DE1994734U - Fesselballon als radartraeger, insbesondere zur tieffliegerbeobachtung. - Google Patents

Fesselballon als radartraeger, insbesondere zur tieffliegerbeobachtung.

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DE1994734U
DE1994734U DE19601994734 DE1994734U DE1994734U DE 1994734 U DE1994734 U DE 1994734U DE 19601994734 DE19601994734 DE 19601994734 DE 1994734 U DE1994734 U DE 1994734U DE 1994734 U DE1994734 U DE 1994734U
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Description

Die Neuerung betrifft einen Fesselballon als Träger der Antenne eines insbesondere zur Tieffliegerbeobachtinng bo^enseitig einsetzbaren Radargerätes.
Zur Erweiterung des Radarhorizontes derartiger Radargeräte ist es bereits vorgechlagen worden, als Träger zumindest der Antenne des Radargerätes vom Boden aus energieversorgte gefesselte Hubschrauber oder einen aufblasbaren Turm vorzusehen, da feste Türme eine zu lange Bauzeit erfordern und vom Gegner zu leicht zu zerstören sind.
Hubschrauber der vorgeschlagenen Art sind relativ teuer und haben bei längeren Einsatzzeiten einen erheblichen Energiebedarf für ihre Antriebsmaschine·
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Dio vorgeschlagenen aufblasbaren Türme sind in ihrer maximalen Grosso rocht beschrankt. Sio bewegt sich in dor Grössenordnung von 50 Motorn.
Aucli ist se bskanat; ^Is T**ägör einer Richtantenne einen Fesselballon vorzusehen, derart, dass dio Antenne nüssen am Ballon befestigt ist.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugfsindo, oinen Fesselballon als Träger der Antenne eines insbesondere zur TAoffliogorbeobachtung eingesetzten bodenseitigon Radargerätes derart auszubilden, dass er bei möglichst wonig verschlechterten elektrischen Eigenschaften der Antenne einen bilügerön Äntennenaufbau ermöglicht als beim vorstehend erwähnten bekannten Fesselballon-Antennenträger.
Der zur Lösung der angegebenen Aufgabe vorgeschlagene Fesselballon ist neuerungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne des Radargerätes im Fesselballon angeoitfret ist. ?%
Radarantennen, beispielsweise Hornstrahler in Verbindung mit Parabol-Reflektoren, weisen aufgrund ihrer baulichen Abmessungen einen erheblichen Windwiderstand auf; sie müssen daher mechanisch sehr stabil ausgelegt werden, was ein erhebliches Eigengewicht
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bedingt,, Würde dor Fesselballon in an eich bekannter Weise nur als Träger der Antenne bonutzt, woboi sich die Antenne aus5erhalb des: Ballons befindet ι müsste infolge der benötigten Tragfähigkeit aufgrund des hohen Eigengewichtes der Antenne ein
2Γθ!ίϊΐί.ν grOSS°r Fössol^sl" 99 Vermmdung findori·. Gomnna dem Mor-lc_ mal der Neuerung wird die Antonno des Radargerätes jedoch innerhalb des Fesselballons angeordnet« so dass dor Fesselballon ^- gleichzeitig als Radom ausgenutzt wird· Hierdurch kann die Antenne rein ihren elektrischen Erfordernissen entsprechend ausgelegt werden, wobei mechanische FostigköitsanfOrderungen eine untergeordnete Rolle spielen und eich oin kleines Eigengewicht der Antenne erzielen lässt, beispielsweise durch die an sich
bekannte Verwendung von metallisiertem Schaumstoff al« Reflektor.
Der gemäss der Neuerung ausgebildete Fesselballon ist gegenüber dem erwähnten Hubschrauber preiswert herstellbar und in zusammon-/"" gelegtem Zustand leicht transportabel; er erreicht schnell und mit wirtschaftlich geringerem Aufwand gleiche** oder grössero
Höhen als die bereits beschriebenen aufblasbaren Türme von Radargeräten und ist bei militärischem Einsatz und Zerstörung durch den Gegner leicht zu ersetzen.
Es ist zwar bekannt, LuftraumüberwaChungen sehr weitreichender Gebiete über der Hochsee mit Hilfe von Radargeräten durchzu-
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führen, die Radarantennen sehr grosser Abmessungen besitzen. Die einzelnen Radargeräte sind hierzu in jeweils einem Luftschiff angeordnett in dessen Gassack die zugehörige Radarantenne untergebracht ist. Prinzipiell unterscheiden sich diese Radargeräte nicht von den üblichen ÜbersichtsradarEeräten in Plugzeugen, deren Radarantennen dadurch aerodynamisch verkleidet sind, dass sie sich im Innern des Flugzeuges böfin-
den.
Zm folgenden sei anhand der Abbildung ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Neuerung zu ihrer näheren Erläuterung im einzelnen beschrieben·
Im Innern eines an sich bekannten Fesselballone 1 befindet sich die Antenne eines Radargerätes zur Tieffliegerortung. Sie ist im Ballon kardanisch aufgehängt, so dass Schlingerbewegungen des \j Ballons nicht auf die Antenne übergreifen· Eine gegebenenfalls erforderliche zusätzliche Lagejustierung erfolgt über Servomotoren· Zur sicheren Verankerung des Ballons am Boden empfiehlt sich die Verwendung von drei Abspannseilen 2, 3» ^, die auf am Boden befindlichen Winden 5, 6, 7 aufgerollt werden. Die Übertragung der Hochfrequenzenergie erfolgt über Koaxialkabel. Für grössere Leistungen ist allerdings die Verwendung einer* Goubau-Leitung anstelle von Koaxialkabeln vorteilhafter, da die Koaxialkabel hierbei einen aus»eri>rdentlic5i grossen Durchmesser aufweisen
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müssten, der sie sehr teuer und mechanisch wenig flexibel gestalten würde. Die Goubau-Leitung hingegen weist als Oberflächenleitung im betrachteten Frequenz- und Leistungsberoich erhebliche Vorteile auf, zumal in ähnlicher Grössenordnung däaipfungsarme Hohlleiter insbesondere wegen des Gewichtes selbstverständlich nicht an den Ballon angeschlossen werden können. Zum zahlenmässigen Vergleich der bei der Übertragung dieser Frequenzen auf- *.' tretenden Verluste sei erwähnt, dass bei den üblichen Radarfrequenzen für Nahbereichsradar von grössenordnungsmässig 10 000 MHz die handelsüblichen X-Band-Hohlleiter bereits eine Dämpfung von etwa 0,24 db/m haben·
w*.t* <** t .Ä * -1" J .Z ^ 1^A «... wlla AJUAM *» *-
UiXUIy ί vCCIfi von cura vr, χ xxrjfsi WXEi=JLWIXO man su« cjljcxxtx uvubqu-
Leitung von wesentlich kleineren Abmessungen, beispielsweise vom Typ 5/5»6» wobei die Zahlen die Durchmesser in mm des Leiters und der dielektrischen Belegung, beispielsweise aus Pojilyr\ äthylen mit der relativen Permeabilitätslconstanten von 2-5.
angeben. Die Goubau-Leitung führt vom Ballon vertälhafterwC.se senkrecht nach unten zum Boden, wo sie entsprechend der jeweiligen Höhe des Ballons auf eine Winde 10 aufgerollt werden kann. Ja Block 10 der Abbildung befindet sieb, gleichzeitig die Radarstation.
Die allgemeinen physikalischen Grundlagen dieses Vorteils der
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geringeren Verluste der Goubau-Leitung im Vergleich, zu üblichen Mitteln zur Hochfrequenzübertragung, wie Koaxialkabel und Hohlleiter, sind in der Literatur bereits eingehend beschrieben. Besonders vorteilhaft wird jedoch die Goubau-Leitung zur Speisung der neuerungsgemäss im Fesselballon vorgesehenen Radarantenne benutzt, bei der ganz besonderer Wert auf die Gewichtsexasparung d&r Zuleitung gelegt werden muss, einerseits im Hinblick auf das Eigengewicht der Zuführung, das bei gegebener maximaler Zugspannungsfestigkeit derselben die maximale Flughöhe dss Ballons bestimmt, andererseits im Hinblick auf die Menge des zur Verwendung kommenden Traggases des Ballons, wodurch die Grosse desselben festgelegt ist. Ganz besonders vorteilhaft und dämpfungs arm arbeitet die Goubau-Leitung in Verbindung mit dem Fesselballon bei senkrechter und damit krümmungsloser und stützungsfreier Niederführung zum Boden.
Allgemein ist die Neuerung überall da mit Vorteil einsetzbar, wo eine Radarantenne bis zu einigen Hundert Metern Höhe schnell errichtet und auch über längere Zeiträume preiswert unterhalten werden soll.
Umgeschrieben am.
Telefunken Patentverwertungsgesellschaft m.b.H*, Ulm/Donau, Elisabethenstr. 3
Vertreter: Gen.Vo.llm. 34/1961 Brümmerstedt, Hans-Dietrich,Dipl.-Ing., Hannover, Rosskampatr. 69 ΰ
Dziewior, Kurt, Dr.,Pe.t.-Anwi, üioi/Donau, Hermann-Stehr-Weg
Eineel,Robert, Dipl.-Ing,, Ce' .e, Petersburgstr. 28
Engel, Rudolf, Dipl.-Ing., Be lin-Prohnau, Königsbacher Zeile
Johanntsson, Benno, Dr.-Ing<, Pat.-Anw., Hannover, Alte Döhrener Str.17
Pitsch, Helmut, Dipl.-Ing., Hannover, Ifflandstr. 6A
Ruso, Franz, Ing., Konstanz/Bedensee, Brugierstr. 3
Voigt, Bruno, Backnang, Mozartsti·. 6
Weber-Schäfer, Max, Dr., Hannover, Ifflandstr. 6 A

Claims (1)

  1. RA.423507*20.7.88 /
    S c h u t z'a η s ρ r u. c h
    Fesselballon als Träger der Antenne eines bodenseitigen Radar-
    -»-ätss, dadurch erekezm^eicimet = dass die Antenne im Pessel-
    ballon angeordnet ist.
    Hlnwtisi Di»so Unlerloye (Bescnieibunq und SohuliortSpt.) is), die ^uIeIzI eingereichte, si« v^chl von der Wort· f»s«"g d*r uripfünglich »Vtoreichlen Un^rio-i η of. Κ» r*ihiii-he 4*<(»'iiiinQ cter Abweichung lsi nlcW Qepruit. Dte «spföngllch eiftg(ye:cMr-o Uni-vlv;«'* ίΆ'ΐΊ'ι» am h» li-e Λ··. Itovi. n, V: Ui*:inen )ed«rzeif ohne Haüvxzls r«ch}IIchM tnldrejtes ge'utVirendni oMg«i«iiin wefdM. Auf Aolrcg W^n i.iorv&fi buch FotokopUn oder FlIm-
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009050456A1 (de) * 2009-10-23 2011-04-28 Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Präsidenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Antennen-Tragevorrichtung bzw. Antennen-Tragevorrichtung mit einer geophysikalischen Mess-Antenne

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009050456A1 (de) * 2009-10-23 2011-04-28 Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Präsidenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Antennen-Tragevorrichtung bzw. Antennen-Tragevorrichtung mit einer geophysikalischen Mess-Antenne
DE102009050456B4 (de) * 2009-10-23 2020-11-26 Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Präsidenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Antennen-Tragevorrichtung mit einer geophysikalischen Mess-Antenne

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