DE19543736C2 - Anschlußarmatur für Heizungsanlagen - Google Patents

Anschlußarmatur für Heizungsanlagen

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Description

Die Erfindung betrifft eine Anschlußarmatur für Heizungsanlagen, insbesondere für Plattenheizkörper, bestehend aus einer unteren Armatur mit einem Vorlaufanschluß, einem Rücklaufanschluß und einem Anschlußgehäuse sowie einer oberen Armatur mit Absperrorgan, die über ein Steigrohr mit der unteren Armatur verbunden ist, wobei die untere Armatur ein Verbindungsmittel aufweist, welches die Vorlauf- und Rücklaufanschlüsse, das Anschlußgehäuse und das Steigrohr miteinander verbindet, wobei ferner der eine Anschluß, Vorlaufanschluß oder Rücklaufanschluß, mit dem Anschlußgehäuse einstückig ausgebildet ist oder mit diesem lösbar oder nicht lösbar verbunden ist, der andere Anschluß, Rücklaufanschluß oder Vorlaufanschluß, mit dem Verbindungsmittel lösbar oder nicht lösbar verbunden ist, das Steigrohr an diesen Anschluß angeschlossen und mit dem Verbindungsmittel lösbar oder nicht lösbar verbunden ist und das Anschlußgehäuse mit dem Verbindungsmittel lösbar oder nicht lösbar verbunden ist, wobei das Verbindungsmittel an seinem einen Ende mit einer Lochung versehen ist und an seinem anderen Ende an die Form der Anlagefläche des Anschlußgehäuses angepaßt und mit diesem unlösbar verbunden ist, wobei die Mittellängsachse des Verbindungsmittels rechtwinklig zur Mittelachse der Lochung verläuft, insbesondere die Achsen sich rechtwinklig schneiden, wobei schließlich im Bereich der Lochung einseitig an das Verbindungsmittel das Steigrohr und an der anderen Seite der stutzenartige Anschluß befestigt oder befestigbar ist.
Eine derartige Anschlußarmatur ist beispielsweise aus der DE 43 25 271 A1 bekannt. Die nicht lösbare Verbindung wird dort, wie dies ebenso bei dem Erfindungsgegenstand der Fall ist, durch eine Anschweißstelle erzeugt. Das Verbindungsmittel ist dort als plattenartiges Element ausgebildet und dient als Anschweißträger.
Die plattenartige Ausbildung des Verbindungsmittels ist insofern nachteilig, als im Verbindungsbereich mit dem Anschlußgehäuse, welches im Stand der Technik kugelartig geformt ist, entweder eine komplexe Verformung des plattenartigen Elementes erfolgen muß, um eine Fixierung an Stutzen oder dergleichen des Anschlußgehäuses zu ermöglichen, oder aber es ist auch möglich, das plattenartige Teil radial an das Gehäuse anzusetzen und mit den Anschlußgehäuse zu verschweißen. Hierbei ist allerdings die korrekte Ausrichtung (exakt radial zu dem Anschlußgehäuse) mit Schwierigkeiten verbunden, da für die Ausrichtung lediglich die schmale Stirnkante des plattenartigen Elementes zur Verfügung steht.
Zudem ist nachteilig, daß das plattenartige Element leicht verbiegbar ist, so daß ungewollt Schiefstellungen der Anschlußstutzen daraus resultieren.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Anschlußarmatur gattungsgemäßer Art zu schaffen, bei der eine Ausrichthilfe für das Verbinden, insbesondere Anschweißen, an das beispielsweise kugelartig oder quaderförmig geformte Anschlußgehäuse erreicht ist und eine ungewollte Verformung des Verbindungsmittels weitgehend auszuschließen ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß das Verbindungsmittel als kegeliges oder pyramidenähnliches Formteil, ausgebildet ist, an dessen Kegel- oder Pyramidenspitze ein Ringauge zur Bildung der Lochung angeformt ist, wobei die die Basisfläche des kegeligen oder pyramidenähnlichen Formteiles das an die Form der Anlagefläche des Anschlußgehäuses angepaßte Ende bildet.
Der Ausdruck "pyramidenähnlich" umfaßt solche Raumformen, die eine polygonale Grundfläche und zur Spitze hin konvergierende Seitenflächen aufweist. Unter die Begriffe "pyramidenähnlich" bzw. "kegelig" sind auch solche Ausführungsformen zu subsumieren, die pyramidenstumpfähnlich oder kegelstumpfähnlich ausgebildet sind.
Das entsprechende Formteil kann einstückig als Formteil ausgebildet sein, wobei durch die an die Form der Anlagefläche des Anschlußgehäuses angepaßte Kontur der Basisfläche des Formteiles eine gute Führungs- und Positionierungshilfe für den Verbindungsvorgang, insbesondere Anschweißvorgang, erreicht ist, was eine exakte Positionierung des Formteiles relativ zu dem Anschlußgehäuse erleichtert und zwingend ermöglicht.
Das entsprechend ausgebildete Formteil ist aufgrund der Formgebung sehr formstabil, so daß eine ungewollte Verbiegung oder Verformung des Formteiles bei der Handhabung und in der betrieblichen Praxis nicht zu erwarten ist.
Das an das Formteil angeformte Ringauge kann als Anschweißhilfe und Positionierungshilfe zum Anschweißen des Steigrohrendes benutzt werden, wobei vorzugsweise die Lochung des Ringauges dem Außendurchmesser des Steigrohres im Anschlußbereich angepaßt ist. An der der Anschweißstelle des Steigrohres gegenüberliegenden Seite des Ringauges kann in einfacher Weise der Vorlauf oder Rücklaufanschluß, beispielsweise in Form einer Anschlußmuffe oder dergleichen angeschweißt werden. Sämtliche Schweißverbindungen sind mit derzeit bekannten Schweißverfahren herzustellen. Alternativ sind die Verbindungsstellen auch durch Lötverfahren herzustellen. Die Einzelteile können in beliebiger Weise gestaltet sein, so daß eine Kombination unterschiedlicher Abmessungen, Baugrößen oder dergleichen in einfacher Weise unter Verminderung der Lagerhaltung möglich ist.
Eine bevorzugte Weiterbildung wird darin gesehen, daß das kegelige oder pyramidenähnliche Formteil ein Massivteil ist, dessen Basisfläche entsprechend der Kontur der Anlagefläche des Anschlußgehäuses ausgebildet ist.
Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß das kegelige oder pyramidenähnliche Formteil glockenartig hohl ausgebildet ist und die Stirnkanten der Mantelfläche an die Kontur der Anlagefläche des Anschlußgehäuses angepaßt und mit diesem nicht lösbar verbunden sind.
Hierdurch wird eine Material- und Gewichtsersparnis erreicht, ohne daß auf die Vorteile der Kegel- oder Pyramidenform des kegeligen oder pyramidenähnlichen Formteiles verzichtet wird. Unter Umständen ist auch bevorzugt, daß am Ringauge die Einsatzfläche für den Vor- oder Rücklaufanschluß Anschweißkanten aufweist. Auch kann bevorzugt sein, daß am stutzenförmigen Vor- oder Rücklaufanschluß im Bereich der Anlagefläche an das Ringauge Anschweißkanten ausgebildet sind. Zudem ist besonders bevorzugt vorgesehen, daß die Basisfläche des kegeligen oder pyramidenähnlichen Formteiles am der Kegelspitze oder Pyramidenspitze abgewandten Ende kleiner als die oder gleich der der Basisfläche gegenüberliegende zugewandte Anlagefläche des Anschlußgehäuses ist, vorzugsweise diese Basisfläche nur der halben bis einem Drittel der Anlagefläche des Anschlußgehäuses entspricht.
Eine unter Umständen bevorzugte Ausführung wird darin gesehen, daß das Anschlußgehäuse kugelartig ausgeführt ist.
Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung im Schnitt I-I der Fig. 2 gesehen;
Fig. 2 desgleichen in Draufsicht;
Fig. 3 und 4 eine Variante in gleicher Ansicht;
Fig. 5 und 6 eine weitere Variante in gleicher Ansicht.
In den Zeichnungsfiguren ist nur der hier wesentliche Bereich der Anschlußarmatur für eine Heizungsanlage, insbesondere für Plattenheizkörper, gezeigt. In der Zeichnung ist lediglich der untere Armaturenteil dargestellt, der einen Vorlaufanschluß 1, einen Rück­ laufanschluß 2 und ein Anschlußgehäuse 3 aufweist, welches mit seinen quer abragenden, koaxialen Anschlußbereichen 4 an die Platten eines Plattenheizkörpers anschweißbar ist. Das Anschlußgehäuse gemäß Fig. 1 bis 4 ist kugelartig geformt, während das Anschlußgehäuse gemäß Fig. 5 und 6 quaderartig geformt ist.
Der Vorlaufanschluß ist über ein Steigrohr 5 mit einem oberen Armaturenteil mit Absperrorgan verbunden, was in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Die untere Armatur weist ein Verbindungsmittel 6 auf, welches den Vorlauf­ anschluß 1, das Anschlußgehäuse 3 mit Rücklaufanschluß 2 und das Steigrohr 5 miteinander verbindet (mittelbar oder unmittelbar). Dabei ist der Rücklaufanschluß 2 mit dem Anschlußgehäuse 3 schweißverbunden und als Schweißmuffe ausgebildet. Der Vorlaufanschluß 1 ist an das Verbindungsmittel 6 angeschweißt. Das Steigrohr 5 ist ebenfalls mit dem Verbindungsmittel an der dem Vorlaufanschluß gegenüberliegenden Seite verschweißt. Auch das Anschlußgehäuse 3 ist an das Verbindungsmittel 6 angeschweißt.
Erfindungsgemäß ist das Verbindungsmittel 6 als kegeliges (Fig. 1 bis 4) oder pyramidenähnliches (Fig. 5 und 6) Formteil 7, 7' mit an die Kegel- oder Pyramidenspitze angeformtem Ringauge 8 ausgebildet, wobei die Mittelachse der Pyramide oder des Kegels rechtwinklig zur Mittelachse des Ringauges 8 verläuft und sich die Achsen rechtwinklig schneiden. Die Basisfläche 9, 9' des kegeligen oder pyramidenähnlichen Formteiles 7, 7' ist an die Form der Anlagefläche des Anschlußgehäuses 3 angepaßt und bei der kugelartigen Gehäuseform entsprechend gehöhlt, sowie an dieses angeschweißt. Die Schweißnaht ist bei 10 verdeutlicht. An das Ringauge 8 ist koaxial zu diesem an dessen eine Seite das Steigrohr 5 und an dessen andere Seite der Vorlaufanschluß 1 angeschweißt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 ist das kegelige Formteil 7 ein Massivteil, dessen Basisfläche 9 entsprechend der Kontur der Anlagefläche des dort kugelartigen Anschlußgehäuses 3 gehöhlt ist. Bei den Ausführungsformen nach Fig. 3 und 4 bzw. Fig. 5 und 6 ist das kegelige bzw. pyramidenähnliche Formteil 7' glockenartig hohl ausgebildet. Die Stirnkanten der Mantelfläche (bei 9') sind an die Kontur der Anlagefläche des kugelartigen oder quaderförmigen Anschlußgehäuses 3 angepaßt und an diese angeschweißt. Die Schweißverbindung ist bei 10 angedeutet. Sie ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 und 4 ohne Schweißmittelzusatz, z. B. mit Widerstandsschweißung, durchgeführt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 weist am Ringauge 8 die Einsatzfläche für den Anschluß (Vorlaufanschluß 1) Anschweißkanten 11 auf. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 bzw. Fig. 5 und 6 ist an dem stutzenförmigen Anschluß (Vorlaufanschluß 1) im Bereich der Anlagefläche an das Ringauge 8 eine umlaufende Schweißkante 12 gebildet.
Bei allen Ausführungsformen ist der Durchmesser des kegeligen Formteiles 7, 7' bzw. die Kantenlänge des pyramidenähnlichen Formteiles 7, 7' am der Kegel- bzw. Pyramidenspitze abgewandten Ende kleiner als der Durchmesser oder die Kantenlänge der Anlagefläche des Anschlußgehäuses 3. Hierdurch wird eine ausreichende Stützfläche im Anlageflächenbereich zwischen den beiden Teilen erreicht.
Zudem ist es möglich, durch Verkürzung des kegelartigen Formteiles 7, 7' eine Abstandsänderung zwischen den zueinander koaxial ausgerichteten Vorlauf- und Rück­ laufstutzen 1, 2 zu erreichen, wobei dann lediglich die Anlagefläche wieder entsprechend gehöhlt werden muß, sofern der Anschluß an ein kugelartiges Anschlußgehäuse 3 vorzusehen ist, um die Kontur der Form des kugelartigen Anschlußgehäuses 3 anzupassen.

Claims (7)

1. Anschlußarmatur für Heizungsanlagen, insbesondere für Plattenheizkörper, bestehend aus einer unteren Armatur mit einem Vorlaufanschluß, einem Rücklauf­ anschluß und einem Anschlußgehäuse sowie einer oberen Armatur mit Absperrorgan, die über ein Steigrohr mit der unteren Armatur verbunden ist, wobei die untere Armatur ein Verbindungsmittel aufweist, welches den Vorlaufanschluß, das Anschlußgehäuse mit Rücklaufanschluß oder den Rücklaufanschluß, das Anschlußgehäuse mit Vorlaufanschluß und das Steigrohr miteinander verbindet, wobei ferner der eine Anschluß, Vorlaufanschluß oder Rücklaufanschluß, mit dem Anschlußgehäuse einstückig ausgebildet ist oder mit diesem lösbar oder nicht lösbar verbunden ist, der andere Anschluß, Rücklaufanschluß oder Vorlaufanschluß, mit dem Verbindungsmittel lösbar oder nicht lösbar verbunden ist, das Steigrohr an diesen Anschluß angeschlossen und mit dem Verbindungsmittel lösbar oder nicht lösbar verbunden ist und das Anschlußgehäuse mit dem Verbindungsmittel lösbar oder nicht lösbar verbunden ist, wobei das Verbindungsmittel an seinem einen Ende mit einer Lochung versehen ist und an seinem anderen Ende an die Form der Anlagefläche des Anschlußgehäuses angepaßt und mit diesem unlösbar verbunden ist, wobei die Mittellängsachse des Verbindunsmittels rechtwinklig zur Mittelachse der Lochung verläuft, insbesondere die Achsen sich rechtwinklig schneiden, wobei schließlich im Bereich der Lochung einseitig an das Verbindungsmittel das Steigrohr und an der anderen Seite der stutzenartige Anschluß befestigt oder befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsmittel (6) als kegeliges oder pyramidenähnliches Formteil (7, 7'), ausgebildet ist, an dessen Kegel- oder Pyramidenspitze ein Ringauge (8) zur Bildung der Lochung angeformt ist, wobei die Basisfläche (9, 9') des kegeligen oder pyramidenähnlichen Formteiles (7, 7') das an die Form der Anlagefläche des Anschlußgehäuses (3) angepaßte Ende bildet.
2. Anschlußarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das kegelige oder pyramidenähnliche Formteil (7) ein Massivteil ist, dessen Basisfläche (9) entsprechend der Kontur der Anlagefläche des Anschlußgehäuses (3) ausgebildet ist.
3. Anschlußarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das kegelige oder pyramidenähnliche Formteil (7') glockenartig hohl ausgebildet ist und die Stirnkanten (bei 9') der Mantelfläche an die Kontur der Anlagefläche des Anschlußgehäuses (3) angepaßt und mit diesem nicht lösbar verbunden sind.
4. Anschlußarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Ringauge (8) die Einsatzfläche für den Anschluß (1 oder 2) Anschweiß­ kanten (11) aufweist.
5. Anschlußarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am stutzenförmigen Anschluß (1 oder 2) im Bereich der Anlagefläche an das Ringauge (8) Anschweißkanten (12) ausgebildet sind.
6. Anschlußarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Basisfläche des kegeligen oder pyramidenähnlichen Formteiles (7, 7') am der Kegelspitze oder Pyramidenspitze abgewandten Ende kleiner als die oder gleich der der Basisfläche gegenüberliegende zugewandte Anlagefläche des Anschlußgehäuses (3) ist, vorzugsweise diese Basisfläche nur der halben bis einem Drittel der Anlagefläche des Anschlußgehäuses (3) entspricht.
7. Anschlußarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußgehäuse (3) kugelartig ausgeführt ist.
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