DE19601540C2 - Elektrisches Verteilungssystem - Google Patents
Elektrisches VerteilungssystemInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches
Verteilungssystem.
Aus DE-AS 11 14 225 ist es bekannt, in einem
Verteilungssystem ein Leistungsschalter vorzusehen mit
einem Halbleiterschalter und einem dazu parallel
geschalteten elektromechanischen Schalter, wobei bei
Auftreten eines Fehlers im Verteilungssystem ein durch das
Verteilungssystem fließender elektrischer Strom vom
elektromechanischen Schalter in den Halbleiterschalter
kommutiert wird.
Aus der Publikation "AEG-Hilfsbuch 1", Hüthig-Verlag
Heidelberg u. a., 1971, Lizenzausgabe Elitera-Verlag Berlin,
Seiten 371 und 372, ist es allgemein bekannt, zur
Herabsetzung der Kurzschlussleistung in elektrischen Anlagen
strombegrenzende Schaltelemente in Form von Drosselspulen
vorzusehen.
Fig. 7 der Zeichnungen zeigt ein weiteres herkömmliches,
unter Verwendung von Dioden aufgebautes Verteilungssystem,
das in den "Transactions of the 10-th National Convention
of the Institute of Electrical Engineers of Japan in der
Veröffentlichung "Power Protection" 10-106/107 (1988)
offenbart ist.
Wie Fig. 7 zeigt, besteht eine Hauptschaltung MC aus
Eingangsanschlüssen U1, V1 und W1, die jeweils den U-, V-
und W-Phasen eines Verteilungssystems entsprechen, aus
Ausgangsanschlüssen U2, V2 und W2 entsprechend der U-, V-
bzw. W-Phasen und aus Schaltern 1U, 1V und 1W, die jeweils
aus einem Paar von antiparallel zueinander geschalteten
Dioden gebildet sind. Jede der Dioden ist von einer
derartigen Art, dass zu ihrer Abschaltung eine
Sperrspannung anzulegen ist, um den Durchlassstrom unter
einen Haltestrom abzusenken.
Gemäß Fig. 7 ist ferner ein Ende des Schalters 1U mittels
eines elektromagnetischen Vakuum-Schaltschützes 2U mit dem
Eingangsanschluss U1 verbunden, während das andere Ende des
Schalters 1U mit dem Ausgangsanschluss U2 verbunden ist.
Genauso ist ein Ende des Schalters 1V über ein
elektromagnetisches Vakuum-Schaltschütz 2V mit dem
Eingangsanschluss V1 verbunden, während das andere Ende des
Schalters 1V mit dem Ausgangsanschluss V2 verbunden ist.
Ferner ist ein Ende des Schalters 1W über ein
elektromagnetisches Vakuum-Schaltschütz 2W mit dem
Eingangsanschluss W1 verbunden, während das andere Ende mit
dem Ausgangsanschluss W2 verbunden ist.
Ferner sind Überspannungsableiter 3U, 3V und 3W vom
Zinkoxid-Typ jeweils parallel zu den Schaltern 1U, 1V und
1W geschaltet, um diese Schalter vor einer Stoß- oder
Überspannung zu schützen. Stromtransformatoren 4a und 4b,
die als Stromerfassungseinrichtungen dienen, sind zwischen
den Schalter 1U und den Ausgangsanschluss U2 sowie zwischen
den Schalter 1W und den Ausgangsanschluss W2 geschaltet, um
jeweils die Leitungsströme zu erfassen. Eine Steuereinheit
5, die bei einem niedrigeren Potentialpegel als die
Hauptschaltung MC arbeitet, dient zur Steuerung des
Öffnens/Schließens der elektromagnetischen Vakuum-
Schaltschütze 2U, 2V und 2W, sowie zum
Einschalten/Ausschalten der Schalter 1U, 1V und 1W auf der
Basis der von den Stromtransformatoren 4a und 4b erfassten
Ströme.
Als nächstes bezieht sich die Beschreibung auf den Betrieb
der voranstehend beschriebenen Schaltvorrichtung.
Wenn die Steuereinheit 5 auf Grundlage der von dem
Stromtransformatoren 4a und 4b erfassten Strömen bestätigt,
dass die Leitungsströme der Schalter 1U und 1W (d. h. die
Ströme, die jeweils durch die Schalter 1U und 1W in ihrem
Leitungszustand fließen) Null sind, schließt die
Steuereinheit 5 zunächst die elektromagnetischen Vakuum-
Schaltschütze 2U, 2V und 2W und schaltet dann die Schalter
1U, 1V und 1W ein, indem ein Einschaltsignal jeweils in dem
Zustand angelegt wird, in dem die elektromagnetischen
Vakuum-Schaltschütze 2U, 2V und 2W geschlossen sind. Danach
wird das Einschaltsignal an den Schaltern 1U, 1V und 1W
gelöscht, um ihnen zu ermöglichen, ausgeschaltet zu werden.
Dann überprüft und bestätigt die Steuereinheit 5 auf
Grundlage der von den Stromtransformatoren 4a und 4b
erfassten Ströme, dass die Leitungsströme der Schalter 1U
und 1W wieder den Wert Null angenommen haben, um dadurch
die elektromagnetischen Vakuum-Schaltschütze 2U, 2V und 2W
zu öffnen. Dieser Betrieb wird als Verriegelungsbetrieb
bezeichnet, der hinsichtlich einer Verlängerung der
Lebensdauer des elektromagnetischen Vakuum-Schaltschützes
ausgeführt wird.
Beim Auftreten eines Fehlers, beispielsweise eines
Kurzschlusses, muss ein Schaltungsunterbrechungsbetrieb
ausgeführt werden. In diesem Fall wird der
Kurzschlussfehler durch die Steuereinheit 5 auf Grundlage
eines Signals erfasst, welches die Fehlerströme (z. B. den
Kurzschlussstrom) der Stromtransformatoren 4a und 4b
anzeigt, um dadurch das Einschaltsignal von dem Schalter
innerhalb 1 ms zu entfernen, wobei als Folge davon der
Fehlerstrom durch Öffnen oder Ausschalten der Schalter 1U,
1V und 1W innerhalb eines Zyklus (maximal 20 ms)
unterbrochen wird.
Aufgrund des voranstehend beschriebenen herkömmlichen
Schaltungsunterbrechers kann ein Fehlerstrom, wie
beispielsweise ein Kurzschlussstrom, an das
Verteilungssystem während einer Periode fließen, die einem
Zyklus (z. B. 20 ms) entspricht. Wenn die
Kurzschlussimpedanz des Übertragungssystems wegen einer
Änderung oder Modifizierung der
Übertragungssystemkonfiguration verkleinert wird, steigt
demzufolge der Wert des Fehlerstroms an. Um eine derartige
Situation zu bewältigen, ist es erforderlich, die
Kurzschlussstrom-Unterbrechungskapazität des
Schaltungsunterbrechers, der an Energieempfangsknoten oder
Stellen von Energieanforderungssystemen oder Kundengeräten
vorgesehen ist, zu vergrößern, was wiederum bedeutet, dass
das Energie anfordernde Gerät notwendigerweise entsprechend
geändert oder modifiziert werden muss. Außerdem weist der
herkömmliche Schaltungsunterbrecher ein Problem dahingehend
auf, dass der Energieverlust in dem Leitungszustand groß
ist, im Vergleich mit demjenigen des herkömmlichen
Schaltungsunterbrechers vom mechanischen Typ, da die
Energiezuführung gewöhnlich durch die Schalter ausgeführt
wird.
Angesichts des voranstehend beschriebenen Standes der
Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verteilungssystem zu schaffen, bei dem die Notwendigkeit
einer Erhöhung der Kapazität von kundenseitigen
Schaltungsunterbrechern, die an Energieempfangsknoten in
dem Verteilungssystem installiert sind, vermieden werden
kann, selbst wenn der Fehlerstrom (z. B. ein
Kurzschlussstrom) wegen einer Modifikation oder Änderung
der Systemkonfiguration ansteigt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem elektrischen
Verteilungssystem nach dem Patentanspruch 1 gelöst.
Weiterbildungen hiervon ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verteilungssystem erfährt ein
auftretender Fehlerstrom eine Begrenzung und dann eine
Unterbrechung im wesentlichen innerhalb eines Zyklus nach
Auftreten des Fehlers oder der Störung. Selbst wenn eine
Kurzschlussimpedanz des Verteilungssystems aufgrund
irgendeiner Änderung in der Systemkonfiguration verkleinert
wird, kann somit verhindert werden, dass der Fehlerstrom
ansteigt, was wiederum bedeutet, dass keine Notwendigkeit
besteht, die Kurzschlussunterbrechungskapazität von
Schaltungsunterbrechern zu vergrößern, die an
Energieempfangsknoten für Energie anfordernde Geräte
installiert sind. Anders gesagt, die Konfiguration des
Verteilungssystems kann geändert oder modifiziert werden,
und zwar ohne die Notwendigkeit einer entsprechenden
Änderung und Modifizierung der Energie anfordernden Systeme
oder der Geräte, die mit dem Verteilungssystem verbunden
sind. Es können ein kostengünstiger Aufbau und eine hohe
Zuverlässigkeit des Verteilungssystems erreicht werden.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden anhand
von Fig. 1 bis 6 der Zeichnungen im folgenden näher
beschrieben.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein Schaltbild, welches den Aufbau eines
Verteilungssystems gemäß einer ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 2 eine Grafik zur Erläuterung des Betriebs des
Verteilungssystems gemäß Fig. 1;
Fig. 3 ein Schaltbild, welches den Aufbau eines
Verteilungssystems gemäß einer zweiten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 4 ein Schaltbild, welches den Aufbau eines
Verteilungssystems gemäß einer dritten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 5 ein Schaltbild, welches den Aufbau eines
Verteilungssystems gemäß einer vierten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 6 ein Schaltbild, welches den Aufbau eines
Verteilungssystems gemäß einer fünften
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
und
Fig. 7 ein Schaltbild, welches den Aufbau eines
herkömmlichen Verteilungssystems zeigt.
In der folgenden Beschreibung bezeichnen gleiche
Bezugszeichen gleiche oder entsprechende Teile der
verschiedenen Ausführungsformen.
Fig. 1 ist ein Schaltbild, welches einen Aufbau eines
Verteilungssystems gemäß einer ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung zeigt. Unter Bezugnahme auf die
Figur besteht eine Hauptschaltung MC1 aus
Eingangsanschlüssen U1, V1 und W1, die jeweils U-, V- und
W-Phasen entsprechen, aus Ausgangsanschlüssen U2, V2 und
W2, die jeweils U-, V- und W-Phasen entsprechen, und aus
Thyristorschaltern 1U, 1V und 1W vom Nicht-Selbstlöschungs-
Typ, die als Halbleiterschalter ausgeführt sind und bei
denen jeder durch ein Paar von antiparallel zueinander
geschalteten Thyristoren gebildet ist. Jeder der
Thyristoren, die jeweils die Thyristorschalter 1U, 1V bzw.
1W bilden, ist von einer derartigen Art, dass es, sobald
der Thyristor eingeschaltet ist, für sein Ausschalten (oder
Zurücksetzen in den Aus-Zustand) erforderlich ist, eine
Sperrspannung zwischen seine Anode und seine Kathode
anzulegen oder alternativ den Durchlassstrom unter einen
Pegel des Haltestroms zu verringern. Demzufolge bezeichnet
man den Thyristorschalter, der durch diese Thyristoren
gebildet wird, als einen Thyristorschalter vom Nicht-
Selbstlöschungs-Typ, wie voranstehend erwähnt wurde.
Weiter in Fig. 1 ist ein Ende des Thyristorschalters 1U
mit dem Eingangsanschluss U1 mittels eines
elektromagnetischen Vakuum-Schaltschützes 2U und einer
Strombegrenzungs-Drosselspule 6U verbunden, die nachstehend
noch beschrieben werden, wohingegen das andere Ende des
Thyristorschalters 1U mit dem Ausgangsanschluss U2
verbunden ist. Genauso ist ein Ende des Thyristorschalters
1V mit dem Eingangsanschluss V1 über ein
elektromagnetisches Vakuum-Schaltschütz 2V und einer
Strombegrenzungs-Drosselspule 6V, die nachstehend noch
beschrieben werden, verbunden, während das andere Ende des
Thyristorschalters 1V mit dem Ausgangsanschluss V2
verbunden ist. Schließlich ist ein Ende des
Thyristorschalters 1W mit dem Eingangsanschluss W1 über ein
elektromagnetisches Vakuum-Schaltschütz 2W und eine
Strombegrenzungs-Drosselspule 6W, die ebenfalls nachstehend
beschrieben werden, verbunden, während das andere Ende des
Thyristorschalters 1W mit dem Ausgangsanschluss W2
verbunden ist.
Die Strombegrenzungs-Drosselspulen 6U, 6V und 6W sind zu
den Thyristorschaltern 1U, 1V und 1W jeweils in Reihe
geschaltet, wobei jede Strombegrenzungs-Drosselspule 6U, 6V
und 6W beispielsweise durch eine Luftkern-Drosselspule
gebildet sein kann, die mit einer Strombegrenzungsfunktion
oder -möglichkeit versehen ist. Ferner sind, wie man in
Fig. 1 erkennt, elektromechanische
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V und 8W jeweils parallel
zu den Reihenschaltungen der Strombegrenzungs-Drosselspulen
6U, 6V und 6W und der Thyristorschalter 1U, 1V und 1W
geschaltet. Jeder der elektromechanischen
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V und 8W kann aus einem
Hochgeschwindigkeitsschalter vom mechanischen Typ gebildet
sein, der aus einer Vakuumröhre besteht, die mit einem
Auslösemechanismus vom elektromagnetischen Repulsionstyp
ausgerüstet ist. Der Hochgeschwindigkeitsschalter ist so
ausgelegt, dass er den Fehlerstrom (z. B. einen Kurzschluss)
wenigstens innerhalb einer Zeit entsprechend 1/8-tel eines
Zyklus unterbrechen oder aufbrechen kann, so dass der
Fehlerstrom innerhalb eines Bereichs einer
Stromunterbrechungskapazität des Schaltungsunterbrechers,
der auf der Seite der Energie anfordernden oder -
verbrauchenden Einrichtung installiert ist, unterbrochen
werden kann. Es ist ausreichend für den
Hochgeschwindigkeitsschalter, wenn er eine
Stromunterbrechungskapazität aufweist, die äquivalent ist
der Hälfte oder weniger des Fehlerstroms.
Ferner sind Überspannungsableiter 3U, 3V und 3W vom
Zinkoxid-Typ jeweils parallel zu den Reihenschaltungen der
Thyristorschalter 1U, 1V und 1W und der Strombegrenzungs-
Drosselspulen 6U, 6V und 6W geschaltet, um den Schutz
dieser Schalter gegenüber einer anomal hohen Spannung oder
einer Stoßspannung sicherzustellen. Zusätzlich befindet
sich ein Stromwandler 4a, der als eine erste
Stromerfassungseinrichtung dient, zwischen der
Parallelschaltung von Thyristorschalter 1U und
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U und dem Ausgangsanschluss
U2 zum Erfassen des Leitungsstroms des Thyristorschalters
1U und des Hochgeschwindigkeitsschalters 8U, während sich
ein zweiter Stromwandler 4b, der als eine zweite
Stromerfassungseinrichtung dient, zwischen der
Parallelschaltung von Thyristorschalter 1W und
Hochgeschwindigkeitsschalters 8W und dem Ausgangsanschluss
W2 befindet, um die durch den Thyristorschalter 1W und den
Hochgeschwindigkeitsschalter 8W fließenden Leitungsströme
zu erfassen.
Eine Steuereinheit 7, die bei einem niedrigeren
Potentialpegel als die Hauptschaltung MC1 arbeitet, dient
zum Steuern des Öffnens/Schließens der elektromagnetischen
Vakuum-Schaltschütze 2U, 2V und 2W, sowie zum Ein-
/Ausschalten der Thyristorschalter 1U, 1V und 1W und der
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V und 8W auf Grundlage
der erfassten Ströme, die jeweils von den Stromwandlern 4a
und 4b ausgegeben werden.
Als nächstes wird der Betrieb des Verteilungssystems gemäß
der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
beschrieben.
Zunächst bezieht sich die Beschreibung auf den normalen
Betrieb in dem Zustand, in dem kein Fehlerstrom (z. B. kein
Kurzschlussstrom) erfasst wird. Wenn die Steuereinheit 7
auf der Basis der von den Stromwandlern 4a und 4b erfassten
Ströme bestätigt, dass die Leitungsströme der
Thyristorschalter 1U und 1W und der
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U und 8W (d. h. die jeweils
durch die Thyristorschalter 1U und 1W und die
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U und 8W in ihren
Leitungszuständen fließenden Ströme) Null sind, schließt
die Steuereinheit 7 die elektromagnetischen Vakuum-
Schaltschütze 2U, 2V und 2W und öffnet dann die
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V und 8W in dem Zustand,
bei dem die elektromagnetischen Vakuum-Schaltschütze 2U, 2V
und 2W geschlossen sind.
Wenn die Steuereinheit 7 auf Grundlage der von den
Stromwandlern 4a und 4b erfassten Ströme bestätigt, dass
die Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V und 8W geschlossen
sind, legt die Steuereinheit 7 jeweils ein Einschaltsignal
an die Gates der Thyristorschalter 1U, 1V und 1W an, um
dadurch die Thyristorschalter 1U, 1V und 1W einzuschalten.
Da jedoch die Strombegrenzungs-Drosselspulen 6U, 6V und 6W
in Reihe zu den Thyristorschaltern 1U, 1V und 1W eingefügt
sind, werden die Ströme durch die
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V und 8W mit jeweils
einer im wesentlichen geringen Impedanz fließen, selbst
wenn die Thyristorschalter 1U, 1V und 1W eingeschaltet
sind.
Gleichzeitig mit dem Ausschalten der
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V und 8W wird ferner das
an den Gates der Thyristorschalter 1U, 1V und 1W liegende
Einschaltsignal gelöscht, damit diese Schalter
ausgeschaltet werden können. Dann überprüft und bestätigt
die Steuereinheit 7, wieder auf Grundlage der von den
Stromwandlern 4a und 4b erfassten Ströme, dass die
Leitungsströme der Thyristorschalter 1U und 1W Null
geworden sind, um dadurch die elektromagnetischen Vakuum-
Schaltschütze 2U, 2V und 2W zu öffnen. Auf diese Weise wird
der voranstehend im Zusammenhang mit dem herkömmlichen
Schaltungsunterbrecher beschriebene Verriegelungsbetrieb
zum Zweck einer Verlängerung der Lebensdauer der
Schaltschütze realisiert.
Als nächstes wird unter Bezugnahme auf Fig. 2 der Betrieb
des Verteilungssystems mit dem oben beschriebenen Aufbau
zum Unterbrechen oder Aufbrechen eines Fehlerstroms wie
beispielsweise eines Kurzschlussstroms beschrieben.
Wie voranstehend beschrieben, liefert die Steuereinheit 7
das Einschaltsignal an die Gates der Thyristorschalter 1U,
1V und 1W, nachdem die elektromagnetischen Vakuum-
Schaltschütze 2U, 2V und 2W geschlossen worden sind, wobei
die Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V und 8W geschlossen
worden sind. Wenn ein Überstrom, der den Fehlerstrom
darstellt (siehe Fig. 2 bei (A)), durch die Stromwandler
4a und 4b erfasst wird, wird das Ausschaltsignal an die
elektromagnetischen Auslöseeinrichtungen vom Repulsionstyp
der Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V und 8W innerhalb
einer Periode geliefert, in welcher der Fehlerstrom den
Bereich der Stromunterbrechungskapazität des
Schaltungsunterbrechers, der an den Energieempfangsknoten
für das Energie anfordernde Gerät oder kurz an den Lasten
installiert ist, nicht überschreiten kann, wie in Fig. 2
bei (B) dargestellt. Infolgedessen werden die
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V und 8W geöffnet, um dem
Fehlerstrom zu ermöglichen, an die Thyristorschalter 1U, 1V
und 1W kommutiert zu werden.
In diesem Zustand werden die Fehlerströme, die durch die
Thyristorschalter 1U, 1V und 1W fließen, jeweils durch die
Strombegrenzungs-Drosselspulen 6U, 6V und 6W begrenzt, die
zu den Thyristorschaltern 1U, 1V und 1W in Reihe geschaltet
sind, wie in Fig. 2 bei (C) gezeigt, während das an die
Gates der Thyristorschalter 1U, 1V und 1W angelegte
Einschaltsignal mit einer Zeitverzögerung einer
vorgegebenen Zeit gelöscht wird, die zum Öffnen des
Hochgeschwindigkeitsschalters im Ansprechen auf das
Ausschaltsignal für die Hochgeschwindigkeitsschalter 8U, 8V
und 8W benötigt wird; siehe in Fig. 2 bei (D). Somit wird
der Fehlerstrom begrenzt und im wesentlichen innerhalb
eines Zyklus nach dem Auftreten des Fehlerstroms
unterbrochen. Die oben beschriebenen Betriebsvorgänge
ergeben sich aus Fig. 2.
Wie aus der vorangehenden Beschreibung verständlich,
erfährt der Fehlerstrom, beispielsweise ein
Kurzschlussstrom, im wesentlichen innerhalb eines Zyklus
nach Auftreten eines Fehlers eine Begrenzung und
Unterbrechung. Selbst wenn die Kurzschlussimpedanz der
Energieübertragung aufgrund einer Änderung der
Konfiguration des Energieübertragungs-Systems verkleinert
wird, wird somit verhindert, dass der Fehlerstrom ansteigt,
was bedeutet, dass keine Notwendigkeit einer Erhöhung der
Kurzschlussstrom-Unterbrechungskapazität des
Schaltungsunterbrechers erforderlich ist, der sich an den
Energieempfangsstellen für die Lasten befindet, und somit
kann die Systemänderung oder Modifikation ohne
Notwendigkeit einer Änderung des Schaltungsunterbrechers
für das Energie verbrauchende Gerät oder die Lasten
realisiert werden. Da der stationäre Strom durch den
Hochgeschwindigkeitsschalter fließen kann, während er den
Halbleiterschalter umgeht, kann zusätzlich ein
Energieverlust in dem Leitungszustand wesentlich verringert
werden.
Fig. 3 zeigt ein Schaltbild eines Verteilungssystems gemäß
einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
In Fig. 3 werden Teile, die zu den in Fig. 1 gezeigten
äquivalent sind, mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet und
eine wiederholte Beschreibung davon erübrigt sich. Gemäß
Fig. 3 umfasst eine Hauptschaltung MC2 Thyristorschalter
1U, 1V und 1W, wobei sättigungsfähige Drosselspulen 9U, 9V
und 9W, die jeweils eine Strombegrenzungsfunktion aufweisen
und als Strombegrenzungselemente dienen, jeweils zu den
Thyristorschaltern 1U, 1V und 1W in Reihe geschaltet sind.
Hinsichtlich der anderen Anordnung ist der
Schaltungsunterbrecher gemäß der vorliegenden
Ausführungsform der Erfindung im wesentlichen identisch zu
derjenigen des in Fig. 1 gezeigten
Schaltungsunterbrechers. Anders gesagt, der
Schaltungsunterbrecher gemäß der vorliegenden
Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich von
demjenigen der ersten Ausführungsform darin, dass anstelle
der Strombegrenzungs-Drosselspulen 6U, 6V und 6W des in
Fig. 1 gezeigten Verteilungssystems die sättigungsfähigen
Drosselspulen 9U, 9V und 9W verwendet werden, wobei die
sättigungsfähigen Drosselspulen 9U, 9V und 9W zum Begrenzen
des Fehlerstroms in dem nicht-gesättigten Zustand nur
während der Periode, in der die Thyristorschalter 1U, 1V
und 1W gerade leiten, dienen.
Wie sich der vorangehenden Beschreibung entnehmen lässt,
kann mit dem Aufbau des Verteilungssystems gemäß dieser
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung nicht nur die
voranstehend im Zusammenhang mit dem Verteilungssystem
gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung beschriebene
Strombegrenzungsfunktion realisiert werden, sondern der
Schaltungsunterbrecher kann auch in ein Gehäuse mit
kleinerer Größe implementiert werden, da eine Anzahl von
Spulen aufgrund der Verwendung der sättigungsfähigen
Drosselspule, in der ein Kern als das
Strombegrenzungselement eingebaut ist, verkleinert werden
kann.
Fig. 4 zeigt ein Schaltbild eines Verteilungssystems gemäß
einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
In Fig. 4 werden Teile, die den in Fig. 1 gezeigten
äquivalent sind, mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Eine wiederholte Beschreibung davon ist somit nicht
erforderlich. Gemäß Fig. 4 umfasst eine Hauptschaltung MC3
Strombegrenzungssicherungen 10U, 10V und 10W, die jeweils
in Reihe zu den Thyristorschaltern 1U, 1V und 1W geschaltet
sind und die jeweils eine Strombegrenzungsfunktion sowie
eine Schaltungsunterbrechungsfunktion aufweisen.
Hinsichtlich der anderen Anordnung ist das
Verteilungssystem gemäß der vorliegenden Ausführungsform
der Erfindung im wesentlichen identisch mit dem in Fig. 1
gezeigten Verteilungssystem. Anders ausgedrückt werden im
Fall des Verteilungssystems gemäß der vorliegenden
Ausführungsform der Erfindung anstelle der
Strombegrenzungs-Drosselspulen 6U, 6V und 6W des in Fig. 1
gezeigten Verteilungssystems die
Strombegrenzungssicherungen 10U, 10V und 10W verwendet,
wobei die Strombegrenzungssicherungen 10U, 10V und 10W
nicht nur zur Begrenzung des Fehlerstroms, sondern auch zur
Unterbrechung des Fehlerstroms dienen, indem sie für den
Fall, dass die Thyristorschalter 1U, 1V und 1W den
Fehlerstrom nicht unterbrechen, auslösen.
Wie sich aus der obigen Beschreibung entnehmen lässt, kann
mit dem Aufbau des Verteilungssystems gemäß der
vorliegenden Ausführungsform der Erfindung nicht nur die
Strombegrenzungsfunktion realisiert werden, wie
voranstehend im Zusammenhang mit dem Verteilungssystem
gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung beschrieben,
sondern der Fehlerstrom kann durch die Sicherungen für den
Fall unterbrochen werden, dass die Thyristorschalter 1U, 1V
und 1W einen derartigen Fehlerstrom nicht unterbrechen
sollten. Dies liegt daran, dass die Sicherungen wie
voranstehend beschrieben verwendet werden. Somit kann die
Zuverlässigkeit eines Betriebs des Verteilungssystems
weiter verbessert werden.
Fig. 5 zeigt ein Schaltbild, das einen Aufbau des
Verteilungssystems gemäß einer vierten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung zeigt. In Fig. 5 werden Teile, die
den in Fig. 1 gezeigten äquivalent sind, mit gleichen
Bezugszeichen bezeichnet und eine wiederholte Beschreibung
davon erübrigt sich. Unter Bezugnahme auf Fig. 5 umfasst
eine Hauptschaltung MC4 Strombegrenzungswiderstände 11U,
11V und 11W, die jeweils eine Strombegrenzungsfunktion
aufweisen und als Strombegrenzungselemente dienen. Diese
Strombegrenzungswiderstände 11U, 11V und 11W sind jeweils
zu den Thyristorschaltern 1U, 1V und 1W in Reihe
geschaltet. In bezug auf die andere Anordnung ist das
Verteilungssystem gemäß der vorliegenden Ausführungsform im
wesentlichen gleich zu denjenigen der in Fig. 1 gezeigten
Schaltungskonfiguration. Insbesondere unterscheidet sich
das Verteilungssystem gemäß der vorliegenden
Ausführungsform der Erfindung von der ersten
Ausführungsform darin, dass anstelle der Strombegrenzungs-
Drosselspulen 6U, 6V und 6W die Strombegrenzungswiderstände
11U, 11V und 11W verwendet werden, wobei die
Strombegrenzungswiderstände 11U, 11V und 11W zum Begrenzen
des Fehlerstroms dienen. Das Verteilungssystems gemäß der
vorliegenden Ausführungsform der Erfindung ist dahingehend
vorteilhaft, dass der Schaltungsunterbrecher mit noch
geringeren Kosten hergestellt werden kann.
Wie sich der obigen Beschreibung entnehmen lässt, kann mit
dem Aufbau des Verteilungssystems gemäß der vorliegenden
Ausführungsform der Erfindung nicht nur die
Strombegrenzungsfunktion realisiert werden, die
voranstehend im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform
der Erfindung beschrieben wurde, sondern das
Verteilungssystem kann auch mit geringeren Kosten
hergestellt werden. Dies liegt daran, dass die
Strombegrenzungswiderstände 11U, 11V und 11W, die als
solche kostengünstige Elemente sind, als
Strombegrenzungseinrichtungen verwendet werden.
Fig. 6 ist ein Schaltbild, welches einen Aufbau des
Verteilungssystems gemäß einer fünften Ausführungsform der
Erfindung zeigt. In Fig. 6 werden Teile, die äquivalent zu
den voranstehend unter Bezugnahme auf Fig. 1 erwähnten
sind, mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Demzufolge ist
eine wiederholte Beschreibung davon nicht erforderlich.
Unter Bezugnahme auf Fig. 6 unterscheidet sich eine
Hauptschaltung MC5 gemäß der vorliegenden Ausführungsform
von derjenigen der vorangehenden Ausführungsformen darin,
dass die relevanten Komponenten nur für zwei Phasen, z. B.
U- und W-Phasen, vorgesehen sind, während im Fall der
vorangehenden Ausführungsformen derartige Komponenten
jeweils für alle drei Phasen vorgesehen sind.
Bezugnehmend auf Fig. 6 wird erläutert, dass insbesondere
zwischen dem Eingangsanschluss U1 und dem Ausgangsanschluss
U2 für die U-Phase des Thyristorschalters 1U das
elektromagnetische Vakuum-Schaltschütz 2U, der
Überspannungsableiter 3U vom Zinkoxid-Typ, die
Strombegrenzungs-Drosselspule 6U, der
Hochgeschwindigkeitsschalter 8U und der Stromwandler 4a
vorgesehen sind, während sich zwischen dem
Eingangsanschluss W1 und dem Ausgangsanschluss W2 für die
W-Phase der Thyristorschalter 1W, das elektromagnetische
Vakuum-Schaltschütz 2W, der Überspannungsableiter 3W vom
Zinkoxid-Typ, die Strombegrenzungs-Drosselspule 6W, der
Hochgeschwindigkeitsschalter 8W und der Stromwandler 4b
befindet. Im Gegensatz dazu ist für die U-Phase nur das
elektromagnetische Vakuum-Schaltschütz 2V vorgesehen,
während die anderen Komponenten wie beispielsweise das
elektromagnetische Vakuum-Schaltschütz 2V, der
Überspannungsableiter 3V vom Zinkoxid-Typ, die
Strombegrenzungs-Drosselspule 6V und der
Hochgeschwindigkeitsschalter 8V insgesamt eingespart sind.
Im Fall des Verteilungssystems Sgemäß der vorliegenden
Ausführungsform der Erfindung sind die Nennspannungen des
Thyristorschalters 1U, des Überspannungsableiters 3U vom
Zinkoxid-Typ, der Strombegrenzungs-Drosselspule 6U und des
Hochgeschwindigkeitsschalters 8U sowie des
Thyristorschalters 1W, des Überspannungsableiters 3W vom
Zinkoxid-Typ, der Strombegrenzungs-Drosselspule 6W und des
Hochgeschwindigkeitsschalters 8W jeweils um einen Faktor
von √3 höher, im Vergleich mit den entsprechenden
Komponenten, die in den voranstehend beschriebenen
Schaltungsunterbrechern verwendet werden, da die
Netzspannung angelegt wird, wenn der Thyristorschalter 1U
und der Hochgeschwindigkeitsschalter 8U sowie der
Thyristorschalter 1W und der Hochgeschwindigkeitsschalter
8W ausgeschaltet werden. Allerdings besitzt das
Verteilungssystem gemäß der vorliegenden Ausführungsform
Vorteile hinsichtlich eines vereinfachten Aufbaus, geringer
Kosten und einer für die Implementierung günstigen kleinen
Größe.
Wie sich aus der vorangehenden Beschreibung entnehmen
lässt, kann das Verteilungssystem gemäß der vorliegenden
Ausführungsform der Erfindung die Strombegrenzungsfunktion
wie im Fall der vorangehenden Ausführungsformen erreichen.
Da die Bestandteile der Hauptschaltung MC für eine Phase
eingespart werden, ist es zusätzlich möglich, das
Verteilungssystem kostengünstig und angesichts eines
miniaturisierten Aufbaus leicht zu implementieren.
Obwohl die Erfindung auf Grundlage der Annahme beschrieben
worden ist, dass das Verteilungssystem drei Phasen umfasst,
kann die Erfindung genauso auf Mehrphasen-
Verteilungssysteme wie auf Verteilungssysteme mit einer
einzelnen Phase angewendet werden kann. Obwohl ferner
angenommen worden ist, dass für den mechanischen
Hochgeschwindigkeitsschalter eine Vakuumröhre vom
elektromagnetischen Repulsionsauslösetyp verwendet wird,
können andere elektromechanische Schalter oder
Hochgeschwindigkeitsschalter vom mechanischen Typ verwendet
werden, beispielsweise eine Vakuumröhre vom Typ mit
elektromagnetischer Induktionsauslösung und dergleichen.
Claims (7)
1. Elektrisches Verteilungssystem, umfassend
- a) einen Halbleiterschalter (1U, 1V, 1W) mit einem Paar von antiparallel geschalteten Thyristoren;
- b) ein Strombegrenzungselement (6U, 6V, 6W; 9U, 9V, 9W; 10U, 10V, 10W; 11U, 11V, 11W), das zum Unterdrücken eines Fehlerstroms mit dem Halbleiterschalter (1V, 1V, 1W) in Reihe geschaltet ist;
- c) einen elektromechanischen Schalter (8U, 8V, 8W), der zu der Reihenschaltung aus dem Halbleiterschalter (1U, 1V, 1W) und dem Strombegrenzungselement (6U, 6V, 6W; 9U, 9V, 9W; 10U, 10V, 10W; 11U, 11V, 11W) parallel geschaltet ist;
- d) eine Erfassungseinrichtung (4a, 4b) zum Erfassen eines durch das Verteilungssystem fließenden Stroms;
- e) eine Steuereinrichtung (7) zum Steuern des Halbleiterschalters (1U, 1V, 1W) und des elektromechanischen Schalters (8U, 8V, 8W) derart, dass bei Erfassung eines den normalen Betriebsstrom übersteigenden Fehlerstroms durch die Erfassungseinrichtung (4a, 4b) der elektromechanische Schalter (8U, 8V, 8W) geöffnet wird und der Stromfluss durch das Verteilungssystem durch den elektromechanischen Schalter (8U, 8V, 8W) zu der aus dem Halbleiterschalter (1U, 1V, 1W) und dem Strombegrenzungselement (6U, 6V, 6W; 9U, 9V, 9W; 10U, 10V, 10W; 11U, 11V, 11W) gebildeten Reihenschaltung kommutiert wird, wobei der Fehlerstrom durch das Strombegrenzungselement (6U, 6V, 6W; 9U, 9V, 9W; 10U, 10V, 10W; 11U, 11V, 11W) begrenzt und durch den Halbleiterschalter (1U, 1V, 1W) innerhalb eines auf das Auftreten des Fehlerstroms folgenden Zyklus unterbrochen wird.
2. Verteilungssystem nach Anspruch 1, bei welchem der
Halbleiterschalter (1U, 1V, 1W), das
Strombegrenzungselement (6U, 6V, 6W; 9U, 9V, 9W; 10U,
10V, 10W; 11U, 11V, 11W) und der elektromechanische
Schalter (8U, 8V, 8W) jeweils für eine Phase des
Verteilungssystems vorgesehen sind.
3. Verteilungssystem nach Anspruch 1, bei welchem der
Halbleiterschalter (1U, 1V, 1W), das
Strombegrenzungselement (6U, 6V, 6W; 9U, 9V, 9W; 10U,
10V, 10W; 11U, 11V, 11W) und der elektromechanische
Schalter (8U, 8V, 8W) jeweils in einer Anzahl
entsprechend der Anzahl der Phasen des
Verteilungssystems vorgesehen sind.
4. Verteilungssystem nach Anspruch 1, bei welchem der
Halbleiterschalter (1U, 1V, 1W), das
Strombegrenzungselement (6U, 6V, 6W; 9U, 9V, 9W; 10U,
10V, 10W; 11U, 11V, 11W) und der elektromechanische
Schalter (8U, 8V, 8W) jeweils für zwei Phasen aus drei
Phasen des Verteilungssystems vorgesehen sind.
5. Verteilungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei welchem das Strombegrenzungselement durch eine
strombegrenzende Drosselspule (6U, 6V, 6W; 9U, 9V,
9W) gebildet ist.
6. Verteilungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei welchem das Strombegrenzungselement durch einen
strombegrenzenden Widerstand (11U, 11V, 11W) gebildet
ist.
7. Verteilungssystem nach einem der vorangehenden
Ansprüche, bei welchem die Steuereinrichtung (7) die
Steuerung so vornimmt, dass bei Erfassung eines
Überstroms der elektromechanische Schalter (8U, 8V,
8W) geöffnet wird, um den Fehlerstrom an den
Halbleiterschalter (1U, 1V, 1W) zu kommutieren,
welcher sich im Zustand der Stromleitfähigkeit
befindet, wobei das an den Halbleiteschalter (1U, 1V,
1W) angelegte Einschaltsignal mit einer vorbestimmten
Zeitverzögerung gelöscht wird, die erforderlich ist,
um den elektromechanischen Schalter (8U, 8V, 8W)
vollständig zu öffnen, so dass der Fehlerstrom
begrenzt und innerhalb eines auf das Auftreten des
Fehlerstrom folgenden Zyklus unterbrochen wird.
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