches Steuersystem entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bekanntlich müssen bei Filtersystemen die an den Filterbeuteln angesammelten Staubpartikel von Zeit zu
Zeit entfernt werden, um dit Funktionstauglichkeit der Filterbeutel aufrechzuerhalten. Derartige Filtersysteme
werden häufig bei Mehlmühlen, in Zementfabriken, in rußerzeugenden Anlagen und dergleichen eingesetzt'
und in eixplosiver Staubatmosphäre betrieben. Gewöhnlich wird ein Vielzahl von nach unten hängenden
Filterbeuteln vorgesehen, um die im Luftstrom mitgerissenen Partikel auszufiltern, wobei eine periodische
Reinigung der Filterbeutel notwendig ist, um die sich an
den Außenseiten der Beutel ablagernden Staubpartikel
zu entfernen.
In der CH-PS 4 53 862 wird ein pneumatisches Steuersystem zum automatischen Reinigen solcher
Filtersysteme beschrieben, bei dem von einer Druckmediumquelle über ein Unterbrechungsventil das Druckmedium einem Membranventil zugeführt wird, das zwei
Auslaßöffnungen aufweist Während der Druckmediumzufuhr ist eine der Auslaßöffnungen durch die Membran
ίο abgedichtet, während jedoch in die andere Auslaßöffnung das Druckmedium in begrenztem Umfang
einsickern kann, um einen großvolumigen Behälter allmählich mit dem Druckmedium aufzufüllen. Gleiches
erfährt ein über ein Regelventil mit dem großvolumigen
Behälter verbundener Hilfsbehälter, dessen Ausgang
mit einem Drei-Wege-Ventil verbunden ist Bei einem bestimmten Druck im Hilfsbehälter wird das Drei-Wege-Ventil verschoben, so daß der Druck an seinem
Ausgang das Unterbrechungsventil derart betätigt, daß
eine weitere Druckmediumzufuhr von der Quelle
unterbrochen wird. Die Membran im Membranventil gelangt dadurch in eine Stellung, bei der die beiden
Auslässe des Membranventils in Verbindung miteinander treten, so daß sich der Inhalt des großvolumigen
Behälters in das Filtersystem entleeren kann. Ein Nachteil des bekannten pneumatischen Steuersystems
liegt darin, daß dieses das Vorsehen von jeweils einem großvolumigen Sammelbehälter für das Druckmedium
und eine.n Hilfsbehälter für jedes Schnellöffnungsventil
erfordert und daher eine sehr aufwendige Anlage
vorliegt, wenn, wie üblich, 10 bis 20 und mehr zu reinigende Filtereinheiten mit je einem Schnellöffnungsventil vorgesehen sind. Damit sind nicht nur
höhere Investitionskosten, sondern auch ein erheblicher
r> Raumbedarf und umfangreiche Wartungsarbeiten verbunden. Des weiteren beruht das bekannte Steuersystem auf dem Vorsehen eines Membranventils mit
verschlungenen Durchströmungswegen, die den Drukkabfall durch das Ventil bei einer bestimmten
Durchflußmenge entsprechend erhöhen. Dieses Steuersystem erfordert daher in Verbindung auch mit dem
übrigen Aufbau zum wirkungsvollen Reinigen des Filtersystems relativ hohe Drücke, die in der Regel die
Verwendung von Kolbenkompressoren erfordern, bei
-·') denen ölpartikel im abgegebenen Druckmedium nicht
zu verhindern sind. Diese ölpartikel lagern sich an den Filterbeuteln ab und reduzieren deren Filterwirkungsgrad im Laufe der Betriebszeit erheblich. Außerdem
bedingen die abgelagerten ölpartikel einen hohen
μ Filterdruckwiderstand und damit eine Erhöhung des
Druckabfalls durch die Filter, wodurch wiederum der zur Reinigung der Filter erforderliche Mediumdruck
ansteigt. Schließlich erfolgt die Zeitsteuerung bei dem bekannten System mittels des zwischen Hilfs- und
t> Sammelbehälter angeordneten Regelventils, in dem
ebenfalls ein Druckabfall nicht zu vermeiden ist. Deshalb muß der Druck im Sammelbehälter um einen
den Druckabfall entsprechenden Betrag höher als im Hilfsbehälter sein. Wegen der Wechselwirkung zwi-
bo sehen Regelventil und Druck im Sammelbehälter
besteht die Möglichkeit, daß an den einzelnen Schnellöffnungsventilen für die verschiedenen Filtersysteme unterschiedliche Mediumdrücke herrschen und
damit eine unterschiedliche Zeittaktgebung vorliegt.
h3 Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein pneumatisches Steuersystem der eingangs
erwähnten Gattung zu schaffen, das bei Gewährleistung einer präzisen zeittaktmäßigen Steuerung der Druck-
mediumabgabe an den Schnellöffnungsventilen einen
einfachen Aufbau hat und bei dem unter Verwendung eines Niedrigdruckkoiinpressors mit einem niedrigen
Druckniveau ausgekommen werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß duich die sich
aus dem kennzeichnen den Teil des Patentanspruches 1 ergebenden Merkmale gelöst.
Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Beim erfindungsgernäßen Steuersystem wird somit anstelle einer Vielzahl von Druckbehältern zur Speicherung
eines Mediumvorrates die Verwendung nur eines einzigen kontinuierlich mit dem Druckmedium gespeisten
Vorratsbehälters für sämtliche Schnellöffnungsorgane ermöglicht, wodurch nicht nur die Investitions- und
Wartungskosten sowie: der Raumbedarf geringer als bei dem eingangs erwähnten bekannten System sind,
sondern auch eine präzise, identische Druckmediumabgabe
hinsichtlich Menge und Zeittaktgebung an jedem Schnellöffnungsorgan gewährleistet ist, da dL-se für alle
Filtersysteme vom Dnickaufbau in dem einen Vorratsbehälter
bestimmt wird Sämtliche für das Steuersystem verwendeten Schnell:)ffnungsorgane können weiter
aufgrund des Aufbaue« des Systems praktisch geradlinige Mediumdurchgänge aufweisen, so daß der Druckabfall
längs der Schieber minimal ist Somit müssen hinsichtlich eines besonderen Vorteils trotz hohem
Abreinigungsgrad von der Druckquelle nur geringe Mediumdrücke bereitgestellt werden. Dies ermöglicht
den Betrieb der Anlage mit einfachen Drehflügelgebläsen, bei denen die Gefahr der Verschmutzung des
Druckmediums mit ölpartikeln nicht besteht, was die Standzeiten der Filterbeutel verlängert und zu geringen
Druckabfällen längs der Beutel führt.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Seiteuaufriß eines Filtersystems mit einem pneumatischen Steuersystem gemäß Erfindung,
F i g. 2 eine Vorderansicht des Filtersysteins,
F i g. 3 einen Teil einer Rückansicht des Filtersystems,
aus der zu entnehmen ist, wie das Steuersystem darin angeordnet ist,
F i g. 4 einen vergröß erten Schnitt durch ein Schnellöffnungsorgan
für das !steuersystem nach der Erfindung,
F i g. 5 einen vergrößerten Schnitt durch den ersten
und zweiten Schieber zur Betätigung des Schnellöffnungsorgans,
F i g. 6 einen Schnitt längs der Linie 6-6 in F i g. 4,
F i g. 7, 8 und 9 schematische Schaltbilder, aus denen die automatische, aufeinanderfolgende Arbeitsweise des
Steuersystems bei mehreren Filtersystemen zu ersehen ist,
Fig. 10 einen vergrößerten Schnitt durch eine zweite
Ausführungsform eines Schnellöffnungsorgans.
In Fig. 1 ist das Filtersystem allgemein mit 12 bezeichnet. Es umfaßt dne erweiterte Filtervorrichtung
14 mit dem erfindungsigemäßen pneumatischen Steuersystem 15, das mit dieser verbunden ist, um eine
Steuerung des Betriebs, und der Reinigung vornehmen zu können.
Die Filtervorrichtung 14 umfaßt ein luftdichtes Gehäuse 16 mit einer Kammer 18, die mit einer
Eingangstür 20 versehen ist. Die Tür 2(1 ist beispielsweise mittels Scharnieren 24 schwenkbar an einer öffnung
befestigt und in verschlossenem Zustand beispielsweise durch herkömmliche, auf Druck ansprechende Sperrglieder
26 verriegelt. Am unteren verjüngten Abschnitt des Gehäuses 16, befindet sicii eine Gaseintrittsleitung
28 sowie eine untere Öffnung 32.
Ein oberer Abschnitt des Gehäuses 16 ist von der Kammer 18 durch eine mehrere öffnungen tragenden
Trennplatte 36 getrennt In diesen öffnungen sind jeweils längliche Filterbeutelanordnungen 38 befestigt
Oberhalb der Trennplatte 36 ist eine Speicherkammer 40 für das gereinigte Gas vorgesehen, die eine
Auslaßleitung 42 aufweist Jede der Filterbeutelanordnungen 38 hat eine im wesentlichen herkömmliche
Konstruktion mit einem inneren Stützdrahtaufbau (nicht dargestellt) und einem Filterbeutel 43 aus
weichem oder gewebten Wollstoff, der mittels einer Klammer 44 auf dem Aufbau befestigt ist Die
Filterbeutel 43 haben eine längliche zylindrische Form und lassen nur kleinste Staubpartikel durch. Bei
normalem Betrieb der Luftfiltervorrichtung 14 wird ein Teil des mitgeführten Staubes durch den Luftstrom an
die Außenflächen oder Einlaßseiten der Filterbeutel 43 herangeführt und hat demzufolge die Neigung, die
Poren zu verstopfen. Daher entsteht das Bedürfnis, diese Filterbeutel häufig zu reinigren, was durch den
umgekehrten Luftstrom von einer äußeren Luftquelle aus geschieht der durch die Filterbeutel 43 strömt und
einen Luftschock bewirkt um die auf diesem befindlichen Partikel zu entfernen.
Das pneumatische Steuersystem 15 umfaßt eine Druckluftquelle 46, einen Luftvorratsbehälter 48. eine
Mehrzahl von schnell öffnenden Durchlaßschiebern 50. von denen jeder über eine Leitung 49 eine Verbindung
mit dem Vorratsbehälter 48 hat und ferner mit einer Auslaßleitung 51 versehen ist, an der nach unten
ragende Ausflußrohre 52 vorgesehen sind, die am offenen Ende entsprechender Filterbeutelanordnungen
38 angeordnet sind und sich nach unten in diese hinein erstrecken. Weiterhin umfaßt das Steuersystem ein
erstes Membranventil 54, welches mit einem der schnell öffnenden Schieber 50 verbunden ist. einen zweiten
pneumatisch betätigten Steuerschieber 55, welcher mit jeweils einem der Membranventile 54 verbunden ist, und
eine Mehrzahl von dritten Steuerschiebern 56, 57 und 58, die miteinander bzw. mit den Steuerschiebern 55 und
bzw. mit den Auslaßleitungen 51 der schnell öffnenden Schieber 50 verbunden sind, um den nachstehend
beschriebenen Arbeitsvorgang auszuführen.
Der Vorratsbehälter 48 ist als großer Zylinder ausgebildet und dazu geeignet, ein großes Luftvolumen
zu speichern. Er wird auf der hinteren Seite des Gehäuses 16 mittels eines Gestells 59 und eingefügten
Trägern 60 gehalten. Der Vorratsbehälter 48 weist eine Einlaßleitung 61 auf, die mit einer Druckluftquelle
verbunden ist und ein Anzeigeinstrument 62 trägt, um den Druck der Druckluft anzuzeigen. Ferner ist ein
Steuerschieber 63 vorgesehen, um die dem Vorratsbehälter 48 zugeführte Luftmenge zu regulieren.
Wie man in Fig.4 sieht, enthält jeder schnell öffnende Schieber 50 ein gegossenes Gehäuse 64 mit
einem länglichen, erweiterten, vertikal verlaufenden Hubraum 66, dessen eines Ende mit einer verschraubten
Deckplatte 68 verschlossen ist und dessen gegenüberliegendes offenes Ende an einer Membrankammer 69
befestigt ist. Das Gehäuse 64 weist ferner zur Seite hin verlaufende Verbindungsstutzen 71 und 72 auf, die
miteinander fluchten und deren äußerste Abschnitte zylindrische Außenflächen aufweisen, während deren
innere Abschnitte sich nach unten zu rechteckigen öffnungen 74 verjüngen, die in den Hubraum 66 führen.
Die Stutzen 71 und 72 sind mit der Einlaßleitung 49 bzw. der Auslaßleitung 51 mittels Klemmgliedern 76
verbunden. Der Schieber 50 enthält ferner eine Kolbenanordnung 78, deren eines Ende über eine
längliche Stange 79 mit einer Membran 81 verbunden ist, die in der Membrankammer 69 untergebracht ist. Die
Kolbenanordnung 78 umfaßt einen Kolben 83, dessen > Außenfläche in dem Hubraum 66 gleiten kann. Ferner
weist der Kolben eine Mittelbohrung 84 auf, die eine Druckfeder 85 aufnimmt, deren oberes Ende an der
Deckplatte 78 anliegt. Die Abwärtsbewegung des Kolbens 83 unter der Wirkung der Druckfeder 85 wird π
durch einen nach innen ragenden Flansch 88 des Gehäuses 69 im Hubraum 66 begrenzt. Die Kolbenstange
79 weist ein oberes Ende auf, welches in der Bohrung 84 mittels Sperrmuttern an der oberen bzw. unteren
Oberfläche des Kolbens 83 befestigt ist. Eine Verbin- : i
dungsbüchse 89 sitzt auf der aus zwei Abschnitten gebildeten Kolbenstange 79, um eine axiale Einstellung
zu ermöglichen. Das untere Ende der Kolbenstange 79 ist in der Mitte der eine Öffnung aufweisenden
Membran 81 befestigt, so daß die Kolbenstange mittels :·:;
Muttern und dazwischen eingefügten Dichtungsscheiben auf einander gegenüberliegenden Seiten der
Membran 81 befestigt werden kann. Die Membrankammer 69 umfaßt einen oberen, sich nach unten
erweiternden Abschnitt 91, dessen unterer Außenrand mit Hilfe einer Mehrzahl von Bolzen 92 an einem
unteren pfannenartigen Abschnitte 93 befestigt ist. Der Außenrand der Membran 81 ist zwischen dem oberen
Abschnitt 91 und den unteren pfannenartigen Abschnitt 93 eingeklemmt. Das untere Ende der
Kolbenstange 79 weist eine Öffnung 94 auf, die sich von einer Stelle oberhalb der Membran 81 bis zu einer Stelle
unterhalb der Membran 81 erstreckt, wodurch eine begrenzte Strömungsverbindung zwischen den beiden
Seiten der Membran vorliegt
Der Kolben 83 kann in herkömmlicher Weise eine aufrechte, axial verlaufende Rille 96 auf seiner
Oberfläche aufweisen, die mit der rechtwinkligen Öffnung 74 der Einlaßleitung 49 in Verbindung steht,
damit das von der Einlaßseite her strömende Medium in << Räume oberhalb und unterhalb des Kolbens 83 fließen
kann. Die Auslaßleitung 51 des Schiebers 50 ist als längliches Rohr ausgebildet, welches eine Mehrzahl von
nach unten ragenden Auslaßrohren 52 (siehe Fig.4)
aufweist. Man sieht, daß diese Rohre 52 in die oberen '■ ■
Öffnungen entsprechender Filterbeutelanordnungen 38 hineinragen und eine solche Größe haben, daß eine
unbehinderte Durchströmung in einer noch zu beschreibenden Weise stattfinden kann. Wie in F i g. 7 gezeigt
ist, hat jede Auslaßleitung 51 vier nach unten ragende ' Rohre 52 und ist daher geeignet, vier Filterbeutelanordnungen
38 gleichzeitig zu reinigen. Es ist jedoch verständlich, daß jede Leitung 51 in Strömungsverbindung
mit jeder beliebigen Anzahl von Filterbeutelanordnungen 38 gebracht werden kann, die lediglich von
dem Wirkungsgrad der erzielten Abreinigung abhängt, und zwar relativ zum Volumen der zugeführten Luft und
der Größe der Filterbeutel 43 selbst Die oberen Abschnitte der Gehäuse 64 der schnell öffnenden
Schieber 50 sind mit Auslaßöffnungen 98 versehen, die beispielsweise mit Rohren oder Leitungen 101 mit den
entsprechenden Membranventilen 54 verbunden sind, die ihrerseits über entsprechende Leitungen 103 mit den
luftbetätigten Steuerschiebern 55 verbunden sind. Es soll darauf hingewiesen werden, daß die Bezeichnung · ·
»obere« und »untere« im Hinblick auf die schnell betätigbaren Schieber 50 bezugnehmend auf Fig.4
gewählt ist, da die Schieber in jeder Stellung arbeiten können.
Die Membranventile 54 sind mit unregelmäßig geformten Gehäusen 105 versehen, welche obere
becherförmige Abschnitte 106 haben, die mittels einer Mehrzahl von Bolzen 109 an den unteren Steuerabschnitten
107 befestigt sind. Zwischen den oberen Abschnitten 106 und den unteren Abschnitten 107 sind
mittels der Bolzen flexible Membranen 110 geklemmt, die durch Druckunterschiede bewegbar sind. Die
unteren Abschnitte 107 sind mit Hohlräumen 112 ausgestattet, die mittlere, rohrförmige Stutzen 114
aufweisen, in denen mittlere Öffnungen 115 für den Luftauslaß vorgesehen sind. Die Stutzen 114 weisen
obere Dichtungsflächen 117 auf, die unmittelbar im Bereich der entsprechenden Membranen 110 liegen.
Liegt nun in den oberen Abschnitten 106 ein Luftdruck vor, welcher gegen die Membranen 110 wirkt, so
werden diese unter Einwirkung dieser Kraft nach unten bewegt und gelangen mit den Dichtungsflächen 117 in
Berührung, wie dies in F i g. 5 gestrichelt eingezeichnet ist. Nach Freigabe des Luftdrucks strömt jedoch die Luft
von dem schnell öffnenden Schieber 50 über die entsprechenden Leitungen 101 in die Hohlräume 112
und durch die Öffnungen 115 ab.
Wie in Fig.5 gezeigt ist, weist jeder durch Luft
betätigbare Steuerschieber 55 ein zylindrisches Gehäuse 120 mit oberen und unteren Deckplatten 122 und 124
auf, die mittels Schrauben 125 an dem Gehäuse befestigt sind. Die obere Platte 122 ist mit einer Mittelöffnung
versehen, um eine Stellschraube 127 aufzunehmen, die durch axiale Bewegung die Kraft einer Platte 129 gegen
eine Druckfeder 131 einstellen kann. Die untere Platte 124 weist ebenfalls eine Mittelöffnung auf, an der eine
Druckleitung 142 sitzt, um auf das untere Ende eines Kolbens 133 zu wirken, welcher in dem zylindrischen
Gehäuse 120 gleitbar ist. Zwei einander benachbarte Öffnungen 134 und 136 sind auf einer Seite des Zylinders
120 vorgesehen, um die Strömung des Mediums bei axialer Bewegung des Kolbens 133 zu steuern. Eine
weitere Öffnung 137 ist in dem Gehäuse 120 vorgesehen, um den Druck in gesteuerter Weise
abzuleiten. Der Kolben 133 ist mit einem mittleren zylindrischen Stößel 139 versehen, der an seinen beiden
einander gegenüberliegenden Enden kolbenförmige Abschnitte 141 trägt, um den Zustrom des Strömungsmediums an die Öffnungen 134,136 und 137 zu steuern
Die Bewegung des Kolbens 133 wird durch den Druck in der am unteren Ende vorgesehenen Leitung 142
geregelt, sowie durch die Druckfeder 131, die gegen der
oberen Kolbenabschnitt 141 drückt
Da die Steuerschieber 56, 57 und 58 einander gleich sind, braucht nur einer von ihnen im einzelnen
beschrieben zu werden. Der Steuerschieber 56 weist ein
mittleres Gehäuse mit einem gleitbaren Steuerschiebei 144 auf, der von dem einen Ende zu dem gegenüberliegenden
Ende durch an den gegenüberliegenden Ender durch die Leitungen 146 und 148 zugeführten Druck
bewegt werden kann. Man sieht, daß die Leitung 146 mil
der Auslaßleitung 51 in der Nähe des entsprechenden schnell öffnenden Schiebers 50 verbunden ist Die
andere Leitung 148 ist mit dem Steuerschieber 58 unc dessen Leitung 146 mit dem diesem zugeordneter
Schieber 50 verbunden. Zusätzlich ist der Steuerschieber 56 über eine Leitung 150 mit dem Vorratsbehältei
48 verbunden, die auch den Schiebern 57 und 5f gemeinsam ist und über die Leitungen 142 mit der
Steuerschiebern 55 verbindbar ist Man sieht, daß die Steuerschieber 56,57 und 58 dazu dienen, die Strömung
an die entsprechenden Steuerschieber 55 innerhalb jeder speziellen Schieberkombination zu steuern.
In Gebrauch und bei der Arbeitsweise des pneumatischen Steuersystems 15 sind z. B, wie in den F i g. 7 bis 9
dargestellt ist, drei Kombinationen A, B, C von schnell s
öffnenden Schiebern 50, Membran ventilen 54, der Steuerschieber 55 und Steuerschieber 56, 57 und 58
vorgesehen. Jedes System A, fi'und Cwird mit Druckluft
Ober die Leitung 150 an die Steuerschieber 56,57 und 58,
über die Leitung 153 an dem entsprechenden Steuerschieber 55 und eine Leitung 49 aus dem Vorratsbehälter 48 an dem entsprechenden, schnell öffnenden
Schieber 50 versorgt Wie aus F i g. 7 zu sehen ist, weist das System A den Steuerschieber 56 auf, welcher zur
linken Seite hin eingestellt ist, wonach Luft zur Leitung
150 und 142 zu dem entsprechenden Steuerschieber 55 zugeführt wird. Außerdem ist die Leitung 153, die ein
Rückschlagventil 155 enthält, mit der oberen Einlaßöffnung jedes der luftbetätigten Steuerschieber 55
verbunden. Befindet sich jeder Steuerschieber 55 in der unteren Stellung, wie sie in F i g. 5 und in A, Bund Cvon
F i g. 7 gezeigt ist, dann wird die Luft in die Leitung 103 eingeleitet und gelangt in den oberen Abschnitt des
entsprechenden Membranventils 54, um die Membran
110 dicht an die entsprechende Dichtungsfläche 117 anzulegen. Bei dem in Fig.7 angenommenen Zustand
befinden sich die Schieber der Steuerschieber 57 und 58 der Systeme Bbzw. Cin einer Stellung rechts, so daß der
Druck nicht an das untere Ende der entsprechenden Steuerschieber 55 geleitet wird.
Nun sieht man, daß Luft in überwachter Geschwindigkeit dem Vorratsbehälter 48 kontinuierlich zugeführt
wird, woraufhin diese Druckluft im System A über die Leitungen 153,157 und 103 an das Membranventil 154
weitergeleitet wird, über die Leitung 150 und die Leitung 142 zum unteren Ende des Kolbens 133 des
luftbetätigten Steuerschiebers 55 und zusätzlich durch die Leitung 49 zum entsprechenden, schnei! öffnenden
Durchlaßschieber 50 gelangt, wo die Luft durch die Rille
96 des Kolbens 83 nach oben und unten von diesem und «0 auf beide Seiten der Membran 81 strömt Wenn ein
zunehmender Druck auf den luftbetätigten Steuerschieber 55 einwirkt wird der Kolben 133 gegen die
Druckfeder 131 nach oben gedrückt Nachdem sich der obere Abschnitt 141 an der Öffnung der Leitung 103
zum Membranventil 54 vorbeibewegt hat steht der obere Raum 106 des Membranventils 54 in Strömungsverbindung mit der öffnung 136, die das Strömungsmedium mit dem Auslaß verbindet Diese unmittelbare
Freigabe des Drucks in dem Membranventil 54 bewirkt so
daß sich die Membran 110 in die in F i g. 5 gezeigte Lage bewegt und ermöglicht daß die sich in der oberen
Kammer des schnell öffnenden Durchlaßschiebers 50 befindliche Luft durch die Leitung 101 und die Öffnung
98 austritt um unmittelbar den auf diese wirkenden Druck freizugeben. Diese schnelle Freigabe des Drucks
beendet das Gleichgewicht an dem Kolben 83, so daß dieser sich schnell nach oben bewegt wobei das
Strömungsmedium durch die Auslaßleitung 51 in die Rohre 52 und in die oberen Öffnungen der Filterbeutelanordnungen 38 strömt Diese unmittelbare Freigabe
des Drucks in der oberen Kammer bewirkt eine schnelle Bewegung des Kolbens 83, wobei der Impuls ausreicht
um dessen obere Oberfläche gegen die Deckplatte 68 zu pressen. Um eine bessere Einstellbarkeit und einen
steuerbaren Betrieb des schnell öffnenden Durchlaßschiebers 50 zu erzielen, ist die Membran 81 vorgesehen,
so daß anfänglich der Luftdruck in der unteren Kammer
mit beiden Seiten der Membran 81 in Verbindung steht
Danach wird die Bewegung des Kolbens 83 verstärkt um zu gewährleisten, daß dieser gegen die Deckplatte
68 drückt Natürlich verändert auch eine Regulierung der Größe der Öffnung 94 in der Kolbenstange 79 die
resultierende Kraft und damit die Bewegung des Kolbens 83. Man stellte jedoch in Versuchen fest daß
das schnelle öffnen des Kolbens 83 auch ohne die zwischengeschaltete Kolbenstange 79 und die Membran
81 erreicht werden kann, da eine ausreichende Kraft gegen die untere Oberfläche des Kolbens 83 wirkt, um
diesem einen Impuls zu erteilen, der ihn nach oben bewegt und den Luftdurchgang ermöglicht
Sobald die Luft durch den Durchlaßschieber 50 des Systems A abfließt wird die Leitung 146 mit Druckluft
versorgt die gegen das eine Ende des Steuerschiebers 56 drückt um dieses nach rechts zu bewegen (siehe
F i g. 8). Gleichzeitig wird die Leitung 146 durch eine Leitung 158 mit dem Steuerschieber 57 des Systems B
verbunden, um dieses schnell nach links zu bewegen (Fig.8). Man sieht daß das System C durch die
Betätigung des Durchlaßschiebers 50 des Systems A nicht beeinflußt wird. Im System B gelangt nun das
Strömungsmedium an das untere Ende des Kolbens 133 des entsprechenden luftbetätigten Steuerschiebers 55,
um diesen nach oben gegen die Druckfeder 131 zu drücken. Das System C bleibt im gleichen Zustand wie
bei F i g. 7 beschrieben wurde, bis das System B betätigt wird, wie oben für das System A bereits ausgeführt
worden ist Im System B wird aufgrund der Bewegung des Kolbens 133 des Steuerschiebers 55 die Luft in dem
Membranventil 54 freigegeben, um den Druck in dem Durchlaßschieber 50 ebenfalls freizugeben, so daß durch
diesen ein großes Volumen von Luft unter geringem Druck in die zwischengeschalteten Rohre 52 in einen
weiteren Satz von Filterbeutelanordnungen 38 ausfließt Hierdurch wird ein Druck in der entsprechenden
Leitung 146 erzeugt der gegen den Steuerschieber 57 drückt Eine Leitung 160', die mit der rechten Seite des
Steuerschiebers 58 des Systems C verbunden ist bewirkt daß sich dieser nach links bewegt um die oben
bereits beschriebene Auslösung der Arbeitsvorgänge der Systeme A und B zu wiederholen. Durch Betätigung
des Systems C wird der Steuerschieber 56 durch
Druckluft in einer Leitung 163 in die in Fig.7
dargestellte Lage bewegt
Eine zweite Ausbildungsform 5C eines schnell öffnenden Schiebers, welcher in Fig. 10 dargestellt ist,
enthält ein gegossenes Gehäuse 164 mit einem länglichen, erweiterten, vertikal verlaufenden Hubraum
166, dessen eines Ende mittels einer verschraubten Bodenplatte 168 verschlossen ist und dessen gegenüberliegendes Ende von einer Druckkammer 169 abgeschlossen ist Die Druckkammer 169 umfaßt ein oberes
glockenförmiges Gehäuse 191, dessen unterer Außenrand mit einer Mehrzahl von Schrauben 192 mit dem
unteren becherförmigen Gehäuseteil 193 verbunden ist Zwischen dem glockenförmigen Gehäuse 191 und dem
unteren Gehäuseteil 193 ist ein Dichtungsring 195 eingefügt Das Gehäuse 191 ist entfernbar, um Zugang
an die Bolzen 196 zu erlangen, welche den Verbindungsabschnitt 193 mit dem gegossenen Gehäuse 164
verbinden. Das Gehäuse 164 weist ferner zwei zur Seite
hin verlaufende, miteinander fluchtende Verbindungsstutzen 171 und 172 auf, deren äußerste Abschnitte
zylindrische Umfange aufweisen und deren innere Abschnitte nach unten verjüngt zulaufen, um rechteckige Öffnungen 174 zu bilden, die mit dem Hubraum 166 in
Verbindung stehen. Die Stutzen 171 und 172 sind mit der
Eti ilaßlettung 49 bzw. der Auslaßleitung 51 mittels
Klemmen 76 verbunden. Der Schieber 50' umfaßt ferner eiine Kolbenanordnung 178 mit einem Kolben 183,
dessen äußere Oberfläche im Hubraum 166 gleitet Der s Kolben weist ferner eine Mittelbohrung 184 auf, die
daini dient, eine Druckfeder 185 aufzunehmen, deren
unleres Ende an der Bodenplatte 168 anliegt Die Aufwärtsbewegung des Kolbens 183 unter Einwirkung
den- Druckfeder 185 wird mit Hilfe eines nach innen ragenden Flansches 188 des Gehäuseteils 193 begrenzt
Hn diesem Ausführungsbeispiel weist der Kolben 183 am seiner Außenfläche keine axial verlaufende Rille auf,
wie dies bei der anderen Ausbildungsform der Fall ist Mim stellte fest, daß, sofern der Kolben 183 einen etwas is
kleineren Durchmesser hat als der Hubraum 166, ein Abfließen des Strömungsmediums zu beiden Seiten des
Kalbens hin dennoch möglich ist Der untere Abschnitt de» gegossenen Gehäuses 164 weist eine Auslaßöffnung
190 auf, die über die Leitung 101 mit dem entsprechen
den Membranventil 54 verbunden ist, welches seinerseits über entsprechende Leitungen 103 mit den
luftbetätigten Steuerschiebern 55 verbunden ist
Man sieht daß der in Fig. 10 dargestellte öffnende
Schieber 50' in ähnlicher Weise zu betreiben ist wie der Schieber 50, dessen Wirkungsweise weiter oben
beschrieben wurde. Der hervorstechende Unterschied ist das Fehlen einer Membran in der Druckkammer 169,
die mit der Kolbenanordnung 178 funktionell verbunden ist Der Schieber 50' wird durch Druck betätigt, der den
beiden Seiten des Kolbens 183 zugeführt wird und einen Gleichgewichtszustand schafft, wobei eine schnelle
Freigabe des Drucks durch die Leitung; 101 eine schnelle Abwärtsbewegung des Kolbens 183 bewirkt und damit
schnell die Auslaßleitung 51 mit der Einlaßleitung 49 verbindet Man stellte fest, daß durch das glockenförmige Gehäuse der Druckkammer 169 ein ausreichendes
Luftvolumen vorgesehen ist, um eine schnelle Abwärtsbewegung des Kolbens 183 zu erzielen.
Claims (4)
1. Pneumatisches Steuersystem zum selbsttätigen Abreinigen von Filtersystemen für die Gasreinigung
mit einer Vielzahl von Filterelementen, die gruppenweise von einem unter Druck stehenden gasförmigen Abreinigungsmedium in periodischen Stößen
!beaufschlagt werden, bestehend aus einem Vorratsbehälter für das Reinigungsmedium, der über ein
Schnellöffnungsorgan mit mehreren, die Filterelemente beaufschlagenden Düsenrohren in Verbindung steht und dessen von einer Mediumquelle
!erzeugter Innendruck als Steuerimpulse für die Betätigung des Schnellöffnungsorgans dient, wobei
der Behälterdruck zunächst ein Drei-Wege-Organ betätigt, das seinerseits dann auf ein das Schnellöffinurigsorgan auslösendes Steuerorgan einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das in direkter
Verbindung (49) mit dem Vorratsbehälter (48) ütehende Schnellöffnungsorgan als Durchlaßschieber (50,50') ausgebildet ist, dessen Schieberkolben
|83„ 183) in der Schließstellung beidseitig vom !Innendruck des Vorratsbehälters beaufschlagt ist
und dessen Hubraum (66, 166) über das als Membranventil (54) ausgebildete Steuerorgan mit
der Außenatmosphäre verbindbar ist, das seinerseits von dem einen Steuerschieber (55) bildenden
Drei-Wege-Organ gesteuert ist.
2. Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mediumquelle an den
Vorratsbehälter (48) und dieser unmittelbar am Steuerschieber (55) derart angeschlossen ist, daß
über den Druck des Vorratsbehälters im Membramventil (54) die Verbindung des Schnellöffnungsorgans (50) mit der Außenatmosphäre mittels der
Membran (110) unterbrochen ist
3. Steuersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (48) über
zusätzliche Steuerschieber (56; 57; 58) mit dem als Steuerschieber (55) ausgebildeten Drei-Wege-Organ strömungstechnisch verbindbar ist.
4. Steuersystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberkolben (144) der
zusätzlichen Steuerschieber (56; 57; 58) an einem Ende über eine Leitung (146) mit dem Auslaß (51)
des Schnellöffnungsorgans (50) der zugeordneten Filtergruppe (A, B, C) und an seinem anderen Ende
über Leitungen (158, 163) mit dem Auslaß (51) des Schnellöffnungsorgans (50) einer anderen Filtergruppe beaufschlagbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000911A DE2000911C3 (de) | 1970-01-09 | 1970-01-09 | Pneumatisches Steuersystem zum selbsttätigen Abreinigen von Filtersystemen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000911A DE2000911C3 (de) | 1970-01-09 | 1970-01-09 | Pneumatisches Steuersystem zum selbsttätigen Abreinigen von Filtersystemen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2000911A1 DE2000911A1 (de) | 1971-07-15 |
| DE2000911B2 true DE2000911B2 (de) | 1978-11-16 |
| DE2000911C3 DE2000911C3 (de) | 1979-08-02 |
Family
ID=5759320
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000911A Expired DE2000911C3 (de) | 1970-01-09 | 1970-01-09 | Pneumatisches Steuersystem zum selbsttätigen Abreinigen von Filtersystemen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2000911C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111643989A (zh) * | 2020-05-06 | 2020-09-11 | 徐州徐工环境技术有限公司 | 一种基于压力检测的自动脉冲除尘清理系统及方法 |
-
1970
- 1970-01-09 DE DE2000911A patent/DE2000911C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2000911A1 (de) | 1971-07-15 |
| DE2000911C3 (de) | 1979-08-02 |
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