DE19530516A1 - Vorrichtung zum Auftragen einer Beschichtungslösung - Google Patents
Vorrichtung zum Auftragen einer BeschichtungslösungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen
einer Beschichtungslösung auf einen laufenden Träger,
mit wahlweise einstellbarer Breite der von einer
Breitschlitzdüse aufgetragenen Beschichtungslösung
auf dem Träger.
Auf dem Gebiet der Antragstechnik für heißschmelzende
Kleber sind breitenverstellbare Breitschlitzdüsen be
kannt, die mit einer Spindelverstellung für variable
Beschichtungsbreiten oder mit segmentierten Düsen für
gestufte Breiten arbeiten.
In der DE-A-19 08 163 ist ein Streichkopf zum Auf
tragen von Streichmasse auf laufende Bahnen, ins
besondere Papierbahnen, bei wahlweise einstellbarer,
quer zur Bahn gemessener Streichbreite, beschrieben.
Unterhalb der Bahn erstreckt sich quer zur Bahn ein
Druckbehälter, der einen Streichmassenanschluß auf
weist, an den eine Düse angeschlossen ist, die zwei
quer zur Bahn angeordnete Lippen sowie zwei Seiten
wände aufweist. Wenigstens eine der beiden Lippen
weist an wenigstens einem Ende der Düsen Ausschnitte
zur Verringerung der Stauhöhe auf. Diese Ausschnitte
werden von einem Schieber gesteuert, der eine
parallel zur Seitenwand der Düse angeordnete Querwand
aufweist, die entsprechend dem Düsenquerschnitt ge
formt ist und in der Schließstellung des Schiebers
bei maximaler Streichbreite, etwa an der Seitenwand
der Düse, anliegt. An die Außenfläche der Querwand
des Schiebers schließt eine Leitwand zum Abschirmen
der Bahn gegen bei eingefahrener Querwand aus der
Düse austretende Randströme an. Soll mit maximaler
Streichbreite gestrichen werden, so wird der Schieber
in seine äußerste Stellung gebracht, in der er die
Ausschnitte überdeckt und mit seiner Querwand an der
betreffenden Seitenwand der Düse anliegt. Die
Streichmasse kann demzufolge an den Unterkanten der
Ausschnitte nicht aus der Düse austreten, sondern
strömt über die gesamte, quer zur Bahn gemessene
Düsenlänge nach oben bis zur Höhe der Bahn. Soll
dagegen mit verminderter Streichbreite gestrichen
werden, so wird der Schieber eingeschoben, so daß er
die Ausschnitte teilweise oder - bei ganz
eingeschobenem Schieber - völlig freigibt, und einen
der Länge der freigegebenen Ausschnitte entsprechen
den Teil des Streichmassenstroms über die Unterkanten
des Ausschnitts aus der Düse treten läßt.
Dieses Antragssystem besteht somit aus einer Düse mit
einer Verteilerkammer und einem sich verengenden
Düsenspalt, der über die gesamte Beschichtungsbreite
reicht, und eine Verstellanordnung, die aus zwei
Seitenwänden und einer begrenzenden Querwand besteht.
Dieses System arbeitet nur in der 6-Uhr-Position,
d. h. von unten wird die Beschichtungslösung an eine
über eine Walze laufende Bahn angetragen. Die
Antragslösung tritt über die gesamte Breite der Düse
aus dem sich verengenden Spalt aus und wird nur im
Bereich der Verstellanordnung an die Bahn geführt. Im
freien Düsenbereich, der nicht von der Verstell
anordnung überdeckt ist, tritt die Antragslösung
ungehindert nach beiden Seiten aus, ohne die Bahn zu
berühren, und wird in einer Wanne aufgefangen.
Bei einer bekannten Düse für den Antrag von
lösemittelhaltigem Kaltleim ist die Fließkammer in
mehrere, voneinander unabhängige Segmente unterteilt.
Der lösemittelhaltige Kaltleim wird über einstell
bare, pneumatische Absperrventile individuell den
Segmenten der Fließkammer zugeführt. Der Austritt aus
den einzelnen Segmenten der Fließkammer ist bis zur
Mündung des Fließspaltes getrennt ausgeführt, so daß
ein Übertritt der Kaltleimlösung in ein angrenzendes
Segment nicht möglich ist.
Kontinuierliche Breitenverstellsysteme von Düsen, die
mit einem hydraulisch kontinuierlich verstellbarem
Kolben als Breitenbegrenzung arbeiten, bringen Dich
tungsprobleme mit sich und sind konstruktiv sehr
aufwendig, da der Kolben meist noch über eine Spindel
verstellt werden muß. Bei Beschichtung mit viskosen
Klebe-Beschichtungsmitteln muß zur Breitenänderung
die Schlitzdüse vollständig geöffnet, gereinigt und
durch Einsätze auf die neue Beschichtungsbreite
eingestellt werden, so daß nur ein nicht kontinu
ierlicher Betrieb möglich ist.
Bei der Druckplattenherstellung werden zur Anpassung
an unterschiedliche Formate von Hand Begrenzungs
plättchen in den Fließerspalt eingesetzt. Dabei sind
mögliche Folgestörungen durch nicht genau posi
tionierte oder hervorstehende Plättchen nicht aus zu
schließen.
Insbesondere bei der Herstellung von Fotoresisten,
Mikrofilmen, Prüffolien und Druckplatten müssen die
Beschichtungsbreiten den wechselnden Formaten ange
paßt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu
schaffen, die eine kontinuierliche, automatische und
schnelle Anpassung bzw. Variation der Beschichtungs
breite an wechselnde Formate auf einem Träger ermög
licht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in der Weise
gelöst, daß die Breitschlitzdüse in einer ihrer
beiden Düsenlippen zumindest eine Zuführung für Gas
oder Luft enthält, die mit einer Verteilerkammer für
die Beschichtungslösung in der Düsenlippe verbunden
ist.
In Ausgestaltung der Erfindung sind mehrere
Verteilerkammern in einer der beiden Düsenlippen
vorhanden und ist jede Verteilerkammer mit einer
Zuführung für Gas oder Luft verbunden. In Abwandlung
dieser Ausführungsform der Erfindung sind die beiden
äußeren Verteilerkammern mit je einer Zuführung für
Gas und Luft ausgerüstet und weisen die inneren
Verteilerkammern keine Zuführung für Gas oder Luft
auf. Zweckmäßigerweise ist jede Verteilerkammer mit
einer Zuführung für die Beschichtungslösung ver
bunden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist im
Düsenspalt der Breitschlitzdüse eine Maske angeord
net, die zwei Spaltbegrenzungen und Trennstege
zwischen den Spaltbegrenzungen aufweist, wobei die
Trennstege über den Trennwänden zwischen den
Verteilerkammern zu liegen kommen.
Die weitere Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich
aus den Patentansprüchen 6 bis 9.
Mit der Erfindung werden die Vorteile erzielt, daß
die Beschichtungslösung, die aus einer der Vertei
lerkammern in den Beschichtungsabschnitt, das ist der
Spaltbereich zwischen der Verteilerkammer und dem
Düsenspalt, eintritt, dort in ihrer seitlichen
Ausdehnung durch den Druck des über die Zuführung
zugeleiteten Gases bzw. der zugeleiteten Luft
begrenzt wird. Durch Verändern des Druckes des Gases
bzw. der Luft kann die Beschichtungsbreite in be
stimmten Bereichen variiert werden. Bedingt durch die
fehlenden mechanischen Verschleißteile verläuft der
Betrieb weitgehend störungsfrei.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von zeich
nerisch dargestellen Ausführungsbeispielen näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische, teilweise aufgebro
chene Ansicht einer ersten Ausführungsform
einer Breitschlitzdüse nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Antragswalze, ei
nes über die Antragswalze geführten be
schichteten Trägers und der ersten Ausfüh
rungsform der Breitschlitzdüse im Schnitt,
Fig. 3 die gleiche Seitenansicht wie in Fig. 2
und einer zweiten Ausführungsform der
Breitschlitzdüse im Schnitt,
Fig. 4 schematisch in Draufsicht die Antragswalze
und die untere Düsenlippe der aufgeschnit
tenen Breitschlitzdüse sowie die Verände
rung der Beschichtungsbreite auf dem Trä
ger,
Fig. 5 in Draufsicht eine obere Düsenlippe der
Breitschlitzdüse mit Zuführungen für die
Beschichtungslösung,
Fig. 6 eine Draufsicht der unteren Düsenlippe mit
Verteilerkammern und Zuführungen für Gas
oder Luft, und
Fig. 7 eine Draufsicht auf eine im Düsenspalt
angeordnete Maske der Breitschlitzdüse.
Die perspektivische Ansicht in Fig. 1 einer ersten
Ausführungsform einer Breitschlitzdüse 1, die teil
weise aufgebrochen ist, zeigt die drei wesentlichen
Bestandteile der Breitschlitzdüse 1, nämlich eine
obere Düsenlippe 2, eine untere Düsenlippe 3 und eine
Maske 4. In der unteren Düsenlippe 3 befinden sich
Verteilerkammern 10A bis 10D, während in der oberen
Düsenlippe 2 Zuführungen 9A bis 9D für die Beschich
tungslösung angeordnet sind, die mit den Verteiler
kammern in Verbindung stehen. Die obere und die
untere Düsenlippe schließen einen Düsenspalt 12 ein,
in dem die Maske 4 angeordnet ist. Die Zuführungen 9A
bis 9D bilden Kanäle, die den Verteilerkammern 10A
bis 10D gegenüberliegen. Jede der Verteilerkammern
10A bis 10D in der unteren Düsenlippe 3 ist mit einer
entsprechenden Zuführung 11A bis 11D für Gas oder
Luft verbunden, wobei diese Zuführungen gleichfalls
in der unteren Düsenlippe 3 angeordnet sind. Bei
Abwandlungen dieser Ausführungsform kann die
Breitschlitzdüse 1 in einer ihrer beiden Düsenlippen
2 bzw. 3 nur eine Zuführung 11A für Gas oder Luft
enthalten, die mit der Verteilerkammer 10A für die
Beschichtungslösung verbunden ist, während die übri
gen Verteilerkammern nicht mit einer derartigen
Zuführung für Gas oder Luft in Verbindung stehen.
Ebenso ist es möglich, daß die beiden äußeren Ver
teilerkammern 10A und 10D mit je einer Zuführung 11A
bzw. 11D für Gas und Luft ausgerüstet sind und daß
die inneren Verteilerkammern 11B und 11C keine
Zuführungen für Gas oder Luft aufweisen. Selbst
verständlich ist die Anzahl der Verteilerkammern
nicht auf vier Stück begrenzt, sondern hängt in
erster Linie von der Gesamtbreite der Breit
schlitzdüse 1 ab, wobei die kleinste Breitenabmessung
einer Verteilerkammer nicht mehr als 5 mm betragen
soll. Bei Breitschlitzdüsen, die als Fließer für die
Beschichtung von Druckplatten eingesetzt werden,
haben sich Breiten zwischen 40 und 80 mm der
Verteilerkammern in der Praxis bewährt. Die Zufüh
rungen 11A bis 11D für Gas oder Luft werden zweck
mäßigerweise gegenüber der Mitte der Verteilerkammern
10A bis 10D angeordnet. Zwischen den Verteilerkammern
befinden sich Trennwände 22A bis 22C (vgl. Fig. 6).
Wie aus den Fig. 1 und 7 ersichtlich ist, besteht
die Maske 4 aus einer rechten und linken Spalt
begrenzung 13 bzw. 14 und aus Trennstegen 8A, 8B und
8C. Die Anzahl der Trennstege ist jeweils um eins
niedriger als die Anzahl der Verteilerkammern. Inner
halb des Düsenspaltes 12 kommen die Trennstege 8A,
8B, 8C über den Trennwänden 22A, 22B und 22C zwischen
den Verteilerkammern zu liegen. Aus Fig. 7 ist er
kennbar, daß die Trennstege einen spitzwinkligen
dreieckförmigen Umriß haben und daß in den
Spaltbegrenzungen 13 und 14 sowie in einem Verbin
dungsteil 24 für die Spaltbegrenzungen Löcher 25
angeordnet sind, durch die nicht direkt gezeigte
Schrauben hindurchgeführt sind, die die obere und die
untere Düsenlippe miteinander verbinden und die Maske
4 innerhalb des Düsenspalts 12 in ihrer Lage
fixieren. In Fig. 2 ist in Seitenansicht eine An
tragswalze 5 gezeigt, über die ein bandförmiger
Träger 6, beispielsweise ein Band aus Aluminium oder
aus einer seiner Legierungen, geführt ist. Im gerin
gen Abstand zu der Antragswalze 5 ist im Schnitt die
Breitschlitzdüse 1 dargestellt, deren Spaltaustritt
26 einen vorgegebenen Abstand zu der Antragswalze 5
bzw. zu dem Träger 6 aufweist. Aus dem Spalt 26 tritt
die Beschichtungslösung aus und formt auf dem Träger
6 eine Beschichtung 7 festgelegter Breite. Wie aus
Fig. 2 zu entnehmen ist, sind Spitzen 23 der Trenn
stege 8A bis 8C gegenüber dem Spaltaustritt 26 der
Breitschlitzdüse 1 um eine bestimmte Strecke im
Düsenspalt 12 zurückversetzt, wobei diese Strecke 1
bis 5 mm beträgt. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, sind
die Trennstege 8A, 8B und 8C mit ihren Spitzen
jeweils um die gleiche Strecke gegenüber dem
Spaltaustritt zurückversetzt. In Fig. 2 befindet
sich in der oberen Düsenlippe 2 die Zuführung 9A für
die Beschichtungslösung, während die Verteilerkammer
10A und die Zuführung 11A für Gas oder Luft in der
unteren Düsenlippe 3 angeordnet sind. Die Breit
schlitzdüse 1 in Fig. 2 ist entlang der Line A-A der
Fig. 4 geschnitten, so daß von links nach rechts
innerhalb des Düsenspalts 12 die rechte Spaltbe
grenzung 14, der Trennsteg 8A und das Verbindungsteil
24 der Maske 4 zu erkennen sind, wobei der Trennsteg
8A und das Verbindungsteil 24 unterschiedliche
Schraffuren haben.
In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform der
Breitschlitzdüse 1 im Schnitt dargestellt, wobei die
Seitenansicht der Antragswalze 5, des Trägers 6 und
der Beschichtung 7 die gleiche wie in Fig. 2 ist.
Die zweite Ausführungsform der Breitschlitzdüse 1
unterscheidet sich von der in den Fig. 1 und 2
gezeigten ersten Ausführungsform nur dadurch, daß die
Verteilerkammern 10A bis 10D in der oberen Düsenlippe
2 angeordnet sind, ebenso wie die Zuführungen 11A bis
11D für Gas oder Luft zu den Verteilerkammern.
Dementsprechend befinden sich die Zuführungen 9A bis
9D für die Beschichtungslösung in der unteren
Düsenlippe 3. Die übrigen Teile der Fig. 3
entsprechen den Teilen gleicher Numerierung in Fig.
2 und werden daher nicht nochmal beschrieben.
Die schematische Draufsicht auf die Antragswalze 5 in
Fig. 4 und den bandförmigen Träger 6, der über die
Antragswalze geführt ist, sowie auf die untere Düsen
lippe 3 der aufgeschnittenen Breitschlitzdüse zeigt
schraffiert die Beschichtung 7 sowie mit durchge
zogener Linie einen rechten Rand 16 der Beschichtung
7 und mit dazu parallel verlaufenden, gestrichelten
Linien rechte Ränder 17, 18, 19 der Beschichtung 7,
entsprechend veränderten Breiten dieser Beschichtung.
Durch die Zuführungen 9A bis 9D strömt die Be
schichtungslösung in die Verteilerkammern 10A bis 10D
ein. In Fig. 4 ist beispielsweise gezeigt, daß
Beschichtungslösung nur in die Verteilerkammern 10A
und 10B einströmt, während der Zufluß von
Beschichtungslösung zu den beiden übrigen Verteiler
kammern 10C und 10D abgesperrt ist. In den beiden
Verteilerkammern 10A und 10B verteilt sich die
Beschichtungslösung über die Breite des jeweiligen
Beschichtungsabschnittes 15A und 15B, wobei die
Breite des Beschichtungsabschnittes 15A sich von der
linken Spaltbegrenzung 13 der Maske 4 bis zu dem
Trennsteg 8A erstreckt, während die Breite des
Beschichtungsabschnittes 15B sich zwischen den beiden
Trennstegen 8A und 8B erstreckt. Die Beschichtungs
lösung wird zunächst durch die Spaltbegrenzung 13 der
Maske und die Trennstege 8A und 8B seitlich geführt.
Da in den beiden Beschichtungsabschnitten 15A und 15B
gleicher hydrostatischer und -dynamischer Druck
herrscht, verbinden sich die Beschichtungslösungen an
ihren Grenzflächen und strömen gemeinsam in Richtung
der Verlängerung des Trennsteges 8B weiter. Am
Trennsteg 8B trifft das aus der Zuführung 11C
austretende Gas, beispielsweise Luft, teilweise auf
den Meniskus der Beschichtungslösung des Beschich
tungsabschnittes 15B. Es bildet sich infolge des
hydrostatischen Druckes der Beschichtungslösung und
des hydrostatischen Druckes des Gases an dieser
Stelle ein Gleichgewicht aus, so daß bei einem
vorgegebenen Druck des Gases sich der rechte Rand 16
der Beschichtung 7 einstellt. Je nach Druckhöhe des
zugeführten Gases können sich Breiten der Beschich
tung 7 mit den rechten Rändern 17 bis 19 einstellen.
Die Ränder 17 und 18 entsprechen Zwischenwerten des
Gas- bzw. Verstelldruckes. Dieser liegt im Bereich
von 0,2 mbar bis 1 bar. Die Pfeile 20A und 20B deuten
die Strömungen der Beschichtungslösungen an, die den
Verteilerkammern 10A und 10B über die Zuführungen 9A
und 9B zugeleitet werden. Die Pfeile 21 zeigen die
Strömungsverteilung des zugeführten Gases bzw. der
zugeführten Luft an, die aus der Zuführung 11C in den
Düsenspalt der Breitschlitzdüse 1 eintritt. Hierzu
ist noch anzumerken, daß die Zuführungen 9A bis 9D
für die Beschichtungslösung an und für sich bei der
ersten Ausführungsform in der oberen Düsenlippe 2
angeordnet sind, die in Fig. 4 nicht zu sehen ist.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise und der Strömungs
verhältnisse der Beschichtungslösung sind die an und
für sich nicht zu sehenden Zuführungen 9A bis 9D ein
gezeichnet.
Die Steuerung der Versorgung der Verteilerkammern mit
Beschichtungslösung kann durch pneumatisch betätigte
Nadelventile erfolgen. Entsprechend der geforderten
Breite der Beschichtung 7 auf dem Träger 6 werden
zwei, drei oder alle vier Verteilerkammern 10A bis
10D mit Beschichtungslösung beschickt. Wie schon zu
vor erwähnt wurde, ist die Anzahl der Verteiler
kammern keineswegs auf vier Kammern beschränkt,
sondern kann entsprechend den Anforderungen an
unterschiedliche Breiten der Beschichtung 7 fest
gelegt werden. Es können Änderungen der Beschich
tungsbreite der Beschichtung 7 von ± 5mm pro Be
schichtungsabschnitt erreicht werden, d. h. der
Abstand zwischen dem Rand 16 und dem Rand 19 in Fig.
2 entspricht dann 5 mm. Durch Veränderung der Länge
der Trennstege 8A bis 8C, die Erhöhung der Anzahl der
Zuführungen 11A bis 11D für Gas oder Luft sowie durch
Querschnittsveränderungen dieser Zuführungen kann
eine Vergrößerung des Verstellbereiches der Beschich
tung 7 erreicht werden, so daß auch Änderungen der
Beschichtungsbreite von mehr als 5 mm pro Beschich
tungsabschnitt 15A bis 15D erzielbar sind.
Die Innenflächen des Düsenspaltes 12 sind zweck
mäßigerweise mit Materialien, wie Silikon oder
Polytetrafluorethylen, beschichtet, die gegenüber der
Beschichtungslösung nicht-haftende Eigenschaften be
sitzen. Diese Beschichtungsmaterialien für die Innen
flächen des Düsenspaltes 12 beeinflussen bzw. vergrö
ßern den Verstellbereich für die Beschichtung 7. Von
großem Vorteil ist auch, daß die Zuführungen 11A bis
11D für Gas oder Luft als Spülkanäle zum Reinigen der
Breitschlitzdüse 1 verwendet werden können. Durch
Einleiten einer Reinigungslösung bzw. Spülflüssigkeit
in die Zuführungen 11A bis 11D werden die Vertei
lerkammern 10A bis 10D und der Düsenspalt 12 von
Rückständen der Beschichtungslösung gereinigt.
Die Draufsicht auf eine obere Düsenlippe 2 in Fig. 5
zeigt je zwei Zuführungen 9A, 9B, 9C und 9D für jede
einzelne Verteilerkammer 10A bis 10D. Je nach Bedarf
wird die Beschichtungslösung in die einzelne Vertei
lerkammer über beide Zuführungen eingeleitet, um
einen möglichst gleichmäßigen Dickenfilm der Be
schichtungslösung im Düsenspalt 12 zu erhalten.
Jedoch kann eine der beiden Zuführungen pro
Verteilerkammer auch zum Entlüften während der Be
schickung der anderen Zuführung mit Beschich
tungslösung verwendet werden. Bei der Entlüftung der
Beschichtungslösung treten dann die in der Be
schichtungslösung eventuell enthaltenen Gas- bzw.
Luftblasen aus der anderen Zuführung aus. In der obe
ren Düsenlppe 2 sind entlang dem oberen Rand und den
beiden Seitenrändern Löcher 27 für die Aufnahme von
Schrauben vorhanden, mittels derer die obere mit der
unteren Düsenlippe verschraubt wird.
Die Draufsicht auf die untere Düsenlippe 3 in Fig. 6
zeigt die vier Verteilerkammern 10A bis 10D und die
Trennwände 22A, 22B und 22C zwischen den
Verteilerkammern. In den beiden linken Verteilerkam
mern 10A und 10B sind mittig die Zuführungen 11A und
11B für Gas oder Luft angeordnet. Die beiden übrigen
Verteilerkammern 10C und 10D besitzen beispielsweise
keine derartigen Zuführungen für Gas oder Luft.
In die entlang des oberen Randes und der Seitenränder
der unteren Düsenlippe 3 angeordneten Gewindelöcher
28 werden nicht gezeigte Schrauben eingeschraubt,
wenn die obere und die untere Düsenlippe zur Breit
schlitzdüse zusammengesetzt und miteinander verbunden
werden.
Ebenso ist es möglich, daß die beiden äußeren Ver
teilerkammern 10A und 10D mit je einer Zuführung 11A
bzw. 11D ausgestattet sind, während die beiden inne
ren Verteilerkammern 10B und 10C keine Zuführungen
für Gas bzw. Luft besitzen. Des weiteren sind auch
andere Anordnungen von vorteilhafter Bedeutung, bei
denen z. B. drei Verteilerkammern Zuführungen und eine
Verteilerkammer keine Zuführung für Gas bzw. Luft
enthält, wobei alle denkbaren Kombinationen der Ver
teilerkammern möglich sind.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Auftragen einer Beschich
tungslösung auf einen laufenden Träger, mit wahlweise
einstellbarer Breite der von einer Breitschlitzdüse
aufgetragenen Beschichtungslösung auf dem Träger, da
durch gekennzeichnet, daß die Breitschlitzdüse (1) in
einer ihrer beiden Düsenlippen (2, 3) zumindest eine
Zuführung (11A) für Gas oder Luft enthält, die mit
einer Verteilerkammer (10A) für die Beschichtungs
lösung in der Düsenlippe (2 bzw. 3) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß mehrere Verteilerkammern (10A bis 10D)
in einer der beiden Düsenlippen (2, 3) vorhanden sind
und daß jede Verteilerkammer mit einer Zuführung
(11A-11D) für Gas oder Luft verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die beiden äußeren Verteilerkammern
(10A, 10D) mit je einer Zuführung (11A, 11D) für Gas
und Luft ausgerüstet sind und daß die inneren
Verteilerkammern (11B, 11c) keine Zuführungen für Gas
oder Luft aufweisen.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß jede Verteilerkammer (10A
bis 10D) mit einer Zuführung (9A bis 9D) für die
Beschichtungslösung verbunden ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Dü
senspalt (12) der Breitschlitzdüse (1) eine Maske (4)
angeordnet ist, die Spaltbegrenzungen (13, 14) und
Trennstege (8A, 8B, 8C) zwischen den Spaltbegren
zungen aufweist, wobei die Trennstege (8A, 8B, 8C)
über den Trennwänden (22A bis 22C) zwischen den
Verteilerkammern (10A bis 10D) zu liegen kommen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Trennstege (8A, 8B, 8C) einen
spitzwinkligen dreieckförmigen Umriß haben und daß
die Spitzen (23) der Trennstege gegenüber dem Spalt
austritt (26) der Breitschlitzdüse (1) um 1 bis 5 mm
im Düsenspalt (12) zurückversetzt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Innenflächen des Düsenspaltes (12)
mit einem in bezug auf die Beschichtungslösung dehä
siven Material, wie Silikon oder Polytetrafluor
ethylen, beschichtet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß über die Zuführungen (11A bis
11D) für Gas oder Luft zur Reinigung der
Verteilerkammern (10A bis 10D) und des Düsenspalts
(12) von Rückständen der Beschichtungslösung eine
Reinigungslösung einbringbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Gas- oder Luftdruck in den Zufüh
rungen (11A bis 11D) im Bereich von 0,2 mbar bis 1
bar einstellbar ist, um die Antragsbreite der Be
schichtungsabschnitte (15A bis 15D) zu verändern.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19530516A DE19530516A1 (de) | 1995-08-19 | 1995-08-19 | Vorrichtung zum Auftragen einer Beschichtungslösung |
| EP96112935A EP0759328A3 (de) | 1995-08-19 | 1996-08-12 | Vorrichtung zum Auftragen einer Beschichtungslösung |
| JP8216254A JPH09103728A (ja) | 1995-08-19 | 1996-08-16 | コーティング溶液塗布装置 |
| US08/699,402 US5853482A (en) | 1995-08-19 | 1996-08-19 | Method and apparatus for applying a coating solution |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19530516A DE19530516A1 (de) | 1995-08-19 | 1995-08-19 | Vorrichtung zum Auftragen einer Beschichtungslösung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19530516A1 true DE19530516A1 (de) | 1997-02-20 |
Family
ID=7769868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19530516A Withdrawn DE19530516A1 (de) | 1995-08-19 | 1995-08-19 | Vorrichtung zum Auftragen einer Beschichtungslösung |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5853482A (de) |
| EP (1) | EP0759328A3 (de) |
| JP (1) | JPH09103728A (de) |
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