DE196691C - - Google Patents
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- DE196691C DE196691C DENDAT196691D DE196691DA DE196691C DE 196691 C DE196691 C DE 196691C DE NDAT196691 D DENDAT196691 D DE NDAT196691D DE 196691D A DE196691D A DE 196691DA DE 196691 C DE196691 C DE 196691C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23D—BURNERS
- F23D14/00—Burners for combustion of a gas, e.g. of a gas stored under pressure as a liquid
- F23D14/32—Burners for combustion of a gas, e.g. of a gas stored under pressure as a liquid using a mixture of gaseous fuel and pure oxygen or oxygen-enriched air
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- .M 196691 KLASSE 4g. GRUPPE
Die bisher bekannt gewordenen Konstruktionen von Gas-Sauerstoffbrennern, welche
der Erzeugung von Gasglühlicht dienen, beruhen auf dem Prinzip, das brennbare Gas
und den Sauerstoff am Ende zweier konzentrisch gelagerter Rohre gleichgerichtet austreten,
sich hier mischen zu lassen und unter einem über das äußere Rohr gestülpten Glühstrumpf
zur Verbrennung zu bringen. Bei
ίο diesen Brennern leidet der Brennerkopf leicht
durch die an ihm auftretende Hitze, zweitens mischt sich Gas und Sauerstoff nur unvollkommen,
so daß die Flamme leicht zum Rußen neigt und nicht die erforderliche Hitze erzeugt,
drittens wird das Licht in der Hauptsache nur seitwärts ausgestrahlt, viertens ist
die Flamme gegen Gasdruckdifferenzen sehr empfindlich.
Den Kern der Erfindung bildet nun eine neue, eigenartige . Flammenbildung. Diese
wird durch gegeneinander gerichtete Ströme des brennbaren und des oxydierenden Gases
erreicht, doch treffen die Ströme nicht unmittelbar gegeneinander, wie z. B. bei den in
der Patentschrift 154200, Kl. 4g beschriebenen Brennern, bei denen ein. Wasserstoffstrahl
gegen einen solchen von Sauerstoff geleitet wird, sondern die aus Düsen unter Druck
austretenden Gasströme prallen auf eirie wenige Millimeter im Durchmesser bemessene Prallplatte,
werden jeder für sich durch diese breitgedrückt und vereinigen sich nun erst
ringförmig miteinander zu einer sehr heißen, gedrungenen-Flamme rings um die Prallplatte
herum.
Das brennbare Gas oder den Sauerstoff kann man auch ringförmig von einer Seite
aus gegen die kleine Platte führen, immer aber muß wenigstens eins der Gase unter
hohem Druck aus einer Düse gegen die Platte strömen, damit es breitgequetscht wird.
Hierin liegt das Wesen der neuen Flammenbildung. Denn ohne daß mindestens ein Gasstrom durch seine ihm innewohnende
Strömungsenergie breitgedrückt wird, entsteht die flache, schalenförmige Flamme nicht,
wenigstens nicht ohne Zuhilfenahme einer besonderen Flammenvefteilungsplatte, wie z. B.
nach Art der im Siemens-Regenerativbrenner angeordneten ringförmigen Führung der
Flamme, oder entsprechend der Verteilungsplatte des Sauerstoffbrenners nach der britischen
Patentschrift 26065 v- J- 1903. Bei
diesen Brennern werden die bereits brennenden Gase verteilt, während nach der Erfindung
durch die Prallplatte die Gase so lange an der Vereinigung verhindert werden, bis sie jedes
für sich oder zum mindesten das eine Gas breitgequetscht sind. Eine Platte, welche
die Flamme formt, ist nach der Erfindung also nicht nötig.
Eine Prallplatte im Sirine, der Erfindung
bildet auch nicht der in der Patentschrift 178395, Kl. 4 beschriebene Einsatz in der
Mündung des Sauerstoffrohres; dieser Einsatz verteilt nur den Sauerstoff, aber die Gasströme
bleiben gleichgerichtet.
Man kann auch die Stichflamme eines dem Danielschen Hahn ähnlich gebauten Brenners
gegen eine Seite der Prallplatte richten oder
gegen jede Seite der Platte den Strom je eines dieser Brenner. In jedem Falle ist die
Wirkung die gleiche, nämlich die Flamme wird durch die kleine Prallplatte ringförmig
flach und breit und rund gequetscht. Man kann der Flamme mit Hilfe- dieser Platte
nach Belieben eine konisch nach unten oder oben oder genau wagerechte Form geben,
je nachdem man die Platte plan-plan oder
ίο kegelförmig, konkav, konvex oder plan-konvex
oder plan-konkav oder konvex-konkav macht. Auch ergibt es keinen Unterschied,
ob man die Prallplatte auf dem Brenner befestigt oder' sie unmittelbar in den Glühstrumpf
dort einlegt, einwirkt oder einkittet, wo die Gasströme gegeneinandertreffen.
Die Fig. 1 bis 7 der Zeichnung veranschaulichen die Flammenbildung durch verschiedene
Prallplatten bei gegeneinander gerichteten Gasströmen.
Auch bei der Ausführungsform des Brenners nach Fig. 6 sind die Gasströme gegeneinander
gerichtet, obwohl die Zuführungsrohre gleichgerichtet sind. Es wird bei dieser Ausführungsform die Richtung des aus dem
inneren Rohre austretenden Gases durch die kleine konische Prallplatte umgekehrt, so daß
auch hier am Austritt aus dem Brenner die Gasströme gegeneinander gerichtet sind und
eine flache, breite Flamme erzeugt wird.
Die Wirkung, welche durch das Zusammentreffen der gegeneinander gerichteten Gase erzielt
wird, besteht darin, daß sich die Gase wirbelnd miteinander innig mischen und eine
rußfreie Verbrennung erzielt wird.
Die Fig. 8 und 10 veranschaulichen einen Glühlichtbrenner nach der Erfindung in der
einfachsten Form, α ist das Gasrohr mit dem ringförmigen Gäsaustritt; b ist die eingesetzte
Prallplatte, c das Sauerstoffdüsenrohr, d eine Platte, welche als Reflektor und
Halter für den Glühstrumpf dient, e ein Schutzrohr, / der Glühkörper, b, c, d, e bestehen
aus. hochfeuerfester Thorium-, Magnesia- oder Porzellanmasse. Der Glühkörper kann verschiedenartig gestaltet werden. So
hat sich z. B. vorzüglich ein Doppelmantelglühkörper nach Fig. 8 bewährt. Er kann
aber auch wie in Fig. 9 dargestellt ausgebildet werden, wo die. Prallplatte, wie schon erwähnt,
in der Mitte des Strumpfes eingestrickt oder aufgekittet ist. Da die Lichtstrahlen
abwärts gerichtet sind, eignet sich der Brenner insbesondere zur Beleuchtung
von Straßen, Plätzen und großen Räumen.
Erwähnung verdient noch, daß der Brenner nach Fig. 6 sich auch als Koch- oder Heizbrenner
verwenden läßt, ζ. Β. zum Erhitzen von Schmelztiegeln.
Claims (4)
- Pat ent-Ansprüche:ι. Verfahren zur Erzeugung entleuchteter Flammen mittels zweier gegeneinander geführter Ströme eines brennbaren und eines oxydierenden Gases (Sauerstoff oder Druckluft), dadurch gekennzeichnet, daß die Gasströme auf eine zwischen den Mündungen der Zuleitungsrohre gelagerte ebene, konkave, konvexe oder plan-konvexe kleine Prallplatte (b) auftreffen, durch welche die Gase breitgequetscht werden . und sich ringförmig um die Prallplatte zur Flamme vereinigen.
- 2. Gas - Sauerstoffbrenner zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch- eine Prallplatte (b) mit kegelförmiger Ausbohrung, welche so vor den gleichachsig ineinandergesteckten Zuleitungsrohren des brennbaren und des oxydierenden Gases angebracht ist, daß der eine Gasstrom in die Ausbohrung der Platte geführt und aus dieser zurückprallend den zweiten Gasstrom trifft, so daß eine flache Flamme erst rings um den Rand des Prallkörpers entsteht.
- 3. Gas - Sauerstoffbrenner zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Prallplatte (b), gegen welche die Mündungen der Zuleitungsrohre für zwei Gas-Sauerstoffstichflammen von zwei entgegengesetzten Seiten aus gerichtet sind, so daß die Stichflammen ,durch die Prallplatte zu einer flachen, kreisförmigen Flamme breitgequetscht werden.
- 4. Invertbrenner mit schalenförmigem Glühstrumpf zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine in der Mitte des Glühkörpers eingestrickte oder eingekittete kleine Prallplatte (b) aus feuerfestem Material, welche zwischen den Mündungen der Zuleitungsrohre für die beiden Gase gelagert ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE196691C true DE196691C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE196691C (de) |
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