DE196691C - - Google Patents

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DE196691C
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gas
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oxygen
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supply pipes
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D14/00Burners for combustion of a gas, e.g. of a gas stored under pressure as a liquid
    • F23D14/32Burners for combustion of a gas, e.g. of a gas stored under pressure as a liquid using a mixture of gaseous fuel and pure oxygen or oxygen-enriched air

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gas Burners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- .M 196691 KLASSE 4g. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. März 1907 ab.
Die bisher bekannt gewordenen Konstruktionen von Gas-Sauerstoffbrennern, welche der Erzeugung von Gasglühlicht dienen, beruhen auf dem Prinzip, das brennbare Gas und den Sauerstoff am Ende zweier konzentrisch gelagerter Rohre gleichgerichtet austreten, sich hier mischen zu lassen und unter einem über das äußere Rohr gestülpten Glühstrumpf zur Verbrennung zu bringen. Bei
ίο diesen Brennern leidet der Brennerkopf leicht durch die an ihm auftretende Hitze, zweitens mischt sich Gas und Sauerstoff nur unvollkommen, so daß die Flamme leicht zum Rußen neigt und nicht die erforderliche Hitze erzeugt, drittens wird das Licht in der Hauptsache nur seitwärts ausgestrahlt, viertens ist die Flamme gegen Gasdruckdifferenzen sehr empfindlich.
Den Kern der Erfindung bildet nun eine neue, eigenartige . Flammenbildung. Diese wird durch gegeneinander gerichtete Ströme des brennbaren und des oxydierenden Gases erreicht, doch treffen die Ströme nicht unmittelbar gegeneinander, wie z. B. bei den in der Patentschrift 154200, Kl. 4g beschriebenen Brennern, bei denen ein. Wasserstoffstrahl gegen einen solchen von Sauerstoff geleitet wird, sondern die aus Düsen unter Druck austretenden Gasströme prallen auf eirie wenige Millimeter im Durchmesser bemessene Prallplatte, werden jeder für sich durch diese breitgedrückt und vereinigen sich nun erst ringförmig miteinander zu einer sehr heißen, gedrungenen-Flamme rings um die Prallplatte herum.
Das brennbare Gas oder den Sauerstoff kann man auch ringförmig von einer Seite aus gegen die kleine Platte führen, immer aber muß wenigstens eins der Gase unter hohem Druck aus einer Düse gegen die Platte strömen, damit es breitgequetscht wird. Hierin liegt das Wesen der neuen Flammenbildung. Denn ohne daß mindestens ein Gasstrom durch seine ihm innewohnende Strömungsenergie breitgedrückt wird, entsteht die flache, schalenförmige Flamme nicht, wenigstens nicht ohne Zuhilfenahme einer besonderen Flammenvefteilungsplatte, wie z. B. nach Art der im Siemens-Regenerativbrenner angeordneten ringförmigen Führung der Flamme, oder entsprechend der Verteilungsplatte des Sauerstoffbrenners nach der britischen Patentschrift 26065 v- J- 1903. Bei diesen Brennern werden die bereits brennenden Gase verteilt, während nach der Erfindung durch die Prallplatte die Gase so lange an der Vereinigung verhindert werden, bis sie jedes für sich oder zum mindesten das eine Gas breitgequetscht sind. Eine Platte, welche die Flamme formt, ist nach der Erfindung also nicht nötig.
Eine Prallplatte im Sirine, der Erfindung bildet auch nicht der in der Patentschrift 178395, Kl. 4 beschriebene Einsatz in der Mündung des Sauerstoffrohres; dieser Einsatz verteilt nur den Sauerstoff, aber die Gasströme bleiben gleichgerichtet.
Man kann auch die Stichflamme eines dem Danielschen Hahn ähnlich gebauten Brenners gegen eine Seite der Prallplatte richten oder
gegen jede Seite der Platte den Strom je eines dieser Brenner. In jedem Falle ist die Wirkung die gleiche, nämlich die Flamme wird durch die kleine Prallplatte ringförmig flach und breit und rund gequetscht. Man kann der Flamme mit Hilfe- dieser Platte nach Belieben eine konisch nach unten oder oben oder genau wagerechte Form geben, je nachdem man die Platte plan-plan oder
ίο kegelförmig, konkav, konvex oder plan-konvex oder plan-konkav oder konvex-konkav macht. Auch ergibt es keinen Unterschied, ob man die Prallplatte auf dem Brenner befestigt oder' sie unmittelbar in den Glühstrumpf dort einlegt, einwirkt oder einkittet, wo die Gasströme gegeneinandertreffen.
Die Fig. 1 bis 7 der Zeichnung veranschaulichen die Flammenbildung durch verschiedene Prallplatten bei gegeneinander gerichteten Gasströmen.
Auch bei der Ausführungsform des Brenners nach Fig. 6 sind die Gasströme gegeneinander gerichtet, obwohl die Zuführungsrohre gleichgerichtet sind. Es wird bei dieser Ausführungsform die Richtung des aus dem inneren Rohre austretenden Gases durch die kleine konische Prallplatte umgekehrt, so daß auch hier am Austritt aus dem Brenner die Gasströme gegeneinander gerichtet sind und eine flache, breite Flamme erzeugt wird.
Die Wirkung, welche durch das Zusammentreffen der gegeneinander gerichteten Gase erzielt wird, besteht darin, daß sich die Gase wirbelnd miteinander innig mischen und eine rußfreie Verbrennung erzielt wird.
Die Fig. 8 und 10 veranschaulichen einen Glühlichtbrenner nach der Erfindung in der einfachsten Form, α ist das Gasrohr mit dem ringförmigen Gäsaustritt; b ist die eingesetzte Prallplatte, c das Sauerstoffdüsenrohr, d eine Platte, welche als Reflektor und Halter für den Glühstrumpf dient, e ein Schutzrohr, / der Glühkörper, b, c, d, e bestehen aus. hochfeuerfester Thorium-, Magnesia- oder Porzellanmasse. Der Glühkörper kann verschiedenartig gestaltet werden. So hat sich z. B. vorzüglich ein Doppelmantelglühkörper nach Fig. 8 bewährt. Er kann aber auch wie in Fig. 9 dargestellt ausgebildet werden, wo die. Prallplatte, wie schon erwähnt, in der Mitte des Strumpfes eingestrickt oder aufgekittet ist. Da die Lichtstrahlen abwärts gerichtet sind, eignet sich der Brenner insbesondere zur Beleuchtung von Straßen, Plätzen und großen Räumen.
Erwähnung verdient noch, daß der Brenner nach Fig. 6 sich auch als Koch- oder Heizbrenner verwenden läßt, ζ. Β. zum Erhitzen von Schmelztiegeln.

Claims (4)

  1. Pat ent-Ansprüche:
    ι. Verfahren zur Erzeugung entleuchteter Flammen mittels zweier gegeneinander geführter Ströme eines brennbaren und eines oxydierenden Gases (Sauerstoff oder Druckluft), dadurch gekennzeichnet, daß die Gasströme auf eine zwischen den Mündungen der Zuleitungsrohre gelagerte ebene, konkave, konvexe oder plan-konvexe kleine Prallplatte (b) auftreffen, durch welche die Gase breitgequetscht werden . und sich ringförmig um die Prallplatte zur Flamme vereinigen.
  2. 2. Gas - Sauerstoffbrenner zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch- eine Prallplatte (b) mit kegelförmiger Ausbohrung, welche so vor den gleichachsig ineinandergesteckten Zuleitungsrohren des brennbaren und des oxydierenden Gases angebracht ist, daß der eine Gasstrom in die Ausbohrung der Platte geführt und aus dieser zurückprallend den zweiten Gasstrom trifft, so daß eine flache Flamme erst rings um den Rand des Prallkörpers entsteht.
  3. 3. Gas - Sauerstoffbrenner zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Prallplatte (b), gegen welche die Mündungen der Zuleitungsrohre für zwei Gas-Sauerstoffstichflammen von zwei entgegengesetzten Seiten aus gerichtet sind, so daß die Stichflammen ,durch die Prallplatte zu einer flachen, kreisförmigen Flamme breitgequetscht werden.
  4. 4. Invertbrenner mit schalenförmigem Glühstrumpf zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine in der Mitte des Glühkörpers eingestrickte oder eingekittete kleine Prallplatte (b) aus feuerfestem Material, welche zwischen den Mündungen der Zuleitungsrohre für die beiden Gase gelagert ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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