DE19829330A1 - Verfahren zur Herstellung von Halbzeugen aus Glas bzw. geschäumten oder porösen Gläsern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Halbzeugen aus Glas bzw. geschäumten oder porösen Gläsern

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Halbzeugen mit großen Breiten/ Dicken-Verhältnissen wie z. B. Tafeln usw. aus Glas bzw. geschäumten oder porösen Gläsern.
In den konventionellen Verfahren wird durch einen Walzprozeß in bekannter Weise ein Glas­ band hergestellt.
So wird bei der Glasherstellung nach dem Fourcault-Verfahren das zähflüssige Glas durch eine Schlitzdüse aus Schamotte und durch zahlreiche asbestbeschichtete Walzenpaare senkrecht durch einen Kühlschacht von 5 bis 12 m Höhe abgezogen.
Für das Pittsburgh-Verfahren ist der im Glasbad vorhandene Ziehbalken aus feuerfesten Werkstoffen charakteristisch.
Das Libbey-Owens-Verfahren ist ein Flachglasziehverfahren ohne Düse senkrecht nach oben mit Ablenkung des Glasbandes um 90 in die Horizontale.
Bei dem bekannten Floatglasverfahren wird die Glasschmelze über einen Lippenstein zu ei­ nem Zinnbad geführt.
Analog dem o.g. konventionellen Verfahren wird in der Offenlegungsschrift 22 41 058 die Herstellung von porösem Plattenmaterial durch Auswalzen von geschäumten Glas beschrie­ ben.
Aufgabe der Erfindung ist es, Glas oder das zu verschäumende bzw. geschäumte Glas in flächige Formen zu überführen.
Erfindungsgemäß wird das Verfahren so ausgeführt, daß das unter Druck stehende Glas bzw. das zu verschäumende Glasmaterial durch ein Breitschlitzwerkzeug bzw. eine Flachdüse gedrückt wird. Dabei formen Breitschlitzwerkzeuge bzw. Flachdüsen den Schmelzestrang zu einer rechteckigen ebenen Schmelzebahn um.
Die Verteilung der Schmelze wird dabei durch einen Verteilerkanal und durch ein anschließendes Drosselfeld - auch Insel oder Damm genannt - vorgenommen.
Das Glas oder die zu verschäumenden bzw. geschäumten Glasmaterialien treten zentral in das Werkzeug ein und werden nach beiden Seiten zu einer ebenen, flächigen Bahn symmetrisch verteilt.
Unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften und Betriebsparameter wird eine entsprechende rheologische Auslegung der Fließkanalgeometrie vorgenommen, um einen möglichst gleichmäßigen Schmelzeaustrift über der Werkzeugbreite zu erhalten. Dabei wird die Fließkanalgeometrie dem vorhandenen Druck, der Viskosität, der Temperatur, dem vorhandenen Treibmittel usw. und damit der verwendeten Glasart bzw. dem zu verschäumenden oder geschäumten Glas angepaßt.
Die bei Betrieb der Werkzeuge auftretenden Durchflußunterschiede werden durch an den Werkzeugen vorhandene Korrekturmöglichkeiten ausgeglichen.
Einige dieser verfahrensbeinflussenden Variablen werden nachfolgend beschrieben.
Die Beeinflussung der Durchflußunterschiede wird vorzugsweise über eine Verformung der Lippe mittels Druckschrauben realisiert, wobei dies konstruktiv durch eine Materialabschwä­ chung und damit einer Sollbiegestelle erreicht wird.
Die Lippenrückstellung wird durch die Elastizität des Lippenmaterials und den Schmelze­ druck bewirkt.
Eine weiter Gestaltung sieht vor, einen Staubalken einzusetzen, um eine gleichmäßige Verteilung der Glasschmelze oder des geschäumten Glases zu erzielen. Zusätzlich können ebenfalls verstellbare Lippen für die Feinkorrektur eingesetzt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, über die Veränderung des Werkzeugtemperaturpro­ fils einen Einfluß auf die Schmelzeverteilung zu nehmen.
Während die Glasschmelze oder das Geschäumte Glas das Breitschlitzwerkzeug meist horizontal verläßt, kann je nach Viskosität, Temperatur, Verschäumungsgrad etc. die Glasschmelze oder das geschäumte Glas schräg oder auch senkrecht nach unten oder nach oben abführen und über Walzenpaare erstarren werden.
Durch Beeinflussung der Geschwindigkeit der Walzenpaare sowie dem Abstand der Walzen läßt sich gleichzeitig die Dicke der Glasstärke korrigieren.
In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens kann die Glasschmelze oder das ge­ schäumte Glas schräg oder auch senkrecht über ein Metallbad ausgetragen werden.

Claims (5)

1. Verfahren zur Herstellung von Halbzeugen aus Glas bzw. geschäumten oder porösen Glä­ sern, dadurch gekennzeichnet, daß das unter Druck stehende Glas bzw. das zu verschäumende Glasmaterial durch ein Breitschlitzwerkzeug bzw. eine Flachdüse gedrückt wird und dabei das Werkzeug den Schmelzestrang zu einer rechteckigen ebenen Schmelzebahn umformt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilung der Schmelze durch einen Verteilerkanal und durch ein anschließendes Drosselfeld vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Glas oder die zu verschäumenden bzw. geschäumten Glasmaterialien zentral in das Werkzeug eintreten und nach beiden Seiten zu einer ebenen, flächigen Bahn symmetrisch verteilt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine rheologische Auslegung der Fließkanalgeometrie vorgenommen wird, um einen möglichst gleichmäßigen Schmelzeaustritt über der Werkzeugbreite zu erhalten.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fließkanalgeometrie dem vorhandenen Druck, der Viskosität, der Temperatur, dem vorhandenen Treibmittel usw. und damit der verwendeten Glasart bzw. dem zu verschäumenden oder geschäumten Glas an­ gepaßt wird.
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DE19824096A1 (de) * 1998-05-29 1999-12-02 Abs Gmbh Verfahren zur Herstellung von entspannten Formteilen aus geschäumten oder porösen Gläsern

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