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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Vermeidung von Schlackeinfiltrationen
mit einem auf dem Stahlbad schwimmenden Schwimmkegel aus Feuerfestmaterial
und einem Führungsstab,
der den Schwimmkegel beidseitig überragend
ausgebildet ist, wovon das obere Stabende zum Anschlagen der Setzstange
und das untere, bis in das Abstichloch des Konverters oder des Auslauflochs
reichende Stabende als Führung
dient.
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Schwimmverschlüsse oder
auch als Schwimmkegel bezeichnete Vorrichtungen zur Vermeidung von
Schlackeinfiltrationen sind seit langem bekannt. Ein Schwimmerverschluss
mit austauschbarer Führungsstange
bzw. einem Führungsstab
ist aus der
DE-OS 44 20 869 bekannt.
Der Schwimmkegel, der auf dem Stahlbad aufschwimmt und die Schlacke
daran hindern soll durch das Abstichloch abzuströmen, besteht aus Beton oder ähnlichem Feuerfestmaterial,
wobei zur Vereinfachung insbesondere des Transportes der Führungsstab
aus dem Schwimmkegel herausnehmbar ausgebildet ist. Schwimmkegel
und Führungsstab
sind über
eine Art Bajonettverschluss lösbar
miteinander verbunden. Das Gewicht des Schwimmkegels ist deutlich
größer als
das der Schlacke aber kleiner als das des Stahls. Auf diese Weise
sinkt er durch die Schlacke und schwimmt auf dem flüssigen Stahlbad
auf. Durch die besondere Formgebung ist er in der Lage, beim Entleeren
des Konverters die Schlacke in der Konvertermündung zurückzuhalten, während der
Stahl unter ihm durch das Abstichloch abfließen kann. Der Schwimmverschluss
mit seinem Führungsstab
wird über
eine Setzstange so auf das Stahlbad abgesenkt, dass der Führungsstab
in das Abstichloch greift, sodass der Schwimmverschluss bzw. der
Schwimmkegel das Abstichloch dann zwangsweise verschließt, wenn
die gesamte erschmolzene Stahlmenge durch das Abstichloch abgeflossen
ist. Die beim Kippen des Konverters vorhandene kinetische Energie
verwandelt sich während
des Kipp- und Abstichvorganges in einen Strudel, sodass trotz des
aufsitzenden Schwimmverschlusses eine teilweise beträchtliche Menge
an Schlacke von der Badoberfläche
mit in den abgestochenen Stahl gezogen wird. Dieser Strudel wohl
mehr oder weniger abhängig
von der Konvertergröße, vom
Volumen, von der Stahlmenge im Konverter, von der Kippgeschwindigkeit
und anderen Fakten. Der bekannte Schwimmverschluss kann trotz der
in das Abstichloch hineinragenden Führungsstange bzw. dem Führungsstab
an dieser Strudelmenge nicht verhindern. Vielmehr kann bei unglücklichen
Zusammenhängen
sogar der Schwimmkegel frühzeitig
das Abstichloch verschließen,
sodass umständliche
Ergänzungsmaßnahmen
notwendig sind, um den restlichen flüssigen Stahl aus dem Konverter
heraus zu bekommen. Auch bei Gießpfannen, die beispielsweise
dem Konverter nachgeordnet sind, bestehen im Prinzip gleiche Probleme.
Während
sich der Stahl in der Gießpfanne
befindet, wird Gas in das flüssige
Stahlbad geleitet, um gewisse Reaktionen zu unterstützen bzw.
einzuleiten, wobei es sich vor allem um Argon handelt. Nach Abschluss dieses
so genannten Spülvorgangs
wird dann das Abstichloch geöffnet,
das durch einen geeigneten Verschluss, beispielsweise einen Sandverschluss verschlossen
ist, sodass dann der flüssige
Stahl ausläuft
und weiter behandelt werden kann. Auch hierbei ist die noch auf
dem Stahlbad aufschwimmende Schlacke bzw. die Restbestände möglichst
zurückzuhalten,
was im Bereich der Abstichpfanne wesentlich komplizierter ist, weil
es sich ja nur um Restmengen von Schlacke u. ä. Bestandteilen handelt. Die
DE 37 39 038 C2 lehrt
einen Schwimmkegel mit Führungsansatz,
der auf dem flüssigen
Stahl und letztlich auf der Asche aufschwimmt, sodass immer die
Gefahr besteht, dass im letzten Moment doch noch flüssige Schlacke über die
Nuten im Führungsansatz
bzw. im Führungsstab
mit in das Abstichloch hineingezogen wird. Dies gilt natürlich insbesondere
dann, wenn der Schwimmkegel sich dem Abstichloch sehr nähert und
durch die Nuten ein vollständiges
Abschließen des
Abstichloches verhindert wird. Insbesondere
4 dieser
Entgegenhaltung verdeutlicht die Gefahr des Miteinziehens von flüssiger Schlacken,
denn dort ist mehr als deutlich aufgezeigt, dass die Schlackeschicht
bis an den eigentlichen Schwimmkegel heranreicht, sodass durch die
besagten Nuten im Endstadium sowohl Stahl wie auch flüssige Asche
in das Abstichloch hineingeraten. Ein einwandfreies Abziehen des
Stahls bis in den Schlussbereich ist somit nur mit einem derartigen
Schwimmkegel nicht gewährleistet.
Die
US-PS 4,840,355 zeigt
und beschreibt eine Einrichtung für Pfannen in einem Stahlwerk,
bei denen das Abstichloch von Austrittsöffnungen für Spülgas umgeben ist, die dafür sorgen
sollen, dass um das Abstichloch herum möglichst eine schlackenfreie
Zone erzeugt wird. Von einem Schwimmkegel ist in diesem Zusammenhang
nicht die Rede; ein solcher ist auch nicht gezeigt. Die Sprudeleinrichtung
kann einem Konverter nicht zugeordnet werden.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zu
schaffen, die sowohl im Bereich des Abstichkanals eines Konverters
wie auch im Lochsteinkanal einer Gießpfanne eingesetzt werden kann
und die dafür
sorgt, dass auch am Ende des Auslaufprozesses des flüssigen Stahls
das Miteinziehen von Schlacke und sonstigen Resten verhindert wird.
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
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Das
in dem Stahlbad aufsteigende Spülgas leitet
einmal die gewünschten
chemischen und sonstigen Reaktionen ein, bildet aber vor allem an
der Oberfläche,
d. h. also unter Wegschieben der Schlacke einen so genannten Spülfleck,
der sich nach relativ kurzer Zeit zu einer schlackenfreien Zone
ausbildet und erweitert. Das aufsteigende Gas hindert somit die
Schlacke zusätzlich
daran, in den Bereich des Abstichioches mit einzudringen, sodass
Schlackeninfiltrationen über
den Kegel und die schlackenfreie Zone mit großer Sicherheit ausgeschlossen
werden können.
In der Regel wird man beim Konverter das Einleiten des Spülgases bzw.
des Argons auf den Zeitabschnitt begrenzen, in dem nur noch relativ
wenig flüssiger
Stahl im Konverter verbleit, um so diesen besonders kritischen Moment
auszunutzen, um die Wirkung des Schwimmkegels zu unterstützen. Während der
Schwimmkegel den nachteiligen Strudel weitgehend unterbindet, wirkt
das Spülgas
so, dass im Bereich des Schwimmkegels die Schlacke quasi zurückgehalten
wird. Damit strömt,
wie gewünscht,
der reine flüssige
Stahl aus dem Konverter bzw. aus der Wanne heraus, bevor sich der Schwimmkegel
oben auf das Abstichloch setzt und das Mitausfließen oder
auch Nachfließen
der flüssigen
Schlacke sicher verhindert.
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Weiter
sieht die Erfindung vor, dass der Spülring aus Segmenten besteht,
die in Kombination aber auch einzeln einsetzbar ausgebildet sind.
Der Spülring
hat den Vorteil, dass mit der notwendigen Sicherheit rundum den
Schwimmkegel eine freie Zone geschaffen wird, wobei auch die Positionierung
dadurch erleichtert wird, dass nicht an einzelnen Punkten solche
Einleitstellen des Spülgases
vorgegeben werden, sondern eben ein Ring solcher Einleitstellen. Damit
ist die gezielte „Herstellung" eines Spülfleckes gesichert
und zwar rundum den Schwimmkegel. Darüber hinaus sieht die Erfindung
auch vor, dass insbesondere bei kleineren Konvertern auf den Schwimmkegel
verzichtet werden kann, wobei dann natürlich während des gesamten Kippvorganges
Spülgas
eingeleitet werden muss, um den Spülfleck gezielt auszubilden
und aufrechtzuerhalten, um so das Miteinziehen bzw. die Infiltration
von Schlacke sicher zu verhindern.
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Zur
gezielten Ausbildung des Spülflecks sieht
die Erfindung vor, dass die Gasauslassöffnungen des Spülrings und/oder
die einzelnen Segmente das Spülgas
in Richtung Führungsstab
des Schwimmkegels leitend angeordnet und/oder ausgebildet sind.
Durch dieses gezielte Einleiten des Spülgases auf quasi einen Punkt
erreicht man eine gezielte Ausbildung des Spülflecks, der sich dann nach quasi
punktförmiger
Bildung sehr schnell ausdehnen kann, weil er gezielt zu einer Verdünnung und
dann zum Wegdrücken
der Schlacke führt.
Unabhängig von
der Größe des Spülrings kann
durch entsprechend geneigte Anordnung der Gasauslassöffnungen
bzw. gezielte Anordnung der Segmente selbst eine solche zielgerichtete
Einleitung des Spülgases erreicht
werden. Dabei ist vorgesehen, dass die Segmente in Form eines Spülrings angeordnet
sind. Natürlich
ist es auch möglich,
dazwischen Abschnitte ohne Gasauslassöffnungen auszubilden, je nachdem wie
viel und über
welchen Bereich man die Gasblasen zur Bildung des Spülflecks
vorgeben will.
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Nach
gewisser Einsatzzeit erweitert sich das Auslaufloch, sodass hierdurch
zusätzliche
oder neuartige Probleme entstehen können. Von daher werden die
den Auslauf aufweisenden Lochsteine in regelmäßigen Abständen ausgetauscht. Um hier
die Montage und den Arbeitaufwand zu reduzieren, sieht die Erfindung
vor, dass die Segmente in den Lochstein mit dem Auslaufloch integriert
sind. Damit wird wie schon erwähnt
der Arbeitsaufwand wesentlich eingeschränkt.
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Je
nach Einsatzbereich kann es aber auch zweckmäßig sein, Spülring und
Lochstein als zwei Bauteile vorzusehen, insbesondere dann, wenn
das Auslaufloch verhältnismäßig schnell
sich erweitert und einen Austausch des Lochsteins erzwingt, während die
Segmente noch weitgehend funktionsfähig sind. Dann ist es von Vorteil,
wenn die Segmente dem Lochstein diesen ergänzend zugeordnet oder an ihn
angeformt sind. Damit ist die Möglichkeit
gegeben, Segmente und Lochstein gleichzeitig auszutauschen aber
auch in zeitlichem Abstand. Theoretisch ist es dann auch möglich, die
Segmente alleine auszutauschen, während der Lochstein erneut
zum Einsatz kommen kann. Sämtliche
Variationsmöglichkeiten
sind somit erhalten.
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Die
gezielte Ausspülung
des Spülflecks
wird dadurch erreicht, dass die Gasauslassöffnungen des Spülrings und/oder
die einzelnen Segmente das Spülgas
zu einem Zentralpunkt leitend angeordnet und/oder ausgebildet sind.
Von diesem sich dann bildenden zentralen Spülfleck kommt es dann relativ schnell
zu einer Spülfleckfläche, weil
das aufsteigende Gas die Schlacke oder sonstigen aufschwimmenden
Teile bei Seite drückt,
sodass dann beim späteren
Abziehen des Stahls mit der notwendigen Sicherheit diese Teile zurückgehalten
werden und nicht mit in das Auslaufloch eingezogen werden. Zumindest
ist auf diese Weise erreicht, dass beim Abziehen des Stahls die
eingesetzten Dedektoren nicht unberechtigterweise zu früh ansprechen,
weil gewisse Schlackereste und sonstige schädliche Bestanteile in zwar geringer
Menge aber eben überhaupt
mit eingezogen werden. Das aufsteigende Gas verhindert dies mit der
notwendigen Sicherheit und die Dedektoren sprechen erst dann an,
wenn praktisch der gesamte Stahl abgezogen ist und dann wirklich
Schlacketeile u. Ä.
in den Bereich des Auslaufloches gelangen.
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Die
Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Schwimmverschluss
geschaffen ist, der einer Strudelbildung am und im Abstichloch beim
Kippen des Konverters soweit entgegen wirkt, dass die flüssige Schlacke
nicht durch das Stahlbad hindurch in das Abstichloch hineingezogen werden
kann. Vielmehr wird der flüssige
Stahl am Schwimmkegel und an dem Führungsstab vorbei in das Abstichloch
und durch das Abstichloch so hindurchgeführt, dass sich die Erddrehung
nicht auswirken kann. Vielmehr werden die Teilströme des flüssigen Stahls
in eine laminare Störung
gezwungen. Damit ist das schädliche
Hineinziehen der Schlacke in den flüssigen Stahl unterbunden und
dafür Sorge
getragen, dass der flüssige
Stahl annähernd
gänzlich aus
dem Abstichloch herauslaufen kann, ohne dass die Gefahr beseht,
dass auch nur geringe Mengen an flüssiger Schlacke mit abgezogen
werden. Mit Auslauf des letzten flüssigen Stahls setzt sich der Schwimmkegel
wie bekannt auf das Abstichloch und sorgt dafür, dass die flüssige Schlacke
nicht nachlaufen kann. Durch weiteres Kippen des Konverters läuft dann
die flüssige
Schlacke auch ab, wobei in der Regel auch der gesamte Schwimmverschluss
mit entsorgt wird. Durch das zusätzliche
Anordnen eines Spülringes
und das Einleiten von Spülgas,
vorzugsweise von Argon, ist die Möglichkeit gegeben, die Wirkung
des Schwimmkegels zu unterstützen.
Rundum den Schwimmkegel wird gezielt eine Art Spülfleck geschaffen, sodass auch
beim Abschlussvorgang Schlacke u. Ä. erst gar nicht mit in den
Bereich des Abstichloches gelangen kann. Darüber hinaus wird auch die Strudelbildung
zusätzlich
verhindert, weil das aufsteigende Gas dieser Strudelbildung entgegenwirkt.
Dies kann sogar noch zusätzlich
dadurch verhindert werden, dass das Gas gezielt schräg so eingeführt wird,
dass es entgegen der Strudelrichtung einströmt und so die Bildung des Strudels
zusätzlich
verhindert. Genauso wird auch der Stahlabstich im Bereich der Abstichpfanne
optimiert, indem rundum das Abstichloch bzw. das Auslaufloch Gas eingeleitet wird,
das sowieso für
den Prozess in der Abstichpfanne benötigt wird. Es kann auf die
bisher zum Einsatz kommenden Spülersteine
weitgehend oder ganz verzichtet werden, weil über den Spülring das benötigte Gas
gezielt eingeleitet und der Reinigungsprozess des Stahls durchgezogen
wird, nur dass hier gleichzeitig ein gezielter und gezielt großer Spülfleck hergestellt
wird, der beim Abstich des Stahls zusammen mit dem Schwimmkegel
die schon beschriebene vorteilhafte Wirkung entfaltet.
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Weitere
Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt
ist. Es zeigen:
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1 einen
Konverter in Teilansicht mit Schwimmverschluss,
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2 einen
Schwimmverschluss im Stahlbad mit Führungsstab und Stegen in Seitenansicht,
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3 einen
Schnitt durch den Führungsstab mit
Stegen,
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4 einen
Schwimmverschluss mit einer die Stege tragenden Hülse in Seitenansicht,
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5 einen
Schnitt durch den Führungsstab mit
aufgeschobener Hülse,
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6 einen
Schwimmverschluss mit schraubenförmigem
Steg,
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7 einen
Schwimmverschluss mit doppeltschraubenförmigem Steg,
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8 einen
Konverter mit Abstichloch und zusätzlich zum Schwimmkegel eingesetztem
Spülring,
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9 einen
Spülring,
der in den Lochstein einer Abstichpfanne integriert ist,
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10 einen
Spülring
mit im Abstand angeordneten Segmenten und
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11 eine
andere Ausbildung des Spülrings,
der segmentweise rundum den Lochstein angeordnet ist.
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1 zeigt
einen Schwimmverschluss 1, der in einem üblichen
Konverter 2 eingesetzt ist. Dieser Konverter 2 ist
bereits teilentleert, wobei durch die Konverteröffnung 3 hindurch
der Schwimmverschluss 1 auf das Abstichloch 4 aufgesetzt
ist und zwar so, dass der flüssige
Stahl 7 gezielt durch das Abstichloch 4 abfließen kann.
Dabei schwimmt der Schwimmverschluss 1 oben auf dem flüssigen Stahlbad 5 auf,
während
die flüssige
Schlacke 6 aufgrund des geringeren Gewichtes auf dem flüssigen Stahlbad 5 und
dem Schwimmverschluss 1 schwimmt.
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Der
Schwimmverschluss 1 besteht aus dem Schwimmkegel 8 und
dem in das Abstichloch 4 hineinragenden Führungsstab 9.
Während
der Schwimmverschluss 1 über das obere Stabende 10 und
die Setzstange 11 in die aus 1 ersichtliche Position
gebracht wird, sorgt das untere Stabende 12 dafür, dass
der gesamte Schwimmverschluss 1 während des gesamten Kippvorganges
in der richtigen Position verbleibt und dafür sorgt, dass nach dem Auslaufen
des flüssigen
Stahls 7 die Schlacke 6 nicht auch über das
Abstichloch 4 abfließen
kann.
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Erkennbar
ist auch in 1, dass der in das Abstichloch 4 hineinragende
Führungsstab 9 eine besondere,
weiter hinten noch erläuterte
Form aufweist.
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Diese
besondere Form des Führungsstabes 9 und
dabei des unteren Stabendes 12 geht aus den nachfolgenden
Figuren wie auch 2 hervor. Erkennbar ist, dass
sich an dem Schwimmkegel 8 in Längsrichtung 15 des
unteren Stabendes 12 Stege 16, 17, 18 und 19 anschließen. Diese
Stege 16, 17, 18, 19 verlaufen
in Längsrichtung 15 des
unteren Stabendes 12, wobei sie sich in der Höhe wie in 2 angedeutet
verändern
können.
Durch die besondere Form dieser Stege soll erreicht werden, dass der
in Fließrichtung 20 abfließende flüssige Stahl 7 in eine
laminare Strömung
gezwungen wird, also erst gar nicht aufgrund der Erddrehung in irgendeine
Strudelbildung übergehen
kann. Der flüssige
Stahl 7 wird quasi in mehrere Teilströme getrennt, wobei die Höhe der Stege 16, 17, 18, 19 so
gewählt
ist, dass der gesamte Schwimmverschluss 1 nicht selbst
in Drehung gebracht werden kann, denn dies würde der angestrebten Zielsetzung
entgegenwirken. Daher muss auch zwischen der Stegkante 25 und
der Wandung 21 des Abstichloches 4 ein ausreichender
Abstand verbleiben, sodass auch ein Festsetzen des Schwimmverschlusses 1 vermieden
wird. Dem sollen die runden Kanten 26 der Stege 16, 17, 18, 19 am äußeren Ende
entgegenwirken.
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Bei
der aus 2 hervorgehenden Ausbildung
und auch den aus 4 und 6 hervorgehenden
Ausbildungen ist der Schwimmkegel 8 immer fast halbkugelförmig ausgebildet.
Auch andere Formen sind hier denkbar. Sichergestellt werden muss allerdings,
dass sich dieser Schwimmkegel 8 auf den Rand 27 sicher
aufsetzt, sodass das Abstichloch 4 verschlossen wird, wenn
der flüssige
Stahl 7 abgeflossen ist. Wie in 2 angedeutet
ergibt sich bei länger
im Gebrauch befindlichen Konvertern 2 eine trichterförmige Ausbildung
im Übergangsbereich,
sodass die in den angezogenen Figuren dargestellte Ausführung sich
besonders zum dichten Abfluss eignet.
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3 verdeutlicht,
dass mehrere Stege 16, 17, 18, 19 über den
Umfang des Führungsstabes 9 verteilt
angeordnet sind, wobei die Stegkanten abgerundet sind.
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4 zeigt
einen Schwimmverschluss 1 bei dem die einzelnen Stege 16, 17, 18, 19 über eine Hülse 23 in
der Höhe
verstellbar mit dem Führungsstab 9 bzw.
dem unteren Stabende 12 verbunden sind. 5 zeigt
einen Schnitt, wobei deutlich wird, dass nicht alle Stege 16, 17, 18 bis
zur Hülse 23 durchgezogen
sind, sondern nur einzelne, die als Verbindungsstege 24, 19' bezeichnet
sind. Die verschiebliche Verbindung der Hülse 23 mit dem unteren Stabende 12 führt dazu,
dass insbesondere im Versuchsstadium bei einzelnen Einsätzen die
Hülse 23 in
unterschiedlichen Höhen
angebracht werden kann, um so die günstigste Position zu ermitteln.
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Denkbar
ist es auch, dass statt der in 5 angedeuteten
Ausbildung auf diese äußere Hülse 23' verzichtet
wird und stattdessen nur die innere Hülse 23 zum Einsatz
kommt. Die äußere Hülse 23' soll der Stabilisierung
des „Sterns" aus Stegen 16, 17, 18 dienen.
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6 zeigt
eine insofern von den bisher geschilderten Ausführungsformen abweichende Ausführungsform,
als hier eigentlich nur ein einziger Steg und zwar ein schraubenförmiger Steg 22 vorgeschlagen
wird, der sich über
die gesamte Länge
des unteren Stabendes 12 erstreckt. Der abströmende flüssige Stahl 7 soll
durch die besondere Form des schraubenförmigen Steges 22 quasi
im Kreise geführt
werden, wobei diese Kreisführung
so gewählt
ist, dass sie der Erddrehung genau entgegenwirkt. Dadurch soll ein
evtl. auftretender Kreiseleffekt gezielt verhindert bzw. ihm entgegengewirkt
werden, sodass es zu den weiter vorn beschriebenen Problemen beim
Einsatz eines derartigen Schwimmverschlusses 1 nicht kommen
kann.
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Im
Prinzip das gleiche gilt auch für
die Ausführungsformen
nach 7, nur dass hier eine Ausführungsform gewählt ist,
die als doppelschraubenförmiger
Steg 22' zu
bezeichnen ist.
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1 zeigt
wie weiter vorne erwähnt
eine Konverter 2 mit Schwimmverschluss 1 in Form
des Schwimmkegels 8. Zusätzlich ist dem Einsatz 14 mit dem
Abstichloch 4 ein Spülring 30 zugeordnet.
Diesem Spülring 30 werden über Zuführkanäle 31, 32 Spülgase zugeführt in der
Regel Argon, das dann über
die Gasauslassöffnungen 33, 34 ausströmt, sodass
aufsteigende Blasen im Bereich des Schwimmkegels 8 eine
schlackefreie Zone schaffen. Näheres hierzu
zeigt 8. Hier sind die aufsteigenden Argonblasen 35 angedeutet,
die rundum den Schwimmkegel 8 eine aschefreie Zone 29 schaffen.
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Über die
Zuführkanäle 31, 32 wird
Argon herangeführt
und dann durch den Spülring 30 bzw.
dessen Gasauslassöffnungen 33, 34 in
das flüssige Stahlbad 5 eingeleitet.
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Der
Spülring 30 mit
seinen Gasauslassöffnungen 33, 34 hat
dabei nicht nur die Funktion des Infiltrationsverhinderers, sondern
gleichzeitig auch des Strudelverhinderers. Weiteres wird hierzu
weiter hinten ausgeführt.
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9 zeigt
eine Draufsicht auf den Bodenbereich einer hier nicht näher dargestellten
Gießpfanne 41.
Diese Gießpfanne 41 verfügt über einen Lochstein 43 mit
dem Auslaufloch 42, wobei hier in den Auslauf 40 der
Gießpfanne 41 gleichzeitig
ein Spülring 30 mitintegriert
ist. Der Spülring 30 wird über hier
nicht weiter dargestellte Zuführkanäle 31, 32 mit Argon
oder einem ähnlichen
Spülgas
versehen, wobei dann dieses Gas über
die Gasauslassöffnungen 33, 34 austreten
kann.
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Der
Spülring 30 besteht
aus Segmenten 36, 37, 38, 39,
die einen durchgehenden Ring bildend angeordnet sind. Natürlich besteht
auch die Möglichkeit,
Zwischenräume
zwischen den einzelnen Segmenten vorzugeben, was anhand der 10 und 11 ergänzend dargestellt
ist.
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Nach 10 sind
die einzelnen Segmente 36, 37, 38, 39 in
einem relativ großen
Abstand angeordnet und quasi an den Lochstein 43 angeformt,
wobei dieser Lochstein eine Art Sechskant bildet. Nach 11 handelt
es sich um einen quadratischen Lochstein 43, an dessen
Seiten jeweils die einzelnen Segmente 36, 37, 38, 39 angesetzt
sind. Die 9 bis 11 verdeutlichen,
dass sowohl bei der Gießpfanne 41 wie
auch beim Konverter 2 verschiedene Möglichkeiten denkbar sind, um
den Spülring 30 anzubringen.
Die integrierte Anordnung des Spülrings 30 gemäß 9 hat
Vorteile beim Handling und insbesondere bei der Erstmontage, während die
Ausführungen
nach den 10 und 11 evtl.
bei der Ersatzmontage vorteilhaft ist.