DE1925237B1 - Rohrverbindung fuer Einspritzsysteme von Kolbenbrennkraftmaschinen - Google Patents
Rohrverbindung fuer Einspritzsysteme von KolbenbrennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rohrverbindung für zur Festlegung der Muffenausgangslage vor dem Auf-Einspritzsysteme
von Kolbenbrennkraftmaschinen schrauben versehen ist, der das Endstück umschließt,
mit einer das Ende des zu befestigenden Rohres um- und daß die Lage des inneren Vorsprunges und das
fassenden Muffe mit Innengewinde, die zum Auf- Vorstehen des Endstückes im Hinblick auf das Diffeschrauben
auf ein Außengewinde eines Gewinde- 5 rentialgewinde derart aufeinander abgestimmt sind,
Stutzens an einem Befestigungsteil bestimmt ist, an daß im Augenblick des Aufsetzens des Endstückes
welchen das Ende des Rohres anschließbar ist. auf dem Gewindestutzen die Muffe mit der vorgesehe-
Bei den bekannten Rohrverbindungen dieser Art nen Gewindelänge auf dem Gewinde des Gewindewird
am Ende des zu befestigenden Rohres ein Stutzens aufgeschraubt ist.
nippelartiger Ansatz aufgelötet, aufgeschweißt oder io Der mit der Erfindung erzielbare Vorteil besteht
durch Stauchen (österreichische Patentschrift 217 783) insbesondere darin, daß die für höchste Drücke vergebildet,
welcher dem Festhalten der Muffe dient. wendbare Rohrleitungsverbindung eine genaue An-Diese
Verbindungen, die an sich bewährt sind, eignen Ordnung der Gewinde vor dem Befestigungsvorgang
sich jedoch nur beschränkt für Rohrleitungen der auch für ungeübte Arbeitskräfte ermöglicht, so daß
Einspritzsysteme von großen Dieselbrennkraft- 15 im befestigten Zustand jederzeit die zusammenmaschinen,
wenn in diesen besonders hohe Drücke wirkenden Gewindelängen so groß sind, daß eine
vorkommen. Die Rohrleitungen von Maschinen, in optimale Ausnutzung der beiden Gewindeteile des
welchen Drücke bis zu 1000 Atmosphären und mehr Differentialgewindes besteht.
vorkommen können, werden aus Festigkeitsgründen Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeich-
und Sicherheitsgründen aus vollem Material gebohrt, 20 nung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles
welches eine wesentlich höhere Festigkeit aufweist, erläutert. Es zeigt
als die, welche bei einem nahtlos gezogenen Stahlrohr F i g. 1 eine Rohrverbindung in gelöster Stellung
mit Rücksicht auf dessen Herstellbarkeit möglich des Rohres, wobei sich die Muffe in einer Stellung
ist. Die Befestigung der Muffe auf die bekannte Art gegenüber dem Befestigungsteil befindet, in welcher
befriedigt somit festigkeitsmäßig nicht mehr voll- 25 der Schraubvorgang zur Befestigung des Rohres beständig,
da bei ihr unter anderem Spannungskonzen- gönnen werden kann und
trationen auftreten, die Löt- oder Schweißverbindung Fig. 2 die Rohrverbindung in befestigter Stellung
festigkeitsmäßig einen Unsicherheitsfaktor darstellt des Rohres.
und außerdem eine Gefahr der Verschlechterung der In den F i g. 1 und 2 ist ein Rohr 1 dargestellt, das
Eigenschaften des Materials des Rohres beim 30 mittels einer Muffe 2 an einem Gewindestutzen 3
Schweißen bzw. beim Löten besteht. eines Befestigungsteiles 4 befestigt werden soll bzw.
An sich sind zur Verbindung von Maschinenteilen befestigt ist. Der Befestigungsteil 4 kann ein Teil
Differentialgewinde, d. h. zwei Gewinde gleichen einer Brennstoffeinspritzpumpe, eines Einspritzventils
Sinnes, jedoch mit verschiedenen Steigungen, allge- oder auch das Ende eines anderen Rohres sein. Das
mein bekannt, siehe z.B. G. Niemann, »Maschi- 35 Rohrl ist mit einem gegenüber dem übrigen Rohr
nenelemente«, Bd. 1, 1958, S. 159, Bild 10/7. Bei verdickten Rohrende 5 versehen, auf welchem ein
solchen Verbindungen besteht jedoch immer die Außengewinde 6 ausgebildet ist. Das Rohrende 5
Schwierigkeit einer richtigen Einstellung der Aus- des Rohres 1 weist außerdem eine senkrecht zum
gangslage der beiden Gewinde zueinander, damit Achsenverlauf des Rohrendes liegende ebene Schul-
beide nach dem Verschrauben voll tragen. Es ist des- 40 terfläche 7 auf, von welcher ein Endstück 8 vorsteht,
halb schwer, eine optimale festigkeitsmäßige Aus- das eine ebene, geschliffene Stirnfläche 10 aufweist,
nutzung des Gewindes zu erreichen. Zwischen dem verdickten Rohrende S und dem
Andererseits ist aus der deutschen Auslegeschrift übrigen Rohrl befindet sich ein Übergang9 mit
1225 005 auch eine Rohrverbindung bekannt, bei großem Radius. Der Gewindestutzen 3 ist mit einem
welcher zwei Rohrenden über eine Muffe mit Hilfe 45 Außengewinde 11 versehen.
eines Differentialgewindes verbunden sind, wobei Die Muffe 2, die außen mit einem Sechskant 12
ein Rohrende mit einer Schulterfläche versehen ist, zum Aufstecken eines Rohrschlüssels versehen ist,
von welcher ein Endstück mit kleinerem Durchmesser weist in einer Bohrung zwei voneinander getrennte
vorsteht. Diese bekannte Rohrverbindung hat, ab- Innengewinde auf, und zwar ein Innengewinde 13,
gesehen davon, daß sie verhältnismäßig kompliziert 50 das mit dem Außengewinde 6 des Rohrendes 5
ist, insbesondere den Nachteil, daß sie zur Montage zusammenwirkt, sowie ein Innengewinde 14, das zur
eine besondere Hilfsvorrichtung benötigt. Zusammenwirkung mit dem Gewinde 11 des Ge-
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe be- windestutzens 3 bestimmt ist. Zwischen beiden Gesteht
darin, eine Rohrverbindung der eingangs ge- winden 13, 14 befindet sich ein ringförmiger innerer
nannten Art zu schaffen, welche die Nachteile bei den 55 Vorsprung 15, dessen innerer Durchmesser so gebekannten
Rohrverbindungen vermeidet, wählt ist, daß der Vorsprung 15 mit der Schulter-
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch ge- fläche 7 zusammenwirken kann und das Endstück 8
löst, daß in an sich bekannter Weise die Muffe mit sich bei aufgeschraubter Muffe durch die Öffnung
dem Rohrende durch ein Gewinde verbunden ist, des Vorsprunges 15 erstreckt.
dessen Steigung nach Art eines Differentialgewindes 60 Die Steigungen der Gewinde 13 und 14 sind nach
kleiner ist als die Steigung des zum Aufschrauben Art eines Differentialgewindes so gewählt, daß das
bestimmten Gewindes, wobei beide Gewinde mit dem Gewinde 14 eine größere Steigung hat als das Gegleichen
Sinn ausgebildet sind und dabei das Rohr- winde 13.
ende mit einer Schulterfläche versehen ist, von Wenn das Rohr 1 mit der Muffe 2 in der in F i g. 1
welcher ein Endstück mit kleinerem Durchmesser 65 dargestellten Weise auf den Gewindestutzen 3 aufvorsteht,
daß die Muffe mit einem bei der Verbin- gesetzt und die Muffe 2 gedreht wird, so schraubt
dung mit dem Rohrende der Schulterfläche als An- sich das Innengewinde 14 auf das Außengewinde 11
schlag dienenden ringförmigen inneren Vorsprung des Stutzens 3 auf. Gleichzeitig schraubt sich bei fest-
gehaltenem Rohrl das Gewinde 13 im Gewinde 6 in der F i g. 1 nach unten. Da die Steigung des Gewindes
14 bzw. 11 größer ist als die Steigung des Gewindes 13 bzw. 6, bewegt sich dabei das Rohr 1
in der F i g. 1 nach unten, bis es mit seiner Stirnfläche
10 gegen die obere Fläche des Gewindezapfens 11 stößt, die ebenfalls geschliffen sein kann- Bei einem
weiteren Anziehen der Muffe 2 wird das Endstück 8 mit seiner Stirnfläche 10 gegen den Gewindezapfen
11 gepreßt, wodurch das Rohrl dichtend am Gewindestutzen
3 befestigt wird. Dieser Zustand ist in der F i g. 2 dargestellt.
Wie aus der F i g. 2 hervorgeht, sind die Verhältnisse, d. h. die Lage des Vorsprunges 15 bezüglich
der Längen und der Steigungen der Gewinde 13, 6 sowie 14,11 so gewählt, daß im Augenblick des Aufsetzens
des Endstückes 8 auf dem Gewindestutzen 3 die Muffe 2 mit einer vorgesehenen Länge ihres Gewindes
14 auf dem Gewindeil des Stutzens3 aufgeschraubt
ist. Voraussetzung dabei ist, daß beim ao Beginn des Schraubvorganges der Vorsprung 15 der
Muffe auf der Schulterfläche 7 aufliegt. Außerdem ist, wie aus der F i g. 2 hervorgeht, auch die Länge
des Gewindes 13 so gewählt, daß beim Aufsitzen des Endstückes 8 auf dem Gewindestutzen 3 das
Ende des Gewindes 13 mit dem Ende des Gewindes 6 des Rohres 1 zusammenfällt.
Die geometrischen Verhältnisse, welche berücksichtigt werden müssen, um diese Anordnung zu erzielen,
ergeben sich dann aus einem einfachen Vergleich der F i g. 1 und 2. Wenn in der F i g. 1 die
aufzuschraubende Länge des Gewindes 14 mit α bezeichnet wird, die Entfernung des Endstückes 8
vom Gewindestutzen 3 mit b und das vorstehende Ende des Gewindes 13 mit c, so gilt die Beziehung
a= b + c.
Für das gegenseitige Verhältnis der Längen α und c
gilt die Beziehung
a/c = Sl/S2,
wobei 51 die Steigung der Gewinde 11, 14 und Sl
die Steigung der Gewinde 6,13 ist.
Wie aus den F i g. 1 und 2 hervorgeht, kann der Übergang 9 zwischen dem Rohr 1 und dem Teil 5
mit einem beliebig großen Radius ausgebildet werden. Dadurch kann der Einfluß von Kerbwirkung
vermieden werden, der sonst an dieser Stelle, an welcher · sich Schwingungen des Rohres besonders
auswirken, sehr gefährlich ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Rohrverbindung für Einspritzsysteme von Kolbenbrennkraftmaschinen mit einer das Ende des zu befestigenden Rohres umfassenden MufEe mit Innengewinde, die zum Aufschrauben auf ein Außengewinde eines Gewindestutzens an einem Befestigungsteil bestimmt ist, an welchen das Ende des Rohres anschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die Muffe (2) mit dem Rohrende (5) durch ein Gewinde (6, 13) verbunden ist, dessen Steigung (S 2) nach Art eines Differentialgewindes kleiner ist als die Steigung (Sl) des zum Aufschrauben bestimmten Gewindes (11, 14), wobei beide Gewinde (6, 13; 11, 14) mit dem gleichen Sinn ausgebildet sind und dabei das Rohrende (5) mit einer Schulterfläche (7) versehen ist, von welcher ein Endstück (8) mit kleinerem Durchmesser vorsteht, daß die Muffe (2) mit einem bei der Verbindung mit dem Rohrende der Schulterflache (7) als Anschlag dienenden ringförmigen inneren Vorsprung (15) zur Festlegung der Muffenausgangslage vor dem Aufschrauben versehen ist, der das Endstück (8) umschließt, und daß die Lage des inneren Vorsprunges (15) und das Vorstehen des Endstückes (8) im Hinblick auf das Differentialgewinde (6,13; 11, 14) derart aufeinander abgestimmt sind, daß im Augenblick des Aufsetzens des Endstückes (8) auf dem Gewindestutzen (3) die Muffe (2) mit der vorgesehenen Gewindelänge auf dem Gewinde des Gewindestutzens (3) aufgeschraubt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH712569A CH508132A (de) | 1969-05-08 | 1969-05-08 | Rohrverbindung für Einspritzsysteme von Kolbenbrennkraftmaschinen |
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| DE1925237B1 true DE1925237B1 (de) | 1971-02-25 |
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|---|---|---|---|
| DE19691925237 Withdrawn DE1925237B1 (de) | 1969-05-08 | 1969-05-17 | Rohrverbindung fuer Einspritzsysteme von Kolbenbrennkraftmaschinen |
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Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| AT217783B (de) * | 1959-07-18 | 1961-10-25 | Johannes Guido | Rohrdichtkegel für Einspritzleitungen bei Dieselmotoren |
| DE1225005B (de) * | 1961-01-18 | 1966-09-15 | Cie De Pont A Mousson Sa | Verbindung zweier Rohre einer aus solchen bestehenden Leitung |
-
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- 1969-05-23 NL NL6907971A patent/NL6907971A/xx unknown
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1970
- 1970-04-10 FI FI100570A patent/FI52392C/fi active
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- 1970-05-06 ES ES1970187870U patent/ES187870Y/es not_active Expired
- 1970-05-08 GB GB2235670A patent/GB1281104A/en not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT217783B (de) * | 1959-07-18 | 1961-10-25 | Johannes Guido | Rohrdichtkegel für Einspritzleitungen bei Dieselmotoren |
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Also Published As
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|---|---|
| NL6907971A (de) | 1970-11-10 |
| ES187870U (es) | 1974-01-01 |
| GB1281104A (en) | 1972-07-12 |
| PL80557B1 (de) | 1975-08-30 |
| FR2047220A5 (de) | 1971-03-12 |
| CH508132A (de) | 1971-05-31 |
| FI52392C (de) | 1978-05-29 |
| ES187870Y (es) | 1974-09-01 |
| FI52392B (de) | 1977-05-02 |
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