DE20007154U1 - Scharnier für einen Glasdeckel - Google Patents
Scharnier für einen GlasdeckelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Scharnier für einen Glasdeckel, einen derartigen Glasdekkel sowie ein Möbel oder Elektrogerät oder dergleichen mit einem derartigen Scharnier oder Glasdeckel.
Das Scharnier besteht im wesentlichen aus einem ersten Scharnierteil und einem zweiten Scharnierteil, die um eine Scharnierachse schwenkbar miteinander verbunden sind. Die Scharnierteile können über ein Federelement und/oder ein Dämpfungselement zueinander in Wirkverbindung stehen, was aber nicht zwingend erforderlich ist.
Derartige Scharniere können bei Kühl/Gefriertruhen und Kühl/Gefrierschränken, aber auch bei Möbeln oder Elektrogeräten oder dergleichen, Anwendung finden, die mit einem Glasdeckel, einer Glasklappe oder einer Glastür ausgerüstet sind. Ein Scharnierteil (das erste Scharnierteil) ist dabei starr mit dem Gerätekorpus bzw. dem Korpus bzw. Gehäuse eines Möbels, Elektrogeräts oder dergleichen verbunden, das zweite, bewegliche Scharnierteil ist mit dem Glasdeckel bzw. der Glasklappe bzw. der Glastür verbunden. Dabei kann eine beliebige Anzahl solcher
Schamiere an einem Gerät (einer Kühl/Gefriertruhe, einem Kühl/Gefrierschrank, einem Möbel, einem Elektrogerät oder dergleichen) eingesetzt werden.
Bei bisher bekannten Scharnierausführungen für solche Anwendungen wird der Glasdeckel nicht direkt mit dem beweglichen Scharnierteil verbunden. Er ist vielmehr mit einem umlaufenden Rahmen aus Metall versehen, an dem das bewegliche Scharnierteil befestigt wird. Diese Art der Verbindung ist kompliziert und teuer.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Scharnier der eingangs angegebenen Art vorzuschlagen, das eine direkte Verbindung des zweiten Scharnierteils mit dem Glasdeckel ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch den Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 gelöst. Das zweite Scharnierteil weist eine hinreichend große Kontaktfläche für den Glasdeckel bzw. die Glasklappe bzw. die Glastür auf. Die Kontaktfläche ist gegenüber den bekannten Ausführungsformen derart vergrößert, daß Druckspannungsspitzen vermieden werden. Das zweite Scharnierteil ist derart gestaltet, daß eine direkte Verbindung mit dem Deckel ermöglicht wird. Insbesondere ist das bewegliche Scharnierteil derart gestaltet, daß die Krafteinleitung direkt vom beweglichen Scharnierteil auf den Deckel und umgekehrt auch vom Deckel auf den beweglichen Scharnierteil ermöglicht wird.
Durch die Erfindung können weitere Vorteile erreicht werden. Die Gestaltung des beweglichen Scharnierteils als integrales [Bauteil ohne Fügestellen ergibt auch ohne zusätzliche Verkleidung ein optisch günstiges Erscheinungsbild. Die Gestaltung des beweglichen Scharnierteils als integrales Bauteil ohne Fügestellen erhöht dessen mechanische Festigkeit. Das bewegliche Scharnierteil als integrales Bauteil kann preisgünstig als Gußteil oder aus einem Profilhalbzeug hergestellt werden. Das bewegliche Scharnierteil als integrales Bauteil kann in der Art gestaltet werden, daß am Scharnier keine Verletzungsgefahr durch einen Klemmspalt entstehen kann.
Die Erfindung eignet sich für Glasdeckel, Glasklappen oder Glastüren. Anstelle von Glas kann auch ein anderer Werkstoff aus einem ähnlich empfindlichen Material verwendet werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Verbindung zwischen dem beweglichen Scharnierteil und dem Glasdeckel kann durch eines oder mehrere Verbindungselemente erfolgen, insbesondere Schrauben oder Nieten. Es können aber auch andere Verbindungselemente verwendet werden. Wenn die Verbindungselemente, beispielsweise die Befestigungsschrauben, eine zu geringe Auflagefläche aufweisen, durch die Druckspannungsspitzen entstehen könnten, können nach einer vorteilhaften Weiterbildung ausreichend große Unterlageplatten vorgesehen werden. Eine oder mehrere Unterlageplatten können zwischen den Befestigungselementen und dem Glasdeckel angeordnet werden.
Das zweite Scharnierteil kann mit dem Glasdeckel durch Kleben verbunden sein.
Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist das zweite Scharnierteil mit dem Glasdeckel durch Klemmen verbindbar oder verbunden. Vorteilhaft ist es, wenn in dem zweiten Scharnierteil eine Vertiefung vorgesehen ist, die zur Aufnahme des Glasdeckels dient.
Um zu vermeiden, daß der Glasdeckel durch Druckspannungsspitzen belastet wird, ist es notwendig, daß die Kontaktfläche zwischen dem beweglichen Scharnierteil und dem Glasdeckel ausreichend groß ist. Um dies zu erreichen, können nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung elastische Zwischenlagen zwischen dem zweiten Scharnierteil und dem Glasdeckel vorgesehen sein. Vorzugsweise sind die elastischen Zwischenlagen derart ausgestaltet, daß sie stoßartige Belastungen abdämpfen.
Aufgrund der Forderung nach einer großen Kontaktfläche zwischen beweglichem Scharnierteil und Glasdeckel bietet es sich an, das bewegliche Scharnierteil aus Metallguß oder Strangpreßprofil herzustellen.
Das zweite Scharnierteil kann auf der Außenseite des Glasdeckels vorgesehen sein. Stattdessen oder zusätzlich ist es allerdings auch möglich, das zweite Scharnierteil auf der Innenseite des Glasdeckels anzuordnen.
Die Erfindung betrifft ferner einen Glasdeckel, der durch ein oder mehrere erfindungsgemäße Scharniere gekennzeichnet ist.
Schließlich betrifft die Erfindung eine Kühl/Gefriertruhe, einen Kühl/Gefrierschrank, ein Möbel, ein Elektrogerät oder dergleichen mit einem oder mehreren erfindungsgemäßen Scharnieren und/oder einem oder mehreren erfindungsgemäßen Glasdeckeln, Glasklappen oder Glastüren oder dergleichen, wobei anstelle von Glas auch ein anderes ähnlich empfindliches Material verwendet werden kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung im einzelnen erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt (Symmetrieschnitt) durch das gesamte Scharnier,
Fig. 2 eine Ansicht des in Fig. 1 dargestellten Scharniers von oben,
Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform in einem Längsschnitt und
Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform in einem Längsschnitt und
Fig. 4 eine weitere abgewandelte Ausführungsform in einem Längsschnitt.
Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Scharnier besteht im wesentlichen aus einem ersten Scharnierteil 1 und einem zweiten Scharnierteil 2, die um eine Scharnier-
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achse 3 schwenkbar miteinander verbunden sind. Beide Scharnierteile stehen über ein Feder- und/oder Dämpfungselement 4 zueinander in Wirkverbindung. Das erste Scharnierteil 1 ist starr mit dem Gerätekorpus 6 verbunden. Das zweite, bewegliche Scharnierteil 2 ist durch mehrere Schrauben 8 mit einem Glasdeckel 5 verbunden. Zwischen den Köpfen der Schrauben 8 und dem Glasdeckel 5 ist eine ausreichend große Unterlageplatte 9 vorgesehen, die verhindert, daß Druckspannungsspitzen in dem Glasdeckel entstehen. Ferner sind zwischen dem Glasdeckel 5 und dem zweiten Scharnierteil 2 sowie der Unterlageplatte 9 jeweils elastische Zwischenlagen 7 vorhanden. Der Ausdehnungsbereich der elastischen Zwischenlagen 7 entspricht im wesentlichen demjenigen der Unterlageplatte 9. Die elastischen Zwischenlagen 7 und die Unterlageplatte 9 erstrecken sich jeweils zwischen den Befestigungsschrauben 8 sowie über diese hinaus. Die Auflageflächen des zweiten Scharnierteils 2, des Glasdeckels 5, der Unterlageplatte 9 und der Zwischenlagen 7 entsprechen sich jeweils. Wie aus Fig. 1 ersichtlich weist das zweite Scharnierteil 2 eine hinreichend große Kontaktfläche für den Glasdeckel 5 auf, durch die Druckspannungsspitzen vermieden werden können.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Abwandlung sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß sie nicht erneut erläutert werden müssen. Während nach der Ausführungsform nach Fig. 1 das bewegliche Scharnierteil 2 auf der Außenseite des Glasdeckels 5 liegt, liegt bei der abgewandelten Ausführungsform nach Fig. 3 das bewegliche Scharnierteil 2 auf der Innenseite des Glasdeckels 5.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen geschraubte Ausführungen. In der weiteren Abwandlung der Fig. 4 ist eine geklemmte Ausführungsform gezeigt, die wahlweise zusätzlich verklebt und/oder zusätzlich verschraubt sein kann. Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist in dem zweiten Scharnierteil 2 eine Vertiefung vorgesehen, in die der Glasdeckel 5 mit den Zwischenlagen 7 eingeschoben ist.
Claims (13)
1. Scharnier für einen Glasdeckel (5) mit einem ersten Scharnierteil (1) zum Befestigen an einem Korpus (6) und einem damit schwenkbar verbundenen zweiten Scharnierteil (2) zur Befestigung eines Glasdeckels (5), dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Scharnierteil (2) eine hinreichend große Kontaktfläche für den Glasdeckel (5) aufweist.
2. Scharnier nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eines oder mehrere Verbindungselemente (8), insbesondere Schrauben oder Nieten, zum Verbinden des zweiten Scharnierteils (2) mit dem Glasdeckel (5).
3. Scharnier nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine oder mehrere Unterlageplatten (9) zwischen den Befestigungselementen (8) und dem Glasdeckel (5).
4. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Scharnierteil (2) mit dem Glasdeckel (5) durch Kleben verbunden ist.
5. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Scharnierteil (2) mit dem Glasdeckel (5) durch Klemmen verbindbar oder verbunden ist.
6. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine in dem zweiten Scharnierteil (2) vorgesehene Vertiefung für den Glasdeckel (5).
7. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine oder mehrere elastische Zwischenlagen (7) zwischen dem zweiten Scharnierteil (2) und dem Glasdeckel (5).
8. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Scharnierteil (2) aus Metallguß oder als Strangpreßprofil hergestellt ist.
9. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Scharnierteil (2) auf der Außenseite des Glasdeckels (5) vorgesehen ist.
10. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Scharnierteil (2) auf der Innenseite des Glasdeckels (5) vorgesehen ist.
11. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Scharnierteil (1) mit dem zweiten Scharnierteil (2) über ein Federelement und/oder Dämpfungselement (4) in Wirkverbindung steht.
12. Glasdeckel, Glasklappe, Glastür oder dergleichen, gekennzeichnet durch ein oder mehrere Scharniere nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11.
13. Kühl/Gefriertruhe, Kühl/Gefrierschrank, Möbel, Elektrogerät oder dergleichen, gekennzeichnet durch ein oder mehrere Scharniere nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11 und/oder gekennzeichnet durch einen oder mehrere Glasdeckel, Glasklappen, Glastüren oder dergleichen nach Anspruch 12.
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