DE19939552B4 - Pedalanordnung für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Frontalzusammenstöße von Kraftfahrzeugen führen insbesondere aufgrund der kompakten Bauweise moderne) in den Fußraum der Fahrgastzelle. Hierdurch wird bei herkömmlichen Pedalanordnungen auch die Pedale (1) weiter in den Fußraum verschoben. Um diesem Eindringen der Pedale (1) in den Fußraum entgegenzuwirken, wird erfindungsgemäß eine Pedalanordnung vorgeschlagen, bei der ein Hebel (2) des Pedals (1) an einem Querrohr (6) als zweiarmiger Hebel derart gelagert ist, daß bei einer Verformung der Spritzwand (14) in den freien Fußraum hinein der Hebel) geschwenkt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Pedalanordnung für ein Kraftfahrzeug, insbesondere Brems-, Kupplungs- oder Gaspedalanordnung, mit einem Pedal, welches einen Hebel aufweist, der an einem Querrohr gelagert und an dem eine Trittplatte befestigt ist.
- Eine solche Pedalanordnung ist aus der
DE 28 41 988 C2 bekannt. - Moderne Kraftfahrzeuge verfügen über eine sehr kompakte Bauweise, bei der die Aggregate im Bugbereich des Kraftfahrzeugs entsprechend kompakt angeordnet sind. Bei einem Frontalaufprall, der häufig nur mit einer geringen Überdeckung mit dem Fahrzeug des Unfallgegners stattfindet, werden auch die im Bugbereich des Fahrzeuges angeordneten Aggregate mit nach hinten geschoben und führen so zu einer Verformung einer Spritzwand zwischen dem Motorraum und der Fahrgastzelle des Fahrzeuges. Dieses wiederum bewirkt bei herkömmlicher Pedalanordnung ein Hereinschwenken der Pedale in den Fußraum auf den Fahrer zu. Der Überlebensraum im Fußbereich des Fahrers wird hierdurch zusätzlich verkleinert, was zur erheblich schwereren Verletzungen führt. Es sind deshalb bei modernen Kraftfahrzeugen Maßnahmen zu treffen, die dieser Bewegung der Pedale im Falle eines Verkehrsunfalls, insbesondere eines Frontalzusammenpralls, entgegenwirken. Hierzu bietet die
DE 28 41 988 C2 eine erste Lösung an. Wie allgemein üblich, ist der Hauptbremszylinder an der Spritzwand befestigt. Oberhalb des Hauptbremszylinders befindet sich eine Sollbruchstelle, während unterhalb des Bremszylinders eine feste, aber biegbare Verbindung besteht. Der Hauptbremszylinder ist so angeordnet, daß er bei einem Frontalzusammenprall infolge eines Zurückschiebens eines Dornes für ein Federbein der Vorderradlagerung nach hinten gedrückt wird. Hierdurch reißt die Sollbruchstelle und der Hauptbremszylinder wird nach oben geschwenkt. Hierdurch werden die an der Spritzwand gelagerten Pedale nach vorne, vom Fahrer weg geschwenkt. Der Überlebensraum im Fußbereich wird durch diese Maßnahme vergrößert, zumindest wird einer Verkleinerung wirksam entgegengewirkt. - Durch die Maßnahme nach der
DE 28 41 988 C2 wird bewußt eine zusätzliche Beschädigung der Spritzwand in Kauf genommen. Selbst bei einem Frontalzusammenstoß mit einer derart geringen Geschwindigkeit, daß normalerweise keine Verformung und damit Beschädigung der Spritzwand aufgetreten wäre, wird diese durch die Maßnahme nach dem Stand der Technik beschädigt. Dieses führt zu einem erhöhten Reparaturaufwand und damit zu erhöhten Reparaturkosten. - Die
DE 44 09 285 A1 offenbart des Weiteren ein Sicherheitsfußhebelwerk für ein Kraftfahrzeug, mit einem der schwenkbaren Anlenkung mindestens eines auf eine Druckstange einwirkenden Pedals dienenden Lagerbock, der an einem sich bei einer Frontalkollision des Fahrzeugs spürbar in den Fahrgastraum hinein verformenden Wandbereich der Spritz- oder Querwand des Fahrzeugs befestigt ist. Das schwenkbar auf der zumindest annähernd horizontalen Pedalachse gelagerte Pedal ist nicht direkt, sondern unter Zwischenschaltung eines vorzugsweise auf derselben Pedalachse schwenkbar gelagerten benachbarten Schlepphebels, der seinerseits schwenkschlüssig mit dem Pedal gekoppelt ist, wobei die schwenkschlüssige Kopplung des Pedals mit dem Schlepphebel bei einer kollisionsbedingten Relativbewegung zwischen Lagerbock und karosseriefestem Querträger selbsttätig lösbar ist, mit der Druckstange verbunden. - Schließlich ist aus der
DE 197 06 692 C1 eine Pedalanordung in einem Fußraum eines Kraftfahrzeugs bekannt, dessen wenigstens eines Pedal einen über die Schwenkachse zu einer gegenüberliegenden Seite abragenden Hebelfortsatz aufweist, an dem eine formstabile und in Fahrzeuglängsrichtung ausgerichtete Übertragungsstange kraftübertragend angelenkt ist, die mit einer Fahrzeugfunktionseinheit in Wirkverbindung steht. - Hiervon ausgehend liegt der Erfindung das Problem zugrunde, eine zu oben aufgezeigten Lösungen alternative Pedalanordnung zu schaffen, bei der die Pedale im Falle eines Frontalzusammenstoßes vom Fahrer weg, zur Spritzwand hin geschwenkt wird, sobald infolge eines Frontalzusammenstoßes eine Verkleinerung des Fußraumes durch Verformung der Spritzwand zu befürchten ist.
- Ausgehend von einer Pedalanordnung für ein Kraftfahrzeug, insbesondere Brems-, Kupplungs- oder Gaspedalanordnung, mit einem Pedal, welches einen Hebel aufweist, der an einem Querrohr gelagert und an dem eine Trittplatte befestigt ist, wobei der Hebel als zweiarmiger Hebel ausgebildet und derart am Querrohr gelagert ist, daß bei einer Verformung einer Spritzwand in einen freien Fußraum hinein der Hebel mit der Trittplatte zur Spritzwand geschwenkt wird, wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß der zweiarmige Hebel über ein an seinem der Trittplatte gegenüberliegenden Ende angeordnetes Gelenk mit einer Zugstange verbunden ist, welche ihrerseits an einem ebenfalls am Querrohr gelenkig gelagerten einarmigen Betätigungshebel angreift, der seinerseits an seinem freien Ende über ein weiteres Gelenk mit einer Druckstange verbunden ist, wobei das weitere Gelenk in Ruhestellung des Pedals direkt an der Spritzwand anliegt, oder an einem Dorn, der fest an der Spritzwand angebracht ist.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die einzige Figur zeigt eine schematische Darstellung einer Pedalanordnung mit den Erfindungsmerkmalen in Seitenansicht.
- Das Pedal
1 weist einen Hebel2 und eine am Hebel2 befestigte Trittplatte3 auf. Auf die Trittplatte3 tritt der Fahrer zum Betätigen beispielsweise einer Bremse, von der in der einzigen Figur nur der Hauptbremszylinder4 dargestellt ist. - Bei dem Ausführungsbeispiel ist der Hebel
2 über ein Gelenk5 an einem Querrohr6 des Kraftfahrzeugs schwenkbar gelagert. Der Hebel2 ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet und über ein an seinem der Trittplatte3 gegenüberliegenden Ende angeordnetes Gelenk7 mit einer Zugstange8 verbunden. Die Zugstange8 greift ihrerseits an einem Betätigungshebel9 an, der ebenfalls gelenkig (Gelenk10 ) an dem Querrohr6 gelagert ist. An seinem freien Ende ist der Betätigungshebel8 über ein weiteres Gelenk11 mit einer Bremsdruckstange12 verbunden, die den Hauptbremszylinder4 betätigt. - Das Gelenk
11 liegt in Ruhestellung des Pedals1 (nicht betätigtes Brems-, Kupplungs- oder Gaspedal) an einem Dorn13 an, der fest an einer Spritzwand14 angebracht ist. Alternativ kann das Gelenk11 auch direkt an der Spritzwand14 anliegen. Wird nun die Spritzwand14 infolge eines Frontalzusammenstoßes nach hinten, daß heißt gemäß der Darstellung in der einzigen Figur nach rechts auf den Fahrer zu bewegt, wird hierdurch auch das Gelenk11 durch den Dorn13 nach rechts gemäß der Darstellung verschoben. Über den Betätigungshebel9 und die Zugstange8 erfolgt hierdurch auch eine Verschiebung des Gelenks7 nach rechts, wodurch die Trittplatte3 des Pedals gemäß Pfeil15 auf einem Kreisbogen nach unten links verschoben wird. Hierdurch wird das Pedal1 mit seiner Trittplatte3 vom Fahrer weggeschwenkt und vergrößert so den freien Fußraum im Falle eines Frontalzusammenstoßes. Zumindest wird einer Verkleinerung des Fußraumes infolge eines Eindringens der Spritzwand14 in den Fußraum entgegengewirkt. - Bei dem vorgezeigten Ausführungsbeispiel ist der Hauptbremszylinder
4 entgegen der sonst üblichen Richtung nach hinten orientiert. Über geeignete Zwischenhebel kann aber auch hier ein Hebeltrieb vorgesehen werden, bei dem der Hauptbremszylinder4 in der üblichen Weise nach vorne orientiert ist und an der Spritzwand14 angebracht werden kann. -
- 1
- Pedal
- 2
- Hebel
- 3
- Trittplatte
- 4
- Hauptbremszylinder
- 5
- Gelenk
- 6
- Querrohr
- 7
- Gelenk
- 8
- Zugstange
- 9
- Betätigungshebel
- 10
- Gelenk
- 11
- Gelenk
- 12
- Bremsdruckstange
- 13
- Dorn
- 14
- Spritzwand
- 15
- Pfeil
Claims (1)
- Pedalanordnung für ein Kraftfahrzeug, insbesondere Brems-, Kupplungs- oder Gaspedalanordnung, mit einem Pedal (
1 ), welches einen Hebel (2 ) aufweist, der an einem Querrohr (6 ) gelagert und an dem eine Trittplatte (3 ) befestigt ist, wobei der Hebel (2 ) als zweiarmiger Hebel (2 ) ausgebildet und derart am Querrohr (6 ) gelagert ist, dass bei einer Verformung einer Spritzwand (14 ) in einen freien Fußraum hinein der Hebel (2 ) mit der Trittplatte (3 ) zur Spritzwand (14 ) geschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiarmige Hebel (2 ) über ein an seinem der Trittplatte (3 ) gegenüberliegenden Ende angeordnetes Gelenk (7 ) mit einer Zugstange (8 ) verbunden ist, welche ihrerseits an einem ebenfalls am Querrohr (6 ) gelenkig gelagerten einarmigen Betätigungshebel (9 ) angreift, der seinerseits an seinem freien Ende über ein weiteres Gelenk (11 ) mit einer Druckstange (12 ) verbunden ist, wobei das weitere Gelenk (11 ) in Ruhestellung des Pedals (1 ) direkt an der Spritzwand (14 ) anliegt, oder an einem Dorn (13 ), der fest an der Spritzwand (14 ) angebracht ist.
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| DE1999139552 DE19939552B4 (de) | 1999-08-20 | 1999-08-20 | Pedalanordnung für ein Kraftfahrzeug |
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|---|---|
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| DE1999139552 Expired - Fee Related DE19939552B4 (de) | 1999-08-20 | 1999-08-20 | Pedalanordnung für ein Kraftfahrzeug |
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|---|---|---|---|---|
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1999
- 1999-08-20 DE DE1999139552 patent/DE19939552B4/de not_active Expired - Fee Related
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