DE19710540C2 - Gelenk - Google Patents
GelenkInfo
- Publication number
- DE19710540C2 DE19710540C2 DE1997110540 DE19710540A DE19710540C2 DE 19710540 C2 DE19710540 C2 DE 19710540C2 DE 1997110540 DE1997110540 DE 1997110540 DE 19710540 A DE19710540 A DE 19710540A DE 19710540 C2 DE19710540 C2 DE 19710540C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- joint
- gear
- drive
- drive shaft
- annular
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60N—SEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60N2/00—Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
- B60N2/02—Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable
- B60N2/22—Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable the back-rest being adjustable
- B60N2/225—Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable the back-rest being adjustable by cycloidal or planetary mechanisms
- B60N2/2252—Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable the back-rest being adjustable by cycloidal or planetary mechanisms in which the central axis of the gearing lies inside the periphery of an orbital gear, e.g. one gear without sun gear
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Chairs For Special Purposes, Such As Reclining Chairs (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Gelenk mit einem ersten Gelenkteil, das über einen exzentrisch wirkenden Zahnrad-Antrieb für eine Winkelverstellung um eine Gelenkachse gelenkig mit einem zweiten Gelenkteil verbunden ist. Zur Erzielung der exzentrischen Wirkung ist eine Exzentervorrichtung (30) vorgesehen, die mindestens zwei konzentrisch angeordnete exzentrische Kreisringscheiben (35, 36) aufweist, die drehbar auf einer Antriebswelle (25) angeordnet sind. Um das Bewegungsspiel zwischen den beiden Gelenkteilen zu minimieren, ist eine spezielle konstruktive Gestaltung der Kreisringscheiben (35, 36) vorgesehen, durch die bei einer Drehbewegung der Antriebswelle (25) eine Verkleinerung der exzentrischen Wirkung des Antriebs erreicht wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Gelenk mit einem ersten Gelenkteil, das über einen Antrieb für
eine Winkelverstellung um eine Gelenkachse gelenkig mit einem zweiten Gelenkteil
verbunden ist, wobei der Antrieb ein auf dem ersten Gelenkteil festangeordnetes
Zahnrad und einen auf dem zweiten Gelenkteil festangeordneten Zahnkranz aufweist,
wobei das Zahnrad in dem Zahnkranz und mit Hilfe einer Exzentervorrichtung
exzentrisch auf einer Antriebswelle angeordnet ist, die um eine Achse koaxial zu dem
Zahnkranz drehbar auf dem zweiten Gelenkteil gelagert ist, wobei die
Exzentervorrichtung mindestens zwei konzentrisch angeordnete exzentrische
Kreisringscheiben aufweist, die drehbar auf der Antriebswelle angeordnet sind, dass
die Kreisringscheiben in beiden Drehrichtungen gegeneinander und gegen eine Kraft
verdrehbar und so ausgebildet und angeordnet sind, dass eine Relatiwerdrehung in
einem Richtungspaar zu einer Vergrößerung der Exzentrizität zwischen dem Zahnrad
und der Antriebswelle führt, so dass sich das Zahnrad relativ zu dem Zahnkranz radial
nach aussen bewegt, und dass sich bei einer Relatiwerdrehung in einem
entgegengesetzten Richtungspaar eine der Kreisringscheiben in dieser Richtung
entgegen der Kraft relativ zu der anderen Kreisringscheibe bewegt und dies zu einer
Verkleinerung der Exzentrizität zwischen dem Zahnrad und der Antriebswelle und
somit zu einer radialen Verlagerung des Zahnrades in dem Zahnkranz radial nach
innen führt, wobei die innere Kreisringscheibe um die Achse der Antriebswelle drehbar
gelagert ist und eine exzentrische zu der Achse angeordnete äussere Kreisringscheibe
eine Innenbohrung aufweist, die sich auf der äusseren Zylinderfläche der inneren
Kreisringscheibe abstützt.
Die US 4,407,544 betrifft eine Vorrichtung zum Beseitigen des Spiels in einem
Zahnradgetriebe. Hierbei sitzt ein erster Exzenter gleitend auf einer Hülse, die mit dem
innenverzahnten Zahnrad verbunden ist. In der Hülse ist eine Verstellwelle gelagert.
Die Symmetrieachsen von Hülse, innenverzahntem Zahnrad und der Verstellwelle
fallen in einer Achse zusammen. Ein zweiter Exzenter gleitet mit seiner Innenfläche auf
dem ersten Exzenter und mit seiner Aussenfläche in einer Bohrung gleichen
Durchmessers, die innerhalb des aussenverzahnten Zahnrades zentrisch zu dessen
Drehachse liegt. Die Drehung der Verstellwelle wird über einen als Mitnehmerscheibe
ausgebildeten Mitnehmer auf beide Exzenter übertragen. Die Mitnehmerstifte und die
Ausnehmungen in der Mitnehmerscheibe sind so angeordnet, dass beim Drehen der
Verstellwelle jeweils nur der Mitnehmerstift eines Exzenters von der Mitnehmerscheibe
erfasst wird, während der Mitnehmerstift des anderen Exzenters in der Ausnehmung
der Mitnehmerscheibe einen gewissen Spielraum behält. Der über ein als Handrad
ausgebildetes Antriebselement, der Verstellwelle und der Mitnehmerscheibe
angetriebene Exzenter überträgt seine Drehbewegung über die Feder auf den zweiten
Exzenter, wobei der zweite Exzenter, bedingt durch die Reibung zwischen den
Gleitflächen, in seiner Drehung geringfügig hinter dem angetriebenen Exzenter
zurückbleibt.
Die DE 34 19 492 A1 offenbart ein Verstellgelenk für die Rückenlehne eines Sitzes. Das
Verstellgelenk besteht aus zwei zueinander im Wesentlichen parallelen Gelenkteilen,
die durch die Antriebswelle miteinander verbunden sind und von denen ein Gelenkteil
mit einem hebelartigen Fortsatz am Lehnenrahmen, und das andere Gelenkteil mit
seinem hebelartigen Ende am Sitzrahmen befestigt ist. Wenn die Antriebswelle mit
Hilfe eines Handrades gedreht wird, dreht sich der Exzenter in der zentrischen
Bohrung des Gelenkteiles, welches am Sitz befestigt ist und veranlasst dieses, sich mit
seiner kegeligen Aussenverzahnung in der kegeligen Innenverzahnung des
Gelenkteiles welches am Lehnenrahmen befestigt ist, abzuwälzen, wodurch sich der
am Lehnenrahmen befestigte Gelenkteil gegenüber dem am Sitz befestigten Gelenkteil
um die Achse dreht und eine Verschwenkung der Lehnen gegenüber dem Sitz bewirkt.
Ein weiteres Gelenk mit einem ersten Gelenkteil, der über einen Antrieb für eine
Winkelverstellung und eine Gelenkachse gelenkig mit einem zweiten Gelenkteil
verbunden ist, ist bekannt.
Der Antrieb weist ein Zahnrad auf, welches auf dem ersten Gelenkteil fest angeordnet
ist. Das Zahnrad ist exzentrisch in einem Zahnkranz vorgesehen, der mit dem zweiten
Gelenkteil fest verbunden ist. Der erste Gelenkteil sitzt exzentrisch auf einer
Antriebswelle, die drehbar an dem zweiten Gelenkteil gelagert ist, und zwar um eine
Achse, die sich koaxial zu dem Zahnkranz erstreckt. Somit führt eine Verdrehung der
Antriebswelle dazu,
dass das Zahnrad sich um die Achse des Zahnkranzes abwälzt, wobei das Zahnrad
um seine eigene Achse dreht. Eine solche Drehbewegung des Zahnrades bewirkt eine
Winkelverstellung zwischen dem ersten und zweiten Gelenkteil.
Ein Problem eines derartigen Gelenkes, besteht darin, dass ein gewisses Winkelspiel
zwischen dem ersten und zweiten Gelenkteil vorgesehen ist. Dieses Spiel resultiert aus
dem notwendigen Bewegungsspiel zwischen dem ersten und zweiten Gelenkteil. Es ist
mit erheblichen Nachteilen verbunden, dieses Bewegungsspiel zu sehr zu reduzieren,
weil sich dann die Verdrehbarkeit der Antriebswelle erschwert, in dem entsprechende
Reibungskräfte zwischen den beiden Gelenkteilen überwunden werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Gelenk bereit zu stellen, bei dem das
Bewegungsspiel zwischen dem ersten und zweiten Gelenkteil praktisch eliminiert ist
und bei dem während der Winkelverstellung zwischen dem ersten und zweiten
Gelenkteil trotzdem nur erheblich reduzierte Reibungskräfte zu überwinden sind, so
dass die Winkeleinstellung zwischen den Gelenkteilen einfach und leichtgängig
durchführbar ist.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die Innenbohrung der äusseren
Kreisringscheibe und die äussere Zylinderfläche der inneren Kreisringscheibe jeweils
eine Ausnehmung aufweisen, die einander gegenüberliegend angeordnet sind und ein
Fenster bilden, und dass der Antrieb ein in das Fenster eingreifendes Antriebselement
aufweist, das bei einer Drehbewegung der Antriebswelle zunächst für eine
Relativverdrehung der beiden Kreisringscheiben gegeneinander im Sinne einer
Verkleinerung der Exzentrizität des Zahnrades in dem Zahnkranz sorgt.
Verschiedene Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend und
anhand der Zeichnungen weiter erläutert:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Gelenks in einer Ausführungs
form und
Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie II-II in Fig. 1.
Das Gelenk 10 weist einen ersten Gelenkarm 12 auf, der schwenk
bar mit einem zweiten Gelenkarm 14 verbunden ist. In einem
bevorzugten Anwendungsfall ist der erste Gelenkarm 12 mit dem
Rahmen (nicht dargestellt) der Rücklehne eines Fahrzeugsitzes
und der Gelenkarm 14 mit dem Rahmen des Sitzpolsters des
betreffenden Fahrzeugsitzes verbunden.
Der Gelenkarm 12 besteht vorzugsweise aus Blech und weist als
integralen Bestandteil einen Zahnkranz 15 auf, der radial nach
innen gerichtete Zähne 19 besitzt.
Auch der Arm 14 besteht vorzugsweise aus Blech und weist als
integralen Bestandteil ein Zahnrad 16 auf, welches radial nach
außen gerichtete Zähne 20 besitzt. Der Zahnkranz 15 und das
Zahnrad 16 werden insbesondere durch Pressen hergestellt.
Das Zahnrad 16 besitzt einen kleineren Durchmesser als der Zahn
kranz 15 und ist in diesem exzentrisch unter Zwischenschaltung
einer Exzentervorrichtung 30 angeordnet.
Die Exzentervorrichtung 30 ist um eine Antriebswelle 25 drehbar
angeordnet. Die Antriebswelle 25 ist drehbar in einer Bohrung 26
in dem Gelenkarm 12 gelagert. Bohrung 26 und Zahnrad 16 sind
koaxial zueinander angeordnet.
Aus Fig. 2 ist erkennbar, daß die Bohrung 26 vorzugsweise eine
Buchse 33 aufweist, die einen integralen Teil des Gelenkarms 12
bildet.
Die Exzentervorrichtung 30 weist ein Paar exzentrische Kreis
ringscheiben 35 bzw. 36 auf, die exzentrisch angeordnet sind,
wobei die Kreisringscheibe 35 innerhalb der Kreisringscheibe 36
vorgesehen ist.
Die Kreisringscheibe 35 besitzt eine Innenbohrung 37, mit der
sie drehbar auf der äußeren Oberfläche der Buchse 33 gelagert
ist. Die Kreisringscheibe 35 weist auch eine äußere Zylinder
fläche 38 auf. Die Achsen der Innenbohrung 37 und der Zylinder
fläche 38 besitzen einen Abstand zueinander. Die Kreisring
scheibe 36 weist eine Innenbohrung 40 auf, mit der sie drehbar
auf der äußeren Zylinderfläche 38 gelagert ist. Die Kreisring
scheibe 36 besitzt auch eine äußere Zylinderfläche 41, mit der
die Kreisringscheibe 36 drehbar in einer Bohrung 42 des Zahn
rades 16 aufgenommen ist. Die Achse der Innenbohrung 40 ist
koaxial zum äußeren Umfang des Zahnkranzes 15 angeordnet. Die
Exzentrizität der Exzentervorrichtung 30 zu der Achse der
Antriebswelle 25 wird festgelegt durch die äußere Zylinderfläche
41, und das Ausmaß der Exzenttizität der Zylinderfläche 41 wird.
konstruktiv so gewählt, daß das Zahnrad 16 mit dem Zahnkranz 15
in einer vorgegebenen Radialstellung kämmt. Die Exzentrizität
der Zylinderfläche 38 zu der Innenbohrung 37 und der Zylinder
fläche 41 zu der Innenbohrung 40 ist konstruktiv so festgelegt,
daß eine relative Drehbewegung der Kreisringscheiben 35 und 36
zueinander in einer ersten Drehrichtung dazu führt, daß die
Exzentrizität der Zylinderfläche 41 erhöht wird. Eine Relativ
bewegung der Kreisringscheiben in der Gegenrichtung erbringt
dann eine Verminderung der Exzentrizität der Zylinderfläche 41.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1 wird die Relativbewegung in
einer ersten Richtung (z. B. zur Vergrößerung der Exzentrizität
der Zylinderfläche 41) dadurch erreicht, daß die Kreisring
scheibe 35 sich im Gegenuhrzeigersinn bewegt und die Kreisring
scheibe 36 im Uhrzeigersinn. Umgekehrt wird eine Relativbewegung
in der Gegenrichtung (z. B. zur Verminderung der Exzentrizität
der Zylinderfläche 41) dadurch erreicht, daß die Kreisring
scheibe 35 in Uhrzeigerrichtung und die Kreisringscheibe 36 in
Gegenuhrzeigerrichtung bewegt wird.
Die Relativbewegung der Kreisringscheiben 35 und 36 in der
ersten Richtung führt dazu, daß der Zahnkranz 15 radial nach
außen in Richtung auf das Zahnrad 16 bewegt wird. Diese Bewegung
wird durch eine Federanordnung 50 herbeigeführt, die vorzugs
weise als C-förmiger Bügel aus Federstahl ausgebildet ist.
Die Kraft der Federanordnung 15 reicht aus, um den Zahnkranz 15
radial nach außen in Kontakt zu dem Zahnrad 16 zu bringen und so
jegliches Spiel in der Verbindung zu eliminieren, welches auf
grund von Herstellungstoleranzen und/oder Verschleiß verursacht
war. In der Tat wird über die Kreisringscheiben 35 und 36 eine
Keilwirkung ausgeübt, mit der Zahnkranz 15 und Zahnrad 16 so
aufeinanderzubewegt werden, daß eine feste Verbindung zwischen
Zahnkranz 15 und Zahnrad 16 sowie der Antriebswelle 25 eintritt,
so daß das Gelenk in der jeweils eingestellten Stellung einen
großen Verriegelungswiderstand gegen einwirkende Kräfte besitzt.
Es ist ein Antrieb 60 vorgesehen, der mit der Antriebswelle 25
verbunden ist, um den Zahnkranz 15 nach innen zu bewegen und so
die Winkeleinstellung zwischen den Gelenkarmen 12 und 14 zu
ermöglichen. Vorzugsweise weist der Antrieb einen Zapfen 62 auf,
der an einem radialen Arm 63 der Antriebswelle 25 sitzt. Der
Zapfen 62 greift in axialer Richtung in ein Fenster 64, welches von Ausnehmungen 65
bzw. 66 in den Kreisringscheiben 35 bzw. 36 gebildet wird. Jede einander
zugeordnete Ausnehmung 65 und 66 besitzt ein Paar gegenüberliegend angeordneter
radialer Flanken 68 und 69, die als Anlageschultern mit dem Zapfen 62
zusammenarbeiten.
Die Ausnehmungen 65 und 66 sind so geformt und angeordnet, daß die Paare der
Flanken 68 der Kreisringscheibe 35 zu den Paaren der Flanken 69 der
Kreisringscheibe 36 versetzt angeordnet sind, wenn die Kreisringscheiben 35 und 36
unter Einwirkung der Federanordnung 50 beaufschlagt sind, wie dies aus Fig. 1
erkennbar ist.
Somit ist die radiale Flanke 68 der Ausnehmung 65 bei einer Drehung des Zapfens 62
im Uhrzeigersinn zu diesem näher angeordnet als die Flanke 69 der Ausnehmung 66
der Kreisringscheibe 36. Damit führt eine Bewegung der Antriebswelle 25 und des
Zapfens 62 in Uhrzeigerrichtung dazu, daß der Zapfen 62 zunächst an der Flanke 68
der Kreisringscheibe 35 anschlägt und somit anfänglich die Kreisringscheibe 35 in
Uhrzeigerrichtung relativ zur Kreisringscheibe 36 verdreht. Eine solche Bewegung
führt dazu, daß die Exzentrizität der Zylinderfläche 41 vermindert wird und somit der
Zahnkranz 15 radial nach innen bewegt wird.
Eine fortgeführte Drehbewegung der Antriebswelle 25 in Uhrzeigerrichtung führt dazu,
daß die beiden Kreisringscheiben 35 und 36 gemeinsam in Uhrzeigerrichtung rotieren.
Die Kraft der Federanordnung 50 wird dabei übertragen. Durch eine solche Bewegung
der Kreisringscheiben 35 und 36 wird erreicht, daß der Zahnkranz 15 sich auf dem
Zahnrad 16 abwälzt, wodurch die Winkellage zwischen den Gelenkarmen 12 und 14
verändert bzw. eingestellt wird.
Ein Loslassen der Antriebswelle 25 führt dazu, daß die Feder
anordnung 50 ihre Federkraft so zur Einwirkung bringen kann, daß
die Kreisringscheiben 35 und 36 ihre verriegelte Ausgangslage
wieder einnehmen können.
In entsprechender Weise ist die radiale Flanke 69 der Ausnehmung
66 in Gegenuhrzeigerrichtung von dem Zapfen 62 relativ zu der
Flanke 68 der Ausnehmung 65 so angeordnet, daß bei einer Bewe
gung der Antriebswelle 25 in Gegenuhrzeigerrichtung der Zapfen
62 zuerst an der Flanke 69 anschlägt und somit die Kreisring
scheibe 36 im Gegenuhrzeigersinn relativ zur Kreisringscheibe 35
verdreht. Auch diese Bewegung führt dazu, daß die Exzentrizität
der Zylinderfläche 41 verringert wird, so daß sich der Zahnkranz
15 radial nach innen bewegen kann. Die fortgesetzte Drehbewegung
der Antriebswelle 25 in Gegenuhrzeigerrichtung verursacht, daß
beide Kreisringscheiben 35 und 36 gemeinsam im Gegenuhrzeiger
sinn rotieren. Wiederum erbringt auch hier ein Loslassen der
Antriebswelle 25 die Freigabe der Kraft der Federanordnung, so
daß die beiden Kreisringscheiben ihre verriegelte Stellung
einnehmen.
Die Kombination der Kreisringscheiben 35 und 36 macht es mög
lich, daß nur ein relativ kleines Drehmoment aufgebracht werden
muß, um anfänglich die Kreisringscheiben voneinander zu lösen
und den Mechanismus einzustellen. Weil zusätzlich die Lager
flächen zwischen der Antriebswelle, den Kreisringscheiben 35 und
36 und dem Zahnkranz über Gleitreibung in Verbindung stehen,
infolge des Einflusses der Federanordnung 50, ergibt sich ein
angenehmes Gefühl während der Winkelverstellung. Zusätzlich ist
jede Unrundheit der Lagerflächen während der Einstellung über
spielt, so daß das Gefühl beim Einstellen der Winkellager nicht
materialbeeinflußt ist.
10
Gelenk
12
Gelenkarm
14
Gelenkarm
15
Zahnkranz
16
Zahnrad
19
Zahn
20
Zahn
25
Antriebswelle
26
Bohrung
30
Exzentervorrichtung
33
Buchse
35
Kreisringscheibe
36
Kreisringscheibe
37
Innenbohrung
38
Zylinderfläche
40
Innenbohrung
41
Zylinderfläche
42
Bohrung
50
Federanordnung
60
Antrieb
62
Zapfen
63
Arm
64
Fenster
65
Ausnehmung
66
Ausnehmung
68
Flanke
69
Flanke
Claims (10)
1. Gelenk mit einem ersten Gelenkteil, das über
einen Antrieb für eine Winkelverstellung um eine
Gelenkachse gelenkig mit einem zweiten Gelenkteil
verbunden ist, wobei der Antrieb ein auf dem
ersten Gelenkteil festangeordnetes Zahnrad (16)
und einen auf dem zweiten Gelenkteil festangeord
neten Zahnkranz (15) aufweist, wobei das Zahnrad
(16) in dem Zahnkranz (15) und mit Hilfe einer
Exzentervorrichtung exzentrisch auf einer An
triebswelle (25) angeordnet ist, die um eine
Achse koaxial zu dem Zahnkranz (15) drehbar auf
dem zweiten Gelenkteil gelagert ist, wobei die
Exzentervorrichtung (30) mindestens zwei konzen
trisch angeordnete exzentrische Kreisringscheiben
(35, 36) aufweist, die drehbar auf der Antriebs
welle (25) angeordnet sind, daß die Kreisring
scheiben (35, 36) in beiden Drehrichtungen gegen
einander und gegen eine Kraft verdrehbar und so
ausgebildet und angeordnet sind, daß eine Rela
tivverdrehung in einem Richtungspaar zu einer
Vergrößerung der Exzentrizität zwischen dem
Zahnrad (16) und der Antriebswelle (25) führt, so
daß sich das Zahnrad (16) relativ zu dem Zahn
kranz (15) radial nach außen bewegt, und daß sich
bei einer Relativverdrehung in einem entgegen
gesetzten Richtungspaar eine der Kreisringschei
ben (35 bzw. 36) in dieser Richtung entgegen der
Kraft relativ zu der anderen Kreisringscheibe (36
bzw. 35) bewegt und dies zu einer Verkleinerung
der Exzentrizität zwischen dem Zahnrad (16) und
der Antriebswelle (25) und somit zu einer radia
len Verlagerung des Zahnrades (16) in dem Zahn
kranz (15) radial nach innen führt, wobei die
innere Kreisringscheibe (35) um die Achse der
Antriebswelle (25) drehbar gelagert ist und eine
exzentrische zu der Achse angeordnete äußere
Zylinderfläche (38) aufweist, während die äußere
Kreisringscheibe (36) eine Innenbohrung (40)
aufweist, die sich auf der äußeren Zylinderfläche
(38) der inneren Kreisringscheibe (35) abstützt,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenbohrung (40) der äußeren Kreisringschei
be (36) und die äußere Zylinderfläche (38) der
inneren Kreisringscheibe (35) jeweils eine Aus
nehmung (65, 66) aufweisen, die einander gegen
überliegend angeordnet sind und ein Fenster (64)
bilden, und daß der Antrieb (60) ein in das
Fenster (64) eingreifendes Antriebselement auf
weist, das bei einer Drehbewegung der Antriebs
welle (25) zunächst für eine Relativverdrehung
der beiden Kreisringscheiben (35, 36) gegenein
ander im Sinne einer Verkleinerung der Exzen
trizität des Zahnrades (16) in dem Zahnkranz (15)
sorgt.
2. Gelenk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
jede Ausnehmung (65, 66) ein Paar einander gegen
überliegend angeordneter radialer Flanken (68,
69) aufweist, die in Umfangsrichtung einen Ab
stand voneinander aufweisen und als Anschlag
schultern mit dem Antriebselement zusammenwirken,
das bei einer Drehbewegung der Antriebswelle (25)
an diese anschlägt, wobei die sich radial er
streckenden Flanken (68) der inneren Kreisring
scheibe (35) in der über die Kraft herbeigeführ
ten Relativstellung tangential versetzt gegenüber
den sich radial erstreckenden Flanken (69) der
äußeren Kreisringsscheibe (36) vorgesehen sind.
3. Gelenk nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Antrieb (60) einen radialen Arm (63) mit
einem Zapfen (62) aufweist, der in aixaler Rich
tung in das Fenster (64) eingreift und bei Dreh
bewegung des Antriebes (60) sowohl in Richtung
als auch entgegen der Richtung des Uhrzeigersinns
zunächst mit einer der Flanken (68, 69) der Aus
nehmungen (65, 66) und bei weiterer Drehung des
Antriebes (60) mit beiden Flanken (68, 69) der
Ausnehmungen (65, 66) in Kontakt steht.
4. Gelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
für die Aufbringung der Kraft für die Relativ
stellung der Kreisringscheiben (35, 36) eine
Federanordnung (50) mit einer C-förmigen Feder
vorgesehen ist.
5. Gelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die innere Kreisringscheibe (35) drehbar auf
einer Buchse (33) gelagert ist, die an dem zwei
ten Gelenkteil angeordnet ist und in der die
Antriebswelle (25) gelagert ist.
6. Gelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Gelenkteil einen Gelenkarm (14) als
integralen Bestandteil des Zahnrades (16) auf
weist.
7. Gelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite Gelenkteil einen Gelenkarm (12) als
integralen Bestandteil des Zahnkranzes (15)
aufweist.
8. Gelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der erste und zweite Gelenkteil aus gepressten
Blechformteilen bestehen.
9. Verstelleinrichtung für einen Fahrzeugsitz,
dadurch gekennzeichnet, daß
sie ein Gelenk (10) mit den Merkmalen eines der
Ansprüche 1 bis 8 aufweist.
10. Fahrzeugsitz,
dadurch gekennzeichnet, daß
dieser eine Verstelleinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruches 9 aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB9605374A GB2311094B (en) | 1996-03-14 | 1996-03-14 | Hinge assembly |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19710540A1 DE19710540A1 (de) | 1997-09-18 |
| DE19710540C2 true DE19710540C2 (de) | 2003-03-27 |
Family
ID=10790386
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997110540 Expired - Fee Related DE19710540C2 (de) | 1996-03-14 | 1997-03-14 | Gelenk |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19710540C2 (de) |
| GB (1) | GB2311094B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202007013440U1 (de) * | 2007-09-11 | 2009-02-12 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Coburg | Taumelgetriebe |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2770810B1 (fr) * | 1997-11-07 | 2000-01-14 | Faure Bertrand Equipements Sa | Mecanisme d'articulation pour siege de vehicule, et siege de vehicule comportant un tel mecanisme |
| FR2796603B1 (fr) * | 1999-07-23 | 2001-09-28 | Ampafrance | Siege inclinable pour enfants a cotes lateraux pivotants |
| GB2360701B (en) * | 2000-02-28 | 2004-02-04 | Lear Corp | Method and apparatus for adjusting automotive seat mechanisms |
| DE102016109150A1 (de) * | 2016-03-01 | 2017-09-07 | Maul Konstruktionen GmbH | Mechanisch geregelte Achsverstellung an Exzentergetrieben |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4407544A (en) * | 1979-05-28 | 1983-10-04 | Privates Institut Fur Physikalisch Technische Auftragsforschung Gmbh | Apparatus for elimination play in gear wheel transmissions |
| DE3419492A1 (de) * | 1984-05-25 | 1985-11-28 | No-Sag Drahtfedern Gmbh, 4835 Rietberg | Verstellgelenk fuer die rueckenlehne eines sitzes |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1422786A (en) * | 1972-05-20 | 1976-01-28 | Turner Willenhall Ltd H R | Mechanism for reclining seats |
| DE3013304C2 (de) * | 1980-04-05 | 1983-05-11 | Keiper Automobiltechnik Gmbh & Co Kg, 5630 Remscheid | Stellvorrichtung für Sitze und Fenster, insbesondere von Kraftfahrzeugen |
| FR2706380B1 (fr) * | 1993-06-11 | 1995-08-04 | Bfa | Articulation à rattrapage de jeux utilisée dans les sièges automobiles. |
-
1996
- 1996-03-14 GB GB9605374A patent/GB2311094B/en not_active Expired - Fee Related
-
1997
- 1997-03-14 DE DE1997110540 patent/DE19710540C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4407544A (en) * | 1979-05-28 | 1983-10-04 | Privates Institut Fur Physikalisch Technische Auftragsforschung Gmbh | Apparatus for elimination play in gear wheel transmissions |
| DE3419492A1 (de) * | 1984-05-25 | 1985-11-28 | No-Sag Drahtfedern Gmbh, 4835 Rietberg | Verstellgelenk fuer die rueckenlehne eines sitzes |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202007013440U1 (de) * | 2007-09-11 | 2009-02-12 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Coburg | Taumelgetriebe |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB9605374D0 (en) | 1996-05-15 |
| GB2311094B (en) | 1999-10-06 |
| GB2311094A (en) | 1997-09-17 |
| DE19710540A1 (de) | 1997-09-18 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2808954C2 (de) | ||
| EP2129544B1 (de) | Verstellbeschlag für eine kraftfahrzeugkomponente | |
| DE10148073B4 (de) | Sitzneigevorrichtung | |
| DE3222758C2 (de) | ||
| DE10033666C2 (de) | Verstellbeschlag für einen Kraftfahrzeugsitz,insb.Neigungsverstellbeschlag für dessen Rückenlehne | |
| EP1893437A1 (de) | Beschlag für einen fahrzeugsitz | |
| DE3705116A1 (de) | Drehgelenk fuer sitze mit verstellbarer rueckenlehne | |
| DE19517441C1 (de) | Gelenkbeschlag für Sitze mit verstellbarer Rückenlehne, insbesondere Kraftfahrzeugsitze | |
| DE3800765A1 (de) | Ruecklehnwinkeleinstellvorrichtung | |
| DE102009002478B4 (de) | Ver- und Feststellvorrichtung eines Verstellbeschlages | |
| DE19710540C2 (de) | Gelenk | |
| DE2908422C2 (de) | Hon- oder Läppkopf | |
| EP1145897A2 (de) | Getriebebeschlag für einen Fahrzeugsitz | |
| DE19850835A1 (de) | Gelenkmechanismus für einen Kraftfahrzeugsitz und Kraftfahrzeugsitz mit einem solchen Gelenkmechanismus | |
| DE69704202T2 (de) | Neigungsverstellungsmechanismus für einen Sitz | |
| DE4428557A1 (de) | Drehgelenk | |
| DE102006032681A1 (de) | Rastronde mit Mehrkant und Feder | |
| DE3419492A1 (de) | Verstellgelenk fuer die rueckenlehne eines sitzes | |
| DE4018819A1 (de) | Gelenkbeschlag fuer sitze mit verstellbarer rueckenlehne | |
| DE102006056004A1 (de) | Gelenkbeschlag für Kraftfahrzeugsitze mit mindestens zwei Sperrarmen | |
| DE102011016053B4 (de) | Verstellbeschlag mit einem reduzierten Antriebsmoment | |
| DE2843572A1 (de) | Vorrichtung zur uebertragung einer bewegung zwischen einer welle und einem drehelement | |
| DE102024118742A1 (de) | Gelenkbeschlag für einen fahrzeugsitz sowie fahrzeugsitz | |
| DE19963702A1 (de) | Feststellvorrichtung für zwei gegeneinander schwenkbare Bauteile | |
| DE6608216U (de) | Sitz, insbesondere kraftfahrzeugsitz. |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8304 | Grant after examination procedure | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |