DE19829751A1 - Trennwand - Google Patents

Trennwand

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Abstract

Vorgeschlagen wird eine Trennwand, insbesondere für den Einsatz im Krankenhausbereich, bestehend aus aneinander grenzenden Elementen, die durch einen Rahmen aus Metall und daran befestigten Ausfachungen gebildet sind, wobei zumindest eine Seite des Rahmens aus U-Profilen mit an beiden äußeren Enden der Flanken nach innen gebördeltem Rand bestehen und die Ausfachungen mit ihrem Rand an der Basis und/oder an den Borden des U-Profils befestigt sind.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Trennwand, ins­ besondere für den Einsatz im Krankenhausbereich, bestehend aus aneinander grenzenden Elementen, die durch einen Rahmen aus Metall und daran befestigten Ausfachungen gebildet sind.
In größeren Gebäuden, auch in Krankenhäusern, wer­ den Trennwände eingesetzt, um großflächige Räume aufzuteilen. Solche Wände sollen teilweise durch­ sichtig sein, teilweise Sichtschutz bilden. Weitere geförderte Eigenschaften sind Schallschutz, Rammfe­ stigkeit, Rauchdichtigkeit und Feuerbeständigkeit sowie eine gewisse Wärmeisolation. Häufig sind in Trennwänden auch Leitungen, insbesondere für Was­ ser, Strom oder Gase untergebracht, und an den Au­ ßenseiten solcher Wände ist die Anbringung von Ein­ richtungsgegenständen erwünscht. Trennwände für diesen Zweck bestehen zumeist aus Elementen mit Rahmen aus Metall, zwischen denen Ausfachungen an­ gebracht sind. Die Rahmen sind in der Regel als Quadrat- oder Rechteckrohre ausgebildet. Ein Nach­ teil dieser Konstruktion ist jedoch, daß das Innere solcher Rahmen für das Einbringen von Leitungen, Befestigungselementen oder Füllungen für Wärmeiso­ lation oder Feuerfestigkeit schwer zugänglich ist. Außerdem bilden solche Rohre jeweils Schall- und Wärmebrücken. Bekannte Rahmen enthalten zwar zum Teil bereits feuerhemmende Materialien, jedoch ist in solchen Fällen die Einbringung von Versorgungs­ leitungen erschwert, und das Gewicht der Rahmen ist zudem aufgrund des eingebrachten Materials erhöht.
Die Erfindung hat sich dem gegenüber die Aufgabe gestellt, Trennwände zu schaffen, die variabel her­ stellbar sind und die beschriebenen Nachteile nicht haben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest eine Seite des Rahmens aus U-Profilen mit an beiden äußeren Enden der Flanken nach innen gebördeltem Rand bestehen und die Ausfachungen mit ihrem Rand an der Basis und/oder an den Borden des U-Profils befestigt sind.
Weitere mögliche Eigenschaften ergeben sich aus speziellen Ausgestaltungen der Erfindung. An der Basis oder an den Borden eines U-Profils sind zu­ meist zwei plattenförmige Ausfachungen parallel und im Abstand zueinander angebracht. Auch die Anbrin­ gung nur einer gegebenenfalls breiteren Ausfachung ist denkbar. Im Falle zweier Ausfachungen kann der Zwischenraum beispielsweise durch brandhemmendes oder isolierendes Material gefüllt sein. Profile verlaufen ohne Einschränkung der Allgemeinheit sowohl waagerecht, als auch senkrecht, können aber in Spezialfällen ausschließlich waagerecht oder senkrecht angebracht sein. Zwischen den Profilen befinden sich Ausfachungen, die je nach Wunsch durchsichtig oder undurchsichtig sein können.
Bei der erfindungsgemäßen Trennwand werden Ausfa­ chungen vorzugsweise an den Borden angebracht. Im Gegensatz zu Quadrat- oder Rechteckrohren sind die U-Profile dann von den Ausfachungen her zugänglich und haben dennoch eine annähernd vergleichbare Sta­ bilität, bilden aber im Gegensatz zu Rohren nur eine Schall- und Wärmebrücke zwischen den beiden Seiten der Trennwand. Auch die Ansicht der Rahmen­ profile kann im Vergleich zu Rechteckrohren relativ schmal gestaltet werden, so daß die Trennwand op­ tisch ansprechend gestaltet ist.
Gebräuchliche Materialien, die auch in der erfin­ dungsgemäßen Trennwand Einsatz finden sollen, sind Stahl, das relativ preiswert und dabei stabil ist, Edelstahl oder auch Aluminium, das sich durch die geringe spezifischen Masse auszeichnet. Die Propor­ tionen der U-Profile sollten möglichst so gewählt sein, daß das Verhältnis zwischen der nach dem Bör­ deln verbleibenden Flankenlänge und der Basis etwa 1 zu 5 beträgt. Bei derartigen Verhältnissen ist bei schmaler Ansicht eine hohe Stabilität erreich­ bar. Ausfachungen sollten an den U-Profilen mög­ lichst flächenbündig angebracht werden, d. h. der­ art, daß die äußere Seite der Ausfachungen eine Ebene mit den Außenseiten der Flanken bilden, und das Fehlen von Kanten an diesen Stellen die Verlet­ zungsgefahr verringert. Auch das Reinigen von Wän­ den mit flächenbündig angebrachten Ausfachungen wird unproblematischer, so daß die hygienische An­ forderungen insbesondere im Krankenhaus leichter zu erfüllen sind.
Eine gegen Rammung stabile Anbringung von Ausfa­ chungen ist über Winkel möglich, die gegebenenfalls über Schrauben an den U-Profilen befestigt oder daran festgeschweißt sind. Vorteilhaft ist auch hier die gute Zugänglichkeit des Inneren eines U- Profils im Vergleich zu Quadrat- oder Rechteckroh­ ren. Es ist einfach, Befestigungselemente wie Mut­ tern oder Schrauben im Inneren solcher Rahmenbe­ standteile unterzubringen. Auf diesem Wege, aber auch mit anderen Befestigungsmethoden, lassen sich Einrichtungsgegenstände, insbesondere Bretter zur Ablage oder Halterungen für Gegenstände, an den Flanken der U-Profile anbringen. Auch Dämmstoffe sind beim Zusammenbau gezielt in die U-Profile, und eventuell auch in das Innere der Ausfachungen, ein­ bringbar. Die Unterbringungen für Leitungen, insbe­ sondere für Wasser, Strom oder Gase in den Rahmen­ elementen ist durch die Verwendung von U-Profilen ebenfalls leicht möglich. Dämmaterial kann gegebe­ nenfalls noch nach Anbringung der Leitungen in den verbleibenden Raum des U-Profils eingeführt werden. Alternativ oder ergänzend lassen sich Leitungen auch im Inneren der Ausfachungen unterbringen.
Trennwände sollen, wie bereits erwähnt, je nach Einsatzbereich durchsichtig sein oder Sichtschutz bieten. Teilweise ist an im übrigen durchsichtigen Wänden ein zeitweiliger Sichtschutz erwünscht. In solchen Fällen ist ein ausfahrbarer Sichtschutz hilfreich, der bei Krankenhausanwendung möglichst in die Trennwand integriert sein sollte, um keine für Reinigung schwer zugänglichen Stellen zu bil­ den. Solche Abschirmungen lassen sich in Ausfachun­ gen oder dann, wenn sie als Rollo gebildet sind, in entsprechend dimensionierten U-Profilen unterbrin­ gen, aus denen sie durch die stirnseitige Öffnung ausgefahren werden können. Derart angebrachte Rol­ los beeinträchtigen das optische Erscheinungsbild einer Trennwand kaum.
Eine Schwachstelle der Erfindung kann die Verbin­ dung zwischen Basis und Flanke des U-Profils sein. Die Größe des Winkels, der durch Basis und Flanke als Schenkel gebildet ist, läßt sich relativ leicht unter Krafteinwirkung auf Ausfachungen verändern, was sich negativ auf die Stabilität der Trennwand auswirken kann. Es ist jedoch möglich, zur Fixie­ rung des vorgenannten Winkels die Flanken gegen die Basis abzustützen.
Ein Rahmen kann aus einem, oder aus mehreren U-Pro­ filen zusammengesetzt sein. Am Rand des äußeren Elements wird in der Regel nur ein U-Profil einge­ setzt, das dann über die Basis mit Wand, Decke oder Boden verbunden ist. Zwischen zwei Elementen, ist vorgesehen, zwei U-Profile über deren jeweilige Ba­ sis zu verbinden. Die Ausfachungen lassen sich dann an den Borden der so verbundenen U-Profile anbrin­ gen.
Eine höhere Stabilität des Rahmens läßt sich errei­ chen, wenn die Basis eines U-Profils an den Borden eines anderen U-Profils befestigt wird, was aller­ dings auch eine breitere Ansicht des Rahmens zur Folge hat.
Auch die Verbindung zweier aufeinander zu ausge­ richteten U-Profile über die Borde ist sinnvoll, insbesondere deshalb, weil derart zusammengefügte U-Profile einen relativ großen zusammenhängenden Zwischenraum bilden, in dem sich Versorgungsleitun­ gen unterbringen lassen. In solchen Fällen werden die Ausfachungen entweder an den Basen der U-Pro­ file befestigt oder an zusätzlichen U-Profilen, die wiederum über eine Basis-Basis-Verbindung an einem der über die Borde verbundenen U-Profile befestigt sind.
Häufig, insbesondere, wenn sie aus Gründen des Feu­ erschutzes angebracht sind, sollen Trennwände im Brandfall einen Bereich des Raumes hermetisch ab­ schließen. Um dennoch die Zugänglichkeit zu gewähr­ leisten, ist die Einbringung von Türen und/oder Fenstern erwünscht. Hierzu sollen an der Trennwand Fenster- oder Türrahmen befestigt werden.
Bereits aus dem bisher Beschriebenen ergibt sich ein relativ weites Anwendungsgebiet und eine hohe Flexibilität für den Einsatz von U-Profilen beim Bau von Trennwänden. Ein weiterer Vorteil jedoch ist, daß sich U-Profile im Gegensatz zu Rohren leicht durch Biegen von Blechplatten herstellen lassen. Die Rahmen müssen dann nicht eigens vor dem Aufbau der Trennwand maßgerecht bestellt werden, sondern lassen sich erst kurz vor Zusammenbau aus Blechplatten herstellen. Der Planungsaufwand für die Erstellung einer Trennwand ist dann deutlich geringer.
Im folgenden wird anhand von zwei Figuren, die in prinzipienhafter Darstellung gehalten sind, die er­ findungsgemäße Trennwand beschrieben. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein U-Profil und
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine erfindungsge­ mäße Trennwand mit mehreren U-Profilen.
Fig. 1 stellt ein U-Profil dar, bestehend aus ei­ ner Basis (2), von der aus an beiden Seiten eine Flanke (3) ausgeht, von der aus wiederum jeweils ein Bord (4) nach innen zur Symmetrieebene weist. Durch Basis (2), Flanken (3) und Borde (4) sowie die Stirnseite (5) wird der Innenraum (8) einge­ schlossen.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine Trenn­ wand mit U-Profilen (1). An den Borden (4) sind je­ weils über Winkel (7) Ausfachungen (6), gebildet durch zwei voneinander beabstandete, parallele Platten, befestigt. Das eine U-Profil (1) endet als Randprofil. Die anderen U-Profile (1) sind als Zwi­ schenrahmen basisseitig miteinander verbunden.

Claims (18)

1. Trennwand, insbesondere für den Einsatz im Kran­ kenhausbereich, bestehend aus aneinander grenzenden Elementen, die durch einen Rahmen aus Metall und daran befestigten Ausfachungen gebildet sind, da­ durch gekennzeichnet, daß zumindest eine Seite des Rahmens aus U-Profilen (1) mit an beiden äußeren Enden der Flanken (3) nach innen gebördeltem Rand bestehen und die Ausfachungen mit ihrem Rand an der Basis (2) und/oder an den Borden (4) des U-Profils (1) befestigt sind.
2. Trennwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Ausfachungen (6) aus beabstandeten, parallel zueinander verlaufenden Platten bestehen, die jeweils mit der Basis (2) oder einem Bord (4) des U-Profils (1) verbunden sind.
3. Trennwand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Länge der Basis (2) etwa dem fünffachen der Länge einer der Flanken (3) ent­ spricht.
4. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß Ausfachungen (6) flächenbündig an U-Profilen (1) befestigt sind.
5. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß Ausfachungen (6) über Winkel (7) an den U-Profilen befestigt sind.
6. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren von U- Profilen (1) und/oder Ausfachungen (6) Befesti­ gungselemente, insbesondere Schrauben oder Muttern angebracht sind.
7. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß an Flanken (3) von U-Profilen (1) und/oder an Ausfachungen (6) Ein­ richtungsgegenstände befestigt sind.
8. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß U-Profile (1) und/oder Hohlräume in den Ausfachungen (6) zumin­ dest teilweise mit Dämmstoff gefüllt sind.
9. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß in U-Profilen (1) und/oder im Inneren von Ausfachungen (6) Leitungen, insbesondere für Wasser, Strom oder Gase, unterge­ bracht sind.
10. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausfachungen (6) zumindest teilweise aus durchsichtigem Material gebildet sind.
11. Trennwand Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in U-Profilen (1) und/oder im Inneren von Aus­ fachungen (6) ausfahrbare optische Abschirmungen, insbesondere Rollos untergebracht sind.
12. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß Flanken (3) von U- Profilen (1) gegen die jeweilige Basis (2) abge­ stützt sind.
13. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß U-Profile (1) ba­ sisseitig aneinander befestigt sind.
14. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis (2) ei­ nes U-Profils (1) an den Borden (4) eines anderen U-Profils (1) befestigt ist.
15. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß U-Profile (1) über die Borde (4) aneinander befestigt sind.
16. Trennwand nach Anspruch 15, dadurch gekenn­ zeichnet, daß in dem durch die verbundenen U-Pro­ file (1) eingeschlossenen Hohlraum eine Versor­ gungsleitung untergebracht ist.
17. Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Tür- und/oder Fensterrahmen zur Einbringung einer Tür und/oder eines Fensters angebracht ist.
18. Verfahren zur Herstellung einer Trennwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die U-Profile (1) aus Blechplatten gebogen werden.
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