DE199747C - - Google Patents

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DE199747C
DE199747C DENDAT199747D DE199747DA DE199747C DE 199747 C DE199747 C DE 199747C DE NDAT199747 D DENDAT199747 D DE NDAT199747D DE 199747D A DE199747D A DE 199747DA DE 199747 C DE199747 C DE 199747C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/20Applying plastic materials and superficially modelling the surface of these materials

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren, um auf dem Wege des Schablonierens Reliefs, d. h. also plastische Verzierungen herzustellen von wechselnder Stärke des Masseauftrages. Die bisherigen Schablonierverfahren ergaben stets nur den Grundriß der Figur und die Plastik des betreffenden Reliefs mußte von Hand nachgeholt werden. Die Erfindung besteht darin, daß sowohl
ίο Grundriß wie Plastik in der Verzierung" hergestellt wird. Das Verfahren wird wie folgt ausgeführt:
Es wird zunächst auf die zu verzierende Fläche eine gewöhnliche Schablone des Gegen-Standes aufgeklebt und diese mit einer geeigneten weichen, bildsamen Masse bespachtelt. Sodann werden die gewünschten Höhenverhältnisse des plastischen Motivs auf eine Vertikalschablone übertragen, indem beispielsweise aus den aufgebogenen Rändern eines Zinkrahmens die Höhenverhältnisse, wie sie gewünscht werden oder wie sie der Natur entsprechen, in Form einer Kurve ausgeschnitten werden, wobei die gegenüberliegenden Ränder des Rahmens verschiedene Kurven aufweisen können. Der so vorbereitete Rahmen, beispielsweise aus Zink, wird nun auf die Schablone gestellt, derart, daß in dem Ausschnitt des Rahmens sich das aufgespachtelte Rohrelief befindet, während beiderseitig von dem Rohrelief die beiden vertikalen Kurvenschablonen (die Ränder des Rahmens) verlaufen. Glättet man nun mit einem geeigneten Werkzeug die aufgespachtelte Masse, indem man das Abstreichwerkzeug beiderseitig auf den vertikalen Kurvenschablonen entlang führt, so nimmt das Relief, je nachdem auf der einen oder anderen Seite auf der Kurvenschablone Höhen oder Tiefen sind, ebenfalls verschiedene Höhenverhältnisse an, wobei Abänderungen dadurch herbeigeführt werden können, daß das Abstreichwerkzeug senkrecht zu den Kurvenschablonen oder schräg über dieselben hinweggeführt wird, oder daß man ein profiliertes Glättwerkzeug anwendet. Die Anwendung gerader und profilierter Abstreichwerkzeuge mit gerader Auflageführung ist an sich zum Glätten von Oberflächen plastischer Massen allgemein bekannt. Hat man so die Höhen und Tiefen des Reliefs hergestellt, so hebt man den Rahmen ab und rollt vorsichtig die Schablone ab, durch die der Grundriß bestimmt ist. Man erhält da- ■ durch ein Reliefornament mit wechselnden Höhenverhältnissen. Durch das nachträgliche Abziehen der Schablone ergibt sich der weitere Vorzug, daß man einen scharfen, der Modellierkante ähnlichen Rand erhält. Infolgedessen und infolge der Herstellung beliebiger Höhenverhältnisse bekommt man auf diesem Wege der Schablonierung ein plastische^ Ornament, deren Flächenbewegung von freier Antragarbeit nicht zu unterscheiden ist.
In den beiliegenden Zeichnungen ist das Verfahren vermittels der dazu benutzten Gerate erläutert.
Fig. ι zeigt die zu dekorierende Fläche mit aufgelegter Horizontalschablone, Fig. 2 die-
selbe nach Auftragung der Spachtelmasse, Fig. 2 a einen Querschnitt durch die mit Spachtelmasse belegte Fläche. Fig. 3 zeigt die Auflage des Vertikalschablonenrahmens, Fig. 3 a einen Durchschnitt der Anordnung in diesem Zustande, Fig. 3 b eine Ansicht des Schablonenrahmens. Fig. 4 zeigt die Operation des Ab'glättens, wobei als Abglättinstrument ein Modellierholz angedeutet ist. Fig. 5 und 5 a zeigen die fertige Plastik nach Abhebung der -Vertikal- und Horizontalschablone. In allen Fällen ist α die zu dekorierende Fläche, b die Spachtelmasse, c die Horizontalschablone, d der Vertikalschablonenrahmen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Reliefornamenten auf Flächen durch Überspachtelung von Schablonen mit formbaren Massen, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse mit Hilfe von in Kurven verlaufenden Führungsstützen, welche die senkrechten Seitenwände eines Rahmens bilden, mit einem, gegebenenfalls profilierten, Werkzeug abgestrichen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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