DE19952845C2 - Kurbelgehäuse für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Kurbelgehäuse für eine BrennkraftmaschineInfo
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- F02F—CYLINDERS, PISTONS OR CASINGS, FOR COMBUSTION ENGINES; ARRANGEMENTS OF SEALINGS IN COMBUSTION ENGINES
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kurbelgehäuse für eine Brennkraftmaschine, mit Hauptlagerstühle
umfassenden Hauptlagerwänden und schürzenartig verlängerten Seitenwänden, wobei jeder
Hauptlagerstuhl seitlich gegenüber den Innenflächen der Seitenwände zumindest teilweise
durch eine Ausnehmung freigestellt ist.
Aus der AT 398 608 B ist ein Kurbelgehäuse bekannt, bei welchem die Hauptlagerstühle
durch entlang den Rippen des Kurbelgehäuses verlaufende Ausnehmungen teilweise freige
stellt sind, so daß eine Weiterleitung von Deformationen und der Gas- und Massenkräften an
die Seitenwände des Kurbelgehäuses unterbunden wird. Die Ausnehmungen weisen dabei im
Bereich der tiefsten Stelle eine konstante Krümmung auf. Dies hat allerdings den Nachteil,
daß Spannungsspitzen zufolge der Kräfte der Lagerschrauben und der Gaskraft sich in einem
Punkt der Ausnehmung überlagern, so daß es zu kritischen Spannungszuständen kommen
kann.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, die an den Hauptlagerstühlen bei einem Kurbelgehäuse
durch mechanische Belastungen auftretenden Spannungen zu
vermindern.
Erfindungsgemäß erfolgt dies dadurch, daß die Ausnehmung zumindest abschnittsweise eine
gekrümmte Profillinie aufweist, deren Krümmung von einem inneren Abschnitt im Bereich
der Seitenfläche des Hauptlagerstuhles zu einem äußeren Abschnitt im Bereich der Innen
fläche der Seitenwand hin stetig zunimmt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Profillinie in
zumindest einem Bereich maximaler mechanischer Spannung, verursacht etwa durch im we
sentlichen in Richtung der Zylinderachse wirkende Gaskräfte und/oder Montagekräfte der
Hauptlagerschrauben, einen größeren Krümmungsradius aufweist, als in mechanisch geringer
beanspruchten Bereichen. Berechnungen haben gezeigt, daß es auf diese Weise gelingt, kri
tische Spannungsspitzen zufolge Überlagerung von Spannungen aus Montagekräften und
Gaskräften zu vermindern. Während die spannungskritischen Zonen mit möglichst großem
Krümmungsradius ausgebildet sind, können weniger kritische Bereiche mit geringerem
Krümmungsradius geformt sein.
Um trotz möglichst geringer mechanischer Belastung die Breite der Ausnehmungen so gering
wie möglich zu halten, ist vorgesehen, daß die Profillinie in einem Bereich auf der Seite des
Hauptlagerstuhles einen größeren Krümmungsradius aufweist, als im Bereich einer Innen
fläche einer Seitenwand. Die Profillinie kann dabei ihren kleinsten Krümmungsradius im Be
reich der größten Tiefe der Ausnehmung aufweisen.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß sich die Profillinie der Ausnehmung im Bereich der größten
Tiefe aus zumindest zwei Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien zusammensetzt, wobei der
an die Innenfläche anschließende Kreisbogen den geringsten Radius aufweist. In Weiterbil
dung der Erfindung kann auch vorgesehen sein, daß sich die Profillinie aus zumindest drei
Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien zusammensetzt.
Es hat sich gezeigt, daß kritische Spannungsspitzen optimal reduziert werden können, wenn
die Profillinie zumindest abschnittsweise durch einen Kegelschnitt gebildet ist. Als Kegel
schnitt kommen dabei Ellipsen, Hyperbeln und Parabeln in Frage. Der Kegelschnitt kann da
bei auch durch Kreise angenähert sein, wobei Korbbögen beispielsweise eine Ellipse annähern
können. Bei kurzhubigen Brennkraftmaschinen mit geringer Kurbelgehäusebreite ist es be
sonders vorteilhaft, wenn die Hauptachse des Kegelschnittes einen Winkel von etwa 0° ± 60°,
vorzugsweise von etwa 0° ± 30°, einschließt, wobei vorzugsweise ein auf der Hauptachse lie
gender Scheitelpunkt des Kegelschnittes im oder nahe dem Bereich der größten Tiefe der
Ausnehmung, besonders vorzugsweise auf der Seite des äußeren Abschnittes liegt.
Wird die Profillinie zumindest abschnittsweise durch eine Ellipse gebildet, so entspricht vor
zugsweise der Krümmungsradius des inneren Abschnittes der Profillinie dem Krümmungs
radius der Ellipse im Bereich einer kleinen Halbachse.
In einer anderen sehr spannungsarmen Ausführungsvariante ist vorgesehen, daß die Profillinie
zumindest abschnittsweise durch eine Spirale oder eine Evolvente gebildet ist.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 das erfindungsgemäße Kurbelgehäuse in einem Schnitt durch einen Zylinder und
Fig. 2 das Detail II aus Fig. 1.
Das Kurbelgehäuse 1 einer Brennkraftmaschine umfaßt den Zylinderteil 2 für ein oder meh
rere Zylinder 3, welche von einem Kühlwassermantel 4 umgeben sind, sowie die Hauptlager
wände 5, in welchen die Kurbelwellen-Hauptlager 6 angeordnet sind. Mit 3a sind die Zylin
derachsen, und mit 6a die Kurbelwellenachse bezeichnet.
Mit Bezugszeichen 9 sind Bohrungen für Lagerschrauben zur Befestigung von nicht weiter
dargestellten Hauptlagerbügeln an den Hauptlagerstühlen 8 angedeutet.
Die einteilig mit dem Kurbelgehäuse 1 ausgebildeten Hauptlagerstühle 8 sind durch Ausneh
mungen 10 gegenüber den schürzenartigen Seitenwänden 11 des Kurbelgehäuses 1 freige
stellt. Zur Strukturversteifung bilden die Seitenwände 11 im Bereich der Hauptlagerwände 5
im wesentlichen in Richtung der Zylinderachse 3a ausgebildete Rippen 12 aus.
Um die Biegespannungen im Bereich der Ausnehmungen 10 so gering wie möglich zu halten
und eine kritische Überlagerung von Spannungsspitzen zufolge der Montagekraft der Lager
schrauben einerseits und der Gaskräfte andererseits zu vermeiden, sind die Ausnehmungen 10
im Bereich 13 der größten Tiefe T mit einer stetig von einem inneren Abschnitt 113 zu einem
äußeren Abschnitt 112 zunehmenden Krümmung ausgeführt. Im einfachsten Fall kann die
Profillinie 110 der Ausnehmungen 10 im Bereich 13 durch zwei Kreisbögen mit unterschied
lichen Radien r1, r2 gebildet werden, wobei der Radius r1 im Bereich der Innenfläche 11a der
Seitenwände 11 des Kurbelgehäuses 1 kleiner ist als der Radius r2 im Bereich der Seiten
flächen 8a der Hauptlagerstühle 8.
Der mechanisch am stärksten beanspruchte Bereich der Ausnehmung 10 auf der Seite des
Hauptlagerstuhles 8 weist den größten Krümmungsradius r2 auf. Im Bereich der Innenflächen
11a der Seitenwände 11 des Kurbelgehäuses 1 treten eher geringere Spannungen auf, so daß
die Ausnehmung 10 auf der Seite der Innenflächen 11a mit geringeren Krümmungsradius r1
ausgeführt sein kann, um die Breite der Ausnehmung 10 so gering wie möglich zu halten.
Zwischen den Radien r1 und r2 ist ein Übergangsbereich mit dem Radius r3 ausgebildet.
Die Profillinie 110 der Ausnehmung 10 kann zumindest teilweise durch eine Kegelschnitt
figur aus der Gruppe Ellipse, Hyperbel und Parabel gebildet werden. Daneben sind auch an
dere geometrische Kurven, wie Spiralen oder Evolventen möglich. Es ist auch denkbar, die
Kegelschnittfigur durch Kreisbögen, beispielsweise durch Korbbögen, anzunähern.
In Fig. 2 ist beispielsweise eine einen Teil der Profillinie 110 ausbildende Ellipse 114 einge
zeichnet, deren Hauptachse 115 zur Zylinderachse 3a bzw. einer Parallelen 3b zur Zylinder
achse 3a einen Winkel α zwischen 0° und 90° einschließen kann. Bei Brennkraftmaschinen
mit kleinem Hub und schmaler Bauweise ist es günstig, wenn der Winkel α etwa 0° ± 60°,
vorzugsweise 0° ± 30° beträgt, wobei der auf der Hauptachse 115 liegende Scheitelpunkt 116
der Ellipse 114 im Bereich der inneren Seitenfläche 11a der Seitenwand 11 liegt. Der kleinste
Radius r1 der Profillinie 110 befindet sich somit im Bereich der großen Hauptachse 115 der
Ellipse 114, der größte Radius r2 im Bereich einer kleinen Halbachse 117.
Dadurch gelingt es, die Spannungsspitzen, die durch Montagekräfte der Lagerschrauben und
durch die Gaskräfte entstehen, zu entkoppeln, so daß eine örtliche Überbelastung vermieden
werden kann.
Claims (11)
1. Kurbelgehäuse (1) für eine Brennkraftmaschine, mit Hauptlagerstühle (8) umfassenden
Hauptlagerwänden (5) und schürzenartig verlängerten Seitenwänden (11), wobei jeder
Hauptlagerstuhl (8) seitlich gegenüber den Innenflächen (11a) der Seitenwände (11) zu
mindest teilweise durch eine Ausnehmung (10) freigestellt ist, dadurch gekennzeich
net, daß die Ausnehmung (10) zumindest abschnittsweise eine gekrümmte Profillinie
(110) aufweist, deren Krümmung von einem inneren Abschnitt (113) im Bereich der
Seitenfläche (8a) des Hauptlagerstuhles (8) zu einem äußeren Abschnitt (112) im Be
reich der Innenfläche (11a) der Seitenwand (11) hin stetig zunimmt.
2. Kurbelgehäuse (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profillinie (110)
in zumindest einem Bereich maximaler mechanischer Spannung, verursacht etwa durch
im wesentlichen in Richtung der Zylinderachse (3a) wirkende Gaskräfte und/oder Mon
tagekräfte der Hauptlagerschrauben, einen größeren Krümmungsradius (r2, r3) aufweist,
als in mechanisch geringer beanspruchten Bereichen.
3. Kurbelgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Profillinie
(110) zumindest abschnittsweise durch eine Spirale oder eine Evolvente gebildet ist.
4. Kurbelgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Profil
linie (110) zumindest abschnittsweise durch einen Kegelschnitt gebildet oder einem Ke
gelschnitt angenähert ist.
5. Kurbelgehäuse (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kegelschnitt
durch Kreisbögen angenähert ist, wobei vorzugsweise eine Ellipse (114) durch Korb
bögen angenähert ist.
6. Kurbelgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Profil
linie (110) zumindest abschnittsweise durch eine Ellipse (114) gebildet ist, wobei vor
zugsweise der Krümmungsradius (r2) des inneren Abschnittes (113) der Profillinie (110)
dem Krümmungsradius der Ellipse (114) im Bereich einer kleinen Halbachse (117) ent
spricht.
7. Kurbelgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profillinie (110) in einem Bereich auf der Seite des Hauptlagerstuhles (8) einen größeren
Krümmungsradius (r2) aufweist, als im Bereich einer Innenfläche (11a) einer Seitenwand
(11).
8. Kurbelgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profillinie (110) ihren kleinsten Krümmungsradius (r1) im Bereich (13) der größten Tiefe
(T) der Ausnehmung (10) aufweist.
9. Kurbelgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hauptachse (115) des Kegelschnittes mit einer Parallelen (3b) zur Zylinderachse (3a)
einen Winkel (α) von etwa 0° ± 60°, vorzugsweise von etwa 0° ± 30°, einschließt, wobei
vorzugsweise ein auf der Hauptachse (115) liegender Scheitelpunkt (116) des Kegel
schnittes im oder nahe dem Bereich des Scheitelabschnittes (111) der Profillinie (110),
besonders vorzugsweise auf der Seite des äußeren Abschnittes (113) liegt.
10. Kurbelgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Profillinie (110) der Ausnehmung (10) im Bereich (13) der größten Tiefe (T) aus
zumindest zwei Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien (r1, r3) zusammensetzt, wobei
der an die Innenfläche (11a) anschließende Kreisbogen den geringsten Radius (r1) auf
weist.
11. Kurbelgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Profillinie (110) aus zumindest drei Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien
(r1, r2, r3) zusammensetzt.
Applications Claiming Priority (1)
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