DE193186C - - Google Patents

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DE193186C
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liquid
opening
sprinkler
wall
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DE1906193186D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/26Fractionating columns in which vapour and liquid flow past each other, or in which the fluid is sprayed into the vapour, or in which a two-phase mixture is passed in one direction

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6 b. GRUPPE 23.,
EMILE GUILLAUME in PARIS.
oder zylindrischen Querschnitts.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Mai 1906 ab. Längste Dauer: 22. November 1917.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 26. Mai 1905 anerkannt.
die Priorität
Die Erfindung betrifft Verbesserungen an der durch Patent 146902 geschützten Berieselungsplattenanordnung für Destillier- und Rektifiziersäulen. '
Bei dieser Anordnung bildet der Flüssigkeitsstrom zwischen je zwei aufeinander folgenden Platten einen zusammenhängenden Vorhang gleicher Stärke, welcher beim Durchgang des Dampfes zerstäubt wird, so daß Dampf und Flüssigkeit in unmittelbar innige Berührung kommen.
Der Abfall der Flüssigkeit von einer Platte zur nächsten wird hierbei durch die Weite der einen Durchflußöffnung zwischen den beiden Lippen, der Durchgang des Dampfes aber durch die Verbindung der Wand mit den Berieselungsplatten und Wandungen der Säule bestimmt.
Ein vollkommener Flüssigkeitsstrom entsteht jedoch nur dann, wenn die Durchflußöffnungen sich nicht verstopfen und der Strom deren vollem Querschnitt entspricht. Aber selbst bei Beständigkeit dieses Querschnittes ist der Spielraum der aus der Durch- -flußöffnung strömenden Flüssigkeitsmenge in verhältnismäßig engen Grenzen gehalten; ist z. B. die Menge der Flüssigkeit, welche ausströmen soll, für die Öffnung zu groß, so füllt sich die Rinne, bis die Flüssigkeit über den oberen Rand der Wand fließt, was zur Folge hat, daß die Durchgangsöffnung für den Dampf stark vermindert wird und die Bedingungen, für ein gutes Arbeiten der Einrichtung gestört werden. Die gleichen Nachteile treten auf, wenn die Durchgangsöffnung sich mehr oder weniger verstopft.
Diese Übelstände, sollen nun durch die Verbesserungen gemäß vorliegender Erfindung aufgehoben werden.
Fig. ι zeigt in senkrechtem Schnitt eine rechteckige Säule mit Berieselungsplatten sowie die Wirkungsweise der einzelnen Platten. Dabei ist die Durchgangsöffnung 2 beibe- ■ halten und außerdem durch gleichförmig verteilte Öffnungen 5 ergänzt, die über die ganze Länge der senkrechten Wand 3 in gleicher Höhe sitzen. Diese Öffnungen 5 dienen als HilfsÜberläufe, durch welche der gesamte Flüssigkeitsüberschuß abläuft, wodurch verhindert wird, daß der gesamte Raum zwisehen den Platten sich jemals voll Flüssigkeit füllt. Die Öffnungen der Platten 3 weisen beispielsweise Formen auf, die in den Fig. 5 bis 13 veranschaulicht sind. Diese An-
Ordnung· hat den Zweck, die Überlauf menge mit der durch die öffnung 2 strömenden Flüssigkeit zu vereinigen und dieselbe Wirkung zu erzeugen, wie wenn die gesamte Flüssigkeit aus der öffnung 2 ausströmen würde.
Man kann sogar den Kanal 2 vollkommen weglassen und nur die öffnungen 5 anordnen (Fig. 2). Dann läuft die gesamte Flüssigkeit wie ein zusammenhängendes Band über die untere Kante der Wand 3 genau so, als wenn sie noch durch die öffnung 2, wie bei Fig. 1, flosse, und die Schleierbildung sowie der Dampfdurchgang spielen sich genau so ab wie für die anderen bezeichneten Ausführungsformen angegeben.
Die Anordnungsweise gemäß Fig. 2 weist
gegenüber derjenigen der Fig. 1 den Vorteil
- . der viel einfacheren Herstellung der Platte auf. Außerdem fällt die Möglichkeit einer schlechten Wirkung fort, die um· so sicherer bei einer Anordnung der Platte wie bei Fig. 1 eintreten würde, wenn die durch den Kanal 2 strömende Flüssigkeitsmenge, anstatt zu groß zu sein, eine dem vollen Querschnitt nicht entsprechende wäre.
Beispielsweise besitzen in den Fig. ι und 2 die beiden oberen Platten einen Abfall nach der senkrechten Wand 3 zu, d. h. in der Stromrichtung, und die beiden anderen einen Abfall in entgegengesetzter Richtung. Die erstere Anordnung wird man vorteilhaft dann anwenden,- wenn man die Flüssigkeitshöhe auf ein bestimmtes Minimum über den Platten beschränken will, dagegen die zweite Anordnung, wenn man die Standhöhe etwas vermehren will, und besonders, wenn man von außen regelmäßig Proben der Flüssigkeit von diesen Platten entnehmen will. Überdies werden die Austrittsöffnungen 2 und S durch die Anwendung der zweiten Anordnungsweise weniger der Gefahr ausgesetzt, sich zu verstopfen, weil irgendwelche hinderlichen festen Verunreinigungen sich an. der Vereinigungsstelle 6 der Platten und Wand ansammeln , können.
In beiden Fällen bleibt übrigens die gemäß vorliegender Erfindung jeweils auf den Platten befindliche Flüssigkeitsmenge immer viel geringer als bei der Benutzung der bekannten gewöhnlichen gelochten oder mit Hauben versehenen Platten.
Das Äusfübrungsbeispiel gemäß Fig. 3 zeigt die Erfindung in ihrer Übertragung auf Platten einer zylindrischen Säule mit den schon beschriebenen und in der Fig. 2 dargestellten Verbesserungen für Platten rechteckiger Säulen.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform analog der Fig. 1.
Bei Fig. 3 und 4 weist die linke Seite immer äußere Platten 7 auf, welche eine Neigung nach der Außenwandung der Säule besitzen, und die rechte Seite Platten mit einer entgegengesetzten Neigung. Die Platten 8 sind teils nach oben, teils nach unten gekrümmt. Für die Anwendung der Platten gemäß Fig. 3 und 4 gilt das über die in Fig. ι und 2 dargestellten Platten Gesagte.
An der in Fig. 7 dargestellten Wand sind kleine Rillen 9 vorgesehen, welche von dem unteren Rande der öffnungen 5 ausgehen, um die gleichförmige Verteilung der Flüssigkeit über die ganze Länge der Wand 3 und ihres unteren Randes zu erleichtern. Diese Rillen, die in einfacher Weise mit Hilfe eines Stichels erzeugt sein können, verbürgen eine größere Sicherheit zur Erlangung des gewünschten Resultates; indes sind sie nicht unumgänglich notwendig.
Die Fig. 11 bis 13 zeigen eine Wand mit öffnungen 5 nebst Vordach 10. Dieses Vordach 10 kann nach außen (Fig. 12) oder nach ' innen (Fig. 13) gerichtet sein; es hat lediglich den Zweck, den Durchgang eines Teiles des Dampfes durch die öffnungen 5 zu verhindern für den Fall, daß man diese Möglichkeit befürchtet.

Claims (5)

Pate nt-An Sprüche:
1. Ausführungsform der durch Patent 146902 geschützten Berieselungsplattenanordnung für Destillier- und Rektifiziersäulen rechtwinkligen oder zylindrischen Querschnitts, dadurch gekennzeichnet, daß die Berieselungsplatten außer der ununterbrochenen, an ihrem Boden angeordneten Öffnung (2) oben mit Öffnungen (5) versehen sind, die Überläufe bilden und über die ganze Länge bzw. den ganzen Umfang der Wand (3) verteilt sind, zum Zwecke, durch Vereinigung der Menge Flüssigkeit, die durch die Öffnungen (5) ausläuft, mit derjenigen, die durch die öffnung (2) fließt, die regelmäßige Bildung des hinabrieselnden, von den aufsteigenden Dämpfen durchdrungenen Flüssigkeitsvorhangs unter allen Umständen, beispielsweise auch dann, wenn die Öffnung verstopft ist, zu sichern.
2. Ausführungsform der Berieselungsplattenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand (3) auf einem bestimmten- Teil ihrer Höhe mit die Mundöffnung (2) ersetzenden öffnungen (5) versehen ist und sich unterhalb der Öffnungen (5) um eine genügende Strecke fortsetzt, damit der Durchgangsquerschnitt für den aus aufsteigenden Dämpfen bestehenden Strom verringert wird und infolgedessen die Dämpfe ver-
hindert werden, über oder durch die in den Böden aufgesammelte Flüssigkeit zu streichen.
3. Ausführungsform der Berieselungsplattenanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (3) unterhalb der Öffnungen (5) außen mit Rillen (9) zur gleichmäßigen Verteilung der durch die Öffnungen (5) auslaufenden Flüssigkeit über die ganze Wand (3) ausgestattet sind.
4. Die Anordnung der Berieselungsplatten nach Anspruch 1 bis 3 in der Weise, daß sie nach außen zu ein Gefalle besitzen, so daß Vertiefungen entstehen, die zur Entnahme von Proben geeignet sind und in denen sich die mitgeführten festen Bestandteile absetzen können.
5. Ausführungsform der Berieselungsplattenanordnung nach Anspruch 1 bis 4," dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Öffnungen (5) ein Schirm oder Vordach (10) nach außen oder innen abgezweigt ist, zum Zwecke, den Durchgang eines Teiles des aufsteigenden Dampfes durch die Öffnungen (5) zu verhindern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1906193186D 1902-11-23 1906-05-04 Expired DE193186C (de)

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FR5162T 1905-05-26

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