DE193262C - - Google Patents

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DE193262C
DE193262C DE1906193262D DE193262DD DE193262C DE 193262 C DE193262 C DE 193262C DE 1906193262 D DE1906193262 D DE 1906193262D DE 193262D D DE193262D D DE 193262DD DE 193262 C DE193262 C DE 193262C
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alternating current
voltage
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DE1906193262D
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R19/00Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof
    • G01R19/0092Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof measuring current only

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 e. GRUPPE
in BERLIN.
Bei der Erzeugung von hochfrequenten kontinuierlichen Wechselströmen werden in der Praxis Schwierigkeiten auftreten, um alle die Messungen machen zu können, die man mit den bisher bekannten Meßinstrumenten bei Niederfrequenzströmeh ohne weiteres bewerkstelligen kann. So wird es im allgemeinen schwer sein, durch ein einfaches Meßinstrument in einem Schwingungskreis für
ίο Hochfrequenzströme eine darin existierende Arbeits - E. M. K. zu messen. Denken wir uns z. B. eine Hochfrequenzmaschine, welche auf einen Schwingungskreis aus Selbstinduktion und Kapazität arbeitet. Wollen wir die Arbeits-E. M. K., die diese Maschine in diesen Schwingungskreis liefert, feststellen, so ist es nicht genug z. B. mit einem Elektrometer die Klemmspannung des Ankers der Hochfrequenzmaschine zu messen. Denn da für Hochfrequenzströme die Ankerklemmspannung nicht die in demselben erzeugte Spannung sein wird, sondern eine aus dieser und aus ihrer selbstinduktiven Spannung zusammengesetzte, so kann man mit dieser, einfachen Schaltung die gesuchte Arbeitsspannung nicht messen.
■ » Der Zweck der Erfindung ist nun, ein einfaches Meßinstrument zu schaffen, welches derartige Messungen zu machen gestattet.
Das Prinzip ist folgendes:
An einen Hochfrequenzgenerator wird ein Meßinstrument derart angelegt, daß ein Schwingungskreis aus Selbstinduktion, Kapazität und Widerstand entsteht. In der Figur ist ι der Anker eines Hochfrequenzgenerators. Derselbe kann selbstverständlich z. B. auch durch eine Bogenlampe ersetzt werden, mittels ,welcher nach dem Duddellschen Verfahren Hochfrequenzschwingungen erzeugt werden können. 2 ist eine Selbstinduktion, 3 ein Widerstand und 4 eine variable Kapazität. Der Widerstand 3 kann z. B. als Hitzdraht eines normalen Hitzdrahtinstrumentes ausgebildet sein. Wird jetzt im Anker 1 durch Rotation eine kontinuierliche Arbeits-E. M. K. erzeugt, so entsteht im Schwingungskreis I, 2, 3, 4 eine kontinuierliche Schwingung. An den Klemmen des Ankers 1 existiert aber nicht eine Arbeits-E. M. K., sondern eine E. M. K., die dieser und einer selbstinduktiven E. M. K. entspricht. Stimmen wir aber nun durch den variablen Kondensator 4 den Schwingungskreis auf die Periodenzahlen der Ankerschwingung ab, so hebt sich in jedem Moment die selbstinduktive Spannung im Stromkreis (nämlich die von 1 und 2) zusammen mit der kapazitiven Spannung an 4 auf, und für den Widerstand 3 wird nur die gesuchte Arbeits-E. M. K. wirksam. Ist nun das Meßinstrument, welches diesen Widerstand als Anzeigeursache hat, so geeicht, daß es jederzeit die Spannung anzeigt, die an dem Widerstand 3 existiert, und ist der Widerstand 3 groß gegenüber allen anderen Ohmschen Widerständen im Kreise 1, 2, 3, 4, so gestattet diese Anordnung, die in diesem Stromkreis induzierte Arbeitsspannung jederzeit festzustellen. Man kann natürlich auch
anstatt in dem Schwingungskreis die Selbstinduktion 2 vom Widerstand zu trennen, beide mehr oder weniger gemeinsam anordnen, so z. B. einen Widerstand benutzen, dessen Selbstinduktion gleich der gesamten ist, wenn nur der Ausschlag des Instrumentes nicht von der gesamten Spannung an den Enden des Widerstandes abhängt, sondern nur von der Ohmschen Spannung desselben. Mit anderen
ίο Worten: Man stellt sich bei jeder Messung den Resonanzfall her; für denselben gelten bekanntlich bezüglich Spannung, Strom und Widerstand die Gleichstromgesetze, und man kann dann das einfache Voltmeterprinzip auf die Messung anwenden, um die Ohmsche oder Nutzspannung zu messen. Natürlich gibt es noch die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten dieses Meßprinzips. Auch kann dasselbe nicht allein für Hochfrequenz, sondern an geeigneter Stelle für Niederfrequenz, ebenso statt für kontinuierliche für oszillatorische Wechselströme Anwendung finden.

Claims (2)

Patent- Ansprüche:
1. Meßverfahren für Wechselströme, insbesondere Hochfrequenzströme, dadurch gekennzeichnet, daß ein Instrument zu dem Zwecke, eine Arbeitsspannung-zu messen, an die betreffenden Klemmen angelegt wird und der durch die zu untersuchenden elektrischen Größen mit den elektrisehen Größen des Meßinstrumentes zusammen gebildete Stromkreis auf die Periodenzahl des Wechselstromes abgestimmt wird.
2. Meßinstrument zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wechselstromvoltmeter mit einer konstanten Selbstinduktion und einer variablen Kapazität zu einem Ganzen so zusammengesetzt wird, daß es an einen Wechselstromgenerator gelegt, durch Abstimmung auf die Periodenzahlen des Wechselstromes gestattet, die gesuchte Arbeitsspannung direkt abzulesen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1906193262D 1906-07-29 1906-07-29 Expired DE193262C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE193262T 1906-07-29

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DE1906193262D Expired DE193262C (de) 1906-07-29 1906-07-29

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