DE1920285C3 - Vorrichtung zum Unterfüllen von Unterwasserbauwerken mit Sand - Google Patents
Vorrichtung zum Unterfüllen von Unterwasserbauwerken mit SandInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Unterfüllen von Unterwiisserbauwerken, die in einem Gewässer
abgesenkt und auf vorläufiger Stützen über der Gründungssohle gehalten sind, mit Sand mit einem
Füll-Rohrsystem mit nebenc-inanrierliegenden, rechtwinklig
abgebogenen Druck- und Saugrohren, die neben dem Bauwerk senkrecht ins Wasser geführt sind und
sich mit ihren abgebogenen Enden unter das Bauwerk erstrecken.
Es ist bekannt, zum Unterfüllen von Unterwasserbauwerken mit Sand ein Füllrohrsystem von zweiteilig
verzweigten Rohren zu verwenden, dessen untere, im wesentlichen horizontale Rohrabschnitte eine kreisb^-
genförmige, hin- und hergehende Schwenkbewegung in dem zwischen dem auf vorläufigen Stützen aufliegenden
Bauwerk und der Gründungssohle befindlichen Raum ausführen, wobei durch das Druckrohr eine Mischung
von Wasser und Sand unter das Bauwerk eingepumpt und gleichzeitig durch die Saugrohre eine entsprechende
Menge Wasser abgesaugt wird. Auf diese Weise wird der Sand nicht aufgewirbelt und weggespült. Vielmehr
lagert er sich in einem kreisbogenförmigen Wall fest ab, und zwar mit der Schwenkachse des Rohrsystems als
mittlere Achse. Durch Bewegung des Rohrsystems an der einen Seite des Bauwerkes entlang kann ein den
ganzen Hohlraum unter dem Bauwerk ausfüllendes, gleichmäßiges und festes Sandkissen hergestellt werden,
das unter gleichmäßigem Druck an der Unterseite des Bauwerkes und auf dem Boden des Gewässers, in dem
das Bauwerk liegen soll, an- bzw. aufliegt. Die senkrechten Abschnitte des Rohrsystems sind über die
Oberfläche des Wassers hinaufgeführt und an eine die Mischung aus Sand und Wasser durch das Druckrohr
pumpende und eine entsprechende Wassermenge durch die Saugrohre absaugende Einrichtung angeschlossen,
die auch die erforderliche Schwenkbewegung auf das System übertragen kann.
Flüsse, Ströme u dgl. führen häufig ein feinkörniges
Material, wie SiIt, aufgeschwemmten Lehm od. dgl. mit sich, welches ein geringes Eigengewicht hat und sich
unter bestimmten Bedingungen ablagern kann, und zwar vor allem an solchen Stellen, an denen der Strom
langsamer fließt. In einer Ausnehmung für ein Bauwerk $ wird sich das freie Material deshalb oft in einer Schicht
von geringem spezifischem Gewicht und ohne Tragfähigkeit ablagern. Solche Schichten müssen deshalb
entfernt werden, bevor die tragfähige Sandschicht eingefüllt werden kann.
ίο Falls nach Absenken des Bauwerkes auf die
vorläufigen Stützen die Sandschicht nicht schnell genug eingebracht werden kann, besteht die Möglichkeit, daß
der Raum unter dem Rauwerk von einem Schlamm gefüllt wird, der sich, wenn eine gewisse Zeit verstreicht,
'langsam etwas verdichtet und eine geringe Festigkeit, jedoch ein recht beachtliches spezifisches Gewicht erhält,
ohne jedoch zur Auflagerung des Bauwerks benutzt werden zu können. Dieser Schlamm ist aus dem Raum unter
dem Bauwerk nur mit Schwierigkeiten zu entfernen, falls nicht das Bauwerk wieder angehoben und die Rinne
noch einmal ausgegraben wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Vorrichtung derart zu verbessern, daß sie auf
einfache Weise auch dazu dienen kann, um den im Raum unterhalb des Bauwerkes abgelagerten unerwünschten
Schlamm zu entfernen. Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung darin, daß ein mit dem
Füll-Rohrsystem verbundenes Spül-Rohrsystem mit Druckrohren vorgesehen ist, die parallel zu den Rohren
des Füll-Rohrsysteais angeordnet sind und verzweigt ins Wasser einmünden. Durch Anwendung dieses
Spül-Rohrsystems und bei wechselnder Betätigung der Pumpe können unter Verwendung der Gesamtvorrichtung
vor dem Unterfüllen des Bauwerks mit Sand unerwünschte Ablagerungen aus dem Zwischenraum
zwischen einem abgesenkten Bauwerk und der Gründungssohle entfernt werden, indem die zum Spül-Rohrsystem
gehörenden Druckrohre zusammen mit den zum Füllrohrsystem gehörenden Saugrohren verwendet
werden.
In einigen Fällen besteht auch die Möglichkeit, die Druckrohre des Spül-Rohrsystems zusammen mit dem
Druckrohr des Füll-Rohrsystems zu verwenden, indem durch dieses Druckrohr ebenfalls Wasser unter Druck
gepumpt wird. Um eine derartige Umstellung dieses Druckrohres zu vermeiden, kann das Spül-Rohrsystem
gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung aus einem Druckrohr, dessen waagerechter Abschnitt,
dieselbe Länge wie das Druckrohr des Füll-Rohrsystems aufweist, und aus zwei weiteren Druckrohren
bestehen, deren Länge im waagerechten Abschnitt v. ssentlich kürzer ist.
Um eine möglichst kräftige Spülwirkung zu erzielen, können die Druckrohre an ihren freien Enden mit in der
Fließrichtung sich verjüngenden Mundstücken versehen sein.
Wenn Wasser durch das Spül-Rohrsystem gedrückt und gleichzeitig die Saugrohre des Füll-Rohrsystems in
Betrieb genommen werden, entsteht eine Wirkung, die der beim Füllvorgang entgegengesetzt ist. Ohne Wasser
und abgelagertes Material auszuwirbeln, insbesondere ohne wesentliche Beunruhigung innerhalb des Raumes
unter dem Bauwerk, kann auf einfache Weise durch Anwendung der Erfindung alles in der Ausnehmung
<>5 abgelagerte Material entfernt werden, bevor Sand für
die Fundamentierung in den Raum zwischen der Gründungssohle und dem Bauwerk eingefüllt wird.
In der Zeichnung is. ein Ausführungsbeispiel der
In der Zeichnung is. ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. I eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Unterfüllen von Unterwasserbauwerken mit Sand,
F i g. 2 die dazugehörige Draufsicht, teilweise im Schnitt, und F i g. 3 die dazugehörige Vorderansicht.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Füll-Rohrsystem aus einem
Druckrohr 1 für Wasser und Sand und aus zwei Saugrohren 2 mit einer Mammutpumpe 3 und einer
Druckluftleitung 4.
Die Rohre 1 und 2 sind mit einem Winkel abgebogen so daß sie einen waagerechten und einen senkrechten
Abschnitt aufweisen. Zusätzlich ist mit dem Füll-Rohrsystem
eine Spül-Rohrsystem verbunden, das aus einem Druckrohr 5 unmittelbar unter dem Druckrohr 1 des
Füll-Rohrsystems und aus zwei seitlichen Druckrohren
6 besteht, welche in ein gemeinsames senkrechtes Rohr 7 übergehen. Das mittlere Druckrohr 5 hat die gleiche
Länge wie das Druckrohr 1 des Füll-Rohrsystems, wohingegen die seitlichen Druckrohre 6 kurzer sind.
Diese kurzen Rohre haben an ihren freien Enden in FlieQrichtung sich verjüngende Mundstücke 8.
Wenn der Raum unter einem großen Bauwerk von eingedrungenem und abgelagertem Material gereinigt
werden soll, wird der waagerechte Teil der Vorrichtung unter das Bauwerk eingeführt, wobei gleichzeitig
Wasser durch die Druckrohre 1, 5 und 6 gedruckt wird und an beiden Saugrohren 2 ein Unterdruck wirksam ist.
Das Druckwasser lockert das abgelagerte Material und misch' es mit dem umgebenden Wasser. Diese Mischung
wird durch die Saugrohre 2 abgesaugt.
Bei Vorliegen bestimmter Umstände ist es möglich, auf das mittlere Druckrohr 5 des Spül-Rohrsystems zu
verzichten und nur das Druckrohr J des Füll-Rohrsystems
zu benutzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Unterfüllen von Unterwasserbauwerken,
die in einem Gewässer abgesenkt und auf vorläufigen Stützen über der Gründungssohle
gehalten sind, mit Sand mit einem Füll-Rohrsystem mit nebeneinanderlegenden, rechtwinklig abgebogenen
Druck- und Saugrohren, die neben dem Bauwerk senkrecht ins Wasser geführt sind und sich
mit ihren abgebogenen Enden unter das Bauwerk erstrecken, gekennzeichnet durch ein mit
dem Füll-Rohrsystem verbundenes Spül-Rohrsystem
mit Druckrohren (5, 6), die parallel zu den Rohren (1,2) des Füll-Rohrsystems angeordnet sind
und verzweigt ins Wasser einmünden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spül-Rohrsystem aus einem Druckrohr (5), dessen waagerechter Abschnitt
dieselbe Länge wie das Druckrohr (1) des Füll-Rohrsystems aufweist, und aus zwei weiteren Druckrohren
(6) besteht, deren Länge im waagerechten Abschnitt wesentlich kürzer ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckrohre (5, 6) an ihren freien Enden mit in der Fließrichtucg sich verjüngenden
Mundstücken (8) versehen sind.
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