DE2000292B2 - Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen

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DE2000292B2 DE19702000292 DE2000292A DE2000292B2 DE 2000292 B2 DE2000292 B2 DE 2000292B2 DE 19702000292 DE19702000292 DE 19702000292 DE 2000292 A DE2000292 A DE 2000292A DE 2000292 B2 DE2000292 B2 DE 2000292B2
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    • C12C11/00Fermentation processes for beer
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen hoher Konzentration, bei dem die Flüssigkeit an fixierten Mikroorganismen vorbeigeleitet wird, wobei man die Flüssigkeit durch eine Anschwemmung der Mikroorganismen auf wenigstens einem porösen Körper und durch den porösen Körper hindurchleitet, dessen Porenweite so bemessen ist, daß die Mikroorganismen im wesentlichen vollständig auf dem porösen Körper zurückgehaiten werden, der Durchtritt der zu behandelnden Flüssigkeit aber gestattet wird, nach Anspruch 1 des Patents 1517814.
Die Erfindung betrifft Verbesserungen des Verfahrens nach dem oben genannten Patent, die sowohl eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrens als auch die Gewinnung spezieller Verfahrensprodukte möglich machen.
Das Verfahren nach dem Hauptpatent beruht im wesentlichen auf der Überlegung, daß man durch Erhöhung der Menge der Mikroorganismen und somit der Enzymkorzentration innerhalb einer relativ kurzen Durchflußstrecke der zu behandelnden Flüssigkeit eine sehr kräftige Enzymwirkung in einer kurzen Zeitspanne erzielen kann. Wenn man dabei für die jeweils erwünschten oder herbeizuführenden Vorgänge, z. B. eine Gärung oder eine Biosynthese, die Temperaturen im Bereich des bisher bekannten Optimums hält, gegebenenfalls sogar etwas oberhalb eines solchen Temperaturbereichs arbeitet, ist es möglich, mit relativ kleinen Apparaturen hohe Produktionsergebnisse zu erzielen.
Es wurde nun gefunden, daß sich die Produktivität des Verfahrens durch Anwendung relativ hoher Drücke, insbesondere eines Differenzdrucks von bis zu 4 oder 5 at für das Hindurchtreiben der Flüssigkeit durch die Mikroorganismenschicht vor allem dann weiter steigern läßt, wenn man die Mikroorganismenschicht in ihrer Stärke und/oder Porosität derart einstellt, daß die Kontakt- oder Durchflußzeit in der Größenordnung von Minuten bleibt.
Infolge der relativ hohen Drücke bzw. Differenzdrücke wird die Kontaktintensität zwischen den in der Flüssigkeit enthaltenen Stoffen und den Enzymen der die Schicht bildenden Mikroorganismen, beispielsweise Hefezellen, infolge besseren Durchdringens der semipermeablen Zellenmembranen der Mikroorganismen beim Stoffaustausch und Enzymtranspoit stark gesteigert. Die unter Druck durch die engen, noch offen gebliebenen Porenkanäle innerhalb des Mikroorganismen-sKuchens« hindurchströmende Flüssigkeit umspült die ihrerseits unbeweglichen Grenzflächen mit einer relativ hohen Strömungsgeschwindigkeit. Durch den Druck und die relativ hohe Strömungsgeschwindigkeit ergibt sich ei ή* Siei
der Reaktionen zwischen Geschwindigkeit, dem Substrat in der Flüssigkeit und den Enzymen der Mikroorganismen wie Hefe. Bei einigen durchgeführten Versuchen zeigten sich überraschende Ergebnisse.
So konnte beispielsweise bei einem Gärversuch mit Bierhefe normale Bierwürze mit einem Extraktgehalt von 11,87 % in einem einzigen Durchgang durch einen Hefezellenkuchen von etwa 15 bis 20 mm Stärke bis auf einen scheinbaren Extraktgehalt von 2,8% vergoren werden.
Wenn man bedenkt, daß bei üblichen Gärverfahren zur Bereitung von Bier eine Kontaktdauer zwischen Würze und Bierhefezellen in der Größenordnung von zumindest einer Stunde unbedingt erforderlich ist, läßt sich der erzielte Fortschritt klar ermessen.
Eine einwandfreie und wissenschaftlich sicher belegbare Erklärung für die bei Anwendung des erfindungsgemaßen Verfahrens erzielten vorteilhaften Ergebnisse kann zur Zeit noch nicht gegeben werden; es besteht jedoch begründeter Anlaß zu der Annahme, daß der angewandte Druck und die verhältnismäßig hohe Relativgeschwindigkeit zwischen Flüssigkeit und Mikroorganismen eine zunächst nicht zu erwartende Steigerung der Enzymwirkung der Mikroorganismen durch Steigerung des Stoffaustausches durch die semipermeablen Zellwände ergeben und daß gleichzeitig mit dem schnellen Abführen der Reaktionsprodukte auch gegebenenfalls an den Zellwänden der Mikroorganismen in Form von Gasbläschen austretende Gase »abgespült« werden, so daß sie die Strömung an den Zellwänden und damit den Stoffaustausch zwischen Flüssigkeit und Zelle ganz wesentlich weniger behindern als bei um Größenordnungen kleineren Relativgeschwindigkeiten, wie sie beispielsweise durch sehr intensives Rühren einer Hefeaufschwemmung zwischen der Flüssigkeit und den Hefezellen erzielbar sind.
Bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens für Enzymreaktionen, insbesondere für Gärvorgänge, die in einer Mikroorganismenschicht im wesentlichen durch das Zusammenwirken der Ecto- und Endoenzyme der Organismen der Schicht ausgelöst werden, empfiehlt es sich, die Stärke oder Dicke der Mikroorganismenschicht in einer Größenordnung von 0,5 bis wenigen Zentimetern zu wählen und die durch die Mikroorganismenschicht hindurchgetretene Flüssigkeit unter Bedingungen zu halten, bei denen die Einwirkung der Enzyme, insbesondere der Ectoenzyme, abgeschlossen werden kann.
Um eine unerwünscht hohe Steigerung des zum Hindurchtreiben der Flüssigkeit durch die Mikroorganismenschicht erforderlichen Druckes zu vermeiden, erweist es sich als zweckmäßig, der Mikroorganismenschicht Auflockerungsstoffe, wie Biospäne, Asbestfasern und/oder Kieselgur beizumischen, um den Durchflußwiderstand der Flüssigkeit durch die Mikroorganismenschicht zu verringern.
Der Durchflußwiderstand durch eine Mikroorganismenschicht und einen die Schicht abstützenden porösen Stützkörper läßt sich unter anderem auch dadurch verringern, daß man einen grobporösen Stützkörper verwendet und auf dessen zuflußseitiger Oberfläche zunächst eine dünne Schicht aus Kieselgur oder einem anderen neutralen Filterhilfsmittel anschwemmt, ehe die Mikroorganismen ihrerseits auf die nun eine Feinfilterschicht bildende Filtermaterial-Anschwemmung angeschwemmt werden. In einem derartigen Fall ist auch die Entfernung einer »verbrauchten« oder durch Vermehrung der Mikroorganismen ungenügend durchlässig gewordenen Schicht leicht möglich, indem man bekannte Rückspülverfahren, z. B. mit stoßweisem hohem Rück-■" > spüldruck, anwendet, um die Schicht aus Mikroorganismen und Kieselgur vom grobporösen Stützkörper »abzusprengen«.
Für derartige Arbeitsweisen sind besonders Anschwemmfilter mit einem elastisch verformbaren
ι <· grobporösen Träger der Feinfilterschicht zweckmäßig, beispielsweise Filter mit einer eng gewickelten Drahtwendel aus einem elastischen Metall- oder Kunststoffdraht, auf die nach bekannten Anschwemmverfahren eine Kieselgurschicht als eigentliche Feinfilter-'> schicht aufgebracht wird. Beim Rückspülen kann man die Elastizität des Drahtes der Drahtspirale mit besonderem Vorteil für das Absprengen der Filterschicht und der Mikroorganismenanschwemmung ausnutzen.
-'" Ein spezieller Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens in seiner Anwendung für die Herstellung von Bier ergibt sich dadurch, daß man durch das relativ schnelle H'ndurchtreiben einer Bierwürze durch die Schicht von Hefezellen auf einem Stützträger einer-
J> seits eine sehr intensive Gärwirkung erzielen, andererseits die Vermehrung der in der Schicht befindlichen Hefezellen - etwa durch Drosseln oder Sperren der Sauerstoffzugabe — mehr oder weniger stark bremsen kann. Man vermeidet so eine relativ starke
in Hefevermehrung, die nach Ansicht zahlreicher Forscher mit einer Bildung unerwünschter höherer Alkohole (Fuselöle) verbunden ist, selbst ungewöhnlich hohen Gärtemperaturen von bis zu 40° C und darüber.
Γι Es konnte außerdem festgestellt werden, daß von den in der Ausgangs-Bierwürze enthaltenen Protein-Bausteinen beim erfindungsgemäßen Verfahren ein ganz wesentlich größerer Anteil in das Bier übergeht als bei üblichen Gärverfahren; dies gilt insbesondere
κι für wertvolle essentielle Aminosäuren.
Ein Beispiel mag dies näher erläutern: Es wurde Würze in einem einzigen Durchgang mit etwa 2 min Durchflußzeit durch einen Bierhefekuchen von 15 bis 20 mm Dicke unter Anwendung eines Differenzdruk-
Π kes von 3 bis 4 at vergoren. Das aus dem Hefekuchen abfließende Bier wurde untersucht; dabei ergaben sich folgende Werte:
Tabelle 1
Dichte des Bieres bei 20° C (g/ml) 1,01097
Scheinbarer Extrakt (%) 2,81
Wirklicher Extrakt (%) 4,15
Alkohol (%) 2,90
Stammwürze (%) 9,84
Ausstoßvergärungsgrad,
scheinbar (%) 71,4
Ausstoßvergärungsgrad,
wirklich (%) 57,8
Endvergärungsgrad, scheinbar (%) 78,5
pH des Bieres 4,87
Farbe nach EBC und Brand 6,9 bzw. 0,43
Ein auf diese Weise gewonnenes Bier enthält wesentlich mehr Aminosäuren als ein aus im wesentlichen gleicher Würze, aber nach einem normalen Gärverfahren gewonnenes Euer. Die folgende Tabelle 2 zeigt einen Vergleich zwischen den Anteilen der essentiellen Aminosäuren in einem erfindungsgemäß hergestellten und einem normalen Bier, wobei auch
der Gehalt der Würze an den entsprechenden Aminosäuren angegeben ist.
Tabelle 2
Essentielle Aminosäuren in Würze und Bier (mg/100 ml):
in der im erfin im hc-
Würze dungs kömmlich
gemäß hergestell
herge ten Bier
stellten (Ver
Bier gleich)
Lysin 10,8 7,8 3,3
Tryptophan 4,0 3J Sp.
Phenylalanin 15,0 12,4 8,8
Leucin 21,1 15,7 4,7
Isoleucin 9,2 6,8 3,0
Threonin 8,0 3,5 nur Spuren
Methionin 2,8 4,2 nur Spuren
Dieses überraschende Ergebnis läßt sich wahrscheinlich dadurch erklären, daß der Abbau der Würze-Proteine durch die Proteine spaltenden Ectoenzyme während der relativ kurzen Durchflußzeit von nur 2 Minuten noch nicht so weit beendet war, daß wesentliche Mengen der Protein-Spaltpro duktc von den Hefezellen hätten aufgenommen werden können; es darf angenommen werden, daß die Wirkung der als Proteinasen bzw. Peptidasen wirkende Ectoenzyme zu einem großen Teil erst nach dem Hinuurchtreten der Flüssigkeit durch die Hefezellenschicht, d. h. im fertigen Bier, erfolgt, in dem sich wegen der Filterung auf dem Staukörper keine Hefezellen und damit keine Verbraucher für die Protein-Spaltprodukte mehr befinden.
Es sei noch erwähnt, daß der Geschmack eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Bieres als durchaus annehmbar bezeichnet werden kann; es steht außerdem zu erwarten, daß hier noch erhebliche Fortschritte gemacht werden können.
Bei Anwendung des Verfahrens für die Vermehrung oder Züchtung von Mikroorganismen ist die oben beschriebene, bei Gärvorgängen vorteilhafte ungenügende Ausnutzung der Protein-Bestandteile oder -Verbindungen eines Nährsubstrats nicht günstig; in diesen Fällen empfiehlt es sich, ein in üblicher spezifischer Weise zubereitetes, proteinhaltiges Nährsubstrat, zweckmäßigerweise unter Zugabe von Sauerstoff, zweimal oder mehrere Male durch die gleiche oder durch zwei oder mehrere Mikroorganismenschichten nacheinander hindurchzutreiben. Dann können die Mikroorganismen der zweiten oder folgenden Schicht auch diejenigen Peptide oder Peptidverbindungen aufnehmen, die von den Mikroorganismen der ersten Schicht wegen der verhältnismäßig kurzen Verweilzeit nicht aufgenommen werden konnten.
Bei derartigen Züchtungs- oder Vermehrungsverfahren kann man auch die Kontaktzeit über mehrere Minuten ausdehnen; für die angestrebte Wirkung kommt es im wesentlichen nur darauf an, unter Druck, insbesondere einem so hohen Differenzdruck zu arbeiten, daß der Stoffwechsel durch die semipermcablen Zellmembranen der Mikroorganismen in erheblichem Maße gesteigert und begünstigt wird.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten mit enzymproduzierenden Mikroorganismen hoher Konzentration, bei dem die Flüssigkeit an fixierten Mikroorganismen vorbeigeleitet wird, wobei man die Flüssigkeit durch eine Anschwemmung der Mikroorganismen auf wenigstens einem porösen Körper und durch den porösen Körper hindurchleitet, dessen Porenweite so bemessen ist, daß die Mikroorganismen im wesentlichen vollständig auf dem porösen Körper zurückgehalten werden, der Durchtritt der zu behandelnden Flüssikgiet aber gestattet wird, nach Anspruch 1 des Patents 1517814, dadurch gekennzeichnet, daß man die Flüssigkeit unter Anwenden eines Differenzdruckes von bis zu 4 oder 5 at mit einer Kontakt- oder Durchflußzeit in der Größenordnung von Minuten durch die in ihrer Schichtstärke und/oder Porosität entsprechend einzustellende Mikroorganismenschicht hindurchtreibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikroorganismen bei der Behandlung der - zumindest vorübergehend mit Sauerstoff oder Stickstoff versehenen - Flüssigkeit Gase entwickeln und daß man durch Erhöhen des Differenzdruckes die Durchflußgeschwindigkeit der Flüssigkeit durch die Mikroorganismenschicht auf einen Wert vergrößert, der ein frühzeitiges »Abspülen« der sich an den Zellwänden der Mikroorganismen bildenden Gasbläschen ergibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stärke oder Dicke der Mikroorganismenschicht, in der die Enzymreaktionen im wesentlichen durch Ekto- und Endoenzyme der Mikroorganismen der Schicht bewirkt werden, in der Größenordnung von 0,5 bis wenigen Zentimetern wählt und die durch die Mikroorganismenschicht hindurchgetretene Flüssigkeit unter Bedingungen hält, bei denen die Einwirkung der Ektoenzyme abgeschlossen werden kann.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß man der Mikroorganismenschicht Auflockerungsstoffe wie Biospäne, Asbestfasern und/oder Kieselgur beimischt, die den Durchflußwiderstand der Flüssigkeit durch die Mikroorganismenschicht verringern.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von Bier, das im Vergleich zu üblichem Bier wesentlich größere Mengen essentieller Aminosäuren enthält, eine normale, die üblichen Proteine enthaltende Würze mit einer ein Aufnehmen der Protein-Bestandteile durch die Gärhefezellen der Mikroorganismenschicht nur in geringem Maße zulassenden Kontakt- und Durchflußzeit von nur ι ungefähr 2 Minuten hindurchtreibt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß man ein in üblicher spezifischer Weise zubereitetes, proteinhaltiges Nährsubstrat, gegebenenfalls unter Zugabe von Sauerstoff, zwei- oder mehrmals durch die gleiche oder durch zwei oder mehrere verschie-
ganisffiCiVachivhicn nacheinander
hindurchtreibt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man ein rückspülbares Anschwemmfilter mit elastischem, grobporösem Staukörper einsetzt, auf dem eine feinporöse Filterschicht, etwa aus Kieselgur, als Unterlage für die Mikroorganismenschicht angeschwemmt ist.
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