DE19929969A1 - Holzrahmenbau-Element für Fertighäuser - Google Patents
Holzrahmenbau-Element für FertighäuserInfo
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Abstract
Ein Holzrahmenbauelement (10) zum Aufbau von Fertighäusern umfaßt zwei parallele, mit Abstand zueinander angebrachte Platten (12, 14). Der Zwischenraum zwischen den Platten (12, 14) ist mit einer Anzahl dicht aneinanderliegender Massivholzbalken (18, 20, 22, 24) ausgefüllt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Holzrahmenbau-Element zum Aufbau von Fertighäu
sern, mit zwei parallelen, mit Abstand zueinander angebrachten Platten.
Die bekannten Fertighäusern sind üblicherweise aus Betonplatten oder ver
gleichbaren Baustoffen aufgebaut. Seit einiger Zeit werden auch Holzrahmen
bau-Elemente beim Fertighausbau als Wände eingesetzt, da Holz ein preiswer
ter und flexibel einsetzbarer Baustoff ist, der überdies als natürlicher Baustoff
eine gute Wohnqualität bietet. Ein solches Holzrahmenbau-Element besteht
üblicherweise aus zwei äußeren Platten aus einem Holzwerkstoff wie bei
spielsweise Spanplatten, die durch massive Balken oder Stege voneinander
getrennt sind. Der Zwischenraum zwischen den Platten und den Balken wird
mit Isoliermaterial gefüllt.
Eine solche Wandkonstruktion ist weniger stabil als die herkömmlichen mas
siven Wandelemente. Dies erweist sich beim Verankern von Befestigungsmit
teln zur Verbindung mit angrenzenden Bauteilen als nachteilig. Ferner ist die
geringe Stabilität problematisch, wenn schwere Gegenstände wie Bilder und
insbesondere Hängeschränke an der Wand befestigt werden. Da das Isolier
material sehr weich ist, muß beispielsweise ein Dübel ausschließlich in der
relativ dünnen Platte Halt finden.
Wünschenswert sind daher Holzrahmenbau-Elemente, die in ihren Eigen
schaften den massiven Bauelementen nahekommen. Die bekannten Holz
werkstoffplatten wie etwa Spanplatten sind zwar relativ preiswert, lassen sich
jedoch nicht in der erforderlichen Stärke fertigen, die für ein Holzrahmen
bau-Element notwendig ist. Ein vollständig aus Massivholz gefertigtes Holz
rahmenbau-Element wäre im Vergleich zu den bekannten Holzrahmen
bau-Elementen relativ teuer.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Holzrahmenbau-Element zu schaffen,
das die Vorteile der Massivholzbauweise aufweist, jedoch relativ preiswert
herzustellen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Zwischenraum
zwischen den Platten mit einer Anzahl dicht aneinanderliegender Massivholz
balken ausgefüllt ist.
Ein erfindungsgemäßes Holzrahmenbau-Element verbindet die Vorteile der
kostengünstigen Holzwerkstoffplatten in der gewünschten Weise mit den
bautechnischen Vorteilen von Massivholz. Es handelt sich dabei um einen
Verbund aus einer von den Massivholzbalken gebildeten Kernwand und zwei
Platten aus einem Holzwerkstoff, die die gegenüberliegenden Oberflächen
der Kernwand verdecken. Die Kernwand ist aus einzelnen, etwa quaderförmi
gen Massivholzbalken zusammengesetzt. Diese können von relativ geringer
Holzqualität sein, da die Balken ohnehin im eingesetzten Zustand von den
Platten verdeckt sind, so daß das gesamte Holzrahmenbau-Element ver
gleichsweise kostengünstig herzustellen ist. Es weist keine mit Isoliermateri
al zu füllenden Hohlräume auf und ist stabiler als die bekannten Holzrahmen
bau-Elemente.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die einzelnen Holzrahmen
bau-Elemente durch eine Nut-Feder-Verbindung untereinander verbunden und
werden durch eine solche Verbindung gemeinsam in einer Rahmenkonstruk
tion aus Massivholz gehalten. Es kann sich dabei jeweils um mehrere Nuten
bzw. Federn handeln, die auf den Stirnflächen der Holzrahmenbau-Elemente
bzw. der Rahmenelemente in Längsrichtung zu den Wänden nebeneinander
angeordnet sind. Eine solche mehrfache Nut-Feder-Verbindung gestattet ein
winddichtes Zusammenfügen der einzelnen Holzrahmenbau-Elemente zu den
Wänden eines Fertighauses. Dies spielt insbesondere bei den Außenwänden
eine wichtige Rolle.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Holzrahmenbau-Elemente mit
Nuten versehen, die das Holzrahmenbau-Element entlang seiner schmalen
Stirnflächen auf den vier Seiten vollständig umlaufen. Diese umlaufenden Nu
ten sind einander entsprechend angeordnet, so daß die Nuten zweier be
nachbarter Holzrahmenbau-Elemente in der Einbauposition einander gegenü
berliegen. In diese beiderseitigen Nuten sind Federn eingelegt und auf ge
eignete Weise befestigt, also beispielsweise eingeleimt. Mindestens eine die
ser Federn ist aus Sperrholz gefertigt, während mindestens eine weitere, zur
gleichen Verbindung gehörige Feder aus Massivholz besteht. Beispielsweise
kann eine größere Feder aus Sperrholz gefertigt sein, während zwei beider
seits der großen Feder angeordnete kleinere Federn aus Massivholz herge
stellt sind.
Vorzugsweise sind in den einander zugewandten Oberflächen jeweils zweier
Massivholzbalken Ausfräsungen vorgesehen, die so angebracht sind, daß zwi
schen den Massivholzbalken Kanäle in der Kernwand gebildet werden. Diese
dienen als Kabelkanäle oder zur Anbringung sonstiger Leitungen, wie etwa
Wasserleitungen, Heizungsrohren oder ähnlichem in den durch die Holzrah
menbau-Elemente gebildeten Wänden des Fertighauses.
Vorzugsweise sind in den den Platten zugewandten Oberflächen der Massiv
holzbalken Nuten vorgesehen, die zur Aufnahme von Leim oder Klebstoff die
nen. Werden die Massivholzbalken mit den Platten aus Holzwerkstoff ver
leimt, so kann überschüssiger Leim in die Nuten eintreten, und die Platten
können dicht auf den Massivholzbalken aufliegen. So wird eine zuverlässigere
Verbindung der Massivholzbalken mit den Platten gewährleistet.
Als Material für die äußeren Platten eignen sich insbesondere sogenannte
OSB-Platten. Es handelt sich um gepreßte Platten ähnlich den üblichen Span
platten, jedoch bestehen die OSB-Platten aus relativ großen, flachen Spänen,
die in der Platte geschichtet sind. Die erzielbare Stabilität steht derjenigen
von Sperrholzplatten nahe. Die Abkürzung OSB bedeutet Oriented Strand
Board.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel anhand der Zeich
nung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen waagerechten Teilschnitt durch ein erfin
dungsgemäßes Holzrahmenbau-Element;
Fig. 2 zeigt einen waagerechten Teilschnitt durch ein mit ei
nem Pfosten verbundenes Holzrahmenbau-Element;
Fig. 3 zeigt einen waagerechten Teilschnitt durch zwei mit
einander verbundene Holzrahmenbau-Elemente.
Das in Fig. 1 dargestellte Holzrahmenbau-Element 10 ist entsprechend seiner
aufrechten Einbauposition dargestellt, d. h. es handelt sich in dieser Darstel
lung um einen waagerechten Schnitt. Das Holzrahmenbau-Element 10 umfaßt
zwei Platten 12, 14 aus einem Holzwerkstoff und eine zwischen den Platten
12, 14 angeordnete Kernwand 16. Die Kernwand 16 ist zusammengesetzt aus
senkrecht nebeneinander angeordneten Massivholzbalken 18, 20, 22, 24, die
in Fig. 1 im Querschnitt zu sehen sind. Das Holzrahmenbau-Element 10 ist in
Fig. 1 unterbrochen dargestellt, so daß sich an den oberen und unteren Be
reich von Fig. 1 weitere Massivholzbalken innerhalb eines Elements 10 an
schließen können.
In zwei jeweils benachbarten Massivholzbalken 18, 20 sowie 22, 24 sind an ih
ren einander zugewandten Flächen 26, 28 bzw. 30, 32 halbkreisförmige Rin
nen 34, 36 bzw. 38, 40 ausgefräst, die so paarweise gegeneinanderliegen, daß
die Rinnen 34, 36 bzw. 38, 40 jeweils einen Kabelkanal 42, 44 mit kreisförmi
gem Querschnitt bilden. Die beiden in Fig. 1 gezeigten Kabelkanäle 42, 44 ste
hen beispielhaft für weitere, im nicht dargestellten Bereich des Holzrahmen
bau-Elementes 10 angeordnete Kabelkanale.
Die seitlichen Auflageflächen der Massivholzbalken 18, 20, 22, 24 sind mit ein
gefrästen Nuten mit rechteckigem Querschnitt versehen, die insgesamt mit
46 bezeichnet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind jeweils zwei
der Nuten 46 auf einer Seite eines Massivholzbalkens 18, 20, 22, 24 in Längs
richtung des Balkens angeordnet, während auf der gegenüberliegenden Seite
jeweils eine Nut 46 angeordnet ist. Diese Nuten 46 sind zumindest teilweise
mit Leim gefüllt, der beim Anpressen der Platten 12, 14 an die Massivholzbal
ken 18, 20, 22, 24 in die Nuten 46 eintritt.
In Fig. 2 ist der Randbereich des in Fig. 1 dargestellten Holzrahmenbau-Ele
mentes 10 gezeigt. Das Holzrahmenbau-Element 10 ist mit einem Pfosten 48
verbunden, dessen Breite der Stärke des Holzrahmenbau-Elementes 10 ent
spricht, so daß die seitlichen Oberflächen des Holzrahmenbau-Elementes 10
und des Pfostens 48 miteinander fluchten.
Neben den bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Elementen,
wie insbesondere den Kabelkanälen 44 und den Nuten 46, ist das Holzrah
menbau-Element 10 mit drei weiteren Nuten 50, 52, 54 versehen, die einen
etwa rechteckigen Querschnitt aufweisen und in der Stirnfläche des Holzrah
menbau-Elementes 10 vorgesehen sind. Ebenso wie die in den seitlichen
Oberflächen der Massivholzbalken 18, 20, 22, 24 vorgesehenen Nuten 46 ver
laufen auch die Nuten 50, 52, 54 in Längsrichtung der Massivholzbalken 24
und sind in Fig. 2 im Querschnitt zu erkennen.
Von den drei Nuten 50, 52, 54 ist eine große Nut 52 etwa mittig auf der unte
ren Stirnfläche des Holzrahmenbau-Elementes 10 angeordnet, während zwei
gleich große, kleine Nuten 50, 54 zu beiden Seiten der großen Nut 52 parallel
verlaufen. Der Pfosten 48 weist auf seiner dem Holzrahmenbau-Element 10
zugewandten Oberfläche eine große Feder 56 sowie zwei kleinere, zu beiden
Seiten der großen Feder parallel verlaufende Federn 58, 60 auf. Diese Federn
56, 58, 60 entsprechen in ihrer Form und Größe den jeweiligen Nuten
50, 52, 54 und werden beim Einbau in diese eingefügt so daß die so gebildete
dreifache Nut-Feder-Verbindung das Holzrahmenbau-Element 10 gegenüber
seitlichen Verschiebungen am Pfosten 48 sichert und einen winddichten An
schluß gewährleistet.
Um einen festen Halt der Federn 56, 58, 60 in den Nuten 50, 52, 54 zu ge
währleisten, werden die Federn 56, 58, 60 in den Nuten 50, 52, 54 verleimt
und geben mit diesen eine nicht lösbare Verbindung ein. Der Leim kann
eventuell verbleibende Zwischenräume zwischen den Federn 56, 58, 60 und
den Nuten 50, 52, 54 ausfüllen.
In Fig. 3 ist dargestellt, wie ein Holzrahmenbau-Element 10, wie es bereits
im Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 beschrieben wurde, mit einem
weiteren Holzrahmenbau-Element 62 verbunden werden kann. Die hier ge
wählte Schnittebene entspricht derjenigen von Fig. 1 und 2.
Das Holzrahmenbau-Element 62 ist in gleicher Weise wie das Holzrahmen
bau-Element 10 aufgebaut, weshalb hier auf eine weitere Beschreibung der
Einzelheiten verzichtet werden soll. Das Holzrahmenbau-Element 10 ist an
der Stirnfläche, die mit dem Holzrahmenbau-Element 62 zusammengefügt
wird, in gleicher Weise mit Nuten 64, 66, 68 versehen, die in ihrer Form und
Lage den in Fig. 3 nicht sichtbaren Nuten 50, 52, 54 entsprechen, die zur Auf
nahme der Federn 56, 58, 60 des Pfostens 48 vorgesehen sind.
Das zweite Holzrahmenbau-Element 62 ist in gleicher Weise mit Nuten
70, 72, 74, versehen, die in gleicher Weise wie die im Holzrahmenbau-Ele
ment 10 vorgesehenen Nuten 64, 66, 68 ausgebildet sind und in der in Fig. 3
dargestellten Montageposition zu diesen spiegelsymmetrisch angeordnet
sind. Die im Holzrahmenbau-Element 10 vorgesehene große Nut 66 bildet auf
diese Weise gemeinsam mit der im zweiten Holzrahmenbau-Element 62 vor
gesehenen großen Nut 72 einen schmalen, rechteckigen Kanal entlang der
beiden Holzrahmenbau-Elemente 10, 62, in den eine diesen Kanal ausfüllende
große Feder 76 eingeleimt ist.
In gleicher Weise bilden jeweils die kleinen Nuten 64, 70 sowie 68, 74 zwei
weitere, zu beiden Seiten des großen Kanals parallel verlaufende, kleine Ka
näle, in die jeweils entsprechende kleinere Federn 78, 80 auf die gleiche
Weise eingeleimt sind.
Die große Feder 76 ist aus Sperrholz gefertigt, während die kleineren Federn
78, 80 aus Massivholz bestehen. Die Federn 76, 78, 80 sind quer zu den aufein
ander aufliegenden Stirnflächen der Holzbauelemente 10, 62 gerichtet und
dichten die Verbindungsstelle luftdicht ab.
Die Verwendung von getrennten Federn in Verbindung mit den um die ge
samten Elemente 10 umlaufenden Nuten 50, 52, 54 ermöglicht es, die Ele
mente 10 in allen Richtungen beliebig zusammenzusetzen. Selbst wenn Ele
mente im Einzelfall gekürzt werden müssen, bietet die aus Massivholzbalken
bestehende Kernschicht die Möglichkeit durch Einfräsen der Nuten in die
freiliegenden Balken die erfindungsgemäße Verbindung der Elemente zu ver
wirklichen.
Claims (6)
1. Holzrahmenbau-Element (10) zum Aufbau von Fertighäusern, mit zwei pa
rallelen, mit Abstand zueinander angebrachten Platten (12, 14), dadurch ge
kennzeichnet, daß der Zwischenraum zwischen den Platten (12, 14) mit ei
ner Anzahl dicht aneinanderliegender Massivholzbalken (18, 20, 22, 24) ausge
füllt ist.
2. Holzrahmenbau-Element (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Holzrahmenbau-Element (10) durch eine Nut-Feder-Verbindung
mit weiteren Holzrahmenbau-Elementen (62) und/oder einer Rahmenkon
struktion (48) aus Massivholz zu verbinden ist.
3. Holzrahmenbau-Element (10) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Nut-Feder-Verbindung Nuten (50, 52, 54; 70, 72, 74; 64, 66, 68),
die das Holzrahmenbau-Element (10, 62) entlang seiner schmalen Stirnflä
chen umlaufen, und in den Nuten (50, 68) befestigte Federn (76, 78, 80) um
faßt.
4. Holzrahmenbau-Element (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß durch Ausfräsungen in den einander zuge
wandten Oberflächen jeweils zweier benachbarter Massivholzbalken
(18, 20, 22, 24) innerhalb eines Elements (10) Kanäle (42, 44) gebildet wer
den.
5. Holzrahmenbau-Element (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß in den den Platten (12, 14) zugewandten
Oberflächen der Massivholzbalken (18, 20, 22, 24) Nuten (46) zur Aufnahme
von Leim oder Klebstoff vorgesehen sind.
6. Holzrahmenbau-Element (10) nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Platten (12, 14) OSB-Platten
sind.
Priority Applications (1)
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