DE19641540C2 - Hydraulisches Sicherheitsventil - Google Patents
Hydraulisches SicherheitsventilInfo
- Publication number
- DE19641540C2 DE19641540C2 DE1996141540 DE19641540A DE19641540C2 DE 19641540 C2 DE19641540 C2 DE 19641540C2 DE 1996141540 DE1996141540 DE 1996141540 DE 19641540 A DE19641540 A DE 19641540A DE 19641540 C2 DE19641540 C2 DE 19641540C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- valve
- pilot
- connection
- control unit
- passage
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 description 5
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 3
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 230000004913 activation Effects 0.000 description 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F15B20/00—Safety arrangements for fluid actuator systems; Applications of safety devices in fluid actuator systems; Emergency measures for fluid actuator systems
- F15B20/005—Leakage; Spillage; Hose burst
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F15B13/00—Details of servomotor systems ; Valves for servomotor systems
- F15B13/01—Locking-valves or other detent i.e. load-holding devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Fluid-Pressure Circuits (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein hydraulisches Sicher
heitsventil nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus DE 40 32 420 C2 ist ein hydraulisches Sicherheitsventil
bekanntgeworden mit einem Ventilgehäuse, das einen einen
Verbraucher mit einem Steuergerät direkt verbindenden
Durchgang aufweist, in dem ein Rückschlagventil angeordnet
ist. Ein Steuerschieber im Gehäuse weist einen Ventilab
schnitt auf, der in einer Verbindung zwischen den Ab
schnitten des Durchgangs beiderseits des Rückschlagventils
angeordnet ist und der in Schließrichtung des Ventils von
einer Feder in Öffnungsrichtung von einem Vorsteuerkolben
verstellt wird, von dem eine Wirkfläche mit einem Steuer
druck beaufschlagt wird.
Auf die herrschende Strömung, welche das Rückschlagventil
zum Beispiel bei einer Senkbewegung der Kolbenzylinderein
heit umgeht, wirkt auch ein Staudruck, der den Steuer
schieber in Schließrichtung beeinflußt. Wird dieser Stau
druck zum Beispiel aufgrund eines Leitungsbruches auf der
Steuergeräteseite erniedrigt oder geht gar gegen Null,
besteht die Gefahr, daß der Steuerschieber weiter in Öff
nungsstellung verstellt wird, so daß sich ein größerer
Drosselquerschnitt ergibt. Ein größerer Drosselquerschnitt
würde naturgemäß zu einer erhöhten Absenkgeschwindigkeit
der Kolbenzylindereinheit führen. Bei dem bekannten Si
cherheitsventil ist daher ferner bekannt, einen Kompensa
tionsraum des Vorsteuerkolbens über einen Verbindungskanal
im Gehäuse mit dem Druck des steuergeräteseitigen Ab
schnitts des Durchgangs in Öffnungsrichtung des Steuer
schiebers zu beaufschlagen. Bei diesem Sicherheitsventil
wird mithin der Steuerdruck, der auf den Steuerkolben
wirkt und der den Steuerschieber bzw. das zugehörige Ven
tilglied in die Öffnungsstellung verstellt, aus zwei Kom
ponenten gebildet. Zum einen wirkt der übliche an sich be
kannte Steuerdruck, der aus einer vorgegebenen Steuerdruckquelle
kommt. Summierend tritt hinzu der Druck, der steuergeräteseitig ansteht
und über einen Verbindungskanal mit einem Kompensationsraum des Vorsteuer
kolbens verbunden ist. Im Falle eines Leitungsbruches wird diese Steuerkomponente
niedrig oder zu Null, so daß der Gesamtsteuerdruck am Vorsteuerkolben und damit
am Steuerschieber reduziert wird, um den Drosselquerschnitt zu verringern. Es hat
sich jedoch in der Praxis herausgestellt, daß eine derartige "Überkompensation" nicht
immer verhindert, daß aufgrund des Staudruckes das Sicherheitsventil weiter öffnet
und es zu höheren Senkgeschwindigkeiten kommt.
Aus DE 32 34 496 A1 ist ein hydraulisches Sicherheitsventil der eingangs erwähnten
Art bekannt geworden, bei dem getrennte Wege für den Zulauf vom Steuergerät zum
Verbraucher (Zylinder) einerseits und für den Rücklauf vom Verbraucher zum Tank
andererseits bei geöffnetem Vorsteuerschieber vorgesehen sind. In der Ventilanord
nung sind mithin zwei gleich große Leitungsquerschnitte für Heben und Senken des
Zylinders vorgesehen. Dies ist zwar praktikabel, führt jedoch zu einem erheblichen
Aufwand für die Ventilanordnung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hydraulisches Sicherheitsventil so vor
zusehen, daß insbesondere unerwünschte Beschleunigungen beim Senkvorgang auf
grund eines Leitungsbruchs verhindert werden. Mit anderen Worten, es soll die Entlastung
des Verbrauchers aufgrund der Betätigung des Sicherheitsventils nicht
geändert werden, wenn auf der Steuergeräteseite ein Leitungsbruch erfolgt.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Sicherheitsventil ist parallel zum Durchgang zwischen
Verbraucher und Steuergerät eine Verbindungsleitung vorgesehen, welche das Rück
schlagventil überbrückt und in der das Sicherheitsventil angeordnet ist. Die Verbin
dungsleitung steht zum einen mit dem Tankanschluß in Verbindung und zum anderen
öffnet es über ein weiteres Rückschlagventil zur Steuergeräteseite hin.
Sobald beim Senkvorgang das Hydraulikmedium zur Steuergeräteseite zurückströmt,
ist diese auf dem Niveau des Tankdrucks, und zwar unabhängig davon, ob sich der
Steuerschieber im Feinsteuerbereich befindet oder vollständig geöffnet ist. Kommt es
zu einem Leitungsbruch auf der Steuergeräteseite des Sicherheitsventils, wird dadurch
keine Druckänderung erzeugt, auch wenn vorher ein Staudruck bestanden hat.
Trotz der Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Sicherheitsventils ist der Aufwand
gegenüber dem herkömmlichen Sicherheitsventil minimal höher. Es ist lediglich
erforderlich, eine Abzweigverbindung zum Tankanschluß herzustellen und in den
Verbindungskanal zwischen den Abschnitten des Durchgangs ein Rückschlagventil
anzuordnen.
Der Vorsteuerschieber muß gegenüber dem Vorsteuerkolben bzw. dem Zylinder des
Vorsteuerkolbens ausreichend abgedichtet sein. Es herrschen unter Umständen sehr
hohe Drücke bzw. Druckabfälle. Es ist daher auch bekannt, im zylindrischen
Abschnitt des Vorsteuerschiebers, der dem Vorsteuerkolben zugekehrt ist, eine ent
sprechende Dichtungsanordnung vorzusehen. Die Dichtungsanordnung hat jedoch zur
Folge, daß die Betätigungskraft für den Vorsteuerkolben über die zu überwindenden
Federkräfte hinaus relativ hoch ist. Die Reibungskraft, die vom Vorsteuerkolben zu
überwinden ist, beträgt 20 bis 30% der Verstellkraft zum Öffnen des Steuerschiebers.
Wegen unterschiedlicher Toleranzen, Materialien, Oberflächen und dergleichen
besteht außerdem die Gefahr, daß die Sicherheitsventile bei gleicher Höhe des Vor
steuerdruckes unterschiedlich ansprechen. Die unterschiedliche Ansprache ist beson
ders nachteilig, wenn zwei Verbraucher parallel geschaltet sind und jedem ein Sicher
heitsventil zugeordnet ist. Ein Gleichlauf beider Verbraucher im Senkvorgang ist dann
nicht mehr gewährleistet.
Daher weist nach einer Ausgestaltung der Erfindung der Vorsteuerschieber eine
radiale Bohrung auf, die auf der dem Durchgang zugewandten Seite den Außen
umfang des Vorsteuerschiebers mit einem axialen Kanal im Vorsteuerschieber ver
bindet, der seinerseits über ein Entlastungsventil im axialen Kanal mit einem Tank
anschluß des Gehäuses verbunden ist, wobei das Entlastungsventil so angeordnet und
aufgebaut ist, daß es in Öffnungsrichtung betätigt wird, wenn der Vorsteuerkolben den
Vorsteuerschieber in Öffnungsrichtung betätigt. Beim Öffnen des Ventils findet mit
hin eine Reduzierung des Druckes auf der entsprechenden Seite der Dichtungsanord
nung auf Tankniveau statt, da bei geöffnetem Entlastungsventil der axiale Kanal mit
einem Tankabschluß des Gehäuses verbunden ist. Die beschriebene Vorkehrung führt
mithin zu einer Art Freischaltung der Dichtung, so daß zumindest die durch den Druck
verursachte hohe Reibung der Dichtung in Fortfall kommt. Damit ist ein exakter
Gleichlauf von zwei Verbrauchern gewährleistet.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Unteransprüchen
angegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Schema eines hydraulischen Sicherheits
ventils nach der Erfindung.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch eine konstruktive Ausge
staltung eines Sicherheitsventils nach der Erfin
dung.
Fig. 3 zeigt schematisch die Parallelschaltung von zwei
Verbrauchern und zwei Sicherheitsventilen nach der
Erfindung.
Eine Sicherheitsventilanordnung für einen Verbraucher,
beispielsweise für einen hydraulischen Hubzylinder, ist in
einem in Fig. 1 strichpunktiert angedeuteten Gehäuse 10
untergebracht. Es weist ein steuerbares Ventil 12 auf, das
zwischen dem Verbraucher und einem nicht gezeigten Steuer
gerät geschaltet ist. Der Verbraucher, zum Beispiel der
Hubzylinder, ist bei 14 angeschlossen, während das Steuer
gerät bei 16 angeschlossen ist. Das Steuergerät ist sowohl
mit einer Hydraulikquelle als auch mit einem Tank in Ver
bindung.
Der Anschluß 14 ist mit einer Leitung 18 verbunden, mit
der außer dem Ventil 12 auch ein Überdruckventil 20, ein
Rückschlagventil 22, ein Absperrventil 24 und eine Paral
lelschaltung von einem Rückschlagventil 28 und einer Dros
sel 30 verbunden ist. Die andere Seite der Parallelschal
tung führt zu einem Anschluß 32, mit dem eine Ausgleichs
leitung verbunden ist, auf die weiter unten noch eingegan
gen wird.
Das Überdruckventil 20 ist am anderen Ende mit einem An
schluß 34 verbunden, der zum Tank (nicht gezeigt) geführt
ist. Das Überdruckventil 20 und auch das Steuerventil 12
sind am anderen Ende mit einer Leitung 36 verbunden, die
über ein weiteres Rückschlagventil 38 mit dem Steuerven
tilanschluß 16 verbunden ist. Eine Steuerleitung 40 für
das Steuerventil 12 führt zu einem Vorsteueranschluß, und
eine gestrichelt gezeigte Leitung 44 zu einem Leckanschluß
46.
Das Steuerventil 12 kann einen herkömmlichen Aufbau haben.
Wird der nicht gezeigte Hubzylinder mit Hydraulikmedium
versorgt, geschieht das über das Rückschlagventil 22, das
auch die Last hält, wenn der Hydraulikzylinder im ausge
fahrenen Zustand anhält. Für den Senkbetrieb erfolgt die
Ansteuerung des Ventils über die Leitung 40, wobei abhän
gig von der Größe des Signals das Ventil 12 mehr oder weniger
weit öffnet. Vom Hydraulikzylinder kann dann das
Medium in die Leitung 36 strömen und über das Rückschlag
ventil 3ß zum Steuergeräteanschluß 16. Man erkennt, daß
der Ausgang des Ventils 12 in dieser Schaltstellung unmit
telbar mit dem Tank verbunden ist. Es macht daher für den
Absenkvorgang keinen Unterschied, ob dabei in der Leitung
zwischen der Ventilanordnung und dem Steuergerät ein
Bruch auftritt. Die Gefahr, daß der Wegfall eines Stau
drucks, der durch das Steuergerät erzeugt werden kann, zur
Änderung des Druckverhältnisses am Hydraulikzylinder
führt, besteht daher nicht. Die Senkgeschwindigkeit wird
in einem solchen Falle nicht erhöht. Das rückströmende
Medium fließt dabei sowohl zum Tank als auch zum Steuerge
rät und über dieses zum Tank.
Das Rückschlagventil 38 hat lediglich die Aufgabe, beim
Hubvorgang das Medium gegenüber dem Tankanschluß 34 zu
sperren. Auf die Funktion der Drossel 30 und des Rück
schlagventils 28 wird weiter unten noch eingegangen.
In Fig. 2 ist eine konstruktive Verwirklichung des Schemas
nach Fig. 1 wiedergegeben. Gleiche Teile werden mit glei
chen Bezugszeichen versehen.
Ein Vorsteuerschieber 50, der Teil des Steuerventils 12
ist, ist in einer Bohrung 52 des Gehäuses 10 verschieblich
geführt und weist einen Ventilabschnitt 54 auf, der mit
einer Kante 56 ein ventil bildet. Ein Feindrosselabschnitt
58 drosselt zunächst den Durchfluß durch das Ventil bei
sich öffnendem Ventilabschnitt 54. Der Ventilschieber 50
ist mit Hilfe einer Feder 60, die über einen Teller 62 und
eine Kugel 64 auf den Schieber 50 wirkt, nach links vorge
spannt. Eine Feder 66, die innerhalb einer Ausnehmung 68
eines Vorsteuerkolbens 70 angeordnet ist und diesen links
gegen einen Anschlag des Gehäuses drückt, liegt rechts
gegen einen Anschlag im Gehäuse 10 an. Über den Vorsteuer
anschluß 42 kann ein Vorsteuerdruck auf die linke Wirk
fläche 72 des Vorsteuerkolbens 70 aufgebracht werden
zwecks Verstellung des Steuerschiebers 50 nach rechts in
die Öffnungsstellung. Hierbei überwindet der Vorsteuerkol
ben 70 gegen die Feder 66 zunächst einen Leerweg, bis eine
Kugel 74, die in einem ausgenommenen Abschnitt 76 des lin
ken, getrennt gefertigten Teils des Schiebers 50 axial
verschiebbar angeordnet ist, zur Anlage mit dem Boden der
Ausnehmung 76 kommt.
Die Ausnehmung 68 steht über eine Schrägbohrung 78 mit
einer Bohrung bzw. Durchgang 80 in Verbindung, die ebenfalls mit dem Tank
verbunden ist.
Quer zur Bohrung 52 für den Vorsteuerschieber 50 ist ein
Durchgang 80 vorgesehen, der bei 14 mit dem Zylinder und
bei 16 mit dem Steuergerät verbunden ist (nicht gezeigt).
Im Durchgang 80 findet sich das Rückschlagventil 22 derge
stalt, daß es öffnet, wenn vom Steuergerät Medium zum Zy
linder fließt. In umgekehrter Richtung ist der Durchgang
80 gesperrt. Parallel zum Durchgang 80 ist eine Strömungs
verbindung vorgesehen, die aus dem Kanal 82 und dem senk
recht dazu verlaufenden Kanal 84 besteht, wobei die Kanäle
82, 84 durch das Rückschlagventil 38 getrennt sind. Das
Rückschlagventil 38 öffnet nur bei einer Strömung in Rich
tung Steuergeräteanschluß 16. Wie aus Fig. 2 ferner er
sichtlich, steht der Kanal 84 in Verbindung mit einer Boh
rung 86, in der das Überdruckventil 20 aufgenommen ist.
Auf der rechten Seite des Überdruckventils 20 ist die Boh
rung 86 mit dem Anschluß 34 verbunden, der zum Tank führt.
Auf den Aufbau des Überdruckventils soll im einzelnen
nicht eingegangen werden, da er herkömmlich ist.
Die Wirkungsweise der gezeigten Ventilanordnung ist wie
folgt. Fig. 2 zeigt den Ruhezustand. Wird ein Medium vom
Steuergerät zum Anschluß 16 geführt, öffnet das Rück
schlagventil 22 und ermöglicht das Einströmen in den Hy
draulikzylinder. Soll eine umgekehrte Bewegung vorgenommen
werden, beispielsweise eine Senkbewegung, schließt das
Rückschlagventil 22 automatisch, und der Vorsteuerschieber
50 wird aufgrund der Betätigung des Vorsteuerkolbens 70
durch Einleiten eines Steuerdrucks über den Anschluß 42
nach rechts verschoben, so daß der Ventilabschnitt 54 öff
net und damit eine Verbindung herstellt zwischen dem An
schluß 14 mit dem Kanal 84 und damit über das Rückschlag
ventil 38 auch mit dem Kanal 82 und damit zum Steuergerät.
Der Kanal 84 ist jedoch in Verbindung mit dem Tankanschluß
34, so daß das Druckniveau im Kanal 84 stets dem des Tanks
ist und mithin zum Beispiel niedriger als am Anschluß 16,
an dem ein möglicher Staudruck des Steuergerätes wirkt.
Die Folge der beschriebenen Wirkungsweise wurde bereits
anhand von Fig. 1 erläutert.
In die Wandung der Bohrung 52 ist auf der Seite, die dem
Vorsteuerkolben 70 zugekehrt ist, eine Dichtung 90 einge
lassen, die dafür sorgt, daß Medium aufgrund des hohen
Druckes im Durchgang 80 nicht zum Vorsteuerkolben 70 ge
langen kann. Aufgrund dieses Druckes wird die Dichtung 90
erheblich beansprucht und erzeugt einen relativ hohen
Kraftschluß mit dem Steuerschieber. Zwischen der Dichtung
90 und dem Durchgang 80 sind mehrere radiale Bohrungen 92
im Vorsteuerschieber vorgesehen, die am Außenumfang des
Steuerschiebers enden und an der Innenseite mit einer
axialen Bohrung 94 im Steuerschieber 50 verbunden sind,
die mit einem gestuften Abschnitt einen Ventilsitz bildet,
mit dem eine Ventilkugel 96 zusammenwirkt. Die Ventilkugel
96 ist mittels einer Feder 98 in Schließstellung des Ven
tils vorgespannt. Auf der anderen Seite der Kugel ist ein
Stift 100 axial gleitend verschiebbar im Vorsteuerschieber
50 gelagert, der bei geschlossener Kugel 96 geringfügig in
die Ausnehmung 76 hineinsteht. Der Stift 100 ist mit
großer Toleranz in der Bohrung angeordnet, so daß Medium
hindurchtreten kann zu radialen Bohrungen 102, die mit der
Ausnehmung 68 verbunden sind. Wird aufgrund der Bewegung
des Vorsteuerkolbens 70 dieser nach rechts verstellt ent
gegen der Feder 68, nimmt er die Kugel 74 mit. Die Kugel
stößt gegen den Stift 100, der seinerseits die Ventilkugel
96 in Öffnungsstellung bringt. Dadurch ist eine Verbindung
zwischen dem Tankanschluß 80 und den radialen Bohrungen 92
über die axiale Bohrung 94 hergestellt. Damit herrscht im
Bereich der radialen Bohrungen 92 am Außenumfang des Vor
steuerschiebers 50 Tankdruckniveau, wodurch die Dichtung
90 entlastet ist und dadurch geringe Reibungskräfte am
Steuerschieber 50 erzeugt. Eine derartige Vorkehrung ist
besonders vorteilhaft bei parallel betätigten Hydraulik
zylindern, um einen Gleichlauf zu sichern. Eine Betätigung
des Vorsteuerschiebers 50 durch den Vorsteuerdruck führt
daher bei zwei Ventilanordnungen gemäß Fig. 2 für zwei
Verbraucher zu einer annähernd gleichen Auslenkung und da
mit zu einem gleichen Drosselquerschnitt, so daß die Senk
geschwindigkeit beider Verbraucher bzw. Hydraulikzylinder
synchron verläuft.
In Fig. 3 sind zwei Hubzylinder 110 112 dargestellt, von
denen jeder ein Sicherheitsventil 114 bzw. 116 aufweist,
wie es z. B. anhand von Fig. 2 dargestellt ist. Die Versor
gung der Zylinder 110, 112 wird über ein gemeinsames
Steuergerät 118 gesteuert, auf das im einzelnen nicht ein
gegangen werden soll. Der Vorsteuerdruck für das Steuer
gerät 118 und die Sicherheitsventile 114, 116 wird über
die gestrichelt gezeichnete Leitung 120 zugeführt. In Fig.
3 ist ferner zu erkennen, daß zwischen den Ein- bzw. Aus
gängen der Zylinder 110, 112 vor den Sicherheitsventilen
114, 116 eine Ausgleichsleitung 122 angeordnet ist. Nahe
dem Zylinder 110, 112 ist jeweils eine Drossel 124, 126 in
der Leitung 122 vorgesehen. Parallel zu den Drosseln 124,
126 ist jeweils ein Rückschlagventil 128, 130 geschaltet
derart, daß bei einer Durchströmung der Leitung 122 je
weils nur eine der beiden Drosseln durchströmt wird. In
Fig. 2 ist die Parallelanordnung aus Drossel und Rück
schlagventil ebenfalls gezeigt. Das Rückschlagventil wird
von dem Ventilschieber 108 und dem Ventilschieber 28 ge
bildet, der in einer Bohrung 132 im Gehäuse 10 angeordnet
ist und der mit einer Dichtkante zusammenwirkt. Er kann
von einer Feder in Schließstellung vorgespannt sein, was
nicht gezeigt ist. Die Bohrung 132 ist mit dem Durchgang
80 verbunden. Bei einem Absenken des Hydraulikzylinders
wird der Ventilschieber 28 in Schließrichtung vorgespannt,
so daß lediglich über die Drosselbohrung 30 im Ventil
schieber Strömungsmittel hindurchtreten kann. Der Ausgang
32 führt zur Ausgleichsleitung, die in Fig. 3 mit 22 be
zeichnet ist. Tritt in der Ausgleichsleitung eine Strömung
entgegengesetzt auf, dann wird der Ventilschieber 28 in
die Öffnungsstellung gebracht, so daß ein entsprechender
Ausgleich bei unterschiedlicher Absenkung der Hydraulik
zylinder stattfinden kann.
Claims (5)
1. Hydraulisches Sicherheitsventil mit einem Ventilgehäuse (10), einem einen Ver
braucher mit einem Steuergerät direkt verbindenden Durchgang (80) im Gehäuse
(10), der mit einem steuergeräteseitigen Anschluß (16) und mit einem verbrau
cherseitigen Anschluß (14) verbunden ist, einem zum Verbraucher hin öffnenden
Rückschlagventil (22) im Durchgang (80), einem Vorsteuerschieber (50) im
Gehäuse (10), der einen Ventilabschnitt (54) aufweist, der in seiner Öffnungsstel
lung eine das Rückschlagventil (22) überbrückende, parallel zum Durchgang (80)
liegende Verbindung (84, 82) zwischen dem verbraucherseitigen Anschluß (14)
mit dem steuergeräteseitigen Anschluß (16) freigibt, wobei der Ventilabschnitt
(54) in Schließrichtung von einer Feder (60) und in Öffnungsrichtung von einem
Vorsteuerkolben (70) verstellt wird, von dem eine Wirkfläche mit einem Steuer
druck beaufschlagt wird, einem weiteren zum steuergeräteseitigen Anschluß (16)
hin öffnenden Rückschlagventil (38) in der Verbindung (84, 82) zwischen dem
Ventilabschnitt (54) und dem steuergeräteseitigen Anschluß (16), wobei der Ver
bindungsabschnitt (84) zwischen Ventilabschnitt (54) und weiterem Rückschlag
ventil (38) mit dem Tankanschluß (34) verbunden ist.
2. Hydraulisches Sicherheitsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse (10) ein Überdruckventil (20) enthält, das in einem Kanal (86) zwi
schen dem verbraucherseitigen Anschluß (14) und einem Tankanschluß (34)
angeordnet ist und der Verbindungsabschnitt (84) mit dem Tankanschluß (34) des
Überdruckventils (20) verbunden ist.
3. Hydraulisches Sicherheitsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine radiale Bohrung (92) im Vorsteuerschieber (50) auf der dem
Durchgang (80) zugewandten Seite den Außenumfang des Vorsteuerschiebers (50)
mit einem axialen Kanal (94) im Vorsteuerschieber (50) verbindet, der seinerseits
über ein Entlastungsventil (96) im axialen Kanal (94) mit dem Durchgang (80) des
Gehäuses (10) verbunden ist und das Entlastungsventil (96) so angeordnet und
aufgebaut ist, daß es in Öffnungsrichtung betätigt wird, wenn der Vorsteuer
kolben (70) den Vorsteuerschieber (50) in Öffnungsrichtung betätigt.
4. Hydraulisches Sicherheitsventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Vorsteuerkolben (70) und dem Vorsteuerschieber (50) eine Feder
(66) angeordnet ist, die bei entlastetem Vorsteuerkolben (70) diesen in einem
Abstand zum Vorsteuerschieber (50) drückt und zwischen Vorsteuerkolben (70)
und Vorsteuerschieber (50) ein Betätigungsglied (100) für das Entlastungsventil
(96) angeordnet ist.
5. Hydraulisches Sicherheitsventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungsglied (100) ein Stift ist, der auf eine federvorgespannte Ventil
kugel des Entlastungsventils (96) wirkt und zwischen Stift und Vorsteuerkolben
(70) eine in Achsrichtung des Vorsteuerkolbens (70) bzw. des Vorsteuerschiebers
(50) bewegliche Betätigungskugel (74) für den Stift angeordnet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996141540 DE19641540C2 (de) | 1996-10-09 | 1996-10-09 | Hydraulisches Sicherheitsventil |
| DE29623011U DE29623011U1 (de) | 1996-10-09 | 1996-10-09 | Hydraulisches Sicherheitsventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996141540 DE19641540C2 (de) | 1996-10-09 | 1996-10-09 | Hydraulisches Sicherheitsventil |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19641540A1 DE19641540A1 (de) | 1998-04-23 |
| DE19641540C2 true DE19641540C2 (de) | 2002-01-03 |
Family
ID=7808225
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996141540 Expired - Fee Related DE19641540C2 (de) | 1996-10-09 | 1996-10-09 | Hydraulisches Sicherheitsventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19641540C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005042585A1 (de) * | 2005-09-08 | 2007-03-15 | Wessel-Hydraulik Gmbh | Hydraulisches Sicherheitsventil |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN101260897B (zh) * | 2007-03-06 | 2010-12-29 | 韦塞尔液压有限公司 | 液压安全阀 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3234496A1 (de) * | 1982-09-17 | 1984-03-22 | Wessel-Hydraulik Günther Wessel, 2940 Wilhelmshaven | Hydraulisches sicherheitsventil |
| DE4032420C2 (de) * | 1990-10-12 | 1994-04-14 | Wessel Hydraulik | Hydraulisches Sicherheitsventil |
| DE9313353U1 (de) * | 1993-09-04 | 1995-01-05 | Robert Bosch Gmbh, 70469 Stuttgart | Hydraulische Steuereinrichtung |
-
1996
- 1996-10-09 DE DE1996141540 patent/DE19641540C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3234496A1 (de) * | 1982-09-17 | 1984-03-22 | Wessel-Hydraulik Günther Wessel, 2940 Wilhelmshaven | Hydraulisches sicherheitsventil |
| DE4032420C2 (de) * | 1990-10-12 | 1994-04-14 | Wessel Hydraulik | Hydraulisches Sicherheitsventil |
| DE9313353U1 (de) * | 1993-09-04 | 1995-01-05 | Robert Bosch Gmbh, 70469 Stuttgart | Hydraulische Steuereinrichtung |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005042585A1 (de) * | 2005-09-08 | 2007-03-15 | Wessel-Hydraulik Gmbh | Hydraulisches Sicherheitsventil |
| DE102005042585B4 (de) * | 2005-09-08 | 2007-06-28 | Wessel-Hydraulik Gmbh | Hydraulisches Sicherheitsventil |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19641540A1 (de) | 1998-04-23 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69618720T2 (de) | Gasfeder | |
| DE69208435T2 (de) | Druckflüssigkeitszylinder mit Druckübersetzer | |
| DE3938417C1 (de) | ||
| DE3628424A1 (de) | Querleitungs-entlastungsventilmechanismus | |
| DE3323363A1 (de) | Vorgesteuertes druckreduzierventil | |
| EP0798471A2 (de) | Zwei-Wege-Einbauventil | |
| DE2602050B2 (de) | Hydraulisches Verstärkerventil, insbesondere für eine hydraulische Bremsanlage eines Kraftfahrzeuges | |
| EP0279315B1 (de) | Hydraulische Steuervorrichtung | |
| DE19700405A1 (de) | Magnetventil | |
| DE19931142A1 (de) | Hydraulische Ventilanordnung mit Verriegelungsfunktion | |
| DE2107478A1 (de) | Bremsventil für eine hydraulische Bremsanlage | |
| WO2004102012A1 (de) | Hydraulisch schaltbares wegeventil | |
| DE2333174C3 (de) | Hydraulisches Fahrzeugbremssystem | |
| DE2945911C2 (de) | ||
| AT402334B (de) | Hydraulische zylinder/kolben-anordnung | |
| DE1917793A1 (de) | Steuerungsanordnung fuer den hydraulischen Bremsdruck | |
| DE19641540C2 (de) | Hydraulisches Sicherheitsventil | |
| DE2836453C2 (de) | Drucksteuerventil für eine hydraulische Fahrzeugbremsanlage | |
| EP0491155B1 (de) | Hydraulisches Wegeventil zur Steuerung eines Hydromotors | |
| EP0935716A1 (de) | Rückschlagventilanordnung | |
| DE4418881A1 (de) | Hubwerkregelsystem mit Regelventil | |
| DE4304117C2 (de) | Druckminderventil in Kolbenschieber-Bauweise | |
| DE3023027A1 (de) | Nichtdruckausgeglichene hydraulische ventilvorrichtung | |
| DE2833971C2 (de) | Leitungsbruchsicherungs-Vorrichtung zur Anordnung zwischen einem hydraulischen Steuergerät und wenigstens einem Arbeitszylinder | |
| DE3022592C2 (de) | Schiebersteuerventil |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20120501 |