DE19950352C2 - Tragbares, brennkraftbetriebenes Arbeitsgerät und Verfahren zum Antrieb seines Kolbens - Google Patents
Tragbares, brennkraftbetriebenes Arbeitsgerät und Verfahren zum Antrieb seines KolbensInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein tragbares, brennkraftbetriebenes Arbeitsge
rät, insbesondere auf ein Setzgerät für Befestigungselemente, sowie auf ein Ver
fahren zum Antrieb des Kolbens des Arbeitsgeräts.
Ein derartiges Arbeitsgerät und Verfahren sind bereits aus der DE 40 32 202 A1
bekannt. Das bekannte Arbeitsgerät weist eine Brennkammer auf, die durch we
nigstens eine Durchgangsöffnungen aufweisende Trennplatte in mehrere hinter
einanderliegende Teil-Brennkammern unterteilt ist. Beim Aufspannen der Teil-
Brennkammern wird in diese ein Luft-Brenngasgemisch eingesaugt. Dieses Luft-
Brenngasgemisch liegt dann möglicherweise in unterschiedlichen Mischungs
verhältnissen in allen Teil-Brennkammern vor. Mittels eines elektrischen Fun
kens wird die Verbrennung des Luft-Brenngasgemisches in einer ersten und vom
Kolben abgewandten Teil-Brennkammer gestartet, und eine Flammfront beginnt
sich mit relativ langsamer Geschwindigkeit in dieser Teil-Brennkammer vom
Zentrum aus auszubreiten. Dabei schiebt die Flammfront unverbranntes Luft-
Brenngasgemisch vor sich her, welches durch die Durchgangsöffnungen in der
Trennplatte in die nächste Teil-Brennkammer gelangt und hier Turbulenz sowie
eine Vorkomprimierung des dort vorhandenen Luft-Brenngasgemisches erzeugt.
Wenn die Flammfront die Durchgangsöffnungen der Trennplatte zur nächsten
Teil-Brennkammer bzw. Hauptkammer erreicht, treten die Flammen, bedingt
durch die relativ enge Querschnittsfläche der Durchgangsöffnungen, beschleu
nigt und als Flammstrahlen in die nächste Teil-Brennkammer bzw. Hauptkam
mer über und erzeugen hier weitere Turbulenz. Das durchmischte turbulente
Luft-Brenngasgemisch in dieser Teil-Brennkammer bzw. Hauptkammer wird
dann über die gesamte Oberfläche der Flammstrahlen entzündet. Es brennt dabei
mit einer hohen Geschwindigkeit ab, was zu einer sehr starken Erhöhung des
Wirkungsgrads der Verbrennung in dieser Teil-Brennkammer bzw. Hauptkam
mer führt, da die Abkühlungsverluste klein bleiben.
Nach einer Setzung eines Befestigungselements bzw. nach erfolgter Verbrennung
des Luft-Brenngasgemisches in der an den Kolben anschließenden Teil-Brenn
kammer bzw. Hauptkammer kann der Kolben durch thermische Rückführung in
seine Ausgangsstellung zurückgebracht werden, und zwar infolge des Unter
drucks hinter dem Kolben, der durch Abkühlung des in der Brennkammer und im
Expansionsvolumen des Kolbens verbliebenen Abgases bzw. Rauchgases ent
steht. Danach wird das Abgas aus der Brennkammer entfernt, und es wird mit
dem nächsten Aufspannen der Teil-Brennkammern erneut ein Luft-Brenngasge
misch in die Brennkammer eingesaugt. Dieses Luft-Brenngasgemisch gelangt
dabei in unterschiedlich große Teil-Brennkammern, indem es von einer Teil-
Brennkammer zur nächsten weitergeleitet wird.
Beim herkömmlichen Arbeitsgerät wird zunächst flüssiges Brenngas über eine
Leitung einer Vorverdampfungskammer zugeführt, um dort entsprechend einem
gewünschten Mischungsverhältnis mit Luft vermischt zu werden. Danach wird
dieses Luft-Brenngasgemisch aus der Vorverdampfungskammer beim Beginn ei
nes Setzvorgangs, genauer gesagt beim Andrücken des Arbeitsgeräts gegen eine
Unterlage, über eine weitere Leitung zur Brennkammer übertragen, und zwar in
folge der durch Aufspannen der Brennkammer erzeugten Saugwirkung. Da die
Vorverdampfungskammer der Umgebungstemperatur und dem Umgebungs
druck ausgesetzt ist, können sich abhängig von diesen Parametern jedoch unter
schiedliche Luft-Brenngasgemische in der Vorverdampfungskammer einstellen,
so daß nicht immer gewährleistet ist, daß das gewünschte Mischungsverhältnis
auch in der Brennkammer erzielt wird. Es kann somit passieren, daß das
Luft-Brenngasgemisch in dem die Zündvorrichtung enthaltenden Teil der
Brennkammer zu mager eingestellt ist, was die Zündwahrscheinlichkeit
herabsetzt, also die Betriebszuverlässigkeit des Geräts verschlechtert.
Ein zu mager eingestelltes Luft-Brenngasgemisch in der Hauptkammer
könnte darüber hinaus zu einem verringerten Wirkungsgrad führen.
Andererseits besteht beim herkömmlichen Arbeitsgerät insbesondere bei
tiefen Temperaturen und sich schnell wiederholenden Setzvorgängen die
Gefahr, daß das in die Vorverdampfungskammer eingeführte flüssige
Brenngas nicht hinreichend verdampfen kann. Es kommt zur Eisbildung
in der Gaszuleitung zur Vorverdampfungskammer, und es ist nicht auszu
schließen, daß flüssiges Gas in der Vorverdampfungskammer verbleibt.
Dies würde zunächst wiederum zu einem zu mager eingestellten Mi
schungsverhältnis des Luft-Brenngasgemisches führen und somit zu den
bereits oben beschriebenen Folgen. Beim nächsten Setzvorgang könnte
das in der Vorverdampfungskammer zuvor angesammelte flüssige Brenn
gas jedoch verdampft sein, so daß sich jetzt unter Berücksichtigung des
neu zugeführten Brenngases ein zu fett eingestelltes Mischungsverhältnis
ergeben würde. Dies könnte zu Betriebsschwankungen des Arbeitsgeräts
führen.
Aus der DE 42 43 617 A1 ist ein weiteres brennkraftbetriebenes Setzgerät
bekannt. Auch hier sind Teil-Brennkammern (Vorkammer, Hauptkam
mer) separat mit Gasgemischen befüllbar. Allerdings ist hier keine durch
wenigstens eine Durchgangsöffnungen aufweisende Trennplatte in meh
rere hintereinander liegende Teil-Brennkammern unterteilte Brennkam
mer zum Verbrennen eines brennbaren Gasgemisches zwecks Antriebs ei
nes Kolbens vorhanden.
Ein noch weiteres brennkraftbetriebenes Setzgerät ist aus der US 4,913,331
bekannt. Teil-Brennkammern werden hier aber nicht separat
mit Brenngas befüllt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Arbeitsgerät der eingangs
genannten Art sowie das Verfahren zum Antrieb seines Kolbens so weiterzubilden,
daß sich eine höhere Betriebszuverlässigkeit und ein besserer
Wirkungsgrad ergeben.
Die verfahrensseitige Lösung der gestellten Aufgabe ist im kennzeichnen
den Teil des Patentanspruchs 1 angegeben. Dagegen findet sich die vor
richtungsseitige Lösung der gestellten Aufgabe im kennzeichnenden Teil
des Patentanspruchs 8. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
den jeweils nachgeordneten Unteransprüchen zu entnehmen.
In Übereinstimmung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das
brennbare Gasgemisch in jeder der Teil-Brennkammern separat einge
stellt. Hierdurch lassen sich in jedem Fall die für die jeweiligen Teil-Brenn
kammern optimalen Mischungsverhältnisse des brennbaren Gasgemi
sches vorgeben, so daß für einen sicheren Betriebsablauf gesorgt ist und
ein gleichbleibend hoher Wirkungsgrad
erhalten wird. Das brennbare Gasgemisch kann z. B. ein Gemisch aus Luft und
Brenngas, ein Gemisch aus Sauerstoff und Brenngas oder irgendein anderes ge
eignetes Gasgemisch sein.
So könnte von vornherein das Mischungsverhältnis eines Luft-Brenngasgemi
sches für die die Zündvorrichtung enthaltende Teil-Brennkammer etwas fetter
eingestellt werden als für die restlichen Teil-Brennkammern, um auf diese Weise
sicherzustellen, daß mit jeder Betätigung der Zündvorrichtung auch eine Zün
dung des Luft-Brenngasgemisches in dieser Teil-Brennkammer erfolgt. Das Luft-
Brenngasgemisch in der dem Kolben benachbarten Hauptkammer könnte ande
rerseits magerer bzw. stöchiometrisch eingestellt werden, also unabhängig vom
Verhältnis in der zuvor erwähnten Teil-Brennkammer, so daß in der Hauptkam
mer stets eine Verbrennung mit hohem Wirkungsgrad durchgeführt werden
kann.
Die Einstellung des Luft-Brenngasgemisches in jeder Teil-Brennkammer kann
vorteilhafterweise dadurch erfolgen, daß Luft in alle Teil-Brennkammern ge
meinsam eingeführt wird und daß jeder Teil-Brennkammer eine ihr zugeordnete
Menge an Brenngas separat zugeführt wird. Dadurch verringert sich die Anzahl
der für die Zufuhr der Medien in die Teil-Brennkammern erforderlichen Ventile.
Darüber hinaus ist nur die Dosierung des Brenngases erforderlich, so daß sich
die Anzahl der Einstellparameter verringert und das Dosierverfahren dadurch
vereinfacht wird.
Vorteilhafterweise kann die Zufuhr von Luft in die Teil-Brennkammern durch An
saugen von Luft infolge eines Aufspannens der Teil-Brennkammern erfolgen, so
daß keine separaten Luftzufuhreinrichtungen benötigt werden. Beim Aufspan
nen der Teil-Brennkammern werden dabei die Brennkammerwand und die wenig
stens eine Trennplatte vom Kolben weg bewegt, wobei ein Einströmen von Luft in
die Teil-Brennkammern in oder entgegengesetzt zur Richtung dieser Bewegung
erfolgt.
Vorzugsweise wird das Brenngas den Teil-Brennkammern flüssig zugeführt. Das
Brenngas verdampft also erst in den Teil-Brennkammern. Dies ist von Vorteil, da
sich dadurch die Einstellung des Mischungsverhältnisses des Luft-Brenngasge
misches auch dann auf dem vorbestimmten bzw. gewünschten Wert halten läßt,
wenn Eisbildung im Bereich der Ventile infolge einer niedrigen Umge
bungstemperatur oder einer hohen Wiederholgeschwindigkeit der Setz
vorgänge auftritt, da in jedem Fall das flüssige Brenngas in die Dosierkam
mer gelangt und genügend Zeit hat, um zu verdampfen, bevor der Zündvor
gang erfolgt.
Vorzugsweise wird die Menge an zuzuführendem Brenngas bzw. flüssigem
Brenngas durch vorhergehende Dosierung eingestellt, um definierte Ver
hältnisse zu erhalten. Temperatur- und Druckschwankungen der Umge
bung wirken sich praktisch nicht auf die dosierte Menge an flüssigem
Brenngas aus.
Das Brenngas wird den Teil-Brennkammern vorzugsweise dann zuge
führt, kurz bevor diese vollständig aufgespannt worden sind. Erst nach
vollständigem Aufspannen der Teil-Brennkammern kann der Zündvor
gang eingeleitet werden, so daß das flüssige Brenngas die dazwischenlie
gende Zeit zur Verdampfung nutzen kann.
Ein tragbares, brennkraftbetriebenes Arbeitsgerät, insbesondere Setzge
rät für Befestigungselemente, mit einer durch wenigstens eine Durch
gangsöffnungen aufweisende Trennplatte in mehrere hintereinander lie
gende Teil-Brennkammern unterteilten Brennkammer zum Verbrennen
eines brennbaren Gasgemisches zwecks Antriebs eines Kolbens zeichnet
sich dadurch aus, daß jede der Teil-Brennkammern mit wenigstens einem
separaten Einlaß für die Zufuhr von Gas ausgestattet ist, um in jeder der
Teil-Brennkammern das brennbare Gasgemisch separat einstellen zu
können.
Grundsätzlich kann jede Teil-Brennkammer soviele separate Einlässe
aufweisen, wie getrennte Gaskomponenten zur Einstellung eines ge
wünschten Mischungsverhältnisses zuzuführen sind. Es kann aber auch
jeweils nur ein separater Einlass pro Teilbrennkammer vorhanden sein,
um nur eine Gaskomponente dosiert zuführen zu können, wenn eine oder
mehrere andere Gaskomponenten über einen oder mehrere für alle Teil-
Brennkammern gemeinsamen Einlass zugeführt werden.
In Ausgestaltung der Erfindung liegt die wenigstens eine Trennplatte zwi
schen dem Kolben und einer ihm gegenüberliegenden Brennkammerwand,
wobei alle
Platten und die Brennkammerwand senkrecht zu ihrer Ebene bewegbar und in ei
ner zurückgezogenen Ruhestellung des Kolbens so in Richtung auf den Kolben zu
verschiebbar sind, daß sie wenigstens annähernd aufeinander bzw. auf dem Kol
ben zu liegen kommen.
Durch diese Anordnung wird erreicht, daß nach Rückführung des Kolbens in sei
ne Ausgangs- bzw. Ruhestellung die Brennkammer von Abgasen befreit werden
kann, indem die Brennkammerwand und die mindestens eine Trennplatte in
Richtung auf den Kolben zu verschoben werden, wobei das dazwischen liegende
Abgas aus der jetzt kollabierenden Brennkammer herausgedrückt wird.
In noch weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Brennkammer ein Belüf
tungs-/Entlüftungsventil in einem Wandbereich aufweisen, auf dem die dem Kol
ben zugewandte Trennplatte zu liegen kommt, wenn diese auf dem Kolben liegt.
Dieses Ventil kann somit zur Ableitung der Abgase aus der Brennkammer beim
Kollabieren der Brennkammer verwendet werden als auch zur Belüftung der
Brennkammer, wenn sich Brennkammerwand und Trennplatte wieder vom Kol
ben entfernen. Zum Belüften und Entlüften der Brennkammer ist also nur ein
Ventil erforderlich, was den Aufbau des Arbeitsgeräts vereinfacht.
Nach einer alternativen Ausführungsform kann die Brennkammer ein Entlüf
tungsventil in einem Wandbereich aufweisen, auf dem die dem Kolben zugewand
te Trennplatte zu liegen kommt, wenn diese auf dem Kolben liegt, wobei ferner die
bewegbare Brennkammerwand mit einem Belüftungsventil ausgestattet ist. Wird
die bewegbare Brennkammerwand vom Kolben weg bewegt, so öffnet das Belüf
tungsventil und es kann Luft ins Innere der Teil-Brennkammern eintreten. Zu
diesem Zeitpunkt ist das Entlüftungsventil geschlossen. Da beide Ventile auf un
terschiedlichen Seiten der Brennkammer liegen, besteht beim Verschieben der
bewegbaren Brennkammer vom Kolben weg keine Gefahr mehr, daß bei schnell
sich wiederholenden Setzvorgängen noch vorhandene Restgase unterhalb des
Entlüftungsventils durch das Belüftungsventil wieder in die Brennkammer ge
langen. Insofern ist für eine genauere Einstellung des Mischungsverhältnisses in
den Teil-Brennkammern gesorgt.
Um sämtliche Teil-Brennkammern zur Belüftung aufspannen zu können, hinter
greift nach einer Weiterbildung der Erfindung ein rückseitiger Ansatz der Trennplatte,
die benachbart zur Brennkammerwand liegt, die Brennkammerwand, wo
bei letztere durch einen Antriebsmechanismus verschiebbar ist. Wird also die
Brennkammerwand vom Kolben weg bewegt, so nimmt sie nach einer gewissen
Zeit die Trennplatte mit, was zu einem Aufspannen beider Teil-Brennkammern
führt.
Der Antriebsmechanismus selbst kann wenigstens ein mit der Brennkammer
wand fest verbundenes stangenförmiges Stellglied aufweisen, das die wenigstens
eine Trennplatte durchsetzt und in Richtung zum vorderen Ende des Arbeitsge
räts aus der Brennkammer heraussteht. Dabei können auch mehrere Stellglieder
über den Umfang der Brennkammer verteilt vorhanden und außen durch einen
Stellring miteinander verbunden sein.
Wird das Arbeitsgerät mit einer frontseitigen Verschiebehülse gegen eine Unter
lage geführt, so wirkt über die Verschiebehülse eine entsprechende Kraft auf den
Stellring, was zur Bewegung der bewegbaren Brennkammerwand vom Kolben weg
führt, so daß hierdurch der Belüftungsvorgang der Teil-Brennkammern eingelei
tet werden kann. Dabei können das Belüftungs-/Entlüftungsventil bzw. das al
leinige Entlüftungsventil im Bereich des Stellrings liegen und von diesem beauf
schlagbar sein, so daß beim Ablauf der zuvor genannten Bewegung auch eine
Steuerung der Ventile erfolgt. Hierdurch vereinfacht sich der Aufbau des Arbeits
geräts ganz erheblich.
Um flüssiges Brenngas in die Teil-Brennkammern einleiten zu können, können
die Einlässe mit unterschiedlichen Düsen ausgestattet und mit einem gemeinsa
men Dosierventil verbunden sein. Somit lassen sich unterschiedliche Mengen an
Flüssiggas in die Teil-Brennkammern einspritzen, was zu unterschiedlichen Mi
schungsverhältnissen des Luft-Brenngasgemisches führt.
Alternativ können die Einlässe aber auch mit unterschiedlichen Dosierventilen
verbunden sein, um den oben genannten Zweck zu erreichen. Im zuletzt genann
ten Fall können zusätzlich ebenfalls Düsen verwendet werden, um das flüssige
Brenngas möglichst nebelartig in die jeweiligen Teil-Brennkammern einspritzen
zu können, was deren Verdampfung erleichtert.
Nach einer noch weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die Dosierventile
in Abhängigkeit der Stellung der bewegbaren Brennkammerwand bzw. des Stellrings
gesteuert, so daß durch einfache Mittel sichergestellt werden kann, daß
dem eingespritzten Brenngas genügend Zeit zur Verdampfung bleibt, bevor die
Brennkammerwand ihre Endstellung erreicht hat.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein brennkraftbetriebenes Arbeitsgerät bei kol
labierter Brennkammer;
Fig. 2 den Axialschnitt gemäß Fig. 1 bei expandierter Brennkammer;
Fig. 3 einen weiteren Axialschnitt gemäß Fig. 1 bei expandierter Brennkammer
mit abgewandeltem Betätigungsmechanismus für die Zufuhr von Brenn
gas;
Fig. 4 einen noch weiteren Axialschnitt gemäß Fig. 1 bei teilweise expandierter
Brennkammer und abgewandelter Belüftungsvorrichtung;
Fig. 5 eine Seitenansicht auf eine Zündvorrichtung der Brennkammer nach
den Fig. 1 bis 4;
Fig. 6 einen Querschnitt entlang der Linie A-A von Fig. 5;
Fig. 7 einen weiteren Querschnitt entlang der Linie A-A von Fig. 5 bei Zündung;
Fig. 8 eine Draufsicht auf eine Trennplatte der Brennkammer bei Zündung;
Fig. 9 eine Draufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel einer Trennplatte
der Brennkammer;
Fig. 10 einen Axialschnitt durch ein Arbeitsgerät im Bereich der Brennkammer
mit einer Trennplatte gemäß Fig. 9; und
Fig. 11 einen Längsschnitt durch ein Arbeitsgerät im Bereich der Brennkammer
mit Brennkammerverriegelung.
Anhand der Fig. 1 und 2 wird nachfolgend ein erstes Ausführungsbeispiel der vor
liegenden Erfindung näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt durch ein brennkraftbetriebenes Setzgerät für
Befestigungselemente im Bereich seiner Brennkammer. Gemäß Fig. 1 enthält das
Setzgerät eine zylindrisch ausgebildete Brennkammer 1 mit einer Zylinderwan
dung 2 und einer sich daran anschließenden ringförmigen Bodenwand 3. Im Zen
trum der Bodenwand 3 befindet sich eine Öffnung 4, an die sich ein Führungszy
linder 5 anschließt, der eine Zylinderwand 6 und eine Bodenwand 7 aufweist. In
nerhalb des Führungszylinders 5 ist ein Kolben 8 gleitend verschiebbar gelagert,
und zwar in Zylinderlängsrichtung des Führungszylinders 5. Der Kolben 8 be
steht aus einer Kolbenplatte 9, die zur Brennkammer 1 weist, sowie aus einer mit
der Kolbenplatte 9 mittig verbundenen Kolbenstange 10, die durch eine Durch
gangsöffnung 11 in der Bodenwand 7 zu einem Teil aus dem Führungszylinder 10
herausragt.
In der Fig. 1 befindet sich der Kolben 8 in seiner zurückgeführten Ruhestellung,
in der das Setzgerät nicht in Betrieb ist. Die der Brennkammer 1 zugewandte Sei
te der Kolbenplatte 9 schließt mehr oder weniger mit der Innenseite der Boden
wand 3 ab, und die Kolbenstange 10 überragt nur ein wenig die Bodenwand 7
nach außen. Dichtungsringe 12, 13 am äußeren Umfang der Kolbenplatte 9 bzw.
am Innenumfang der Zylinderwand 6 können vorgesehen sein, um die Räume zu
beiden Seiten der Kolbenplatte 9 gegeneinander abzudichten.
Innerhalb der Brennkammer 1 befindet sich eine Zylinderplatte 14, die als beweg
bare Brennkammerwand bezeichnet werden kann. Die Brennkammerwand 14 ist
in Längsrichtung der Brennkammer 1 verschiebbar und weist an ihrem äußeren
Umfangsrand eine ringförmige Dichtung 15 auf, um die Räume vor und hinter der
Brennkammerwand 14 abzudichten. Ferner weist die Brennkammerwand 14 eine
zentrale Durchgangsöffnung 16 mit ringförmiger Umfangsdichtung 17 auf.
Zwischen der Brennkammerwand 14 und der Bodenwand 3 befindet sich eine
weitere Trennplatte 18. Die Trennplatte 18 ist ebenfalls kreisförmig ausgebildet
und weist einen Außendurchmesser auf, der dem Innendurchmesser der Brenn
kammer 1 entspricht. An der zur Brennkammerwand 14 weisenden Seite ist die
Trennplatte 18 mit einem zylindrischen Ansatz 19 verbunden, der durch die zentrale
Durchgangsöffnung 16 der Brennkammerwand 14 hindurchragt und des
sen Länge einem Mehrfachen der Dicke der Brennkammerwand 14 entspricht.
Die Umfangsdichtung 17 schmiegt sich dabei dicht an die Außenumfangsfläche
des zylindrischen Ansatzes 19 an. An seinem freien Ende weist der zylindrische
Ansatz 19 einen seinen Umfang überragenden ringförmigen Ansatz 20 auf. Der
Außendurchmesser dieses ringförmigen Ansatzes 20 ist größer als der Innen
durchmesser der Durchgangsöffnung 16. Wird also die Brennkammerwand 14
von der Bodenwand 3 weg bewegt, so nimmt sie nach einer gewissen Zeit über den
ringförmigen Ansatz 20 die Trennplatte 18 mit. Dabei liegen dann die Brenn
kammerwand 14 und die Trennplatte 18 in einem vorbestimmten Abstand von
einander, der durch die Lage des ringförmigen Ansatzes 20 bestimmt ist. Dabei
bilden dann die Brennkammerwand 14 und die Trennplatte 18 eine sogenannte
Vorkammer. Es handelt sich hierbei um eine Teil-Brennkammer der Brennkam
mer 1. Diese Vorkammer trägt das Bezugszeichen 21 und ist in Fig. 2 zu erken
nen. Wird die Brennkammerwand 14 noch weiter angehoben, bewegen sich
Brennkammerwand 14 und Trennplatte 18 parallel zueinander, so daß sich zwi
schen Trennplatte 18 und Bodenwand 3 bzw. Kolbenplatte 9 eine weitere Teil-
Brennkammer aufspannt, die als Hauptkammer bezeichnet wird. Diese Teil-
Brennkammer bzw. Hauptkammer trägt das Bezugszeichen 22 und ist ebenfalls
in Fig. 2 zu erkennen.
Zur Verschiebung der Brennkammerwand 14 in Längsrichtung der Brennkam
mer 1 sind mit der Brennkammerwand 14 über deren Umfang unter gleichen Win
kelabständen verteilt z. B. drei Antriebsstangen 23 fest verbunden, von denen
nur eine in Fig. 1 zu erkennen ist. Die Antriebsstangen 23 liegen parallel zur Zy
linderachse der Brennkammer 1 und außen seitlich zur Zylinderwand 6. Dabei
durchlaufen die Antriebsstangen 23 jeweils eine Durchgangsöffnung 24 in der
Trennplatte 18 sowie eine weitere Durchgangsöffnung 25 in der Bodenwand 3.
Dort befindet sich noch eine innenseitige Umfangsdichtung 26 zum Abdichten
der Räume auf beiden Seiten der Bodenwand 3. Die Antriebsstangen 23 und die
Brennkammerwand 14 sind z. B. über Schrauben 27 miteinander verbunden, die
durch die Brennkammerwand 14 hindurch geführt und stirnseitig in die An
triebsstangen 23 hineingeschraubt sind. Die freien Enden der Antriebsstangen
23 sind über einen Antriebsring 28 miteinander verbunden, der konzentrisch zur
Zylinderachse der Brennkammer 1 liegt und den Führungszylinder 5 umgreift.
Dabei kann der Antriebsring 28 über Schrauben 29 mit den Antriebsstangen 23
verschraubt sein, derart, daß die Schrauben 29 den Antriebsring 28 durchsetzen
und in die freien Stirnseiten der Antriebsstangen 23 hineingeschraubt sind. Zwi
schen dem Antriebsring 28 und der Bodenwand 3 liegt auf jeder der Antriebsstan
gen 23 eine Druckfeder 30, die sich an der Außenseite der Bodenwand 3 abstützt
und gegen den Antriebsring 28 drückt. Die Druckfeder 30 ist daher bestrebt, die
Brennkammerwand 14 immer in Richtung zur Bodenwand 3 zu drücken.
Im Bereich der ringförmigen Bodenwand 3 befindet sich weiterhin eine Ventilöff
nung 31, in die ein Ventilstößel 32 dichtend einführbar ist. Dieser Ventilstößel 32
liegt bei geöffneter Ventilöffnung 31 außerhalb der Brennkammer 1 bzw. unter
halb der Bodenwand 3 und wird dort über einen am Führungszylinder 5 befestig
ten Ansatz 33 gehalten. Der Ansatz 33 weist eine Durchgangsöffnung 34 auf,
durch die ein an der Unterseite des Ventilstößels 32 befestigter zylindrischer An
satz 35 hindurchläuft. Am freien Ende des zylindrischen Ansatzes 35 befindet
sich an diesem ein ringförmiger Ansatz 36. Zwischen dem ringförmigen Ansatz 36
und dem Ansatz 33 liegt eine Druckfeder 37, die bestrebt ist, den Ventilstößel 32
über den ringförmigen Ansatz 36 in Richtung zum Ansatz 33 zu ziehen und damit
die Ventilöffnung 31 zu öffnen. Der zylindrische Ansatz 35 liegt in der Verschiebe
bahn des Antriebsrings 28 und wird durch den Antriebsring 28 beaufschlagt,
wenn dieser in Richtung auf die Bodenwand 3 verschoben wird. Hat der Antriebs
ring 28 eine bestimmte Axialstellung erreicht, wird durch ihn der Ventilstößel 32
mitgenommen, und es wird die Ventilöffnung 31 geschlossen.
Es sei noch erwähnt, daß die Trennplatte 18 umfangsseitig mehrere Durchgangs
öffnungen 38 aufweist, die jeweils den gleichen Abstand von der Zylinderachse
der Brennkammer 1 aufweisen. Ferner befinden sich am unteren Ende des Füh
rungszylinders 5 Auslaßöffnungen 39 zum Auslaß von Luft aus dem Führungszy
linder 5, wenn der Kolben 8 in Richtung zur Bodenwand 7 bewegt wird. Am unte
ren Ende des Führungszylinders 5 befindet sich darüber hinaus eine Dämpfungs
vorrichtung 40 zur Dämpfung der Bewegung des Kolbens 8. Überfährt der Kolben
8 die Auslaßöffnungen 39 so kann Abgas aus den Auslaßöffnungen 39 entwei
chen.
In der Zylinderwand 2 der Brennkammer 1 befinden sich zwei radiale Durch
gangsöffnungen 41 und 42, die in Axialrichtung voneinander beabstandet sind.
In diese Durchgangsöffnungen 41 und 42 ragen von außen Ausgabekanäle 43
und 44 von nicht näher dargestellten Dosierventilen hinein, die sich in einem Do
sierkopf 45 befinden. Flüssiges Brenngas wird aus einer Flasche 46 den im Do
sierkopf 45 vorhandenen Dosierventilen zugeführt und diese geben die dosierte
Flüssiggasmenge dann über die Ausgabekanäle 43 und 44 aus, wenn der Dosier
kopf 45 in Richtung zur Zylinderwand 2 gedrückt wird und damit die Ausgabeka
näle 43, 44 nach innen gefahren werden und die jeweiligen Dosierventile öffnen.
Zu diesem Zweck verjüngen sich die radialen Durchgangsöffnungen 41 und 42 in
Richtung zur Brennkammer 1, so daß Anschläge für die Ausgabekanäle 43 und 44
erhalten werden. Das Andrücken des Dosierkopfs 45 gegen die Zylinderwand 2 er
folgt mit Hilfe eines Bügels 47, der an einem Gelenkpunkt 48 der Zylinderwand 2
schwenkbar gelagert ist. Ein Ende 49 des Bügels wird von der Brennkammerwand
14 beaufschlagt und so gedreht, daß das andere Ende 50 des Bügels von hinten
gegen den Dosierkopf 45 drückt, um diesen in Richtung zur Zylinderwand 2 zu
bewegen. Dieser Vorgang erfolgt kurz bevor die Brennkammerwand 14 beim Auf
spannen der Teil-Brennkammern ihre Endstellung erreicht hat. Dosierkopf 45
und Flasche 46 werden einmal zusammengesteckt und bleiben dann ständig mit
einander verbunden. Das System 45/46 kann z. B. um eine im Bodenbereich der
Flasche 46 vorhandene Achse gekippt werden.
Die Fig. 2 zeigt das Setzgerät im aufgespannten Zustand der Teil-Brennkammern,
also im aufgespannten Zustand der Vorkammer 21 und der Hauptkammer 22. Die
Verschiebepositionen von Brennkammerwand 14 und Trennplatte 18 werden da
durch eingestellt, daß der Antriebsring 28 gegen den ringförmigen Ansatz 36
schlägt und das Ventil 31, 32 schließt. Die Umfangsflächen von Ventilöffnung 31
und Ventilstößel 32 verlaufen konisch und verjüngen sich in Richtung zur Brenn
kammer 1, so daß hier eine Blockierung stattfindet. Der Abstand der Trennplatte
18 von der Brennkammerwand 14 wird durch den Abstand des ringförmigen An
satzes 20 von der Trennplatte 18 bestimmt, wie bereits erwähnt. In dieser Stel
lung der Brennkammerwand 14 und der Trennplatte 18 liegen die radialen
Durchgangsöffnungen 41 bzw. 42 der Vorkammer 21 bzw. der Hauptkammer 22
gegenüber.
Es sei ferner noch erwähnt, daß der mit der Trennplatte 18 verbundene zentrale
Ansatz 19 in seinem der Trennplatte 18 zugewandten Bereich als Zündkäfig 51
zur Aufnahme einer Zündvorrichtung 52 ausgebildet ist. Diese Zündvorrichtung
52 dient zum Erzeugen eines elektrischen Funkens zwecks Zündung eines Luft-
Brenngasgemisches in der Vorkammer 21. Wie weiter unten noch näher beschrie
ben wird, befindet sich die Zündvorrichtung 52 im Innern bzw. in einem zentra
len Bereich des Zündkäfigs 51, der umfangsseitig mit Durchgangsöffnungen 53
versehen ist, durch die hindurch eine laminare Flammenfront aus dem Zündkäfig
51 in die Vorkammer 21 austreten kann.
Nachfolgend soll die Wirkungsweise des Setzgeräts nach den Fig. 1 und 2 näher
beschrieben werden.
In Fig. 1 befindet sich das Setzgerät im Ruhezustand. Die Brennkammer 1 ist voll
ständig kollabiert, wobei die Trennplatte 18 auf der Bodenwand 3 aufliegt und die
Brennkammerwand 14 auf der Trennplatte 18. Der Kolben 8 befindet sich in sei
ner zurückgezogenen Ruhestellung, so daß auch praktisch kein Raum mehr zwi
schen ihm und der Trennplatte 18 vorhanden ist, sofern man einen geringfügigen
Spalt zwischen diesen vernachlässigt. Das Aufeinanderliegen der Platten 18 und
14 kommt dadurch zustande, daß die Druckfeder 30 den Antriebsring 28 von der
Bodenwand 3 wegdrückt und der Antriebsring 28 über die Antriebsstange 23 die
Brennkammerwand 14 mitnimmt. In diesem Zustand liegt der Antriebsring 28
auch im Abstand zum ringförmigen Ansatz 36 des Ventilstößels 32, so daß der
Ventilstößel 32 durch die Wirkung der Druckfeder 37 aus der Ventilöffnung 31
herausgeführt ist. Die Ventilöffnung 31 ist somit offen. Das System aus Dosier
kopf 45 und Flasche 46 ist von der Brennkammer 1 weggeschwenkt, so daß die
Ausgabekanäle 43, 44 entlastet und damit die jeweiligen Dosierventile verschlos
sen sind.
Wird in diesem Zustand das Setzgerät mit seiner vorderen Spitze gegen einen Ge
genstand gedrückt, in den ein Befestigungselement eingetrieben werden soll, so
wirkt über einen nicht dargestellten Mechanismus die Andruckkraft auf den An
triebsring 28 und verschiebt diesen in Richtung zur Bodenwand 3, und zwar mit
dem Andrücken des Setzgeräts gegen den genannten Gegenstand. Dabei hebt zu
nächst die Brennkammerwand 14 von der Trennplatte 18 ab, bis die Brennkam
merwand 14 gegen den ringförmigen Ansatz 20 schlägt und über diesen die
Trennplatte 18 mitnimmt. Die Vorkammer 21 ist jetzt aufgespannt, jedoch noch
nicht richtig innerhalb der Brennkammer 1 positioniert. Während des Aufspann
vorgangs der Brennkammer 21 kann schon Luft in die Vorkammer 21 eingesaugt
werden, und zwar über die offene Ventilöffnung 31 und eine oder mehrere der
Durchgangsöffnungen 38, sofern beide Öffnungen zur Deckung kommen.
Mit weiterem Andrücken der Setzgeräts gegen den Gegenstand wird der Antriebs
ring 28 noch weiter in Richtung der Bodenwand 3 bewegt, so daß schließlich auch
die Trennplatte 18 von der Bodenwand 3 abhebt. Jetzt spannt sich auch die
Brennkammer 22 auf und wird über die Ventilöffnung 31 belüftet. Eine vollstän
digere Belüftung der Vorkammer 21 erfolgt jetzt über sämtliche der Durchgangs
öffnungen 38 in der Trennplatte 18.
Überstreichen die Brennkammerwand 14 und die Trennplatte 18 auf ihrem Weg
nach oben in Fig. 1 die radialen Durchgangsöffnungen 41 bzw. 42, könnte im
Prinzip schon mit dem Einspritzen der dosierten Flüssiggasmengen in die Vor
kammer 21 bzw. die Hauptkammer 22 begonnen werden. Zu diesem Zweck
schlägt die obere Fläche der Brennkammerwand 14 gegen das Ende 49 des Bügels
47 und dreht ihn im Uhrzeigersinn um das Gelenk 48, so daß das andere Ende 50
des Bügels 47 den Dosierkopf 45 in Richtung zur Zylinderwand 2 verschwenkt
und dabei zur Öffnung der Dosierventile die Ausgabekanäle 43 und 44 nach innen
in den Dosierkopf 45 drückt. Jetzt spritzt dosiertes Flüssiggas in die Vorkammer
21 und die Hauptkammer 22. Danach ist noch eine weitere geringe Anhebung der
Brennkammerwand 14 und der Trennplatte 18 erforderlich, damit diese in ihre
Endstellungen gelangen können, in denen sie verriegelt werden. Die hierbei noch
auftretende Verschwenkung des Bügels 47 kann dadurch ausgeglichen werden,
daß die Ausgabekanäle 43 und 44 noch ein wenig weiter in den Dosierkopf 45 hin
eingedrückt werden.
Im letzten Abschnitt der Verschiebung der Brennkammerwand 14 und der Trenn
platte 18 wird auch der Ventilstößel 32 in die Ventilöffnung 31 eingeführt und
verschließt diese, da jetzt der Antriebsring 28 in Kontakt mit dem ringförmigen
Ansatz 36 gekommen ist.
Die Fig. 2 zeigt die Positionen von Brennkammerwand 14 und Trennplatte 18 bei
voll aufgespannter Vorkammer 21 bzw. Hauptkammer 22, wobei jetzt Brennkam
merwand 14 und Trennplatte 18 in ihrer Stellung verriegelt werden können. Dies
geschieht durch Betätigung des Abzugshebels bzw. Triggers des Setzgeräts. Wird
der Trigger betätigt, so erfolgt zunächst die Verriegelung von Brennkammerwand
14 und Trennplatte 18, etwa durch Verriegelung des Antriebsrings 28. Kurz danach
wird ein Zündfunke durch die elektrische Zündvorrichtung 52 innerhalb
des Zündkäfigs 51 erzeugt. Das in jeder der Kammern 21 und 22 durch Dosierung
voreingestellte Gemisch aus Luft und Brenngas beginnt zunächst in der Vorkam
mer 21 laminar zu verbrennen, wobei sich die Flammfront mit relativ langsamer
Geschwindigkeit radial in Richtung der Durchgangsöffnungen 38 ausbreitet. Da
bei schiebt sie unverbranntes Luft-Brenngasgemisch vor sich her, welches durch
die Durchgangsöffnungen 38 hindurch in die Hauptkammer 22 gelangt und hier
Turbulenz sowie eine Vorkomprimierung erzeugt. Erreicht die Flammfront die
Durchgangsöffnungen 38 zur Hauptkammer 22, treten die Flammen, bedingt
durch die relativ kleinen Querschnitte der Durchgangsöffnungen 38, als Flamm
strahlen in die Hauptkammer 22 über und erzeugen hier weitere Turbulenz. Das
durchmischte turbulente Luft-Brenngasgemisch in der Hauptkammer 22 wird
über die gesamte Oberfläche der Flammstrahlen entzündet. Es brennt jetzt mit ei
ner hohen Geschwindigkeit, was zu einer starken Erhöhung des Wirkungsgrads
der Verbrennung führt.
Dadurch wird der Kolben 8 beaufschlagt und bewegt sich mit hoher Geschwindig
keit in Richtung zur Bodenwand 7, wobei gleichzeitig die Luft aus dem Führungs
zylinder 5 durch die Auslaßöffnungen 39 nach außen getrieben wird. Die Kolben
platte 9 überfährt kurzzeitig die Auslaßöffnungen 39, so daß durch sie Abgas
entweichen kann. Durch die ausfahrende Kolbenstange 10 wird jetzt ein Befesti
gungselement gesetzt. Nach Setzung bzw. nach erfolgter Verbrennung des Luft-
Brenngasgemisches wird der Kolben 8 durch thermische Rückführung in seine
Ausgangsstellung gemäß Fig. 2 zurückgebracht, da durch Abkühlung des in der
Brennkammer 1 und im Führungszylinder 5 verbliebenen Rauchgases ein Unter
druck hinter dem Kolben erzeugt wird. Bis der Kolben seine Ausgangsstellung ge
mäß Fig. 2 erreicht hat, muß die Brennkammer 1 dicht verschlossen bleiben.
Nachdem sichergestellt ist, daß der Kolben 8 seine in Fig. 2 dargestellte Aus
gangsstellung wieder erreicht hat, wird die zuvor erwähnte Verriegelung von
Brennkammerwand 14 bzw. Antriebsring 28 aufgehoben. Die Druckfeder 30
drückt jetzt den Antriebsring 28 von der Bodenwand 3 weg, so daß der Antriebs
ring 28 den ringförmigen Ansatz 36 entlastet. Die Druckfeder 37 kann nunmehr
den Ventilstößel 32 aus der Ventilöffnung 31 herausführen und das Ventil öffnen.
Mit weiterer Wirkung der Druckfeder 30 wird der Antriebsring 28 weiter von der
Bodenwand 3 entfernt und nimmt über die Antriebsstangen 23 die Brennkammerwand
14 in Richtung zur Bodenwand 3 mit. Bei dieser Bewegung wird späte
stens die Trennplatte 18 mitgenommen, wenn die Brennkammerwand 14 gegen
diese gefahren wird, so daß auf diese Weise die Abgase aus der Vorkammer 21
über die Durchgangsöffnungen 38 und die Abgase aus der Hauptkammer 22 aus
getrieben werden, und zwar durch die Ventilöffnung 31 hindurch. Schließlich
kommt die Trennplatte 18 auf der Bodenwand 3 zu liegen und die Brennkammer
wand 14 auf der Trennplatte 18, so daß die Brennkammer 1 vollständig kollabiert
und von Abgasen befreit ist. Jetzt kann der unter Fig. 1 beschriebene Belüftungs
vorgang mit dem nächsten Setzen des Setzgeräts erneut beginnen.
Die Fig. 3 zeigt im Prinzip die gleiche Anordnung wie die Fig. 1 und 2, so daß auf ei
ne nochmalige Beschreibung verzichtet wird. Im Unterschied zu den Fig. 1 und 2
ist hier das System aus Dosierkopf 45a und Flasche 46 jedoch nicht kippbar, son
dern es ist nur das System aus Dosierventil 45b und Flasche 46 in Längsrichtung
der Brennkammer 1 verschiebbar, wozu ein mit dem Antriebsring 28 verbunde
ner Mitnehmer 46a die Flasche 46 im letzten Bereich des Verschiebewegs beim
Aufspannen der Brennkammer 1 untergreift.
Der Dosierkopf 45a ist fest mit der Brennkammer 1 verbunden und weist ausge
hend von einem Zufuhrkanal 45c zwei Ausgabekanäle 43, 44 auf, die in Verbin
dung mit den radialen Durchgangsöffnungen 41 bzw. 42 stehen. Dosierventil 45b
und Flasche 46 sitzen fest aufeinander. Dadurch wird das Dosierventil 45b mit
Flüssiggas dosiert. Nimmt im letzten Verschiebeweg der Antriebsring 28 den Mit
nehmer 46a ein wenig mit, hebt letzterer die Flasche 46 und mit ihr das Dosier
ventil 45b an und drückt das Dosierventil 45b gegen den Dosierkopf 45a, so daß
das Dosierventil 45b öffnet und die dosierte Menge an Flüssiggas aus den radia
len Durchgangsöffnungen 41, 42 in Form eines Nebels ausgespritzt wird. Zur un
terschiedlichen Einstellung des Luft-Brenngasgemisches in der Vorkammer 21
und der Hauptkammer 22 können in diesem Fall die radialen Durchgangsöffnun
gen 41, 42 unterschiedliche Austrittsquerschnitte aufweisen oder mit entspre
chenden zusätzlichen Düsen versehen sein.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 entspricht im wesentlichen der Ausführungs
form nach den Fig. 1 und 2 und braucht daher nicht nochmals detailliert erläu
tert zu werden. Im Unterschied zu der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2
wird jedoch der Ventilstößel 32 ständig durch eine Druckfeder 37 in die Ventilöff
nung 31 gedrückt und sucht diese zu verschließen. Dabei sitzt die Druckfeder 37
auf dem zylindrischen Ansatz 35 an der Unterseite des Ventilstößels 32 und stößt
sich an dieser Unterseite sowie am Ans atz 33 ab, der am Führungszylinder 5 befe
stigt ist. Die Durchgangsöffnung 34 nimmt dabei den zylindrischen Ansatz 35
auf. Das Ventil 31/32 ist daher ein reines Entlüftungsventil.
Ein Belüftungsventil ist mit dem Bezugszeichen 54 gekennzeichnet und befindet
sich in der Brennkammerwand 14. Werden durch die Bewegung der Brennkam
merwand 14 und der Trennplatte 18 die Vorkammer 21 und die Hauptkammer 22
aufgespannt, so bleibt das Entlüftungsventil 31/32 geschlossen und das Belüf
tungsventil 54 öffnet infolge des in den Kammern 21 und 22 entstehenden Unter
drucks, so daß Luft über das Belüftungsventil 54 in die Kammern 21 und 22 ein
treten kann. Ansonsten laufen die bereits zuvor erwähnten Vorgänge ab. Bei dem
Belüftungsventil 54 handelt es sich um ein Rückschlagventil, das während der
Kolbenrückführung in seiner Ausgangsstellung durch einen geeigneten Mecha
nismus geschlossen gehalten werden muß. Dies wird beispielsweise dadurch er
reicht, daß ein nach oben weisender Zapfen 55 an der Brennkammerwand 14 in
eine zentrale Öffnung 56 dichtend einfährt, die sich in einer oberen Abdeckwand
47 der Brennkammer 1 befindet. Dadurch wird das Rückschlagventil 54 von au
ßen durch die Abdeckwand 57 verschlossen, wenn im Inneren der Brennkammer
1 ein Unterdruck zur Rückführung des Kolbens 8 in seine Ausgangsstellung
herrscht.
Wird das Luft-Brenngasgemisch in der Brennkammer 1 gezündet, bleibt das
Rückschlagventil 54 geschlossen, aber auch das Entlüftungsventil 31/32, da
jetzt der Antriebsring 28 von unten gegen den zylindrischen Ansatz 35 schlägt
und verhindert, daß sich der Ventilstößel 32 aus der Ventilöffnung 31 heraus be
wegen kann. Erst nach Entriegelung des Antriebsrings 28 läßt sich dieser von der
Bodenwand 3 weg bewegen, wobei die Platten 14 und 18 mitgenommen werden
und die Abgase über das sich jetzt öffnende Entlüftungsventil 31/32 nach außen
gelangen.
Die Fig. 5 bis 8 zeigen den Aufbau des Zündkäfigs 51 im einzelnen. Der Zündkäfig
51 kommt im aufgespannten Zustand der Vorkammer 21 zwischen der Brenn
kammerwand 14 und der Trennplatte 18 zu liegen, wie die Fig. 5 erkennen läßt.
Der Zündkäfig 51 ist hier zylindrisch ausgebildet und besitzt somit innen einen
Hohlraum, in welchem sich die Zündvorrichtung 52 zur Erzeugung eines elektrischen
Funkens befindet. Die Zylinderwand des Zündkäfigs 51 weist im vorliegen
den Fall beispielsweise vier Durchgangsöffnungen 53 auf, die länglich ausgebil
det sind und deren Längsrichtung senkrecht zu den Platten 14, 18 steht. Dabei
weisen die Durchgangsöffnungen 53 wenigstens im mittleren Bereich eine solche
Breite auf, daß die die Durchgangsöffnungen 53 begrenzenden Wandflächen 53a
benachbarter Durchgangsöffnungen 53 im Inneren des Zündkäfigs 51 unter ei
nem rechten Winkel aneinander grenzen. Eine Flammfront, die sich vom Zentrum
des Zündkäfigs 51 parallel zu den Platten 14, 18 ausbreitet, kann somit niemals
auf eine Innenwandfläche des Zündkäfigs treffen, die senkrecht zur Ausbrei
tungsrichtung der Flammfront steht, was den Vorteil mit sich bringt, daß diese
Flammfront nicht in das Zentrum zurück reflektiert werden kann. Dies führt
auch zu einer verbesserten Laminarströmung außerhalb des Zündkäfigs, die sich
kurz nach Verlassen des Zündkäfigs 51 nach und nach wieder aufbaut. Die Ver
hältnisse sind den Fig. 6 bis 8 zu entnehmen. Die Fig. 8 zeigt dabei eine Drauf
sicht auf die Trennplatte 18 bei parallel zur Plattenebene geschnittenem Zündkä
fig 51. Die Flammfront F ist spätestens dann wieder laminar, wenn sie die Durch
gangsöffnungen 38 in der Trennplatte 18 erreicht. Als elektrische Zündvorrich
tung 52 kann z. B. eine Zündkerze zum Einsatz kommen.
Die Fig. 9 und 10 zeigen eine weitere Ausführungsform des Setzgeräts nach der
Erfindung. Hier kommt eine Trennplatte 18 zum Einsatz, die zwei Lochreihen auf
weist. Bei der Trennplatte 18 handelt es sich um eine kreisförmige Platte, wobei
die beiden Lochreihen konzentrisch zum Zentrum dieser Platte liegen. Bei der in
neren Lochreihe 58 handelt es sich um Durchgangslöcher 38 mit relativ geringem
Durchmesser. Dagegen ist die zweite Lochreihe 59 eine solche mit Rückströmöff
nungen 60, deren Durchmesser etwas größer ist als der der Durchgangsöffnun
gen 38. Ansonsten sind die Verhältnisse die gleichen wie bei den Ausführungsbei
spielen nach den Fig. 1 bis 4.
Die beiden Lochreihen 58 und 59 führen zu einer schnelleren Zündung des in der
Hauptkammer 22 vorhandenen Luft-Brenngasgemisches sowie zu einem verbes
serten Gesamtwirkungsgrad des Verbrennungsprozesses.
Wie bereits erwähnt, entsteht nach der Zündung des Luft-Brenngasgemisches in
der Vorkammer 21 eine laminare Flammfront F, die sich relativ langsam zum um
fangsseitigen Rand der Vorkammer 21 ausbreitet. Diese Flammfront erreicht die
erste Lochreihe 58 schon nach kurzer Zeit und zündet die Hauptkammer 22.
Durch die Positionierung der ersten Lochreihe wird dafür gesorgt, daß zunächst
nur so viel Volumen an Luft-Brenngasgemisch in der Vorkammer 21 verbrannt
wird, wie zur Erzeugung von Flammstrahlen mit vorbestimmter Energie erforder
lich ist, um hinreichende Turbulenz in der Hauptkammer 22 zu erzeugen, wenn
die Flammstrahlen durch die Durchgangsöffnungen 38 hindurchtreten. Die dann
einsetzende turbulente Verbrennung in der Hauptkammer 22 schiebt noch einen
Teil der unverbrannten Gase aus der Hauptkammer 22 durch die Rückströmöff
nungen 60 hindurch zurück in die seitlichen Bereiche der Vorkammer 21. Das
Luft-Brenngasgemisch in den seitlichen Bereichen der Vorkammer 21 verbrennt
nun ebenfalls turbulent und gleichzeitig mit dem in der Hauptkammer 22. So wird
dafür gesorgt, daß auch der Teil der Verbrennung in den seitlichen Bereichen der
Vorkammer 21 einen Beitrag zur Kolbenarbeit leistet.
In einer speziellen Ausführungsform betragen die Durchmesser der ersten und
zweiten Lochreihe 58 bzw. 59 jeweils 55% und 85% des Durchmessers der Trenn
platte 18. Die Durchgangslöcher 38 haben einen Durchmesser von 2,6% des
Durchmessers der Trennplatte 18, während die Rückströmöffnungen 60 einen
Durchmesser von etwa 3,8% des Durchmessers der Trennplatte 18 haben.
Die Fig. 11 zeigt den Aufbau der Brennkammerverriegelung beim Setzgerät mit
thermischer Kolbenrückführung. Gleiche Elemente wie in den Fig. 1 bis 4 tragen
die gleichen Bezugszeichen und werden nicht nochmals erläutert.
An einem Umfangsabschnitt des Antriebsrings 28 befindet sich ein Kontaktele
ment 61. Dieses Kontaktelemente 61 besitzt eine in Richtung zum vorderen Ende
des Setzgeräts gerichtete Anschlagfläche, die schräggestellt ist. Die Neigung ist
so, daß die ansonsten ebene Fläche an ihrer radial außen liegenden Seite weiter
in Richtung zum vorderen Ende des Setzgeräts geneigt ist als innen. Parallel zu
dieser Fläche liegt dem Kontaktelement 61 und in dessen Bewegungsbahn ein
Blockierabschnitt 62 eines Blockierelements 63 gegenüber. Das Blockierelement
63 ist um eine Schwenkachse 64 derart schwenkbar, daß der Blockierabschnitt
62 durch die Wirkung einer Feder 65 aus der Bewegungsbahn des Kontaktele
ments 61 herausgeschwenkt werden kann. Die Bewegungsbahn des Kontaktele
ments 61 verläuft parallel zur Kolbenstange 10.
In Fig. 11 sind die Vorkammer 21 und die Hauptkammer 22 vollständig aufgespannt
und mit einem Luft-Brenngasgemisch gefüllt. Wird jetzt der Abzug bzw.
Trigger des Setzgeräts betätigt, wird die Brennkammer 1 über das armförmige
Blockierelement 63 verriegelt und die Verbrennung innerhalb der Brennkammer
1 gestartet. Die in der Unterdruckphase auf die Brennkammerwand 14 der
Brennkammer 1 wirkende Kraft wird über die Antriebsstangen 23 auf den An
triebsring 28 übertragen und möchte diesen in Richtung des Pfeils P bewegen. Der
Winkel zwischen der Fläche des Kontaktelements 61 und dem Blockierabschnitt
61 des Blockierarms 63 ist dabei jedoch so ausgelegt, daß der Antriebsring 28 um
so stärker verriegelt wird, je höher die infolge des Unterdrucks wirkende Kraft auf
die Brennkammerwand 14 bzw. die Antriebsstange 23 ist. Erst wenn der Unter
druck abgefallen ist, wenn sich also der Kolben 8 in seiner zurückgezogenen Aus
gangsposition befindet, kann der Blockierabschnitt 62 durch die Rückstellfeder
65 außer Eingriff mit dem Kontaktelement 61 gebracht werden. Die Druckfedern
30 sorgen dann für das Kollabieren der Brennkammer 1 und somit auch für das
Öffnen der in den Fig. 1 und 4 gezeigten Entlüftungsventile.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich also um eine druckge
steuerte Entriegelung, da erst mit Abbau des Unterdrucks in der Brennkammer 1
der Verschiebeweg des Kontaktelements 61 freigegeben wird. Es ist somit kein zu
sätzliches Verzögerungsglied notwendig, welches das Kollabieren der Brennkam
mer und das Öffnen der Ein-/Auslaßventile verzögert, bis der Kolben in seine Ru
hestellung zurückgekehrt ist. Der Zeitpunkt des Kollabierens der Brennkammer
regelt sich von selbst und wird immer dann erfolgen, wenn der Unterdruck in der
Brennkammer wieder ausgeglichen worden ist, und zwar unabhängig von der Ge
rätetemperatur. Dadurch wird der Kolben immer ganz in seine Ruheposition zu
rückkehren.
Claims (20)
1. Verfahren zum Antrieb eines Kolbens (8) eines tragbaren, brennkraftbe
triebenen Arbeitsgeräts, insbesondere eines Setzgeräts für Befestigungselemen
te, durch Verbrennung eines brennbaren Gasgemisches in einer Brennkammer
(1), die durch wenigstens eine zwischen dem Kolben (8) und einer ihm gegenüber
liegenden Brennkammerwand (14) befindliche und mit Durchgangsöffnungen
(38) versehene Trennplatte (18) in mehrere Teil-Brennkammern (21, 22) unter
teilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das brennbaren Gasgemisch bezüglich
jeder Teil-Brennkammer (21, 22) separat eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstel
lung des brennbaren Gasgemisches bezüglich jeder Teil-Brennkammer (21, 22)
dadurch erfolgt, daß Luft in alle Teil-Brennkammern (21, 22) gemeinsam einge
führt wird und daß jeder Teil-Brennkammer (21, 22) eine ihr zugeordnete Menge
an Brenngas separat zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr
von Luft in die Teil-Brennkammern (21, 22) durch Ansaugen von Luft infolge eines
Aufspannens der Teil-Brennkammern (21, 22) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auf
spannen der Teil-Brennkammern (21, 22) die Brennkammerwand (14) und die
wenigstens eine Trennplatte (18) vom Kolben (8) weg bewegt werden und daß ein
Einströmen von Luft in die Teil-Brennkammern (21, 22) in oder entgegengesetzt
zur Richtung dieser Bewegung erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Brenngas den Teil-Brennkammern (21, 22) flüssig zugeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an
zuzuführendem Brenngas durch vorhergehende Dosierung eingestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Brenngas den Teil-Brennkammern (21, 22) zugeführt wird, kurz bevor
diese vollständig aufgespannt worden sind.
8. Tragbares, brennkraftbetriebenes Arbeitsgerät, insbesondere Setz
gerät für Befestigungselemente, mit einer durch wenigstens eine Durch
gangsöffnungen (38) aufweisende Trennplatte (18) in mehrere hinterein
ander liegende Teil-Brennkammern (21, 22) unterteilten Brennkammer (1)
zum Verbrennen eines brennbaren Gasgemisches zwecks Antrieb eines
Kolbens (8), dadurch gekennzeichnet, daß jede der Teil-Brennkammern
(21, 22) mit wenigstens einem separaten Einlaß (41, 42) für die Zufuhr von
Gas ausgestattet ist, um in jeder der Teil-Brennkammern (21, 22) das
brennbare Gasgemisch separat einstellen zu können.
9. Arbeitsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
eine Trennplatte (18) zwischen dem Kolben (8) und einer ihm gegenüberliegenden
Brennkammerwand (14) liegt, und daß alle Platten (18) und die Brennkammer
wand (14) senkrecht zu ihrer Ebene bewegbar und in einer zurückgezogenen Ru
hestellung des Kolbens (8) so in Richtung auf den Kolben (8) zu verschiebbar sind,
daß sie wenigstens annähernd aufeinander bzw. auf dem Kolben(8) zu liegen
kommen.
10. Arbeitsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenn
kammer (1) ein Belüftungs-/Entlüftungsventil (31, 32) in einem Wandbereich (3)
aufweist, auf dem die dem Kolben (8) zugewandte Trennplatte (18) zu liegen
kommt, wenn diese auf dem Kolben (8) liegt.
11. Arbeitsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenn
kammer (1) ein Entlüftungsventil (31, 32) in einem Wandbereich (3) aufweist, auf
dem die dem Kolben (8) zugewandte Trennplatte (18) zu liegen kommt, wenn diese
auf dem Kolben (8) liegt, und daß ferner die Brennkammerwand (14) mit einem
Belüftungsventil (54) ausgestattet ist.
12. Arbeitsgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Belüf
tungsventil (54) bei voll aufgespannten Teil-Brennkammern (21, 22) verschließ
bar ist.
13. Arbeitsgerät nach Anspruch 9, 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
daß ein rückseitiger Ansatz (19) der Trennplatte (18), die benachbart zur Brenn
kammerwand (14) liegt, letztere hintergreift, und die Brennkammerwand (14)
durch einen Antriebsmechanismus (23, 28) verschiebbar ist.
14. Arbeitsgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der An
triebsmechanismus (28, 28) wenigstens ein mit der Brennkammerwand (14) fest
verbundenes stangenförmiges Stellglied (23) aufweist, das die wenigstens eine
Trennplatte (18) durchsetzt und in Richtung zum vorderen Ende des Arbeitsge
räts aus der Brennkammer (1) heraussteht.
15. Arbeitsgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Stellglieder (23) über den Umfang der Brennkammer (1) verteilt vorhanden und
außen durch einen Stellring (28) miteinander verbunden sind.
16. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeich
net, daß das Belüftungs-/Entlüftungsventil (31, 32) bzw. das Entlüftungsventil
(31, 32) im Bereich des Stellrings (28) liegen und von diesem beaufschlagbar sind.
17. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeich
net, daß die Einlässe (41, 42) mit unterschiedlichen Düsen ausgestattet und mit
einem gemeinsamen Dosierventil (45b) verbunden sind.
18. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeich
net, daß die Einlässe (41, 42) mit unterschiedlichen Dosierventilen verbunden
sind.
19. Arbeitsgerät nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Einläs
se (41, 42) mit Düsen ausgestattet sind.
20. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosierventile in Abhängigkeit der Stellung der Brennkammerwand (14)
bzw. des Stellrings (28) steuerbar sind.
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