DE19643649C1 - Stellantrieb zur Umwandlung der Energie eines Fluids in eine mechanische Kraft - Google Patents
Stellantrieb zur Umwandlung der Energie eines Fluids in eine mechanische KraftInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Stellantrieb zu Umwand
lung der Energie eines Fluids in eine mechanische Kraft.
Aus der EP 0 261 721 A2 ist ein hydraulisch oder alternativ
auch pneumatisch versorgter Stellantrieb der vorgenannten
Art bekannt, bei welchem eine innere, im wesentlichen
rohrförmige Expansionskammer aus einem elastisch-nachgiebi
gen Material besteht, das bei einer Beaufschlagung der
Expansionskammer mit einem durch das Fluid vermittelten
Innendruck eine im wesentlichen radial ausgerichtete Ver
formung erfährt. Diese Verformung der Expansionskammer wird
durch eine äußere Kraftübertragungshülle begrenzt, welche
die Expansionskammer umgibt und aus einem flexiblen, jedoch
nicht streckbaren Fadenmaterial besteht, das an den axialen
Enden der Expansionskammer verankert ist. Bei der radialen
Aufweitung der Expansionskammer wirken daher als Folge der
nicht streckbaren Materialeigenschaften der Kraftübertra
gungshülle axial gegeneinander ausgerichtete Kräfte auf die
Enden der Expansionskammer ein, die somit in axiale Zug
kräfte übersetzt werden. Bei dem bekannten Stellantrieb
besteht das Fadenmaterial aus Einzelfäden oder auch aus
Mehrfachfäden, die zu Strängen oder Litzen gebündelt sind.
Diese Einfach- oder Mehrfachfäden sind mit gegenläufigen
Spiralen unter einem Neigungswinkel von etwa 50° bis 80°
gegen die Achse der Expansionskammer zu einem Netzwerk zu
sammengefaßt, das an den Fadenüberkreuzungen eine relative
Winkelverschiebung der Fäden bei der Aufweitung der
Expansionskammer erlaubt. Die Fäden sind im übrigen mit
ihren Enden an Zugankern befestigt, die mit den Enden der
Expansionskammer kraftschlüssig verbunden sind.
Aus der CH-A-462 374 ist ein zur Betätigung von Prothesen
und gelähmten Gliedmaßen als künstlicher pneumatischer
Muskel definierter Stellantrieb bekannt, bei dem eine ent
sprechende Expansionskammer mit einem Gummirohr ausgebildet
ist. In der Wandung des Gummirohres sind parallel zu der
Rohrachse verlaufende Fäden aus einem nicht streckbaren
Material eingebettet. Durch eine Befestigung der Fäden an
endseitigen Kraftübertragungsteilen des Gummirohres können
axiale Zugkräfte vermittelt werden, sobald das Gummirohr
mit Druckluft aufgeweitet wird. Zur Begrenzung der Aufwei
tung sind auf das Gummirohr noch eine oder mehrere Ringe
aufgesetzt, wodurch das wirksame Arbeitsvolumen des Gummi
rohres in miteinander kommunizierende Einzelkammern unter
teilt wird.
Aus der JP-A-58-081 205 ist für einen ähnlichen, dabei
hydraulisch betriebenen Stellantrieb bekannt, anstelle
einer Einbettung der axial nicht streckbaren Einzelfäden in
das elastisch-nachgiebige Material der Expansionskammer
diese Einzelfäden an der Außenseite der Expansionskammer
anzuordnen. Die Fäden sind mittels Klemmbändern zusammen
mit den Enden der Expansionskammer an endseitigen Zugankern
verklemmt, die dabei noch durch eine im Innern der Expan
sionskammer angeordnete Spiralfeder gegeneinander und gegen
den Fluiddruck vorgespannt werden. Die Spiralfeder erfüllt
dabei den Zweck, die Zuganker und damit die Expansionskammer
in ihre Ausgangsposition zurückzubringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stellantrieb
der vorstehend abgehandelten Ausbildung bereitzustellen,
bei welchem die bei der Erzeugung des Innendruckes erhaltene
radiale Aufweitung der Expansionskammer auf die Achse des
Stellantriebes präzise und damit unter Vermeidung einer
Streuwirkung konzentriert wird, so daß die Druckenergie des
Fluids entsprechend optimal in die antriebsmäßig genutzten
Axialkräfte übersetzt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Stellantrieb
in der Ausbildung gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst.
Bei einem Stellantrieb dieser Ausbildung stellt die Verwen
dung eines Endlosfadens als Fadenmaterial für die äußere
Kraftübertragungshülle sicher, daß die radiale Aufweitung
der Expansionskammer eine völlig vergleichmäßigte Verteilung
über die gesamte Kraftübertragungshülle erfährt, auch wenn
der Innendruck über die Länge der Expansionskammer unregel
mäßig verteilt werden sollte oder sich ein örtlich unter
schiedliches Materialverhalten ergibt, das insbesondere an
den axialen Einspannenden der Expansionskammer im Verhältnis
zu ihrem mittigen Bereich im Dauerbetrieb des Stellantriebes
auftreten kann. Jede örtliche Belastungsspitze wird als
Folge der endlosen Hin- und Herführung des Fadenmaterials
unmittelbar ausgeglichen, und dieser Ausgleich erfährt über
die bevorzugt formschlüssig ausgebildete Verbindung der
endseitigen Zuganker mit der Expansionskammer eine Konzen
tration auf die Antriebsachse des Stellantriebes. Die mit
der Zuleitung eines Fluids in die Expansionskammer erzeugte
Druckenergie wird daher entsprechend optimal in die mit dem
Stellantrieb genutzten axialen Zugkräfte übersetzt, wobei
diese optimale Übersetzung vom Beginn der radialen Aufwei
tung der Expansionskammer an vorherrscht, weil dabei die
anfängliche, axial verlaufende Linienberührung des Faden
materials eine entsprechend günstige Kraftübersetzung
ergibt.
Die Verwendung eines Endlosfadens als Fadenmaterial für die
äußere Kraftübertragungshülle ergibt daneben den Vorteil
einer einfachen Fertigungsmöglichkeit, da die Hin- und
Herführung des Endlosfadens mit der abwechselnden Umlenkung
an den beiden endseitigen Zugankern maschinell mit einfach
sten Mitteln zu realisieren ist. Gleichzeitig kann bei
dieser Hin- und Herführung des Endlosfadens die Dicke der
für die Expansionskammer bereitgestellten mehrlagigen
Umhüllung eine entsprechend einfache Einstellung und Regu
lierung erfahren. Damit ist auch die Höhe der mit dem
Stellantrieb zu übertragenden mechanischen Kraft im Verhält
nis zu dem durch das Fluid vermittelten Innendruck ent
sprechend optimal beeinflußbar, so daß bei Vorgabe eines
übereinstimmenden Sicherheitsfaktors Stellantriebe mit
verschieden großen Leistungen ohne weiteres garantiert
werden können. Dabei wird gleichzeitig ein größerer Frei
heitsgrad hinsichtlich der Materialauswahl für den Endlos
faden erhalten, wobei sich diese Materialauswahl an den
herkömmlichen Vorstellungen orientiert und somit hauptsäch
lich Kunststoffasern, wie bspw. Aramid- oder PE-Fasern,
Kohlenstoffasern, Mischfasern usw. in Betracht kommen, auch
in der Ausbildung von Mehrfachfäden oder Litzen.
Der Wirkungsgrad des erfindungsgemäßen Stellantriebes kann
weiter optimiert werden, wenn gemäß einer entsprechend
vorteilhaften Ausbildung die Expansionskammer durch un
elastische Ringkörper, die über die äußere Kraftübertragungs
hülle mit einem gleichen gegenseitigen Abstand übergeschoben
sind, in miteinander kommunizierende Einzelkammern unter
teilt ist, deren radiale Aufweitung zwischen den endseitigen
Zugankern auf den axialen Zwischenraum zwischen den entlang
der Antriebsachse mit einem gleichen gegenseitigen Abstand
aneinandergereihten Ringkörpern begrenzt ist. Mit dieser
Unterteilung wird für die Expansionskammer eine Erhöhung
des Sicherheitsfaktors erhalten sowie gleichzeitig eine
Vergrößerung des Freiheitsgrades bei der Auswahl des Faden
materials. Die Anordnung solcher Ringkörper, die zweckmäßig
aus dem gleichen Material bestehen wie der Endlosfaden,
kann problemlos insbesondere dann erfolgen, wenn die Zug
anker die beanspruchte Ausbildung mit den sternförmig
angeordneten Umlenkarmen aufweisen, weil es dann möglich
ist, nach dem Abschluß des Wickelvorganges des Endlosfadens
die Ringkörper mit einer zu der Antriebsachse gekippten
Ausrichtung über solche Umlenkarme überzuschieben und sie
dann längs der Antriebsachse in ihre endgültige Lage zu
bringen.
Bezüglich des für die radiale Aufweitung der Expansionskam
mer benutzten Fluids ergeben sich grundsätzlich keine
Beschränkungen, vielmehr kann dafür jedes Fluid verwendet
werden, das am Anwendungsort des Stellantriebes zur Ver
fügung steht. Demzufolge wird als Arbeitsfluid hauptsächlich
Druckluft oder ein anderes Druckgas und Hydrauliköl oder
ein anderes flüssiges Medium in Betracht kommen. Die damit
erreichbare Ansprech- und Taktzeit des Stellantriebes steht
dabei in einem Verhältnis zu der zu übertragenden Kraft,
die ihrerseits abhängig ist von der mit der äußeren Kraft
übertragungshülle erzielbaren Verkürzung der Arbeitslänge
des Stellantriebes entlang der Antriebsachse. Unter prakti
schen Erwägungen sollte die Verkürzung der Arbeitslänge
bevorzugt bei etwa 10 bis 20% liegen. Für diesen Wert wird
berücksichtigt, daß die maximale Verkürzung der Arbeitslänge
bei einem theoretischen Wert von etwa 36% liegt. Wenn die
Verkürzung der Arbeitslänge bspw. mit diesem Wert von etwa
10 bis 20% vorgegeben wird, dann kann gleichzeitig die
Ansprechzeit des Stellantriebes mit der Maßnahme optimal
verkürzt werden, daß der in der Expansionskammer dabei
vorhandene, für die Aufweitung der Expansionskammer unge
nutzte Totraum von etwa 90 bis 80% mit einem schwimmend
angeordneten Kernmaterial ausgefüllt wird, das somit an der
Aufweitung der Expansionskammer nicht teilnehmen soll. Das
Einbringen eines solchen Kernmaterials in die Expansions
kammer kann unproblematisch vor ihrer Verbindung mit den
Zugankern und damit noch vor dem Wickelvorgang des Endlos
fadens erfolgen. Dabei sollte gleichzeitig in der Expansions
kammer noch eine zwischen den beiden Zugankern verspannte
Spiralfeder untergebracht werden, welche vorrangig dazu
dient, das Kernmaterial innerhalb der Expansionskammer zu
zentrieren und seine Berührung mit der Innenwand der Expan
sionskammer zu verhindern.
Weitere Merkmale und Vorteile des erfindungsgemäßen Stell
antriebes ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform, die in der Zeichnung schema
tisch dargestellt ist. Es zeigt
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht des Stellan
triebes in seiner Ausgangsposition,
Fig. 2 eine entsprechende Ansicht des Stellantriebes in
seiner Arbeitsposition,
Fig. 3 eine Schnittansicht des Stellantriebes nach der
Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine Schnittansicht des Stellantriebes nach der
Linie IV-IV in Fig. 2 und
Fig. 5 eine Schnittansicht des Stellantriebes nach der
Linie V-V in Fig. 2.
Für die in der Zeichnung schematisch dargestellte Ausfüh
rungsform eines Stellantriebes, mit dem eine Umwandlung der
Energie eines Fluids in eine mechanische Kraft realisierbar
ist, ist die dafür bereitzustellende Versorgungsquelle für
das Arbeitsfluid nicht gezeigt. Als Arbeitsfluid wird bspw.
Druckluft verwendet, die dann am Arbeitsort des Stellan
triebes über eine angeschlossene Versorgungsleitung heran
geführt wird.
Der Stellantrieb ist mit einer rohrförmigen Expansionskam
mer 1 ausgebildet, die an ihren beiden Enden durch den
axialen Mittelteil von zwei Zugankern 2 und 3 verschlossen
ist. Die beiden Zuganker 2, 3 sind mit den Enden der Expan
sionskammer 1 formschlüssig verbunden. Jede der beiden
Formschlußverbindungen 4 und 5 ist damit erhalten, daß das
über dem axialen Mittelteil des zugeordneten Zugankers 2, 3
übergeschobene Rohrende mit einem Faden mehrfach so stark
umwickelt ist, daß bei dem maßgeblichen Arbeitsdruck der
Expansionskammer 1 der Formschluß mit den Zugankern 2, 3 nicht
zerstört wird und eine Dichtheit der Expansionskammer 1 ge
währleistet ist. Der Formschluß kann bei niedrigen Arbeits
drücken auch durch einen Kraftschluß ersetzt sein, wobei
seine spezielle Ausbildung auch durch andere Maßnahmen
verwirklicht werden kann.
Die Expansionskammer 1 ergibt das eigentliche Stellglied des
Stellantriebes und besteht dafür aus einem elastisch-nach
giebigen Material, welches nach der Zuleitung der Druckluft
oder sinngemäß eines anderen Arbeitsfluids über einen der
beiden Zuganker 2, 3 durch den damit an die Innenwand der
Expansionskammer 1 vermittelten Innendruck eine im wesent
lichen radial ausgerichtete Verformung erfährt. Diese Ver
formung ist in Fig. 2 für eine Ausführungsform des Stell
antriebes veranschaulicht, bei welcher die Expansionskammer
1 durch übergeschobene Ringkörper 6, die über die wirksame
Länge der Expansionskammer 1 mit einem gleichen gegenseiti
gen Abstand aneinandergereiht sind, in miteinander kommuni
zierende Einzelkammern 1′ unterteilt ist, deren radiale
Aufweitung somit auf den axialen Zwischenraum zwischen den
Ringkörpern 6 begrenzt ist. In der Expansionskammer 1 ist
eine Spiralfeder 7 angeordnet, welche zwischen den beiden
Zugankern 2, 3 verspannt ist und ein Kernmaterial 8 umgibt,
das in der Expansionskammer 1 schwimmend angeordnet ist und
in deren Ausgangsposition durch die Spiralfeder 7 berüh
rungsfrei mit der Innenwand der Expansionskammer 1 gehalten
wird. Die Spiralfeder 7 erfüllt somit die Aufgabe, das
Kernmaterial 8 im Innern der Expansionskammer 1 zu zentrie
ren und seine schwimmende Anordnung bei der Zuleitung der
Druckluft sicherzustellen. Durch die fortlaufende Linien
berührung der Spiralfeder 7 mit der Innenwand der
Expansionskammer wird gleichzeitig garantiert, daß sich das
Arbeitsfluid gleichmäßig in die Einzelkammern 1′ ver
teilt und somit diese Einzelkammern 1′ eine gemeinsame Auf
weitung erfahren können. Bei dieser Aufweitung übernimmt
das Kernmaterial 8 lediglich die passive Rolle der Ausfül
lung eines Totraumes, der bei der Füllung der Expansions
kammer 1 mit dem Arbeitsfluid für die Verformung des ela
stisch-nachgiebigen Materials nicht benotigt wird. Der
anfängliche Nutzraum sollte zweckmäßig auf etwa 10 bis 20%
des gesamten Füllvolumens der Expansionskammer beschränkt
sein, um ein sicheres und gleichzeitig wirtschaftliches
Arbeiten des Stellantriebes zu garantieren.
Der Stellantrieb wird weiter vervollständigt durch eine
äußere Kraftübertragungshülle 9, welche die Expansions
kammer 1 umgibt und aus einem flexiblen, jedoch nicht
streckbaren Fadenmaterial besteht. Dieses Fadenmaterial ist
mit einem Endlosfaden gebildet, der für eine mehrlagige
Umhüllung der Expansionskammer 1 im Hin- und Hergang um die
beiden Zuganker 2 und 3 umgelenkt ist. Die Umlenkung des
Endlosfadens ist über Umlenkarme 10 vorgenommen, welche zu
dem axialen Mittelteil des jeweiligen Zugankers 2, 3 radial
ausgerichtet sind. Um eine einfache Umwicklung dieser bei
den beiden Zugankern 2 und 3 also sternförmig angeordneten
Umlenkarme 10 zu erhalten, ist die formschlüssige Verbindung
der Zuganker 2, 3 mit ihrem axialen Mittelteil mit den Enden
der Expansionskammer 1 zweckmäßig so getroffen, daß die
Umlenkarme 10 des einen Zugankers 2 zu den Umlenkarmen 10
des anderen Zugankers 3 auf Lücke angeordnet sind. Diese
Anordnung stellt dann gleichzeitig sicher, daß die mit dem
Endlosfaden erhaltene Kraftübertragungshülle 9 zu einem
dichten Paket aus längs verlaufenden Fäden geschlossen
wird, das auch bei der Aufweitung der miteinander kommuni
zierenden Einzelkammern 1′ beibehalten wird, wie es die
Querschnitte der Fig. 3 und 4 verdeutlichen. Damit wird
sichergestellt, daß bei dieser Aufweitung der Einzelkammern
1′ durch die Kraftübertragungshülle 9 eine auf die Achse
der Zuganker 2 und 3 konzentrierte Kraft übertragen wird,
welche eine Verkürzung der Ausgangslänge l₀ zu einer Ar
beitslänge l₁ ergibt. Damit wird eine korrespondierende
Annäherung der beiden Zuganker 2 und 3 entlang der gemein
samen Längsachse 11 erhalten, und diese Annäherung erzeugt
wegen des flexiblen, jedoch nicht streckbaren Fadenmaterials
der Kraftübertragungshülle 9 eine axiale Zugkraft. Die
Druckenergie des Fluids, das in die Expansionskammer 1 zu
geleitet wird, wird also in solche axiale Zugkräfte über
setzt, so daß die Längsachse 11 die maßgebliche Antriebs
achse des Stellantriebes ergibt. In dieser Längsachse 11
kann daher der Stellantrieb mit einem beliebigen Stellorgan
verbunden werden, wobei es dann bspw. möglich ist, bei
einer pneumatischen Ausbildung des Stellantriebes mit einem
Arbeitsdruck von etwa 8 bar eine Zugkraft von etwa 6 kN bei
der gleichzeitigen Vorgabe von nur etwa 10 bis 20% anfäng
liches Nutzvolumen der Expansionskammer 1 zu erzeugen.
Claims (12)
1. Stellantrieb zur Umwandlung der Energie eines Fluids in
eine mechanische Kraft, bestehend aus
- - einer inneren, im wesentlichen rohrförmigen Expansions kammer (1) aus einem elastisch-nachgiebigen Material, das bei einer Beaufschlagung der Expansionskammer mit einem durch das Fluid vermittelten Innendruck eine im wesentlichen radial ausgerichtete Verformung erfährt; und
- - einer äußeren Kraftübertragungshülle (9), welche die Expansionskammer (1) umgibt und aus einem flexiblen, jedoch nicht streckbaren Fadenmaterial besteht und an den axialen Enden der Expansionskammer (1) für die Ausübung von axialen Zugkräften bei der radialen Auf weitung der Expansionskammer (1) verankert ist; wobei
- - das Fadenmaterial der äußeren Kraftübertragungshülle (9) mit einem Endlosfaden gebildet ist, der für eine mehr lagige Umhüllung der inneren Expansionskammer (1) im Hin- und Hergang über zwei Zuganker (2, 3) umgelenkt ist, die mit den beiden axialen Enden der inneren Expansionskammer (1) verbunden sind.
2. Stellantrieb nach Anspruch 1, bei welchem jeder Zuganker
(2, 3) mit mehreren Umlenkarmen (10) versehen ist, die
zu einem für die Übertragung der axialen Zugkräfte
vorgesehenen axialen Mittelteil mit einer radialen
Ausrichtung sternförmig angeordnet sind und über welche
der Endlosfaden der Kraftübertragungshülle (9) bei der
Umlenkung im Hin- und Hergang in der Umfangsrichtung
einzeln aufeinanderfolgend sowie abwechselnd bei den
Umlenkarmen (10) der beiden Zuganker (2, 3) geführt ist.
3. Stellantrieb nach Anspruch 2, bei welchem die Vielzahl
der Umlenkarme (10) des Zugankers (2) an dem einen
Ende der Expansionskammer (1) zu der Vielzahl der Umlenk
arme (10) des Zugankers (3) an deren anderem Ende auf
Lücke angeordnet ist.
4. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei
welchem die axialen Enden der Expansionskammer (1) über
die axialen Mittelteile der beiden Zuganker (2, 3)
übergeschoben und mit ihnen kraft- oder formschlüssig,
sowie fluiddicht verbunden sind.
5. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei
welchem der Endlosfaden der Kraftübertragungshülle (9)
für eine anfängliche, achsparallele Linienberührung mit
der Expansionskammer (1) zwischen den Umlenkarmen (10)
der beiden Zuganker (2, 3) hin- und hergeführt ist.
6. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei
welchem der Endlosfaden der Kraftübertragungshülle (9)
für seine Fixierung an den Zugankern (2, 3) an seinen
Umlenkstellen mit einem Kunstharz od. dgl. umgossen ist.
7. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei
welchem die Expansionskammer (1) durch unelastische
Ringkörper (6), die mit einem gleichen gegenseitigen
Abstand über die äußere Kraftübertragungshülle (9)
übergeschoben sind, in miteinander kommunizierende
Einzelkammern (1′) unterteilt ist, deren radiale Auf
weitung zwischen den beiden endseitigen Zugankern (2, 3)
auf den axialen Zwischenraum zwischen den Ringkörpern
(6) begrenzt ist.
8. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei
welchem in der Expansionskammer (1) eine zwischen den
beiden Zugankern (2, 3) verspannte, den axialen Zugkräf
ten entgegenwirkende Spiralfeder (7) angeordnet ist.
9. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei
welchem in der Expansionskammer (1) ein deren Füll
volumen für das Fluid verringerndes, an der radialen
Aufweitung der Expansionskammer nicht teilnehmendes
Kernmaterial (8) schwimmend angeordnet ist.
10. Stellantrieb nach den Ansprüchen 8 oder 9, bei welchem
das Kernmaterial (8) durch die Spiralfeder (7) zentriert
ist.
11. Stellantrieb nach Anspruch 9 oder 10, bei welchem das
an der Aufweitung der Expansionskammer (1) nicht teil
nehmende Kernmaterial (8) deren anfängliches Füllvolumen
für das Fluid mit wenigstens etwa 65% ausfüllt.
12. Stellantrieb nach Anspruch 11, bei welchem das
Kernmaterial (8) mit etwa 80 bis 90% das anfängliche
Füllvolumen der Expansionskammer (1) ausfüllt.
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- 1996-10-22 DE DE1996143649 patent/DE19643649C1/de not_active Expired - Fee Related
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