DE193366C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B7/00—Heating by electric discharge
- H05B7/02—Details
- H05B7/10—Mountings, supports, terminals or arrangements for feeding or guiding electrodes
- H05B7/109—Feeding arrangements
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- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Plasma & Fusion (AREA)
- Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 193366 KLASSE 12ä. GRUPPE L
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hintereinanderschaltung von Hochspannungsflammen
in einem Hochspannungsstromkreis. Es kommt darauf an, daß alle Flammenstrecken
bis auf eine durch einen bzw. mehrere hohe Ohm'sche Widerstände oder Selbstinduktionsspulen
überbrückt werden.
Von den durch das Verfahren erreichten - Vorteilen und neuen technischen Wirkungen
ίο kommt vor allem in Betracht, daß die Hintereinanderschaltung
beliebig vieler Hochspannungsflammen in einem Hochspannungsstromkreis
unter gleichzeitiger Erhöhung des Leistungsfaktors im Stromkreise ermöglicht
ist; es wird also die Ausnutzung der maschinellen Anlage in erheblicher Weise erhöht
unter gleichzeitiger Vermeidung irgendwelcher Vorschaltwiderstände für den Arbeitsstrom
oder entsprechend wirkender Drosselspulen.
Von diesen vernichten nämlich erstere, d. h. die Widerstände, den größten Teil der aufgewendeten
Energie, während zur Nutzarbeit in den Flammen nur ein geringer Bruchteil
zur Anwendung gelangt, letztere, d. h. die Drosselspulen dagegen verzehren zwar keine
nennenswerte Energie, verhindern aber eine einigermaßen annehmbare Ausnutzung der
maschinellen Anlage.
Obgleich beide, Vorschaltwiderstände wie Drosselspulen, den Leistungsfaktor also stark
herabsetzen, müßten solche bisher, wenn eine beliebige Anzahl von Hochspannungsflammen
hintereinandergeschaltet wurde, in den Arbeitsstrom der Flammen eingeschaltet werden,
um den sonst eintretenden Kurzschluß zu verhüten. Dieser Kurzschluß erfolgt deshalb,
weil in dem Augenblick, in welchem eine Zündung eintritt, der Widerstand der Flammenstrecke
auf einen sehr geringen Betrag herabsinkt, zur Herbeiführung der Zündung jedoch eine Mindestspannung erforderlich ist,
welche der Summe der einzelnen Elektrodenentfernungen entspricht, jedenfalls also bedeutend
höher ist, als der Widerstand der Flammenstrecke im Moment der Zündung.
Das neue Schaltverfahren ist also allen bisher bekannten Systemen gegenüber bedeutend
einfacher, billiger, und ermöglicht vor allem die Höchstausnutzung der ganzen Anlage.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand
iri vier verschiedenen Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigt:
' Fig. ι ein Schema mit parallel geschalteten, die Flammenstrecken überbrückenden Widerständen,
wobei die letzte Flammenstrecke offen gelassen ist,
Fig. 2 ein Schema mit hintereinandergeschalteten Widerständen, ebenfalls mit offener
letzter Flammenstrecke,
Fig. 3 wieder ein Schema mit parallel geschalteten Widerständen, wobei jedoch die
mittelste Flammenstrecke offen belassen ist, und
Fig. 4 ebenfalls ein Schema mit mittlerer Offenstrecke, jedoch wieder mit hintereinandergeschalteten
Widerständen.
Gemäß der Darstellung in Fig. 1 sind die
Hochspannungsflammen bzw. Flammenstrecken
I, 2, 3, 4 und 5 an einen Wechselstromkreis hoher Spannung in Serie geschaltet. Selbstverständlich
kann die Anzahl dieser Flammen bzw. Strecken beliebig vermehrt oder vermindert
werden. Die " Widerstände 6, 7, 8 und 9 sind so eingerichtet, daß sie nur geringe
Stromstärken durchlassen, und derart angeschaltet, daß der Widerstand 6 die Flammenstrecke
i, der Widerstand 7 die Strecken 1 und'2, der Widerstand 8 die Strecken 1,2, 3,
der Widerstand 9 die Strecken 1, 2, 3 und 4 nach dem einen Pol 10 hin überbrückt. Bei
einer größeren Anzahl von Flammenstrecken überbrückt jeder folgende Widerstand um
eine Flammenstrecke mehr als der vorhergehende, von ein und demselben Pol, beispielsweise von Pol 10 aus gerechnet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Widerstände 6, 7, 8 und 9 hintereinandergeschaltet
und als·freie bzw. nicht überbrückte Flammenstrecke ebenso wie in Fig. 1 die
Strecke 5 gewählt worden.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform entspricht die Schaltung der
Widerstände 6, 7, 8 und 9 dem in Fig. 1 enthaltenen System, nur mit dem Unterschied,
daß hier nicht wie dort die letzte sondern die mittlere Flammenstrecke 3 offen belassen
ist. Demgemäß überbrücken die Widerstände 6 und 7 die Flammenstrecken 1 bzw.
ι und 2, vom Pol 10 aus gerechnet, die Widerstände 8 und 9 dagegen die Flammenstrecken
4 und 5 bzw. 5 allein, vom Pol 11 aus gerechnet.
Ähnlich ist bei der Ausführungsform nach Fig. 4 wiederum die · mittelste Flammenstrecke
3 nicht überbrückt bzw. freigelassen worden, dagegen hier die Hintereinanderschaltung
der Widerstände wie in Fig. 2 benutzt.
Wird mit dem vorliegenden Schaltverfahren gearbeitet, so herrscht, solange durch die
Flammen keine Ströme gehen, bei dem Schema nach Fig. 1 und 2 an der Flammenstrecke 5,
bei dem Schema nach Fig. 3 und 4 dagegen an der Flammenstrecke 3 die volle Maschinenspannung.
Infolgedessen tritt bei der Flammenstrecke 5 bzw. bei der Strecke 3 eine Entladung ein, bei einer Spannung, welche
der Elektrodendistanz entspricht. Sowie diese Zündung eingetreten ist, sinkt die Spannung
zwischen den Elektroden der Flamme 5 bzw. denjenigen der Flamme 3 entsprechend dem
geringen Widerstände auf einen geringen Betrag herab, so daß jetzt eine hohe Spannung
zwischen den Elektroden der Flamme 4 bzw. den Flammen 2 und 4 auftritt. Es erfolgt
nunmehr hier eine Zündung, und die gleiche Erscheinung des Fallens der Spannung bewirkt
endlich eine Zündung der Flamme 3 bzw. der Flammen 1 und 5 und so fort.
Diese Zündungen erfolgen natürlich mit außerordentlicher Schnelligkeit hintereinander, so
daß also alle fünf Flammen bei fast derselben Maschinenspannung gezündet haben. Beschleunigt
kann diese Zündungsfolge dadurch werden, daß die Schaltungssysteme gemäß Fig. 3 und 4 zur Benutzung kommen, wobei
die Aufeinanderfolge der Zündungen anstatt wie bei den Systemen nach Fig. 1 und 2 von
einem einzigen Pol jetzt von beiden Polen zugleich aus beginnen.
Jetzt arbeitet die Maschine direkt durch die Flammen und erzeugt eine Stromstärke,
die abhängig ist von der Summe der Spannungen, welche die einzelnen Flammen verarbeiten,
und natürlich den Dimensionen der Maschine. Da Voraussetzung ist, daß mit Wechselstrom gearbeitet wird, ist es klar,
daß bei jedem Wechsel der Spannung die Flamme abreißt, so daß sich dieser Zündungsvorgang auch bei jedem Spannungswechsel
bzw. bei jedesmaligem Abreißen der Flammen wiederholt. 3
Das Verfahren ermöglicht es also, jede beliebige Maschinenspanriung ohne Vorschaltung
von Widerständen in den Hauptstromkreis voll auszunutzen.
Da die Widerstände 6, 7, 8, 9 im Nebenschluß liegen und nur zum Zwecke der Zündung
dienen, so können sie für sehr geringe Energievernichtung gebaut werden. Die praktische
Ausführung hat ergeben, daß bei einem Energieverbrauch der Widerstände von 0,5 Prozent der Flammenenergie die Zündung
der hintereinandergeschalteten Flammen so sicher und gleichmäßig geschieht, daß jeder
Beruhigungswiderstand bzw. jede Drosselspule im Hauptstromkreise überflüssig wird
und auf diese Weise der Leistungsfaktor beim vorliegenden Schaltverfahren denjenigen
von Induktionsmotoren noch übersteigt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Hintereinanderschaltung von Hochspannungsflammen in einem Hoc.hspannungsstromkreis, zwecks Herbeiführung endothermischer Gasreaktionen, dadurch gekennzeichnet daß jede Flammenstrecke mit Ausnahme einer Strecke durch hohe Ohm'sche Widerstände oder Selbstinduktionsspulen überbrückt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE193366C true DE193366C (de) |
Family
ID=456606
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT193366D Active DE193366C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE193366C (de) |
-
0
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