DE2000465B2 - Verfahren zur herstellung von knabberartikeln auf kartoffelstaerkebasis - Google Patents

Verfahren zur herstellung von knabberartikeln auf kartoffelstaerkebasis

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DE2000465B2 DE19702000465 DE2000465A DE2000465B2 DE 2000465 B2 DE2000465 B2 DE 2000465B2 DE 19702000465 DE19702000465 DE 19702000465 DE 2000465 A DE2000465 A DE 2000465A DE 2000465 B2 DE2000465 B2 DE 2000465B2
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Description

Kartoffelchips sind beliebte Knabberartikel, die bekanntlich durch Rösten dünner Scneiben von rohen, frischen Kartoffeln mit einem niearigen Gehalt an reduzierenden Zuckern von vorzugsweise unter 0,5 Gew.-%, bezogen auf Trockensubstanz, erhalten werden. Kartoffeln mit vergleichsweise hohem Zuckergehall ergeben normalerweise dunkelbraune, unverkäufliche Endprodukte und können nur durch kostspielige Arbeitsweisen zu hellfarbigen Produkten verarbeitet werden (vgl. z.B. Talbot u. Smith »Potato Processing«, 2. Auflage, Verlag Avi). Da sich bei der Lagerung von Kartoffeln der Gehalt an reduzierenden Zuckern bis auf 4 bis 6% erhöhen kann, pflegten gelagerte Kartoffeln in andere, weniger gut verkäufliche Produkte wie Kartoffelwalzmehl, Kartoffelstärke oder Kartoffelpulver und Granulat überführt zu werden.
Es wurden auch bereits Knabberartikel auf Kartoffelstärkebasis aus getrockneten Kartoffelerzeugnissen hergestellt. Bei diesen Verfahren werden z. B. Gemische aus getrockneten Kartoffeln und Kartoffelstärke, die verschiedene Zusätze enthalten können, zu einem Halberzeugnis verarbe'tet und dieses wird auf einen zu Stabilisierungszwecken hinreichend geringen Feuchtigkeitsgehalt getrocknet und anschließend in schwimmendem Fett ausgebacken, oder es wird ein aus den Gemischen hergestellter extrudierter und ggf. gestanzter oder anderweitig verformter Teig teilweise getrocknet und dann ausgebacken. Die letztgenannte Arbeitsweise wird z. B. in der BE-PS 7 14 230 beschrieben, to wonach ein extrudierier Teig mit einem Feststoffgehalt von etwa 65 bis 78% auf einen Feuchtigkeitsgehalt zwischen 6 und 10% getrocknet wird. Diese bekannten Verfahren sind jedoch in der Verfahrensdurchführung schwierig und haben den Nachteil, daß beim Ausbacken ein Aufblähen auf das 3- bis 6fache erfolgt, was eine sehr lockere, für frischgeröstete Kartoffelchips untypische Konsistenz ergibt, und d iß die Erzeugnisse leicht
brechen und im Geschmack unbefriedigend;
Nach weiteren bekannten derartigen Verfahren werden kartoffelchipsähnliche Erzeugnisse durch direktes Extrudieren und Backen eines verhältnismäßig wenig Feststoffe enthaltenden Gemisches aus getrockneten Kartoffeln und V/asser hergestellt, wobei zur Erzielung einer ausreichenden Verformbarkeit als Gelierungsmittel wirkende Zusätze wie Cellulosegummi, Pectin-Calciumkomplexe, Alginate oder andere natürliche Gummisubstanzen und Bindemittel in das Gemisch eingebracht werden müssen. So wird z. B. gemäß DT-AS 12 82 431 ein Celluloseäther als Bindemittel und Fremdstärke für das Binden von Wasser zugesetzt, gemäß US-PS 32 82 704 enthält der Teig freie Stärke oder lösliches Protein als Binder, und die verwendeten eingesetzten Kartoffelflocken sind zu mindestens 50% getoastet, gemäß FR-PS 15 29 939 wird Amylopectinstärke zugesetzt, und der Gehalt an freier gelatinierter Kartoffelstärke beträgt 15 bis 25%, wobei insgesamt wachsartige Stärken, eventuell sogar phosphatmodifizierte wachsige Maisstärke, einverleibt werden, und gemäß DT-AS 12 54 446 sind im Teig entweder mindestens 80% der vorhandenen Stärke gelatiniert, oder es werden 40 bis 80 Gew.-% des Teiggemisches als Flüssigkeit abgetrennt und die Feststoffe mit einem oder mehreren Dickungsmitteln in einer Menge von bis zu 10 Gew.-% vermischt, wobei auch im letztgenannten Falle mindestens 80% der Stärke gelatiniert sein müssen. Nachteilig ist jedoch, daß die benötigten Bindemittel teuer sind, die Konsistenz der Fertigerzeugnisse unerwünscht hart und untypisch für Kartoffelchips ist, oftmals das typische Aroma fehlt und in einigen Fällen der Geschmack durch das Vorliegen der Bindemittelsubstanzen beeinträchtigt ist.
Zur Erzielung einer porösen Struktur wurden auch schon Treibmittel, wie Backpulver, dem Teig aus Kartoffeln und Weizenmehl zugesetzt, was jedoch zu Erzeugnissen führt, die sowohl Struktur als auch Geschmack von Kartoffelchips vermissen lassen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein auch unter Verwendung von getrockneten Kartoffelerzeugnissen oder von für die Verarbeitung zu Kartoffeledelerzeugnissen normalerweise weniger geeigneten Rohkartoffeln oder von Kartoffeln mit vergleichsweise hohem Zuckergehalt durchführbares Verfahren zur Herstellung von Knabberartikeln anzugeben, deren Konsistenz und Geschmack ähnlich denjenigen von typischen Kartoffelchips oder Kartoffelringen mit Zwiebelgeschmack ist, wie sie durch Ausbacken dünner Scheiben von frischen Rohkartoffeln in schwimmendem Fett bei etwa 175° C in bekannter Weise erhalten werden.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die angegebene Aufgabe dadurch lösbar ist, daß ein Teig aul Kartoffelstärkebasis geschaffen wird, der zum Zeitpunkt der Extrusion eine solche Zusammensetzung hat daß er nach dem Ausbacken ein Ausdehnungsverhältnis von 1,6 bis 3,0 zeigt, d. h. sich auf das 1,6- bis 3,Ofache der ursprünglichen Dicke ausdehnt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zui Herstellung von Knabberartikeln auf Kartoffelstärkebasis, insbesondere in Form von Chips oder Ringen mii Zwiebelgeschmack, aus einem Teig mit eintm Feststoff gehalt von 40 bis 45 Gew.-% aus getrockneten und/odei frischen zerkleinerten Kartoffeln und aus nicht gelati nierter Stärke, vorzugsweise Kartoffelstärke, durch Formen des Teiges und Ausbacken in schwimmenden· Fett, das dadurch gekennzeichnet ist, daß rrar zerkleinerte Trockenkartoffelprodukte und/oder Naß
brei mit nicht gelatinierter Kartoffelstärke, gegebenenfalls unter Fremdstärkezusatz und Wasser zu einem Teig mischt, in diesem Teig gegebenenfalls durch Rühren und/oder Zusatz von freier gelatinierter Stärke einen Gesamtgehalt an freier gelatinierter Stärke bei 5 Verwendung von Naßbrei von 3-8 Gew.-% und bei Verwendung von Trockenkartoffelprodukten von 5 bis 15 Gew.-°/o, jeweils bezogen auf Trockenfeststoffe, einstellt und diesen Teig nach dem Formen ausbäckt.
Mit »freier gelatinierter Stärke« wird eine Stärke bezeichnet, die als Bindemittel zur Verfügung steht und nicht in einer intakten Kartoffelzelle enthalten ist, gleichgültig, ob sie ursprünglich in einem der bei diesem Verfahren benutzten Kartoffelbestandteile vorlag oder nicht.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Konsistenz und Textur des fertigen, ausgebackenen Knabberartikels dem typischen röschen, knusprigen »Mundgefühl« oder der Konsistenz von Fertigerzeugnissen frischgerösteter Kartoffelchips oder ähnlicher Knabbeirartikel gleichkommt
Ein Ausdehnungsverhältnis von weniger als 1,6 ist erfindungsgemäß ungeeignet, da es zu Produkten von harter Konsistenz, die Kartoffelchips unähnlich sind, führt.
Die Teigkonsistenz vor dem Extrudieren wird zwischen etwa 40 und 45 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 41 und 45 Gew.-%, gehalten. Durch Anpassung des Gehaltes an gelatinierter Stärke im Teiggemisch wird der Zusammenhalt des Teiges zur Erzielung der erforderlichen Ausdehnung gesteuert, was dem mit der Struktur der als Ausgangsmaterialien verwendeten Kartoffelerzeugnisse bzw. Stärken vertrauten Fachmann leicht gelingt.
Wird z. B. ein Teig aus 750 g frischen, pürierten J5 Kartoffeln und 355 g Kartoffelstärke (41,6% Feststoffe) durch einen Schlitz von 0,91 mm Höhe und 25,4 mm Breite extrudiert, so hat der Teig keinen ausreichenden Zusammenhalt, um zu einem zusammenhängenden Streifen extrudierbar zu sein. Bei Zugabe von etwas weniger als 5 g vorgelatinierte Kartoffelstärke ist das Produkt zwar zusammenhängend, jedoch während des Extrudierens und nach dem Herausbacken ziemlich krümelig, und das unzureichende Aufblähen des Teiges während des Herausbackens führt zu einem unerwünscht harten, hornigen Erzeugnis. Die Erhöhung der Menge an vorgeiatinierter Stärke auf 40 g führt in nachteiliger Weise zu einer übermäßigen Aufblähung und Ausdehnung des Produktes durch Einschluß von Dampf in die abgedichteten Oberflächen des Knabbei erzeugnisses während des Ausbackens. Durch Einstellen der Menge an vorgelatinierter Stärke auf einen Gehalt von 5 bis 10 g ergeben sich optimales Aussehen und optimale Konsistenz. Dieser Gehalt an 5 Ibis 10 g entspricht 0,4 bis 1%, bezogen auf Teig, bzw. 1,1 bis 2,2%, bezogen auf Festsubstanz, was den Gesamtgehalt an freier gelatinierter Stärke auf gut über 3% bringt, da normale frische, pürierte Kartoffeln etwa 4% aufgebrochene Zellen enthalten.
Die gleichen Ergebnisse sind auch ohne Zusatz von vorgelatinierter Stärke möglich, obwohl der Gehalt an etwa 4% aufgebrochenen Zellen in den eingesetzten pürierten Kartoffeln nicht ausreicht, um die für ein optimales Aufblähen des Fertigerzeugnisses erforderliche Menge an Dampfblasen festzuhalten. Wird jedoch das Gemisch aus pürierten Kartoffeln und Kartoffelstärke einer kräftigen Rührbehandlung unterworfen, so liefert die aus zusätzlichen zerrissenen Kartoffelzellen freigelegte Stärke das Bindevermögen zur Bildung der erforderlichen Ausdehnung während des Ausbackens. Die Rührbehandlung muß jedocn gesteuert werden, da durch übermäßiges Rühren zu viel gelatinierte Stärke freigelegt wird und ein unerwünschtes Aufblähen die ist.
Bei Verwendung von getrockneten Kartoffeln zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Menge an gelatinierter freier Stärke im Teig eingestellt werden durch vorherige Zugabe von gelatinierter Stärke und getrockneter Kartoffelstärke oder anderen Stärken oder durch Wahl von getrockneten Kartoffelbestandteilen mit bekanntem Gehalt an freier gelatinierter Stärke.
Der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendete Teig auf Kartoffelbasis enthält eine gewisse Menge an roher, ungelatinierter Stärke, die jedoch das Aufblähen des Teigstreifens während des Ausbackens offensichtlich nicht steuert, obwohl eine mikroskopische Untersuchung der gerösteten Endprodukte zeigt, daß praktisch die Gesamtmenge dieser Stärke während <Jes Ausbackens gelatiniert wurde. Es scheint daher, daß nur die im Teig zur Verfugung stehende gelatinierte Stärke das anfängliche Aufblähen durch Einschluß von Dampfblasen unmittelbar nach dem Eintauchen des Teigstreifens in das heiße Backmedium steuert. Die Gelatinierung und eventuelle Entwässerung der vorhandenen rohen Stärke liefert weiteres Bindematerial zur Aufrechterhaltung der porösen Struktur und der gewünschten röschen Konsistenz des auf diese Weise gebildeten ausgebackenen Erzeugnisses.
Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendbaren Trockenkartoffeln können z. B. vorliegen in Form von Kartoffelgranulat, normalen Kartoffelflocken, Kartoffelwalzmehl oder zu Würfeln geschnittenen oder geschnippelten getrockneten Kartoffeln. Diese Produkte sind wohl begannt und werden in zahlreichen Literaturstellen beschrieben, j:. B. in dem angegebenen Buch »Potato Processing« und in den US-PS 27 80 552 und 27 87 553.
Bei Verwendung von Kartoffelgranulat müssen in der Regel gewisse Mengen an vorgelatinierter Stärke oder andere getrocknete Produkte mit. höherem Anteil an freier gelatinierter Stärke eingebracht werden. Alternativ kann das Kartoffelgranulat während der Rekonstitution, d?s Mischens oder der Extrusion einer ausreichenden Scher'oeanspruchung unterworfen werden, um so viel Kartoffelgranulatzellen aufzureißen, da3 die erforderliche Menge an gelatinierter Kartoffelstärke freigelegt wird. Im allgemeinen wird jedoch vorgezogen, getrocknete Produkte mit freier gelatinierter Stärke beizumischen.
Bei Verwendung von handelsüblichen, technisch hergestellten Kartoffelflocken, die durchschnittlich etwa 21% gebrochene Zellen enthalten, ist der Zusatz von vorgelatinierter Stärke gewöhnlich nicht erforderlich. Werden K.artoffelflocken mit :sehr kleiner Teilchengröße von beispielsweise kleiner als 0,Λ2 mm, verwendet, die einen vergleichsweise hohen Prozentsatz an aufgebrochenen Zellen und damit an freier jfelatinierter Stärke enthalten, so müssen andere getrocknete Produkte mit vergleichsweise geringem Gehalt an fre;er Stärke, z. B. Kartoffelgranulat, beigemischt werden, um das Aufblähen während des Ausb?ckens zu verringern.
Da bei Kartoffelwalzmehl praktisch alle Kartoffelzellen aufgebrochen sind und übermäßig viel freie gelatinierte Stärke vorliegt, kann Kartolfelwalzmehl
licht für sich allein als Rohmaterial verwendet, sondern ediglich statt vorgelatinierter Stärke mit Kartoffelgraiulat oder frischen pürierten Kartoffeln kombiniert werden, um während des Ausbackens die gewünschte Ausdehnung zu erzielen.
Bei Verwendung von zu Würfeln geschnittenen, getrockneten Kartoffeln werden diese häufig zu einem Mehlprodukt mit einer Teilchengröße von kleiner als Q,42 mm vermählen, das dann erfindungsgemäß verwendbar ist, wenn das Verhältnis an gesamter freier gelatinierter Stärke auf den angegebenen Bereich eingestellt wird. Kleine Mengen dieses Mehls können zu Kartoffelgruiiulat oder Kartoffelflocken zugesetzt werden, um der Konsistenz bzw. Textur des ausgebackenen Knabberartikels zusätzliche Festigkeit zu verleihen. Gewünschtenfalls können übermäßige "Mengen an feinteiligen Komponenten von beispielsweise unter 0,15 mm entfernt und für andere Prozesse verwendet werden, um ein übermäßiges Aufblähen des Teigs beim Backen zu vermeiden.
Für jede Rezeptur des Teiges muß die Menge an freier gelatinierter Stärke bestimmt werden, da viele Faktoren die Absorptionsfähigkeit solcher Stärken beeinflussen, z. B. die Vorkoch- und Kühlbehandlung sowie der Zusatz von Emulgatoren und anderer komplexbildender Mittel. Auch die Eigenschaften der getrockneten Kartoffelbestandteile sind von verschiedenen Faktoren abhängig, z. B. von Sorte, Feststoffgehalt, Lagerbedingungen und Verarbeitungsniethoden.
Die Farbe des fertigen ausgebackenen Knabberartikels wird durch das Verhältnis von Grundkartoffelbestandtcilen und Kartoffelstärke als nichtbräuaender Komponente gesteuert. Da der Gehalt an reduzierendem Zucker und Gesamtzucker bei getrockneten Kartoffelprodukten in der Regel beträchtlich höher ist als bei Rohkartoffeln, muß deren Zuckergehalt so stark vermindert werden, daß die Färbung des Fertigsrzeugnisses derjenigen von aus Rohkartoffeln gewonnenen Kartoffelchips gleicht. Normalerweise ergibt ein Gemisch von etwa einer Hälfte getrockneten Kartoffelflocken und Kartoffelgranulat und einer hälfte Standardkartoffelstärke eine brauchbare Farbe des Produktes. Die Verwendung von beträchtlich mehr Kartoffelstärke vermindert sehr stark das Kartoffelaroma, so daß ein weniger typisches Mundgefühl oder eine weniger typische Konsistenz des Knabberartikels die Folge sein kann. Als Bräunungsinhibitoren für Kartoffeln während des Backens bekannte Zusätze, z. B. Natriumbisulfit, können dem Teig zugesetzt werden, doch muß ein Überschuß vermieden werden, da andernfalls die Erzeugung von freien Fettsäuren beschleunigt und das Backmedium dunkler wird. Das Backmedium, normalerweise hydriertes Pflanzenfett, wird vorzugsweise bei etwa 17O0C gehalten, wobei die Produkte in etwa 1 Minute fertig gebacken werden. Höhere Temperaturen und kürzere Zeiten ergeben röschere Produkte, die dunkler sind und weniger ölgehalt aufweisen. Das Backen bei niedrigeren Temperaturen vermindert die Farbausbildung, erhöht jedoch die Fettabsorption des fertigen Knabberartikels beträchtlich.
Anstelle von Kartoffelstärke verwendbar sind auch anderen Stärken, z. B. Maisstärke und Tapiokastärke; Trockenbestandteile wie Weizenmehl, Maismehl und Reismehl können zur Modifizierung der Konsistenzbzw. Textureigenschaften und Geschmackseigenschaften zugegeben werden. Da das Hauptziel der Erfindung die Herstellung eines Produktes mit dem Geschmack iinr! Aussehen von Kartoffelchips ist, wird vorzugsweise Kartoffelstärke verwendet.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden in der Regel die verwendeten Trockenkartoffeln und inerte Stärke, z. B. ungelatinierte Kartoffelstärke, sowie Salz und Gewürze nach Wunsch mit so viel Wasser gemischt, daß der Feststoffgehalt des Teige? zwischen 40 und 50%, vorzugsweise zwischen 42 und 4i>°/o, liegt. 1 Minute langes Rühren in einem Standard-Mischer mit einem Rührpropeller bei 60 UpM ist in der Regel ausreichend für vollständiges Mischen dieser Komponenten. Das Gemisch wird sodann in einen Extruder eingebracht, extrudiert und bei praktisch dem ursprünglichen Feuchtigkeitsgehalt direkt in schwimmendes Backfett fallen gelassen und etwa 1 Minute lang aasgebacken.
Der Teig auf Kartoffelbasis ist gut formbar, etwas kittähnlich, nicht übermäßig klebrig und kann in den verschiedensten Typen von Verformungsvorrichtungen geformt werden. Die Formung erfolgt vorzugsweise mit einem Extruder vom Kolbentyp. Ein Extruder vom Schneckentyp, wie er üblicherweise für Makkaroniprodukte verwendet wird, ist ebenfalls verwendbar, wenn dafür gesorgt wird, daß während des Transports des Teiges durch die Vorrichtung zum Austrittsschlitz keine übermäßige Zellschädigung erfolgt, da das Aufbrechen von Kartoffelzellen und die daraus resultierende Freisetzung von gelatinierter Stärke die Textur und das Aufblähen des ausgebackenen Erzeugnisses in nicht kontrollierter Weise verändern würden. Die Verwendung dieses Extrudertyps gestattet das kontinuierliche Mischen der Komponenten in einer einzigen Stufe zusammen mit der Extrusion und erweist sich somit als besonders wirtschaftlich.
Bei Verwendung von Rohkartoffeln werden diese in üblicher bekannter Weise vor dem Kochen gewaschen, geschält, geputzt und auf geeignete Größe, z. B. etwa 12 mm Dicke, geschnitten und ggf. der bekannten Vorkoch- und Kühlbehandlung unterworfen, um die Konsistenz des sich bei den anschließenden Verfahrensstufen ergebenden Teiges zu verändern. Im allgemeinen genügt es, die geschnittenen Kartoffeln je nach Kartoffelsorte und Feststoffgehalt in Dampf von Atmosphärendruck 25 bis 35 Minuten lang zu kochen. Die gekochten Kartoffeln werden wie üblich püriert, z. B. indem sie durch öffnungen von 1,5 bis 3,2 mm Durchmesser gepreßt werden, indem sie durch runde Stifte, die einen Abstand von etwa 3,2 mm haben, gedrückt werden oder indem sie zwischen rotierenden Walzen, die auf einem Abstand von 1,25 bis 1,9 mm gehalten sind, durchgeführt werden. Die pürierten Kartoffeln werden auf eine Temperatur unterhalb der Gelatinierungstemperatur von Kartoffelstärke, nämlich 6O0C. abgekühlt, z.B. indem Kühlwasser durch die Pürierwalzen geführt oder Kaltluft auf die Kartoffeln geblasen wird.
Die abgekühlten pürierten Kartoffeln werden mit der erforderlichen Menge an normaler, ungelatinierter Kartoffelstärke und gewünschtenfalls weiteren Mengen an vorgelatinierter Stärke oder einem getrockneten Produkt des angegebenen Typs vermischt, um die ausreichende Menge an freier gelatinierter Stärke zur Verfügung zu haben.
Alternativ können die pürierten Kartoffeln entweder vor oder nach dem Kühlen einer Misch- oder Knetbehandlung unterworfen werden, um die ausreichende Menge an Kartoffelzellen aufzureißen. Die Zeil des Knetens und Mischens zum Zellenaufbruch kanr durch Best'mmung der Menge an aufgebrochener
Zellen leicht festgelegt werden. Die Ausgestaltung der Knet- oder Mischwerkzeuge beeinflußt diese Zeit, da davon die Intensität der Bearbeitung abhängt.
Die gekühlten, pürierten Kartoffeln und die Trockenbestandteile werden in einem geeigneten Planetenmischer oder einem kontinuierlichen Bandmischer von Standardkonstruktion zu einem Teig vermischt, der nach dem Mischen bröselig ist, jedoch von Hand in jede gewünschte Form gebracht werden kann.
Der Teig wird in bekannter Weise durch eine enge Schlitzdüse mit einer Schlitzhöhe von z. B. 0,75 mm bis etwas über 1 mm, vorzugsweise etwa 0,9 mm, und einer Schützbreite von z. B. 25,4 mm oder auch von beispielsweise kreisförmigem, kreisringförmigem oder quadratischem Querschnitt direkt in eine kontinuierlich oder chargenweise arbeitende Backvorrichtung extrudiert. Vorzugsweise wird eine Portion des Teiges in einen Zylinder eingebracht, der mit einem hydraulisch gesteuerten Kolben versehen ist, welcher den Teig durch öffnungen am Boden des Zylinders preßt. Der ausgepreßte Teig wird kontinuierlich durch rotierende Drähte oder Messer zur gewünschten Länge geschnitten. Vorrichtungen dieses Typs sind bekannt und finden 7. B. zur Herstellung von Maischips aus einem Maisteig Verwendung. Es erweist sich als vorteilhaft, die Produkte horizontal oder mit einem Winkel von etwa 45° statt senkrecht ins Backfett zu extrudieren, um im ausgebackenen Fertigerzeugnis eine gekrümmte Form ai erzielen.
Das Ausbacken des Teiges erfolgt in einer üblichen bekannten Ausbackvorrichtung, die mit einer Temperatursteuervorrichtung und einer guten ölzirkulationsvorrichtung versehen ist. Während des Backens steigt das Produkt gern auf die Oberfläche und sollte häufig, aber gelinde gewendet und bewegt werden, um eine gleichmäßige Feuchtigkeitsentfernung zu gewährleisten. Das fertige, ausgebackene Produkt kann wie bei der Herstellung von Kartoffelchips und anderen ähnlichen Knabberartikeln gehandhabt werden zum Würzen, Transport und Abpacken.
Der aus Rohkartoffeln gewonnene Knabberartikel hat vollen, kräftigen Kartoffelgeschmack und die etwa 1,7- bis 3fache Dicke des extmdierten Teiges. Die Textur kann durch Einstellung der Höhe des Extruderschlitzes, der Kartoffelgrundbestar.dteile und des Feststoffgehalts des extrudierten Teiges variiert werden, um entweder festere oder zartere Produkte als die üblichen Kartoffeloder Maischips zu erzeugen, Geschmacksbeeinriussende Komponenten oder Aromastoffe, wie getrocknetes Zwiebelpulver oder Knoblauch, Barbecuegewürz und andere Standardgewürze, z. B. Mononatriumglutamat oder Salz, können entweder durch Einmischen in den Teig vor dem Extrudieren oder durch Aufstäuben auf das Fertigprodukt nach dem Backen angewandt werden.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Beispiel 1
Die folgenden Komponenten wurden in einem 5-1-Hobart-Mischer unter Verwendung eines mit langsamer Geschwindigkeit laufenden Propellerrührers 1 Minute lang vermischt:
Standardkartöffelfiöcken aus Idaho Russet-Kartoffeln mit folgender Siebanalyse:
1,5% >4,76 mm, 34% >2,00 mm,
41,8% > 0,42 mm und 8,4% < 0,42 mm
Standardkartoffelstärke, unmodifiziert,
ungelatiniert
Salz
Während einer weiteren Minute Mischzeit wurden 347 ml Wasser bei Zimmertemperatur zugefügt.
Das Mischen wurde bei der gleichen geringer Geschwindigkeit eine dritte Minute lang fortgesetzt, um die gleichmäßige Befeuchtung aller Komponenten zu gewährleisten.
Die Mischung enthielt etwa 42,8% Feststoffe und war in diesem Zustand krümelig, konnte jedoch durch Anwendung von Druck geformt, beispielsweise durch Drücken mit der Hand in Form eines Knödels gebracht werden. Die Mischung wurde dann in den Zylinder eines Kolbenextruders eingebracht. Durch Kraftanwendung mittels einer Schraube drückte der Kolben das Kartoffelgemisch durch eine Schlitzdüse von 3,54 cm Breite und 0,9 mm Höhe. Der extrudierte Teig war glati und gleichmäßig und wurde mit einem Messer in Stücke von etwa 5 cm Länge geschnitten. Die Stücke fielen ir einen Standard-Laboratoriumsbacktopf, der ein bei 170° C gehaltenes schwimmendes Fett aus hydriertem Pflanzenöl enthielt, wo sie unter gelinder Bewegung etwa 1 Minute lang ausgebacken wurden. Danach wurden sie entnommen und gesalzen, und es wurde festgestellt, daß sie ein ansprechendes Kartoffelaroma hatten, das Kartoffelchips ähnelte. Sie hatten die gewünschte rösche, aber keine harte oder brüchige Konsistenz. Sie waren schwach gekrümmt, hatten ein attraktives Aussehen und waren fest genug zum Eintauchen in typische gewürzte Tauchsoßen. Zehn solche Stücke wurden zur Dickenmessung längs einei geraden Kante gebrochen, und es wurde eine Durchschnittsdicke von 1,9 mm gefunden, was einem Verhältnis von Aufblähdicke zur ursprünglichen Extrusionsdikke von 2 :1 entspricht. Auch in den folgenden Beispielen wurde das Ausdehnungsverhältnis in dieser Weise bestimmt. Die verwendeten Kartoffelflocken wurden mikroskopisch nach der von Reeve et al. in »Food Technology«, 1959, Nr. 10, Seiten 574—577, beschriebenen Methode untersucht, und es wurde gefunden, daß sie 21% gebrochene Zellen aufwiesen. Die von der Kartoffelflocken beigetragene Menge an freier gelatinierter Stärke wurde durch Multiplikation des Trockengewichts der Flocken mit 0,21 (Prozentsatz dei gebrochenen Zellen) und 0,72 (Prozentsatz der Stärke ir den Flocken) berechnet öiese Menge an freiei gelatinierter Stärke, nämlich 20,8 g, machte 7,6% dei Gesamttrockenfeststoffe im Teig aus. Bei dieser und der folgenden Berechnungen wird angenommen, daß die gesamte Stärke in einer gebrochenen Zelle als Stärke für Bindezwecke zur Verfügung steht
Beispiel 2
150 g Das Gemisch von Beispiel 1 wurde durch du angegebene, auf einen Abstand von 0,76 mm eingestell te öffnung extrudiert Das Fertigerzeugnis hatte eint Durchschnittsdicke von 1,7 m;n, was einem Ausdeh nungsverhältnis von 2,2 entspricht. Das Erzeugnis wai zarter als das Produkt von Beispiel 1 und etwa! zerbrechlicher.
Beispiel 3
Das Gemisch von Beispiel 1 wurde durch ein< Schlitzdüse mit einer öffnung von 1,1 mm Dick< extrudiert, was ein Produkt mit einer durchschnittlicher
70S 518/18!
20 0(D 465
Dicke von 2,25 mm, also einem Ausdehnungsverhältnis von 2,1, und von etwas festerer Konsistenz ergab.
Vergleichsbeispiel
Zu dem gleichen Gemisch von Trockenbestandteilen, wie sie in Beispiel 1 verwendet wurden, wurden 493 ml Wasser bei Zimmertemperatur zugesetzt, was einen Feststoffgehalt von 35% im Gemisch ergab. Dieser Teig war zu feucht, um zu einem glatten, flachen Formkörper extrudiert zu werden. Kleine Teilchen, die in schwimmendem Fett ausgebacken wurden, erforderten 3 bis 4 Minuten zur Beendigung des Backvorgangs, was zu einer übermäßigen Fettaufnahme, einem öligen, fettigen Geschmack und einer unnatürlichen Konsistenz, die etwas einer Pastetenkrusie ähnelte, führte.
Beispiel 4
Bei Verwendung des gleichen Gemisches von Trockenbestandteilen wie in Beispiel 1 wurde die Wassermenge allmählich vermindert, um die Wirkung auf die Eßqualität und das Ausdehnungsverhältnis des ausgebackenen Produktes zu bestimmen. Bei einem Feststoffgehalt von 45% im Teig blieb das Ausdehnungsverhältnis bei Extrusionsdicken von 0,75, 0,9 und 1,1 mm bei etwa 2,2, und die Produkte waren völlig annehmbar.
Im Vergleich dazu ergab sich bei einem Feststoffgehalt von 50% bei einer Extrusionsdicke von 0,75 mm ein Ausdehnungsverhältnis von 1,9 und bei 0,9 mm Extrusionsdicke ein Ausdehnungsverhältr.is von 2,2. Die Konsistenz dieser Produkte wurde jedoch untypisch hart und ähnelte »Krackern« oder anderen Hartbackprodukten statt typischen, aus Frischkartoffeln hergestellten Kartoffelchips.
Beispiel 5
Ein Gemisch von 200 g Kartoffelflocken, 100 g Stärke und 7 g Salz wurde mit 275 ml Wasser, wie in Beispiel 1 beschrieben, kombiniert, was einen Feststoffgehalt von 45% ergab. Dieses Produkt wurde wie in Beispiel 1 beschrieben extrudiert und gebacken, wobei es auf das l,7fache der ursprünglichen Extrusionsdicke aufgebläht wurde. Die Oberfläche des Fertigproduktes war merklich rauher und die Färbung etwas dunkler als beim Produkt gemäß Beispiel 1, jedoch war die Gesamtqualimehr möglich.
Die mikroskopische Untersuchung der verwendeten Kartoffelgranulate zeigte 8% aufgebrochene Zellen. Bei Verwendung von 25 g Granulat in obiger Rezeptur betrug die Menge an zur Verfügung stehender, gelatinierter Stärke 18,8 g, entsprechend 6,85% der Gesamtfeststoffe. Bei Verwendung von 100 g Granulat war die Menge an zur Verfügung stehender freier Stärke auf 12,4 g, entsprechend 4,52% der Gesamtfeststoffe vermindert, was für ein genügendes Aufblähen des Teiges während des Ausbackens nicht ausreichte.
Beispiel 7
Die Komponenten gemäß Beispiel 1 wurden wiederum zur Herstellung eines Standard Idaho Russet-Kartoffelflocken enthaltenden Gemisches verwendet, wobei jedoch die Kartoffelflocken unter Verwendung von US-Standard-Sieben in zwei Größenfraktionen getrennt und in einem Gemisch die Flocken mit einer Teilchengröße von über 4 mm und im zweiten Gemisch die Flocken mit einer Teilchengröße von unter 1,2 mm verwendet wurden.
Der aus den feinteiligen Flocken hergestellte Teig hatte merklich mehr Zusammenhalt und führte zu Knabberartikeln mit einem Ausdehnungsverhältnis von 1,9, ausgezeichneter Konsistenz und Textur und gleichmäßigem Aussehen.
Das aus den großen Flocken gewonnene Produkt hatte eine kurze Textur, schmeckte etwas fettig und hatte ein rauhes Aussehen und ein Ausdehnungsverhältnis von 1,6.
Die größeren Hocken enthielten 8,2% aufgebrochene Zellen, was den Gehalt an freier Stärke im Endteig aul 8,1 g bzw. 2,96% der Gesamtfeststoffe verminderte Demgegenüber hatten die Flocken von unter 1,2 mm Größe 34% aufgebrochene Zellen, was 33,7 g bzw 12,3% freie gelatinierte Stärke, bezogen auf Feststoffgehalt des Teiges, ergab.
Beispiele
Russet Burbank-Kartoffeln wurden geschält, zi 12,5 mm dicken Scheiben geschnitten, etwa 30 Minuter gedämpft und durch eine übliche Küchenkartoffelpresse mit runden Löchern von 1,6 mm Durchmesser püriert Nach Abkühlen auf die Raumtemperatur von 240C wurden 750 g der pürierten Kartoffeln mit 363 g
gelatinierter Stärke im Teig betrug 27,8 g, entsprechend 10,0% der Gesamtfeststoffe.
Beispiel C
Es wurden Gemische gemäß Beispiel 1 hergestellt, wobei die Kartoffelflocken in unterschiedlicher Menge durch Kartoffelgranulat ersetzt wurden. Eine Mischung aus 25 g Kartoffelgranulat, 125 g Kartoffelflocken, 150 g Kartoffelstärke und 7 g Salz, gemischt mit 347 ml Wasser und wie in Beispiel 1 extrudiert und ausgebakken, ergab ein sehr gutes, erfindungsgemäß gewonnenes Produkt Bei Erhöhung der Menge an Kartoffelgranulat auf 100 g, gemischt mit 50 g Flocken und sonst gleicher Zusammensetzung ließ sich der Teig nicht mehr gleichmäßig extrudieren, und es traten gekerbte, rauhe Κ.£Πί€η 3uf. D«S5» leriige äüiäicLjäCiicnc riGuüiit ttattc einen fettigen, öligen Geschmack und ein geringes Ausdehnungsverhältnis von nur 1,4. Bei noch weitergehendem Ersatz von Kartoffelflocken durch Kartoffelgranulat war eine Bearbeitung des Gemisches nicht i IWI 1 VlSLCIl IVV. UIlVl
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Salz vermischt und 1 Minute bei geringer Rührgeschwindigkeit gemisch, um die Bestandteile vollständig miteinander zu vermischen. Das Material hatte einer durchschnittlichen Feststoffgehalt von 42,2 Gew.-% unc 0,94% freie gelatinierte Stärke. Das Gemisch wurde dann mit hoher Geschwindigkeit weiter 5 Minuten mil einem Mischer vom Hobart-Typ gerührt. Der Brei hatte
immer noch losen und bröseligen Charakter, und die mikroskopische Prüfung zeigte 4,4% aufgebrochene Kartoffelzellen. Das Mischen wurde dann insgesami 8,25 Minuten fortgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war eir rascher, merklicher Anstieg im Zusammenhalt des Teig!
zu beobachten, und der Mischer wurde sofon ausgeschaltet Ein Teil des Teiges wurde durch eine Öffnung von 03 mm extrudiert und ausgebacken, wa; ein hochgradig zufriedenstellendes Knabbererzeugni; um einem Ausdehnungsverhäitr.is vor 2,5 ergab, DU
mikroskopische untersuchung des Teiges zeigte 13,t Gew.-% aufgebrochene Kartoffelzellen. Bei diesen Zustand enthielt der Teig 3,24 Gew.-% freie gelatinierte Stärke, bezoger, auf Gesamtfeststoffe.
Beispiel 9
(Vergleichsbeispiel)
Schließlich wurde eine Portion des von Beispiel 8 verbliebenen Teiges weitere 45 Minuten stark geschlagen. Zu diesem Zeitpunkt bildete sich ein stark zusammenhängender, brotähnlicher Teig, der nach Extrudieren und Ausbacken abnormal aufgeblasene, kissenartige Produkte ergab, die keine Ähnlichkeit mit Kartoffelchips oder anderen herkömmlichen Knabberartikeln mehr hatten. Das Ausdehnungsverhältnis mehrerer dieser Produkte betrug 4,7, doch hatten die meisten eine vollständig gerundete Form. Die mikroskopische Prüfung des Teiges zeigte, daß 55 Gew.-% der Kartoffelzellen aufgerissen waren, was einen Gehalt an freier gelatinierter Stärke von 13,0 Gew.-%, bezogen auf Feststoffe des Teiges, ergab.
Beispiel 10
Die folgenden Komponenten wurden in einem 6-1-Hobart-Mischer unter Verwendung eines Paddelrührers vermischt wobei 1 Minuten lang bei geringer Geschwindigkeit gerührt wurde.
Gekochte, pürierte Kartoffeln, hergestellt
gemäß Beispiel 8, abgekühlt auf 38° C 375 g
Kartoffelstärke (normale, ungelatinierte
Kartoffelstärke) 160 g
vorgelatinierte, getrocknete Kartoffelstärke 5 g Kartoffelfiocken, vermählen auf eine Teilchengröße von weniger als 0,18 mm 8 g Salz 10 g
Bei diesem Gemisch erübrigte sich die Zugabe von Wasser, da der Feuchtigkeitsgehalt der ursprünglichen Kartoffeln ausreichte, um einen Gesamtfeststoffgehalt im Fertiggemisch von 42,9% ergeben. Das Mischen wurde bei geringer Geschwindigkeit 3 Minuten lang fortgesetzt Das erhaltene Gemisch wurde durch einen Schlitz von 0,9 mm Dicke extrudiert und bei 171°C 1 Minute lang ausgebacken. Das Fertigerzeugnis hatte ein Ausdehnungsverhältnis von 1,9 und den ausgeprägten Geruch und Geschmack von Kartoffelchips.
Die erhaltenen Ergebnisse zeigen, daß die erforderliche Menge an freier Stärke mit gleich gutem Erfolg aus frischen Kartoffeln, aus gewöhnlicher, vorgelatinierter Stärke oder aus feingemahlenen, getrockneten Kartoffeln in der gleichen Rezeptur stammen kann.
Die Ergebnisse zeigen ferner, daß zur Herstellung von Knabberartikem aus frischen Kartoffeln die benötigte Gewichtsmenge an freier gelatinierter Stärke geringer ist als bei Verwendung von getrockneten, pürierten Kartoffeln als Ausgangskomponente. So enthält z. B. der in den Beispielen 1,5 und 7 verwendete Teig 7,6%, 10% bzw. 123% freie gelatinierte Stärke, die durch aufgebrochene Zellen von Kartoffelfiocken geliefert wird. In den verwendeten Kartoffelfiocken wurde die Stärke während der Verarbeitung durch eine Vorkochung und Kühlbehandlung retrogradiert, und aufgrund des Vorliegens von 0,5% Monoglycerid-Emulgator bildete sich ein Komplex mit der zur Verfügung stehenden Amylose der Kartoffelstärke, der die Absorption zusätzlich reduziert und einen verhältnismäßig hohen Gehalt an freier Stärke erforderte, um die gewünschte Ausdehnung zu erzielen. Demgegenüber ergab gemäß Beispiel 8 eine Konzentration von nur 3,24% freie gelatinierte Stärke, die aus frischen
gekochten, pürierten Kartoffeln stammte, die gewünschte Ausdehnung. In Beispiel 10, wo 4% gebrochene Zellen aufweisende gekochte, pürierte Ka.rtof. in mit vorgelatinierter Kartoffelstärke und Kairtoffelflocken kombiniert wurden, betrug die Gesamtmenge an zur Verfügung stehender gelatinierter Stärke 12 g, entsprechend 5,i % der Gesamtfeststoffe.
Beispiel 11
Dieses Beispiel zeigt die erfindungsgemäße Herstellung von Ringen mit Zwiebelgeschmack.
Zur Erzielung von Produkten ähnlich gebackenen Zwiebelringen wurden die folgenden Trockenbestandteite vereinigt und in einem Hobart-Mischer unter Verwendung eines langsam umlaufenden Padelrührers 1 Minute lang gemischt
Standard-Idaho Russet-Kartoff elf locken der
Siebanalyse:
1,5% >4,76mm;34% >2mm;
41,8% >0,42 mm und 8,4% <0,42 mm 125 g
Kartoffelstärke(unmodifizierte und ungelatinierte Standardstärke) 175 g
Salz 7 g
Zwiebelpulvcr (trocken) 15 g
Wasser 355 ml
Nach 1 Minute langem Mischen der trockenen Komponenten wurde das Wasser während einer weiteren Minute Mischzeit zugesetzt, und das Mischen wurde bei der gleichen geringen Geschwindigkeit eine weitere dritte Minute lang fortgesetzt.
Der Teig wurde durch eine Kreisringdüse von 1,6 mm Breite (Wandstärke) extrudiert und zu Ringen von etwa
3.5 1,6 mm Dicke geschnitten, und die Ringe: wurden in eine Standard-LaDoratoriumsbackeinrichtung fallen gelassen, die hydriertes Pflanzenöl von 166° C enthielt. Unter gelindem Bewegen wurde etwa 3 Minuten lang ausgebacken. Das Endprodukt blähte sich auf und war in der Konsistenz ähnlich einem gebackenen Zwiebelring.
Analog wurde ein Teig hergestellt, bei dem ein Teil
der regulären ungelatinierten Kartoffelstärke durch vorgelatinierte Kartoffelstärke, und zwar in einer Menge von 3 g, 6 g, 12 g bzw. 24 g freier gelatinierter Stärke ersetzt worden war. Der Gesamtgehalt an freier gelatinierter Stärke erhöhte sich dabei auf 7,18 Gew.-%, s,uä Gew.-%, 933 Gew.-% bzw. 13,65 Cc«. %. Der Feststoffgehalt des Teiges betrug stets 44 Gew.-%, da lediglich ein Trockenprodukt durch ein anderes Trockenprodukt ersetzt wurde.
Mit jeder Zunahme an freier vorgelatinierter Stärke ergab sich ein verbessertes Produkt. Das Gebäck aus dem Teig mit 13,66 Gew.-% freier gelatinierter Stärke war das schönste dieser Versuchsreihe. Es erfolgte kein übermäßiges Aufblasen über die 3fache Dicke, wie dies bei flachen, extrudierten Stücken der Fall war, wenn der Gehalt an freier gelatinierter Stärke zu groß wurde.
Beispiel 12
Die folgenden Bestandteile wurden genau wie in Beispiel 11 beschrieben gemischt durch eine Ringdüse extrudiert und 3 Minuten bei 166° C gebacken:
Kartoffelflocken
reguläre Kartoffelstärke
vorgelatinierte Kartoffelstärke
Fett (hydriertes Pflanzenöl)
i25g
158 g
20 g
15g
Zwiebelpulver
Zwiebelaroma
Wasser
440 ml
Der Gehalt an freier gelatinierter Stärke betrug 12,63%. Dieses Produkt hatte ein Ausdehnungsverhältnis von 2,1 und war eines der besten der in Form von Ringen mit Zwiebelgeschmack erzeugten Knabberartikel.
Der gleiche Teig wurde durch eine Standard-Flachdü-
se von 0,9 mm Dicke extrudiert und bei 166° C ausgebacken. Alle diese flachen Proben zeigten übermäßiges Aufblähen und waren als künstliche Kartoffelchip-Knabbererzeugnisse unbrauchbar. Dies zeigt, daß die korrekte Menge an freier gelatinierter Stärke für eine bestimmte Form, z. B. einen Kreisring, nicht notwendigerweise die richtige Menge für eine andere Form, beispielsweise einen flachen Streifen, ist, da offensichtlich die Seiten von flachen Streifen stärker zum Aufblähen neigen als diejenigen der kompakteren Ringform.

Claims (2)

id snra. Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Knabberartikeln auf Kartoffelstärkebasis, insbesondere in Form von Chips oder Ringen mit Zwiebelgeschmack, aus einem Teig mit einem Fc itstoff gehalt von 40 bis 45 Gew.-% aus getrockneten und/oder frischen zerkleinerten Kartoffeln und aus nicht gelatinierter Stärke, vorzugsweise Kartoffelstärke, durch Formen des Teiges und Ausbacken in schwimmendem Fett, dadurch gekennzeichnet, daß man zerkleinerte Trockenkartoffelprodukte und/oder Naßbrsi mit nicht gelatinierter Kartoffelstärke, gegebenenfalls unter Fremdstärkezusatz und Wasser, zu einem Teig mischt, in diesem Teig gegebenenfalls durch Rühren und/oder Zusatz von freier gelatinierter Stärke einen Gesamtgehalt an freier gelatinierter Stärke bei Verwendung von Naßbrei von 3 — 8 Gew.-% und bei Verwendung von Trockenkartoffelprodukten von 5 bis 15 Gew.-°/o, jeweils bezogen auf Trockenfeststoffe, einstellt und diesen Teig nach dem Formen ausbäckt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man durch fortdauerndes Rühren den Gehalt an freier gelatinierter Stärke erhöht, bis die erforderliche Kohäsion des Teiges erreicht ist.
DE19702000465 1969-01-08 1970-01-07 Verfahren zur Herstellung von Knabberartikeln auf Kartoffelstärke- Expired DE2000465C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

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US78992269A 1969-01-08 1969-01-08
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Publications (3)

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DE2000465A1 DE2000465A1 (de) 1970-07-16
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DE2000465C3 DE2000465C3 (de) 1978-01-05

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2759046A1 (de) * 1977-02-17 1978-08-24 Nestle Sa Nahrungsmittelprodukt mit blaettriger textur und verfahren zu seiner herstellung
DE202008005146U1 (de) * 2008-04-14 2009-03-05 GÖRGENS, Detlef Rezept für Pommes Frites

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NL167305B (nl) 1981-07-16
CH567374A5 (de) 1975-10-15
BE744170A (fr) 1970-06-15
IT941541B (it) 1973-03-10
CA982870A (en) 1976-02-03
NL167305C (nl) 1981-12-16
AT320408B (de) 1975-02-10
NL7000204A (de) 1970-07-10
FR2027940A1 (de) 1970-10-02
GB1264350A (de) 1972-02-23

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